Es liegt wohl im Auge des Betrachters dass man "Repressalien" gegen seine eigene "Kameradschaft", "Genossen und Genossinnen" immer anders betrachtet als den Gegenpart. Denn wo Du hier so fein aufzeichnest wie wenig doch die Medien auf die "linken Extremisten" eingehen, zeichnen die "linken Extremisten" das Bild dass gerade bei Verbrechen die von der rechten Szene begangen werden kaum noch ernst genommen werden. Wieder einmal ein bericht vom Bund, da wurde darauf eingegangen dass die Verbrechen der linken Szene um über 60% zunahmen, dagegen die der rechte Straftaten "nur" um ca 15% (bei manchen Medien wurde dies nicht einmal erwähnt). Jedoch was die Medien vergassen war der Hinweis auf die nackten Zahlen, denn da bleiben weiterhin über 6700 Straften der rechten Szene gegenüber fast 1500 Straftaten der linken Szene (vom Zuwachs der straftaten, liegt die rechten Szene ebenfalls vorn, 900 Straftaten zum Vorjahr mehr, dagegen die linke Szene "nur" knapp 600, BEIDES ist zu kritisieren nur sollte man die statistik wenn schon denn schon neutrl und objektiv wiedergeben). Also gerade der rechte Spektrum muss sich keines falls in die Opferrolle bringen. In Deutschland gibt es genug Medien wie auch Politiker die hier ganz besonders blind auf dem Auge sind. Ich denke bei den Politikern kann man in etwa erahnen wer damit gemeint ist.

Man sollte auch erwähnen, dass es in den letzten Jahren nur Todesopfer rechtsextremer Gewalt gab. Da ist meines Erachtens nach der qualitative Unterschied zwischen rechtsextremer und linksextremer Gewalt. Ein paar abfackelte Auto und eingeschmissene Fenster sind schlimm aber nicht mit Mord oder Totschlag vergleichbar. Auch wenn es Statistik gerne tut und alles über einen Hut schert.
 
Man sollte auch erwähnen, dass es in den letzten Jahren nur Todesopfer rechtsextremer Gewalt gab. Da ist meines Erachtens nach der qualitative Unterschied zwischen rechtsextremer und linksextremer Gewalt. Ein paar abfackelte Auto und eingeschmissene Fenster sind schlimm aber nicht mit Mord oder Totschlag vergleichbar. Auch wenn es Statistik gerne tut und alles über einen Hut schert.
Ja, wenn es mal so wäre.

Es gab von 2004 bis 2009 exakt 2 Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt und 0 von linksextremistischer Gewalt. So gesehen hast Du recht: Nur Todesopfer auf rechter Seite.

Wie kommt es zu solchen Tötungsdelikten? Klar: Gewalt. Ok, wie sieht es bei Gewaltdelikten aus?

https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/04/21/bmi-politisch-motivierte-straftaten-auf-hochststand_1014 schrieb:
[...] Mit Blick auf politisch motivierten Gewalttaten führt der Bericht 1113 Gewaltdelikte im Bereich PMK-rechts und 1188 Gewaltdelikte im Bereich PMK-links auf [...]
Was uns zeigt, dass die Rechtsextremisten einfach nur "mehr Pech hatten". Und es zeigt uns, dass sich in der Wahl ihrer Mittel und Methoden die linken Faschisten nicht von den rechten Faschisten unterscheiden.

Leider ist es eben nicht so, dass die Linksextremisten sich nur der öffentlichen Pflastersteine bedienen, um gefühlskalte Fensterscheiben einzuschmeißen oder des Benzins, um Maibachs in Brand zu setzen. Sie schrecken vor Körperverletzung und Mord ebenso wenig zurück. Sie setzen Pflastersteine auch gezielt gegen Menschen ein.

Diese ständige Verharmlosung linker Gewalt hängt mir nämlich langsam zum Halse raus. Politisch motivierte Gewaltdelikte sind immer abzulehnen, scheißegal aus welcher Ecke sie kommen. Und auch wenn ihr es immer glauben wollt, aber ein Pflasterstein quer in der Fresse zu haben ist nicht "gut" oder "erträglich", nur weil er von einem Linken geschmissen wurde.
 
Was uns zeigt, dass die Rechtsextremisten einfach nur "mehr Pech hatten". Und es zeigt uns, dass sich in der Wahl ihrer Mittel und Methoden die linken Faschisten nicht von den rechten Faschisten unterscheiden.
Welcher Bericht wird denn da zitiert? Der Verfassungsschutzbericht 2008 nennt 701 Gewalttaten "links" (132 weniger als im Vorjahr) und 1042 Gewaltaten "rechts" (+62). https://www.verfassungsschutz.de/de/publikationen/verfassungsschutzbericht/

Aber hier geht es um RechtsPARTEIEN. Hat nicht zwingend etwas mit Rechtsextremismus zu tun. Obwohl man klar sagen muß, daß die NPD mit ihrer Öffnung hin zu Kameradschaften und rechten Skinheadgruppierungen durchaus extremistisches "Potential" hat.

Falls wer das Bedürfnis hat, eine Rechts - Links - Diskussion zu führen, sollte das in einem eigenen Thread passieren. Da können sich die rechten Kameraden in ihrer Opferrolle ausgiebig suhlen. :mrgreen:
 
[...]
Falls wer das Bedürfnis hat, eine Rechts - Links - Diskussion zu führen, sollte das in einem eigenen Thread passieren. Da können sich die rechten Kameraden in ihrer Opferrolle ausgiebig suhlen. :mrgreen:
Siehst Du, diese Einstellung werde ich nie verstehen. Um eine Zahl objektiv bewerten, einschätzen und beurteilen zu können, braucht man doch wohl ein Maßstab, also eine Relation. Nicht nur in der Politik, sondern in allen Bereichen des Lebens. Deswegen ist der Vergleich zum anderen Extrem nicht nur angemessen, sondern absolut notwendig.

