Nein, aber eine mit 7 Dioptrien Kurzsichtigkeit kombiniert mit Gleitsicht zum Lesen (Alterssichtigkeit) und Selbsttönung.
Also das, was viel Rentner brauchen, wenn sie nicht 3 oder 4 Brillen für praktisch den selben Preis haben wollen.

Meine letzte Brille - Kurzsichtigkeit und Tönung - hat 350 nur für die Gläser gekostet.

3 oder 4 Brillen für praktisch den selben Preis? Also ich habe künstliche Linsen und benötige daher auch eine Lesebrille. Diese kostet bei Apollo ca. 20 €, gibt es aber auch schon für 5 € an fast jeder Ecke. Ausreichen tun die auf jeden fall. Aber der Herr mit seinem Hartz IV ist ja was besseres, er brauch diese ja kombiniert oder mit einem Gestell von Gucci oder wieso kommt bei ihm der selbe Preis raus wie bei einer Spezialanfertigung? Sonnenbrille trag ich zum Beispiel gar keine (aber ich arbeite ja auch), finde auch, dass das ein persönliches Ding ist, wenn man Tönung will. Dann bleibt nur noch eine Brille mit 7 Dioptrien, welche ohne Schmälerung der Gläser wirklich nicht so viel kostet. Mit Schmälerung (Ich meine die Dicke der Gläser, weil das hatte meine Ex immer so gestört, dass bei Starken Sehschwächen die Gläser so dick waren) hat meine Exfreundin meine ich 350 € - 400 € bezahlt, wobei ihr Gestell auch nie Gratis war, das gibt es ja auch oft. Das ist zwar auch nicht wenig Geld, aber wie gesagt, war auch nicht das günstige Angebot, welches sie wahr genommen hat und eine Brille hatte sie locker 2 - 3 Jahre. Wären dann 11 € im Monat an Kosten bei 400 €.

Also ich finde diesen Größenwahn immer cool. Brille muss getönt sein, modisch sein, etc. und am besten noch umsonst oder zumindest von der Allgemeinheit bezahlt.
 
Nein, aber eine mit 7 Dioptrien Kurzsichtigkeit kombiniert mit Gleitsicht zum Lesen (Alterssichtigkeit) und Selbsttönung.
Also das, was viel Rentner brauchen, wenn sie nicht 3 oder 4 Brillen für praktisch den selben Preis haben wollen.
Berücksichtigen wir also bei der Ermittlung des Regelsatz den Bedarf für solche Brillen... :roll:
 
Also ich finde diesen Größenwahn immer cool. Brille muss getönt sein, modisch sein, etc. und am besten noch umsonst oder zumindest von der Allgemeinheit bezahlt.

Ah, ok, kleines Gedankenspiel.
Du bist Personalchef und suchst jemanden. Es melden sich ein paar Leute, zwei haben die beste Quali.
Einer von beiden kommt mit einer normalen Brille rein, der andere mit Kassengestell und Glasbausteinen. Wen von beiden stellst du ein? Wen von beiden werden 99,9% aller Personalchefs einstellen?
Noch fragen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ah, ok, kleines Gedankenspiel.
Du bist Personalchef und suchst jemanden. Es melden sich ein paar Leute, zwei haben die beste Quali.
Einer von beiden kommt mit einer normalen Brille rein, der andere mit Kassengestell und Glasbausteinen. Wen von beiden stellst du ein? Wen von beiden werden 99,9% aller Personalchefs einstellen?
Noch fragen?

Kommt auf den Job an. Aber grundsätzlich ist es selten, dass eine Brille den Ausschlag gibt. Das Gesamterscheinungsbild sollte stimmen und da brauch man keine teuren Brillen oder Hosen von Hugo Boss.
 
Ah, ok, kleines Gedankenspiel.
Du bist Personalchef und suchst jemanden. Es melden sich ein paar Leute, zwei haben die beste Quali.
Einer von beiden kommt mit einer normalen Brille rein, der andere mit Kassengestell und Glasbausteinen. Wen von beiden stellst du ein? Wen von beiden werden 99,9% aller Personalchefs einstellen?
Noch fragen?

