Wahlen Landtagswahl in NRW 2010 - Diskussionen und Schlüsse

Öhm, hab ich was verpaßt oder seit wann wird die Geschichte der DDR in der Geschichte Deutschlands ignoriert? Die Linke entstand doch nicht ausschließlich aus der SPD! SED, PDS, schon mal davon gehört?
 
Öhm, hab ich was verpaßt oder seit wann wird die Geschichte der DDR in der Geschichte Deutschlands ignoriert? Die Linke entstand doch nicht ausschließlich aus der SPD! SED, PDS, schon mal davon gehört?

WASG, schon mal was davon gehört? Außerdem gibts da noch die MLPD und ein paar andere (West)-Parteien, die einen Großteil der Linken in NRW ausmachen. Immens viel SED/PDS steckt nicht in der NRW-Linken...
 
WASG, schon mal was davon gehört? Außerdem gibts da noch die MLPD und ein paar andere (West)-Parteien, die einen Großteil der Linken in NRW ausmachen. Immens viel SED/PDS steckt nicht in der NRW-Linken...
Natürlich hab ich von denen gehört, aber Oseidon sprach ja nicht von der NRW-Linken sondern von der Linken an sich.

Ändert aber auch nichts an der Tatsache, daß es nichts unsozialeres gibt außer der Linken. In meinen Augen, versteht sich. Ich meine, die DDR ist nicht umsonst vor die Hunde gegangen, aber das haben die Linken offenbar noch nicht verstanden.
 
Vielleicht bekommen die Linken auch Stimmen von Leuten, die nicht unbedingt hinter dem Programm der Linken stehen (sofern sie es überhaupt kennen... wäre ja eh mal eine preisfrage, wieviel Prozent der wähler wirklich das Programm "ihrer" Partei kennen), sondern diese "nur" als Protestpartei sehen. (war ja zu Startzeiten der Grünen teilweise auch der Fall gewesen)

Liebe Grüsse
Bernhard
 
Früher gab es mal 2 große Parteien SPD und CDU. Man war also entweder Sozialist oder Kapitalist.

bla bla...

Trotzdem wünsche ich mir manchmal mehr Klarheit und Stabilität. Da die SPD jetzt aber unbedingt in NRW regieren will und nicht einfach sagt dass die in der Opposition bleibt wenn es keine Mehrheit und Stabilität gibt, wird die Demagogie bei der nächsten Landtagswahl noch weiter voran schreiten.
Ich denke das wird leider wieder in Richtung Protektionismus enden.

Ich weiß, daß folgende ist wenig produktiv und auch nicht nett. Aber he, is Männertag und das ist meine Meinung. ALSO:

Was für eine gequirrlte Scheiße.

Zum Thema:
Ist immer wieder erstaunlich, wie der FDP aus allem ein Strick gemacht wird. Da stellt die FDP Bedingungen für Koalitionsgespräche - kein ungewöhnliches Verhalten -, und die Medien macht daraus "FDP schreibt SPD und Grüne vor, mit wem sie reden dürfen". Dabei gibt es vso viel interessanteres zu berichten. Der aus NRW stammende Westerwelle sagt strikt nein, der Fraktionsvorsitzende der FDP-NRW sagt nein. Der Landesvorsitzende Pinki aber wiederumh hat scheinbar keine großen Probleme. Oder Frau Kraft, die am Wahlabend im Übermut schon den Sieg verkündete. Naja, und Rüttgers...
 
Finds interessant, Frau Kraft sagt nach wie vor, die Linken seien nicht regierungs- und koalitionsfähig, will aber dennoch mit ihnen über eine Koalition sprechen?
Wenn sie mit den Linken eine Ampel macht, dann schalte ich ihr die Ampel auf Dauerrot. Höchtspersönlich. Wenn die Grünen da auch mitspielen, dann haben beide Parteien auf Dauer bei mir verschissen.

