Hui. Du hast aber wirklich eine schlechte Meinung von der Menschheit und/oder Deinen Mitbürgern... :-?

Ohne jetzt zu viel zu den Off Topics sagen zu wollen: Natürlich sind auch die Menschen in NGO´s keine reinen Altruisten. Die gibt es vermutlich nicht mehr, seit Mahatma Gandhi gestorben ist. :ugly: Und ja. Dort werden manchmal auch dicke Patzer gebaut, die den Organisationen manchmal jahrelang schaden.

Aber ihnen vorzuwerfen sie torpedierten absichtlich ihre eigenen Ziele, um sich unentbehrlich zu machen? Das grenzt schon an Verschwörungstheorien...

[...] [Homogenität/Einigkeit] Wie oben beschrieben, vieles ist Erziehungssache und beeinflussbar durch Werte, die man suggerieren kann durch Medien und Erziehungsanstalten wie Kindergarten und Schule. Es wäre halt ein langwieriger Prozess sich als Gesellschaft wieder zu einen und die Zuwanderung müsste erst mal gebremst werden. [...]

Du möchtest also zurück in Zeiten, wo sich die Gemeinschaft dadurch gebildet hat, dass sie sich von anderen abgegrenzt hat. In denen sie sich Regeln gab, die unumstößlich waren und wo Verstöße dagegen nicht selten gewaltsame Konsequenzen hatten?

Heute musst Du vielleicht Angst davor haben, dass Du mit Deiner Meinung nicht besonders gut ankommst in der Gesellschaft. Möglicherweise wirst Du sogar schief angesehen, aber mehr droht Dir doch nun wirklich nicht. Aber wenn ich bedenke, welchen echten Repressalien z.B. alleinerziehende Mütter mit ihren "Bastarden", homosexuelle Menschen und eben auch Ausländer noch vor gar nicht so langer Zeit flächendeckend ausgesetzt waren, dann bin ich wirklich froh, dass mittlerweile ein anderer Mainstream vorherrscht.

[...] Aber Verträge, die einem nicht passen kann man versuchen neu zu verhandeln. Man kann sich an einigen Dingen beteiligen, an anderen nicht. Mache ich alles alternativlos, dann habe ich keine Demokratie mehr. [...]

Du kannst jederzeit versuchen, dafür Mehrheiten zu finden. Du kannst aber nicht verlangen, dass jeder automatisch so denkt wie Du. Ich jedenfalls hoffe, dass es sehr lange nicht gelingen wird für den Ausstieg aus der Menschenrechts- oder der Flüchtlingskonvention Mehrheiten zu bekommen.

Das Asylrecht lässt sich ohnehin nicht komplett abschaffen, es sei denn Du möchtest gleich das ganze Grundgesetz in den Boden stampfen.

[...] Zudem mag ich dieses "Angst" vor Fremden Argumentation nicht. [...] "Angst vor Fremden" ist so ein gesellschaftlicher Etablierter Begriff, den man gerne am Stammtisch als Totschlagargument bringt. [...]

Du hast mir doch nun in mehreren Posts berichtet, was Du alles befürchtest, wenn wir den Zustrom an Flüchtlingen nicht begrenzen oder noch besser ganz beenden. Ist das denn keine Angst?

[...] Ich denke, wir haben die Brüderlichkeit verloren (ich habe die Türken in der Schule immer darum beneidet, wie gut diese zusammen gehalten haben). [...]

Wann hält eine Gruppe immer am besten zusammen? Richtig, wenn sie angegriffen wird oder sich zumindest angegriffen oder ausgegrenzt fühlt. Das wird wohl auch bei den Türken Deiner Schule der Fall gewesen sein. Es sei denn es waren tatsächlich Brüder. Da kommt sowas dann tatsächlich aus der familiären Verbindung. ;)
 
Okay. Ich zwinge den Arbeitgeber dazu keine Ausländer einzustellen, weil sie eben nicht arbeiten dürfen. Aber muss der Arbeitgeber deswegen einen Deutschen einstellen? Nein.
Muss er nicht. Er muss niemanden einstellen. Nur dann muss er die Arbeit auch selbst erledigen. Aber jemand, der hier nur temporär in Obhut genommen wird, damit er nicht in seiner Heimat massakriert wird, sollte nach wie vor kein automatisches Arbeitsrecht bekommen und damit zur Konkurrenz für das eigene Volk werden. Und das werden sie; vor allem für die, die es ohnehin schon beschissen schwer haben, weil sie eben keine Fachkräfte sind (egal wie oft sich das Frau Doktor noch wünscht).

Du möchtest (am besten allen) Ausländern das legale Arbeiten verbieten, aber gleichzeitig die Schwarzarbeit eindämmen? Wie viele Zollbeamte möchtest du denn zusätzlich einstellen?
So viele wie nötig sind, um die Schwarzarbeit auf einem wirtschaftlich erträglichem Niveau zu halten.

Aber die gibt es doch? :think:
Ja. Wie ich schon schrieb: So wie es jetzt schon ist, nur konsequenter. Ich kenne da Leute, die haben 6+ Jahre um eine Umschulung gebettelt. Waren körperlich nach eigener Einschätzung nicht mehr in der Lage, ihren Job auszuüben, aber der Amtsarzt sagte etwas anderes. Also theoretisch vermittelbar, praktisch aber über Jahre arbeitslos. Oder der umgekehrte Fall: Jemand will Zweiradmechaniker werden, wird aber zum Fachinformatiker umgeschult. 2 verpatzte Prüfungen später hat er dann aufgegeben. 2 Jahre Umschulung (einschließlich der Kosten) umsonst. Was soll der ganze Quatsch?

Und wenn Du meinst, dass die Hälfte aller arbeitslosen Empfänger von SGB II Leistungen einfach nur faule Schweine sind, dann kann ich Dir nicht helfen. Meine Erfahrung sagt etwas anderes.
Entweder faul oder mit vorgeschobenen Problemen, die eigentlich keine sind. Oder welche haben, die ein Arbeitnehmer auch hat, aber damit anders umgeht. Meiner Erfahrung nach ist es einfach so, dass sich viele mit ihrer Situation einfach über die Zeit arrangiert haben und inzwischen auch antriebslos geworden sind. Vielleicht mal ein Beispiel, das ich immer wieder gern erzähle:

Ein Kumpel von mir leitet so eine gemeinnützige Einrichtung. Die hat Anrecht darauf, ein paar 1-Euro-Jobber zu bekommen, die mit 1,50€/h entlohnt wurden. Ok, kann ich verstehen, wenn man darauf nicht besonders viel Bock hat. Jedenfalls hat er ihnen die Aufgabe zugeteilt, zu dritt einen Saal zu bestuhlen für eine Veranstaltung am Nachmittag. Nach etwa 3 Stunden wurde er skeptisch und ging mal nachschauen. Da standen die 3 Hartzies um einen Tisch und diskutierten darüber, wie man die Stühle am besten hinstellt. Er hat dann den Saal in gut einer halben Stunde allein selbst bestuhlt...

Und dieser Art Beispiele habe ich noch einige im Gepäck. Wie nennt man das? Zu doof? Möglich. Ich glaube aber, dass sie es bei jeder Grillparty besser und schneller hinbekommen hätten. Also "null Bock". Ok, kann ich in gewissem Maße nachvollziehen, weil der Job beschissen bezahlt ist und keinerlei Perspektive bietet. Aber trotzdem bleibt es unter dem Strich nur simple Faulheit...

Warum eigentlich? Haben die eben einfach Pech gehabt? Wohlgemerkt, ich habe nicht arbeitsunfähige Menschen gemeint, sondern solche, die durchaus noch produktiv sein könnten, wenn ihnen eine Stelle angeboten würde die auf sie zugeschnitten ist (Teilzeit, mehr Pausen, technische Hilfsmittel). Aber die meisten Unternehmen zahlen lieber eine Ausgleichsabgabe, als sich mit solchen Arbeitnehmern "zu belasten".
[...]
Und deswegen dürften diese Frauen keine Kinder bekommen? Oder wie soll ich das verstehen?
Naja, hier prallen natürlich unser beider Ideologien aufeinander. Ich will gar nicht die unternehmerische Freiheit einschränken oder aufheben, sich selbst den besten verfügbaren Arbeitnehmer zu suchen. Du hingegen würdest Firmen lieber zwingen, solche Leute einzustellen. Womöglich mit Quote.

Nun war ich ja auch mal selbstständig; leider nicht so erfolgreich, um noch andere als mich selbst beschäftigen zu können. Aber wäre ich es gewesen, wäre es bei mir auf Unverständnis auf ganzer Linie gestoßen, wenn ich mir hätte staatlich diktieren lassen müssen, wen ich für welche Position hätte einstellen müssen. Nein, ich möchte nicht die durchaus begabte fette Frau mit 3 Kindern an der Rezeption haben, die ständig auf ein Kind krank geschrieben ist, sondern die junge attraktive Blondine ohne Kinder, die auch etwas charmant mit meinen Kunden flirtet. Firmen sagen es zwar nicht so überdeutlich, wie ich es gerade tue, weil es politisch nicht korrekt ist. Aber sie denken ganz genauso.

Und so zieht es sich durch alle Bereiche. Klar kann man da nun gewaltsam gegen steuern. Eben mit Quote und anderen dämlichen Gesetzen. Und der Erfolg dabei? Es wird die Frau mit 3 Kindern eingestellt und in der Probezeit möglichst schnell entlassen. Dass sie von Anfang an keine Chance hatte, wird ihr nicht gesagt. In ihrem Lebenslauf stehen dann X Firmen, in denen sie nirgends die Probezeit überlebt hat. Die nächste Firma wird sie schon gar nicht mehr einladen, weil an ihr "irgendwas faul ist"... Wer ist nun der Gewinner dabei?

Wir haben einen Sozialstaat, um Leute aufzufangen, die nicht (mehr) arbeiten gehen können. Keine Stelle zu finden, obwohl man sich bemüht, gehört für mich dazu. Wobei ich aber sagen muss, dass wenn jemand keinen Job findet, dann auch mal überlegt werden kann, ob man nicht umschult. Ich habe noch keinen erlebt, der wirklich etwas erreichen wollte und es trotz intensiver Bemühungen nicht geschafft hätte. Klar kann nicht jeder mit 60 noch Astronaut werden. Aber wenn man trotzdem nicht nur Hartzi spielen und Falschparker aufschreiben will, dann habe ich noch nicht gehört, dass sich nicht auch mindestens ein anderer interessanter Weg aufgetan hätte. In fast allen mir bekannten Fällen mangelt es stets an dem nötigen Willen und der Tatsache, dass der Weg des geringsten Widerstandes der Weg zum Amt ist.

"Vergessen" hast Du noch die örtlich unflexiblen Menschen. Der Staat kann nunmal in der Provinz in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Niedersachsen keine Arbeitsplätze herbeizaubern. Die freien Stellen entstehen meistens woanders.
Ja, die hatte ich "vergessen". Weil ich hier geteilter Ansicht bin und mir immer den Einzelfall anschauen muss. Ich meine, es gibt Leute, die arbeiten seit ihrem 18. Lebensjahr. Waren fleißig und sparsam, haben sich irgendwann ein Haus gebaut und zahlen es ab. Oder haben es bereits abgezahlt. Wie hoch wird nun das Interesse sein, das Haus zu verkaufen, um irgendeinen (womöglich auch noch beschissen bezahlten) Job irgendwo anzunehmen, nur um nicht arbeitslos zu sein?

Habe da in Hamburg jemanden kennengelernt, der wie ich die erste Zeit in einer Pension lebte, weil er keine Wohnung gefunden hat. Er war verheiratet, 2 Kinder und kam aus NRW. War wie ich Wochenendpendler. Nur ich war Single, bin am WE nur wegen meiner damals kranken Mama nach Hause gefahren. Aber er konnte de facto kaum an der Erziehung seiner Kinder teilhaben. Er war Flugzeugmechaniker - gut bezahlt, wenn man denn einen Job findet. Er hat mit seiner Frau zusammen noch das Haus abbezahlt, also war seine Frau auch voll berufstätig. Sie trug darüber hinaus aber noch die ganze Last mit den Kindern, den Haushalt und Garten fast allein. Wenn Du mich fragst, war/ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Ehe in die Brüche ging/geht. Habe keinen Kontakt mehr zu ihm, weiß also nicht, ob er noch verheiratet ist. Würde mich aber wundern.

Wie auch immer. Habe mich jedenfalls selbst gefragt, wie ich es halten würde. Naja, so lange ich zur Miete wohne und jünger war, war und wäre ich zu einigen "Schandtaten" bereit. Auch problemlos die Stadt oder das Land zu wechseln. Aber je älter man wird, desto mehr will man Wurzeln schlagen (vorerst noch über der Erde). Und es hängt auch viel dran, wie Familie, Freundeskreis, Haus, ... Heute würde ich zu den Konditionen wie damals nicht noch mal nach Hamburg ziehen. Heute würde ich gegenüber meiner aktuellen Situation eine spürbare finanzielle Verbessung voraus setzen und dazu noch 1 oder 2 "Leckerlis", wie etwa kostenloser Firmenparkplatz, mehr Urlaubstage, ... was weiß ich. Und ich bin mir sicher, dass selbst das in 15 Jahren nicht mehr reichen würde, weil ich da schon die Rente im Blick hätte und nur noch Arbeitsjahre voll machen wollen würde. Mit 60 oder 62 würde ich Hartz IV jeder Arbeitsstelle vorziehen, für die ich mich grundsätzlich verändern müsste. Mit 65 würde ich vermutlich den Ruhestand ins Auge fassen.

Kommt eben sehr auf die Situation an und deswegen will und kann ich hier nichts pauschal dazu sagen.

Alle diese Fälle sind nicht mit den Mitteln, die man Asylanten oder Flüchtlingen anbieten könnte "zu retten" ("Die faulen Schweine" sowieso nicht). Sie nehmen also keinem deutschen SGB II Empfänger eine Chance zur Hilfe weg.
Ok, aber jetzt beschreibst Du ja die Situation, da die Firmen händeringend eine Fachkraft suchen und die in der einheimischen Bevölkerung nicht finden können. Genau in diesem Fall (und nur in diesem Fall!) sollen sie ja auch auf ausländische Fachkräfte zurück greifen dürfen.

Nur hege ich nach wie vor äußerst große Zweifel, dass sich die unter den Asylanten finden lassen werden. Denn wenn man grundsätzlich bereit ist, jemanden erstmal auszubilden und/oder anlernen zu müssen und dann mit dem Manko einer komplizierten Kommunikation über Jahre hinweg sich zu arrangieren bereit ist, dann bin ich mir auch sehr sicher, dass man jemanden aus eigener Zucht hätte finden können und hätte so zumindest kein Kommunikationsproblem gehabt.

Auf dem Arbeitsmarkt schließlich wären sie natürlich Konkurrenten, das stimmt. Allerdings schätze ich, dass die meisten Arbeitgeber auch heute noch lieber eine(n) Deutsche(n) einstellen werden, wenn beide denn die gleiche Eignung besitzen.
Das meine ich auch. Nur könnte der Staat eben hier falsch korrigierend entgegen wirken, etwa durch die nun mehrfach angeführte Quote oder andere dämliche Gesetze und Regularien.

Wie gesagt, einer Kostenbeteiligung für Weiterbildungen (nach dem BAFöG-Prinzip) stehe ich prinzipiell offen gegenüber. Einer Kostenbeteiligung für die Unterbringung in der Zeit der Prüfung des Anspruchs und für den Fall der (temporären) Unvermittelbarkeit nicht.
Da stimme ich zu. Die Zeit, die sie hier sind bis über ihren Status entschieden wurde, ist unser Problem, weil auch die Abarbeitungszeit der Anträge unser Problem ist und die Leute darauf absolut keinen Einfluss haben.

Aber sobald sie positiv entschieden wurden und Asyl bekommen haben (und/oder Aufenthaltsgenehmigung), beginnt die Kreditierung. So würde ich es mir vorstellen.

Und wie sollte das auch gehen, wenn Du gleichzeitig verlangst, dass die Menschen erst dann überhaupt selbst Geld verdienen dürfen sollen, wenn kein ("arbeitswilliger") Deutscher mehr einen Job sucht?
Komm doch mal bitte von dem Gedanken weg, dass die Flüchtlinge aus dem arabischen Raum, aber gerade aus Syrien, alles mittellose Bettler wären. Die haben zum Teil mehr Geld im Rucksack, als ich je auf meinem Konto hatte.

Die Reise nach Europa war alles andere als billig und das trotz der Gefahren für Leib und Leben. Jetzt, da immer mehr Länder dicht machen, wird die Reise sogar noch teurer. Eine kleine Bootstour zu je 1000 bis 3000 Euro pro Person kennt man so nur aus dem Preiskatalog eines Kreuzfahrtschiffes mit Unterbringung in einer Suite. Hier angekommen wird schon mal gerne 300 oder 400 Euro für eine Taxifahrt bezahlt. Und viele von denen, denen es hier nicht gefiel, haben einfach einen Flug für die ganze Familie gebucht in ein anderes Land.

Natürlich trifft das nicht auf alle zu. Aber bitte, die Araber sind in der Mehrheit keine Wirtschaftsflüchtlinge. Und die wollen wir hier sowieso nicht haben. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass die ihre Aus- oder Weiterbildung, einschließlich des Sprachkurses und was noch alles dazu gehört, problemlos aus eigener Tasche bezahlen könnten, wenn man sie ließe.

Etwas anders mag es mit den Leuten aussehen, die aus Afrika an Land schwemmen. Aber dazu habe ich mich ja bereits geäußert und festgestellt, dass nach aktuellem Stand beispielsweise Eritrea kein "unsicheres Herkunftsland" ist, auch wenn dort nicht Milch und Honig fließt. Und das gilt für die meisten Länder Afrikas, aus denen die Leute nach Europa schwappen. Klar muss man auch hier die Einzelfälle prüfen, mag ja wirklich ein politisch verfolgter unter ihnen sein. Aber nachdem wir Snowden schon abgelehnt haben, wird das Argument wohl auch nicht so hart sein, wie ich dachte...
 
Ich verstehe ja durchaus was du meinst. Ich halte es aber aus verschiedenen Gründen für besser, wenn man nicht erst im Land prüft, wer ein Bleiberecht hat und wer nicht. [...]

Gute Idee! Nur dafür müsste man Strukturen schaffen. Also in/an jeder Botschaft eine Stelle, die sowas machen kann und die Menschen solange sicher unterbringt.
Und wenn sie dann einen Anspruch auf Hilfe haben, dann kann man sie auch gleich transportieren und somit den Schleppern zumindest das Hauptgeschäft kaputt machen (denn einige werden ja auch nach einer Ablehnung versuchen, trotzdem zu kommen ;) )

[...] Du willst jetzt aber nicht behaupten, dass sich das Jobangebot proportional zum Zuzug in dem Maße erhöht, dass man auch einen Großteil der zugezogenen Erwerbsfähigen (Kinder und Alte mal ausgenommen) in Arbeit kriegt, von der sie auch leben können? [...]

:roll: Zum vierten oder fünften Mal: Ich gehe von ca. 50 % aus. Die neu hinzugekommenen Menschen müssen doch von irgend jemandem versorgt werden.

[...] Und man müsste unterstellen, dass sie überhaupt FÄHIG sind, diese Arbeiten auszuführen. Wenn aber 2/3 der Zugezogenen nicht mal ihre eigene Landessprache in Wort und Schrift akzeptabel beherrschen, von Mathematikkenntnissen ganz zu schweigen, was sollen diese Menschen also bei uns arbeiten? [...]

Natürlich brauchen sie Sprach- und Integrationskurse, manche (meinetwegen auch viele) vielleicht auch Schulbildung. Aber dass es unmöglich ist, sie für Stellen wie Lieferwagenfahrer, Putzkraft, Friseur oder Bäcker zu qualifizieren, das kannst Du doch nicht ernsthaft vertreten?

[...] Der Begriff Verdrängungswettkampf ist dir nicht zufällig geläufig? Experten warnen ausdrücklich davor, dass es zu Verdrängungswettkämpfen kommt, was es zu vermeiden gilt. Das ist sozialer Sprengstoff!!! Nicht weil ICH es sage, sondern weil zahlreiche Experten davor warnen! Was glaubst du machen Kevin, Justin-Jason und Sebastian wohl morgen, wenn ihr Chef ihnen heute sagt, das Ali, Rachid und Mouhammad jetzt ihre Arbeit machen? [...]

Wenn sich Deine Beispiel-Jungs am ganz normalen Arbeitsmarkt nicht gegen die ausländischen Mitbewerber durchsetzen könnne, dann ist das doch nicht die Schuld der Ausländer. Und was sollen sie machen? Asylbewerberunterkünfte anzünden? Tun sie jetzt auch schon. Sich mit Fremden prügeln? Auch nichts neues.

Auch das hier zum zweiten Mal: Ich behaupte, dass die meisten Chaefs immer noch lieber einen Deutschen einstellen werden, wenn der die gleiche Leistung bringt wie ein ausländischer Konkurrent.

[...] Ich halte das für Wunschdenken. Dafür müssten die Leute nämlich erst einmal eine Arbeit haben, von der sie leben können. Die sehe ich aber schon aufgrund der vorher genannten Defizite nicht. Da ist noch garnicht daran zu denken, dass sie damit andere unterstützen könnten. Schon gar nicht, wenn sie einen Großteil des Geldes wieder zurück in die Heimat transferieren. [...]

Wenn sie sozialversicherungpflichtige Arbeitsplätze haben, dann können sie den Teil der unserem Staat und den Sozialsystemen zusteht nicht verschicken, weil der vom Lohn einbehalten wird. Einen weiteren Teil werden sie hier ausgeben müssen, weil sie wohnen und essen wollen, schätze ich. Und wenn sie dann noch etwas übrig haben, dann sollen sie es eben verschicken. Soll mir recht sein. Ich interessiere mich ja auch nicht dafür, was Du mit Deinem Geld tust.

Noch ganz kurz zur gesellschaftlichen Integration (ohne Job): Natürlich wird das nicht einfach. Vor allem weil auch in Vereinen und anderen Gruppen oft Menschen sind, die Vorbehalte gegen fremde Menschan haben (und damit meine ich nicht einmal Ausländer, manchmal reicht es schon wenn die Menschen aus Bayern oder Sachsen kommen). Aber wenn man die Integration gar nicht erst startet, dann werden sich die geflüchteten Menschen erst recht ghettoisieren. Weil ihnen überhaupt nichts anderes übrig bleibt, wenn sie noch Teil einer Gemeinschaft sein wollen (was zum menschlichen Leben einfach dazu gehört und wichtig für das Wohlbefinden ist).

[...] Zu ungenutzten staatlichen Einnahmemöglichkeiten fallen mir erst mal nur Steuererhöhungen ein. [...]

Wie wäre es vorher mal mit konsequenter Steuerfahndung und Schließung von (internationalen) Steuerschlupflöchern? Um nur zwei Möglichkeiten mal kurz anzureißen...

[...] Niemand will mal einen Blick in die Zukunft wagen. Übrigens auch einer der Hauptgründe, warum uns die Flüchtlingskrise so "überraschend" getroffen hat. War alles vor ein paar Jahren noch Science Fiction! Obwohl es zahlreiche Experten gab, die davor gewarnt haben. [...]

Stimmt. Aber die schwarze Null war ja wichtiger und Dublin II ganz toll! Wir hätten diese Krise viel ruhiger und geordneter angehen können, wenn wir vorher nicht alles kaputt gespart hätten.

[...] Science Fiction war wohl eher, dass die Flüchtlinge helfen können unser Fachkräfteproblem zu lösen. [...]

Das denke ich auch. Jedenfalls in dem Umfang, in dem es mancher propagiert hat. Wobei das Ergebnis natürlich noch nicht feststeht. Von den Menschen die im letzten Jahr (bzw. seit Beginn der Krise) hier her kamen, darf doch vermutlich noch kein einziger arbeiten, selbst wenn er es wollte. Wir werden sehen wie es sich entwickelt.

Dein Beispiel mit dem Golf ist übrigens recht eindrücklich, beschränkt sich aber eben auf Arbeitsplätze in der Produktion, die ohnehin zurückgehen. Das hat aber noch nichts mit den "Sozial- und Dienstleistungsrobotern" aus Deinem Science Fiction-Artikel zu tun. Die gibt es nämlich (noch) nicht. Also müssen es wohl Menschen machen, wenn mehr Arbeit anfällt. Und das wird sie, wenn mehr Menschen da sind, die Versorgung benötigen. Das ist schlichte Logik. Mehr nicht.

[...] Ich versuche hier übrigens nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zu plädieren. Ich sage es noch einmal: Ich will einfach nur wissen, wie wir das schaffen wollen, OHNE UNS IN DIE TASCHE ZU LÜGEN!

Und ich habe versucht Ansätze aufzuzeigen. Aber wenn Du das alles als Lüge klassifizierst, dann kommen wir wohl nicht zusammen. Also lassen wir uns von der Entwicklung überraschen. :D

Und wenn Du mit alledem nicht gegen die Aufnahme plädieren wolltest: Wofür denn dann? Für die "Obergrenze"?
 
Du möchtest also zurück in Zeiten, wo sich die Gemeinschaft dadurch gebildet hat, dass sie sich von anderen abgegrenzt hat. In denen sie sich Regeln gab, die unumstößlich waren und wo Verstöße dagegen nicht selten gewaltsame Konsequenzen hatten?

Nochmals, dass sage ich so nicht. Ich möchte das ein Staat in sich geschlossen bleibt aber offen mit seiner Umwelt interagiert. Und das auf Augenhöhe und nicht wie jetzt, dass der Stärkere dem Schwächeren alles aufdiktiert. Auch wenn ich die Menschheit aktuell auf einem schlechten Weg sehe und den Egoismus voranschreiten sehe, glaube ich grundsätzlich an die Möglichkeiten und das Gute in der Menschheit. Und wo schreibe ich irgendwo etwas von gewaltsamen Konsequenzen?

Heute musst Du vielleicht Angst davor haben, dass Du mit Deiner Meinung nicht besonders gut ankommst in der Gesellschaft. Möglicherweise wirst Du sogar schief angesehen, aber mehr droht Dir doch nun wirklich nicht. Aber wenn ich bedenke, welchen echten Repressalien z.B. alleinerziehende Mütter mit ihren "Bastarden", homosexuelle Menschen und eben auch Ausländer noch vor gar nicht so langer Zeit flächendeckend ausgesetzt waren, dann bin ich wirklich froh, dass mittlerweile ein anderer Mainstream vorherrscht.

Also ich denke auf der Arbeit hat man es schwer mit den falschen Ansichten, dann ist gesellschaftliche Isolation auch nicht viel besser als direkte Gewalt, es zermürbt den Menschen innerlich. Man schaue doch aktuell auf die AfD, wo auf jemanden geschossen wurde, weil er deren Plakate aufgehangen hat. Ja ich denke heute muss man mit der falschen Meinung Angst haben.

Du kannst jederzeit versuchen, dafür Mehrheiten zu finden. Du kannst aber nicht verlangen, dass jeder automatisch so denkt wie Du. Ich jedenfalls hoffe, dass es sehr lange nicht gelingen wird für den Ausstieg aus der Menschenrechts- oder der Flüchtlingskonvention Mehrheiten zu bekommen.

Da drehen wir uns im Kreis. Im Gegensatz zu dir glaube ich nicht, dass man mit gemäßigter nationaler Einstellung Mehrheiten finden kann. Beim Aufkeimen einer national orientieren Partei, wird sie ganz automatisch von ihrem Umfeld (Medien, Politik, Gesellschaft) in die radikale Ecke gedrängt.

Du hast mir doch nun in mehreren Posts berichtet, was Du alles befürchtest, wenn wir den Zustrom an Flüchtlingen nicht begrenzen oder noch besser ganz beenden. Ist das denn keine Angst?

Ich würde es Gewissheit nennen :) Aber nein, ich denke nicht, dass die Welt dadurch untergeht. Ich denke nur dass das Leben sich verschlechtert. Wenn du das Angst nennst, dann hat jeder Mensch angst vor der politisch anderen Meinung. Es liegt halt nicht an Angst vorm Fremden. Die Menschen selbst (die Fremden) sind keine besseren oder schlechteren Menschen wie wir.


Wann hält eine Gruppe immer am besten zusammen? Richtig, wenn sie angegriffen wird oder sich zumindest angegriffen oder ausgegrenzt fühlt. Das wird wohl auch bei den Türken Deiner Schule der Fall gewesen sein. Es sei denn es waren tatsächlich Brüder. Da kommt sowas dann tatsächlich aus der familiären Verbindung. ;)

Ich denke nicht, dass sie in Duisburg eine Minderheit darstellen oder aber angegriffen werden können ;) Auch unter 50% muss ich keine Minderheit sein, wenn ich eine der größten Gruppen bin. Deutsche an den Schulen sind keine homogene Masse. Die unterteilen sich in Skater, Kiffer, Rechte, Nerds, usw.
 
Gute Idee! Nur dafür müsste man Strukturen schaffen. Also in/an jeder Botschaft eine Stelle, die sowas machen kann und die Menschen solange sicher unterbringt.
Und wenn sie dann einen Anspruch auf Hilfe haben, dann kann man sie auch gleich transportieren und somit den Schleppern zumindest das Hauptgeschäft kaputt machen (denn einige werden ja auch nach einer Ablehnung versuchen, trotzdem zu kommen ;) )

Ja. Und das machen wir dann weltweit. Und jeder der dann einen Anspruch hat, wird im Heimatland mit dem Flieger abgeholt. Findest du das echt realistisch? 8O

:roll: Zum vierten oder fünften Mal: Ich gehe von ca. 50 % aus. Die neu hinzugekommenen Menschen müssen doch von irgend jemandem versorgt werden.

Also für jeden 2. Flüchtling wird ein neuer Arbeitsplatz entstehen? So in 5 Jahren also um die 2,5 Mio neue Stellen? Nimms mir nicht übel, aber gehört das nicht eher ins Reich der Fabeln?

Natürlich brauchen sie Sprach- und Integrationskurse, manche (meinetwegen auch viele) vielleicht auch Schulbildung. Aber dass es unmöglich ist, sie für Stellen wie Lieferwagenfahrer, Putzkraft, Friseur oder Bäcker zu qualifizieren, das kannst Du doch nicht ernsthaft vertreten?

Nein, unmöglich ist das sicher nicht. Ich halte es aber für unmöglich, dass dies in einem Zeitrahmen passiert, der uns hier nennenswert weiter bringt. Ich würde das ja gerne glauben, aber da sind wir schnell wieder beim versetzten Berg angelangt.

Wenn sich Deine Beispiel-Jungs am ganz normalen Arbeitsmarkt nicht gegen die ausländischen Mitbewerber durchsetzen könnne, dann ist das doch nicht die Schuld der Ausländer.

Sei mir nicht böse, aber ich halte diese Ansicht für brandgefährlich!!!

Und was sollen sie machen? Asylbewerberunterkünfte anzünden? Tun sie jetzt auch schon. Sich mit Fremden prügeln? Auch nichts neues.

Diese Polemik bin ich von dir garnicht gewohnt. Warum sagst du sowas?

Auch das hier zum zweiten Mal: Ich behaupte, dass die meisten Chaefs immer noch lieber einen Deutschen einstellen werden, wenn der die gleiche Leistung bringt wie ein ausländischer Konkurrent.

Und ich behaupte, dass es nur ein Frage des Preises ist. Nicht umsonst will ja gerade die Niedriglohnindustrie ein Aufweichen der Sozialstandards. Wenn nun hier aber ein großangelegter Arbeiteraustausch statt findet, wird Rostock-Lichtenhagen hier bald Usus sein.

Und darauf habe ich genauso wenig Bock, wie auf Silvester 2015 in Köln! Das musst du mir jetzt einfach mal glauben.

Wenn sie sozialversicherungpflichtige Arbeitsplätze haben, dann können sie den Teil der unserem Staat und den Sozialsystemen zusteht nicht verschicken, weil der vom Lohn einbehalten wird. Einen weiteren Teil werden sie hier ausgeben müssen, weil sie wohnen und essen wollen, schätze ich. Und wenn sie dann noch etwas übrig haben, dann sollen sie es eben verschicken. Soll mir recht sein. Ich interessiere mich ja auch nicht dafür, was Du mit Deinem Geld tust.

Dafür muss aber erstmal ein Sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz her. Wir drehen uns hier im Kreis und sind schon wieder beim Glauben angelangt.

Noch ganz kurz zur gesellschaftlichen Integration (ohne Job): Natürlich wird das nicht einfach. Vor allem weil auch in Vereinen und anderen Gruppen oft Menschen sind, die Vorbehalte gegen fremde Menschan haben (und damit meine ich nicht einmal Ausländer, manchmal reicht es schon wenn die Menschen aus Bayern oder Sachsen kommen). Aber wenn man die Integration gar nicht erst startet, dann werden sich die geflüchteten Menschen erst recht ghettoisieren. Weil ihnen überhaupt nichts anderes übrig bleibt, wenn sie noch Teil einer Gemeinschaft sein wollen (was zum menschlichen Leben einfach dazu gehört und wichtig für das Wohlbefinden ist).

Ich gebe dir ja da uneingeschränkt recht. Man intgriert aber niemanden in die Gesellschaft, wenn man die eigenen Bevölkerungsteile ausgrenzt! Das unterscheidet die jetzige Situation auch von den 60ern in Deutschland. Wir benötigen bei weitem nicht so viele Arbeitskräfte, wie wir im Moment Menschen ins Land holen. Das ist der Haken.

Wie wäre es vorher mal mit konsequenter Steuerfahndung und Schließung von (internationalen) Steuerschlupflöchern? Um nur zwei Möglichkeiten mal kurz anzureißen..
Frag nicht mich das. Der Finanzminister wird sich schon was dabei gedacht haben, als er sich angesichts des niedrigen Spritpreises für eine weitere Abgabe der Bürger ausgesprochen hat. Das die Rechnung aber irgendwann präsentiert wird steht außer Frage.

Stimmt. Aber die schwarze Null war ja wichtiger und Dublin II ganz toll! Wir hätten diese Krise viel ruhiger und geordneter angehen können, wenn wir vorher nicht alles kaputt gespart hätten.

Ja, mit etwas Weitsicht, wäre die schwarze Null vermutlich für die nächsten Jahre nicht in Gefahr.

Wobei das Ergebnis natürlich noch nicht feststeht. Von den Menschen die im letzten Jahr (bzw. seit Beginn der Krise) hier her kamen, darf doch vermutlich noch kein einziger arbeiten, selbst wenn er es wollte. Wir werden sehen wie es sich entwickelt.

Naja, erste Hinweise gibt es schon, wo die Reise hingeht.

Dein Beispiel mit dem Golf ist übrigens recht eindrücklich, beschränkt sich aber eben auf Arbeitsplätze in der Produktion, die ohnehin zurückgehen. Das hat aber noch nichts mit den "Sozial- und Dienstleistungsrobotern" aus Deinem Science Fiction-Artikel zu tun. Die gibt es nämlich (noch) nicht. Also müssen es wohl Menschen machen, wenn mehr Arbeit anfällt. Und das wird sie, wenn mehr Menschen da sind, die Versorgung benötigen. Das ist schlichte Logik. Mehr nicht.

Logisch wäre doch dann auch die Annahme, dass wenn wir durch den demografischen Wandel weniger Einwohner in Deutschland haben, zeitgleich aber auch weniger Arbeitsplätze benötigt werden. Oder nicht?

Und ich habe versucht Ansätze aufzuzeigen. Aber wenn Du das alles als Lüge klassifizierst, dann kommen wir wohl nicht zusammen. Also lassen wir uns von der Entwicklung überraschen. :D

Mit Lüge ist ja eher Realtiätsferne gemeint. Ich will dich hier nicht als Lügner hinstellen. Um Gottes Willen! ;) Und ich finde die Ansätze ja auch richtig. Wo ich meine Zweifel habe, habe ich dir ja schon dar gelegt.

Und wenn Du mit alledem nicht gegen die Aufnahme plädieren wolltest: Wofür denn dann? Für die "Obergrenze"?

Ich will, dass man endlich anfängt mit offenen Karten zu spielen und den Bürgen nichts vormacht. Ich will, dass man nicht einfach behauptet, "wir schaffen das", sondern mir erklärt WIE wir das schaffen wollen. Ich will, dass man den Bürgern klipp und klar sagt, was der ganze "Spaß" kosten wird und welch gesellschaftlichen Auswirkungen damit verbunden sind. Und ich will gefragt werden, ob ich bereit bin diesen Preis zu zahlen. Nichts von alledem wurde aber mit mir abgesprochen. Weder ob ich Griechenland retten will, noch ob ich die Energiewende will, geschweige denn, ob ich bereit bin 1.500.000 Menschen UNKONTROLLIERT in meinem Land aufzunehmen.
 
@ Jumper: Zu den kosten gibt es verschiedene Rechnungen.

"Demnach müsste man pro 100.000 Zuwanderer, die sich wie in der Vergangenheit integrieren, etwa eine Abgabenerhöhung über alle Steuern und Beiträge von circa 0,3 Prozent rechnen", sagte Raffelhüschen. "Bei einer Million, die sich dann noch schlechter integrieren, sieht es entsprechend düster aus."

Die anderen Rechnungen beziehen sich meistens nur auf den Zeitraum bis 2015-2017 und gehen zum Großteil von 50 Milliarden Euro aus.

Insgesamt sollen die Sozialkassen, angenommen der Flüchtlingsstrom bricht heute ab, wohl mit ca. 700 Milliarden belastet werden (Quelle fehlt).
 
Ja. Und das machen wir dann weltweit. Und jeder der dann einen Anspruch hat, wird im Heimatland mit dem Flieger abgeholt. Findest du das echt realistisch? 8O[...]

Ja. Wie hattest Du Dir das denn vorgestellt? Und extra einen Flieger zum Abholen müssen wir auch nicht schicken. Es gibt "around the world" genügend Linienmaschinen und Billigflieger.

[...] Also für jeden 2. Flüchtling wird ein neuer Arbeitsplatz entstehen? So in 5 Jahren also um die 2,5 Mio neue Stellen? Nimms mir nicht übel, aber gehört das nicht eher ins Reich der Fabeln? [...]

Wenn in den kommenden 5 Jahren 5 Millionen Flüchtlinge kommen sollten, wenn die alle einen Anspruch auf längere Aufenthaltsdauer haben und wenn inzwischen auch keiner wieder zurückgegangen ist, dann ja. Allerdings kann ich nicht sagen ob alle wenn´s auch wirklich eintreten.

[...] Nein, unmöglich ist das sicher nicht. Ich halte es aber für unmöglich, dass dies in einem Zeitrahmen passiert, der uns hier nennenswert weiter bringt. [...]

Wie meinst Du das? Denkst Du, die Flüchtlinge werden nicht lang genug hier sein?

[...] Sei mir nicht böse, aber ich halte diese Ansicht für brandgefährlich!!! [...] Diese Polemik bin ich von dir garnicht gewohnt. Warum sagst du sowas? [...]

Warum ist Konkurrenz zwischen Deutschen denn normal und "belebt das Geschäft" und wenn auf einmal jemand mit Migrationshintergrund antritt, wird es brandgefährlich? Ich kapiere das nicht. Tut mir leid.

Und die Anmerkungen zu Gewalt und Brandanschlägen habe ich gemacht, weil sie doch Realität sind. Oder haben die "Lügenmedien" das etwa alles erfunden?

[...] Und ich behaupte, dass es nur ein Frage des Preises ist. Nicht umsonst will ja gerade die Niedriglohnindustrie ein Aufweichen der Sozialstandards. [...]

Ja sicher, wenn man nun Frau Aigner folgt und den Mindestlohn und andere Ziele kippt oder für Flüchtlinge aufweicht, dann kann das natürlich passieren. Das darf man natürlich nicht machen. Jeder sollte wenigstens annähernd die gleichen Chancen bekommen.

[...] Dafür muss aber erstmal ein Sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz her. Wir drehen uns hier im Kreis und sind schon wieder beim Glauben angelangt. [...]

Ja. Ich glaube das eine, Du das andere. Wissen können wir es beide (noch) nicht.

[...] Man integriert aber niemanden in die Gesellschaft, wenn man die eigenen Bevölkerungsteile ausgrenzt! Das unterscheidet die jetzige Situation auch von den 60ern in Deutschland. Wir benötigen bei weitem nicht so viele Arbeitskräfte, wie wir im Moment Menschen ins Land holen. Das ist der Haken. [...]

Wer grenzt denn hier wen aus? Und ich habe auch nie gesagt, dass alle einen Arbeitsplatz finden werden. Sondern ich sprach von der Hälfte.

[...] Logisch wäre doch dann auch die Annahme, dass wenn wir durch den demografischen Wandel weniger Einwohner in Deutschland haben, zeitgleich aber auch weniger Arbeitsplätze benötigt werden. Oder nicht? [...]

Wenn die Deutschen so schnell aussterben würden, wie mancher befürchtet würde das der Logik entsprechen, ja. Allerdings werden sie statt dessen immer älter und benötigen viel mehr Dienstleistungen als andere. Und, oh Wunder! Auch deutsche Familien bekommen weiterhin Kinder.

[...] Mit Lüge ist ja eher Realtiätsferne gemeint. Ich will dich hier nicht als Lügner hinstellen. [...]

Nochmal. Deine Befürchtungen sind doch genauso Spekulation wie meine realitätsfernen Ansätze. Nur dass ich wenigstens zugebe, dass ich falsch liegen könnte. Bei Dir sind es meist "feststehende Tatsachen". So wie die 90 % unqualifizierten Flüchtlinge von Frau Aigner. Das ist doch offensichtlich Wahlkampfgetöse. Das hast Du doch bei Siggi auch sofort erkannt...

[...] Ich will, dass man endlich anfängt mit offenen Karten zu spielen und den Bürgen nichts vormacht. Ich will, dass man nicht einfach behauptet, "wir schaffen das", sondern mir erklärt WIE wir das schaffen wollen. [...]

Frau Merkel hat das doch in der Sendung bei Frau Will versucht. Aber ihr glaubt man ja auch nicht... :LOL:

[...] Ich will, dass man den Bürgern klipp und klar sagt, was der ganze "Spaß" kosten wird und welch gesellschaftlichen Auswirkungen damit verbunden sind. [...]

Das weiß man doch noch gar nicht genau. Vor allem weiß man doch nicht, wann welche Menschen wieder zurück können.

[...] Und ich will gefragt werden, ob ich bereit bin diesen Preis zu zahlen. Nichts von alledem wurde aber mit mir abgesprochen. Weder ob ich Griechenland retten will, noch ob ich die Energiewende will, geschweige denn, ob ich bereit bin 1.500.000 Menschen UNKONTROLLIERT in meinem Land aufzunehmen.

Im September 2017 wirst Du wieder gefragt. ;)
 
[...] Und wo schreibe ich irgendwo etwas von gewaltsamen Konsequenzen? [...]

In der Vergangenheit war es so, dass die "allgemeine Haltung" oder Homogenität oder meinetwegen auch Einigkeit durch soziale Kontrolle mit Androhung oder Umsetzung von Konsequenzen erreicht wurde. Noch Ende der sechziger Jahre wurden doch (anfangs) relativ friedliche Demonstrationen niedergeknüppelt, weil diese "Taugenichtse und Arbeitsscheuen Gesellen" "in die Schranken gewiesen" werden sollten.

Und heutzutage sind die Menschen noch weit mehr individualistisch eingestellt als sie es zu diesem Zeitpunkt waren. Wie willst Du denn ohne Druck und Zwang wieder ein "gleiches Denken" erzeugen?

[...] Man schaue doch aktuell auf die AfD, wo auf jemanden geschossen wurde, weil er deren Plakate aufgehangen hat. Ja ich denke heute muss man mit der falschen Meinung Angst haben. [...]

Idioten gibt es immer, sonst würden ja auch keine Asylantenheime brennen. Die ganz breite Mehrheit wird aber lediglich versuchen wollen, Deine Meinung durch Diskussionen zu ändern. Das muss Dir doch keine Angst machen?

[...] Da drehen wir uns im Kreis. Im Gegensatz zu dir glaube ich nicht, dass man mit gemäßigter nationaler Einstellung Mehrheiten finden kann. Beim Aufkeimen einer national orientieren Partei, wird sie ganz automatisch von ihrem Umfeld (Medien, Politik, Gesellschaft) in die radikale Ecke gedrängt. [...]

Das ist eine Frage der Güte der Argumente und des Durchhaltevermögens. Schau Dir als Beispiel die Grünen und die Anti-Atomkraft-Bewegung an. Mein Gott, was sind die in der Vergangenheit belächelt, ausgegrenzt, beschimpft und auf Demonstrationen verprügelt worden. Und heute? Sitzen sie in allen Parlamenten, in vielen Regierungen und stellen sogar den Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Wenn ich Dir das 1980 oder auch noch 1995 erzählt hätte, dann wären vermutlich die Männer im weißen Kittel gekommen und hätten mich weggesperrt. :ugly:

[...] Ich würde es Gewissheit nennen :) Aber nein, ich denke nicht, dass die Welt dadurch untergeht. Ich denke nur dass das Leben sich verschlechtert. [...]

Ja. Da bist Du nicht anders als jumper2 oder Photon. Das was ihr vorbringt ist (bald) Realität oder zumindest große Wahrscheinlichkeit. Frau Merkel und ich "glauben" einfach nur an das was wir sagen und werden eines Tages eines besseren belehrt...

[...] Ich denke nicht, dass sie in Duisburg eine Minderheit darstellen oder aber angegriffen werden können ;) [...]

Und deshalb sagte ich ja, dass auch das Gefühl ausgegrenzt zu werden schon reicht, um das Gruppengefüge zu stärken. ;)

[...] Deutsche an den Schulen sind keine homogene Masse. Die unterteilen sich in Skater, Kiffer, Rechte, Nerds, usw.

Wenn das an den Schulen schon so ist, warum sollte sich das dann eigentlich später ändern? Und wenn die Skater, Kiffer und Nerds wie selbstverständlich auch die Türken aufgenommen hätten, dann wäre die Gruppe "Türken" auch weniger stark gewesen, meinst Du nicht?
 
In der Vergangenheit war es so, dass die "allgemeine Haltung" oder Homogenität oder meinetwegen auch Einigkeit durch soziale Kontrolle mit Androhung oder Umsetzung von Konsequenzen erreicht wurde. Noch Ende der sechziger Jahre wurden doch (anfangs) relativ friedliche Demonstrationen niedergeknüppelt, weil diese "Taugenichtse und Arbeitsscheuen Gesellen" "in die Schranken gewiesen" werden sollten.

Auf Seiten der Demonstranten und der Polizei (der gesamten Gesellschaft) war auch vielleicht einfach nur die allgemeine Gewaltschwelle geringer. Die RAF ist ja auch kurz nach den 60ern (Anfang 70) entstanden. Dieses Gewaltpotential ist doch auch nur ein Spiegel der Gesellschaft. Aber meine Eltern würden nie behaupten, dass sie damals nicht frei sprechen konnten und ihre Meinung sagen konnten und etwas zu befürchten hatten. Es sein denn, sie hätten noch mit der NS-Zeit sympathisiert. Ansonsten konnten sie ihre Meinung frei äußern.

Und heutzutage sind die Menschen noch weit mehr individualistisch eingestellt als sie es zu diesem Zeitpunkt waren. Wie willst Du denn ohne Druck und Zwang wieder ein "gleiches Denken" erzeugen?

Individuallisten? Aha. Ich sehe kaum welche. Jeder sucht sich seine Gruppe. Selbst Punks, die immer behaupten die Nonkonformität erfunden zu haben laufen in einer einheitlichen Uniform rum. Ich kenne auch keine anderes Land, in dem so einheitlich gewählt wurde in den letzten 60 Jahren. Die Deutschen sind angepasster denn je. Nur mit einem besseren Marketing. Und wie oben beschrieben. Gleiches Denken schleicht sich automatisch ein. Politisch, öffentlich und in den Schulen den Fokus ändern und die neuen Generationen denken automatisch anders. Die wenigsten Menschen sind tiefgründige Individualisten und reflektieren Werte und Normen.

Idioten gibt es immer, sonst würden ja auch keine Asylantenheime brennen. Die ganz breite Mehrheit wird aber lediglich versuchen wollen, Deine Meinung durch Diskussionen zu ändern. Das muss Dir doch keine Angst machen?

Sind wir halt andere Meinung. Ich glaube unsere Gesellschaft reagiert auf "falsche" Ansichten mit Ausgrenzung, druck, Ausschluss und teilweise beruflichen Repressalien.

Das ist eine Frage der Güte der Argumente und des Durchhaltevermögens. Schau Dir als Beispiel die Grünen und die Anti-Atomkraft-Bewegung an. Mein Gott, was sind die in der Vergangenheit belächelt, ausgegrenzt, beschimpft und auf Demonstrationen verprügelt worden. Und heute? Sitzen sie in allen Parlamenten, in vielen Regierungen und stellen sogar den Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Wenn ich Dir das 1980 oder auch noch 1995 erzählt hätte, dann wären vermutlich die Männer im weißen Kittel gekommen und hätten mich weggesperrt. :ugly:

Die Grünen hatten ein Thema auf ihrer Seite, welches auch die Medien befürworteten. Auf die Umwelt zu achten ist als Thema wesentlich einfacher. Argumente haben in der Realität noch nie immer gewonnen. Sonst wären alle Länder der Welt Teletubbiefreundlich, wenn das so simpel wäre, wie du es hier ausmalst.

Wenn das an den Schulen schon so ist, warum sollte sich das dann eigentlich später ändern? Und wenn die Skater, Kiffer und Nerds wie selbstverständlich auch die Türken aufgenommen hätten, dann wäre die Gruppe "Türken" auch weniger stark gewesen, meinst Du nicht?

Nimm mal Punker, die hätten Türken nie ausgegrenzt. Denke Kiffer und Skater auch nicht. Fußballfreaks sowieso nicht. Türken wollten dennoch unter sich bleiben.
 
Und nun noch zu Photon. :D

Muss er nicht. Er muss niemanden einstellen. Nur dann muss er die Arbeit auch selbst erledigen. [...]

Ja oder eben die anderen genannten Wege wählen bzw. den Auftrag ablehnen. Tolle unternehmerische Freiheit, die Du Dir da vorstellst...

[...] So viele wie nötig sind, um die Schwarzarbeit auf einem wirtschaftlich erträglichem Niveau zu halten. [...]

Warum nennst Du meine Ideen eigentlich immer bestenfalls positives Denken und schreibst dann sowas?

Wir schaffen es doch bereits jetzt kaum, alle Schwarzarbeiter zu erwischen (gut, vielleicht wollen wir auch gar nicht jede Schwarzarbeit bekämpfen...). Wenn da nun noch eine Million (oder mehr) Asylanten und Flüchtlinge unterwegs sind, um sich etwas leisten zu können, dann bräuchten wir wohl doppelt so viele Beamte, oder nicht?

[...] Ja. Wie ich schon schrieb: So wie es jetzt schon ist, nur konsequenter. Ich kenne da Leute, die haben 6+ Jahre um eine Umschulung gebettelt. Waren körperlich nach eigener Einschätzung nicht mehr in der Lage, ihren Job auszuüben, aber der Amtsarzt sagte etwas anderes. Also theoretisch vermittelbar, praktisch aber über Jahre arbeitslos. [...]

Wir kommen zwar jetzt ein wenig ins Plaudern, aber was soll´s...

Ja dieser Problemkreis ist mir auch bekannt. Liegt entweder an sich streitenden Instanzen (Rentenversicherung vs. Amtsarzt), die beide nicht ganz unabhängig sind, da sie im Zweifel die Kosten zu tragen haben. Oder aber die Einschätzung der Menschen von sich selbst ist falsch.

Meine Lösung wäre da eine unabhängige Gutachterstelle, z.B. angesiedelt an landeseigenen Universitätskliniken. Diese dürften dann nochmal per Gerichtsentscheidung von einem Obergutachter überprüft werden, der aber wie die gesetzlichen Richter schon feststehen müsste und am besten auch deren Grad von Unabhängigkeit hat und diese Entscheidung hätten dann spätestens alle zu akzeptieren.

[...] Oder der umgekehrte Fall: Jemand will Zweiradmechaniker werden, wird aber zum Fachinformatiker umgeschult. 2 verpatzte Prüfungen später hat er dann aufgegeben. 2 Jahre Umschulung (einschließlich der Kosten) umsonst. Was soll der ganze Quatsch? [...]

Sollte denn jeder selbst entscheiden dürfen, welche Weiterbildung/Umschulung der Staat ihm finanzieren muss? Da würde ich auch mehr Eigeninititive verlangen. Wenn er unbedingt Zweiradmechaniker werden will, dann soll er mir einen Betrieb zeigen der ihn vertraglich bindend nach der Ausbildung einstellt oder ihn gegen Förderung selbst ausbildet. Dann bekommt er auch die Umschulung bezahlt (Würde übrigens nach bestehenden Regeln schon funktionieren - Stichwort Vermittlungsbudget).

[...] Vielleicht mal ein Beispiel, das ich immer wieder gern erzähle:
[...] Jedenfalls hat er ihnen die Aufgabe zugeteilt, zu dritt einen Saal zu bestuhlen für eine Veranstaltung am Nachmittag. [...] Er hat dann den Saal in gut einer halben Stunde allein selbst bestuhlt... [...]

Klassischer Fall von Vorgesetztenversagen. Tut mir leid für Deinen Kumpel. Aber entweder ich gebe den drei Hilfsarbeitern (was anderes sind sie ja nun mal nicht) einen Vorarbeiter mit, oder aber ich ernenne wenigstens einen von Ihnen zum "Chef". Ich kann mich nunmal nicht darauf verlassen, dass unterbezahlte Menschen mit Vermittlungshemmnissen (andere bekommen ja meist keinen Ein-EUR-Job) ohne weiteres die gleiche Leistung erbringen wie "normale" Arbeitnehmer.

[...] Naja, hier prallen natürlich unser beider Ideologien aufeinander. Ich will gar nicht die unternehmerische Freiheit einschränken oder aufheben, sich selbst den besten verfügbaren Arbeitnehmer zu suchen. Du hingegen würdest Firmen lieber zwingen, solche Leute einzustellen. Womöglich mit Quote. [...]

Ich bin alles andere als ein Ideologe, aber egal. Nein. Ich zwinge niemanden. Die gesetzliche Pflicht zur Einstellung von behinderten Menschen betrifft Betriebe ab einer bestimmten Größe. Tun sie es nicht, zahlen sie eben eine Ausgleichsabgabe. Die Verpflichtung hierzu ergibt sich im Übrigen aus dem Grundgesetz. Also wird letztlich kein Unternehmer gezwungen jemanden einzustellen, er muss nur ggf. die Konsequenzen tragen.

Zuletzt wolltest Du doch den Arbeitgebern (unter beinahe gleichen Vorzeichen) vorschreiben, Deutsche einzustellen, oder nicht?

Aber darüber hinaus glaube ich, dass gerade Menschen mit Einschränkungen so dankbar für eine Aufgabe wären, dass es dem Arbeitgeber nicht schaden würde, diese einzustellen. Vermutlich könnte er loyalere und sorgfältigere Mitarbeiter lange suchen. Aber die Unternehmer scheuen eben oft das Neue, das umständliche daran.

[...] Nein, ich möchte nicht die durchaus begabte fette Frau mit 3 Kindern an der Rezeption haben, die ständig auf ein Kind krank geschrieben ist, sondern die junge attraktive Blondine ohne Kinder, die auch etwas charmant mit meinen Kunden flirtet. Firmen sagen es zwar nicht so überdeutlich, wie ich es gerade tue, weil es politisch nicht korrekt ist. Aber sie denken ganz genauso. [...]

Dazu gibt es ja (noch) keine staatliche Verpflichtung. Ich würde die auch nicht haben wollen. Ich erkenne diese Realität aber auch an, wenn dieselben Frauen dann beim Jobcenter sagen, dass sie in ihrer Situation keine Stelle finden können und bezeichne das dann nicht als "vorgeschobenes Problem". ;)

[...] Ja, die hatte ich "vergessen". Weil ich hier geteilter Ansicht bin und mir immer den Einzelfall anschauen muss. [...]

Okay. Das kann ich verstehen und akzeptieren, solange Du akzeptierst, dass diese Gruppe nicht gerade die kleinste ist. ;)

[...] Ok, aber jetzt beschreibst Du ja die Situation, da die Firmen händeringend eine Fachkraft suchen und die in der einheimischen Bevölkerung nicht finden können. Genau in diesem Fall (und nur in diesem Fall!) sollen sie ja auch auf ausländische Fachkräfte zurück greifen dürfen. [...] Denn wenn man grundsätzlich bereit ist, jemanden erstmal auszubilden und/oder anlernen zu müssen und dann mit dem Manko einer komplizierten Kommunikation über Jahre hinweg sich zu arrangieren bereit ist, dann bin ich mir auch sehr sicher, dass man jemanden aus eigener Zucht hätte finden können [...]

Das hörte sich oben aber noch ganz anders an? Die Unternehmen dürfen dann aber schon anhand der eingehenden Bewerbungen prüfen ob da jemand "aus eigener Zucht" ist, den sie einem Asylanten oder Flüchtling vorziehen, oder müssen sie sich da vorher irgendwo, bei irgendwem vergewissern?

[...] Nur hege ich nach wie vor äußerst große Zweifel, dass sich die unter den Asylanten finden lassen werden. [...] Das meine ich auch. Nur könnte der Staat eben hier falsch korrigierend entgegen wirken, etwa durch die nun mehrfach angeführte Quote oder andere dämliche Gesetze und Regularien. [...]

Ich will keine Quoten und ich will auch keine Lohnerleichterungen oder sonstige besondere Vorteile für Asylanten und Flüchtlinge. Was ich will, sind Sprach- und Integrationskurse (beides Dinge, die kein Deutscher braucht, also ihm auch nicht weggenommen werden können) und falls nötig und zeitlich angemessen einen allgemeinen Bildungsabschluss (etwas, das jeder Deutsche eigentlich haben sollte oder aber gefördert bekommt, wenn er will).

[...] Letzter Abschnitt.

Ich weiß nicht wo ich da (nochmal) mit gutem Willen ansetzen soll und wie. Ich fasse mal zusammen:

Diese Menschen haben den Großteil ihres Hab und Gutes verkauft und sollen nun ihren Aufenthalt hier bezahlen und wenn sie dann irgendwann zurück in ihr zerstörtes Heimatland kommen, dann sollen sie sehen, wie sie klar kommen. Wenn sie kein Geld mitbringen, dann werden sie wohl Wirtschaftsflüchtlinge sein. Du möchtest nicht, dass sie sich hier groß einleben, aber Ghettos sollen sie auch nicht bilden. Und hier Geld verdienen kommt auch nur dann in Frage, wenn es uns in den Kram passt. Das alles klingt für mich nicht nach Schutz und Hilfe sondern nach teurem Zwischenaufenthalt in Unfreiheit. Kann ja sein, dass Du das alles so haben möchtest.

Ich stehe dafür nicht zur Verfügung. Und ein großer Teil der deutschen Bevölkerung anscheinend auch nicht. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich ja auch und wir haben 2017 einen neuen Kanzler, der alles anders macht. Sehen wir einfach zu. Etwas anderes bleibt uns ja doch nicht übrig, da wir beide scheinbar nicht politisch aktiv sein wollen oder können.
 
[...] Aber meine Eltern würden nie behaupten, dass sie damals nicht frei sprechen konnten und ihre Meinung sagen konnten und etwas zu befürchten hatten. Es sein denn, sie hätten noch mit der NS-Zeit sympathisiert. Ansonsten konnten sie ihre Meinung frei äußern. [...]

Du hast aber schon mal etwas vom Radikalen-Erlass gehört, oder nicht? Berufliche Ausgrenzung aufgrund von politischer Überzeugung und zwar staatlicherseits! Und das noch 1972. Und das ist ja nur die Spitze des Eisberges. Frage mal Deine Eltern, wie leicht sie es gehabt hätten, als unverheiratetes Paar eine Wohnung zu finden. Oder wie man als alleinerziehende Mutter behandelt wurde.

[...] Individuallisten? Aha. Ich sehe kaum welche. [...] Die Deutschen sind angepasster denn je. Nur mit einem besseren Marketing. [...] Die wenigsten Menschen sind tiefgründige Individualisten und reflektieren Werte und Normen. [...]

Nehmen wir mal kurz an, das alles wäre richtig. Dann hätten wir doch eigentlich schon die Einigkeit, die Du gern hättest. Nur dass die Einigkeit eben nicht Deiner Meinung entspricht.

[...] Die Grünen hatten ein Thema auf ihrer Seite, welches auch die Medien befürworteten. Auf die Umwelt zu achten ist als Thema wesentlich einfacher. [...]

Seit wann denn? Eigentlich doch erst seit die anderen Parteien nicht mehr umhin kamen, das Thema auch mit zu behandeln. Sieh Dir mal Zeitungen aus den frühen Achtzigern an. Ich glaube kaum, dass Du da gute Worte über die Grünen findest. Und Du wirst vermutlich auch viele Artikel von Experten finden, welche die Atomkraft als sicher und unverzichtbar bezeichnen (Das endete erst 1986 aus bekannten Gründen).

[...] Argumente haben in der Realität noch nie immer gewonnen. Sonst wären alle Länder der Welt Teletubbiefreundlich, wenn das so simpel wäre, wie du es hier ausmalst. [...]

Wer hat denn behauptet, dass das simpel ist? Die Grünen haben 25 Jahre gebraucht, um flächendeckend in die Parlamente Regierungen zu kommen. Und nicht wenige Gründungsmitglieder sagen, selbst das hätten sie teuer mit der Aufgabe von Grundprinzipien bezahlt.
 
Du hast aber schon mal etwas vom Radikalen-Erlass gehört, oder nicht? Berufliche Ausgrenzung aufgrund von politischer Überzeugung und zwar staatlicherseits! Und das noch 1972. Und das ist ja nur die Spitze des Eisberges. Frage mal Deine Eltern, wie leicht sie es gehabt hätten, als unverheiratetes Paar eine Wohnung zu finden. Oder wie man als alleinerziehende Mutter behandelt wurde.

Zum Thema Radikalenerlass. Vor 1 - 2 Jahren wurde ein Schornsteinfeger entlassen wegen seiner politischen Gesinnung. Beim Höcke wird gerade diskutiert ob er seinen Lehrberuf weiter ausüben darf nach seiner Politkarriere. Also es ist im öffentlichen Dienst nicht so einfach die falsche Einstellung zu haben. Sicherlich ist es leichter als früher mit den Radikalen-Erlass, indirekt wäre er heute glaube ich aber sogar salonfähig. Ein NPD-Verbotsverfahren kommt ja auch gut an, auch wenn es die Parteienfreiheit einschränkt. Meine Eltern waren nicht unverheiratet als sie zusammen gezogen sind. Generell ist es heute aber auch noch schwerer, wenn man den Backround nicht hat. Für meine Wohnung gab es auch mehrere Bewerber. An dem Tag, an dem ich hier war, war hier auch eine Mutter mit ihrem Kind. Aber ich habe die Wohnung bekommen. Es ist einfach ökonomischer und sicherer stabile Verhältnisse einziehen zu lassen. Auch wenn man das heute nicht offen sagen darf.


Nehmen wir mal kurz an, das alles wäre richtig. Dann hätten wir doch eigentlich schon die Einigkeit, die Du gern hättest. Nur dass die Einigkeit eben nicht Deiner Meinung entspricht.

Die deutschstämmige Masse war auch immer recht einig (bis nun zur Flüchtlingskrise). Aber nicht brüderlich. Wir sind eine ichbezogene Gesellschaft. Aber das sehr einheitlich. Nun in der Flüchtlingsfrage sieht man ja an den politischen Umfragen, dass eine Spaltung besteht. dass ist aber eher neu. Aber mit unseren Gästen waren wir meines Erachtens nie eine homogene Masse.

Seit wann denn? Eigentlich doch erst seit die anderen Parteien nicht mehr umhin kamen, das Thema auch mit zu behandeln. Sieh Dir mal Zeitungen aus den frühen Achtzigern an. Ich glaube kaum, dass Du da gute Worte über die Grünen findest. Und Du wirst vermutlich auch viele Artikel von Experten finden, welche die Atomkraft als sicher und unverzichtbar bezeichnen (Das endete erst 1986 aus bekannten Gründen).

Experten nennen die Atomkraft in der Regel immer noch sicher. Ich persönlich kennen keinen Einzigen Physiker (außer Frau Merkel) der da was anderes behauptet. Die Sicherheit wurde doch durch Presse und Bevölkerung bestritten und nach dem Unfall in Japan hat die Politik nur populistisch darauf reagiert. Aber das ist nun ein anderes Thema. Grundsätzlich hatten die Grünen es aber leichter als die Konservativen. Alle Konservativen in meinem Umfeld verdienen 4000€+. Man hat also etwas zu verlieren, wenn man anfängt hartnäckig zu kämpfen wie die Grünen. Die Grünen waren doch oft mittelose Fanatiker (die alten Grünen, mittlerweile ist deren Klientel ja vermögender als die Anhänger der FDP), dass heißt man konnte zu Demos, man konnte polizeilich auffallen, es war viel leichter aufzufallen.


Wer hat denn behauptet, dass das simpel ist? Die Grünen haben 25 Jahre gebraucht, um flächendeckend in die Parlamente Regierungen zu kommen. Und nicht wenige Gründungsmitglieder sagen, selbst das hätten sie teuer mit der Aufgabe von Grundprinzipien bezahlt.

Ja das stimmt, die Grünen sind mittlerweile Einheitsbrei und von den alten Werten ist kaum noch was übrig. Also wenn das Hartnäckigkeit bedeutet, dass man am Ende die Einstellung der anderen übernommen hat, dann hätte sich ja immer noch nichts für mich geändert ;)
 
Und nun noch zu Photon. :D
Hab mich schon fast vernachlässigt gefühlt...

Wir schaffen es doch bereits jetzt kaum, alle Schwarzarbeiter zu erwischen (gut, vielleicht wollen wir auch gar nicht jede Schwarzarbeit bekämpfen...). Wenn da nun noch eine Million (oder mehr) Asylanten und Flüchtlinge unterwegs sind, um sich etwas leisten zu können, dann bräuchten wir wohl doppelt so viele Beamte, oder nicht?
Ja, um uns hier zu einigen, müssten wir vermutlich erst beide definieren, was wir für "wirtschaftlich erträglich" halten und wieviel Mehraufwand bei der Bekämpfung uns was kostet. Ich vertrete da das 80-20-Prinzip und mir reicht es, wenn man 80% erwischt.

Sollte denn jeder selbst entscheiden dürfen, welche Weiterbildung/Umschulung der Staat ihm finanzieren muss?
Na auf jeden Fall niemanden in eine Umschulung für einen Beruf zwingen, für die er weder die Voraussetzungen, noch das Interesse hat, nur weil die Wirtschaft gerade danach plärrt.

Da würde ich auch mehr Eigeninititive verlangen. Wenn er unbedingt Zweiradmechaniker werden will, dann soll er mir einen Betrieb zeigen der ihn vertraglich bindend nach der Ausbildung einstellt oder ihn gegen Förderung selbst ausbildet. Dann bekommt er auch die Umschulung bezahlt (Würde übrigens nach bestehenden Regeln schon funktionieren - Stichwort Vermittlungsbudget).
Also keine Ahnung, wie es heute ist. Früher durften nur vom Arbeitsamt zertifizierte Betriebe Umschulungen durchführen. Und die haben aber nicht alle das angeboten, was man werden wollte. Umgekehrt konnte aber nicht jeder Ausbildungbetrieb sich die Umschulung finanzieren lassen.

Wenn es heute anders ist, dann ist das ein großer Fortschritt. Ansonsten - Wunschdenken.

Zuletzt wolltest Du doch den Arbeitgebern (unter beinahe gleichen Vorzeichen) vorschreiben, Deutsche einzustellen, oder nicht? [...] Das hörte sich oben aber noch ganz anders an? Die Unternehmen dürfen dann aber schon anhand der eingehenden Bewerbungen prüfen ob da jemand "aus eigener Zucht" ist, den sie einem Asylanten oder Flüchtling vorziehen, oder müssen sie sich da vorher irgendwo, bei irgendwem vergewissern? [...]
Also vermutlich gehen wir beide nur von völlig unterschiedlichen Vorzeichen aus oder Du missverstehst mich.

Ich gehe davon aus, dass minestens 90% der Leute aus dem Stand zu nichts anderem zu gebrauchen wären, als zur Verrichtung von Hilfsarbeiten. Die verbleibenden höchstens 10% haben eine gute Ausbildung und deren einziges Manko ist die Sprache. Je nach Beruf ist die aber mehr oder weniger wichtig und in unterschiedlich guten Stufen zu sprechen. Jemand in der IT braucht vermutlich gar kein deutsch und kommt mit ein wenig Glück sofort unter. Verkäufer, die man nicht versteht, taugen zu gar nichts, egal wie gut sie sich mit der Ware auskennen. Und so weiter.

Wenn wir über Flüchtlinge reden, dann reden wir hoffentlich über den gleichen Personenkreis: Menschen, die mit einer uns unbekannten Vor- oder Ausbildung ohne Sprachkenntnisse deutsch, manche mit mehr oder weniger guten Kenntnissen in englisch, hier her kommen, um Schutz vor Krieg, Terror und Gewalt zu erfahren.

Falls wir das gleiche darunter verstehen, mache ich mal weiter, ansonsten müssen wir das nochmal klären. Zum Selbstschutz meines Landes kann ich nun aber nicht die Leute völlig unkontrolliert einlassen und dann sich selbst überlassen. Erstens wissen sie vermutlich über Deutschland etwa so viel wie ich über Syrien, eher weniger. Sie wissen also de facto nichts von hier herrschenden Sitten, Gebräuchen, Gesetzen, Kulturen, ... Die Sprache können sie auch nicht. Also brauchen sie Betreuung.

Davon abgesehen will ich mir aber nicht nur Problemfälle (im Folgenden kurz als "Pack" bezeichnet) ins Land holen. Im Idealfall ist jeder Neuankömmling eine Bereicherung und jeder Euro, den ich in seine Sprach- und Berufsausbildung investiere, für uns gut angelegtes Geld. Im schlechtesten Fall presse ich mein Volk noch mehr aus und bekomme nichts außer Ärger und Probleme. Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit liegen.

Wenn ich will, dass diese Personen so schnell wie möglich integriert werden, dann muss ich sie in deutsch ausbilden. Danach prüfen, welche Vorbildung sie auf welchem Gebiet haben. Wohlgemerkt: Prüfen, nicht nur einfach nachfragen. Ein immenser Aufwand, aber nötig. Dann muss ich die Leute gegebenenfalls weiterbilden oder umschulen. Wenn ich will, dass sie so schnell wie möglich arbeiten gehen, kann ich ihnen nur Stellen anbieten, die im Grunde jedes Äffchen erledigen kann, aber halt getan werden müssen.

Und an diesem Punkt bin ich der Ansicht, dass solche Stellen vor allem zuerst von Einheimischen besetzt werden sollen. Denn die bleiben auch hier, wenn jedweder Krieg in der Welt längst vorbei ist. Hilfskräfte können (manchmal ohne, oft mit sehr kurzer Anlernzeit) von jedem ausgeübt werden, auch ohne Vorkenntnisse. Gäben wir allen Asylanten eine Arbeitserlaubnis, dann werden sie vermutlich gezielt auf diesen Stellenmarkt schwemmen, weil sie auch gar nichts anderes machen können. Wir hätten dann noch die nächste Katastrophe, wenn man für diese Leute auch noch den Mindestlohn aussetzen würde.

Eine Firma interessiert sich, so weit meine Erfahrung geht, einen Scheiß um Deutschland. Die interessiert auch nicht persönliche Schicksale oder soziale Verantwortung. Die interessiert nur Geld. Wenn sie die Wahl haben zwischen einem Deutschen zu 8,50€/h und einem Afghanen zu 5€/h, nehmen sie den Afghanen. Irgendwie wird man sich schon verständigen, notfalls zeigt man ihm, wo er Wischi-Waschi machen soll. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass Firmen dann gezielt deutsche Arbeitnehmer entlassen, um die billigen Muselmanen einzustellen. Hier muss der Staat regulieren, von allein reguliert sich da nix. Nur wäre ein deutscher Maurer, Tischler, Wissenschaftler, Ungelernter, ... genauso in der Lage, Zettel zu zählen, wie ein Syrer oder Eritreaner mit oder ohne Aus- oder Schulbildung (dass er Stapel zu je 10 Stück machen kann, einfach mal vorausgesetzt).

Auf der anderen Seite und völlig abseits der Flüchtlingskrise haben und hatten wir ja ein Fachkräftemangelproblem. Wenn also Spezialisten gesucht werden, die viel Erfahrung mit bringen. Denen auf einer Abendschule einen Deutschkurs zu spendieren, rentiert sich allemal. Zumal dessen Ausbildung, Erfahrung und vor allem sofortige Verfügbarkeit unbezahlbar sind. Noch dazu kommt der freiwillig, bringt also schon den Willen zur Integration mit und hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinerlei Interesse daran, hier Probleme zu bereiten, ganz im Gegenteil.

So, nun bringen wir diese beiden Sichtweisen mal zusammen. Dann kommt man genau auf den Standpunkt, den ich vertrete, weil man nämlich von 2 völlig unterschiedlichen Personengruppen mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen ausgeht.

Ich fasse nochmal zusammen: Einerseits die, die man unseren Hartzis gleich setzen kann, sobald sie wenigstens ein B1 in Deutsch haben und mit sehr hohem Problemrisiko. Andererseits Leute, die sehr gefragt sind mit unschätzbarem Wert für unser Land und sehr geringem Problemrisiko.

Ich will keine Quoten und ich will auch keine Lohnerleichterungen oder sonstige besondere Vorteile für Asylanten und Flüchtlinge. Was ich will, sind Sprach- und Integrationskurse (beides Dinge, die kein Deutscher braucht, also ihm auch nicht weggenommen werden können) und falls nötig und zeitlich angemessen einen allgemeinen Bildungsabschluss (etwas, das jeder Deutsche eigentlich haben sollte oder aber gefördert bekommt, wenn er will).
Auf deutsche Kosten oder kreditiert?

Auf deutsches Steuergeld lehne ich ab, weil man ja (zumindest noch) davon ausgehen kann, dass sie nach dem Krieg auch wieder verschwinden. Warum sollen wir die Menschen für die halbe Welt von Geld ausbilden, das unsere Kinder und Enkel abzuzahlen haben? Wie willst Du Deinen Kindern erklären, dass sie Geld abzahlen werden, mit dem man deren Konkurrenz einst großzügig finanzierte? Das ist ja ein Verbrechen am eigenen Volk.

Kredit nach BaFög-Vorbild wäre, wie jetzt schon x-mal gesagt, ok für mich. Das aber auch nur für Berufe, die wir hier benötigen und nicht anders besetzt werden können, Stichwort: Fachkräfte. Nicht etwa Deutschkurse en masse, damit sie danach Hilfsarbeiten erledigen, die von jedem anderen (vorzugsweise Exemplaren eigener Züchtung) erledigt werden können.

Diese Menschen haben den Großteil ihres Hab und Gutes verkauft und sollen nun ihren Aufenthalt hier bezahlen und wenn sie dann irgendwann zurück in ihr zerstörtes Heimatland kommen, dann sollen sie sehen, wie sie klar kommen.
Ja, das ist doof, scheiß Leben. Aber ich habe da unten keinen Krieg angefangen. Ich habe sie nicht gezwungen, ihr Land zu verlassen und ich habe sie ganz sicher auch nicht eingeladen. Ich habe sie nicht mit falschen Versprechungen gelockt und ganz sicher will ich sie auch nicht hier haben.

Was mich betrifft, geht mein Mitgefühl genau so weit, dass ich ihnen Asyl gewähre, aber das war's dann auch. Dazu gehört (und ich spüre förmlich, wie ich mich zum x-ten Mal wiederhole) für mich, dass ich ihnen Essen, Unterkunft und insofern Versorgung angedeihen lasse, dass sie Kleidung und medizinische Versorgung erhalten und natürlich Schutz. Das alles ist nicht billig und wird derzeit vom deutschen Steuerzahler bezahlt. Hier erwarte ich eine Mitwirkungspflicht in der Form, dass wenigstens die Hälfte der entstehenden Kosten auf die Verursacher abgewälzt werden. Wem das nicht passt, kann sich ein anderes Land suchen, das andere Regeln hat. Oder in der Heimat bleiben und gegen die Aggressoren kämpfen. Oder sonstwas machen, ist mir egal.

Wenn sie wieder zurück gehen und vor dem Nichts stehen, können sie sich bei ihren Brüdern und Landsleuten bedanken. Die können sie auch gern am nächsten Baum aufknüpfen. Was sie auch immer tun, das steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Und inwiefern wir dann Wiederaufbauhilfe leisten können, wollen und werden, ebenfalls. Ich würde jedenfalls vorschlagen, wir reden genau dann über diesen Punkt weiter, wenn er akut werden sollte. Bis dahin konzentrieren wir uns besser auf die Probleme hier und jetzt vor Ort.

Das alles klingt für mich nicht nach Schutz und Hilfe sondern nach teurem Zwischenaufenthalt in Unfreiheit. Kann ja sein, dass Du das alles so haben möchtest.
Es kingt für mich nach bestmöglichem Schutz vor Krieg und Tod. Nach hohen Hygienestandards und regelmäßig Verpflegung und verhältnismäßig umfangreicher Versorgung. Dinge, die sie in ihrer alten Heimat nicht oder nicht in gleichem Umfang hatten.

Und wenn sie als rechtmäßige Asylanten bestätigt werden, hat auch der Aufenthalt in der Massenunterkunft hoffentlich recht zügig ein Ende. Dann sollten sie auch den Bedürfnissen entsprechenden Wohnraum bekommen. Im Vordergrund steht aber für mich keineswegs, sie irgendwie und schnell einzudeutschen, sondern ihnen temporären Aufenthalt so angenehm wie möglich für sie und so billig wie möglich für uns zu machen. Das muss das Ziel sein.

Was Du mit "Unfreiheit" meinst, kann ich mir nicht herleiten.

Ich stehe dafür nicht zur Verfügung. Und ein großer Teil der deutschen Bevölkerung anscheinend auch nicht. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich ja auch und wir haben 2017 einen neuen Kanzler, der alles anders macht. Sehen wir einfach zu. Etwas anderes bleibt uns ja doch nicht übrig, da wir beide scheinbar nicht politisch aktiv sein wollen oder können.
Na ich denke wir sind uns beide darüber einig, dass die AfD sicherlich nicht die Wahl gewinnen und ohne Koalitionspartner allein regieren wird. Im besten Fall stellen sie die stärkste Kraft in der Opposition, mal schauen.

Aber einerseits befürchte ich, dass der Durchschnittsdeutsche nicht in der Lage ist, die Folgen abzuschätzen, die uns Frau Doktor mit ihrer Politik der offenen Herzen und Grenzen da beschert hat. Und zweitens vermute ich, dass wie immer alles Schlechte in der Politik letztlich an der Opposition hängen bleibt und alles Gute der Regierung angedichtet wird. Allerdings ist mir im Augenblick überhaupt nicht klar, wie man aus der aktuellen Situation etwas Positives für Deutschland heraus filtern könnte. Ich sehe hier beim besten Willen keinerlei Chancen für mein Land, nur große und kleine Risiken ohne einen Mehrwert.
 
Ja. Wie hattest Du Dir das denn vorgestellt? Und extra einen Flieger zum Abholen müssen wir auch nicht schicken. Es gibt "around the world" genügend Linienmaschinen und Billigflieger.

Ich frage mich gerade ob du das tatsächlich ernst meinst oder ob du das nur schreibst, damit ich Ruhe gebe. Wir haben derzeit 51 Mio Menschen weltweit auf der Flucht. Wenn nur bei der Hälfte ein Asylgrund vorliegt, willst du die alle nach Deutschland holen? Mit dem Flieger? Hast du noch einen Platz frei in deinem Elfenbeinturm? Sorry für die Polemik, aber das kannst du doch nicht ersthaft als erstrebenswert in Erwägung ziehen.

Wenn in den kommenden 5 Jahren 5 Millionen Flüchtlinge kommen sollten, wenn die alle einen Anspruch auf längere Aufenthaltsdauer haben und wenn inzwischen auch keiner wieder zurückgegangen ist, dann ja. Allerdings kann ich nicht sagen ob alle wenn´s auch wirklich eintreten.

Du hältst es tatsächlich für realistisch, dass jeder 2. Flüchtling hier eine Arbeit bekommen kann, von der er selbst und noch die andere Hälfte leben kann? Mal davon abgesehen, dass ich es für ausgeschlossen halte, dass es Arbeitsplätze in dieser Größenordnung gibt und dass das Bildungsniveau für eine Tatigkeit mit solch einem Einkommen ausreicht, wie erklärst du dir, dass es in den meisten Familien 2 Verdiener gibt, weil einer alleine die Familie nicht versorgen kann? Machen die irgendwas falsch?

Wie meinst Du das? Denkst Du, die Flüchtlinge werden nicht lang genug hier sein?

Nun ja, ich hoffe es! Hängt aber sicher davon ab, wie es in Syrien weiter geht. ;) Um deine Frage zu beantworten: ich halte es nicht für möglich, zB. einen Lieferwagenfahrer mal so eben in ein Auto zu setzen, wenn er weder unsere Sprachen sprechen noch lesen kann, geschweige denn sich mit unseren Verkehrsregeln auskennt. Selbst wenn er einen syrischen Führerschein besitzt. Das heißt, es dauert viel zu lange, die Leute fit für den hiesigen Arbeitsmarkt zu machen! Aber vielleicht irre ich mich auch.

Warum ist Konkurrenz zwischen Deutschen denn normal und "belebt das Geschäft" und wenn auf einmal jemand mit Migrationshintergrund antritt, wird es brandgefährlich? Ich kapiere das nicht. Tut mir leid.

Sag jetzt bitte nicht, dass ich dir erklären muss, was daran gefährlich ist, wenn "Die Ausländer nehmen uns die Arbeit (Existenzgrundlage) weg" kein Vorurteil mehr ist, sondern zur Realität wird! 8O

Und die Anmerkungen zu Gewalt und Brandanschlägen habe ich gemacht, weil sie doch Realität sind. Oder haben die "Lügenmedien" das etwa alles erfunden?

Warst du es nicht, der immer darauf hingewiesen hat, dass es Idioten hier und dort gibt? Warum weichst du nun in diesem Fall von dieser These ab?

Ja sicher, wenn man nun Frau Aigner folgt und den Mindestlohn und andere Ziele kippt oder für Flüchtlinge aufweicht, dann kann das natürlich passieren. Das darf man natürlich nicht machen. Jeder sollte wenigstens annähernd die gleichen Chancen bekommen.

OK. Und doch wird es von Frau Nahles zB. gefordert. Sie fordert 500 Mio. um 100.000 1 Eurojobs für Flüchtlinge zu schaffen. Brauchen wir also in Wirklichkeit gar keine Fachkräfte, sondern billige Lohnsklaven?

Ja. Ich glaube das eine, Du das andere. Wissen können wir es beide (noch) nicht.

Ja, hinterher sind wir immer schlauer. Aber es gibt eben gewisse Anzeichen, die man nicht einfach ignorieren und wegleugnen kann. Und es gibt gewisse Experten, die zu dem Schluss kommen, dass wir uns hier übernehmen.

Übrigens gab es ja auch viele Experten, die vor dieser Flüchtlingwelle gewarnt haben. Und auch damals schon dachten unsere Politiker, dass sie alles im Griff haben. War alles Science Fiction.

Wer grenzt denn hier wen aus? Und ich habe auch nie gesagt, dass alle einen Arbeitsplatz finden werden. Sondern ich sprach von der Hälfte.

Ja, DU sprichts von der Hälfte. Die Bundesagentur hält 350.000 pro Jahr für verkraftbar. Wahrscheinlich werden es aber noch viel weniger sein. Alles in allem sind wir von der Hälfte aber so oder so meilenweit entfernt! Der einzige der daran GLAUBT bist im Moment du selber.

Wenn die Deutschen so schnell aussterben würden, wie mancher befürchtet würde das der Logik entsprechen, ja. Allerdings werden sie statt dessen immer älter und benötigen viel mehr Dienstleistungen als andere. Und, oh Wunder! Auch deutsche Familien bekommen weiterhin Kinder.

Es gibt ja da entsprechende Hochrechnungen von Forschern. Ich muss dir hier sicherlich nichts vom demografischen Wandel erklären. Das solltest du wissen.

Ich stelle lediglich in frage, ob wir angesichts des demografischen Wandels und der weiter voran schreitenden Automatisierung und des damit verbundenen Stellenabbaus überhaupt so viele Arbeitsplätze benötigen. Auch hier gibt es schon entsprechende Erhebungen von Experten. Das Problem ist nur, das du immer noch GLAUBST!

Nochmal. Deine Befürchtungen sind doch genauso Spekulation wie meine realitätsfernen Ansätze. Nur dass ich wenigstens zugebe, dass ich falsch liegen könnte. Bei Dir sind es meist "feststehende Tatsachen".

Das Problem ist doch, dass du scheinbar nichts darauf gibst, was die Experten sagen. Vorhin hast du noch gesagt, die Flüchtlingskrise war absehbar und keiner hat etwas dagegen unternommen. RICHTIG! Das war bei der Eurokrise nicht anders und auch bei der sogenannten Energiewende ist es so. Es gab schon immer warnende Stimmen, die einfach ignoriert wurden. Ich stelle mich hier auch nicht hin und behaupte, ich hätte mit allem Recht. Ich versuche nur Wunschdenken mit der Realität abzugleichen. Und da kommen wir zu ziemlich unterschiedlichen Ergebnissen.

So wie die 90 % unqualifizierten Flüchtlinge von Frau Aigner. Das ist doch offensichtlich Wahlkampfgetöse. Das hast Du doch bei Siggi auch sofort erkannt...

Mal davon abgesehen, dass das Bundesamt auf ähnliche Zahlen kommt und Ilse Aigner (meiner Meinung nach) die falschen Konsequenzen daraus fordert, ist Siggi einfach nur unglaubwürdig, weil er wie ein Luftballon im Winde immer hin und her pendelt. Da fehlt vor allem die Glaubwürdigkeit, selbst wenn er mal etwas Vernünftiges sagt.

Das zieht sich übrigens wie ein roter Faden durch seine Amtszeit. Deshalb hat er wahrscheinlich auch ein ganzes Heer an Beratern, die im morgens das Eine raten um es dann am Abend wieder zu dementieren. :LOL:

Frau Merkel hat das doch in der Sendung bei Frau Will versucht. Aber ihr glaubt man ja auch nicht... :LOL:

Da musste selber lachen, nicht wahr... :LOL:

Das weiß man doch noch gar nicht genau. Vor allem weiß man doch nicht, wann welche Menschen wieder zurück können.

Auch hier gibt es entsprechende Hochrechnungen. Wenn man denn gewillt ist, sie zur Kenntnis zu nehmen. ;)

Im September 2017 wirst Du wieder gefragt. ;)

Wenn es so weiter geht wie bisher, könnte es sogar schon früher sein. ;)
 
Ja. Und das machen wir dann weltweit. Und jeder der dann einen Anspruch hat, wird im Heimatland mit dem Flieger abgeholt. Findest du das echt realistisch? 8)
Warum nicht? Gehen wir das mal pragmatisch an: die Flüchtlinge sind bereit, für eine Passage auf einem kaum schwimmfähigen Seelenverkäufer mehrere tausend Euro an Schlepper zu zahlen. Viele VERSCHULDEN sich dafür sogar!
Glaubst du nicht, die wären auch bereit, ein Flugticket zu zahlen, dass nur ein Bruchteil kosten würde? :think:
 
Warum nicht? Gehen wir das mal pragmatisch an: die Flüchtlinge sind bereit, für eine Passage auf einem kaum schwimmfähigen Seelenverkäufer mehrere tausend Euro an Schlepper zu zahlen. Viele VERSCHULDEN sich dafür sogar!
Glaubst du nicht, die wären auch bereit, ein Flugticket zu zahlen, dass nur ein Bruchteil kosten würde? :think:

Also das gleiche Prinzip wie jetzt. Dem Starken wird geholfen, den Schwachen, die sich die Reise nicht leisten können nicht.
 
Da wir uns damit ja einiges an Kosten für evtl. notwendige "Rückführungen" und Aufnahmelager sparen, dürfte das Flugticket evtl. sogar auch drin sein...

Außerdem: "uns" sollen doch die Armen (= Wirtschaftsflüchtlinge) gar nicht kümmern. Die wollen "wir" doch nicht, sondern nur "die gut ausgebildeten, finanziell Unabhängigen".
 
Ich frage mich gerade ob du das tatsächlich ernst meinst oder ob du das nur schreibst, damit ich Ruhe gebe. Wir haben derzeit 51 Mio Menschen weltweit auf der Flucht. Wenn nur bei der Hälfte ein Asylgrund vorliegt, willst du die alle nach Deutschland holen? Mit dem Flieger? Hast du noch einen Platz frei in deinem Elfenbeinturm? Sorry für die Polemik, aber das kannst du doch nicht ersthaft als erstrebenswert in Erwägung ziehen. [...]

Und diese ganzen 51 Mio. Menschen wollen nach Deutschland? 8O

Wenn wir es ernst meinen würden mit dem Asylrecht, dann wäre das die menschlichste und auch rechtlich und praktisch beste Möglichkeit. Man kann dann nur noch im eigenen Land oder einem Nachbarland den Antrag stellen, wo Menschen sitzen könnten, die nahe am Geschehen sind und somit viel besser einschätzen oder sogar kontrollieren könnten, ob die Angaben der Asylsuchenden stimmen, bzw. so glaubhaft sind, dass man von einer Tatsache ausgehen muss, wenn man Leib und Leben des Antragstellers nicht gefährden möchte. Menschen, die die Sprache verstehen und die Regeln und Gepflogenheiten des Landes kennen. Die Voraussetzungen für ein Bleiberecht nach Art. 16 GG sind übrigens ziemlich streng. Insofern dürfte Deine Hälfte deutlich zu hoch gegriffen sein.

Für Kriegsflüchtlinge, die tatsächlich in Massen unterwegs sind müsste man sicher etwas anderes organisieren. Hier würden mir mobile Hilfscamps unter Federführung der UN gefallen, die solidarisch finanziert werden und die jedes Nachbarland eines kriegsführenden Staates zu dulden hat (meinetwegen auch gegen Aufwandsentschädigung, die ebenfalls solidarisch zu tragen wäre).

Aber keine Angst, mein lieber jumper2. So jung und unerfahren, dass ich tatsächlich an die Realisierung oder auch nur die ernsthafte Diskussion solcher Vorschläge denke, bin ich nun auch wieder nicht. Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass sich die Entscheidungsträger der verschiedensten Länder je auf so etwas einigen könnten... :(

[...] Du hältst es tatsächlich für realistisch, dass jeder 2. Flüchtling hier eine Arbeit bekommen kann, von der er selbst und noch die andere Hälfte leben kann? [...]

Es wird jedenfalls mehr Arbeit anfallen, wenn so viele Menschen in so kurzer Zeit zu uns kommen. Diese Tätigkeiten muss jemand übernehmen. Ob das nun ein deutscher Arbeitsloser oder ein (von uns) in Sprache und Berufsqualifikation geförderter Flüchtling/Asylant tut, ist mir persönlich egal. Und ob die nun alle vollständig von ihrem Einkommen leben können, ist aus meiner Sicht auch noch zweitrangig. Jedenfalls kosten sie den Staat dann weniger, als wenn sie nur auf Sozialleistungen angewiesen wären.

Hinzu kommt der gesellschaftliche Vorteil, dass sie besser integriert werden können und weniger Ärger machen werden, als wenn sie den gesamten Tag nichts zu tun hätten.

Wenn es allerdings schnell vorbei sein sollte mit dem Krieg in Syrien (was ich nicht glaube, wenn ich mir die Dauer des Konfliktes in Afghanistan so ansehe), ja dann sind wir die Menschen ja auch bald wieder los. Dann hätten wir eben "umsonst" einer Menge Leute unsere Sprache beigebracht und unsere Gepflogenheiten erklärt (wozu wir übrigens -zumindest befristet- auch eine Menge Arbeitsplätze benötigen werden). Das kann uns mit Sicherheit nie wieder Nutzen bringen... :roll:

Im Übrigen bist Du ja sowieso der Auffassung, dass meine Überlegungen alle nur Wunschdenken sind und vom Auslenden der Realität getragen werden. Insofern werde ich meine Zeit auch nicht weiter damit vertun, Dich zu anderen Denkansätzen zu führen, geschweige denn, Dich zu überzeugen.

Wir werden sehen was passiert. Im Moment geht die Politik noch in die Richtung, die ich favorisiere. Das kann sich durchaus noch ändern. Denn leider glaubt man mittlerweile zu oft auch in der Politik an ganz einfache Lösungen in extrem verzwickten Situationen.

Mal sehen, was ich unbedingt noch kommentieren muss, bevor ich wieder zum stillen Mtleser werde...

[...] Sag jetzt bitte nicht, dass ich dir erklären muss, was daran gefährlich ist, wenn "Die Ausländer nehmen uns die Arbeit (Existenzgrundlage) weg" kein Vorurteil mehr ist, sondern zur Realität wird! 8O [...]

Das ist nur dann so brandgefährlich, wenn sich immer mehr die Auffassung durchsetzen würde, dass diese Menschen (obwohl mit Anspruch auf Bleiberecht ausgestattet, das setze ich hier voraus) aus irgendeinem Grund nicht das gleiche Recht haben, sich um eine Stelle zu bewerben wie ein Deutscher.

Und was erwartest Du denn konkret in so einem Fall? Sag das doch einfach mal! Denn meine "Befürchtungen" lässt Du ja nicht gelten, obwohl es eben tatsächlich auch jetzt schon ein paar Idioten gibt, die Asylbewerberheime anstecken oder Menschen verprügeln, die "irgendwie so nordafrikanisch" aussehen.

[...] OK. Und doch wird es von Frau Nahles zB. gefordert. Sie fordert 500 Mio. um 100.000 1 Eurojobs für Flüchtlinge zu schaffen. Brauchen wir also in Wirklichkeit gar keine Fachkräfte, sondern billige Lohnsklaven? [...]

Ich bin aber nicht Frau Nahles. Ich will das nicht. Ich halte das auch für Unsinn.

[...] Und es gibt gewisse Experten, die zu dem Schluss kommen, dass wir uns hier übernehmen. [...]

Ja. Natürlich gibt es die. Hat irgendeiner der Experten auch eine Lösung, wie wir sonst aus der "Nummer" herauskommen sollen?

[...] Übrigens gab es ja auch viele Experten, die vor dieser Flüchtlingwelle gewarnt haben. [...]

Du wirst lachen, das habe ich auch getan, obwohl ich gar kein Experte bin. :LOL:

Ich bin doch kein fanatischer Anhänger der Bundesregierung, nur weil ich in dieser einen Angelegenheit die Notwenigkeit sehe, die augenblickliche Politik von Frau Merkel zu verteidigen. :roll:

[...] Es gibt ja da entsprechende Hochrechnungen von Forschern. Ich muss dir hier sicherlich nichts vom demografischen Wandel erklären. Das solltest du wissen. [...]

Natürlich weiss ich das. Aber das ist hier doch nicht das Thema. Das ist doch ein völlig anderes Problem, dass man zwar möglicherweise auch unter Mithilfe von Menschen aus dem Ausland angehen sollte, das sollen aber doch keine Flüchtlinge sein, die eigentlich wieder nach Hause wollen.

Ebensowenig sind Eurokrise und Energiewende hier das Thema, dafür gibt es eigene Threads und auch eigene Argumente.

Das einzig verbindende sind "Experten". Zu jedem Thema gibt es welche die die eine Seite stützen und welche die die andere Seite stützen. Das wirst Du doch wenigstens noch zugeben. Und die Politik hat zu entscheiden, welchen Voraussagen sie nun folgen will. Dass sie dabei Fehler macht und manchmal eben auch der Meinung folgt, die sich am Ende als die falsche herausstellt ist doch völlig klar.

Das ist mal lauter, mal weniger laut zu kritisieren. Es ist aber nicht überraschend und auch nicht gänzlich zu vermeiden.

[...] Mal davon abgesehen, dass das Bundesamt auf ähnliche Zahlen kommt und Ilse Aigner (meiner Meinung nach) die falschen Konsequenzen daraus fordert, [...]

Hauptsache, es passt in Deine Argumentation, nicht wahr? Das Bundesamt ist doch noch nicht einmal mit der Erstregistrierung durch. Wie wollen die denn schon belastbare Zahlen zur Arbeitsmarkttauglichkeit haben? Und woher nimmt Frau Aigner solche Zahlen? Kann doch eigentlich nur GLAUBE sein... :mrgreen:

[...] Auch hier gibt es entsprechende Hochrechnungen. Wenn man denn gewillt ist, sie zur Kenntnis zu nehmen. ;) [...]

Es gibt Hochrechnungen, die mir "verlässlich" sagen können, wann der Krieg in Syrien und Umgebung zu Ende ist? 8O Wo nehmen die Hochrechner denn da ihre Zahlen zum rechnen her? Würfeln die die aus?

[...] Wenn es so weiter geht wie bisher, könnte es sogar schon früher sein. ;)

Ja. Ist theoretisch möglich. Ich denke aber nicht, dass sich CDU/CSU und SPD das trauen. Und sie wären ja die einzigen, die das umsetzen könnten.
 
[...] Ausbildung aus deutschem Steuergeld lehne ich ab, weil man ja (zumindest noch) davon ausgehen kann, dass sie nach dem Krieg auch wieder verschwinden. Warum sollen wir die Menschen für die halbe Welt von Geld ausbilden, das unsere Kinder und Enkel abzuzahlen haben? Wie willst Du Deinen Kindern erklären, dass sie Geld abzahlen werden, mit dem man deren Konkurrenz einst großzügig finanzierte? Das ist ja ein Verbrechen am eigenen Volk.

Ja, das ist doof, scheiß Leben. Aber ich habe da unten keinen Krieg angefangen. Ich habe sie nicht gezwungen, ihr Land zu verlassen und ich habe sie ganz sicher auch nicht eingeladen. Ich habe sie nicht mit falschen Versprechungen gelockt und ganz sicher will ich sie auch nicht hier haben.

Was mich betrifft, geht mein Mitgefühl genau so weit, dass ich ihnen Asyl gewähre, aber das war's dann auch. Dazu gehört (und ich spüre förmlich, wie ich mich zum x-ten Mal wiederhole) für mich, dass ich ihnen Essen, Unterkunft und insofern Versorgung angedeihen lasse, dass sie Kleidung und medizinische Versorgung erhalten und natürlich Schutz. Das alles ist nicht billig und wird derzeit vom deutschen Steuerzahler bezahlt. Hier erwarte ich eine Mitwirkungspflicht in der Form, dass wenigstens die Hälfte der entstehenden Kosten auf die Verursacher abgewälzt werden. Wem das nicht passt, kann sich ein anderes Land suchen, das andere Regeln hat. Oder in der Heimat bleiben und gegen die Aggressoren kämpfen. Oder sonstwas machen, ist mir egal.

Wenn sie wieder zurück gehen und vor dem Nichts stehen, können sie sich bei ihren Brüdern und Landsleuten bedanken. Die können sie auch gern am nächsten Baum aufknüpfen. Was sie auch immer tun, das steht aber auf einem ganz anderen Blatt. [...]

Auch diese Auffassungen sind so weit von meinen entfernt, dass ich nicht den Sinn sehe, das weiterzuführen (weil es nämlich echt Zeit kostet). Das sähe sicher noch anders aus, wenn es Konsequenzen haben könnte, was wir beide hier besprechen, aber so? Ich werde Dich nicht überzeugen und Du mich sicher auch nicht.

Mal sehen, was ich hier noch unbedingt loswerden will...

[...] Na auf jeden Fall niemanden in eine Umschulung für einen Beruf zwingen, für die er weder die Voraussetzungen, noch das Interesse hat, nur weil die Wirtschaft gerade danach plärrt. [...]

Gegen eine unsinnige Umschulung, die mit Sanktionen erzwungen werden soll, würde ich mich gerichtlich wehren.

[...] Ich gehe davon aus, dass mindestens 90% der Leute aus dem Stand zu nichts anderem zu gebrauchen wären, als zur Verrichtung von Hilfsarbeiten. [...]

Aus dem Stand? Also ohne Sprachkenntnisse und Integrationskurs? Vermutlich. Vielleicht sind das ja auch Frau Aigners 90%... :think:

Aber wenn sie sich ausdrücken können und die Gepflogenheiten des deutschen Lebens etwas kennen doch nicht mehr. Syrien war doch kein Entwicklungsland, in dem die Leute auf den Bäumen hockten. Die hatten doch auch ein Wirtschaftsleben. Also haben diese Menschen zum Großteil doch auch irgend etwas gelernt. Natürlich haben die nicht automatisch deutschen Standard drauf, aber das heißt doch nicht, das sie den nicht erreichen könnten, wenn man sie lassen würde.

Aber eigentlich willst Du das ja gar nicht.

[...] Was Du mit "Unfreiheit" meinst, kann ich mir nicht herleiten. [...]

Nach Deinem Modell müssten die Menschen, die hierher kommen doch mit den Sozialleistungen des Staates auskommen, könnten die Sprache nicht erlernen und dürften nicht arbeiten. Die Kosten für diese Stuation sollen sie aber selbst tragen. Wie frei ist denn dann ein solcher Mensch noch? Welche Möglichkeiten bieten sich ihm?

Das meine ich mit Unfreiheit.

[...] Aber einerseits befürchte ich, dass der Durchschnittsdeutsche nicht in der Lage ist, die Folgen abzuschätzen, die uns Frau Doktor mit ihrer Politik der offenen Herzen und Grenzen da beschert hat. Und zweitens vermute ich, dass wie immer alles Schlechte in der Politik letztlich an der Opposition hängen bleibt und alles Gute der Regierung angedichtet wird. Allerdings ist mir im Augenblick überhaupt nicht klar, wie man aus der aktuellen Situation etwas Positives für Deutschland heraus filtern könnte. Ich sehe hier beim besten Willen keinerlei Chancen für mein Land, nur große und kleine Risiken ohne einen Mehrwert.

Das ist traurig. Ich hoffe lieber weiterhin, wir werden eine tragfähige Lösung finden.

Interessant ist allerdings, dass Du den Deutschen zwar in einer Volksabstimmung die Frage vorlegen willst, ob wir eine "Obergrenze" brauchen, aber ihnen eigentlich nicht zutraust, die Folgen abzuschätzen, die ein anderer Weg mit sich bringt. Wie treffen "die Deutschen" denn dann eine vernünftige Entscheidung? :think: