Glauben an Gott? Geister? Wahrsager?

Glauben an Gott?Geister?Wahrsager?


  • Umfrageteilnehmer
    143
Wow. Da wurden also im Nachhinein Dinge aufgeschrieben, die passiert sind? D.h. also, wenn ich jetzt hergehe und dir Dinge von vor hundert Jahren richtig datiere, richtige Namen nenne und richtige Sachverhalte anführe, dazu behaupte, dass der wahre Gott ein Handtuch ist, irgendwas vorhersage, was als höchst wahrscheinlich gilt und das ganze an 100 Schreiberlinge verteile, glaubst du mir?

Das war jetzt überspitzt, aber die Anführung von historischen Daten, Personen und Sachverhalten sagt doch nichts über die Glaubwürdigkeit der Kirche bezüglich eines Gottes aus. Aufschreiben, was tatsächlich passiert ist, und das Geschichten mischen, die beweisen sollen, dass es Gott gibt, ist nun wirklich nicht schwer, oder?

Tja, da bist du ein wenig schlecht informiert, das sagt schon etwas über die Glaubwürdigkeit aus. Im Unterschied zu deinem Verfahren sind die Dinge nicht von einer Person angeleiert worden sondern von verschiedensten Menschen aus verschiedenen Zeiten. Und es war damals gar nicht so einfach, solche Fakten richtig zu datieren. Einer der größten griechischen Gelehrte dieser Zeit, der Bibliothekar von Alexandrien, erstellte um 200 v. Chr. eine Liste der ägyptischen Könige. Nur vier von ihnen sind erkennbar. Bei seiner Liste über 18 babylonsiche Könige ist nur ein einziger erkennbar. Dagegen sind die 29 im AT erwähnten Namen alle nicht nur korrekt datiert sondern auch richtig geschrieben.
Und nun nehmen wir die "wahrscheinlichen Vorhersagen": Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass ein Volk ohne eigenes Land Jahrhunderte im Exil überdauert ohne seine Religion und seine Identität als Volk zu verliern, wie es bei Israel geschehen ist. Darüber hinaus sind einige der Vorhersagen in der Bibel so exakt, dass vielfältig Versuche unternommen wurden, diese als nachträgliche Einfügungen kenntlich zu machen, bislang jedoch nach meinem Wissen ohne Erfolg.



witzig find ich auch, dass in der bibel tiere falschen tiergruppen zugeordnet wurden (fledermaus als vogel z.b. ;) )
habe die textstellen auch mal auf die schnelle hier gefunden : https://www.antipas13.net/Bibelkreisforum/viewtopic.php?p=2039


Ja, das ist lustig, aber wie soll ein moderner Bibelübersetzer reagieren, wenn zwischen der Schriftlegung der Bibel (also vor ca. 2000 Jahren) und der heutigen Fassung die Taxonomie (durch den Biologen Linné um 1758) geändert wird? In der Antike waren Tiere häufig nach ihrer Lebensweise "klassifiziert", also z.B. Wassertiere oder Lufttiere (vgl. Wikipedia, Systematik der Biologie). Wenn dir das ein Problem ist...

Daher halte ich die Bibel - trotz dieses "Fehlers" für zuverlässiger als viele andere modernere Werke.
 
Daher halte ich die Bibel - trotz dieses "Fehlers" für zuverlässiger als viele andere modernere Werke.

Damit gibst du aber zu, dass die Bibel nicht makellos ist, wie du zuvor behauptet hast. Außerdem sind da noch die von mir erwähnten Punkte, die du wohl übersehen hast...:roll: :


"Unwahrheiten"? Bitte sehr:

-Die Schöpfung der Welt
-Das Alter der Welt
-Die zuvor schon von mir erwähnte Widersprüchlichkeit, dass der Mensch Ebenbild Gottes, aber aus Lehm geschaffen ist
-ob die Johannesoffenbarung wahr ist, wissen wir nicht: zählt also damit eher nicht zur großen, in sich schlüssigen Wahrheit des Textes...