Wie weit muss man in etwa reisen ... um etwas so dermaßen weit herzuholen? :roll: ... "Ich find keine Arbeit, meine Brille ist hässlich :("
Und wenn die dann schick ist: "Ich find keine Arbeit, meine Klamotten sind von C&A :nö:" und zu guter letzt natürlich "Ich find keine Arbeit, mein Auto ist ein alter Kleinwagen 8)"
Ich will nicht leugnen dass ein Personalchef aufs äußere Erscheinungsbild, Gepflegtheit und Kleidungsstil achtet, aber dies Beispiel wird wohl maximal in Branchen zu treffen, die eher selten von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
 
finde auch, dass das ein persönliches Ding ist, wenn man Tönung will.
Ich nicht, denn dann sehe ich wenn die Sonne scheint nichts mehr. Ist bei vielen stark Kurzsichtigen so. Weiße Hauswand ansehen ohne Tönung? Das tut weh!

Und das eine Brille mofisch sein soll oder so ein Schnickschnack, davon habe ich überhaupt nichts gesagt. Ich habe von em geredet, was der Optiker/Augenarzt empfiehlt.

Berücksichtigen wir also bei der Ermittlung des Regelsatz den Bedarf für solche Brillen...
Das wird nicht gemacht, das ist ja das Problem. Genau wie du für dein Kommunikationsbudget nicht mal den Sozialtarif der Telekom kriegst.

Das wird alles über den Schnitt gerechnet, und wenn du Ausgaben über dem Schnitt hast - wie z.B. die Brille - zahlst du an dieser Stelle drauf.
Und 11€ im Monat sind auf Hartz-4-Satz eine ganze Menge. Drei Tage Essen+Trinken z.B. Oder ungefähr das Kommunikationsbudget. Eine Quartalsration Kultur (ob da Vereine mit zählen weiß ich nicht, aber das ist ohnehin egal, dafür reichts in 95% nicht).
 
Ich nicht, denn dann sehe ich wenn die Sonne scheint nichts mehr. Ist bei vielen stark Kurzsichtigen so. Weiße Hauswand ansehen ohne Tönung? Das tut weh!

Wieso guckst du dir weiße Hauswände an?

Das wird nicht gemacht, das ist ja das Problem. Genau wie du für dein Kommunikationsbudget nicht mal den Sozialtarif der Telekom kriegst. !

Aber den Sinn der rollenden Augen hast du schon verstanden oder? Man kann nicht jeden Sonderfall abdecken mit Sozialleistungen. Sonst muss man ja jedem 1500 € geben, damit alle Sonderfälle mit abgedeckt sind)

Das wird alles über den Schnitt gerechnet, und wenn du Ausgaben über dem Schnitt hast - wie z.B. die Brille - zahlst du an dieser Stelle drauf. !

Richtig. Und anders ist das auch nicht realisierbar.


U
nd 11€ im Monat sind auf Hartz-4-Satz eine ganze Menge. Drei Tage Essen+Trinken z.B. Oder ungefähr das Kommunikationsbudget. Eine Quartalsration Kultur (ob da Vereine mit zählen weiß ich nicht, aber das ist ohnehin egal, dafür reichts in 95% nicht).

Wenn du für 3 Tage Essen + Trinken 11 Euro benötigst, dann brauchst du in 30 Tagen 110 €. Bisschen Haushalten und du solltest mit dem Rest ganz gut hin kommen und eventuell auch Geld für die Brille zurück legen können ;)
 
ähm das mit der Brille ist eigentlich schon realisierbar. Früher gabs die auf Rezept und die Krankenkassen haben die Kosten getragen. Heute kosten die Krankenkassenbeiträge bisschen mehr ok ein bisschen viel mehr trozdem kann man Zusatzversicherungen abschliessen um darrüber wieder Gelder zu sparen.
Vorrausgesetzt man weiss davon und informiert sich richtig.

Hoffentlich wird Wannbe niemals Gesundheitsminister.:ugly:
 
der Arbeitgeber hat zusätzlich der Arge mitgeteilt das sie ihm ne unbefristete Festanstellung geben würden wen sie den Kurs bezahlen.

Der Arbeitsvermittler sagt ok zahlen wir ist gar kein Problem.
Dann bekam er 2 Wochen später Post vom Amt der Kurs ist abgelehnt und er habe ab sofort einen neuen Sachbearbeiter der ihm sofort einen 1 Euro job angeboten hat und einen ähnlichen Kurs der nur 500 euro kostet ihm aber nichts nützt.
Selbstverständlich mit dem Zusatz wenn er dieses Angebot der Arge ablehnt laut Paragraph bla bla usw würde man ihm seinen Regelsatz um 30% kürzen.

