Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Kommt halt auf den Kraftwerkstyp an.

Ist man auf Kühlwasser aus Flüssen angewiesen, ist der Sommer bescheiden, ist man auf Solar angewiesen, ist der Winter bescheiden, Wasserkraft dürfte im Sommer auch ne Delle haben, während Wind wahrscheinlich gleichverteilt vorhanden ist...

Dem stimme ich zu. Ich persönlich finde Staudämme und Gezeitenkraftwerke auch ganz toll, zumindest von der Idee her. Die Frage ist nur, ob ein solches Monster die Natur nicht wesentlich härter angreift als ein geschlossenes Kraftwerk, bei dem "nur" CO2 und ggf. Entsorgung anfallen.

Im Prinzip kann ja nur ein Mix aus allem die Lösung sein, denn einseitig ist das Energieproblem nicht lösbar.
Wir können keine 2 Mrd Windräder in der BRD verteilen und auch unsere Küsten nicht vollständig mit Gezeitenkraftwerken verbauen, denn dann gehen uns das Leben im Ozean kaputt und das wäre fatal.
 
Wir können keine 2 Mrd Windräder in der BRD verteilen und auch unsere Küsten nicht vollständig mit Gezeitenkraftwerken verbauen, denn dann gehen uns das Leben im Ozean kaputt und das wäre fatal.
Müssen wir gar nicht. Die "großen" Windräder liefern ja Strom für ein ganzes Dorf. Da ist die Speicherung des Stroms derzeit das größte Problem. Wenn man dazu übergeht, statt nem Heizungskeller nen Batteriekeller zu bauen/einzurichten, könnte man der Lösung dieses Problems schon ein ganzes Stück näher kommen.

Weiterhin kann man die Anlagen von Windation auf jedem Flachdach prblemos in erklecklicher Anzahl platzeren. Auch da geht's dann vornehmlich um die Speicherung des erzeugten Stroms.

Bei Dächern mit Neigung kommt wieder die Photovoltaik zum Tragen. Nicht jedes Dach hat ne (schräge) Süd-Seite, aber es sind doch genug Dächer vorhanden, daß sich das energetisch lohnen würde.

Dazu noch die (fischfreundlichen) Flußkraftwerke von RiverEnergy, und unsere Stadtwerke haben wieder ne Lebensberechtigung.

Die Investitionen für all das amortisieren sich in 10 - 20 Jahren (je nach Anlagen-Typ). Nicht inbegriffen ist dabei die Verbesserung unserer Luft und des Wassers (durch nicht erfolgte Erwärmung der Flüsse per Kühlwasser der AKWs) und damit unser aller Gesundheit - vor allem, wenn unsere Autos auch mit dem so erzeugten Strom betrieben werden. Die Krebs-Rate dürfte gut sinken.

Nur die Vorstände der "energetischen 4" müssen sich dann was einfallen lassen, wie sie den Bürger abkassieren. Aber da waren sie ja schon immer sehr erfindungsreich.
 
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Die einzigen, die Großanlagen brauchen, sind die Energiekonzerne.
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Nein, auch die Verbraucher benötigen das... Wenn die Dezentralisierung doch so super ist, dann wäre der große Sprung nach vorne in China ja wohl nicht so kläglich gescheitert... Für einen vernünftigen Strompreis muss es eben große Lösungen geben... Wenn es immer heißt "Ein Atomkraftwerk bringt den Konzernen 1 Million Euro Gewinn pro Tag" dann sollte man sich wohl überlegen, wo der Gewinn herkommt, wenn die anderen Lösungen doch so günstig sind... Und wer zahlt dann die Zeche? Schon jetzt wird der Strompreis die nächsten 20 Jahre stetig teurer aufgrund der Ökogesetze, die jetzt schon gelten... Der Solarirrsinn wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen...
 
Wenn man dazu übergeht, statt nem Heizungskeller nen Batteriekeller zu bauen/einzurichten, könnte man der Lösung dieses Problems schon ein ganzes Stück näher kommen.

könnte man nicht :ugly:, die begrenzte Anzahl von Ladezyklen und die hohen Kosten pro Kwh/gespeicherter Leistung bei heutiger Technologie lassen diese Idee schon im Keim ersticken

natürlich wird sich auch bei den Akkus noch einiges verbessern aber soviel Verbesserung ist da zur Zeit einfach nicht in Sicht.... aber ein paar Mrd an Forschungsgeldern werden wegen der Elektroautos sowieso in die Erforschung von elektrischen Speichermedien gepumpt und von daher kann man erwarten das sich die Entwicklung erheblich beschleunigt

Der Solarirrsinn wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen...
natürlich war/ist das ne sehr teure Sache, hat aber auch dafür gesorgt das Solar-,Installationsfirmen und deren Mitarbeiter anständig verdient haben und anschließend gleich wieder ca. die Häfte des Geldes mittels Steuer an den Staat zurückfloss...nebenbei wurden deutsche Solarfirmen sogut aufgestellt das sie Ihre Produkte jetzt besser exportieren können und sorgen somit auch langfristig für Steuerrückfluss
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir reden von Umweltschutz und bauen Bleibunker in den Keller um Energie zu speichern? :ugly:
Was dann dort an Material verballert wird, konvergiert den Nutzen ins Negative.

(Wobei das eigentlich ganz witzig wäre, wenn jeder im Keller einen Crosstrainer stehen haben würde und man die Energie speichern könnte. Dann überlegt man sich zweimal ob man wirklich den Fernseher laufen lässt, wenn man ihn selbst versorgen muss - kleiner Spaß am Rande.)

Fakt ist doch, egal wie "grün" die Energie ist, wir brauchen eine Menge Material und Leitungen. Eine zentrale Versorgung scheidet aus, dass wäre dann ein Desaster, wenn irgendwo eine richtige Leitung gekappt wird.
 
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natürlich war das ne sehr teure Sache,
Warum war? Jede Solaranlage kostet Jahrzehnte an Subventionen. Selbst wenn die Förderung der Solarenergie mit sofortiger Wirkung eingestellt werden würde, würde das Solarabenteuer noch zig-Milliarden kosten.

hat aber auch dafür gesorgt das Solar-,Installationsfirmen und deren Mitarbeiter anständig verdient haben und anschließend gleich wieder ca. die Häfte des Geldes mittels Steuer an den Staat zurückfloss...
Nach der Argumentation sollte man auch Tabakfirmen subventionieren... Naja, es gibt ja zumindest das Dienstwagenprivileg... Da werden Spritfresser indirekt begünstigt... ;)
nebenbei wurden deutsche Solarfirmen sogut aufgestellt das sie Ihre Produkte jetzt besser exportieren können und sorgen somit auch langfristig für Steuerrückfluss
Das liebste deutsche Wort in China ist "Einspeisegesetz"... Das mit langfristig wird sich in den nächsten 25 Jahren zeigen... Es ist aber doch ein Witz, wenn für einen Arbeitsplatz pro Jahr in der Solarindustrie über 150 000 Euro an Subventionen fließen... :roll:
 
Warum war? Jede Solaranlage kostet Jahrzehnte an Subventionen. Selbst wenn die Förderung der Solarenergie mit sofortiger Wirkung eingestellt werden würde, würde das Solarabenteuer noch zig-Milliarden kosten.

das "war" stand da erst weil sich die neuen Anlagen aufgrund der schlechten Einspeisevergütung eigentlich nicht mehr rechnen --> sprich sie werfen zu wenig Zinsen auf das eingesetzte Kapital, deshalb kann man davon ausgehen das sich die Anzahl von neuen Anlagen erheblich verringern wird...ich hatte es dann aber doch auf ein "ist" geändert weil natürlich die alten Anlagen noch lange kosten



Das liebste deutsche Wort in China ist "Einspeisegesetz"... Das mit langfristig wird sich in den nächsten 25 Jahren zeigen... Es ist aber doch ein Witz, wenn für einen Arbeitsplatz pro Jahr in der Solarindustrie über 150 000 Euro an Subventionen fließen... :roll:

Wieviel fließt denn zurück von den 150.000 Euro an den Staat ? Und das Wievielfache wird pro Arbeitsplatz an Umsatz gemacht ?
 
Nein, auch die Verbraucher benötigen das...
Gut, ich korrigiere: Die Industrie braucht auch großanlagen...