Außer natürlich, man will gar nicht objektiv sein, sondern sich nur mit Gleichgesinnten Honig ums Maul schmieren. In dem Fall nehme ich natürlich alles zurück und schüttle stillschweigend den Kopf... ;)

[...] Aber hier geht es um RechtsPARTEIEN. Hat nicht zwingend etwas mit Rechtsextremismus zu tun. Obwohl man klar sagen muß, daß die NPD mit ihrer Öffnung hin zu Kameradschaften und rechten Skinheadgruppierungen durchaus extremistisches "Potential" hat.
Nun gut, reden wir über die Parteien und lassen irgendwelche Zahlen zu Straftaten beiseite, die ja mit den Parteien de facto gar nichts zu tun haben.

Was die NPD angeht, so hat sie den Fehler begangen, mehr oder weniger öffentlich den Schulterschluss zu den Kameradschaften zu suchen, die ja nun nicht gerade als friedliche Demokraten bekannt sind. Ja, auch für mich sagt dieses Verhalten einiges aus und macht auch ihrer Personalwahl wegen diese Partei für mich unwählbar.

Für durchaus wählbar halte ich aber die REP. Denn mir ist aufgefallen, dass in diesem Wahlkampf fast nur noch Wahlkampf mit dem gemacht wird, was man nicht will. Ich geb ja zu, dass den politischen Gegner zu kritisieren wesentlich einfacher ist, als konstruktiv etwas anzubieten. Ist man konstruktiv, muss man sich immer Kritik gefallen lassen. Ob man nun eine Themenpartei á la Piratenpartei oder REPs wählt, ist doch nur noch eine Geschmacksfrage.

Und aus meiner Sicht fehlt im deutschen Parteienspektrum durchaus eine rechte Alternative. Ich möchte bezweifeln, dass es eine zwielichtige und auch durchaus gefährliche Partei wie die NPD sein muss. Aber grundsätzlich würde ich es befürworten.
 
Siehst Du, diese Einstellung werde ich nie verstehen. Um eine Zahl objektiv bewerten, einschätzen und beurteilen zu können, braucht man doch wohl ein Maßstab, also eine Relation. Nicht nur in der Politik, sondern in allen Bereichen des Lebens. Deswegen ist der Vergleich zum anderen Extrem nicht nur angemessen, sondern absolut notwendig.

Außer natürlich, man will gar nicht objektiv sein, sondern sich nur mit Gleichgesinnten Honig ums Maul schmieren. In dem Fall nehme ich natürlich alles zurück und schüttle stillschweigend den Kopf... ;)


Nun gut, reden wir über die Parteien und lassen irgendwelche Zahlen zu Straftaten beiseite, die ja mit den Parteien de facto gar nichts zu tun haben.

Was die NPD angeht, so hat sie den Fehler begangen, mehr oder weniger öffentlich den Schulterschluss zu den Kameradschaften zu suchen, die ja nun nicht gerade als friedliche Demokraten bekannt sind. Ja, auch für mich sagt dieses Verhalten einiges aus und macht auch ihrer Personalwahl wegen diese Partei für mich unwählbar.

Für durchaus wählbar halte ich aber die REP. Denn mir ist aufgefallen, dass in diesem Wahlkampf fast nur noch Wahlkampf mit dem gemacht wird, was man nicht will. Ich geb ja zu, dass den politischen Gegner zu kritisieren wesentlich einfacher ist, als konstruktiv etwas anzubieten. Ist man konstruktiv, muss man sich immer Kritik gefallen lassen. Ob man nun eine Themenpartei á la Piratenpartei oder REPs wählt, ist doch nur noch eine Geschmacksfrage.

Und aus meiner Sicht fehlt im deutschen Parteienspektrum durchaus eine rechte Alternative. Ich möchte bezweifeln, dass es eine zwielichtige und auch durchaus gefährliche Partei wie die NPD sein muss. Aber grundsätzlich würde ich es befürworten.
Und aus welchen Bericht stammen nun die Zahlen?
 
Und aus welchen Bericht stammen nun die Zahlen?
Na sag mal Perlini, ich gebe doch nicht umsonst meine Quellen mit an. Du wirst doch wohl ohne Anleitung selbstständig in der Lage sein, einem Link zu folgen?

Herrje: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2009/04/entwicklung_politisch_motivierte_kriminalitaet.html (mit der linken Maustaste anklicken, um dem Link zu folgen)

EDIT: Ach, jetzt weiß ich auch, was Du meinst. Du meinst den Anstieg der Straftaten im Jahr 2008 gegenüber 2007, oder? Na dazu zitiere ich mal:
[...] Als häufigste Deliktsart fielen im Bereich der PMK-rechts die Propagandadelikte mit einem Anteil von 69,9 % aller rechten Straftaten auf, während bei den linken Straftaten die Sachbeschädigungen mit 48,6 % den größten Anteil hatten, gefolgt von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, die rd. 16 % ausmachten.[...]
Nun sage ich: Propaganda kann auch sehr schlimm sein, ist aber in meinem Verständnis von Demokratie ein legitimes Mittel. Was in einer Demokratie und in einer Meinungsfreiheit hingegen völlig ausgeschlossen ist, ist Gewalt. Und da ist es völlig wurscht, von wem sie kommt und gegen wen sie angewandt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na sag mal Perlini, ich gebe doch nicht umsonst meine Quellen mit an.
Scheinbar doch. :mrgreen:

Die wirre Welt der Statistik. Im Verfassungsschutzbericht stehen andere Zahlen. Oder sind das andere Gewaltaten!?
EDIT: Ach, jetzt weiß ich auch, was Du meinst. Du meinst den Anstieg der Straftaten im Jahr 2008 gegenüber 2007, oder?
Nein, den Anstieg der Gewaltstraftaten.
 