A prospos: was ist mit diesen hunderten Widersprüchen? Rachegott des AT gegen Liebe und Barmherzigkeit im NT? Etc.....
 
Ich habe ja in meinem Beitrag explizit um Wahrheiten gebeten, die nicht bloß historisch sind...;)


"Unwahrheiten"? Bitte sehr:

-Die Schöpfung der Welt
-Das Alter der Welt
-Die zuvor schon von mir erwähnte Widersprüchlichkeit, dass der Mensch Ebenbild Gottes, aber aus Lehm geschaffen ist
-ob die Johannesoffenbarung wahr ist, wissen wir nicht: zählt also damit eher nicht zur großen, in sich schlüssigen Wahrheit des Textes...

A prospos: was ist mit diesen hunderten Widersprüchen? Rachegott des AT gegen Liebe und Barmherzigkeit im NT? Etc.....


Niemand, wirklich niemand, der bei klarem Verstand ist, sei er noch so tief gläubig, dürfte auf die abwegige Idee kommen, die Bibel als in sich schlüssiges Werk zu sehen Ô.o

Da kann ich dir nur zustimmen!! Habe zwar nicht alle Beiträge gelesen im Thread, aber für mich gibts einen sehr einfachen und sehr plausiblen Grund, wieso die Menschen damals angefangen haben an einen Gott zu glauben (Den es, wie auch ich meine nicht gibt!!):

Das damalige Wissen hat nicht ausgereicht, um Naturphänome, den Tot an sich, Naturgesetzte, die Geburt etc. etc. (was man noch aufzählen möge) zu erklären. Man wusste nicht wieso es passiert und wie es dazu kommt! Da liegt es natürlich nahe zu sagen, dass es jemand steuern muss, irgend ein größeres bzw. höheres Wesen...

Ich behaupte einfach mal, hätten die Leute damals uns heutiges Wissen gehabt, wären sie nie auf die Idee gekommen, dass es einen Gott oder wie man es auch immer nennen möchte geben könnte!
 
Damit gibst du aber zu, dass die Bibel nicht makellos ist, wie du zuvor behauptet hast. Außerdem sind da noch die von mir erwähnten Punkte, die du wohl übersehen hast...:roll: :

Stimmt, das ist mir raus, Tschuldige.
Aber zu der "Makellosigkeit": Ich habe eigentlich versucht klar zu machen, dass ich die Bibel für wahr halte. Und in dem von mir dargestellten Sinn ist eine Unwahrheit ja auch nicht vorgekommen, es handelt sich lediglich um ein Übersetzungsproblem: Bleibe ich nahe am Urtext und verwende das - aus heutiger Sicht unpassend verwendete Wort "Vogel" oder greife ich zu weitläufigen Umschreibungen.

Doch nun zu deinen wichtigeren "Unwahrheiten". Ich glaube aber nicht, dass ich heute noch auf alle antworten werde, aber zumindest zum dritten Punkt:

-Die zuvor schon von mir erwähnte Widersprüchlichkeit, dass der Mensch Ebenbild Gottes, aber aus Lehm geschaffen ist

Der Begriff Ebenbild oder "zum Bilde Gottes" sagt doch, dass wir gleichartig geschaffen sind, nicht aber, dass es das gleiche MAterial sein muss. Oder wie ist das, wenn ich ein Bild von mir betrachte, das besteht ja dann auch aus Papier. Also verstehe ich nicht, warum es eine Falschaussage sein soll, wenn Gott uns sagt, dass wir "zu seinem Bilde" geschaffen sind und er hierzu Lehm bzw. Erde benutzt hat. Aber auch hier, wenn dich dieses Detail davon abhält, die Wahrheit der Bibel zu akzeptieren...

Auf die anderen Einwände gehe ich erst morgen ein, jetzt bin ich zu müde dazu... Gute Nacht.
 
Der Begriff Ebenbild oder "zum Bilde Gottes" sagt doch, dass wir gleichartig geschaffen sind, nicht aber, dass es das gleiche MAterial sein muss. Oder wie ist das, wenn ich ein Bild von mir betrachte, das besteht ja dann auch aus Papier.