Wenn die Dezentralisierung doch so super ist, dann wäre der große Sprung nach vorne in China ja wohl nicht so kläglich gescheitert...
Äh - schon mal Infrastruktur und schiere Größe von China und Deutschland verglichen? Direkt neben dem Drei-Schluchten-Staudamm gibt es Städte (mit 500.000 Einwohnern!) wo weder Fleißendes Wasser noch elektirscher Strom zur Standartausstattung einer Wohnung gehört.

Für einen vernünftigen Strompreis muss es eben große Lösungen geben... Wenn es immer heißt "Ein Atomkraftwerk bringt den Konzernen 1 Million Euro Gewinn pro Tag" dann sollte man sich wohl überlegen, wo der Gewinn herkommt, wenn die anderen Lösungen doch so günstig sind... Und wer zahlt dann die Zeche? Schon jetzt wird der Strompreis die nächsten 20 Jahre stetig teurer aufgrund der Ökogesetze, die jetzt schon gelten... Der Solarirrsinn wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen...
Wie viel kostet uns (Steuergelder!!!) der Atomirrsinn jetzt schon? Asse muss geräumt werden, alte AKWs aufwändig entsorgt, und ob es jemals ein Endlager gibt ist fraglich, trotz der Milliarden, die in die Erkundung von Schacht Konrad oder Gorleben gesteckt wurden.
 
Nein, auch die Verbraucher benötigen das...
Nöö, nicht wirklich: https://www.lichtblick.de/h/schwarmstrom_288.php

Für einen vernünftigen Strompreis muss es eben große Lösungen geben...
Auch nicht.

Wenn es immer heißt "Ein Atomkraftwerk bringt den Konzernen 1 Million Euro Gewinn pro Tag" dann sollte man sich wohl überlegen, wo der Gewinn herkommt
Der kommt daher, dass man dort aus einem Rohstoff Strom produziert, dessen Entsorgung der Staat auf Staatskosten übernimmt. Aber die Diskussion ist alt.

Der Solarirrsinn wird Deutschland noch teuer zu stehen kommen...
Tja, dann sollte man sich eben nach anderen Alternativen zu Atomstrom kümmern.

Marty
 
Danke @Marty für den informativen Link! Ja, erneuerbare Energien setzen etwas voraus, was den Propagandisten der Spender-Partei natürlich sauer aufstößt: Nachdenken.
 
Nein, auch die Verbraucher benötigen das...

Wenn ich daran denke, dass der Strom aus nem Generator eines herkömmlichen Großkraftwerks, egal ob Atom, Gas oder Kohle, unter Verlust auf Hochspannung transformiert wird, dann unter möglichst geringen Verlusten zu nem großen Umspannwerk "transportiert" wird, dort unter Verlusten auf Mittelspannung transformiert wird, dann unter Verlusten in die Dorfverteiler "transportiert" wird, dort unter Verlusten herunter transformiert wird, und dann den gleichen Weg vor sich hat, wie der Strom aus nem lokalen Blockheizkraftwerk, dann frag ich mich, ob ich den Verlust bezahlen möchte.

Die riesen Vorteile der zentralen Großkraftwerke werden Dir die Leute aus dem Münsterland anhand von https://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/051101.htm sicher gerne erklären.

Und dann kannst Du mir noch den riesen Vorteil erklären, dass es im europäischem Netz möglich ist, und auch schon vorgekommen ist, dass irgendwo ein Kraftwerk ausfällt, und hunderte oder tausende Kilometer weiter der Strom ausfällt.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, sinnvoll kombiniert, ergibt es das Optimum.

Hat eine Gemeinde ein kleines Kraftwerk, z.B. mit Biomasse betrieben, was jedem Haushalt garantiert 3 kW Strom zur Verfügung stellen kann, dazu eine Wärmemenge X, dann sind solche Desaster wie im Münsterland Geschichte.

gruss kelle!
 
Man kann auch einfach atomfreien Strom verbrauchen. Soviel teurer ist es nicht und man kann damit die einzige Stelle treffen, die interessant ist. Den Verdienst. Eine Demo mehr oder weniger kratzt doch keinen Manager bei Vattenfall oder so. Aber wenn sie Kohle machen können, investiert sogar Eon in Windkraft und co.
 
Soviel teurer ist es nicht und man kann damit die einzige Stelle treffen, die interessant ist. Den Verdienst. Eine Demo mehr oder weniger kratzt doch keinen Manager bei Vattenfall oder so.

Das würde ich nicht so unterschreiben.

Ich habe auf die Schnelle keine brauchbare Statistik gefunden, aber:

Interessant ist doch die Verteilung des Energiebedarfs zwischen Industrie und Haushalten.

Was ich gefunden habe, ist ne Auflistung, dass Privathaushalte und Verkehr 60% aller Energie in Deutschland benötigen, inkl. Heizmaterial und Benzin.
Von den Privathaushalten werden weniger als 20% der benötigten Energien als Strom genutzt.

Rein aus dem Bauch gesagt, würde ein Umstieg aller Haushalte auf alternativen Strom die großen Konzerne kaum was kosten.

Sie stellen ja schließlich auch die Infrastruktur, wo der alternative Strom durch muss.

Selbst wenn sich die Strommenge reduziert, wird es kaum die AKWs treffen, da diese ja als Dauerläufer konstruiert sind, die sozusagen die "Grundlast" an Strom erzeugen.

Bei Schwankungen würden da eher Wasserkraftwerke gedrosselt.

gruss kelle!
 
Selbst wenn sich die Strommenge reduziert, wird es kaum die AKWs treffen, da diese ja als Dauerläufer konstruiert sind, die sozusagen die "Grundlast" an Strom erzeugen.

Bei Schwankungen würden da eher Wasserkraftwerke gedrosselt.
(Lauf-)Wasserkraftwerke sind auch Dauerläufer und stellen Grundlast.
Gedrosselt werden dann Öl-, Kohlekraftwerke, Windkraft und Solar, bzw. es wird in Pumpspeicherkraftwerken gepuffert.
Die erneuerbaren Energien brauchen effiziente Energiespeicherlöungen.

Wasserkraft ist zu dem sehr viel günstiger als Atomstrom . man muss sich nur mal den Strompreis in Österreich anschauen. In Deutschland gilt das bedingt auch und er hat keinen Ökoaufschlag!
 
Bei uns stand gestern ein Stand eines Stromanbieters in der City. Die hatten grosse Schilder "100% CO2 freier Strom" am Stand stehen. Ich habe mir das dann mal im Kleingedruckten angeschaut: 25% aus regenerativen Quellen, 75% aus Atomstrom... 8)

Marty
 
Eon investiert in Windkraft, Wasserkraft und Co. und zwar einiges.

Was aber nur eine geringe Energieeffizient bringt... *klick*, diese utopische Energiemenge die dort genannt wird, wird in Jahren nicht bei uns ankommen. Die Energie muss wie hier schon erwähnt worden ist x mal umgespannt werden und bis es bei mir aus der Steckedose nen Strom gibt ist davon vlt. noch 5% übrig...

Ganz davon zu schweigen... Deutschland gibt jährlich xx Mrd an Euros für solche Projekte aus, aber niemand beachtet dabei, dass für jedes Windrad ein Gegenkraftwerk (Ausgleichkraftwerk) besteht, welches die Arbeit von diesem Windrad übernehmen muss, wenn es nicht arbeiten kann.

Siemens macht sich gut Geld aus den Windrädern (mit Hauptproduzent), aber effektiv bleibt uns doch auf lange Sicht eh nur Atom Kraftwerk... oder will mir jmd. hier erzählen das die Welt "Flower-Power" einen auf Energiesparer macht?

Wenn ich sowas lese wie Benzinpreis in Venezuela bei 6 Cent der Liter und Venezuela hat mal x Mio Liter Öl an die amerikanischen armen Bürger gespendet, weil die nix zum heizen hatte dann greif ich mir schon an Kopf... wohl gesagt es handelt sich bei Venezuela um ein Entwicklungsland :ugly:...

Sorry, aber da muss man sich nur noch an den Kopf fassen :roll:
 
Wenn ich sowas lese wie Benzinpreis in Venezuela bei 6 Cent der Liter und Venezuela hat mal x Mio Liter Öl an die amerikanischen armen Bürger gespendet, weil die nix zum heizen hatte dann greif ich mir schon an Kopf... wohl gesagt es handelt sich bei Venezuela um ein Entwicklungsland :ugly:...

Man sollte sich nicht von Propaganda-Geschwätz täuschen lassen.
Die Realität ist nämlich schlimmer als viele glauben.