Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Ich bin recht gut mit den Risiken (privat) vertraut, trotzdem befürworte ich die Nutzung und nun?

Das könnte man als Ignoranz oder schlicht als Blödheit klassifizieren... :ugly:

Es gibt Möglichkeiten, ohne Atomstrom (Und auch ohne Kohlekraftwerke) aus zu kommen. Nur weil die Stromkonzerne anderes postulieren muss das ja nicht stimmen. Für die sind nämlich nur Großanlagen rentabel.

Nahezu jedes Gebäude hat ein kleines Kraftwerk im Keller stehen - den Heizkessel. Warum wird damit nicht wenigstens anteilig Strom erzeugt? Technisch möglich ist das - und Wärme ist bekanntlich "Abfallprodukt".

Und der Strom aus Windkraftanlagen in Norddeutschland kann seit Jahren nicht in ausreichender Menge im restlichen Bundesgebiet verteilt werden. Warum? Die Konzerne verschleppen den Bau von wichtigen neuen Überlandleitungen.

2007 waren teilw. 50% der aktiven AKWs vom Netz - trotzdem war Deutschland einer der größten Netto-Strom-EXPORTEURE!!! Und dass die großen Erzeuger nur Kleckerbeträge für die Erforschung von Erneuerbaren Energien ausgeben, sei mal nur am Rande erwähnt... Die Kernkraft wird seit dem Wahlkampf 1998 von Seiten der Industrie konsequent als unverzichtbar dargestellt, und sie tut aktiv einiges dafür, damit das auch so bleibt.
 
Ich empfehle zum Thema wieder mal eine interessante Dokumentation, die am Samstag auf Phoenix lief - "Albtraum Atommüll".

Die Lüge des 95%igen Recyclings abgebrannter Brennelemente wird in der Doku zweifelsfrei entlarvt. Gleichzeitig sollte sich jeder Gedanken machen, ob er den Ausstoss radioaktiver Isotope wie Krypton in rauhen Mengen durch die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague auch im eigenen Vorgarten gut findet. :ugly:
 
Ich empfehle zum Thema wieder mal eine interessante Dokumentation, die am Samstag auf Phoenix lief - "Albtraum Atommüll".

Hat dark schon empfohlen ;). Ich habe nicht behauptet, dass Atomenergie das gelbe vom Ei ist, trotzdem ist sie mir lieber als das verbrennen von fossilen Brennstoffen. An der Sicherheit und dem Problem der Endlagerung muss natürlich noch gearbeitet werden.

Das könnte man als Ignoranz oder schlicht als Blödheit klassifizieren... :ugly:
[...]

2007 waren teilw. 50% der aktiven AKWs vom Netz - trotzdem war Deutschland einer der größten Netto-Strom-EXPORTEURE!!! Und dass die großen Erzeuger nur Kleckerbeträge für die Erforschung von Erneuerbaren Energien ausgeben, sei mal nur am Rande erwähnt... Die Kernkraft wird seit dem Wahlkampf 1998 von Seiten der Industrie konsequent als unverzichtbar dargestellt, und sie tut aktiv einiges dafür, damit das auch so bleibt.

:ugly: oder als andere Sichtweise, klingt höflicher *g*

Du beziehst doch dann sicherlich Ökostrom, um den großen Betreibern zu zeigen, dass du keinen Atomstrom möchtest, oder? Wie immer liegt es doch in der Hand des Verbrauchers zu entscheiden was eine Zukunft hat und was nicht.

Firmen geben immer so wenig wie möglich aus, zu guten Investitionen muss man sie manchmal zwingen. Trotzdem lebt dieses Land mit Atomstrom recht gut. Solange ihr beiden euch nicht an die Schienen kettet (und damit eine Gefahr bedeutet) ist mir das Recht, dass ihr anderer Auffassung seid. Jede Technologie hat Vor- und Nachteile.
 
Hat dark schon empfohlen ;).

*oh* Hatte ich nicht bemerkt, dass er die gleiche Doku verlinkt hat.

An der Sicherheit und dem Problem der Endlagerung muss natürlich noch gearbeitet werden.

Am Problem der Endlagerung wird in Deutschland seit mehr als 40 jahren "gearbeitet". Bisher ohne einen Hauch einer Erfolgsaussicht.
Wie lange soll man Deiner Meinung nach noch "daran arbeiten" dürfen?

Wenn Herr Röttgen sich für eine Laufzeitverlängerung von 8-10 Jahren ausspricht, müssen in spätestens 25 Jahren die Endlagerprobleme gelöst sein.
Wenn Du der Meinung bist, dass man in 25 Jahren das lösen kann, was man in 40 Jahren nicht geschafft hat, Respekt!

Die Asse zeigt eindrücklich, dass Vorhersagen für mehr als 20 Jahre schon vermessen sind.
 
Du beziehst doch dann sicherlich Ökostrom, um den großen Betreibern zu zeigen, dass du keinen Atomstrom möchtest, oder? Wie immer liegt es doch in der Hand des Verbrauchers zu entscheiden was eine Zukunft hat und was nicht.
Richtig, nur in diesem Fall müssen wirklich alle Verbrauche zusammenhalten, sonst hilft das nicht.

Firmen geben immer so wenig wie möglich aus, zu guten Investitionen muss man sie manchmal zwingen.
Und die vorletzte Bundesregierung wollte sie zwingen. Und die jetzige Bundesregierung will diesen Zwang wieder aufheben.

Es gibt ja kein Gesetz, was die Stromhersteller zwingt, jetzt endlich neue Wege zu gehen. Es soll nur ein Gesetz "Macht weiter wie bisher!" geben. Das macht 0 Sinn.

Und die Atomlobby wusste, dass es so kommt, sie haben darauf spekuliert und quasi nichts in regenerative Energien investiert. Sie wussten, dass ihre Schecks das Nötige erreichen.

Marty
 
Am Problem der Endlagerung wird in Deutschland seit mehr als 40 jahren "gearbeitet". Bisher ohne einen Hauch einer Erfolgsaussicht.
Wie lange soll man Deiner Meinung nach noch "daran arbeiten" dürfen?

Wenn Herr Röttgen sich für eine Laufzeitverlängerung von 8-10 Jahren ausspricht, müssen in spätestens 25 Jahren die Endlagerprobleme gelöst sein.
Wenn Du der Meinung bist, dass man in 25 Jahren das lösen kann, was man in 40 Jahren nicht geschafft hat, Respekt!

Man muss die Prioritäten einfach neu setzen. Wie gesagt, Atomkraft ist nicht perfekt, aber in meinen Augen ein wichtiger Bestandteil unseres täglichen Lebens. Technik und Fortschritt machen vieles möglich, vielleicht kann man radioaktive Stoffe in einigen Jahren unschädlich machen oder sie weiter verwenden. Vielleicht wird die Spaltung überarbeitet, so dass andere Abfallstoffe entstehen, oder oder oder.

Nebenher entwickeln ist für mich durchaus in Ordnung. Wir dürfen ja auch noch Bezinautos fahren und nebenbei werden (bessere) Möglichkeit erforscht und erprobt.
 
Man muss die Prioritäten einfach neu setzen. Wie gesagt, Atomkraft ist nicht perfekt, aber in meinen Augen ein wichtiger Bestandteil unseres täglichen Lebens. Technik und Fortschritt machen vieles möglich, vielleicht kann man radioaktive Stoffe in einigen Jahren unschädlich machen oder sie weiter verwenden. Vielleicht wird die Spaltung überarbeitet, so dass andere Abfallstoffe entstehen, oder oder oder.

Nebenher entwickeln ist für mich durchaus in Ordnung. Wir dürfen ja auch noch Benzinautos fahren und nebenbei werden (bessere) Möglichkeit erforscht und erprobt.

Das Autoabgase der menschlichen Gesundheit nicht zuträglich sind steht ja ausser Frage. Diese aber in einem direkten Vergleich mit [hoch]radioaktivem Abfall zu nennen grenzt schon an "Rosa Brille UND Drogenrausch"-Zustand. ;)

Ein "vielleicht" ist bei radioaktivem Müll überhaupt keine Option denn es gibt die unumstössliche Tatsache, dass das Zeug mehrere hunderttausend Jahre lang strahlt und auf Menschen tödlich wirkt.
Würde man heute komplett aus der Kernenergie aussteigen, würde ich dieses "vielleicht" noch als schlechten Konsens mittragen.
Nicht aber wenn trotz dieses "Vielleichts" munter weiter strahlender Müll produziert wird, den man "vielleicht" irgendwann mal sauber entsorgen und für 250.000 Jahre sicher lagern kann.
 
Das Autoabgase der menschlichen Gesundheit nicht zuträglich sind steht ja ausser Frage. Diese aber in einem direkten Vergleich mit [hoch]radioaktivem Abfall zu nennen grenzt schon an "Rosa Brille UND Drogenrausch"-Zustand. ;)

Ein "vielleicht" ist bei radioaktivem Müll überhaupt keine Option denn es gibt die unumstössliche Tatsache, dass das Zeug mehrere hunderttausend Jahre lang strahlt und auf Menschen tödlich wirkt.
Würde man heute komplett aus der Kernenergie aussteigen, würde ich dieses "vielleicht" noch als schlechten Konsens mittragen.
Nicht aber wenn trotz dieses "Vielleichts" munter weiter strahlender Müll produziert wird, den man "vielleicht" irgendwann mal sauber entsorgen und für 250.000 Jahre sicher lagern kann.

Ja, für Euch gibt es keine passenden Vergleiche, trotzdem muss ich ja irgendetwas zur Unterstützung meiner Argumente anführen, oder?

Wovon gibt es denn mehr? Abgase oder radioaktive Lager? :ugly: Wenn wir schon bei den Drogen-Brillen sind ...

Demokratie ist auch mies, wir schaffen sie trotzdem nicht ohne Alternative ab, weil sie die beste Staatsform ist, die wir derzeit sinnvoll nutzen können. So sehe ich das auch mit Atomkraft - wir brauchen sie.
Dir passt das nicht, damit kann ich Leben, aber ich brauche sie. In meinem Keller pumpt die Fernwärme, Solarzellen kann ich vergessen, Windräder sind hier auch nicht möglich und nun?
 
Wie schaut es bei euch in Deutschland eigentlich mit Windkraftwerken aus?? Im Zuge meiner Ausbildung war ich schon in einem der Windparks und durfte bis rauf zum Generator und oben rausschauen :)

Die sind in unweltverträglich, in der Herstellung recht günstig (nach einem 3/4 Jahr sind die Herstellungskosten angeblich wieder drinnen), stören das Landschaftsbild nicht (früher gabs auch Windmühlen), eigentlich nur von Vorteil...

Oder ist das bei dem Wind bei euch nicht möglich? In Österreicht haben wir einige Windkraftwerke stehen und die sind eigentlich sehr effizient (Zahlen müsste ich raussuchen, kann ich bei Interesse aber gerne liefern).

Bin schließlich kein Träumer mit rosaroter Brille ;)
 
Wovon gibt es denn mehr? Abgase oder radioaktive Lager?

Eigentlich war ich auf einen differenzierten Vergleich gespannt. Aber so?! :ugly:
Möchtest Du die Gefährlichkeit von Radioaktivität mit der von Abgasen aufgrund ihrer Menge vergleichen? 8O:ugly:

In meinem Keller pumpt die Fernwärme

Sehr gut. Wozu brauchst Du Kernkraft?

Solarzellen kann ich vergessen, Windräder sind hier auch nicht möglich

Kein Problem.
Wozu brauchst Du persönlich Kernkraft wenn es Alternativen gibt?

:edit:
Und was die Windkraft betrifft. Riesige Rotoren mit Schlagschatten etc. müssen auch nicht mehr sein.
 
Naja so wie es mit den Atomausstieg aussieht liegt das wieder in der Sache der Verbraucher. Und ich glaube das Märchen das es wenn die AKW's weiterlaufen, das der Strom preiswerter wird schon lange nicht mehr. Ja und was da nun wegen der Solarförderung noch kommen wird?
Aber der Dokumentarfilm ist schon interessant.
 
Eigentlich war ich auf einen differenzierten Vergleich gespannt. Aber so?! :ugly:
Möchtest Du die Gefährlichkeit von Radioaktivität mit der von Abgasen aufgrund ihrer Menge vergleichen? 8O:ugly:

Sehr gut. Wozu brauchst Du Kernkraft?

