Reddogg
Well-known member
- 4 Mai 2006
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du hast es nicht verstanden, Rawdan hat wohl er nur auf die westlichen Medien reagiert die in seinen Worten wohl eine direkte anerkennung Israel's gelesen haben, das sei falsch wie er sagt. Hmm trotzdem bleibt Meschaal der oberste Mann der Hamas, leider, auch wenn er nicht in Palästina wohnt.Und ?
Wenn er "falsch verstanden" worden ist juckt es seitens der Hamas trotzdem niemanden, was er gesagt hat.
Also ... was willst Du dazu noch ausführen ?
Ich stelle sie nicht in Frage, aber auch die arabische Initiative ist eine mögliche Alternative.Es sei denn Du stellst die Roadmap in Frage ...
1. Etappe:
Der UN-Sicherheitsrat veranlasst die Israelis, Palästinenser und Araber in beliebiger Reihenfolge zu Erklärungen, in denen gegenüber der Weltorganisation die Einsicht bekundet wird,
a) dass es wirklichen Frieden nicht gegeneinander, sondern nur im regionalen Miteinander geben kann,
b) dass die Verhandlungen nicht von "Vorbedingungen" abhängig sein dürfen, die allenfalls im Friedensprozess Ergebnis sein können: "Ende des Terrors, Ende der Besatzung und Siedlungspolitik, ..." KLICK
2. Etappe:
Der UN-Sicherheitsrat gründet eine Arabisch-Israelischen Liga, deren vordringlichste Aufgabe ein System kollektiver Sicherheitsgarantien ist.
3. Etappe:
Stationierung von Polizei-Truppen der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen in den Palästinenser-Gebieten zur Terrorbekämpfung und Reorganisation der palästinensischen Selbstverwaltung.
4. Etappe:
Erst dann Rückzug der israelischen Armee aus den Palästinenser-Gebieten.
5. Etappe:
Hinsichtlich der israelischen Siedlungen gibt es vier Alternativen: 1. entweder Übergabe oder 2. Gebietstausch, 3. doppelte Staatsbürgerschaft oder 4. den Streitparteien fiele etwas Besseres ein.
6. Etappe:
Multikulturelle Reformierung der Staatsziele sowohl Israels als auch des künftigen Palästinenserstaates und Jerusalems, geteilt oder mit Sonderstatus.
7. Etappe:
Gründung des Palästinenser-Staates und dessen Aufnahme in das System Kollektiver Sicherheit der Arabisch-Israelischen Liga.
Also hier ist die Sachlage etwas anders aus, denn hier ist auch Israel verpfichtet sich zurück zu ziehen auf die Siedlungsauswüchse von 2000.Phase 1: Vor den Wahlen in den Palästinensergebieten
- Israel und die Palästinenser schließen ein Sicherheitsabkommen. Dieses sieht das Ende von "Gewalt, Terrorismus und Anstachelung zum Terrorismus" vor.
- Israel zieht sich aus den autonomen Palästinensergebieten zurück und lockert seine Zwangsmaßnahmen gegen die palästinensische Bevölkerung: Ende des Baus jüdischer Siedlungen, Aufhebung der Straßensperren und volle Bewegungsfreiheit für die Palästinenser.
- Die Palästinenserführung bestätigt schriftlich das Existenzrecht Israels und schreibt Maßnahmen zum Stopp anti-israelischer Provokationen fest.
- Die palästinensischen Reformen von Regierung, Justiz, Wirtschaft und Finanzen werden unter Aufsicht des Nahost-Quartetts fortgesetzt
https://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Nahost/fahrplan-deutsch.htmlDie erste Phase des Plans (2002 und erste Jahreshälfte 2003) wird Erfüllungskriterien für eine umfassende Sicherheitsreform, den Rückzug Israels auf seine Positionen vor dem 28. September 2000 mit schrittweiser Verbesserung der Sicherheitslage
Da du ja sagst das Israel dies erledigt hat. Solltest Du dies ja mit Leichtigkeit nachweisen können.
Noch einmal Konfrontationen nach Sommerregen und Herbstwolken, Gefängnis-Dokument von alle großen Parteien vor diesem Krieg unterzeichnet.Wie Du darauf kommst, dass dieses Pamphlet ein "einheitliches" Dokument sei ist mir rätselhaft.
Danach wollte man nationale einheitsregierung, aber wie im Libanon kommt man bei gewissen Ministerplätzen nicht auf einen Nenner, und dann gab es leider dumme Leute, die wegen Clan-interne Kämpfe (und nicht wegen Fatah gegen Hamas-Kämpfe) leider Gewalt aufkeimen lassen. Dies wurde leider hoch gespielt bis hin zu Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, und der isl. Dschihad kann in Ruhe ihre Raketen Richtung Israel loswerden, leider, da Sicherheitskräfte leider anderswo eingesetzt werden.
Denn gab es vor dem Krieg, mittels dem Gefängnis-Dokument. Da waren sich alle einig, aber ups, da kam doch was in Gaza an (und eventuell am Strand von Gaza).Um "verhandeln" zu können braucht es erst einmal einen fähigen und willigen Verhandlungspartner auf Seiten der Palästinenser, der ermächtigt ist für alle paläst. Gruppierungen einheitlich zu sprechen.
Wenn es nach dem Nahost-Quartett geht ja, aber nicht wenn man wie Perez Teile des arabischen Friedenplans ansetzt, z.B. keine Vorbedingungen von irgendwem, das wären wirklich Friedenspläne auf Augenhöhe.Weiterhin ist die Roadmap in ihrer ersten Stufe Voraussetzung für Verhandlungen.
