Sammelthread Rücktritt von Horst Köhler & Wahl von Christian Wulf zum Bundespräsident

Ich verstehe eigentlich grundsätzlich nicht, warum man aktive Politiker, die vor 6 Monaten ein Ministeramt angetreten haben, als Bundespräsident vorschlägt.

Ebensowenig verstehe ich, warum das ein Minister tun will.
Hatten die nicht was anderes vor, als sie zusagten, sich eine Legislaturperiode lang um dieses Ressort zu kümmern?

Es gibt doch nun wahrlich auch andere Menschen, die in der Lage wären, das Amt zu führen und keinen anderen hohen Staatsposten innehaben.
 
[..]
Frau Käßmann als Nachfolgerin wäre zwar sympathisch, aber ich glaube, es kommt ein Kandidat aus der Regierungskoalition zum Zuge. Da wäre mein Favorit Norbert Lammert.

Dem stimme ich zu. Norbert Lammert ist eine geeignete Person. Ich möchte keine übereifrige Frau Gesine Schwan, da schwant mir böses o_O , oder Frau von der Leyen als Bundespräsident[in] sehen.
 
Man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass im Moment einige Politiker (nicht nur Köhler, Koch zähle ich auch dazu) quasi wie die Ratten das sinkende Schiff verlassen...

LG
Bernhard
 
Norbert Lammert ist eine geeignete Person.
Ich sehe gar keine geeigneten Personen. Man muss die am wenigsten ungeeignete Person auswählen. Lammert könnte diese Person sein - er wird sich aber selbst eher nicht als geeignet bezeichnen, sondern als gewählt.
Nach Köhler kommt wohl auch niemand Besseres.

Leyen halte ich auch für zu sehr belastet.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein potentieller Nachfolger wird eh nur eine Amtzeit machen. Bis zur nächsten Wahl haben sich die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung komplett geändert und ich glaube kaum, dass dann noch ein Kanidat, der von Schwarz-Gelb gewählt worden ist wieder gewählt würde...

LG
Bernhard
 
Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler & mögliche Nachfolger

Warum nicht? Es würde auf seine Reputation und seine Stellung in der Öffentlichkeit ankommen. Der Idealfall wäre ein Kandidat, der überparteilich ist.

Dummerweise scheinen die Politiker aller Parteien das Amt langsam für wichtiger zu halten, als es unter dem Strich ist.
 
.... bisher wurde bei diesem Amt eher weniger über die Parteigrenzen hinausgeschaut. Und deswegen ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Kanidat gewählt wird, dessen Partei in der Bundesversammlung in der Minderheit ist. Es gibt nur wenige Politiker, die so ein Ansehen haben. Und von den aktuellen wüsste ich keinen...

LG
Bernhard
 
Leider ist das so. Und da jetzt Christian Wulf als Kandidat feststeht, wird es wohl so bleiben, da Joachim Gauck zwar anerkannt, aber (leider) nicht mehrheitsfähig ist. Vor allem deshalb, weil Merkel wohl Wulf mit Macht ins Amt bringen will/muss, um wenigstens ein bisschen den Eindruck zu erwecken, dass sie das Heft in der Hand hat.
 
Wenn Merkel klug ist, baut sie jetzt einen Nachfolger auf. Ich glaube nicht, dass sie Parteiintern bis zur Nächsten Bundestagswahl durchhält...

Und es wird wohl ein Phlegma für Wulf, nur die "2. Wahl" zu sein. Gauck hat so gesehen vielleicht doch eine Chance - wenn auch nur eine kleine.
 
Der Witz ist, dass Gauck womöglich genau die konsensfähige Person ist, nach der Frau Merkel nach eigener Aussage gesucht hat (Ich denke viele Unions- und FDP- Anhänger könnten sehr gut mit ihm leben).

Dennoch wird sie nun wohl, wie darkkurt schon anmerkte, Wulff wohl durchdrücken müssen.
 
Die Opposition zieht aber auch nicht an einem Strang. Die Linke will ja einen eigenen Kanidaten aufstellen. Das sind schon Stimmen, die Gauck fehlen würden. Ich erinnere mich noch an den letzten Kanidaten der Linken, der die Wahl ja alles Andere als ernst genommen hat...

LG
Bernhard
 
Wenn einer anfängt mit dem parteipolitischen Geschacher, dann sind die anderen auch nicht aufzuhalten, leider.
 
Die Opposition zieht aber auch nicht an einem Strang. Die Linke will ja einen eigenen Kanidaten aufstellen. Das sind schon Stimmen, die Gauck fehlen würden.
Lustigerweise ist Gauck für die SPD ja der perfekte Kandidat, um die Linken in eine Zwickmühle zu bringen:
Stimmen sie FÜR ihn, dann lecheln sie der SPD hinterher, stimmen sie gegen ihn, könnte das wegen seines ehemaligen Postens als BStU als mangelnde Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit gewertet werden... :mrgreen:
Ich erinnere mich noch an den letzten Kanidaten der Linken, der die Wahl ja alles Andere als ernst genommen hat...
War ja auch das beste, was er machen konnte... :ugly:
Ich schätze Peter Sodann sehr, auch gerade deswegen, weil er seine Chancen bei der Bundesversammlung richtig eingeschätzt hat... :mrgreen:
 
Man darf aber auch nicht aus den Augen verlieren, dass eine Nominierung ebenfalls schon eine deutliche Wertschätzung ausdrückt, wie Herr Gauck es ja auch gesagt hat.

Auch wenn man "nur" von der LINKEN nominiert wird und keine Chance hat zu gewinnen, halte ich eine solche Nominierung deswegen nicht für überflüssig oder gar für lächerlich.

Anders würde ich das nur sehen, wenn die Vorsitzenden der Parteien im Bundestag sich zusammengesetzt hätten und gemeinsam einen Kandidaten vorgeschlagen hätten (und dann einer ausschert...).
 
Auch wenn man "nur" von der LINKEN nominiert wird und keine Chance hat zu gewinnen, halte ich eine solche Nominierung deswegen nicht für überflüssig oder gar für lächerlich.

"Lächerlich" fand ich Peter Sodann auch nicht - sondern eher die Reaktionen auf ihn und seine Auftritte. ;)