Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Bei der Gleisblockade sassen neben mir ältere Ehepaare neben Mitvierzigern und jungen Erwachsenen - das was die Statistik einen "Bevölkerungsquerschnitt" nennt.
Nein, das nenne ich: Alt68er, die schon seit 40 Jahren gegen Atomkraft demonstrieren und Grünen-Wähler, die eben noch nicht 100 Prozent der Bevölkerung repräsentieren... Junge Erwachsene?! = Studenten mit zuviel Zeit (bevorzugt irgendwelche Geisteswissenschaftler, die meinen, dass sie die Weisheit in Person darstellen)... Mitvierziger = Lehrer... :LOL:

Natürlich ist das arg pauschalisierend... Aber es ist doch klar, dass bei einem kontroversen Thema alle Altersbereiche angesprochen werden... Aber ob dass dann ein Querschnitt der Bevölkerung sein soll, ist wohl mehr als zweifelhaft... Es sind eben alles Menschen mit gleicher politischer Einstellung... Anti-Atomkraftgegner haben doch vielfach ein geschlossenes Weltbild: Anti-S21, Anti-Gentechnik, Anti-Atomkraft, Anti-Flughafenausbau,...

Bei der Gleisblockade

Du weißt aber hoffentlich schon, dass der Staat Spielraum hätte alle Gleisblockierer anzuzeigen?! Dazu braucht nur der Reparaturzug, der den Castor vorausfährt angehalten werden... Schon ist es eine Nötigung für den Castor-Transporter... Hier wird maximal eine gesetzliche Grauzone ausgenutzt.

Ich würde hier als Einsatzleiter weniger zimperlich vorgehen... Einfach eine Wasserkanone auf dem Castor montieren und die Demonstranten vom Gleis spülen... Und wer zum "Schottern" anfängt, gehört sich mit allen Mitteln aufgehalten... Und damit meine ich mehr als ein bisschen Schlagstockerziehung... Taser verwenden und dann kann man diese Freaks leichter festnehmen... :)

Aber unser Kuschelstaat lässt sich ja an der Nase herumführen... Warum wurde denn der Castor so lange über Nacht aufgehalten? Weil die Polizei Angst hatte, dass Demonstranten beim Räumen nicht aufpassen und ne Schlucht runterpurzeln...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es sind eben alles Menschen mit gleicher politischer Einstellung... Anti-Atomkraftgegner haben doch vielfach ein geschlossenes Weltbild: Anti-S21, Anti-Gentechnik, Anti-Atomkraft, Anti-Flughafenausbau,...
Vielleicht ist deren Weltbild nicht so einfach gestrickt wie Deines?

Ich würde hier als Einsatzleiter weniger zimperlich vorgehen... Einfach eine Wasserkanone auf dem Castor montieren und die Demonstranten vom Gleis spülen.
Bei Dir hätte ich eigentlich mindestens eine AK-47 erwartet. Immerhin sind das doch Straftäter und damit selber schuld.

Marty
 
Bei Dir hätte ich eigentlich mindestens eine AK-47 erwartet. Immerhin sind das doch Straftäter und damit selber schuld.
Und die Überlebenden nach Berlin abschieben... Dort wird es ja vielleicht bald ein grünes Paradies geben... :p [/Späßchen am Rande]

Aber eines kann man an diesen Protesten erkennen: In Deutschland geht es den Menschen wirklich gut... Wer echte Probleme hat (Arbeit, Gesundheit), kümmert sich um solche abstrakten Probleme wirklich nur sehr am Rande... Wenn jetzt beschlossen werden würde, dass die Krankenversicherung abgeschafft werden würde, dann wäre der Atommüll keine Diskussion mehr würdig...

Dasselbe konnte man ja auch während der Krise beobachten: Plötzlich war der Klimawandel überhaupt kein Thema mehr und interessierte fast niemanden mehr... Erst wenn das wirtschaftliche Klima wieder besser ist, kann man sich um solche Luxusprobleme kümmern (= wie machen wir unsere Industrie möglichst wenig wettebewerbsfähig, damit wir zwar weniger CO2 produzieren, dafür aber aus dem Ausland Produkte einführen)...
 
Natürlich ist das arg pauschalisierend...

Schön, dass Du es selbst erkennst. Bevor Du solchen B*llsh*t schreibst solltest Du Dir vor Ort ein Bild machen - Dein Weltbild bricht dann nämlich fix zusammen.