Und? Kann es sein, dass dein Freund irgendwie nicht in der Lage ist seine Wünsche/Bedürfnisse durchzusetzen?
Der Sachbearbeiter lehnt das ab (ungerechtfertigt). Na dann eben zur Teamleitung und wenn da nicht einen höher... Aber das scheint für viele zu viel Aufwand zu sein. Irgendwann müssen einige auch mal anfangen ihren Arsch selber hochzukriegen und ihr Leben SELBER in die Hand nehmen...(zumal ich 3000 euro für nen kurs eines Warenwirtschaftssystems ganz schön happig find...)
 
Und? Kann es sein, dass dein Freund irgendwie nicht in der Lage ist seine Wünsche/Bedürfnisse durchzusetzen?
Der Sachbearbeiter lehnt das ab (ungerechtfertigt). Na dann eben zur Teamleitung und wenn da nicht einen höher... Aber das scheint für viele zu viel Aufwand zu sein. Irgendwann müssen einige auch mal anfangen ihren Arsch selber hochzukriegen und ihr Leben SELBER in die Hand nehmen...(zumal ich 3000 euro für nen kurs eines Warenwirtschaftssystems ganz schön happig find...)
Okay, du bist von allen Seiten geschlagen und beschimpft worden, dein Selbstbewusstsein liegt (nicht nur deswegen) irgendwo in der Gosse, jemand der Ahnung haben müsste lehnt was ab und du gehst als erstes dem auf den Senkel, von dem du dein Geld kriegst?
Das Leben selber in die Hand zu nehmen sagen meistens die, die es gemacht haben. Müssen nicht unbedingt die sein, die darin Vorteile hatten, weil ihre Eltern gearbeitet haben, sie nicht in der Schule gemobbt wurden, es vielleicht Extraunterricht gab....
Die stehen aber schon oben auf dem Berg!
Wenn ich dich heute vor den Mount Everest stelle und sage, du sollst da hoch gehen, dann schüttelst du auch mit dem Kopf. Und genauso kommen sich die Leute vor.
Angst gehabt vor dem 10-Meter-Brett? Vor Höhen, engen Räumen, Spinnen? Das ist alles Nichts im Vergleich zu "Sein Leben selbst in die Hand zu nehmen"!
Davon abgesehen gibt es bei den Menschen Unterschiede. So, wie jemand mit IQ 80 keinen Wissenschaftspreis kreigen wird, wirst du jemanden mit "Selbständigkeitsquotient 80" nie dazu kriegen, eine Wahnsinns-Initiative zu entwickeln. Und das verlangst du. Das Beispiel hier hat schon seinen Teil getan, selbst nach offiziellen Maßstäben: Er hat Arbeit gesucht, eine Möglichkeit gehabt und die entsprechenden Anträge gestellt. Wenn das Amt da was versaut, ist es nicht seine Schuld!

Das ganze Hartz-4-System ist so genaut, dass es Druck ausübt. Das ist der einzige Zweck. Die wenigsten Menschen aber, vor allem wenn sie schon unten sind, können genug Gegendruck aufbauen.
Du sitzt da Leuten gegenüber, die theoretische wissen sollten, was sie tun. Schon da ist eine große Hürde, denen zu widersprechen und gegen die zu kämpfen.
Und die, die kämpfen, die müssen im Normalfall a) Widerspruch einlegen, bei dem ungelesen eine Standardantwort kommt, b) klagen, wofür sie (ob sie das wirklich brauchen oder nur glauben sei dahingestelt) einen Anwalt brauchen, wofür dann erst mal was beantragt werden muss (Prozesskostenbeihilfe z.B.)...
nachdem du Tage damit zugebracht hast herauszufinden, was du eigentlich machen musst, läuft die Bürokratie... und wenn es dann endlich losgeht, dauert es 2 Jahre, bis der Richter sagt "jawohl, die ARGE hat mal wieder Mist gemacht".
Und während dieser ganzen Zeit müssen sich die faulen, auch noch Ansprüche stellenden Sozialschmarotzer anhören, dass sie nicht auch noch die Gerichte belästigen sollen.

Es werden Arbeitslose verwaltet, nicht Menschen geholfen. Das ist bei 60 Leuten oder mehr pro "Vermittler" auch gar nicht anders möglich.


