Ist halt die Frage: ist ein Leben in Ungewissheit und Möglichkeit besser als in Kenntnis und Sicherheit?
Selbst, wenn das, was du über die "Wissenstheorien" sagst, stimmen sollte - was ich bestreite -, so ist es doch immer noch vorzuziehen, sich mit trial and error der Wirklichkeit anzunähern, anstatt sich einmal auf etwas festzulegen und das jahrtausendelang fest zu behaupten, frei von jedem reflektierten Selbsturteil...
Das eine schließt das andere ja nicht aus: Mann kann ja durchaus weiter und unermüdlich nach den Wahrheiten der Welt suchen - Die große endgültige Antwort wird man nicht finden.
Douglas Adams hat es ja so treffend dargestellt - wir wissen ja noch nicht mal die Frage!
So hat ja auch eine rein emotionale, irrationale Ebene ihren Platz. Wissen und Erkenntnis kann die Grenze zwar verschieben, aber endgültig durchbrechen lässt sich dieser Erkenntnishorizont nun mal nicht. Allenfalls mit Kunstgriffen ausblenden. Aber das "nicht glauben" nimmt in diesem Fall eine ebenso religiöse Form an wie das "glauben".

Eine Möglichkeit. Ich kann Gott nicht beweisen, also kann ich ihn auch nicht als Antwort definieren.