Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Zu dem Windrad mit 135m: Den Bericht habe ich auch gesehen. Vermutlich ist das Verhältnis bei dieser Art von Anlage anders. Aber haben will solche Dinger dann auch wieder keiner auf der Wiese in der Nähe.
Sicher, ich reisse mich da auch nicht drum. Aber mir sind 100 Windräder dieser Grössenordnung lieber als ein Atomkraftwerk und ein "Endlager" wie die Asse in der Nachbarschaft. Ich vermute, die Menschen in Gorleben würden sich auch so entscheiden.

Allerdings finde ich wichtig es nicht an einem bestimmten Datum festzumachen und man sollte eben auch die anderen Bereiche des Energieverbrauchs nicht verschonen.
Ich bin ja auch für einen sanften Übergang, das hatte Rot-Grün ja auch so geplant. Aber irgendwann muss der Übergang abgeschlossen sein. Und die Untätigkeit der Konzerne ist ja sichtbar. Da muss dann eben die Gesetzeskeule her.

Wenn man beim KfZ-Katalysator auf Freiwilligkeit gesetzt hätte, dann gäbe es ihn heute noch nicht. Wenn man bei Emissionen bei Kohlekraftwerken auf Freiwilligkeit gesetzt hätte, dann hätte heute noch kein Kraftwerk einen Filter.

Obwohl ich gerade überlege, ob es nicht für viele Leute ein schönes Ziel wäre zu sagen am 31.12.2024 ist Deutschland endgültig Atomstromfreie Zone. Auch keine Importe mehr. Was würdet Ihr davon halten?

So in etwa: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,60388,00.html ?

Das ist 10 Jahre her. Entspricht genau Deinen Vorstellungen.

1. Glaubst du im Ernst dass die regenerativen Energien dann günstiger sind ?
Ja. Durch die Trennung von Betreiber und Netz gibt es dort kein Monopol mehr. Und Windräder betreiben können nicht nur 4 Grosskonzerne, da wäre der Markt kein Oligopol mehr.

2. Wären die Betreiber der regenerativen Energien in der Lage genügend
Energie zu produzieren??
Ja, schon heute werden regenerative Quellen abgeschaltet, weil die Energie angeblich nicht benötigt wird und man Kohlekraftwerke nicht "runterfahren" kann in der Leistung. Wenn man einen Fixtermin zur Abschaltung aller Atomkraftwerke nennt, dann steht an dem Tag genügend Energie aus anderen Quellen zur Verfügung.

3. Ein Gesetz ist gleich gemacht, ob es Sinn macht ist dann die nächste
Frage:roll:
Welche Sinn davon stellst Du in Frage?

Marty
 
So, ich vermelde mal in diesem Thread: Obama will bis 2011 6-7 neue Atomkraftwerke bauen und gibt dafür 54 Mrd. Dollar an Bürgschaften aus... Tja, anscheinend ist es wirtschaftlich und ökologisch doch nicht so blöd Atomkraftwerke zu bauen...
 
Ja richtig, Ami Präsidenten waren schon immer dafür bekannt ökologische Interessen über das Interesse von Lobby Vertretern zu stellen und sind genauso für ihre vorausblickende Besorgnis um zukünftige Generationen im Hinblick auf Verschmutzung und Hinterlassenschaften berühmt.
 
Tja, anscheinend ist es wirtschaftlich und ökologisch doch nicht so blöd Atomkraftwerke zu bauen...

Oder sie haben einfach keine Ahnung, wie sie den Co² Ausstoß in den nächsten Jahren vernünftig reduzieren können. Das passiert, wenn man Bedenkenlos ein Kohlekraftwerke nach dem anderen hochzieht und irgendwann merkt: Oops, die machen ja doch ne ganze Menge Dreck.

Dann sind da noch die ganzen Viehfarmen, die Autos, das fliegen zum Nachbarort, usw.

Das der Co² Ausstoß der AKW´s geringer als ein Kohlekraftwerk ist, bestreitet ja auch keiner. Nur wissen wir doch jetzt schon nicht mehr wohin mit dem ganzen Atommüll. Da wird nen Neubau (oder auch Verlängerungen) das Problem mit Sicherheit nicht lösen. Oder glaubst du allen ernstes, der Atommüll löst sich von alleine in Luft auf?

Ich hab ja kein Problem damit, wenn man es (wie ursprünglich vorgesehen) als Übergang nutzt, bis die Erneuerbaren Energien das kompensieren können (was sie eigentlich schon können, wenn man sie nur lassen bzw. auch einsetzen würde), aber Laufzeitverlängerung und Neubau von Kohlekraftwerken? Wie passt das denn zusammen?
 
Das der Co² Ausstoß der AKW´s geringer als ein Kohlekraftwerk ist, bestreitet ja auch keiner. Nur wissen wir doch jetzt schon nicht mehr wohin mit dem ganzen Atommüll.
Die Amerikaner sind da klüger als die Deutschen. Die verbuddeln das einfach in der Wüste bei Las Vegas. So war zumindest der Plan. Das da ab und an mal Erdbeben stattfinden ist dabei nicht so wichtig. Hauptsache bis zur nächsten Wahl kommt keins.

Weiß jemand was zu dem US-amerikanischen Endlager. Gerade die Kosten wären interessant. Damals war schon von 60 Mrd. Dollar die Rede. Von dem Geld hätte man vermutlich auch die ganze Wüste mit Sonnenkollektoren zupflastern können.

Marty
 
Gestern Abend hieß es in den News, dass das Endlager bei Las Vegas nicht in Frage kommt, weil die Anwohner nichts von den Plänen wissen wollen.

Da wird sich der Präsident was neues einfallen lassen müssen.

Das Mururoa Atoll haben sie ja schon verpestet und es ist seit einem Jahrzehnt Sperrgebiet. Da könnten sie ja die Brennstäbe endlagern, denn in den Bohrschächten lagert bereits schon so viel Atommüll, da fällt die künftig anfallende Menge fast nicht mehr auf :evil:
 
Ich finde, dass sowas wirklich in Betracht gezogen werden sollte... In Russland gibt es doch bestimmt auch genügend Fläche, die sowieso schon die nächsten Tausend Jahre nicht genutzt werden können... Da stören ein paar hundertausend Tonnen Atommüll überhaupt nicht... Und schon ist das Problem weltweit gelöst und jeder (inklusive Russland, wenn man genügend bezahlt) ist glücklich.
 
Ich finde, dass sowas wirklich in Betracht gezogen werden sollte... In Russland gibt es doch bestimmt auch genügend Fläche, die sowieso schon die nächsten Tausend Jahre nicht genutzt werden können... Da stören ein paar hundertausend Tonnen Atommüll überhaupt nicht... Und schon ist das Problem weltweit gelöst und jeder (inklusive Russland, wenn man genügend bezahlt) ist glücklich.

...Und unser neuer Außenminister erklärt uns dann wieder, dass Atomstrom ja achso umweltfreundlich sei. :evil:
 
[...]
Du meinst, ein paar 1000 Tonnen mehr oder weniger machen da auch nichts mehr?

Marty

Ja, das denke ich... Vor allem macht es keinen Sinn, dass deutsche Stromzahler dafür blechen sollen, wenn bereits finazierte Atomkraftwerke geschlossen werden... Das Uran wird sowieso in den nächsten 50-100 Jahren verbraucht... Wenn Deutschland aussteigt, dann dauert es eben 5 Jahre länger bis das Uran aufgebraucht ist... Eines ist jedoch sicher: Solange es sich wirtschaftlich lohnt und es auch berechtigte politische Interessen gibt Atomtechnik zu nutzen, wird das Uran bis zum letzten Gramm verwendet, egal was Deutschland macht.
 
Ja, das denke ich...

Bei Dir hat bestimmt schon mal wer in die Bude gekotzt.
Darf ich bei der nächsten Übelkeit auch Deine Bude benutzen, dann bleibt meine Bude sauber...