Du übersiehst den Unterschied zwischen Ebenbild und Abbild. Das Porträt von dir auf Papier ist ein Abbild. Das Ebenbild würde dir in allen Eigenschaften gleichen - in allen(!).


Mich halten noch ganz andere Sachen davon ab, die Bibel als wahr anzusehen....mein fehlender Glaube, ja, meine feste Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, zum Beispiel...^^
 
Und was is mit den Leuten, die heute leben, all dieses Wissen haben, und trotzdem glauben? ;)

Das wird Ihnen ja schon von klein auf beigebracht! Da haben die Kinder ja keine Wahl, außer es zu glauben...
Du hast ja auch damals geglaubt, was dir deine Eltern erzählt haben oder?
Heute, wo du älter ist, ist das nicht mehr unbedingt so oder? Heute kannst du es selbst überprüfen, weißt es vielleicht sogar schon besser!

Ein Beispiel:
Hätte man die als Kind, mit 2, 3 oder 4 Jahren erzählt, die Erde sei flach, wieso hättest du daran zweifeln sollen?
Heute bist du gebildet genug und würdest jeden der das noch behauptet einweisen lassen!

Zweites Beispiel: Der Weihnachtsmann, Nikolaus... und so weiter!

Genau so war es damals, nur das es damals für alle Menschen zu traf! Nicht das die Menschen unbedingt alle dumm waren, sie wussten eben nicht so viel über ihre Umwelt um es besser zu wissen, daher der Gedanke an etwas Höheres...


Ich meinte mit meiner Behauptung auch, wenn man alle Religionen etc. einfach aus den Köpfen der Menschen löschen würde, sie würden morgens aufwachen und keiner wüsste mehr etwas davon... Würden Sie wieder auf so etwas kommen??
 
Ich meinte mit meiner Behauptung auch, wenn man alle Religionen etc. einfach aus den Köpfen der Menschen löschen würde, sie würden morgens aufwachen und keiner wüsste mehr etwas davon... Würden Sie wieder auf so etwas kommen??

Ja, würden sie. - Ich gebe dir Recht, Religion ist die Folge des Unwissens des Menschen bezüglich seiner Umwelt. Heute sind wir sehr viel weiter, das ermöglicht uns, Gott zu hinterfragen. Es reicht aber nicht, um seine Existenz wissenschaftlich korrekt und vollständig auszuschließen. Weil es eben immer noch einige Momente des Unerklärlichen gibt, die gerne mit metaphysischen Überlegungen erklärt werden. Allein schon die Unwissenheit, wie das Universum entstand und ob etwas, und was, davor war, würde reichen, dass auch heute noch Menschen wieder auf die Religion kämen...
 
und wie erklärt ihr euch die hochentwickelten Kulturen der Maya oder Inka, die trotz extremen wissenschaftlichen Fortschritts (im Vergleich zu den rückständigen Europäern) in allem ihre Götter sahen?

Ich behaupte, dass egal wie wissenschaftlich und intelligent man sein mag, man trotzdem glauben kann.

Von mir würde ja jetzt auch keiner behaupten, dass ich kindisch naiv, unwissenschaftlich und strohdumm wäre. :ugly:
 
und wie erklärt ihr euch die hochentwickelten Kulturen der Maya oder Inka, die trotz extremen wissenschaftlichen Fortschritts (im Vergleich zu den rückständigen Europäern) in allem ihre Götter sahen?

Du verkennst die Situation: die präkolumbischen Kulturen haben herausragende Leistungen in der Astronomie und Architektur geleistet. Aber auch die Maya wussten nicht, wieso es regnet und wieso es Dürreperioden gab - dafür hatten sie ihre Götter. Der wissenschaftliche Fortschritt in Mittel- und Südamerika war bemerkenswert, ja, aber sicher nicht "extrem"...

Ich behaupte, dass egal wie wissenschaftlich und intelligent man sein mag, man trotzdem glauben kann.