Das ist genau das gleiche, wie dass Frau Kraft ein ausgesprochener Fan von Gesamtschulen ist, aber ihren eigenen Sohn zum Gymnasium schickt.
Und was soll daran so schlimm sein? Wenn sie sich jetzt für eine Ausbildungsförderung stark machen würde, dürften ihre Kinder dann nicht studieren?

Marty
 
Wenn es R R G geben sollte, dann wird Frau Kraft keine zweite Amtszeit kriegen, denn das wäre ihr persönlicher Untergang und die SPD in NRW wäre wieder auf 20%.
 
Untersucht hier eigentlich irgendwer auch mal die einzelnen Parteien auf ihre Positionen?

Schulreform, Studiengebühren, Gentechnik, Grzundversorgung, Frauenquote, Atomkraft.

In all diesen Punkten, die für ein Land durchaus von großer Bedutung sind, sind sich rot-rot-grün generell einig. Während in anderen Koalitionsmöglichkeiten vorallem in der Bildungspolitik starker Dissenz bestehen würde. Menschen wählen mit der Zweitstimme Inhalte und diese sollten dann auch parlamentarisch umgesetzt werden. Für mich kommt, falls die Parteien es ernst mit ihren Inhalten meinen, nichts anderes als rot-rot-grün in Frage.

Wer natürlich die NRWler Linken als SED oder Extremisten beschimpft, der hat sowieso schon jegliche Sachlichkeit fallen gelassen. Natürlich haben sie teilweise irreale Ansichten, die hat aber jede Partei. Solche Ansichten werden i.d.R. in den ersten Sondierungsgesprächen ausgetrieben. Bei der FDP hat das etwas länger gebraucht mit den Steuersenkungen...

Wenn es R R G geben sollte, dann wird Frau Kraft keine zweite Amtszeit kriegen, denn das wäre ihr persönlicher Untergang und die SPD in NRW wäre wieder auf 20%.

Genau das würde bei einer großen Koalition passieren, da sie dann den WIllen der Wählerinnen und Wähler ignoriert hätte.(Anti-CDU Führung etc.)
 
Ich bin der Meinung, dass es egal ist wer da regiert. Der Weg ist der gleiche nur die Richtung ist eine Andere.
 
...

Damit möchte ich keineswegs befürworten, was man damals vor 60 Jahren gemacht hat.

Die Bundesrepublik Deutschland zu gründen - vor 61 Jahren? :ugly:

Ich war vor ein paar Jahren in Kroatien und war sehr überrascht, wie die Menschen da miteinander umgegangen sind.

Mord und Totschlag mit Serben und Bosniern?

WASG, schon mal was davon gehört? Außerdem gibts da noch die MLPD und ein paar andere (West)-Parteien, die einen Großteil der Linken in NRW ausmachen. Immens viel SED/PDS steckt nicht in der NRW-Linken...

Ist ja echt interessant, wie die LINKE hier auch die Nachwahlbetrachtungen dominiert :mrgreen:

Gibt es nichts wichtigeres, wie z.B. Sachthemen, oder wie der SPD-Filz und CDU-Klüngel aus NRW wieder verschwinden?

Letztlich sind ja genau deshalb erst die SPD und nun die CDU abgestraft worden!

Zur Geschichte hier: In den 70ern nach der Wiederzulassung kommunistischer Parteien gab es drei Stränge. Die DKP in der hauptsächlichen Tradition der Vorkriegs-KPD als stärkste 0,2% Partei, die von der DDR finanziert wurde. Der KBW, welcher schon in den 70ern "Made in China" nach Deutschland brachte und dann die MLPD, welche "etwas Geld" aus dem dato ärmsten kommunistischen Land, Albanien, bekam.

Genau letztere sind allerdings weiterhin komplett eigenständig und kein bedeutender Übertritt von MLPD ist in Richtung West-PDS oder Linke gegangen. Ansonsten sind sicher einige von der DKP oder KBW Enttäuschte in der West-PDS gelandet. Der Hauptteil der West-Linken besteht nun mal aus enttäuschten Gewerkschaftern und Ex-SPD Mitgliedern, die nach Hartz IV sich von der SPD abgewandt haben.

