Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Das ist doch ein Argument für stabile und vorhersagbare Stromquellen und kein Plädoyer für erneuerbare Energien. Man braucht einen Grundsockel von dem man sicher ist, dass Strom wirklich zu jeder Zeit (Flaute, Bewölkung) vorhanden ist.

FALSCH! Man braucht eine gute Methode der Energiespeicherung und gleichzeitig noch einen weiteren Ausbau der dezentralen Energieerzeugung, zum Beispiel in diesen "Zuhausekraftwerken". Es kann kaum zuviel Strom erzeugt werden. Schliesslich muss auf ganz lange Sicht auch das Heizen mit Öl und Gas ersetzt werden und angenehmer als überall Holzpellets zu verbrennen wäre es schon mit Strom zu heizen, der aus regenerativen Quellen kommt.

Wobei ich Photovoltaik in Deutschland auch eher Subventionsabzocke finde. Allerdings hilft das die Technologieentwicklung hierzulande etwas zu fördern. Hintenrum also ABM Maßnahmen. Ist so gesehen auch noch einigermaßen ok. Windkraft ist wohl eher was für Deutschland. Zumindest solange es keine wesentlich besseren Panels für Solarstrom gibt.

@lukas klamm

Auch Atomenergie beruht auf einer endlichen Ressource und Uran wird es nach bisherigenen Funden und Vebrauch auch in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Werden jetzt noch mehr AKWs gebaut, endet das Zeitalter noch schneller. Man sollte sich nichts schön reden. Wir brauchen Massen an Strom, so billig wie möglich. Aber dafür können wir nicht die Natur komplett opfern. Wir sollten endlich den Umstieg ernsthaft in Angriff nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Prinzipiell ein guter Ansatz. Aber ich glaub das war so, dass die Gesamtfläche der Bäume/Pflanzen nur einen ganz kleinen Teil zum CO2-Abbau beitragen.
Vor allem speichern Bäume das CO2, wenn Du sie verbrennst, geben sie es wieder frei. Mein Einwand war nicht ganz ernst gemeint.

Ich frage mich aber was schlimmer ist: Zu 100% kein CO2-Ausstoß mehr in den nächsten XX Jahren, dafür ein 0,0001% Risiko eines atomaren Zwischenfalls.
Zu 100% kein CO2 Ausstoss würde bedeuten, dass in Zukunft alle Fahrzeuge elektrisch fahren und der Strom dafür von Atomkraftwerken erzeugt würde. Wieviele Atomkraftwerke würdest Du denn in deiner unmittelbaren Umgebung akzeptieren?

Und das Risiko ist mitnichten mit 0,0001% anzusetzen, der Abfall in der Asse strahlt jetzt schon. Es muss gar kein GAU passieren.

Sollte man da nicht besser in atomaren SCHUTZ investieren?
Sollten wir, statt in Atomkraft oder Kohle oder Gas lieber direkt in etwas investieren, was völlig gefahrlos ist?

Marty
 
Und das Risiko ist mitnichten mit 0,0001% anzusetzen, der Abfall in der Asse strahlt jetzt schon. Es muss gar kein GAU passieren.

Von La Hague und anderen Orten sprechen wir schon gar nicht ... :ugly:

Andererseits würden mich die Schutzmassnahmen interessieren, die Lukas hier vorschweben.
Wie könnte man bspw. Europa vorm radioaktiven Fallout eines Tschernobyl-GAUs heute schützen und wie hoch wären die Kosten dafür [zusätzlich zu denen der Endlagerung]?
 
[...]
Wie könnte man bspw. Europa vorm radioaktiven Fallout eines Tschernobyl-GAUs heute schützen [...]?

Wir können uns vor einem Gau auch nicht schützen, wenn wir unsere AKWs abschalten... Das Atomkraftwerk Temelin in Tschechien ist wesentlich näher an meinem Wohnort als irgendein deutsches...

Und dass Uran in allzu naher Zukunft knapp ist, halte ich doch für ein Gerücht... Ich denke mal, dass für die nächsten hundert Jahre keine Knappheit zu sehen ist... Zumal man, sobald man U-238 nutzen kann, wieder in etwa das 90-fache des heute nutzbaren Uran zur Verfügung hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Soooooo,

heute hat 45 km vor der Küste der erste dt. große Windpark offiziell eröffnet und der schafft bei seiner Millioneninvestition 1/20 der Leistung eines AKWs.

Soweit die Fakten.

Mit 1/20 kann ich durchaus leben, wenn dadurch die Folgen durch atomare Unfälle nicht entstehen können, ABER den Vogel - im wahrsten Sinne des Wortes - schießen die Umweltschützer ab. Die finden die Anlage nämlich gar nicht gut, da (angeblich) durch diese Windparks Vögel geschädigt werden.

Liebe Umweltschützer, wie kriegen wir denn dann Strom?
Atom -> böse.
Wind -> arme Vögel.
Sonne -> Lebensraumzerstörung für den Bauplatz
Wasser -> Die armen Fische
Biogas -> Co2
Kohle -> noch mehr Co2

*ratlos*
 
Liebe Umweltschützer, wie kriegen wir denn dann Strom?
Der kommt aus der Steckdose, das weiß doch jeder :LOL:.

Ich bleib dabei: Atomenergie ist und bleibt derzeit die effizienteste Energiequelle. Wenn man das Abfallproblem löst, dann sehe ich eigentlich keinen Grund, warum man nicht auch in Zukunft darauf bauen sollte (mit neuen Reaktoren, nicht ehemaligen Toastern aus grauer Vorzeit).
 
...und wie willst du das Abfallproblem lösen? Wie willst du sicherstellen, dass der Müll mal zumindest für die nächsten paar Tausend Jahre sicher gelagert wird? 8O (Wenn es in einem finanziell realistischen Rahmen bleiben soll)... Die Asse hat es nichtmal ein halbes Jahrhundert ausgehalten...
 
Wenn man das Abfallproblem löst...

Genau DAS ist der Knackpunkt. Gesetzt den Fall, die alten Ägypter hätten schon Atomkraft genutzt und ein Endlager geschaffen - was können unsere Nachfahren bei gleichen Voraussetzungen in 3000 Jahren erwarten?

Viele unserer Bauwerke würden gar nicht mehr stehen, der Rest wäre zerfallen. Unser Wissen wäre verloren gegangen und könnte nur durch Zufall wieder rekonstruiert werden. Hätten uns die Ägypter ein Endlager hinterlassen, wäre ein Teil Afrikas heute unbewohnbar. Und das ist "nur" Wüste!

das Problem des Strahlenden Abfalls LÖST man nicht - man verschiebt es nach hinten. Wie sollen stark strahlende Rückstände Jahrtausende lang sicher verwahrt bleiben, wenn die Hersteller der Behälter eine Lagerfähigkeit noch 50 Jahren angeben?
 
das Problem des Strahlenden Abfalls LÖST man nicht - man verschiebt es nach hinten.
Richtig, momentan schon. Weil wir eben alle Forschungs- und Entwicklungsgelder in Öko-Energiequellen stecken, ohne erstmal abzukaspern, ob sich die aktuelle Lösung nicht vielleicht optimieren ließe. Nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht perfekt ;).

Entweder man sucht Mittel und Wege, den Abfall loszuwerden (Zerfallsprozess beschleunigen, Kernfusion oder -spaltung um, wenn möglich, stabile Isotope zu erhalten), oder man schiebt ihn soweit weg, bis er uns nicht mehr belästigt - wobei "ins All schießen" eben nicht sicher machbar sein wird.
 
Richtig, momentan schon. Weil wir eben alle Forschungs- und Entwicklungsgelder in Öko-Energiequellen stecken, ohne erstmal abzukaspern, ob sich die aktuelle Lösung nicht vielleicht optimieren ließe. Nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht perfekt ;).

Das Geld für Alternative Quellen ist trotzdem gut angelegt, weil es die Menge das Strahlenden Abfalls insgesamt minimiert...

Und Zerfallsprozesse u beschleunigen - ich würde mal behaupten, dass uns da wohl die Physik einen Strich durch die Rechnung macht. Oder die menge an Energie, die man dazu bräuchte, kann erst gar nicht produziert werden...
 
...und wie willst du das Abfallproblem lösen? Wie willst du sicherstellen, dass der Müll mal zumindest für die nächsten paar Tausend Jahre sicher gelagert wird? 8O [...]

Jede Generation versucht zu ihrer Zeit bestmöglich zu leben... Ergo ist es doch schwachsinnig an die nächsten Tausend Jahre zu denken... Würde es danach gehen, müsste man sofort aufhören Plastik zu produzieren... Das Wissen der Welt steigt exponentiell... Insofern mache ich mir keinen Kopf, dass spätere Generationen irgendwelche Probleme haben den Müll unserer Gegenwart sicher zu verstauen... So wie das derzeit läuft kann man zukünftige Generationen nur beneiden... Die Möglichkeiten, die in etwa 100 Jahren gegeben werden sein, kann man heute noch gar nicht vorhersehen... Hätte ich die Wahl heute zu leben, oder erst in 100 Jahren geboren zu werden, würde ich sicherlich zweiteres wählen...
 
Jede Generation versucht zu ihrer Zeit bestmöglich zu leben... Ergo ist es doch schwachsinnig an die nächsten Tausend Jahre zu denken... Würde es danach gehen, müsste man sofort aufhören Plastik zu produzieren... Das Wissen der Welt steigt exponentiell... Insofern mache ich mir keinen Kopf, dass spätere Generationen irgendwelche Probleme haben den Müll unserer Gegenwart sicher zu verstauen... So wie das derzeit läuft kann man zukünftige Generationen nur beneiden... Die Möglichkeiten, die in etwa 100 Jahren gegeben werden sein, kann man heute noch gar nicht vorhersehen... Hätte ich die Wahl heute zu leben, oder erst in 100 Jahren geboren zu werden, würde ich sicherlich zweiteres wählen...

Na Klasse Phip...und nach mir die Sintflut :roll:

Das ist wie wenn du einem kleinen Kind ein scharfes Messer in die Hand gibst und sagst "wenn es größer wird, wird es schon noch lernen, damit umzugehen".

Also ich lege schon Wert darauf, dass meine Nachkommen auch in ein paar Generationen noch ordendlich leben können.

Die Möglichkeiten, die man in 100 Jahren hat, kennt man vielleicht noch nicht. Die Probleme, die die Gesellschaft dann haben wird, kann man zum Teil aber schon erahnen. Und ein bisschen Weitsicht (und ein bisschen weniger Egoismus) wäre da heutzutage schon angebracht. Ich jedenfalls möchte nicht in 200 Jahren leben.
 
...Liebe Umweltschützer, wie kriegen wir denn dann Strom?
Atom -> böse.
Wind -> arme Vögel.
Sonne -> Lebensraumzerstörung für den Bauplatz
Wasser -> Die armen Fische
Biogas -> Co2
Kohle -> noch mehr Co2
Den Windrädern und auch den Flußkraftwerken, die ich verlinkt hatte, können Vögel/Fische ausweichen. Solardächer nutzen bereits zugebaute (und damit versiegelte) Flächen. Biogas gibt nur Co2 frei, daß es vor kurzem aus der Luft selbst rausgeholt hat, wogegen Kohle Co2 freisetzt, die Mutter Natur sicher aus gutem Grund gebunden haben wollte.

Das Problem besteht halt auch aus den Spinnern unter den Ökos, die "zurück zur Natur" mit "zurück in die Steinzeit" verwechseln. Auf der anderen Seite wollen alle zurück zur Natur, dabei will aber keiner zu Fuß gehen. Wirklich vernünftige Lösungen werden so aber blockiert.

Und dann gibbet natürlich noch Leute wie phip, die nur von der Wand bis zur Tapete denken, und noch von allen anderen verlangen, sie sollten das Gleiche tun.
 
Wir können uns vor einem Gau auch nicht schützen, wenn wir unsere AKWs abschalten... Das Atomkraftwerk Temelin in Tschechien ist wesentlich näher an meinem Wohnort als irgendein deutsches.
Das Gesamtrisiko sinkt durch eine abnehmende Anzahl von AKWs, simple Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und es kann Dir völlig egal sein, ob das AKW 50 oder 500 km entfernt ist bei einem GAU.

Und dass Uran in allzu naher Zukunft knapp ist, halte ich doch für ein Gerücht
Stimmt, und die Leute, die das abbauen, haben heute schon ihren ganz persönlichen GAU. Jeden Tag.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,686633,00.html

Marty
 
Stimmt, und die Leute, die das abbauen, haben heute schon ihren ganz persönlichen GAU. Jeden Tag.

Da muss man noch nicht mal so weit in die Ferne schweifen.
Ein Ausflug ins Wismut-Gebiet bei Ronneburg in Sachsen reicht dazu aus.
Kosten bisher weit mehr als 250 Millionen Euro allein für die Sanierung.
Die Belastungen für das Gesundheitssystem ... nun ja. Lies selbst.