Man kann vieles...man kann auch intelligent sein und die wissenschaftliche Arbeit verfolgen, und trotzdem glauben, dass die Erde flach sei und Menschen von Gallensäften kontrolliert werden...


Ich würde schon sagen, dass man naiv sein muss, um die Dinge als gottgegeben zu sehen...
 
dafür halte ich Menschen, die sich das eben nicht vorstellen können für engstirnig und borniert ;)

es gibt mehr als nur eine Wahrheit.
 
es gibt mehr als nur eine Wahrheit.

Und wie soll das gehen? Was unterscheidet Wahrheit von Wahrheit?? ...Phrasendrescherei, solche Aussagen...;)


Wenn es borniert ist, ein rationales Weltbild zu haben, dass Metaphysisches nicht als Urgrund anerkennt, dann ist es ebenso borniert, ein metaphysisches Weltbild zu haben, dass Rationales nicht als Urgrund anerkennt...^^
 
ich erkenne Rationales doch an. Aber ich fixiere mich nicht so drauf, wie du ;)

für mich gibt es mehr als nur eine Wahrheit. Wahrheit ist perspektivisch gebunden...
 
ich erkenne Rationales doch an. Aber ich fixiere mich nicht so drauf, wie du ;)

für mich gibt es mehr als nur eine Wahrheit. Wahrheit ist perspektivisch gebunden...


Es liegt aber ein Widerspruch in der Anerkennung des Rationalen, Vernünftigen, Empirischen, Logischen etc. und dem Glauben an Gott...

Ah, okay, "Wahrheit" in diesem Sinne...dann sprechen wir lieber von der Wirklichkeit: dem, was wirklich ist, unabhängig davon, was wir darüber denken und wie/ob wir es wahrnehmen. Denn davon gibt's nur eine, und um die geht's...
 
mighty-mohab,
Taliesyn will auf die objektive Realität eingehen. Da gibt es nur eine "Wahrheit". Die Wissenschaft versucht so nah wie möglich an sie ranzukommen. Und bei unserem wissenschaftlichen Weltbild passt ein Gott nicht rein und muss er auch gar nicht reinpassen.



Ich finde dieses bild wirklich bezeichnend.


@zum thema intelligenz != Glaube

Es stimmt zwar, dass man "intelligent" bzw. gebildet sein und an einen Gott glauben kann. Aber es ist bewiesen, dass je gebildeter man ist weniger an Gott glaubt. 39 von 43 Studien belegen das. https://www.youtube.com/watch?v=bI5i2tI-QtA&feature=channel_page rechts bei dem infofenster sind alle Quellen der Studien usw angegeben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du übersiehst den Unterschied zwischen Ebenbild und Abbild. Das Porträt von dir auf Papier ist ein Abbild. Das Ebenbild würde dir in allen Eigenschaften gleichen - in allen(!).



Mal sehen, was die Bibel sagt:
1. Mo. 1,26: Und Gott sprach: Lasst uns[a] Menschen[A] machen in unserm Bild, uns ähnlich… (nach Elberfelder Übersetzung)

"Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, "
(nach Luther 1984)

Das sind nach meinem Kenntnisstand sehr wortgetreue Übersetzungen. Und die stimmen beide mit meiner Aussage überein.

Mich halten noch ganz andere Sachen davon ab, die Bibel als wahr anzusehen....mein fehlender Glaube, ja, meine feste Überzeugung, dass es keinen Gott gibt, zum Beispiel...^^


Die Überzeugung will ich dir ja nicht nehmen, denn das ist deine persönliche Angelegenheit. Doch ob sich der Wahrheitsgehalt der Bibel nach deinen oder meinen persönlichen Ansichten richtet wage ich zu bezweifeln. Und anders als

mighty-mohab (Zitat: "es gibt mehr als nur eine Wahrheit." ) glaube ich, dass es in sehr vielen Bereichen nur ein einzige und absolute Wahrheit gibt. Das fängt in vielen Wissenschaften an (Mathematik, Physik,...) und geht über Rechtsfragen weiter.