Komischerweise haben das wohl eher die Ost-Linken (mit PDS-Hintergrund) begriffen und die Westler nicht - Ausnahmen natürlich ausgeschlossen...

Es geht ja wohl vielmehr darum:

"Unrecht, das in der DDR geschah, muss klar verurteilt, dessen Opfer müssen entschädigt werden, ohne andererseits soziale und kulturelle Leistungen zu leugnen. Aufarbeitung darf nicht falsch, nicht undifferenziert und nicht einseitig geschehen. Bei der Staatssicherheit muss klar unterschieden werden, was zu verurteilendes Unrecht und was Reaktion auf den Westen war

https://die-linke.de/partei/geschichte/

Vielleicht ist es nur mein subjektives Empfinden, aber genau diese Fragen werden imho medienwirksam doch wohl hauptsächlich (nur?) den Westlinken gestellt, wie nun wieder im hier angesprochenen report-Beitrag.
 
[...]
Genau das würde bei einer großen Koalition passieren, da sie dann den WIllen der Wählerinnen und Wähler ignoriert hätte.(Anti-CDU Führung etc.)

Das kannst du so nicht sagen ;) - durch das Wahlergebnis ist keineswegs gesagt was die Wähler wirklich wollten. Im Prinzip müssten sich R/S unter R zusammentun, das wäre dem Wahlergebnis zu verdanken.

Aber Kraft kann nicht erst behaupten, dass die Linke ihr Feindbild ist und dann um deren Stimmen werben um sich tolerieren zu lassen.
Aber ich würde mich über einen Versuch von Kraft freuen. Mal schauen nach wie vielen Wahlgängen sie weinend aufgeben würde. Ich gehe fest davon aus, dass in der SPD einige Menschen sind, die dagegen votieren würden.
 
Unabhängig von meiner Meinung über die Linken (es hätte genausogut eine Koalitionsaussage zu den Grünen oder der FDP sein können) finde ich es nicht in Ordnung, wenn man erst eine klare Aussage gegen eine bestimmte Koalition macht und dann nach dem Motto "Ätsch Ätsch" dann doch in diese Richtung geht. Vielleicht haben sich einige Wähler erst aufgrund dieser Aussage zur Wahl von der SPD entschlossen (weil sie vielleicht ein "reines" Rot-Grün wollten). Auch dass zumindest in Gedankengängen die FDP mit ins Boot geholt werden sollte (die ja zumindest auf Bundesebene im Moment aufs Hefstigste von der SPD attackiert wird (und nicht zu unrecht)) steigert nicht gerade die Glaubwürdigkeit.

LG
Bernhard
 
[...] finde ich es nicht in Ordnung, wenn man erst eine klare Aussage gegen eine bestimmte Koalition macht und dann nach dem Motto "Ätsch Ätsch" dann doch in diese Richtung geht.[...]

Wo ist die klare Aussage? Ich konnte den ganzen Wahlkampf nicht komplett verfolgen, aber in der Woche vor der Wahl hab ich im Radio ein Interview mit Frau Kraft gehört, in dem sie sich ein Bündnis mit der Linken ganz offensichtlich offen gehalten hat... auch wenn sie es nicht direkt gesagt hat. Explizit ausgeschlossen hat sie es nie... oder irre ich mich?
 
Ihr Lieblingsspruch war "Die Linke ist nicht regierungsfähig" - aber ein kategorisches Ausschließen einer Koalition klingt anders...
 
Ihr Lieblingsspruch war "Die Linke ist nicht regierungsfähig" - aber ein kategorisches Ausschließen einer Koalition klingt anders...

Das heißt ja nix. Außerdem hat es sich ja öfter schon herausgestellt, dass nach der Wahl eben die Aussagen vor der Wahl vergessen werden, nur um deren Positionen.

Ich würde an deren Stelle einfach den Landtag auflösen und Neuwahlen ausrufen, sonst besteht die Gefahr, dass die SPD in Nordrhein-Westfalen das passiert, was "Lügilanti" in Hessen passierte.

Mitlerweile kann ja scheinbar jeder mit Jedem. Außer die CDU und FDP sind auf einmal Gespräche mit den Linken im Gespräch, das war 2008 noch nicht ansatzweise möglich.

Die Linke vertritt zwar einige Ansichten die gut sind z. B. Vergesellschaften von Energiekonzernen und öffentlich wichtigen Sachen. Ich fürchte jedoch, dass in dieser Form die Unternehmen, die es unter CDU und FDP einfacher haben auch darüber nachdenken ihren Standort dort zu wechseln. Das hat zur Folge, dass Arbeitsplätze wegfallen und das Land verkommt in Armut.

Besser ist es, wenn man solche Unternehmen den Kampf ansagt z. B. indem man sagt, dass wenn die einmal den deutschen Standort verlassen, dass die dann nie wieder nach Deutschland einreisen dürfen. Das gibts übrigens in Kannada. Nur damit kann man den Abfluss von möglichen Arbeitsplätzen stärken.

Ich würde allerdings genau wie es z. B. einige andere gemacht haben z. B. Gabor_Steingart, heutzutage genau darüber nachdenken, ob ich wählen gehe oder es bleiben lasse.

Für mich ist die ganze Wahl nur noch ein großes Schmierentheater. Politik ist im Grunde ein schmutziges Geschäft weil die gierigen Bonzen nachher doch etwas Anderes entscheiden.

Ich erinnere an die ganzen Parteispendenskandale aller Parteien. Das Versprechen dass die Rente sicher sei war auch nicht gelogen, jedenfalls ist es sicher dass die Rente immer weniger wird. Die Linke nimmt jetzt noch keine Parteispenden an bzw. bekommt kaum Spenden, wer als Unternehmer würde auch eine Partei wählen, die einem persönlich etwas sagen will?

Wär ich Unternehmer würd ich CDU wählen, wär ich Arbeiter würd ich Linke wählen, wär ich für Multikulti würd ich Grüne wählen, wär ich Zahnarzt wär ich FDP und wenn ich kein Bock habe, bleib ich einfach zu Hause.

Schlau wär es jetzt für die Hannelore Kraft, sie würde Opposition machen aber das macht sie ja nicht, weil sie an die Macht will und ihre Partei im Nacken hat. Das ist das Problem an der Macht, man kann nicht davon lassen wenn man der gefühlte Gewinner ist. Unstabile Verhältnisse sind jedoch nicht gut, das sieht man in Belgien beispielsweise, wo es eine Kooaliton aus 5 Parteien gibt.
 
Die Linke vertritt zwar einige Ansichten die gut sind z. B. Vergesellschaften von Energiekonzernen und öffentlich wichtigen Sachen. Ich fürchte jedoch, dass in dieser Form die Unternehmen, die es unter CDU und FDP einfacher haben auch darüber nachdenken ihren Standort dort zu wechseln. Das hat zur Folge, dass Arbeitsplätze wegfallen und das Land verkommt in Armut.

Ich weiß ja nicht, ich finde man sollte sich wegen der Linken auch nicht in die Hose machen. Die haben 5 Prozent, da werden die nichts von ihren extremen Positionen durchsetzen können.

Schlau wär es jetzt für die Hannelore Kraft, sie würde Opposition machen aber das macht sie ja nicht, weil sie an die Macht will und ihre Partei im Nacken hat. Das ist das Problem an der Macht, man kann nicht davon lassen wenn man der gefühlte Gewinner ist. Unstabile Verhältnisse sind jedoch nicht gut, das sieht man in Belgien beispielsweise, wo es eine Kooaliton aus 5 Parteien gibt.
Wäre vielleicht wirklich clever. Weil niemand an der SPD vorbeikommt: Schwarzgelb reicht nicht, Schwarzgelbgrün darf nicht (FDP) und Schwarzgelbdunkelrot ist wohl auch eher unrealistisch.

Mir wäre ein Rot-Rot-Grün jedenfalls tausendmal lieber als eine Große Koalition bei der überhauptnichts passiert und die Wähler dann reihenweise zu den Linken abwandern.