Kein Problem.
Wozu brauchst Du persönlich Kernkraft wenn es Alternativen gibt?

Du hast den :ugly: vergessen beim Zitat ;) - Radioaktivität ist unter Kontrolle nicht so schädlich wie ein schöner alter Wartburg, der seine Abgase in deine Lunge pumpt - das Problem ist eben die radioaktiven Stoffe verlässlich unter Kontrolle zu halten. Und eigentlich doch, die Dosis macht das Gift, wenn ich mir recht entsinne. Natürlich sind die Folgen eines Gaus "besser" zu sehen, aber wenn ich mir mal die Thesen zu den ganzen Atemwegserkrankungen und Feinstaubanalysen ansehe ...

Ich wohne nicht in Österreich :ugly: - wenn unsere Nachbarländer alles mit den entsprechenden Geräten vollstellen dann nehm ich auch deren Strom - tun sie aber irgendwie nicht? Das müsste doch DIE Idee der Nachbarländer sein, alles mit Oköstromerzeugung vollzupflastern und dann den Strom zu exportieren - wäre doch für jede Grüne Regierung ein Traum ;) - scheitert aber eben an der Realität.
 
Bin ganz Cybos Meinung.

Solange es keine brauchbaren Alternativen gibt, sind wir auf Atomstrom angewiesen. Oder möchte hier jeder Atomstrom-Gegner auf 30% des Strombedarfs verzichten? Ich möchte das nicht :)

Übrigens: Auch Öko-Strom ist nicht gleich öko. Überlegt mal, wie viele Abgase entstehen, wenn die Chinesen Solarzellen herstellen (einmal Produktion) und dann noch hierher exportieren? Und die Windkrafträder werden bestimmt auch einfach so aufgestellt, da brauch man keine Kräne etc. für. Und die Produktion ist natürlich auch CO2 frei, ist doch klar! Und da ihr auch richtig Öko seid und CO2 sparen möchtet, atmet ihr auch am Tag eine Stunde weniger, oder? Ihr pustet ja auch CO2 aus. Und Fleisch esst ihr auch nicht, die doofen Rinder pupsen ja ganz viel Methan aus:D

Manchmal finde ich Öko-Fritzen lächerlich. Nagut, eigentlich immer :ugly: Möchte damit niemanden angreifen :D
 
Radioaktivität ist unter Kontrolle nicht so schädlich wie ein schöner alter Wartburg, der seine Abgase in deine Lunge pumpt - das Problem ist eben die radioaktiven Stoffe verlässlich unter Kontrolle zu halten.

Wie eindrucksvoll in Tschernobyl, La Hague, Philipsburg, Gronau und der Asse bewiesen wurde und immer noch wird.
Sehr verlässlich, findest Du nicht?

Und eigentlich doch, die Dosis macht das Gift, wenn ich mir recht entsinne.

Soso. Wieviel Tonnen CO2, Stickstoff oder CO braucht man also um 3,5 Millionen Menschen tödlich zu schädigen und die Fläche von 1000 km2 inkl. der dortigen Bauten auf ein paar Jahrzehnte unbewohnbar zu machen?
Wie viel Tonnen Isotope Jod131, Cäsium und Cobalt wären notwendig um ein "gleichwertiges" Ergebnis zu erzielen?

Natürlich sind die Folgen eines Gaus "besser" zu sehen, aber wenn ich mir mal die Thesen zu den ganzen Atemwegserkrankungen und Feinstaubanalysen ansehe ...

Woran der Mensch verreckt ist ihm meistens gleichgültig.
Ansonsten nochmal der Verweis auf die Frage von eben.

Ich wohne nicht in Österreich

Welche Rolle spielt das? Eprimo bietet bundesweit Ökostrom aus 100% Wasserkraft österreichischer Wasserkraftwerke an.

wenn unsere Nachbarländer alles mit den entsprechenden Geräten vollstellen dann nehm ich auch deren Strom - tun sie aber irgendwie nicht

Von welchen Geräten sprichst Du?

Das müsste doch DIE Idee der Nachbarländer sein, alles mit Oköstromerzeugung vollzupflastern und dann den Strom zu exportieren - wäre doch für jede Grüne Regierung ein Traum ;) - scheitert aber eben an der Realität.

Komischerweise machen die Österreicher genau das und exportieren einen Grossteil des per Wasserkraft erzeugten Stromes.
Du bist allerdings immer noch eine Antwort (eigentlich 2) schuldig geblieben.
Wofür brauchst Du persönlich Kernenergie?


Solange es keine brauchbaren Alternativen gibt, sind wir auf Atomstrom angewiesen. Oder möchte hier jeder Atomstrom-Gegner auf 30% des Strombedarfs verzichten? Ich möchte das nicht

Wie Darkkurt schrieb, ist Deutschland Netto-Stromexportweltmeister trotz einer 50%ig verringerten AKW-Leistung. Das heisst, dass die Hälfte der deutschen AKW vom Netz kann und keinen weiteren Atommüll produzieren muss. Niemand spricht vom sofortigen Ausstieg.

Jedoch sollte Deine Haltung auch implizieren, dass ein atomares Endlager auch in Deiner Region kein Tabu sein kann.

Auch Öko-Strom ist nicht gleich öko. Überlegt mal, wie viele Abgase entstehen, wenn die Chinesen Solarzellen herstellen (einmal Produktion) und dann noch hierher exportieren? Und die Windkrafträder werden bestimmt auch einfach so aufgestellt, da brauch man keine Kräne etc. für. Und die Produktion ist natürlich auch CO2 frei, ist doch klar!

Wenn ich dämliche Vergleiche hören möchte, schaue ich mir lieber eine Pressekonferenz mit Gysi und Lafontaine an. :ugly:

Schon mal was von einer "CO2-Bilanz" gehört?
Während die Herstellung von Windkraftanlagen, Solarzellen genau so Energie benötigt wie die Suche, Förderung und Aufbereitung von Uran für Kernbrennstäbe, entstehen beim Betrieb der Anlagen keine Abfälle, die Jahrtausende strahlen und eine tödliche Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen.


Und da ihr auch richtig Öko seid und CO2 sparen möchtet, atmet ihr auch am Tag eine Stunde weniger, oder?

Hat atmen etwas für Dich mit "Öko" zu tun? Ist der Atem eines "Ökos" schlimmer als der eines "Nicht-Ökos"?


Und Fleisch esst ihr auch nicht, die doofen Rinder pupsen ja ganz viel Methan aus

Wie oft pro Woche isst Du Fleisch?

... bei diesem Vergleich gebe ich mal an Cybo ab.
Der kennt sich aus mit Vergleichen zum Thema "Die Menge machts."
 
Solange es keine brauchbaren Alternativen gibt, sind wir auf Atomstrom angewiesen. Oder möchte hier jeder Atomstrom-Gegner auf 30% des Strombedarfs verzichten?

Wenn man 1600 kWh als Singledurchschnitt nimmt (wird von div. Rechnern ja immer vorgegeben, dann hab ich bereits auf 30% (+- nen paar %) verzichtet. Man muss jetzt auch nicht gleich alle elektrischen Geräte aus dem Fenster werfen, aber hin und wieder auf den Stromverbrauch achten, ist schon hilfreich.

Übrigens: Auch Öko-Strom ist nicht gleich öko. Überlegt mal, wie viele Abgase entstehen, wenn die Chinesen Solarzellen herstellen (einmal Produktion) und dann noch hierher exportieren?

Öko Strom heißt deswegen Ökostrom, weil er aus erneuerbaren Energien (Sonne, Wasser, Biogas usw.) gewonnen wird.

Bei Kohle, Öl und Gas ist irgendwann Feierabend, bei Uran auch.

Und das bei Produktion und Transport von Solarzellen usw. Co2 anfällt, dürfte klar sein. Fällt nämlich so gut wie bei jeder Produktion an.

Manchmal finde ich Öko-Fritzen lächerlich. Nagut, eigentlich immer :ugly: Möchte damit niemanden angreifen :D

Möchtest du nur rumstänkern oder auch diskutieren?
Was glaubst du denn was passieren wird, wenns kein Ökostrom gäbe und das Erdöl wird knapp? Ich hab auf jedenfall keine Lust, Mad Max zu spielen.
 
Du beziehst doch dann sicherlich Ökostrom, um den großen Betreibern zu zeigen, dass du keinen Atomstrom möchtest, oder? Wie immer liegt es doch in der Hand des Verbrauchers zu entscheiden was eine Zukunft hat und was nicht.
:biggrin::yes: natürlich!
Bietet sich auch an, wenn der zweitgrößte Ökostromanbieter Deutschlands keine 2 km von meiner Wohnung seinen Firmensitz hat...

Firmen geben immer so wenig wie möglich aus, zu guten Investitionen muss man sie manchmal zwingen. Trotzdem lebt dieses Land mit Atomstrom recht gut. Solange ihr beiden euch nicht an die Schienen kettet (und damit eine Gefahr bedeutet) ist mir das Recht, dass ihr anderer Auffassung seid. Jede Technologie hat Vor- und Nachteile.

Ich sehe nun mal keine Vorteile, außer den Bilanzvorteil für die Betreiber. Ich könnte eher mit den AKWs leben, wenn das Geld sinnvoll Investiert werden würde, was aber nicht passiert. Die Energiekonzerne geben für den Neubau von konventionellen Kraftwerke (Vor allem Kohle) in einem Jahr mehr aus als für Regenerative Quellen in fünf Jahren.

Für Phip hab ich die Zahlen sogar mal aus der Eon-Jahresbilanz 2008 gesammelt. Bin zu faul, das zu wiederholen.
 
Und der Strom aus Windkraftanlagen in Norddeutschland kann seit Jahren nicht in ausreichender Menge im restlichen Bundesgebiet verteilt werden. Warum? Die Konzerne verschleppen den Bau von wichtigen neuen Überlandleitungen.

Naja...

Das Problem sind weniger die Oberleitungen, weil offensichtlich kommt ja genug Energie in den Norden, von daher müsste das rein von der Kapazität rückwärts auch reichen...

Das Problem ist eher struktureller Natur.
Bis vor kurzem gab es in Deutschland relativ wenige, dafür große Kraftwerke, mit ganz ganz vielen kleinen Endverbrauchern.

Durch jahrelange Erfahrung mit dem Verbrauchsverlauf über den Tag kann man die verschiedenen Kraftwerke optimal einsetzen.

Dadurch dass sich inzwischen quasi jeder nen "Kraftwerk" auf das Dach setzen lassen kann, ist die Energieversorgung weder zeitlich noch quantitativ planbar.
Das dann auch noch in das technische Netzwerkmanagement umzusetzen, da sitzen gerade die einschlägigen Hersteller dran...

Kurze Ausführung dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_Grid

gruss kelle!
 
Ich denk mal, wie mit allem im Leben, geht man sinnvoll und behutsam mit der Kernenergie um, so ist sie mit eine der effektivsten Energiequellen.

Es gibt nicht umsonst tonnenweise Sicherheitsvorschriften in AKW's!

Viel schlimmer finde ich die Windkraftanlagen, die überall aus dem Boden schießen und die Landschaft zerstören (deren Anblick zumindest)
Wie bereits weiter oben erwähnt, müssen auch die hergestellt werden und dafür wird auch massig Energie benötigt, ebenso wie für Solarzellen oder sonstige ÖKO-Energie-Anlagen.

Frage: werden diese ÖKO-Energieanlagen auch mit ÖKO-Energie hergestellt ?

Wer Angst vor Atom-Energie hat, dem ist völlig freigestellt sich ein Land auszusuchen, in dem es keine Atom-Meiler gibt.

PS: ein sinnvoller und behutsamer Umgang mit unserer Natur, wird sie uns noch lange erhalten.
Wir brauchen die Natur, die Natur braucht den Menschen nicht unbedingt;)

So und nun denkt darüber wie ihr wollt, das ist und bleibt meine Meinung8)
 
Nur ein kleines Gedankenspiel:

Ab Mitte Februar sind in einigen AKWs wieder Revisionen, dann gehen sie vollständig vom Netz.... (für mich bekannte Termine und AKW)
Das selbe denken wir uns jetzt für all die übrig gebliebenen AKWs ebenfalls, bis zum Sommer wären dann alle AKW vom Netz....

Woher beziehen wir dann unseren Strom?