Es gab allein im letzten Jahr vier Tötungsdelikte durch Rechtsextremisten.
Ohne Quelle? Hmm. Na gut, dann anders:

Quelle:BMI[...] Insgesamt 1.937 Personen (Vorjahr: 1.941) sind durch politisch motivierte Gewalttaten körperlich verletzt worden. Davon waren unter Hinzurechnung der beiden Getöteten 60,3 % Opfer rechter Gewalt.[...]
Beide = 2. Nicht 4. Nicht 8, 16 oder 32. Nur 2.

Obwohl es eigentlich auch keine große Rolle spielt, selbst einer wäre einer zu viel. Ich will mich eigentlich auch gar nicht in Zahlenspielerein dazu verlieren. Auch wenn nur jemand eine Backpfeife bekam aufgrund seiner politischen Überzeugung, Herkunft oder Religion ist es entgegen der Meinungsfreiheit und demokratischen Grundsätzen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Für durchaus wählbar halte ich aber die REP. Denn mir ist aufgefallen, dass in diesem Wahlkampf fast nur noch Wahlkampf mit dem gemacht wird, was man nicht will. Ich geb ja zu, dass den politischen Gegner zu kritisieren wesentlich einfacher ist, als konstruktiv etwas anzubieten. Ist man konstruktiv, muss man sich immer Kritik gefallen lassen. Ob man nun eine Themenpartei á la Piratenpartei oder REPs wählt, ist doch nur noch eine Geschmacksfrage.

Und aus meiner Sicht fehlt im deutschen Parteienspektrum durchaus eine rechte Alternative. Ich möchte bezweifeln, dass es eine zwielichtige und auch durchaus gefährliche Partei wie die NPD sein muss. Aber grundsätzlich würde ich es befürworten.

Photon spricht mir aus der Seele, Danke.
 
Und aus meiner Sicht fehlt im deutschen Parteienspektrum durchaus eine rechte Alternative. Ich möchte bezweifeln, dass es eine zwielichtige und auch durchaus gefährliche Partei wie die NPD sein muss. Aber grundsätzlich würde ich es befürworten.

Also nimmst du lieber eine nicht ganz so offensichtlich gefährliche aber trotzdem sehr zwielichtige Partei in Kauf, die durchaus mit rechtsextremen Positionen sympathisiert? Wie kann man überhaupt davon sprechen, dass eine "rechte Alternative" "fehlt"? Es gibt diese Parteien und jeder, der will, kann sie wählen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht der Meinung, man sollte rechtes Gedankengut ausrotten; Gedanken- und Meinungsfreiheit gibt es aus gutem Grund. Ich glaube auch nicht, dass die REP eine Horde faschistischer Schläger sind. Aber diesen Positionen politische Macht einzuräumen, ist in meinen Augen der Freiheit und Gleichheit aller wenig zuträglich.


Die bpb sagt:

Eine Zusammenarbeit mit den Parteien "Deutsche Volksunion" (DVU) und "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD) lehnt die Parteispitze um Rolf Schlierer ab. Allerdings ist dieser Kurs innerparteilich umstritten.

Das Grundrecht auf Asyl wollen die REP abschaffen. Die Ablehnung der Zuwanderung wurzelt in dem Wunsch nach einer ethnisch homogenen Gemeinschaft. Dabei sollen möglichst alle ethnischen Deutschen innerhalb der Staatsgrenzen und alle ethnischen Nicht-Deutschen außerhalb der Staatsgrenzen leben

(Wenn ich das anmerken darf: eine solche Position lässt sich nur durch sozialdarwinistische Argumente hinreichend begründen; dass solche Argumente allerdings totaler Blödsinn sind, erschwert die Sache ungemein...)

Die auf fragwürdiger wissenschaftlicher Basis einseitig CO2-fixierte sogenannte 'Klimapolitik' ist ein Irrweg, der zum Wohle der deutschen und europäischen Volkswirtschaften besser heute als morgen aufgegeben werden sollte. Dagegen sind in Fragen der Energiepolitik gemeinsame europäische Bemühungen zur Sicherung wichtiger Ressourcen wie Erdgas, Erdöl und Uran auf diversifizierten Nachschubwegen notwendig und sinnvoll."

(Noch Fragen?)

Das Ganze ist hier nachzulesen: bpb
 
Für durchaus wählbar halte ich aber die REP. Denn mir ist aufgefallen, dass in diesem Wahlkampf fast nur noch Wahlkampf mit dem gemacht wird, was man nicht will.
In diesem Wahlkampf habe ich sie noch nicht wahrgenommen, aber im letzten fielen sie mir durch "Das Boot ist voll"-Plakate auf.

Mal sehr, sehr vereinfacht: Der CDU-Wahlkampf auf Bundesebene ist weder für noch gegen etwas, der der SPD für soziale Gerechtigkeit, der der FDP für mehr Netto, der der Grünen für den Automausstieg und der der Links-Partei für die Abschaffung von HartzIV.
Inwiefern unterscheidet sich der der REP und macht für dich diese Partei deshalb wählbar?
 