Doch ich war noch einige andere Antworten schuldig, also will ich es mit einem weiteren Thema versuchen:
Thema: Die Schöpfung der Welt
Nach meinem Kenntnisstand ist die Evolutionslehre Stand von den meisten wissenschaftlichen Arbeiten der letzten Jahrzehnte in den entsprechenden Forschungsbereichen. Es wurden schon sehr viele Forschungsarbeit in dieser Richtung geleistet und man hat dabei sagenhafte Entdeckungen gemacht. Allerdings sind ein paar Kleinigkeiten bis heute völlig offen geblieben.

1. Es kann nicht erklärt werden, warum sich das Weltall aus reiner Energie (oder welcher Urform auch immer) zu immer komplexeren Zusatänden bis hin zur Entstehung von Millionen verschiedener Lebensformen entwickelt hat. Dies widerspricht dem zweiten Gesetz der Thermodynamik, das vereinfacht besagt, dass vorhandene Energie immer nach Ausgleich bestrebt ist und nicht von selbst höhere Energieformen hervorbringen kann.

2. Die Entstehung von Information - und nichts anderes enthalten unsere Zellen in einer übergroßen Fülle - kann nicht durch Zufallsprozesse erklärt werden.

3. Die Entstehung von Leben kann damit ebenfalls nicht erklärt werden.

4. Die angenommenen Zufallsprozesse sind so dermaßen unwahrscheinlich, dass alle Moleküle des Weltalls nicht ausreichen, um auch nur einen Einzeller zu erzeugen.

Solche Ideen vertreten übrigens auch nahmhafte Wissenschaftler, nachzulesen z.B. in dem Buch "Die Akte Genesis".
Und ja, selbstverständlich ist mir klar, dass ich die Schöpfung nicht beweisen kann. Aber - und das erscheint mir nur fair - ich muss auch nicht an die Evolution glauben, denn um nichtws anderes handelt es sich. Naturwissenschaftliche Theorien zeichnen sich durch überprüfbare, falsifizierbare Versuche und konkrete Beobachtungen aus. Diese fehlen bei der Evolutionstheorie über weite Strecken, ja es werden sogar anerkannte wissenschaftliche Thorien (z.B. 2. Gesetz der Thermodynamik, s.o.) außer Kraft gesetzt, um an der Theorie festhalten zu können.

Ich glaube, das reicht einmal. Ich möchte niemanden davon abbringen, an die Evolution zu glauben, ich möchte diese auch nicht als lächerlich darstellen. Aber sie ist zumindest in weiten Teilen nicht so gut fundiert, wie das manche Menschen denken.

Ach ja, ich habe noch zwei Fragen:
1. Nenne mir doch einmal ein paar von den "hunderten Widersprüchen" der Bibel ganz konkret mit Textstellen und so.
2. Was bedeutet Ô.o ?

smailies
 
mighty-mohab,
Taliesyn will auf die objektive Realität eingehen. Da gibt es nur eine "Wahrheit". Die Wissenschaft versucht so nah wie möglich an sie ranzukommen. Und bei unserem wissenschaftlichen Weltbild passt ein Gott nicht rein und muss er auch gar nicht reinpassen.


es gibt nicht nur eine Wirklichkeit. Die Wirklichkeit und Wahrheit, was ihr als objektiv nennt, ist doch nur durch "Beschluss" einiger vieler als objektiv anzusehen.

Theodor W Adorno - Minima Moralia schrieb:
Bangemachen gilt nicht. - Was objektiv die Wahrheit sei, bleibt schwer genug auszumachen, aber im Umgang mit Menschen soll man davon nicht sich terrorisieren lassen. Es gibt da Kriterien, die fürs erste ausreichen. Eines der zuverlässigsten ist, daß einem entgegengehalten wird, eine Aussage sei »zu subjektiv«. Wird das geltend gemacht und gar mit jener Indignation, in der die wütende Harmonie aller vernünftigen Leute mitklingt, so hat man Grund, ein paar Sekunden mit sich zufrieden zu sein. Die Begriffe des Subjektiven und Objektiven haben sich völlig verkehrt. Objektiv heißt die nicht kontroverse Seite der Erscheinung, ihr unbefragt hingenommener Abdruck, die aus klassifizierten Daten gefügte Fassade, also das Subjektive; und subjektiv nennen sie, was jene durchbricht, in die spezifische Erfahrung der Sache eintritt, der geurteilten Convenus darüber sich entschlägt und die Beziehung auf den Gegenstand anstelle des Majoritätsbeschlusses derer setzt, die ihn nicht einmal anschauen, geschweige denken - also das Objektive...

ich behaupte, dass jede Perspektive eine eigene Wirklichkeit sieht...und für jeden ist diese Wirklichkeit auch eine Wahrheit. Denn sie ist empirisch im Handeln vorhanden und nicht wegzuleugnen.

Wer etwas wegleugnet, verschließt sich vor dem Gedanken an etwas, das man vielleicht noch nicht begreifen kann. (Ich behaupte auch nicht, dass ichs begreife, aber ich hoffe ich komm irgendwann dahinter...)
 
Ok smaillies, nun bin ich 100% davon überzeugt, dass du dich nur hier angemeldet hast , um deine Behauptungen zu verbreiten.

Doch ich war noch einige andere Antworten schuldig, also will ich es mit einem weiteren Thema versuchen:
Thema: Die Schöpfung der Welt
Nach meinem Kenntnisstand ist die Evolutionslehre Stand von den meisten wissenschaftlichen Arbeiten der letzten Jahrzehnte in den entsprechenden Forschungsbereichen. Es wurden schon sehr viele Forschungsarbeit in dieser Richtung geleistet und man hat dabei sagenhafte Entdeckungen gemacht.
Absolut richtig und deswegen ist es lächerlich zu sagen, dass sie falsch sind. (Ich habe es extra so hart ausgedrückt. Die Beweise sind einfach erdrückend.)
1. Es kann nicht erklärt werden, warum sich das Weltall aus reiner Energie (oder welcher Urform auch immer) zu immer komplexeren Zusatänden bis hin zur Entstehung von Millionen verschiedener Lebensformen entwickelt hat. Dies widerspricht dem zweiten Gesetz der Thermodynamik, das vereinfacht besagt, dass vorhandene Energie immer nach Ausgleich bestrebt ist und nicht von selbst höhere Energieformen hervorbringen kann.
Ist echt witzig wenn man sich seit einiger Zeit in einem Atheisten-Forum rumtreibt und innerhalb von ein paar Wochen die Standartargumente der Gläubigen auswendig vortragen kann. Da dieses "Argument" aber leider zu wissenschaftlich wird um es zu erklären poste ich diesen link:
https://www.atheisten.org/forum/viewtopic.php?f=10&t=2228&hilit=Thermodynamik