Vor allem macht es keinen Sinn, dass deutsche Stromzahler dafür blechen sollen, wenn bereits finazierte Atomkraftwerke geschlossen werden... Das Uran wird sowieso in den nächsten 50-100 Jahren verbraucht... Wenn Deutschland aussteigt, dann dauert es eben 5 Jahre länger bis das Uran aufgebraucht ist... Eines ist jedoch sicher: Solange es sich wirtschaftlich lohnt und es auch berechtigte politische Interessen gibt Atomtechnik zu nutzen, wird das Uran bis zum letzten Gramm verwendet, egal was Deutschland macht.

Denk mal weiter.
Was passiert, wenn das Uran aufgebraucht ist?
Welche Firma macht dann Umsätze?
Die quasi staatliche Firma Areva, die fleißig auf AKWs setzt, oder die deutsche Siemens, die jetzt in die Erforschung regenerativer Energien investiert?

Nicht nur bis morgen denken, es gibt auch übermorgen und nächste Woche.

gruss kelle!
 
[...]
Denk mal weiter.
Was passiert, wenn das Uran aufgebraucht ist?
Welche Firma macht dann Umsätze?

[...]

Als ob nicht beides ginge... :yawn:

Wahrscheinlich machen genau die Firmen, die heute schon den Reibach machen auch in den nächsten Jahrzehnten das meiste Geld, da sie einfach am meisten in alternative Energien investieren können... Wer investiert denn derzeit an meisten in die Forschung?

Übrigens macht Siemens dasselbe: Siemens baut fleißig Atomkraftwerke (als Joint Venture mit Russland) und forscht Richtung Alternative Energien...
 
Zuletzt bearbeitet:
Fakt ist, dass wir die Hinterlassenschaften der Kernenergie nicht im Griff haben. Kernenergie ist zwar nahezu CO2-Frei, aber Radioaktivität lässt sich schlecht in gramm CO2 umrechnen.
Kohlekraftwerke sind auch keine Alternative, weder von der Verfügbarkeit der Brennstoffe, noch wegen der Abgase.
Letztlich müssen regenerative Energiequellen gefunden werden und gleichzeitig aber auch der Energieverbrauch drastisch reduziert werden. Auch wenn es einigen Lobbyisten weh tun würde. Das fängt damit an, dass man eben nicht mehr im Winter 24 Grad und im Sommer 18 Grad Raumtemperatur haben kann (es gibt Leute, die stehen auf so etwas), oder dass man jederzeit jegliche Lebensmittel aus jedem Winkel der Welt kaufen kann und viel mehr...
 
[...]Das fängt damit an, dass man eben nicht mehr im Winter 24 Grad und im Sommer 18 Grad Raumtemperatur haben kann (es gibt Leute, die stehen auf so etwas), oder dass man jederzeit jegliche Lebensmittel aus jedem Winkel der Welt kaufen kann und viel mehr...
Das wird doch sowieso preislich geregelt. Angenommen die Heizkosten steigen jedes Jahr um 10 Prozent... Da ist dann allein aus wirtschaftlichen Gründen Energiesparen angesagt. Aus ökologischen Gründen werden wohl die wenigsten auf irgendwas verzichten wollen.
 
Ich erlaube mir nach einem Monat hier zu posten, obwohl ich der letzte hier war...


Gestern habe ich von einer ermutigenden Nachricht gelesen... Bill Gates und Toshiba planen den Bau von Mini-Atomkraftwerken, die möglicherweise hunderte von Jahren Energie liefern, ohne dass die Brennstäbe gewechselt werden müssen...

Weiterhin habe ich vor ein paar Wochen gelesen, welche Nation zum größten Gaslproduzenten der Welt aufgestiegen ist... Welches Land könnte es sein? Es sind die USA... Nach eigenen Schätzungen reicht auch bei geplanter Vervielfachung der Förderung das Gas für über 100 Jahre, da sie mit neuer Technik auch zuvor nicht erreichbares Gas nutzen können...

Für mich beweist das eines: Probleme können nicht groß genug sein... Die Menschen werden immer Lösungen finden ihren Energiebedarf zu decken... Umso größer der Bedarf, desto größer werden die Anstrengungen auch in neue Techniken zu investieren... Und das geschieht von ganz alleine und ohne irgendwelche staatliche Eingriffe.
 
Hier die Quelle, hört sich wirklich interessant an...

https://www.heise.de/newsticker/mel...-arbeiten-an-Mini-Atomkraftwerken-961707.html

Toshiba und Terrapower arbeiten an Mini-Atomkraftwerken
Meldung vorlesen und MP3-Download

Der Microsoft-Mitgründer und Multimilliardär Bill Gates treibt seinen Traum von effizienter und sauberer Energieerzeugung voran. Die von ihm mitfinanzierte Terrapower lotet mit dem japanischen Technologiekonzern Toshiba den Bau von Mini-Atomkraftwerken aus. Die beiden Seiten befänden sich in Gesprächen über das Projekt. Toshiba bestätigte am heutigen Dienstag einen Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei.

Terrapower will einen Reaktor zur Serienreife bringen, der die Energieprobleme der Welt lösen soll. Der sogenannte Traveling-Wave Reactor (zu deutsch Laufwellen-Reaktor) soll mit einer Ladung Brennelemente über Jahrzehnte auskommen und kaum Wartung bedürfen. Damit würde sich die Frage erübrigen, wohin die alten Brennstäbe entsorgt werden sollen. Gegenüber bisherigen Atomkraftwerken soll der neue Typ zudem kompakter und sicherer sein.

Nach seinem Rückzug von der Microsoft-Spitze gehört die Entwicklung klimafreundlicher Energieerzeugung zu den Lieblingsthemen von Bill Gates. Die Idee eines Minireaktors dürfte dabei auf fruchtbaren Boden fallen. Denn die Kernenergie erlebt eine Renaissance. Viele Länder planen neue Meiler, um ihre veralteten Anlagen aus den 50er und 60er Jahren zu ersetzen oder um den gestiegenen Energiehunger zu stillen.

Toshiba gehört zu den größten und renommiertesten Anbietern von Reaktoren. Mit der Übernahme des US-Rivalen Westinghouse vor vier Jahren hatten sich die Japaner weiter verstärkt. Auch der deutsche Mischkonzern Siemens mischt im Atomspiel mit. Die noch junge Energiefirma Terrapower gehört zur Ideenschmiede Intellectual Ventures. An deren Spitze steht mit Nathan Myhrvold der ehemalige Technologiechef von Microsoft. Bill Gates gehört zu den Geldgebern.
 
Der sogenannte Traveling-Wave Reactor (zu deutsch Laufwellen-Reaktor) soll mit einer Ladung Brennelemente über Jahrzehnte auskommen und kaum Wartung bedürfen. Damit würde sich die Frage erübrigen, wohin die alten Brennstäbe entsorgt werden sollen. Gegenüber bisherigen Atomkraftwerken soll der neue Typ zudem kompakter und sicherer sein.

Entschuldigung, aber darüber kann man doch wohl nur hohl kichern. Wie wollen die Herren Forscher denn verhindern, das in ihren Reaktor langlebige radioaktive Elemente entstehen?
Wie wollen sie die Gamma-Aktivierung von Bauelementen verhindern?
 
Entschuldigung, aber darüber kann man doch wohl nur hohl kichern. Wie wollen die Herren Forscher denn verhindern, das in ihren Reaktor langlebige radioaktive Elemente entstehen?
Wie wollen sie die Gamma-Aktivierung von Bauelementen verhindern?

Vielleicht gibts da ne Möglichkeit. Wir leben in einer Zeit in der es Impfungen gegen Schweinegrippe 8) gibt, Pillen Schwangerschaften verhindern (meistens^^) und der Mond total uninteressant ist, da wir auf dem Weg zur Marsstation sind.

Wäre natürlich mal interessant, wie die Langlebigkeit unterdrückt werden soll. Vielleicht gibt man einen Katalysator hinzu mit dem bestimmte Stoffe "lieber" reagieren. Abwarten und auf Infos hoffen sag ich da mal ;)