Also nimmst du lieber eine nicht ganz so offensichtlich gefährliche aber trotzdem sehr zwielichtige Partei in Kauf, die durchaus mit rechtsextremen Positionen sympathisiert?
Weißt Du, beim Thema "Gefahr" muss ich immer ein wenig schmunzeln. Welche Gefahr meinst Du, welche ich?

Die Hartz IV-Gefahr wurde erkannt und trotzdem Realität. Und das ist nur ein Beispiel von sooo vielen. Wenn mir nach und nach meine Lebensgrundlage entzogen wird, meine Meinungsfreiheit eingeschränkt und andere Grundrechte beschnitten werden, dann nenne ich so eine Politik "kreuzgefährlich".

Wenn man von "rechten Parteien" spricht, dann scheint es mir, als denken die meisten dann an eine Zukunft mit Deportationszügen, Kriegen und Militärdiktaturen. Und ich bin so einer, der gern eine rechte (wählbare) Alternative hätte, trotzdem die Bundeswehr abgeschafft hätte. Wie verträgt sich denn nun sowas, hm?

Die wahre Gefahr versteckt sich immer in einem gefälligen Gewand. "Schutz vor Terrorismus" beispielsweise. Oder "Befreiungsaktionen augenscheinlich unterdrückter Menschen" und anderen edlen Motiven, um die größten Sauerein zu verbrechen. Gefahr lauert immer und überall, nur man muss sich auch die Mühe machen, sie zu erkennen. Was rechte Parteien betrifft, ist es nicht schwer, da nehmen einem ja die Medien das Denken ab. Und sonst?

Um noch schnell zu antworten: Ich empfinde beispielsweise die REP nicht "zwielichtiger" oder "gefährlicher" als die SPD.

[...] Aber diesen Positionen politische Macht einzuräumen, ist in meinen Augen der Freiheit und Gleichheit aller wenig zuträglich.
Was heißt "einräumen"? Wenn die Mehrheit der Menschen im Lande (oder eine Vielzahl) so denkt, dann muss man diesen Parteien nichts "einräumen". Sie werden gewählt und erhalten damit die Macht. Wenn nicht, dann nicht. Ganz einfach.

Aber genau davor fürchtet man sich ja. Sonst käme man gar nicht auf die Idee, entgegen er eigenen demokratischer Grundsätze, die man ja lippenbekenntlich schützen will, über haupt darüber nachzudenken, eine Partei wie die NPD zu verbieten. Naja, mit "Demokratie" ist es eben nicht so weit her. Oder die "Demokratie" ist eben noch zu jung und man kann diesen Humbug den Leuten als eine solche halt problemlos verkaufen.

(Wenn ich das anmerken darf: eine solche Position lässt sich nur durch sozialdarwinistische Argumente hinreichend begründen; dass solche Argumente allerdings totaler Blödsinn sind, erschwert die Sache ungemein...)
Klar ist es Humbug. Aber weißt Du, mich gruselt es viel mehr vor dem, was die SPD/Union/Grüne/Linke/... alles nicht aussprechen und später einfach umsetzen ;)

In diesem Wahlkampf habe ich sie noch nicht wahrgenommen, aber im letzten fielen sie mir durch "Das Boot ist voll"-Plakate auf.
Ja, mir ist es hauptsächlich auch durch Plakate ins Auge gefallen: "XY verhindern!" und so ein Unfug. Im Fernsehen klingt es schon anders bei "Parteien zur Bundestagswahl", da tun sie wenigstens so, als hätten sie einen Plan und Ahnung von dem, was sie tun. Immerhin. Bauernfang auf der Straße, halbwegs intelligente Spots zu später Stunde im TV - das gleicht sich halbwegs aus. Ist ok.

[...] Inwiefern unterscheidet sich der der REP und macht für dich diese Partei deshalb wählbar?
Leider nicht wählbar. Wie gesagt: Ich bin der allerletzte Fan, den die EU hat, aber jetzt da wieder auszutreten, halte ich für groben Unfug. Nun müssen wir mit dem Schiff halt untergehen, wir haben keine Wahl mehr. Schon allein wegen diesem Punkt unwählbar. Nationale Isolierung ist auch nicht das, was ich will. Der zweite Punkt, der die Partei für mich unwählbar macht. Geht ja dann noch weiter, muss ich ja nicht weiter ausbreiten.

Deswegen sage ich ja auch: Rechte Alternative, die es leider (noch) nicht gibt.
 
Leider nicht wählbar. Wie gesagt: Ich bin der allerletzte Fan, den die EU hat, aber jetzt da wieder auszutreten, halte ich für groben Unfug. Nun müssen wir mit dem Schiff halt untergehen, wir haben keine Wahl mehr. Schon allein wegen diesem Punkt unwählbar. Nationale Isolierung ist auch nicht das, was ich will. Der zweite Punkt, der die Partei für mich unwählbar macht. Geht ja dann noch weiter, muss ich ja nicht weiter ausbreiten.

Deswegen sage ich ja auch: Rechte Alternative, die es leider (noch) nicht gibt.
...aber welche Positionen muss eine solche Partei denn haben, damit sie für dich wählbar ist? Beziehungsweise - ist eine rechte Partei ohne die Positionen, die du beschreibst, überhaupt noch viel "rechter" als z.B. der rechte Flügel der CDU?
Ernstgemeinte Frage ;)
 
Vorweg: wenn du diese Diskussion überfliegst, wirst du (hoffe ich) feststellen, dass ich nicht einfach vorgefertige Urteile über Rechtsparteien vertrete (auch, wenn das nicht das zentrale Thema der Diskussion ist).


Weißt Du, beim Thema "Gefahr" muss ich immer ein wenig schmunzeln. Welche Gefahr meinst Du, welche ich?

Ich meine die Gefahr für jeden Menschen, aufgrund unsinniger Definitionen (ich verweise auf den Sozialdarwinismus) ausgeschlossen, zum Feind erklärt oder in seinen Rechten beschnitten zu werden. Und ich sehe, ganz unabhängig von der Panikmache der Medien, diese Tendenz bei den Rechtsparteien mehr als bei allen anderen. Und ich schließe damit auch die CSU ein.

Die Hartz IV-Gefahr wurde erkannt und trotzdem Realität. Und das ist nur ein Beispiel von sooo vielen. Wenn mir nach und nach meine Lebensgrundlage entzogen wird, meine Meinungsfreiheit eingeschränkt und andere Grundrechte beschnitten werden, dann nenne ich so eine Politik "kreuzgefährlich".

Ja, das würde ich auch so nennen. Aber es ist ein kleiner Schritt vom Rausschmiss von "Undeutschen" zur Beschränkung der Meinungsfreiheit. Und was sollen all die machen, die von einer Rechtspartei des Landes verwiesen und somit ihrer Lebensgrundlage beraubt werden?

Wenn man von "rechten Parteien" spricht, dann scheint es mir, als denken die meisten dann an eine Zukunft mit Deportationszügen, Kriegen und Militärdiktaturen. Und ich bin so einer, der gern eine rechte (wählbare) Alternative hätte, trotzdem die Bundeswehr abgeschafft hätte. Wie verträgt sich denn nun sowas, hm?

Wenn ich von "rechten Parteien" spreche, dann denke ich an eine Gruppe von Menschen mit ethnischen Vorurteilen, mit ausgeprägtem Hang zum Konservatismus (und nichts ist schlimmer als eine streng konservative Haltung!) und mit merkwürdigen Vorstellungen von der Bedeutung der Nation für den Einzelnen.

Die wahre Gefahr versteckt sich immer in einem gefälligen Gewand. "Schutz vor Terrorismus" beispielsweise. Oder "Befreiungsaktionen augenscheinlich unterdrückter Menschen" und anderen edlen Motiven, um die größten Sauerein zu verbrechen. Gefahr lauert immer und überall, nur man muss sich auch die Mühe machen, sie zu erkennen. Was rechte Parteien betrifft, ist es nicht schwer, da nehmen einem ja die Medien das Denken ab. Und sonst?

Dass die "wahre Gefahr" in "gefälligem Gewand" steckt bedeutet also zwangsläufig, dass "weniger gefällige Gewänder" wie z.B. „Goldzähne für Asylbewerber, Zahnlücken für Deutsche? – Nicht mit uns!“ nur eine "unwahre Gefahr" verbergen? Bzw. dass die Gefahr dort so offensichtlich ist, dass man sie ignorieren kann?

Was heißt "einräumen"? Wenn die Mehrheit der Menschen im Lande (oder eine Vielzahl) so denkt, dann muss man diesen Parteien nichts "einräumen". Sie werden gewählt und erhalten damit die Macht. Wenn nicht, dann nicht. Ganz einfach.

Und mit dem Machterhalt durch Wahl räumt man ihnen Macht ein. Wenn das demokratisch geschieht, ist am Prozess nichts einzuwenden aber ich halte das Ergebnis trotzdem und aus tiefster Überzeugung für falsch.

Aber genau davor fürchtet man sich ja. Sonst käme man gar nicht auf die Idee, entgegen er eigenen demokratischer Grundsätze, die man ja lippenbekenntlich schützen will, über haupt darüber nachzudenken, eine Partei wie die NPD zu verbieten. Naja, mit "Demokratie" ist es eben nicht so weit her. Oder die "Demokratie" ist eben noch zu jung und man kann diesen Humbug den Leuten als eine solche halt problemlos verkaufen.

Ich halte nichts davon, rechte Parteien zu verbieten. Sie haben ein Recht auf ihre Existenz.

Klar ist es Humbug. Aber weißt Du, mich gruselt es viel mehr vor dem, was die SPD/Union/Grüne/Linke/... alles nicht aussprechen und später einfach umsetzen ;)

Und das kann ich nicht nachvollziehen. Du bevorzugst jemanden, der offensichtlich wissenschaftlich falsch denkt und infolgedessen Positionen vertritt, die eindeutig manche Menschen anderen gegenüber vorziehen, vor jemandem, der keinen Hinweis dafür liefert, dass es ein solch "fehlerhaftes" Denken hat? Generalverdacht in allen Ehren, aber ich halte mich lieber an den, den ich bezweifle, als an den, von dem ich weiß, dass er schlecht ist.

Deswegen sage ich ja auch: Rechte Alternative, die es leider (noch) nicht gibt.

Die CSU verbucht große Erfolge im Süden unseres Landes...
 
...aber welche Positionen muss eine solche Partei denn haben, damit sie für dich wählbar ist? Beziehungsweise - ist eine rechte Partei ohne die Positionen, die du beschreibst, überhaupt noch viel "rechter" als z.B. der rechte Flügel der CDU?
Ernstgemeinte Frage ;)
Meine "Traumpartei" (und das wird sie wohl auch bleiben) hätte auf dem Zettel:

- Ersatzlose Abschaffung der Bundeswehr, Einführung einer "Zivilistenarmee" nach Schweizer Vorbild
- Sofortige Ausweisung eines Ausländers nach der ersten (schweren) Straftat, auch anzuwenden bei EU-Bürgern
- Deutsche Staatsbürgerschaft kann erkauft oder verdient werden, doppelte Staatsbürgerschaft ist unmöglich, bei Eheschließungen erfolgt keine automatische Einbürgerung
- Schutz von Natur- und Kulturdenkmälern, Wiederaufbau historischer Denkmäler und Ausbau von Naturparks
- Rede- und Meinungsfreiheit ausweiten, Demokratie direkter gestalten
- Steuersätze bindend festschreiben für die Dauer von 5 Jahren, somit sind weder Senkungen, noch Erhöhungen möglich
- Renten festschreiben für die Dauer von 5 Jahren
- Förderung von Kindern und Jugendlichen, nach einer Ausbildung oder eines Studiums darf die Person X Jahre (je nach Kosten) nur dann ihr Wissen an das Ausland verkaufen, wenn ein (Groß-)teil der Ausbildungskosten zurückgezahlt wurde, Nichtdeutsche müssen erhöhte Studiengebühren zahlen
- Ausländische Unternehmen bekommen keinerlei Subventionen, deutsche Unternehmen je nach Bilanz und Businessplan zinslos, allerdings mit staatlicher Gewinnbeteiligung bis zur Rückzahlung der Kreditsumme

...und noch so einiges mehr. Ehrliche Antwort :)


[...] Ja, das würde ich auch so nennen. Aber es ist ein kleiner Schritt vom Rausschmiss von "Undeutschen" zur Beschränkung der Meinungsfreiheit. Und was sollen all die machen, die von einer Rechtspartei des Landes verwiesen und somit ihrer Lebensgrundlage beraubt werden?
Reden wir von jenen, die aufgrund ihres Geburtsortes des Landes verwiesen werden, obgleich sie deutscher sind, wie manch ein Deutscher? Wohl kaum. Und ich gehe fest davon aus, dass das auch nicht die Zielgruppe der NPD ist.

Ein Kumpel von mir ist gebürtiger Türke. Allerdings sieht man ihm das gar nicht an. Klar hat er dunkle Haare und braune Augen, aber er ist einwandfrei in Wort und Schrift. Und damit hat er es bei seinen "Landesgenossen" schwer. Die wollen nämlich mit ihm nix zu tun haben, sie bezeichnen ihn gar als "Verräter". Kurios: Er geht demnächst zurück in die Türkei, hat hier sein Studium abgeschlossen. Schade, tut mir direkt weh. Die anderen "Landesgenossen", von denen ein paar Sätze zuvor die Rede war (ich nenne sie mal "Mulluken"), die bleiben hier und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Weißt Du was, eigentlich sollte es genau umgekehrt sein. Denn er wird dann sein Wissen in der Türkei versilbern, während ich hier mit meinen Steuern Leute finanziere, die mich und mein Land hassen. Klingt das irgendwie logisch? Für mich nicht.

[...] Wenn ich von "rechten Parteien" spreche, dann denke ich an eine Gruppe von Menschen mit ethnischen Vorurteilen, mit ausgeprägtem Hang zum Konservatismus (und nichts ist schlimmer als eine streng konservative Haltung!) und mit merkwürdigen Vorstellungen von der Bedeutung der Nation für den Einzelnen.
Nein, das sind Nazis. Also die extremste Ausprägung des rechten Spektrums. Und wer eine (auch diese) Haltung mit militärischen Mitteln (also für mich auch Gewalt im Allgemeinen) durchzusetzen versucht und keine andere Meinung neben seiner duldet, ist ein Faschist. Diesem "Ideal" entspricht aus meiner Sicht der NPD am ehesten, obgleich sie noch lange nicht an dem Punkt angekommen ist.

Eine rechte Partei ist nach meiner Definition eine, deren nationales Wohl das höchste erstrebenswerte Ziel ist und das eigene Volk und die gesamte Heimat vor jedweder Gefahr schützt. Innenpolitik hat bei so einer Partei stets Vorrang vor Außenpolitik. Um es fest zu machen: Es zählt nicht ein Einsatz deutscher Soldaten in Gebieten, die von den USA unterworfen wurde dazu, was die Union als Wahlalternative weitestgehend ausschließt. Das heißt auch nicht Wählerbetrug und Landesverrat, was die SPD ausschließt. Auch nicht ein Verbot eines unbequemen politischen Gegners, was die SPD für mindestens 2 Legislaturperioden für mich völlig unwählbar macht. Das könnte Atomausstieg bedeuten, was die Grünen attraktiv macht, bedeutet aber nicht, dass Deutschland das Sozialamt der Welt ist, was sie somit gleich wieder ausschließt. Nur um das mal stark zu vereinfachen :)

[...] Dass die "wahre Gefahr" in "gefälligem Gewand" steckt bedeutet also zwangsläufig, dass "weniger gefällige Gewänder" wie z.B. „Goldzähne für Asylbewerber, Zahnlücken für Deutsche? – Nicht mit uns!“ nur eine "unwahre Gefahr" verbergen? Bzw. dass die Gefahr dort so offensichtlich ist, dass man sie ignorieren kann?
Nein, auf keinen Fall! Ignorieren darf man in der Politik sowieso nie etwas. Aber es bedeutet, dass diese Parteien, die großmäulig auf Bauernfang gehen, nicht schlimmer oder gefährlicher sind, wie eine "Volkspartei" (oder sollte man dieser Tage besser sagen: "Anti-Volkspartei"?) in gefälligem Gewand. Man kann gut und gerne der Ansicht sein, dass einem persönlich die Ziele nicht passen oder gar das Gegenteil von dem sind, was man sich vorstellt. Und man wird ja auch nicht gezwungen, so eine Partei zu wählen. Aber beim Thema "gefährlich" sage ich immer gern: "Ja, Partei XY ist gefährlich. Allerdings nicht so sehr, wie die Union oder SPD".

[...] Und das kann ich nicht nachvollziehen. Du bevorzugst jemanden, der offensichtlich wissenschaftlich falsch denkt und infolgedessen Positionen vertritt, die eindeutig manche Menschen anderen gegenüber vorziehen, vor jemandem, der keinen Hinweis dafür liefert, dass es ein solch "fehlerhaftes" Denken hat? Generalverdacht in allen Ehren, aber ich halte mich lieber an den, den ich bezweifle, als an den, von dem ich weiß, dass er schlecht ist.
Das ist ja auch ein durchaus vertretbarer Standpunkt. Im Grunde bin ich da auch nicht viel anders. Ich habe eben meiner Stimme immer der Volkspartei gegeben, die ich für das kleinere Übel hielt. Nur leider war das kleinere Übel stets noch viel zu übel.

In diesem Jahr denke ich über die Wahl einer Themenpartei nach. Auch wenn ich weiß, dass eine Themenpartei nicht viel ausrichten kann und meine Stimme damit quasi-verschenkt ist. Und wehe uns, wenn eine Themenpartei die absolute oder relative Mehrheit bekäme! Ich denke aber, dass das nicht passieren wird. Einer Volkspartei kann ich jedenfalls in diesem Jahr nicht meine Stimme geben, weil ich eben auch zukünftig noch ohne schlechtes Gewissen in den Spiegel schauen will. Und das wäre bei keiner deutschen Antivolkspartei gegeben.
 
Meine "Traumpartei" (und das wird sie wohl auch bleiben) hätte auf dem Zettel:

- Sofortige Ausweisung eines Ausländers nach der ersten (schweren) Straftat, auch anzuwenden bei EU-Bürgern

Öm..und warum sind "ausländische" Verbrechen schlimmer als "deutsche" Verbrechen?

- Förderung von Kindern und Jugendlichen, nach einer Ausbildung oder eines Studiums darf die Person X Jahre (je nach Kosten) nur dann ihr Wissen an das Ausland verkaufen, wenn ein (Groß-)teil der Ausbildungskosten zurückgezahlt wurde[1], Nichtdeutsche müssen erhöhte Studiengebühren zahlen [2]

1) Also bin ich - wenn ich nicht genug Geld habe - in Deutschland gefangen?

2) Warum? Sie bekommen sie doch eh finanziert und müssten sie später wieder zurückzahlen?


lg Nudel
 
Öm..und warum sind "ausländische" Verbrechen schlimmer als "deutsche" Verbrechen?
Sind sie nicht.

1) Also bin ich - wenn ich nicht genug Geld habe - in Deutschland gefangen?
Für eine gewisse Zeit - ja.

Oder Du machst Deine Ausbildung, Studium, ... gleich im Ausland Deiner Wahl.

Wahlweise kannst Du ja auch auf eine Ausbildung verzichten und schmarotzen.

Oder Du lässt Dich aus dem Ausland freikaufen. Eine Firma, die Dein Wissen benötigt, müsste dann halt etwas in Dich investieren. Wie Du in ein gutes Buch oder ein Privat-/Fernstudium, wenn Du Dir Wissen aneignen willst.

Oder eben Du versucht den Staat zu bescheißen, lässt hier Deinen Hauptwohnsitz, arbeitest und lebst halt im Ausland. Darfst Dich dann halt nicht erwischen lassen, das wird nämlich teuer.

2) Warum? Sie bekommen sie doch eh finanziert und müssten sie später wieder zurückzahlen?
Worauf willst Du hinaus? BaFöG/LaFöG? AStAgebühren?

Oder Studiengebühren? Also Studiengebühren sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich hoch. In einigen Ländern werden sie gar nicht erhoben. Und wie hoch sind die zur Zeit? 500 Euro pro Semester, glaube ich. Das sind nicht mal 100 Euro pro Monat. Davon ist ja nicht mal der Sitzplatz im Hörsaal bezahlt, geschweige denn ein einziger Professor.

Bildung ist nunmal teuer und irgendwer muss es bezahlen. Wer aus dem Ausland hier studieren will, muss es selbst bezahlen. In voller Höhe. Deutsche Staatsbürger erhalten Subventionen vom Staat, müssen aber in jedem Fall ein Teil selbst bezahlen. Ob nun während des Studiums semesterweise, vor dem Studium oder ob er es nach dem Studium abzahlt, wäre dabei optional. Oder sie bezahlen es in voller Höhe, können danach aber gleich im Ausland arbeiten.

Ich weiß gar nicht, wo dabei das Problem ist? Fühlst Du Dich eingesperrt deswegen? Dann nimm einen Kredit auf, raube eine Bank aus oder lass' Deine Familie zusammen legen. Oder geh' arbeiten und spare. Erbschaft geht auch. Es kann nur eben nicht sein, dass jeder her kommt zum Studieren, um dann sein Wissen an das Ausland (und damit ja auch die Konkurrenz) zu verkaufen.