Oder eine typische Situation: Der Bearbeiter macht Mist oder gibt dir eine Auskunft, von der du weiß, dass sie falsch ist. Du korrigierst ihn einmal und dein Gegenüber wird harsch.
Deine Möglichkeiten:
a) Auf der Wahrheit bestehen und dir einen Feind machen, der dir viel Ärger machen kann oder
b) dir deinen Teil denken und die Klappe halten im Wissen, dass wenn du still bist, sehr wahrscheinlich alles glatt läuft. Denn die Mehrheit kennt sich tatsächlich (soweit das geht in dem Murks) aus, und so ein Antrag geht durch viele Hände (Datenschutz lässt grüßen ;) ), von denen die meisten nicht noch mehr Arbeit haben wollen.

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Das ist auch ein Grundgedanke hinter dem bedingungslosen Grundeinkommen. Wer keine Angst hat, dass ihm das Geld - und damit seine Lebensgrundlage - genommen wird, kann auch kämpfen. Ich gebe zu, das kommt auch wieder von denen, die ohnehin tendenziell kämpfen würden. Ist also sehr stark Glaubenssache, wie wirksam das wäre.
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...(zumal ich 3000 euro für nen kurs eines Warenwirtschaftssystems ganz schön happig find...)
Da sieht man mal wieder schön die Relativität. Wie lange geht der Kurs? Einen Monat? Ein Dreivierteljahr?
Ein Wochenende "Manager: Selbstmotivation" kostet genauso viel.
 
Okay, du bist von allen Seiten geschlagen und beschimpft worden, dein Selbstbewusstsein liegt (nicht nur deswegen) irgendwo in der Gosse, jemand der Ahnung haben müsste lehnt was ab und du gehst als erstes dem auf den Senkel, von dem du dein Geld kriegst?
Ja genau. Warum sollt ich ihm auch nicht auf den Senkel gehen. Man unterschreibt alle halbe Jahre ne Eingliederungsvereinbarung die der Ansprechpartner auch unterschrieben hat. Und wenn du dir das genau durchliest steht da nicht nur drin, was du zu machen hast.
Das Leben selber in die Hand zu nehmen sagen meistens die, die es gemacht haben. Müssen nicht unbedingt die sein, die darin Vorteile hatten, weil ihre Eltern gearbeitet haben, sie nicht in der Schule gemobbt wurden, es vielleicht Extraunterricht gab....
Die stehen aber schon oben auf dem Berg!
Ja, aber warum sagen die es denn? Der Staat ist nicht dafür verantwortlich jeden einzelnen an die Hand zu nehmen. Wenn du auf der Straße überfallen wirst gehst doch auch nich einfach nach Hause und sagst "wird schon seine richtigkeit haben...
Wenn ich dich heute vor den Mount Everest stelle und sage, du sollst da hoch gehen, dann schüttelst du auch mit dem Kopf. Und genauso kommen sich die Leute vor.
Ich würd nich mim kopf schütteln sondern dir nen Vogel zeigen ;) Zumal ich körperliche Höchstleistung jetzt nicht unbedingt damit vergleichen würde den Mund aufzumachen...
Angst gehabt vor dem 10-Meter-Brett? Vor Höhen, engen Räumen, Spinnen? Das ist alles Nichts im Vergleich zu "Sein Leben selbst in die Hand zu nehmen"!
Davon abgesehen gibt es bei den Menschen Unterschiede. So, wie jemand mit IQ 80 keinen Wissenschaftspreis kreigen wird, wirst du jemanden mit "Selbständigkeitsquotient 80" nie dazu kriegen, eine Wahnsinns-Initiative zu entwickeln. Und das verlangst du.
ich verlange keine Höchstleistungen. Es gibt genug Institutionen die einem Helfen, wenn man irgendwo nicht weiterkommt. Aber stimmt, da müsste man hingehen und den Mund aufmachen... Da frage ich mich, wie die Leute es geschafft haben überhaupt den Antrag auszufüllen...
Das Beispiel hier hat schon seinen Teil getan, selbst nach offiziellen Maßstäben: Er hat Arbeit gesucht, eine Möglichkeit gehabt und die entsprechenden Anträge gestellt. Wenn das Amt da was versaut, ist es nicht seine Schuld!
Ich habe nicht gesagt, dass es nur seine Schuld ist. Aber er ist eben auch nicht unschuldig daran wie die Sache gelaufen ist...
Du sitzt da Leuten gegenüber, die theoretische wissen sollten, was sie tun. Schon da ist eine große Hürde, denen zu widersprechen und gegen die zu kämpfen.
Du sagst es. Es sind prinzipiell Menschen wie du und ich und jeder andere auch. Und Menschen machen nunmal Fehler und treffen falsche Entscheidungen...
Und die, die kämpfen, die müssen im Normalfall a) Widerspruch einlegen, bei dem ungelesen eine Standardantwort kommt, b) klagen, wofür sie (ob sie das wirklich brauchen oder nur glauben sei dahingestelt) einen Anwalt brauchen, wofür dann erst mal was beantragt werden muss (Prozesskostenbeihilfe z.B.)...
a) natürlich kommt immer ungelesen eine Standardantwort... Woher hast du diese Weisheit? Also ich hab schon zweimal Widerspruch eingelegt und hatte beide Male ne andere Antwort... (Übrigens beide Male zu meinen Gunsten...)
b) Oh, da muss schon wieder was beantragt werden... *seufz*

Es werden Arbeitslose verwaltet, nicht Menschen geholfen. Das ist bei 60 Leuten oder mehr pro "Vermittler" auch gar nicht anders möglich.
Ich hatte insgesamt 3 verschiedene Sachbearbeiter und bei keinem wurde ich nicht als Mensch behandelt. Den einen hat man vielleicht telefonisch nicht immer erreicht, aber per E-mail gings ganz gut... :think:
Oder eine typische Situation: Der Bearbeiter macht Mist oder gibt dir eine Auskunft, von der du weiß, dass sie falsch ist. Du korrigierst ihn einmal und dein Gegenüber wird harsch.
Findest du nicht, dass du ein bischen viel verallgemeinerst? Typische Situation? :roll:

Das ist auch ein Grundgedanke hinter dem bedingungslosen Grundeinkommen. Wer keine Angst hat, dass ihm das Geld - und damit seine Lebensgrundlage - genommen wird, kann auch kämpfen. Ich gebe zu, das kommt auch wieder von denen, die ohnehin tendenziell kämpfen würden. Ist also sehr stark Glaubenssache, wie wirksam das wäre.
Sehr sinnig, dass keiner mehr was für sein Geld tun muss... Dann gibts sicherlich noch mehr offene Stellen...

Da sieht man mal wieder schön die Relativität. Wie lange geht der Kurs? Einen Monat? Ein Dreivierteljahr?
Ein Wochenende "Manager: Selbstmotivation" kostet genauso viel.

Der Managerkurs wird aber sicherlich nicht vom Arbeitsamt subventioniert. Ich kann dir sagen, dass eine Umschulung über 2 Jahre zwischen 15 und 20.000 € kostet (ohne Fahrtgeld). Genauso kann ich dir sagen, dass eine SAP-Schulung nicht ganz 900 kostet... Und son Warenwirtschaftssystem kann nicht viel umfangreicher als SAP sein. Daher meine Verwunderung...
 
nicht nur drin, was du zu machen hast.
...
Stimmt, da steht auch, dass sie dir das Geld kürzen, wenn du einer deiner Pflichten nicht nachkommst, z.B. der Meldepflicht bei Ortsabwesenheit.

Ach ja, fürs Amt steht drin, dass sie "Beratung, Information und Strategieentwicklung" machen müssen. Bei den 4 Hartz-4-Empfängern die ich kenne, war das zum letzten Mal.... keine Ahnung, dieses Jahr nicht. Außer du zählst die Nennung von Internetadressen von Jobbörsen als solche.
Theoretisch soll eine Eingliederungsvereinbarung auch in Zusammenarbeit mit dem Betroffenen erstellt werden, der seine eigenen Vorstellungen einbringen soll. Praktisch wird der Vordruck hingelegt und gesagt, hier und hier unterschreiben.

Wenn du auf der Straße überfallen wirst gehst doch auch nich einfach nach Hause und sagst "wird schon seine richtigkeit haben...
Nee, dann gehe ich zum Staat, namentlich der Polizei, die ist dafür zuständig und ausgebildet - theoretisch.

Typische Situation?
Typisch heißt, das es sehr oft passiert. Und ja, davon gehe ich aus. Warum soll ausgerechnet das, was ich persönlich erlebe/mithöre Einzelfälle sein?

Ich kann dir sagen, dass eine Umschulung über 2 Jahre zwischen 15 und 20.000 € kostet
Genau. Und da sind 3000 € viel?


-------------
Es ist schön, wenn du gute Erfahrungen mit dem Amt hast. Das hier vor Ort ist einfach Mist. Sieht man schon an den Bescheiden aus dem anderen Bezirk, die sind wesentlich besser.
 
Grüß Gott

Nach langen schreibe ich auch mal wieder etwas hier. Am WE habe ich von meinen JC ein Brief bekommen das ich eine Entgeltvariante antreten soll (ja die heißt wirklich so^^ )

Ok heute früh direkt bei dem Bildungsträger angerufen (gGMBH), sollte dann heute nachmittag hinkommen, ok hingeradelt und keine 2min später wieder raus.

Stapel Papiere in die Hand gedrückt bekommen, Fragen werden nicht beantwortet und ich soll die Papiere ausfüllen, mir ein von den 6 möglichen "Kursen" aussuchen und mich dann zu der Infoveranstaltunges des "Kurses" begeben.

Wollte dann noch ein paar Sachen wissen aber nö schnellabfertigung ala steht alles geschrieben.

Jetzt zuhause habe ich mir das mal durchgelesen, Entgeltvariante ist anscheinend die "neue" ABM, man "arbeitet" 30-40h für einen bestimmten Bruttolohn und ist für den Zeitraum komplett raus aus dem JC und allen Statistiken.

Man erhält wie ein normal Angestellter, Urlaub, zahlt über all ein ist aber im Prinzip doch noch arbeitssuchend..

Der Staat bezahlt also das JC, die dann wiederum den Bildungsträger, der wiederrum mich dann als sein Angestellter bezahlt. Interessant :mrgreen:

Zu den 6 Kurse, zur Auswahl steht:

- den örtlichen Busch entforsten, Laub beseitigen, Müll aufräumen (Bis April 2012 - 15 Plätze)

- das selbe in Grün für die komplette Stadt - Laub / Äste / Straßen / Fußwege sauberhalten (Bis April 2012 - 24 Plätze)

- Landschaftsschutzgebiet (etwas 30-40km entfernt), Kontrolle von Nistkästen / Brutschalen, Hinweisschilder kontrollieren, Beobachtungstürme kontrollieren, Wegmarkierungen setzen (Bis April 2012 - 30 Plätze)

- Bei der gGMBH selber in der Holzwerkstatt verschiedene Holzelemente zusammenbauen unter Berücksichtunge "kinderfreundlich", Erstellen von Anschaumaterial für diverse Unternehmen, Verschönerung und Aufarbeitung kleiner Möbeln von und für diverse Unternehmen (Bis Januar 2012 - 10 Plätze)

- In einen naheliegenden Dorf, Pflege und Gestaltungsmaßnahmen in Abstimmung mit den Naturschutzamt unternehmen. Das heißt Gras mähen, Zäune setzen, Bäume / Pflanzen verschneiden, Müll beseitigen und anpflanzung (Bis April 2012 - 10 Plätze)

- Der letzte ist der "Beste", auf gut Deutsch soll man anderen Arbeitssuchenden in einer Einrichtung einen PC Kurs "geben" und ihre Bewerbungen auf Vordermann bringen inlk Stellensuche im Internet. (Bis Ende 2011 - 2 Plätze)

Zusammengefasst sind hier also ab diesen Monat 91 Leute "beschäftigt" als richtig eingestellte Mitarbeiter und somit aus allen Statistiken heraus.

Die 6 Jobs sind für mich persönlich eigentlich Jobs vom 1. Arbeitsmarkt weil zuwas gibt es Forstämter, Stadtreinigung, "Lehrer", Tischler usw

Achja die Bezahlung ist bei allen gleich, 825 Euro BRUTTO.

Ich habe mich für den Bewerbungjob vormerken lassen aber vermutlich werde auf die 2 Plätze fast alle scharf sein weil es die kürzeste ist und viele sicherlich keine Lust haben im Winter durch irgendwelche Wälder früh zu marschieren (Ich nehme mich da nicht aus! )

Nächste Woche ist für diese "Arbeit" die Infoveranstaltung, bin ich ja mal gespannt was man da noch zu erfahren bekommt :)

Ich finde es aber schon schräg das jetzt selbst Arbeitssuchende, andere arbeitssuchende "Bewerbungstraining" vermitteln sollen aber ok....

Das wollte ich euch mal mitteilen :)

MY
 
Der Job im Landschaftsschutzgebiet würde mich persönlich am meisten ansprechen; aber die Fahrtkosten kann wohl kein ALG2-Empfänger aufbringen.

Ansonsten stimme ich Dir zu: das waren früher Jobs im 1. Arbeitsmarkt.
Rechnet man alle dazu die da die Hand aufhalten um irgendwelche Fördertöpfe zu leeren wäre es wohl gesamtwirtschaftlich gesehen besser wenn man die Jobs wieder im 1. Arbeitsmarkt auslagern würde.

Genauso wie die Müllaufsammler hier im neuen Park in Lübeck, die "natürlich" 1Euro Kräfte sind. Steht glaube ich auf ihren Sicherheitswesten oder auf dem Fahrzeug mit dem sie fast jeden Tag angekarrt werden.
 
Was ich mich Frage, was machen die Leute im Winter die in die "Waldkurse" kommen bzw die sich aussuchen? Baum verschneiden im Winter, Gras mähen im Winter, Laub suchen im Winter? usw usw

Ist doch Null durchdacht, Hauptsache wieder irgendwelche Fördermittel abgreifen und Statistiken schönen und du als kleiner popelmensch hast die scheiße an der Backe :roll:

Bin ja echt gespannt ob ich in die Bewerbungskurs komme aber naja 2 Plätze bei wahrscheinlich 100 Leuten die angeschrieben wurden...

MY
 
Was ich mich Frage, was machen die Leute im Winter die in die "Waldkurse" kommen bzw die sich aussuchen? Baum verschneiden im Winter, Gras mähen im Winter, Laub suchen im Winter?

Na sie befestigen die Blätter fürs nächste Jahr an den Bäumen :D

Dass das durchaus Jobs des 1. Arbeitsmarktes sind ist wahr. Nur ... würdet ihr sie für 1400-1600 Brutto machen? Oder wo liegt der Durchschnitt für "einfache", nicht gelernte Berufe z.Zt.? Diese Tätigkeiten sind doch nach max. 1 Woche angelernt.
Spez. bei Langzeitarbeitslosen hat die Tätigkeit aber wohl sicher auch noch psychologische "Vorteile" - Lieber mal etwas machen als jahrelang gar nichts. Nicht desto trotz sollte so viel wie möglich beim arbeitenden Ankommen und nicht bei den "Vermittlern".
 
Das ganze nennt sich Bürgerarbeit und hat folgenden Sinn.
Die Arbeitslosenzahlen werden geschönt der Staat muss Leere Stellen nicht zum Tarif besetzen und die Arbeitslosen bleiben Arm ,aber haben jetzt eine 40 Stunden Woche.
Die Regierung kann sich in die Öffentlichkeit stellen und behaupten das die Arbeitslosenzahlen trotz Wirtschaftskrise weiter zurrück gehen und wir deshalb auch in Zukunft alle FDP und CDU wählen sollen.
Ausserdem wird einem so die allseits beliebte Leiharbeit und andere Jobs im Niedriglohnsektor schmackhaft gemacht.

825Euro Brutto ist abzocke.
Ich Weiss das bei mir in der Region die Leute zwischen 1100 und 1300 Euro bekommen für ihre Entgeltvarianten.
Die Laufen übrigens Maximal 11 Monate damit du hinterher nicht auf die Idee kommst Arbeitslosengeld1 zu beantragen.

Darf man fragen wie die GGmbh heisst?
Wurdest du darrüber aufgeklärt das du zusätzliche Ansprüche Geltend machen kannst.
Wie zum Beispiel Aufstockendes ALG2 ?
Fahrtkostenerstattung usw ?
 
Na sie befestigen die Blätter fürs nächste Jahr an den Bäumen :D

Dass das durchaus Jobs des 1. Arbeitsmarktes sind ist wahr. Nur ... würdet ihr sie für 1400-1600 Brutto machen? Oder wo liegt der Durchschnitt für "einfache", nicht gelernte Berufe z.Zt.?
Weiß nicht. Als ich übers Wochenende nachgeschaut habe in meinem gelernten Beruf knapp 1200€ bei 30Stunden, 1720€ bei 40h oder 42h. Das waren zumindest die zwei Zahlen, die man rauskriegen konnte. Ersteres ist übrigens Zeitarbeitsfirma.
Eineinhalbtausend für ungelernt? Ist viel.