Habe ich das nun richtig verstanden, dass es im Umkehrschluss bedeuten würde, dass Firmen dann lieber Langzeitarbeitslose einstellen weil billiger, als andere Fachkräfte wie erst seit kurzem arbeitslos waren? Oder mach ich grad einen Denkfehler?
 
na klasse, gerade die Zeitungsträger die sich das ganze Jahr Nacht für Nacht bei jedem Wetter den Arsch aufreisen und dafür im idealfall einen Stundenlohn ( incl. Nachtzuschlag ) von 2,50 Euro heben ( im Winter sogar erheblich weniger dafür aber verletzungen riskieren ) sollen ausgenommen werden.

An diese stelle mal ein "herzliches dankeschön" an die zukünftige Regierung !

Das ist genauso falsch wie die ausnahme von langzeitarbeitslosen !

ACHTUNG, IRONIE !

Genau so wird dafür gesorgt das die Menschen mehr in die Sozialkassen einzahlen und später von der
eigenen erarbeiteten Rente leben können.

Gerechtigkeit? Nein, nicht in D-Land !
 
Zuletzt bearbeitet:
Willst Du jemanden einstellen, dem Du erstmal wieder arbeiten beibringen musst, oder nimmst Du jemanden, der nach kurzer Einarbeitungszeit Leistung bringt?

Ausnahmen wirds natürlich immer geben aber im Niedriglohnsektor bei Tätigkeiten für die man keine Vorkenntnisse braucht werden sich doch sehr wahrscheinlich grob geschätzte 93,6% für Möglichkeit A entscheiden.

Ich bleibe ja ziemlich stoisch, entgegen der landläufigen These, bei der Ansicht dass ein Großteil der Langzeitarbeitslosen in Deutschland keine unfähigen, faulen Säcke sind die sowieso keinen Bock mehr haben zu arbeiten. Ich glaube viel eher, dass die meisten in dieser Situation extrem frustriert sind. Viele arbeiten heute schon obwohl sie praktisch das gleiche kriegen würden wenn sie mitm Arsch zu Hause bleiben. Da frage ich mich schon an stressigen Tagen häufig ob ich das denn an deren Stelle machen würde.
Wenn sich die Arbeit dank eines Mindestlohnes dann auch noch lohnen würde, dann behaupte ich mal, bleibt nur noch ein relativ geringer Teil an Leuten denen man Mühsam das Arbeiten beibringen müsste, bzw. die trotzdem keinen Bock haben.

Vielleicht ist das naiv... aber ich bin halt Sozialarbeiter;) Aber wir würden nie rauskriegen ob ich recht habe wenn diese "Einschränkung" die ganze Debatte (die sich schon gefühlte Dekaden hinzieht) ad absurdum führen würde.
 
auch ich finde diese Einschränkung absurd und am Ziel vorbei, Mindestlohn für alle und möglichst schnell - für Langzeitarbeitslose gibt es übrigens bis zu zwei Jahre bis zu 70 % als möglichen Zuschuss für den Arbeitgeber, das Argument ist also Blödsinn - wie die ganzen anderen Ausnahmen -
 
klar brauchen wir den Mindestlohn, viele Menschen "verdienen" nämlich weniger als 7,50 Euro.

Wenn es bei uns im Winter schlecht läuft kommen wir ( meine Frau und ich ) auf einen Stundenlohn von weniger als einem Euro.

Selbst im Sommer wenn alles OK läuft haben wir bei weitem nicht die 7,50 Euro.

Ach so, wir tragen nachts Zeitungen aus



Und das ist eigentlich schon eine Schande ich schätze mal ihr macht das extra noch. Und man sollte sich mal die Frage stellen, wenn es uns in diesem Land so gut geht warum kann man dann nicht mehr von seiner Hände arbeit leben ?

Und der Mindestlohn kommt eh nicht das wird wieder Wahlthema 2017 :)


Aber das hier ist auch cool der Sigmar weiss gar nicht was er sagen soll :p Die Slomka hats drauf.

https://www.youtube.com/watch?v=0S93iOHA9Zs
 
Viele Selbstständige verdienen weniger als 8,50 Euro in der Stunde

Folgende News wurde am 05.01.2014 um 17:19:00 Uhr veröffentlicht:
Viele Selbstständige verdienen weniger als 8,50 Euro in der Stunde
Shortnews

Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung haben ergeben, dass mehr als eine Millionen Selbstständige weniger als den geforderten Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde verdienen. Das ist rund ein Viertel aller selbstständigen Arbeiter in Deutschland. Auch Mitarbeiter der Firmen verdienen weniger als 8,50 Euro in der Stunde.
 
Frage mich gerade wie die das denn berechnen?
Dafür braucht man kein Mathematiker zu sein, man macht eine Umfrage bei den Selbständigen und wenn man Werte hat wie durchschnittliche Arbeitszeit und Gewinn, hat man das Rätsel so gut wie gelüftet.

Aber das ist nicht das Problem, was mich stutzig macht ist folgendes:
[...] dass mehr als eine Millionen Selbstständige [...]
Nun würde ich gerne wissen, wie lange diese in der Selbständigkeit sind und in welcher Branche. Gerade in den ersten Jahren fährt man je nach Branche keine großen Summen im Monat ein und man kann in der Regel von einer 40 Stunden Woche nur noch träumen...
 
->glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast ;)

Meine eher auf welchen Daten es beruht. Wenn Befragung, wie viele wurden dann befragt?
Was ist mit denen die Angestellte bzw. Studenten sind und nebenberuflich selbständig sind?

Und zudem kommt das der Gewinn ja nicht gleich Gewinn ist. Als selbständiger kann man den Gewinn ja ein klein wenig auch Steuern. Wie werden hier Abschreibung berücksichtigt?
 
Dafür braucht man kein Mathematiker zu sein, man macht eine Umfrage bei den Selbständigen und wenn man Werte hat wie durchschnittliche Arbeitszeit und Gewinn, hat man das Rätsel so gut wie gelüftet.

Nein, um Gewinne geht es da nicht, sondern wirklich um Stundenlöhne, wie es sie bei Werksverträgen gibt oder bei Promotion und Co., oft sind es Scheinselbständigkeiten, nur die Chefs sparen sich die Sozialleistungen

Es hört sich doch genial an, wenn man 7 € die Stunde bekommt plus 2€ Bonus pro Stunde plus km-Geld plus Übernachtungspauschale....bis man das mal gemacht hat und wirklich tanken muss und übernachten, weil man monatlich 6000 km rollt und dann täglich 10 Stunden arbeitet plus auf- und abbauen (was keine Arbeitszeit ist)- dann ist man geheilt für hoffentlich immer
 
Wie kommst du jetzt drauf? Scheinselbständige sind keine Selbständige!

Habe den Artikel nur überflogen, aber habe davon nichts gelesen.
 
Wie kommst du jetzt drauf? Scheinselbständige sind keine Selbständige!

Habe den Artikel nur überflogen, aber habe davon nichts gelesen.

In der Statistik werden offensichtlich die erfasst, die ein Gewerbe angemeldet haben..
Scheinselbständigkeit ist verboten, aber niemand schaut wohl so genau hin, sonst gäbe es
einige Branchen gar nicht
 
->glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast ;)
Ich hatte letztes Semester Sadistik äh Statistik und meiner ersten Statistik habe ich selber nicht geglaubt ;-)

[...] Und zudem kommt das der Gewinn ja nicht gleich Gewinn ist. Als selbständiger kann man den Gewinn ja ein klein wenig auch Steuern. Wie werden hier Abschreibung berücksichtigt?

Das ist mir auch bewusst, aber dann kommen wir hier zurecht auf die Frage die du gestellt hast auf welche Daten sich das beruht. Wenn nämlich der Gewinn der beim Finanzamt angegeben wurden ist verwendet wurde, dann wurden ja die Afa schon berücksichtigt - aber das wissen wir ja nicht ;-)

Nein, um Gewinne geht es da nicht, sondern wirklich um Stundenlöhne, wie es sie bei Werksverträgen gibt oder bei Promotion und Co., oft sind es Scheinselbständigkeiten, nur die Chefs sparen sich die Sozialleistungen [...]

Habe ich denn das behauptet? Der Gewinn wäre aber in diesem Fall ein Indikator um den Stundenlohn eines Selbstständigen ausrechnen zu können... Schließlich muss ja der angegebene Wert in dem Artikel auch errechnet wurden sein. ;-)
 
Frage mich gerade wie die das denn berechnen?

Wichtiger wäre wohl, welches Äquivalent sie zum Angestellten dort berechnet haben.
Ich kann recht gut zwischen Brutto und Netto unterscheiden.
Ein Selbstständiger hat ja in dem Sinne nur ein Netto, weil vorher sämtliche Ausgaben runter sind.

Von daher wäre ein Vergleich Netto gegen Mindestlohn Brutto freisinnig.

gruss kelle!
 
Habe ich denn das behauptet? Der Gewinn wäre aber in diesem Fall ein Indikator um den Stundenlohn eines Selbstständigen ausrechnen zu können... Schließlich muss ja der angegebene Wert in dem Artikel auch errechnet wurden sein. ;-)

du hast Arbeitszeit und Gewinne ins Verhältnis gesetzt, damit hast du das behauptet, aber die meisten machen Verluste unter dem Strich...
Die Werte entnimmt man den Rechnungen, die ein Selbständiger stellt... wenn mit dem "Auftraggeber" ein pauschaler Stundenlohn von 7-8 € vereinbart worden ist oder gar die 5,81 €, die angeblich bei freien Trainern gezahlt werden dürfen, wenn sie Langzeitarbeitslose trainieren, dann kann man so einen Stundenlohn eben auch einfach mal erfassen.
 
Wichtiger wäre wohl, welches Äquivalent sie zum Angestellten dort berechnet haben.
Ich kann recht gut zwischen Brutto und Netto unterscheiden.
Ein Selbstständiger hat ja in dem Sinne nur ein Netto, weil vorher sämtliche Ausgaben runter sind.

Von daher wäre ein Vergleich Netto gegen Mindestlohn Brutto freisinnig.

gruss kelle!

Nee das stimmt so nicht, der Unterschied zwischen dem Gewinn und dem Brutto ist die Arbeitnehmerpauschele/Werbungskosten. In der Regel haben die meisten nur die Arbeitnehmerpauschale.

Von dem Gewinn muss der Selbständige ja auch noch seine Einkommensteuer, Krankenkasse etc abdrücken. Wobei er ja dann bei der KK den vollen Satz und nicht nur den hälftigen bezahlt. Was wiederum bei den Sonderausgaben dann etwas anders gehandhabt wird (oder ist das nicht mehr so?? hmmm muss ich mal nachlesen).

Somit ist das schon gut vergleichbar und der Gewinn ist also bei weitem kein Netto!