Deutschland ist weder die Weltwohlfahrt, noch eine gemeinnützige Gesellschaft. Wir stehen in hartem Konkurrenzkampf mit anderen Ländern. Ja, auch mit Europa. Wir zahlen wie die Idioten in den europäischen Topf ein, damit es unsere Nachbarn auch ja schön lauschig haben. Und als Dankeschön wandern uns dann die Unternehmen ab. Ok, aus der miesen EU-Nummer kommen wir nicht mehr raus. Aber wir müssen halt zusehen, unsere Werte zu schützen, dazu gehört nunmal auch Wissen. Wir können es uns schlicht nicht leisten, unser Kapital zu verschenken und zu verschleudern. Nicht, wenn wir weiterhin konkurrenzfähig bleiben wollen.
 
Deutschland ist weder die Weltwohlfahrt, noch eine gemeinnützige Gesellschaft. Wir stehen in hartem Konkurrenzkampf mit anderen Ländern.


Und da hilft es natürlich, wenn wir die Studiengebühren deutlich erhöhen und bei Einwohnerschwund die Bedingungen für Ausländer erschweren :roll:
Dass bei stark höheren Studiengebühren Abiturienten sich eher für eine Ausbildung entscheiden könnten und wir somit einen Akademikermangel haben(der ja eh schon existiert!) interessiert dich nicht?
 
- Ersatzlose Abschaffung der Bundeswehr, Einführung einer "Zivilistenarmee" nach Schweizer Vorbild

Das ist kein Standpunkt, den man politisch "rechts" einsortieren würde.

- Sofortige Ausweisung eines Ausländers nach der ersten (schweren) Straftat, auch anzuwenden bei EU-Bürgern
- Deutsche Staatsbürgerschaft kann erkauft oder verdient werden, doppelte Staatsbürgerschaft ist unmöglich, bei Eheschließungen erfolgt keine automatische Einbürgerung
-nach einer Ausbildung oder eines Studiums darf die Person X Jahre (je nach Kosten) nur dann ihr Wissen an das Ausland verkaufen, wenn ein (Groß-)teil der Ausbildungskosten zurückgezahlt wurde, Nichtdeutsche müssen erhöhte Studiengebühren zahlen

Jetzt musst du mir nur noch plausibel erklären, wieso 1. Ausländer nach einem Verbrechen ausgewiesen, Deutsche nur eingesperrt werden sollen, 2. es erschwert werden soll, deutscher Staatsbürger zu werden und 3. jemand nach seiner Ausbildung in seiner Freiheit beschränkt und quasi unter "Hausarrest" gestellt werden soll, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass er in vielen Fällen gar keinen Job hier findet und also für's "nationale Wohl" leidet. "Plausibel erklären" meint hier: du findest eine Argumentation, die nicht damit arbeitet, dass Deutsche höherwertig wären für Deutschland als andere Menschen. Denn es ist kein Verdienst, keine Ehre, keine Pflicht und keine Notwendigkeit, dass man in Deutschland geboren wurde, sondern simpler Zufall. Es ist arrogant anzunehmen, dass man in seinem Heimatland mehr Rechte genießen können sollte als Zugewanderte! Und ich halte es für einen kategorischen Fehler, dieses Zweiklassensystem zu propagieren.

Reden wir von jenen, die aufgrund ihres Geburtsortes des Landes verwiesen werden, obgleich sie deutscher sind, wie manch ein Deutscher? Wohl kaum. Und ich gehe fest davon aus, dass das auch nicht die Zielgruppe der NPD ist.

Wir reden davon, dass auch die Republikaner jene aus dem Land schmeißen wollen, die aufgrund ihres Geburtsorts und ihrer Staatsbürgerschaft Deutsche sind, allerdings nicht dem "Deutschen" im "eigentlichen" Sinne entsprechen.

Weißt Du was, eigentlich sollte es genau umgekehrt sein. Denn er wird dann sein Wissen in der Türkei versilbern, während ich hier mit meinen Steuern Leute finanziere, die mich und mein Land hassen. Klingt das irgendwie logisch? Für mich nicht.

Natürlich ist es nicht logisch. Das degradiert diese Menschen aber nicht zu minderwertigeren Wesen im Vergleich zur arbeitenden, "nützlichen" Hälfte unserer Landes.

Nein, das sind Nazis. Also die extremste Ausprägung des rechten Spektrums. Und wer eine (auch diese) Haltung mit militärischen Mitteln (also für mich auch Gewalt im Allgemeinen) durchzusetzen versucht und keine andere Meinung neben seiner duldet, ist ein Faschist. Diesem "Ideal" entspricht aus meiner Sicht der NPD am ehesten, obgleich sie noch lange nicht an dem Punkt angekommen ist.

Wenn es nur Nazis sind, die eine "merkwürdige Vorstellung von der Bedeutung der Nation für den Einzelnen" haben, müsste ich dich dazuzählen, denn du hast für mich eindeutig solche "merkwürdigen Vorstellungen." Trotzdem würde ich dich nicht als rechtsextrem bezeichnen.

Eine rechte Partei ist nach meiner Definition eine, deren nationales Wohl das höchste erstrebenswerte Ziel ist und das eigene Volk und die gesamte Heimat vor jedweder Gefahr schützt. Innenpolitik hat bei so einer Partei stets Vorrang vor Außenpolitik.

Auch das lässt sich wieder nur mit einem höheren Wert der eigenen im Vergleich zu einer anderen Nation erklären. Solche Erklärungen müssen aber entweder wissenschaftlich falsch sein (was inakzeptabel ist), oder sie basieren auf der rein subjektiven "Ich-zuerst"-Haltung, die dort nichts zu suchen hat, wo abolute Objektivität herrschen muss: in der Politik.
 
Zuletzt bearbeitet: