Egal was ich über Homosexuelle denke, denke ich dass sie beim Besuchsrecht in Krankenhäusern, beim Mitbestimmungsrecht bei lebenserhaltenden Maßnahmen etc. stärkere Rechte bekommen sollen.
Solange du nur mit jemandem liiert und nicht verheiratet bist, hast du sowieso kein Recht auf Auskunft und irgendein Mitbestimmungsrecht schon gar nicht. Und da ist es egal welche sexuelle Neigung du sympathisierst.

Dennoch frag ich mich wieso Homosexuelle die Ehe vollziehen sollen? Außer das es stunk gibt, ändert sich dadurch wirklich nichts.
Stunk gibt es so oder so, weil es bei jeder Entscheidung Für- und Gegensprecher gibt.

Und wozu die homosexuelle Ehe? Logisch - Gleichberechtigung. Finde ich auch soweit in Ordnung, warum nicht!? Tut ja keinem weh.

Was ich etwas kritischer sehe ist die Sache mit der Adoption von Kindern. Vielleicht bin ich da konservativ, aber ich denke die Gesellschaft ist noch nicht soweit, das akzeptieren zu können. Wie ergeht es heute wohl einem Kind in der Grundschule, wenn es sagt es hätte zwei Väter?
 
Solange du nur mit jemandem liiert und nicht verheiratet bist, hast du sowieso kein Recht auf Auskunft und irgendein Mitbestimmungsrecht schon gar nicht. Und da ist es egal welche sexuelle Neigung du sympathisierst.

Und aus der logischen Konsequenz heraus, dass ich gegen die Homoehe bin, mus ich ja erwähnen, dass ich dennoch für eine Stärkung der nicht vorhandenen Rechte bin.

Und wozu die homosexuelle Ehe? Logisch - Gleichberechtigung. Finde ich auch soweit in Ordnung, warum nicht!? Tut ja keinem weh.

Wieso ist es denn eine Sache der Gleichberechtigung? Bevor man etwas einführt sollte man doch einen Nutzen dafür erkennen. Ohne diesen ist es doch eh nur ein rechtliches Dokument und man kann auch Sonderregeln einführen ohne gleich eine Ehe daraus zu machen.

Was ich etwas kritischer sehe ist die Sache mit der Adoption von Kindern. Vielleicht bin ich da konservativ, aber ich denke die Gesellschaft ist noch nicht soweit, das akzeptieren zu können. Wie ergeht es heute wohl einem Kind in der Grundschule, wenn es sagt es hätte zwei Väter?

Hier stimme ich dir zu. Und aufgrund dessen, dass ich die Adoption als puren Egoismus ansehe sehe ich keinen Grund für eine Ehe.
 
Wieso ist es denn eine Sache der Gleichberechtigung? Bevor man etwas einführt sollte man doch einen Nutzen dafür erkennen.
Der Nutzen ist die Gleichberechtigung.
Homosexuelle fühlen sich in der Gesellschaft anerkannter und auf eine Stufe mit den Heterosexuellen gestellt.

Was stellst du dir sonst unter einem Nutzen vor?
 
Also heterosexuelle Paare sollen mit Hilfe der staatlichen Ehe eine Familie bilden. Mit Kindern und allem was dazu gehört. Ein Familienbild soll mit der Hilfe der Ehe in der Gesellschaft geprägt werden um die Geburtenrate aufrecht zu erhalten. Die kirchliche Ehe ist biblisch gesehen und wie wir gesehen haben toleriert die Bibel keine Homosexualität.

Dann sollte man alle Ehepaare die nicht innerhalb v. 9 Monaten nach der Hochzeit ein Kind vorweisen können (oder zumindest eine Schwangerschaft am laufen haben) direkt wieder scheiden. Gleiches gilt dann für Paare die aus finanzielle oder sonstige Gründen heiraten und die nicht vorhaben sich fortzupflanzen.

Und reite hier nicht so auf die Bibel rum, wenn Du dessen Inhalt nicht mal richtig wiedergeben kannst. Homosexualität wird toleriert - es wird aber von einem erwartet, dass man sie nicht aktiv auslebt, also keusch lebt (was man davon hält, muss jeder aber für sich entscheiden). Und bleiben wir weiter bei Deiner Bibel: Leute die vor Staat und Kirche den Bund der Ehe eingehen, ein normales Sexleben haben aber von vornerein nie vorhatten Kinder in die Welt zu setzen, versündigen sich ebenfalls aus der Sicht der Kirche.

Lege die Bibel mal zur Seite und denke als Mensch nach: warum hat Gott Homosexuelle erschaffen, wenn es in seinen Augen doch so ein Frevel wäre, dass sie sich lieben. Bin katholisch, war sogar im Klosterinternat und 7 Jahre Messdienerin, aber ehrlich gesagt traue ich die Worten aus der Bibel nicht in allen Punkten. Vielleicht hat ja irgendein Schwullenhasser aus der Antike die Sachen über/gegen Homosexuelle da rein geschrieben und sie als Gottes Wort hervorgetan? Warst Du dabei, als die Bibel geschrieben wurde? Ich nicht und daher vertraue ich auf meinen eigenen Verstand und ncht auf irgendwelche Worten aus einem Buch, welches zwar eine moralische Hilfe sein kann, aber nun wirklich nicht als Gottes Wort zu sehen und vor allem nicht wörtlich zu nehmen ist.
 
Ich möchte nur mal erwähnen, dass ich aus persönlichen Gründen spockonline nicht antworten werde und dies keinerlei Aussage darüber hat ob ich ihre Argumentation ablehne ohne anerkennen kann. Also weiter mit Menschen, mit denen man einen Dialog führen kann.

hfkb schrieb:
Der Nutzen ist die Gleichberechtigung.
Homosexuelle fühlen sich in der Gesellschaft anerkannter und auf eine Stufe mit den Heterosexuellen gestellt.

Was stellst du dir sonst unter einem Nutzen vor?

Für mich ist die Ehe das Fundament für eine Familie. Und wie du selber sagtest, bist du ja selbst gegen die Adoption. Sprich, das bilden einer Familie ist so nicht möglich. Gleichberechtigen kann ich Menschen doch auch durch zugeständnissen in den Rechten. Wozu die Ehe dafür verwenden?
 
Also weiter mit Menschen, mit denen man einen Dialog führen kann.
Ich kenne deine Gründe nicht, aber vielen Dank. :biggrin:

Gleichberechtigen kann ich Menschen doch auch durch zugeständnissen in den Rechten. Wozu die Ehe dafür verwenden?
Was könnten das denn für Rechte sein? Wohlgemerkt müssten die unverheirateten heterosexuellen Menschen zustehen, unverheirateten Homosexuellen aber nicht.

Besonders viel fällt mir dazu jetzt gerade nicht ein.
 
Was könnten das denn für Rechte sein? Wohlgemerkt müssten die unverheirateten heterosexuellen Menschen zustehen, unverheirateten Homosexuellen aber nicht.

Besonders viel fällt mir dazu jetzt gerade nicht ein.

Für mich ist die eingetragene Lebenspartnerschaft ja schon ein Ersatz für die Ehe im eigentlichen Sinne. Im großen und ganzen (bis auf das Ehegattensplitting, das Adoptionsrecht und einige kleinigkeiten) ist es für mich auch in Ordnung wenn Homosexuelle durch ein eheähnliches Vertragswerk somit Rechte im Erbrecht, im Besuchsrecht, etc erhalten. Für heterosexuelle Paare sehe ich da keinen Bedarf zur Gleichstellung, da sie immernoch die Wahl für eine Ehe haben.
 
Wieso sollte eine eingetragene Partnerschaft keine Alternative zur Ehe darstellen können. Es gibt viele Menschen, die in "Wilden Ehen" leben, weil sie sich nicht vor dem Traualtar das Ja-Wort geben wollen. Mag sein, dass sie dann Zweckgemeinschaften ähneln, so wie die Wirkungsweise der Homoehe ist: ein Provisorium. Unsere Gesellschaft ist reich, weil verschiedene Menschen in ihr Leben, die unser Zusammenleben gestalten und bereichern. Das Hauptargument für die Ehe für Homos ist, dass die Gleichberechtigung der Nutzen ist, wie das schon gesagt wurde.

Ich will nicht in Abrede stellen, dass es nachvollziehbare Gründe geben kann, die Ehe für Homosexuelle abzulehnen. Aber solang dieses Land Gruppen ausschließt mit einem Instrument, dass bereits bewiesen hat, dass es der Aufrechterhaltung unserer Bevölkerung nicht gerecht wird, solange wird es Menschen geben, die das als Diskriminierung empfinden.

Grüße
-vom Kaizer
 
Für mich ist die eingetragene Lebenspartnerschaft ja schon ein Ersatz für die Ehe im eigentlichen Sinne. Im großen und ganzen [...] ist es für mich auch in Ordnung wenn Homosexuelle durch ein eheähnliches Vertragswerk somit Rechte im Erbrecht, im Besuchsrecht, etc erhalten.
Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist ja sozusagen die "Homo-Ehe". Wenn du die auch für akzeptabel hälst ist ja alles in Ordnung eigentlich, oder?
 
Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist ja sozusagen die "Homo-Ehe". Wenn du die auch für akzeptabel hälst ist ja alles in Ordnung eigentlich, oder?

Für mich schon.

Kaizer schrieb:
Ich will nicht in Abrede stellen, dass es nachvollziehbare Gründe geben kann, die Ehe für Homosexuelle abzulehnen. Aber solang dieses Land Gruppen ausschließt mit einem Instrument, dass bereits bewiesen hat, dass es der Aufrechterhaltung unserer Bevölkerung nicht gerecht wird, solange wird es Menschen geben, die das als Diskriminierung empfinden.

Empfindest du es so?

Wie gesagt ich bin gegner davon, davon auszugehen was dagegen spricht. Ich bin immer dafür davon auszugehen was dafür spricht. Und mir reicht die Gleichberechtigung da nicht als Argument aus. Gleichberechtigung kann man in den Rechten erhalten.

Nehmen wir mal ein anderes Beispiel. Es gibt die Gruppe der Behinderten. Diese dürfen verbilligt in Museen, Zoos, etc. Bei Freizeitparks dürfen sie teilweise sogar gratis rein. Bei Freizeitparks wird dann argumentiert, dass sie ja den Nutzen (die Fahrgeschäft) nicht nutzen können. Nun könnte ich ja mit Fahrangst sagen, dass ich auch nicht fahre. Nach deiner Logik sollte ja der Gleichberechtigung zur Liebe, weil für mich die Faktoren (des nicht fahren könnens) auch eintreffen können, auch das selbe Recht gelten. Gleichzeitig gibt es sicherlich auch Behinderte die die Fahrgeschäfte nutzen. Es gibt ja in einigen Parks extra Zugänge für Rollstühle zu dem Fahrgeschäft. Dann könnte man sich ja beschweren wieso die dann diesen Service in anspruch nehmen.

So zurück zur Thematik. Wie du siehst werden Gruppen nach dem Nutzuensprinzip gebildet. Dies hat dann nicht mit unterdrückung der anderen zu tun. Sondern mit einer Bevorteilung einer Gruppe die einen praktischen Nutzen aus dem "Vorteil" gewinnen kann.
 
Hallo

Also ich bin der Meinung das ich zu einer Bisexualität neige.
Denn was spricht dagegen wenn man eben auf beide Geschlechter Steht.
Ich habe diese Neigung bis heute verschwiegen und noch nicht (richtig) ausgeführt.
Aber ich denke das ich da keine Abneigung hätte.
Es ist aber auch eine Erfahrungssache und nicht jeder kann sich sofort für eine Richtung der Sexualität entscheiden.
Es braucht trotzallem eine Gewisse Zeit,besonders wenn es die Eltern erfahren sollen.
Ich denke das meine Eltern es locker sehen,jedoch wäre es natürlich ersteinmal ein kleiner Schock,da sie es ja nicht wissen.

Lg
 
So zurück zur Thematik. Wie du siehst werden Gruppen nach dem Nutzuensprinzip gebildet. Dies hat dann nicht mit unterdrückung der anderen zu tun. Sondern mit einer Bevorteilung einer Gruppe die einen praktischen Nutzen aus dem "Vorteil" gewinnen kann.

Mit anderen Worten: Die Ehe, so sie kinderlos bleibt (denn das ist der Nutzen, den der Staat der Gruppe der Verheirateten abgewinnen will), sollte nicht länger als solche Bestand haben dürfen? (So wurden die Worte oben schon mal interpretiert.)

Um ein ähnliches Beispiel zu bringen: Als ich Zivi leistete wollte ich mal in ein Schwimmbad, wo von Behinderten, Kindern und Rentnern ein ermäßigtes Eintrittsentgeld erhoben wurde. Auf mein Nachfragen wurde ich an den Chef des Bades verwiesen, der mir klar gemacht hat, dass es für Zivis keinen Rabatt gibt. Der Sinn, dass es für bestimmte Gruppen billiger wird ist klar: Barrierefreiheit. Ich wollte nicht verstehen, weshalb ich davon ausgeschlossen war, wo ich sozusagen "meinen Dienst am Vaterland" leistete und dafür nur minimal vergütet wurde. Das Bad war städtisch, so dass also eine gewisse Subvention der verbilligten Gruppen durch die Stadt erfolgte. Also muss dort jemand gewünscht haben, dass bestimmte Menschen Zugang zum Bad haben, der ihnen normal schwerer würde. Wenn ich einen bestimmten "Vorteil" einer Gruppe nicht nutzen kann, kann ich versuchen die Gruppe zu vergrößern, so dass ich ihr angehörig werde oder ich kann versuchen, den Vorteil für die anderen Einzuschränken, damit auch sie nicht mehr daran partizipieren können.

Was hat das jetzt alles mit der Ehe zu tun? Für mich ist die Ehe in erster Linie ein Versprechen, das sich zwei Menschen öffentlich geben. Dass sie darüber hinausgehend steuerliche Vorteile bietet ist ja nett, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass der Staat die gleichgeschlechtliche Liebe nicht vollsständig anerkennt und dies in seinem Recht zum Ausdruck bringt. Ich bin aber davon überzeugt, dass Liebe immer anerkennenswert ist und erst sekundär einen Bezug zum Geschlecht hat.

Es braucht trotzallem eine Gewisse Zeit,besonders wenn es die Eltern erfahren sollen.
Ich denke das meine Eltern es locker sehen,jedoch wäre es natürlich ersteinmal ein kleiner Schock,da sie es ja nicht wissen.

Ich möchte Dir nicht zu Nahe treten, aber ich halte es schon für etwas unausgegoren, wie Du Dich selbst wahrnimmst. Heute so, morgen so usw. Wenn Deine Eltern cool sind, kannst Du natürlich mit Ihnen darüber reden. Mir war es immer angenehmer, in meinen Ansichten etwas gefestigt zu sein, bevor ich zu Hause Dinge offenbarte, aber das muss jeder selbst entscheiden.

In diesem Sinne
-vom Kaizer
 
Natürlich habe ich gemeint das sie cool sind,jedoch weiss ich selbst nicht wie sie reagieren werden,da sich meine Mutter so gerne Enkelkinder wünscht.
Sie denkt dann wahrscheinlich,wenn sie erfährt das ich Bi bin,dass ich gleich Schwul bin.
Sie erkennt es wahrscheinlich nicht an,dass es auch eine BiSexualität gibt.
Hört sich komisch an aber ich kenne meine Mutter ja besser als Ihr^^.

Im besonderen Masse aber ist es natürlch wichtig das ich mich selbst wohl fühle.


lg
 
Ist vielleicht eine komische Frage, aber wieso sollte man seinen Eltern überhaupt erzählen, dass man homo- oder bisexuell ist? Ich habe meinen Eltern doch auch nicht erzählt, dass ich ne Hete bin - was geht denen mein Sexleben an?
 
Ist vielleicht eine komische Frage, aber wieso sollte man seinen Eltern überhaupt erzählen, dass man homo- oder bisexuell ist? Ich habe meinen Eltern doch auch nicht erzählt, dass ich ne Hete bin - was geht denen mein Sexleben an?


Nun da muss ich Dir einfach voll zustimmen.
Jedoch haben Eltern eine gewisse Erwartungshaltung an seinen Kindern.
Sie sollen Heiraten,Kinder kriegen,Erfolgreich sein,eine Frau haben.

Jedoch wo bleibt da
das Kind?

Ich finde man sollte in erster Linie an sich denken,denn man sollte zufrieden sein und wenn man eben Homosexuell ist und damit glücklich ist dann können die Eltern da was gegen haben aber hauptsache ich bin glücklich und ausgeglichen.

Ich denke wenn meine Grossmutter wüsste was ich für ne Neigung hätte würde sie einen Herzinfarkt kriegen und das in keinster Weise verstehen.
Sie ist eben leider noch vom alten Schlag und findes Homosexuelle anstössig und macht über sie Witze.:(


Lg


Ich werde mein Sexualleben irgentwann ausprobieren und werde es meinen Eltern nie erzählen,da es mein Leben ist und da es meine natürlich Art ist.
 
Mit anderen Worten: Die Ehe, so sie kinderlos bleibt (denn das ist der Nutzen, den der Staat der Gruppe der Verheirateten abgewinnen will), sollte nicht länger als solche Bestand haben dürfen? (So wurden die Worte oben schon mal interpretiert.)

Dann hast du gerade die Analogie nicht verstanden. Nicht jeder Behinderte nimmt die Nachteile seiner Gruppe in Kauf, kann dennoch den Vorteil des kostenlosen Eintritts wahr nehmen. Man erfasst eine Menschengruppe als Ganzes, da die Individualisierung mehr Aufwand als nutzen entstehen lassen würde. Die Ehe soll als Fundament dazu beitragen eine Familie zu gründen. Sprich ihr nutzen ist das Fundament. Die Wegbereitung. Und natürlich dann in der Konsequenz auch ein Fundament während der Kindererziehung. Auch wenn nicht jeder dieses Fundament wahr nimmt, so ist dennoch der Nutzen noch da dies zu bewerkstelligen. Und die Ausnahmen zu definieren wäre hier eher umständlich. Mal ein Zitat :
Empirische Studien belegen, dass die bewusst geplante lebenslange kinderlose Ehe selten gewählt wird.[12] Viel häufiger verbergen sich hinter kinderlosen Ehepaaren ungewollt kinderlose Männer und Frauen.

Quelle:https://www.bpb.de/publikationen/AO..._und_Fertilit%E4tsunterschiede_in_Europa.html

Und ich finde es auch vermessen, bei sinkendem Familienbewusstsein in Deutshland allein darüber nachzudenken dies noch weiter zu verschlechtern, nur aus prinzipien und missgunst hinaus.


Was hat das jetzt alles mit der Ehe zu tun? Für mich ist die Ehe in erster Linie ein Versprechen, das sich zwei Menschen öffentlich geben. Dass sie darüber hinausgehend steuerliche Vorteile bietet ist ja nett, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass der Staat die gleichgeschlechtliche Liebe nicht vollsständig anerkennt und dies in seinem Recht zum Ausdruck bringt. Ich bin aber davon überzeugt, dass Liebe immer anerkennenswert ist und erst sekundär einen Bezug zum Geschlecht hat.

Ja aber wozu hier die Ehe als Versprechen instrumentalisieren? Wieso nicht lieber an einer eignen Form der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft arbeiten? Eine die angepasst ist auf die spezielle Form der Liebe? Eine zweisame Liebe mit gegenseitigen Rechten und pflichten? Du hattest die Frage nicht beantwortet. Fühlst du dich selber diskriminiert, weil du keinen Trauschein hast?


Ich finde man sollte in erster Linie an sich denken,denn man sollte zufrieden sein und wenn man eben Homosexuell ist und damit glücklich ist dann können die Eltern da was gegen haben aber hauptsache ich bin glücklich und ausgeglichen.

Und man ist zufrieden wenn die Familie auseinander bricht, die Eltern nicht mehr mit einem reden etc.? Also ich will dir nun keine Angst machen vor irgendeiner Auslebung von Sexualität. Aber nur auf sich zu gucken ist auch nicht immer der weg.

Mal ein Beispiel. Ich liebe S*x mit vielen verschiedenen Frauen. Alle haben ihre Vor- bzw. Nachteile. Ich finde kleine dünne Frauen (mit meist eher sehr kleinen Busen) können alleine durch die Flexibilität ihre Reize im Bett haben wie auch große Frauen mit großen festen Brüsten ihre Reizen haben können, auch wenn man die schlechter mit einem Arm oben halten kann und so. Aber auch diese sexuellen Vorlieben steckt man doch der eigenen Partnerin gegenüber zurück (sollte man zumindest *gg*). Wir Menschen sind doch nicht Triebgesteuert. Wenn ich weiß, dass es sie verletzten würde, dann muss ich das doch auch nicht hinter ihrem Rücken machen. Dann kann ich doch dennoch mit ihr etwas aufbauen und ebend ein wenig in den sexuellen Dingen zurück stecken. Denn es gibt mir doch was ganz anderes. Etwas was mir vielleicht mehr wert ist als Triebe.

Als Schwuler ist es sicherlich doof das leben lang alleine zu bleiben. Wüsste ich, dass meine Eltern damit nicht klar kommen würde ich sie sicherlich anlügen. Damit beide Seiten einigermaßen zufrieden weiterleben können. Aber Bisexuelle verstehe ich nicht, wenn diese wissen, dass ihre Eltern nicht damit klar kommen. Der Mensch ist doch nicht durch seine sexuellen Vorlieben definiert. Wenn man beide Geschlechter mag, ist man doch durchaus weiterhin in der Lage mit dem anderen Geschlecht glücklich zu werden ohne gleich seinen Eltern weh zu tun. Man schränkt doch dann nur seine Zielgruppe ein in der Partnerwahl, setzt sie aber nicht auf 0. Ich verstehe Menschen nciht, die wirklich nur auf ihr glück achten und meinen sie können dieses Glück halten mit dem Bewusstsein andere unglücklich zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat denn einer von Euch schon mal Homosexuelle Erfahrungen gehabt?
Wenn ja,was hat es verändert und wie reagieren dann Angehörige darauf,die es wissen oder mitbekommen?
 
Hat denn einer von Euch schon mal Homosexuelle Erfahrungen gehabt?
Wenn ja,was hat es verändert und wie reagieren dann Angehörige darauf,die es wissen oder mitbekommen?

Hm, also bei mir hat es nichts "verändert". Die Gefühle zum gleichen Geschlecht waren bereits mit 11 oder 12 Jahren da. Den ersten Freund hatte ich mit 15 und als ich ihn damals küsste, war es mir weder unangenehm, noch fühlte ich mich irgendwie schuldig oder hatte ein schlechtes Gewissen... es kam mir vor, wie die "normalste" Sache der Welt und das hat mir meine Gefühle noch mehr bestätigt.

Meine Eltern wussten von meiner Homosexualität bereits, bevor ich das erste mal einen Freund hatte und sie hofften und glaubten, es wäre nur eine Phase. Aber als ich dann mit 15 das erste mal halt einen Freund hatte reagierten sie glücklicherweise verständnisvoll und gingen sehr offen damit um. Die Mutter meines Freundes (die gleichzeitig damals mit meiner Mutter in der Schule in einer Klasse war), war dagegen fix und fertig und bekam Heulkrämpfe. Sie konnte es zuerst überhaupt nicht verstehen, aber als die beiden sich dann mal darüber unterhalten hatten und ein paar Wochen vergingen war auch sie plötzlich völlig offen mit dem Thema und merkte, dass sie ihren Sohn doch nicht "verloren" hatte.

Die Beziehung hielt sogar ganze 8,5 Monate. :yes:

Bei uns in der Familie und auch im Freundeskreis bekamen es immer schneller immer mehr Leute mit, dass ich mich für Jungs interessiere. Ich plauderte es zwar nie aus, verleugnete es aber auch nicht, wenn jemand gefragt hat. Dieses Verhalten hab ich mir recht früh schon als Ziel genommen, da ich mich nicht so verstellen wollte, wie es andere gerne gehabt hätten.
 
Offenheit ist keine Zier und einige Leute reagieren dann nicht verständnisvoll
Aber es ist ja dein Leben.
Also ich bin ja Bi und habe noch nichtm mit einem der beiden Geschlechter was gehabt,obwohl ich da die Gelegenheit hatte.

Bin vll.Schüchtern^^
 
Deswegen warte ich mit der Info auch, bis mich die Leute so kennen lernen, wie ich wirklich bin, bevor sie sich unter Vorurteilen einen falschen Eindruck machen.