Du weißt aber hoffentlich schon, dass der Staat Spielraum hätte alle Gleisblockierer anzuzeigen?!

Aber natürlich - Ordnungswidrigskeitsanzeige nennt sich sowas und kostet im Falle des widerstandslosen Wegtragenlassens durch die Polizei knapp 80 Euro. Von diesen Rechtsmitteln wurde aber bisher bei den friedlichen Blockierern keinerlei Gebrauch gemacht. Und das auch aus gutem Grunde, wie Richter und Staatsanwälte wissen.

Manchmal wünsche ich mir für Dich, dass Du nur ein Stückchen des Rückgrats hättest, das viele Demonstranten haben. Nämlich sich für ihre Interessen stark zu machen und eine Demokratie als solches damit zum Leben zu erwecken.
Oder darf ich davon ausgehen, dass Du bei der Abschaffung der Krankenversicherung in Deutschland die selben Töne spuckst? :ugly:
 
Oder darf ich davon ausgehen, dass Du bei der Abschaffung der Krankenversicherung in Deutschland die selben Töne spuckst? :ugly:

Nein... Ich halte von Demonstrationen rein gar nichts... Für mich zeugen Demonstrationen, die einen Spaßcharakter haben, nicht von Rückgrat sondern von einer Beschäftigungstherapie für chronisch Unterbeschäftigte (Rentner,Schüler, Studenten, Lehrer)... Und davor soll man beeindruckt sein? Was ist eigentlich das Ziel solcher Demonstrationen? Den Rest der Bevölkerung umzuerziehen (weil es ja hier nur eine moralische Antwort gibt... Alle andere sind Egoisten und "wir" sind die Guten...) und Steuergelder zu verschwenden? Die Polizei beschäftigen?

Ich frage mich wirklich, warum sich jetzt jeder über das Einhalten von Wahlversprechen aufregt... Ich wäre enttäuscht, wenn dieser Ausstieg nicht rückgängig gemacht worden wäre... Jetzt muss nur noch das Geschwafel von einer "Brückentechnologie" aufhören...

Solange es wirtschaftlich ist Atomstrom zu produzieren, sollte das gemacht werden... Und wenn es in Deutschland nicht gemacht wird, dann anderswo auf der Welt... Man verlagert den Atommüll dann nur in andere (unsichere) Länder... Ist es vernünftig das auszublenden? Es gibt diese Technologie nunmal und da hilft es nicht sich aus der Verantwortung zu stehlen. Ob jetzt Deutschland AKWs hat oder nicht wird nichts an der Menge an Atommüll weltweit ändern... Durch einen Ausstieg werden die Uranpreise eben anderswo billiger und dadurch Atomstrom attraktiver... Wer effektiv den Atommüll reduzieren wollen würde, müsste Rohstoffe, die für die Produktion spaltbaren Materials benötigt werden, aufkaufen und verhindern, dass sie genutzt werden (das gleiche gilt für Erdöl).
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist eigentlich das Ziel solcher Demonstrationen? Den Rest der Bevölkerung umzuerziehen (weil es ja hier nur eine moralische Antwort gibt... Alle andere sind Egoisten und "wir" sind die Guten...) .

Es gibt Ignoranten, bei denen die Demonstrationen tatsächlich nichts nützen, dann gibt es welche, die gute Gründe haben, anderer Meinung zu sein und es gibt die, die zu allem Ja und Amen sagen, was ihnen von oben vorgesetzt wird. Der größte Teil hat aber schlicht und einfach keine fundierte Meinung oder gar nichts mitbekommen und für diesen Teil kann durch Demonstrationen wenigstens soviel Medienaufmerksamkeit gewonnen werden, dass er sensibilisiert wird. Kann zwar passieren, dass von den Medien ausgerechnet ein spaßgeiler Autonomer eingefangen wird, aber immer noch besser als die Bevölkerung im Dornröschenschlaf zu lassen ...
 
Was ist eigentlich gegen das Argument zu sagen: Wenn wir unsere AKWs abschalten, wird Atomkraft anderswo günstiger und konkurrenzfähiger... Und damit wird der Atommüll nur ins Ausland verlagert (beispielsweise Russland, China, Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Pakistan)...

Prognose: Jedes Fitzelchen Rohstoff wird bis zu einer bestimmten Wirtschaftlichkeit auf der Welt genutzt werden... Insofern führen Sparanstrengungen aller Art maximal zu einem Verzögern des Förderendes eines bestimmten Rohstoffes... Kann man das eigentlich entkräften?
 
Was ist eigentlich gegen das Argument zu sagen: Wenn wir unsere AKWs abschalten, wird Atomkraft anderswo günstiger und konkurrenzfähiger...

Nichts ... theoretisch ist das richtig ... genauso wie:

Wenn wir weniger Windräder bauen, können andere Länder besser vom Wirtschaftsboom profitieren und wenn wir aufhören Bananen zu essen, sinken woanders die Bananenpreise ...

...oder auch nicht ...

... zumindest wohl nicht wesentlich ;)
 
Nichts ... theoretisch ist das richtig ... genauso wie:

Wenn wir weniger Windräder bauen, können andere Länder besser vom Wirtschaftsboom profitieren und wenn wir aufhören Bananen zu essen, sinken woanders die Bananenpreise ...

...oder auch nicht ...

... zumindest wohl nicht wesentlich ;)

Naja. Deine Vergleiche beachten nicht, dass phip - ausgehend von Uran - diesen Vorgang bei einem endlichen Rohstoff sieht. Deine Beispiele sind auf "regenerative" Rohstoffe (Bananen :ugly: ) beschränkt.

In diesem Punkt muss ich phip zustimmen. Nur wenn die Windenergie o.Ä deutlich intensiver genutzt werden kann, wird sie andere Formen wie z.B Atomkraft ablösen.
 
Naja. Deine Vergleiche beachten nicht, dass phip - ausgehend von Uran - diesen Vorgang bei einem endlichen Rohstoff sieht. Deine Beispiele sind auf "regenerative" Rohstoffe (Bananen :ugly: ) beschränkt.

Ach komm, gesteh mir bitte meine nicht ganz ernste Antwort zu ;). Dem Weltmarkt ist doch selbst ein großer Abnehmer wie Deutschland relativ egal - die Preise werden bei knappen Ressourcen wie Uran erst recht nicht durch das Wegfallen eines Abnehmers großartig beeinflusst, da sind andere Faktoren wie eben die tatsächliche Verfügbarkeit viel wesentlicher. Die Preise würden erst dann fallen, wenn kein Land mehr den Abkauf für notwendig erachten würde, das sehe ich momentan in dem Bereich aber (leider) nicht.

In diesem Punkt muss ich phip zustimmen. Nur wenn die Windenergie o.Ä deutlich intensiver genutzt werden kann, wird sie andere Formen wie z.B Atomkraft ablösen.

... und genau deshalb ist es ein Unding, dass sich die Stromkonzerne auf der Atomenergie weiter ausruhen dürfen und damit der Ausbau der Netze bis zum nächsten Aufschieben des Ausstiegs nicht notwendig wird.
 
Und wenn es in Deutschland nicht gemacht wird, dann anderswo auf der Welt... Man verlagert den Atommüll dann nur in andere (unsichere) Länder... Ist es vernünftig das auszublenden? Es gibt diese Technologie nunmal und da hilft es nicht sich aus der Verantwortung zu stehlen. Ob jetzt Deutschland AKWs hat oder nicht wird nichts an der Menge an Atommüll weltweit ändern... Durch einen Ausstieg werden die Uranpreise eben anderswo billiger und dadurch Atomstrom attraktiver... Wer effektiv den Atommüll reduzieren wollen würde, müsste Rohstoffe, die für die Produktion spaltbaren Materials benötigt werden, aufkaufen und verhindern, dass sie genutzt werden (das gleiche gilt für Erdöl).
Vorsicht phip!!! Du solltest dich besser schützen!!! Das sind eindeutige Anzeichen von Gutmenschtum, wenn du dir Gedanken machst, welche Probleme andere Länder durch unser Verhalten bekommen könnten. :mrgreen:

Du bist schon ein lustiger Kautz. Weil wir uns aus der Atomenergie zurückziehen wollen und damit keinen Atommüll produzieren, stehlen wir uns also aus der Verantwortung. Ähm, das müßtest du mir mal genauer erklären.
 
Nein... Ich halte von Demonstrationen rein gar nichts...

Na das ist ja mal ne Aussage. :D
Ein Prototyp eines treuen Staatsdieners, der sich mit allen Entscheidungen abfindet. Zum Glück stellen Leute wie Du nicht die Mehrheit in unserem Land.

Für mich zeugen Demonstrationen, die einen Spaßcharakter haben

Demos mit Spasscharakter? Kannst Du bitte konkretisieren, welche Demonstrationen Du damit meinst?

sondern von einer Beschäftigungstherapie für chronisch Unterbeschäftigte (Rentner,Schüler, Studenten, Lehrer)...

Den Beweis für Deine Behauptung solltest Du unbedingt endlich mal erbringen. Solches Phrasengedresche kenne ich sonst nur von Kelle.

Was ist eigentlich das Ziel solcher Demonstrationen? Den Rest der Bevölkerung umzuerziehen ...?

Nein. Der Regierung zu zeigen, dass eine solch offensichtliche Lobbypolitik Konsequenzen hat. Gleichzeitig wird durch solche grossen Demos (ich spreche hier nicht von Randale etc.) die träge Masse der Bevölkerung zumindest mit dem Thema konfrontiert.

Komischerweise gibt es ja in Stuttgart sogar "Pro S21"-Demos.
Auf "Pro AKW"-, "Pro Castor"- oder "ProEndlager in Bayern/BaWü/NRW"-Demos der Atombefürworter warte ich seit Jahren. :ugly:

... und Steuergelder zu verschwenden?

Inwiefern vergeude ich Steuergelder wenn ich gegen den Castortransport demonstriere?
Zum anderen stellt sich die Frage, weshalb jeder Polizeieinsatz für einen Schwerlasttransport auf Autobahnen dem Spediteur berechnet wird, im Falle des Castor-Transports aber der Bund den Einsatz bezahlt.

Ich frage mich wirklich, warum sich jetzt jeder über das Einhalten von Wahlversprechen aufregt... Ich wäre enttäuscht, wenn dieser Ausstieg nicht rückgängig gemacht worden wäre...

Weil der Vertrag mit den Atomkonzernen nachträgliche Änderungen [die im Falle einer demokratischen Abwahl von schwarz-gelb angesagt wären] vertraglich ausgeschlossen sind.
Wahrlich ein Glanzstück demokratischer Entschlossenheit, findest Du nicht?

Solange es wirtschaftlich ist Atomstrom zu produzieren, sollte das gemacht werden...

Wie wirtschaftlich es ist, sieht man an den aktuellen Verträgen mit der Atomindustrie. Milliardensubventionen machen so einiges wirtschaftlich. ;)

Man verlagert den Atommüll dann nur in andere (unsichere) Länder... Ist es vernünftig das auszublenden? Es gibt diese Technologie nunmal und da hilft es nicht sich aus der Verantwortung zu stehlen.

Deine opportune Einstellung ist schon bemerkenswert.
Einerseits lobst Du den Ausstieg aus dem Ausstieg, der durch demokratische Wahl für Dich Legitimation findet. Gleichzeitig werden ganz undemokratisch Fakten in Gorleben geschaffen weil scheinbar eine Erkundung ausreicht um einen Endlagerstandort auszu"wählen". Hochriskanter Müll wird tausende Kilometer durch Europa gefahren um im Fall eines negativen Entscheids für Gorleben wiederum quer durch Deutschland oder Europa geschippert zu werden.
 
Da das Thema ja gerade all über all auf der Straße diskutiert wird, mag ich meine 5 kleinen Absätze auch mal einwerfen. (Einige sind bereits genannt, andere eben meine Meinung, es wird nicht jedem gefallen.)

I. Atomkraft

Atomkraft ist ein zweischneidiges Schwert, ich befürworte sie im Hinblick auf Effizienz, Luft"sauberkeit" und diverse andere Faktoren. Auch das Müllproblem, sehe ich realistisch und bin der Meinung, dass es in einer gewissen Zeit gelöst werden könnte. (Mehr dazu im Atomkraft-Thread)


II. Demonstrationen

Nicht nur bei S21 wird demonstriert, sondern auch hier. Das Recht auf Demonstration ist ein wichtiges Gut unserer Gesellschaft, allerdings wird es mir zu sehr missbraucht. Gerade "schottern", Angriff auf Beamte, oder das übergießen und anzünden von gepanzerten Fahrzeugen sind keine geeigneten Mittel, um friedlich auf Missstände aufmerksam zu machen.

III. Demo während des Transportes

Wer keine Atomkraft haben möchte, kann sich politisch dafür einsetzen. Dafür gibt es eine grüne Partei und die SPD trägt das bestimmt mit. Demonstrationen gegen legitime(!) Beschlüsse einer frei gewählten Regierung sind zwar okay (Punkt I), aber bringen nichts und erst recht nicht, wenn einmal im Jahr großes Heck-Meck veranstaltet wird und danach Ruhe einkehrt und jeder zweite der da (dank CS-Gas weinend) ein paar Steine weggeschoben hat, zu Hause seinen Atomstrom benutzt.

IV. Schottern

Schottern ist eine Straftat, das ist ein gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr. Möge man alle festnehmen und im Schnellverfahren gegen Zahlung von 5k Euro Strafe wieder in die Welt entlassen. Auch die Aufrufe an jeder Ecke zu dieser Straftat sind eine Frechheit. Gerade weil versucht wird über die Masse die Strafverfolgung zu umgehen. ("Je mehr Leute mitmachen, umso unwahrscheinlicher ist eine Verfolgung der einzelnen Tat") - mit exakt solchem Wortlauf werden Leute geködert.

V. Allgemeines
Demonstration ist okay. Politisches Engagement wäre der bessere Weg. So bleibt eine Demo, die wieder nur kostet. Die Regierung wird ihren Kurs nicht ändern, weil ein paar tausend Leute einen Transport verzögern. Wenn dabei noch die Beamten (die teilweise selbst gegen Atomkraft sind) angegriffen werden, schraubt sich die Gewaltspirale wieder einmal hoch und Schuld ist immer der Staat und das plappern die meisten noch brav nach. Statt 2 Steine wegzuschieben sollten einige lieber das Hirn einschalten und aktiv (vernünftig!!) einen Umgestaltungsprozess begleiten. Beim Castor-Transport für Verzögerung zu sorgen hilft niemandem. Kostet nur Geld und körperliche Gesundheit.
 
IV. Schottern

Schottern ist eine Straftat, das ist ein gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr.

Es wurde ausschließlich zum Schottern von Streckenabschnitten, die nur vom Castorzug befahren werden, aufgerufen. Es wurde öffentlich dazu aufgerufen, d.h. die Bahn hatte auch schon einen Reparaturwagen bereitstehen, der zum Einsatz kam.
Einen "gefährlichen Eingriff" gab es nicht, das ist pure Hysterie.
Es gab eine Sachbeschädigung, nicht mehr, nicht weniger.

Statt 2 Steine wegzuschieben sollten einige lieber das Hirn einschalten und aktiv (vernünftig!!) einen Umgestaltungsprozess begleiten.

Dieser Umgestaltungsprozess nannte sich Atomausstieg und wurde den Menschen undwiderruflich genommen.
 
Politisches Engagement wäre der bessere Weg.

Was nützt politisches Engagement wenn die heutige Regierung demokratische Möglichkeiten per Vertrag mit der Atomlobby ausschliesst?
Selbst wenn die Grünen bei der nächsten Wahl die absolute Mehrheit hätten, käme der Bund nicht aus den Verträgen raus.

Genau deshalb sind solche Demonstrationen wichtig!
Und ich lasse mir von niemandem mit der Kostenkeule und Steuergeld-Gejammer kommen. Wäre ja noch schöner wenn die Bürger aus diesem Grund ihre demokratischen Rechte aufgeben würden.
 
Es wurde ausschließlich zum Schottern von Streckenabschnitten, die nur vom Castorzug befahren werden, aufgerufen. Es wurde öffentlich dazu aufgerufen, d.h. die Bahn hatte auch schon einen Reparaturwagen bereitstehen, der zum Einsatz kam.
Einen "gefährlichen Eingriff" gab es nicht, das ist pure Hysterie.
Es gab eine Sachbeschädigung, nicht mehr, nicht weniger.

Dieser Umgestaltungsprozess nannte sich Atomausstieg und wurde den Menschen undwiderruflich genommen.

Oh, es wird nur die Strecke kaputt gemacht, auf dem der Castor fährt, dann ist das alles viel besser.

Und das gepanzerte Fahrzeug anzuzünden ist auch nicht weiter schlimm, den Insassen ist ja nichts passiert, ist ja schließlich gepanzert.

Ein "gefährlicher Eingriff" ist die Handlung an sich. Egal was sich da auf der Schiene bewegt.

Was nützt politisches Engagement wenn die heutige Regierung demokratische Möglichkeiten per Vertrag mit der Atomlobby ausschliesst?
Selbst wenn die Grünen bei der nächsten Wahl die absolute Mehrheit hätten, käme der Bund nicht aus den Verträgen raus.

Genau deshalb sind solche Demonstrationen wichtig!
Und ich lasse mir von niemandem mit der Kostenkeule und Steuergeld-Gejammer kommen. Wäre ja noch schöner wenn die Bürger aus diesem Grund ihre demokratischen Rechte aufgeben würden.

Wer hat denn die heutige Regierung gewählt? Das Volk. Ihr beide hattet Stimmen, ich hatte welche. Scheinbar wollte die Mehrheit der Bevölkerung, welche dann auch wählen war, kein RG, sondern SG.

Was bringen denn die Demos?
Also jetzt mal in Fakten. Wie viele Züge sind zurückgefahren worden?
Wie viele AKWs sind nun vom Netz?

Du hast ein Grundrecht auf "schottern"?

Also mal ganz abstrahiert. Was kommt zählbares bei der Demo heraus? Fr. Merkel beißt sich sicherlich richtig in den Hintern, oder es interessiert sie genauso viel wie die letzten X Leute die im Kanzleramt gesessen haben.
 
Und das gepanzerte Fahrzeug anzuzünden ist auch nicht weiter schlimm, den Insassen ist ja nichts passiert, ist ja schließlich gepanzert.

Ja genau: Zehntausende Demonstranten zünden gepanzerte Fahrzeuge an - jeder der hier demonstriert ist ein gewaltbereiter Verbrecher!

Was bringen denn die Demos?
Also jetzt mal in Fakten. Wie viele Züge sind zurückgefahren worden?
Wie viele AKWs sind nun vom Netz?

Was meinst Du, wo wir ohne die Demonstrationen in den Achtzigern heute stehen würden?
 
Cybo :clap:

Es sollte uns allen klar sein, dass wir so schnell wie möglich den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen müssen. Allerdings sollte man auch dort behutsam, sowie ökologisch und ökonomisch sinnvoll vorgehen.

Klar ist, dass die Solarkraft nicht tauglich zur Aufbringung der Grundlast ist, weil die Sonne nachts einfach nicht scheint und unsere Speichertechnologien noch nicht gut genug sind. Dieses Solarthermie-Kraftwerk in Spanien ist da um einiges sinnvoller, da es nachts mit gleicher Leistung weiterlaufen kann, da die Energie in erhitztem Sand(?) gespeichert wird.

Nach Plan der Schröder-Regierung sollte ja irgendwann in zehn Jahren das letzte AKW vom Netz gehen. Ich halte es für ziemlich schwierig, den Anteil der erneuerbaren Energien innerhalb von zehn Jahren zu verdreifachen, da ja auch nicht unendlich viele Flächen zur Verfügung stehen.

Der Weg geht nur über effizientere Technologien und wahrscheinlich langfristig nur über den Import von Solarenergie aus der Sahara und Wasserkraft aus Norwegen. Oder wir bringen die Kernfusion endlich in den wirtschaftlichen Bereich...
 
Ja genau: Zehntausende Demonstranten zünden gepanzerte Fahrzeuge an - jeder der hier demonstriert ist ein gewaltbereiter Verbrecher!

Was meinst Du, wo wir ohne die Demonstrationen in den Achtzigern heute stehen würden?

Nein, nicht zehntausende. Gegen den friedlichen Teil der Demonstration habe ich nichts. Das Grundrecht steht allen zu und das ist auch vollkommen richtig so.

Es geht mir um die Leute, die "schottern", die Beamten angreifen, Steine werfen, Teer auf Fahrzeuge kippen ...

Der Zweck heiligt wieder alle Mittel? Aber nur, wenn es das "brave" Volk macht, oder wie?
 
Nein, nicht zehntausende. Gegen den friedlichen Teil der Demonstration habe ich nichts. Das Grundrecht steht allen zu und das ist auch vollkommen richtig so.

Es geht mir um die Leute, die "schottern", die Beamten angreifen, Steine werfen, Teer auf Fahrzeuge kippen ...

Der Zweck heiligt wieder alle Mittel? Aber nur, wenn es das "brave" Volk macht, oder wie?

Schau doch mal vorbei und zähle die friedlichen Demonstranten und rechne die dann gegen die Gewaltbereiten hoch. Fast alle friedlichen Demonstranten distanzieren sich von der Handvoll "Spaß"demonstranten - wobei ich das Schottern in dem Fall in Klammern setzen würde, da es im aktuellen Zusammenhang nur bedingt eine Gewaltaktion darstellt (auf einer Strecke mit Personenverkehr würde das ganz anders aussehen).

Du machst eine extreme Minderheit zum Sinnbild einer riesigen Bewegung!