In Remember

6. Oktober0891 - Formosus (* ca. 816; † 4. April 896 in Rom) wird zum Papst gewählt.

Nach der kurzen Amtszeit von Bonifatius VI. hielt der Spoleto-freundliche Stephan VI. im Januar 897 über den Leichnam des Formosus (s. Leichensynode) wegen seiner angeblichen Usurpation des Papstthrons Gericht.
Dem Leichnam wurden die Schwurfinger amputiert und er wurde in den Tiber geworfen, doch noch 897 hob Stephans Nachfolger Theodor II. die Beschlüsse der Leichensynode wieder auf und ließ Formosus, dessen Leichnam von seinen Anhängern aus dem Tiber geborgen worden war, wieder in der Vatikanischen Nekropole begraben.
Unter Papst Sergius III., einem Anhänger Stephans VI., wurde die Partei des Formosus erneut verfolgt.
Er ließ Formosus’ Überreste nach zehn Jahren im Grab ein zweites Mal exhumieren, die restlichen Finger der Schwurhand abtrennen und die Leiche dann erneut in den Tiber werfen.
Sie soll sich jedoch im Netz eines Fischers verfangen haben, wurde später in die Basilika Alt-St. Peter zurückgebracht und dort zum dritten Mal bestattet.
 
06. Oktober 06. Oktober 1860:
Peking wird von britischen und französischen Truppen während des Zweiten Opiumkrieges erobert. In den folgenden Tagen werden der Alte und der Neue Sommerpalast systematisch geplündert und zerstört.
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Dieses Ereignis markiert einen der folgenschwersten Wendepunkte in der modernen chinesischen Geschichte und ist bis heute tief im kollektiven Gedächtnis Chinas verankert.

Der historische Kontext:
Kriegsziel:

Erzwingung der Ratifizierung des Vertrags von Tianjin durch die Westmächte.
Der Vorwand:
Festnahme und Tötung einer britisch-französischen Delegation durch chinesische Truppen.
Die Akteure:
Britische Truppen unter Lord Elgin und französische Truppen unter General Cousin-Montauban.
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Die Zerstörung der Sommerpaläste:
Der Ort:

Der Alte Sommerpalast (Yuanmingyuan) war eine riesige, prachtvolle Anlage mit europäischer und chinesischer Architektur.
Die Plünderung:
Unzählige unersetzliche Kunstschätze, Porzellan, Seide und antike Manuskripte wurden geraubt.
Die Brandstiftung:
Lord Elgin befahl die komplette Niederbrennung des Areals, die mehrere Tage andauerte.
Das Motiv:
Ein gezielter psychologischer Schlag gegen den Kaiser, um den Widerstand der Qing-Dynastie zu brechen.

Die historischen Folgen:
Pekinger Konvention:

China musste den Opiumhandel legalisieren, Reparationen zahlen und Häfen für den Außenhandel öffnen.
Das "Jahrhundert der Demütigung":
Dieses Ereignis symbolisiert für China den Beginn des Niedergangs des Kaiserreichs durch imperialistische Mächte.
Restitutionsdebatte:
Bis heute fordert die chinesische Regierung die Rückgabe der damals geraubten Kulturgüter aus westlichen Museen.
 
06. Oktober 1945:
Die britische Besatzungsmacht verbietet dem von den Amerikanern eingesetzten Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer jedwede parteipolitische Aktivitäten.
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Das war ein historischer Wendepunkt, der die deutsche Nachkriegsgeschichte maßgeblich prägte, da dieses Verbot Konrad Adenauer unfreiwillig den Weg an die Spitze der nationalen Politik ebnete.

Die Hintergründe des Konflikts:
Der Auslöser:

Die Briten entließen Adenauer offiziell wegen „Inkompetenz“ und mangelndem Elan beim Wiederaufbau Kölns.
Der wahre Grund:
Adenauer weigerte sich, für den Wohnraum britischer Soldaten Kölner Parks und Grüngürtel abzuholzen.
Das totale Verbot:
Neben der Entlassung belegten die Briten ihn mit einem strikten Verbot der politischen Betätigung.

Die unbeabsichtigten Folgen:
Märtyrer-Status:

Das Verbot machte Adenauer in den Augen der Bevölkerung zum unerschrockenen Verteidiger deutscher Interessen.
Fokus auf die Zonentrennung:
Da er in Köln blockiert war, konzentrierte er sich nach der schnellen Aufhebung des Verbots (bereits im Dezember 1945) auf die britische Zone insgesamt.
Aufstieg in der CDU:
Im März 1946 wurde er zum Vorsitzenden der CDU in der britischen Zone gewählt – das Fundament für seine spätere Kanzlerschaft ab 1949.
 
:mad:
07. Oktober 2023: Der Terrorangriff der Hamas auf Israel:
Bei dem Terrorangriff der Hamas handelte es sich um das schwerste Massaker an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Unter dem Namen „Operation Al-Aksa-Flut“ starteten die Terrororganisation Hamas und andere islamistische Gruppierungen einen großangelegten, koordinierten Überraschungsangriff aus dem Gazastreifen.
Der Tag markiert eine historische Zäsur für die israelische Gesellschaft und den gesamten Nahostkonflikt.

Ablauf und das Ausmaß des Massakers::
Grenzdurchbruch und Infiltration:

Am frühen Morgen des 7. Oktobers wurden tausende Raketen auf Israel abgefeuert. Gleichzeitig durchbrachen bewaffnete Terroristen die Grenzanlagen auf dem Land-, See- und Luftweg (unter anderem mit Gleitschirmen).
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Angriffe auf Zivilisten:
Die Angreifer drangen in zahlreiche grenznahe Ortschaften, Militärstützpunkte und Kibbuze (wie Be’eri und Kfar Aza) ein. Sie ermordeten gezielt Familien und Einzelpersonen in ihren Häusern und auf den Straßen.
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Massaker auf dem Nova-Musikfestival:
Auf einem friedlichen Musikfestival nahe dem Kibbuz Re'im verübten die Terroristen ein beispielloses Blutbad, bei dem allein mehr als 360 vorwiegend junge Menschen erschossen, gejagt oder misshandelt wurden.
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Während des Angriffs auf das Musikfestival, als die Opfer verzweifelt versuchten,
dem Massaker zu entkommen


Die Opferzahlen:
Todesopfer:

Bei den Angriffen wurden rund 1.200 Menschen getötet, der Großteil davon Zivilistinnen und Zivilisten, darunter auch Kinder und ältere Menschen. Zudem wurden tausende Menschen verletzt.
Geiselnahmen:
Die Terroristen verschleppten über 240 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen, um sie als politisches und militärisches Druckmittel zu nutzen.

Unmittelbare und langfristige Folgen:
Als direkte Reaktion auf die Gräueltaten leitete die israelische Regierung unter dem Namen „Operation Eiserne Schwerter“ eine massive Militäroperation im Gazastreifen ein, um die Hamas zu zerschlagen und die Geiseln zu befreien. Der daraufhin entbrannte Gazakrieg führte zu einer dramatischen humanitären Krise und zehntausenden Opfern im Gazastreifen sowie zu einer massiven Verschärfung der geopolitischen Lage im Nahen Osten.
 
7. Oktober1675 - Die venezianische Malerin Rosalba Carriera, eine führende Vertreterin der Pastellmalerei, kommt zur Welt.
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......
Ein Augenleiden machte sich zudem immer mehr bemerkbar; das Malen wurde immer beschwerlicher. Trotz einiger schmerzhafter Augenoperationen erblindete die Malerin 1746. Umsorgt von der einzig überlebenden Schwester Angela lebte Carriera noch elf Jahre – nicht dem Wahnsinn verfallen, wie vielfach behauptet wird, sondern nach eigenen Worten in „dunkelster schwärzester Nacht“. Rosalba Carriera starb am 15. April 1757 erblindet und in tiefer Schwermut in Venedig.
 
7. Oktober1910 - In der Schweiz tritt das zwei Jahre zuvor per Volksinitiative beschlossene Verbot von Absinth in Kraft.

Absinth (über französisch absinthe von lateinisch absinthium ‚Wermut‘), auch Absinthe genannt, gehört zu den Wermutspirituosen[1] und ist ein alkoholisches Getränk, das traditionell aus Wermutkraut, Anis, Fenchel, einer je nach Rezeptur unterschiedlichen Reihe weiterer Kräuter sowie Alkohol hergestellt wird.

Die meisten Absinthmarken sind grün, daher wird Absinth auch „Die grüne Fee“ (französisch La fée verte) genannt. Der Alkoholgehalt liegt üblicherweise zwischen 45 und 89 Volumenprozent und ist demnach dem oberen Bereich der Spirituosen zuzuordnen. Aufgrund der Verwendung bitter schmeckender Kräuter, insbesondere von Wermut, gilt Absinth als Bitterspirituose, obwohl er nicht unbedingt bitter schmeckt.

Absinth wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert im Val de Travers im heutigen Schweizer Kanton Neuenburg als Heilmittel hergestellt. Große Popularität fand diese Spirituose, die traditionell mit Wasser vermengt getrunken wird, in der zweiten Hälfte des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert in Frankreich. Zu den berühmten Absinth-Trinkern zählten Charles Baudelaire, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, Aleister Crowley, Henri de Toulouse-Lautrec und Oscar Wilde.

Auf dem Höhepunkt seiner Popularität stand das Getränk in dem Ruf, durch seinen Thujon-Gehalt abhängig zu machen und schwere gesundheitliche Schäden hervorzurufen. Ab 1915 war das Getränk in einigen europäischen Staaten und in den USA verboten. Moderne Studien haben keine Schädigung durch Absinthkonsum über die Wirkung von Alkohol hinaus nachweisen können; die damals festgestellten gesundheitlichen Auswirkungen werden heute auf die schlechte Alkoholqualität und die hohen konsumierten Mengen zurückgeführt. Seit 1998 ist Absinth in den meisten europäischen Staaten wieder erhältlich; auch in der Schweiz sind seit 2005 Herstellung und Verkauf wieder erlaubt.[2]
 
07. Oktober 1998:
Der US-amerikanische Student Matthew Shepard wird kurz nach Mitternacht in Laramie, Wyoming wegen seiner Homosexualität ausgeraubt, verprügelt und bewusstlos an einen Zaun gebunden. Er erliegt seinen Verletzungen am 12. Oktober.
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Dieser tragische Vorfall gehört zu den bekanntesten und folgenschwersten Hassverbrechen der jüngeren US-Geschichte.

Wichtige Details und Richtigstellungen:
Der Ort:

Die Tat ereignete sich in Laramie, Wyoming. Matthew Shepard wurde später in ein Krankenhaus in Fort Collins, Colorado, gebracht, wo er verstarb.
Das Opfer:
Matthew Shepard war ein 21-jähriger Student der Politikwissenschaft an der University of Wyoming.
Die Täter:
Aaron McKinney und Russell Henderson lockten Shepard unter dem Vorwand, ebenfalls schwul zu sein, in ihr Auto.

Die Auswirkungen des Falls:
Gesetzgebung:

Die Tat löste eine weltweite Debatte über Hasskriminalität aus. Im Jahr 2009 unterzeichnete Präsident Barack Obama den Matthew Shepard and James Byrd Jr. Hate Crimes Prevention Act, der den Schutz von LGBTQ+-Personen auf Bundesebene stärkte.
Die Matthew Shepard Foundation:
Seine Eltern, Judy und Dennis Shepard, gründeten eine Stiftung, die sich bis heute für Vielfalt, Toleranz und Aufklärung einsetzt.
Kulturelles Erbe:
Der Fall wurde in zahlreichen Filmen, Büchern und dem bekannten Theaterstück The Laramie Project verarbeitet.
 
07. Oktober 1955:
Als Ergebnis von Konrad Adenauers Reise nach Moskau vom 8. bis 14. September 1955 und seiner persönlichen Bemühungen zur Freilassung der „letzten 10.000“ deutschen Kriegsgefangenen treffen die ersten 600 Spätheimkehrer aus der Sowjetunion in Friedland und Herleshausen ein.
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Der historische Kontext:
Die Verhandlungen:

Bundeskanzler Konrad Adenauer reiste im September 1955 nach Moskau, um diplomatische Beziehungen mit der Sowjetunion aufzunehmen. Er knüpfte diese Beziehungen jedoch geschickt an die Bedingung, die verbliebenen deutschen Gefangenen freizulassen.
Die „Letzten 10.000“:
Offiziell handelte es sich laut sowjetischer Lesart nicht mehr um Kriegsgefangene, sondern um verurteilte „Kriegsverbrecher“. Insgesamt betraf dies rund 9.626 Gefangene sowie etwa 20.000 Zivilverschleppte.
Das Lager Friedland:
Das Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen wurde zum zentralen Symbol der Heimkehr. Dort wurden die Männer medizinisch versorgt, registriert und von ihren Familien und der Bevölkerung empfangen.

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Die Bedeutung des Ereignisses:
Spätheimkehrer:

Die Ankunft der Männer, die oft mehr als ein Jahrzehnt in sowjetischer Gefangenschaft (u. a. in Workuta oder Sibirien) verbracht hatten, löste in ganz Deutschland eine Welle der Erleichterung und kollektiven Emotionen aus.
Politischer Triumph:
Für Konrad Adenauer bedeutete die erfolgreiche Rückführung den wohl größten innenpolitischen und humanitären Erfolg seiner Amtszeit.
Ende der Heimkehrwelle:
Bis Januar 1956 trafen die vereinbarten Transporte in Deutschland ein. Danach galt die offizielle Heimkehr der Kriegsgefangenen als weitgehend abgeschlossen.