2. Die Entstehung von Information - und nichts anderes enthalten unsere Zellen in einer übergroßen Fülle - kann nicht durch Zufallsprozesse erklärt werden.
Warum? Dies ist tatsächlich eine sehr interessante Frage, aber es gibt viele Ansätze und Theorien, die zwar noch nicht so handfest sind, dass die als so wahr anerkannt werden können wie z.b. die Evolutionstheorie, aber davon zu sprechen, dass dies schlicht unmöglich ist, ist quatsch.
3. Die Entstehung von Leben kann damit ebenfalls nicht erklärt werden.
Wir sprechen von der Evolutionstheorie oder? :LOL: Soll ich sagen, dass die Gravitationstheory falsch ist , weil er mir nicht erklären kann warum ich mir gerade selbst vor den kopf schlage? :roll: das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. die evolutionstheorie hat nur die entstehung des lebens als vorraussetzung, mehr nicht.
4. Die angenommenen Zufallsprozesse sind so dermaßen unwahrscheinlich, dass alle Moleküle des Weltalls nicht ausreichen, um auch nur einen Einzeller zu erzeugen.
Beweise, Quelle? Das Thema Zufall und wie der Mensch damit umgeht ist aber auch sehr interessant. https://www.youtube.com/watch?v=98OTsYfTt-c&feature=channel_page (englisch erforderlich). Hoffentlich interessieren sich ein paar dafür, dass smalies es nicht angucken wird ist klar ^^.
Solche Ideen vertreten übrigens auch nahmhafte Wissenschaftler, nachzulesen z.B. in dem Buch "Die Akte Genesis".
Da hätte ich gerne eine Definition von dir von "nahmhafte Wissenschaftler". Dass die Evolutionstheorie von mehr als 90% der Wissenschaftsgemeinschaft anerkannt wird sagt schon alles.
Und ja, selbstverständlich ist mir klar, dass ich die Schöpfung nicht beweisen kann. Aber - und das erscheint mir nur fair - ich muss auch nicht an die Evolution glauben, denn um nichtws anderes handelt es sich.
Du musst natürlich nicht an die Evolution glauben. Kannst dafür aber gerne an Aliens und blaue Schafe glauben wenns dir Spaß macht. Wenn man aber sein Weltbild wissenschaftlich und rational gestaltet, kommt man nicht darum herum die Evolutionstheorie anzuerkennen bzw. hat keinen Zweifel an dessen Glaubwürdigkeit.
Naturwissenschaftliche Theorien zeichnen sich durch überprüfbare, falsifizierbare Versuche und konkrete Beobachtungen aus. Diese fehlen bei der Evolutionstheorie über weite Strecken, ja es werden sogar anerkannte wissenschaftliche Thorien (z.B. 2. Gesetz der Thermodynamik, s.o.) außer Kraft gesetzt, um an der Theorie festhalten zu können.
1. ist das Quatsch mit der Thermodynamik (s. ersten link)
2. hat die Enstehung des Universums nix mit der Evolutionstheorie zu tun.
Ich glaube, das reicht einmal. Ich möchte niemanden davon abbringen, an die Evolution zu glauben, ich möchte diese auch nicht als lächerlich darstellen. Aber sie ist zumindest in weiten Teilen nicht so gut fundiert, wie das manche Menschen denken.
Keine Angst, mit so einem Quatsch schaffst du es sicherlich nicht viele Menschen zu überzeugen :mrgreen:
Dass die Evolutionstheorie Lücken aufweist ist doch klar. Sie ist unglaublich komplex und da ist es verständlich, dass man noch alles rausgefunden hat. aber das heißt noch nicht, dass man dann auf einen schöpfer schließen muss, nein, dass heißt, dass man weiter forscht und die lücken schließt, so wie es die wissenschaft tut.
Ach ja, ich habe noch zwei Fragen:
1. Nenne mir doch einmal ein paar von den "hunderten Widersprüchen" der Bibel ganz konkret mit Textstellen und so.
Wie wärs wenn man alles übernatürliche nimmt? Da kommen wir sicherlich schon in die Tausende :LOL:



Abschließend kann man sagen:
smailies ist ein Gläubiger wie er im Buche/Internet steht. Typisch verbreitet er Unwissen , wie es soviele im Internet tun.
Das schlimme ist, dass es immer wieder die selbe Laia ist, "Die Evolutionstheorie ist falsch, weil man ja nicht das Leben erklären kann und das Universum und den Zufall balbalbal"

@mighty "es gibt nicht nur eine Wirklichkeit. Die Wirklichkeit und Wahrheit, was ihr als objektiv nennt, ist doch nur durch "Beschluss" einiger vieler als objektiv anzusehen. "

Unser Problem ist hier wohl die Begriffsdefinition.
Unter meiner Definition gibt es nur eine objektive Realität/Wirklichkeit. Nur weil 1 Mensch von 100 nicht den Baum sieht, heißt es nicht, dass es ihn nicht wirklich gibt. Dasselbe auch bei 100 von 100 Menschen.

Diese Realität wird aber natürlich von dem Menschen subjektiv aufgefasst, ist doch ganz klar. Und wir werden es wohl nie schaffen, 100% die objektive Realität zu erfassen. (ich meine übrigens die Physikalische Welt. Moral etc. ist was ganz anderes)
 
Zuletzt bearbeitet: