Die bezahle ich doch selber (zum Teil) - über Steuern. Abgesehen davon: Jeder Staat hat die Möglichkeit, sich elegant durch Hyperinflation aus dem Schuldensumpf zu ziehen. Und wenn das nichts hilft: Staatsbankrott. Auch davon geht keine Welt unter, auch wenn der Euroraum die Sache etwas verkompliziert...

Griechenland und die anderen Pleitekandidaten sind zumindest im Moment weniger Sklaven der Zinsen als viel mehr Sklaven des Euro...
 
Heute gibt man Kredite so viel man kann. Am besten so viel, dass sich der Schuldner nicht umbringt, aber dafür ewig Zinsen zahlt ohne eine Chance zu haben, die Schuld zu tilgen. Man lässt ihn also für sich unentgeltlich arbeiten.

Ja. Dadurch hast du eine legale Möglichkeit deine Interessen durchzukriegen.

Du verleihst Geld gegen Zins und wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann dann wird ausgeschlachtet. Rohstoffe, Arbeitskraft, Kriege etc.
Alles zu deinen Gunsten und das ganz legal.

Auch du profitierst - ohne es zu wissen - von diesem System. Deine Äpfel, die du im Supermarkt kaufst kommen höchstwahrscheinlich aus Israel. Die Weintrauben möglicherweise aus Argentinien. Die Schuhe aus Bangladesh oder China (wo viele kleine Kinderhändchen dran gearbeitet haben).

Unser Geld dient nicht dem Menschen, sondern wir dienen dem Geld.
 
Du verleihst Geld gegen Zins und wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann dann wird ausgeschlachtet. Rohstoffe, Arbeitskraft, Kriege etc.
Alles zu deinen Gunsten und das ganz legal.
Wenn ein Staat nicht mehr zahlen kann, bekommt er neue Kredite. Bis der Zins knapp sein Bruttosozialprodukt erreicht hat (in einigen Ländern schon der Zinseszins, wobei ich mich immer frage, welches kranke Parasitengehirn sich hat den "Zinseszins" überhaupt erst einfallen lassen). Dann werden dem Staat die Schulden erlassen und neue Kredite gegeben. Wenn alles gut läuft, hat der Schuldnerstaat bis dahin schon ein Vielfaches der eigentlichen Schuld an den Kapitalgeber über Zinsen zurück gezahlt. Und das Spiel beginnt von vorn.

Auf diese Art und Weise arbeitet der Schuldner immer für Dich mit. Im Günstigsten Fall muss man selbst gar nichts mehr tun und lebt von der Arbeit anderer. Super Sache. Kredite an Staaten sind im Grunde nichts anderes als sehr sichere und dauerhafte, dafür aber relativ niedrig rentable "Investitionen".
 
Bis der Staatsbankrott kommt...
Normalerweise geht beim Staatsbankrott auch die Währung kaputt. Beim Euro ist das aber nicht so, weil es noch viele Länder gibt, die nicht bankrott sind. Die Frage ist nur wie viele bankrott gehen müssen, damit auch der Euro kaputt geht.
Der Staatsbankrott dürfte spätestens kommen, wenn der Zinsanteil am Staatshaushalt an die 50% geht. Es kann nämlich bei jedem Posten gestrichen werden, außer bei den Zinszahlungen.
 
wobei ich mich immer frage, welches kranke Parasitengehirn sich hat den "Zinseszins" überhaupt erst einfallen lassen).

Zinsen kommen aus dem Judentum. Jetzt kannst du sicher auch verstehen warum diese immer dafür verantwortlich gemacht werden und wurden, wenn es zu einem wirtschaftlichen Niedergang kommt.

Im Islam ist der Zins verboten. Der Koran verbietet es Geld aus Geld zu machen.

Auch im Christentum war der Zins lange Zeit verboten. Bis ein Papst m. E. das Zinsverbot aufgehoben hatte.

Der Staatsbankrott dürfte spätestens kommen, wenn der Zinsanteil am Staatshaushalt an die 50% geht. Es kann nämlich bei jedem Posten gestrichen werden, außer bei den Zinszahlungen.

Eigentlich braucht man nur warten bis die Zinslast der höchste Posten im Haushalt wird. Derzeit ist "Arbeit & Soziales" an erster Stelle. Danach kommt schon die Zinslast, die Herr Schäubles Truppe überweisen darf.

Die Staatsschulden werden auch nicht getilgt. Es wird umgeschuldet. Also ein Kredit wird aufgenommen um die Zinsen bezahlen zu können. Der Staat und unsere Regierung ist finanziell abhängig von ihren Geldgebern. Daher ist die Bankenlobby auch die stärkste.
 
Die Staatsschulden werden auch nicht getilgt. Es wird umgeschuldet. Also ein Kredit wird aufgenommen um die Zinsen bezahlen zu können. Der Staat und unsere Regierung ist finanziell abhängig von ihren Geldgebern. Daher ist die Bankenlobby auch die stärkste.

Indirekt ist die größte Gläubigergruppe der Bundesrepublik seine eigenen Einwohner. Denn viele Altersvorsorge-Modelle funktionieren mit festverzinslichen Wertpapieren. Und da sind die deutschen extrem gefragt und in fast jedem LV-Portfolio...
 
Dem Judentum wird der Zins aber allgemein angelastet. Jedenfalls ist bei einem wirtschaftlichen Niedergang der scheinbare Schuldige in der Vergangenheit sehr schnell immer gefunden worden. Das aber nur am Rande.

@darkkurt. Ich denke die größten Gläubiger sind die Banken, die aufgrund von ihren dubiosen Kreditgeschäften untereinander dem Staat Geld leihen.

Wenn Bank A der Bank B einen Kredit gibt und diesen mit Zinsen (ohne Zinseszins) verliehen werden würde, wäre dies ja nicht so dramatisch für die ersten 1000 Jahre.
Wenn aber Bank A den Anspruch auf den Kredit an Bank C verkauft und das mit Kredit finanziert werden würde dann wirds unübersichtlich.

Heute ist es sehr unübersichtlich. Es gibt "Derivate" also "abgeleitete Finanzinstrumente". Die haben mit der Realität aber gar nichts mehr zu tun. Man kann auf fallende Kurse setzen also Put-Optionen kaufen. Es lässt sich auf dem Papier auch unbegrenzt Gold "generieren". Man kann sich gegen den Ausfall von Staatspleiten versichern lassen etc. Es gibt sehr viele Produkte aber es stellt sich immer die Frage, was steckt eigentlich hinter diesen Geschäft? Und ich glaube das ist 2008 aufgebrochen. Ich weiß auch nicht wohin der Weg geht. Jedenfalls siehts in der Eurozone düster aus.

Am 01.10. bin ich auf einer Sitzung. Da wird es auch unter anderem über den Euro und Alternativen dazu gehen. Ich bin gespannt drauf. Gerade junge Leute sollten sich für diese Problematik viel mehr interessieren.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Indirekt ist die größte Gläubigergruppe der Bundesrepublik seine eigenen Einwohner. Denn viele Altersvorsorge-Modelle funktionieren mit festverzinslichen Wertpapieren. Und da sind die deutschen extrem gefragt und in fast jedem LV-Portfolio...
LVs haben eine gesetzliche Vorschrift Anleihen, die als besonders sicher gelten, zu kaufen. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Jedenfalls sind die LVs nicht mehr so rentabel wie vor ein paar Jahren noch, wenn sie überhaupt mal rentabel waren.
Manche Gesellschaften haben aber auch schon bei griechischen Anleihen abschreiben müssen.
Griechen-Abschreibungen verhageln Allianz die Bilanz

Im Moment läuft eine Kapitalflucht raus aus Aktien, v.a. aus Bank-Aktien, und natürlich PIGS-Anleihen, rein in deutsche Anleihen und SFR, aber auch etwas in Gold.

Dem Judentum wird der Zins aber allgemein angelastet. Jedenfalls ist bei einem wirtschaftlichen Niedergang der Schuldige in der Vergangenheit sehr schnell immer gefunden worden. Das aber nur am Rande.
Im Mittelalter gabs viele Deflationsphasen, bei denen auch viele Schuldner umkippten. Da Juden die Geldverleiher waren, wurden sie natürlich verantwortlich gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mich nicht irre, wars so, dass die Juden auch nur von Ungläubigen Zinsen nehmen durften, nicht on Glaubensbrüdern. Das macht den Sündenbock natürlich nur noch deutlicher ;)

@Oseidon: Kannst du mir mal per PN was über die Sitzung schicken? Falls ichs noch nicht kenne ^^
 
Eurokrise: EZB-Stützungskäufe zunehmend wirkungslos

Folgende News wurde am 12.09.2011 um 20:50:00 Uhr veröffentlicht:
Eurokrise: EZB-Stützungskäufe zunehmend wirkungslos
Shortnews

Obwohl die EZB in der ersten Septemberwoche mit 14 Milliarden Euro den vierthöchsten Betrag in Stützungskäufe von Anleihen verschuldeter Staaten gepumpt hat, geraten die Bonds verschuldeter Mittelmeerstaaten offenbar zunehmend in den Sog der drohenden Griechenlandpleite. Griechische Zehnjahresbonds rentierten am Montag mit dem Rekordwert von 23,40 Prozent. Der Spread zu Bundesanleihen betrug somit gewaltige 21,69 Prozent. Die Aussage Philipp Röslers, eine "geordnete Insolvenz" für Athen in Betracht zu ziehen, schreckte Käufer von Griechenbonds am Montag vollends ab. Die Renditen für Bonds aus Rom kletterten vom 1. bis 7. September um 0,5 Prozent, auch spanische Anleihen reagieren nach den August-Turbulenzen wieder zunehmend nervös. Obwohl seit Anfang August insgesamt über 70 Milliarden Euro in Stützungskäufe flossen, reicht die Summe offenbar bei Weitem nicht aus.
 
10-Jahres Bonds kann GR gar nicht mehr auf den Markt bringen, vllt noch 1-jährige zu 110% oder 2-jährige zu 60%.
Anfang August lag die Gesamtsumme der Stützkäufe noch bei 74 Mrd und hat sich demnach seit August bis jetzt fast verdoppelt.
 
Dafür bekommt Deutschland jetzt Geld geschenkt... Für 2-jährige Bundesanleihen müssen nur 0,4 Prozent Zinsen gezahlt werden... Das ergibt bei etwa 5 Prozent Inflation in der Zeit eine Geldvernichtung von 4,2 Prozent... ^^

Da sieht man erstmal, dass Deutschland die letzten 10 Jahre wegen anderen Ländern zuviel zahlen musste.
 
Dafür bekommt Deutschland jetzt Geld geschenkt... Für 2-jährige Bundesanleihen müssen nur 0,4 Prozent Zinsen gezahlt werden... Das ergibt bei etwa 5 Prozent Inflation in der Zeit eine Geldvernichtung von 4,2 Prozent... ^^
Das ist das Rezept für eine Hyperinflation. ;)
Im Moment ist es zwar noch eine Kapitalflucht nach D, kann sich aber auch verschlimmern in eine Flucht aus dem ganzen Euro.
 
Dafür bekommt Deutschland jetzt Geld geschenkt... Für 2-jährige Bundesanleihen müssen nur 0,4 Prozent Zinsen gezahlt werden... Das ergibt bei etwa 5 Prozent Inflation in der Zeit eine Geldvernichtung von 4,2 Prozent... ^^

Da sieht man erstmal, dass Deutschland die letzten 10 Jahre wegen anderen Ländern zuviel zahlen musste.

https://www.ftd.de/finanzen/maerkte...erlin-kriegt-geld-fast-fuer-lau/60103374.html
Die Finanzagentur des Bundes versteigerte am Montag Anleihen mit sechs Monaten Laufzeit. Sie wurde Papiere für knapp 3,9 Mrd. Euro los und musste dafür im Durchschnitt gerade einmal eine Rendite von 0,18 Prozent bieten.

Wieso soll Deutschland zuviel gezahlt haben sollen? Nur weil jetzt alle, die gezwungen sind mündelsichere Werte zu kaufen (Versicherungen z.B.), nur noch von D. kaufen?
D. hat genau das bezahlt, was es wert war - theoretisch. Eigentlich sogar weniger seit der Immobilienkrise, und jetzt noch viel weniger.
 
Eigentlich ist es schon heftig, dass eine Währung, die gerade einmal 10 Jahre besteht schon gerettet werden muss. Die DM war über 40 Jahre lang stabil und wurde ständig aufgewertet und da gab es keinerlei Krisen und Rettungsschirme, die aufgespannt werden mussten.