Zu Sarrazin kann man stehen, wie man möchte. Interessieren würde mich aber, wo genau er deiner Meinung nach einen Ton gegen gut integrierte Ausländer - die arbeiten und an der Gesellschaft teilhaben wollen, die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verinnerlicht haben, und ausleben - sagt. Mir wäre da nichts bekannt.

Er sagt zwar nix gegen gut integrierte Ausländer, aber auch nix über sie, sofern sie Moslems sind.

Er redet von Kopftuchmädchen und Gemüsehändlern, aber nicht von kopftuchlosen Ingenieurinnen.

Das Bild was er damit malt, hat aber nunmal nix mit der Realität zu tun, und daher ist doch der Begriff Moslem inzwischen ein Synonym für Bildungsferne.

gruss kelle!
 
Es wird niemand gezwungen, sich zu assimilisieren. Wer hier leben möchte, muss seine Herkunft aber eben zu großen Teilen aufgeben, ansonsten kommt es zu Parallelgesellschaften, und die haben mit erfolgreicher Integration nichts mehr zu tun.
Parallelgesellschaften schließen Integration nicht zwangsweise aus. Parallel heißt "nebeneinander", nciht "entweder oder"

Wenn ich morgen in die Türkei ziehe, habe ich vorher die Sprache zu lernen und mir Arbeit zu suchen, und mich dort schnellstmöglich anzupassen. Dafür alleine verdiene ich aber noch keinen Preis, denn es ist eine Selbstverständlichkeit.

Dito in diversen anderen Staaten - Deutschland fordert das erst seit ein paar Jahren...


Auch wenn ich prinzipiell ein absoluter Verfechter jeder Säkularisierung bin, ändert das nichts daran, dass es sich in allen drei Fällen um gesetzliche Feiertage handelt. Das Opferfest ist aber eben kein gesetzlicher Feiertag.
Der Sportclub verlangt ja nicht, dass der Feiertag praktiziert wird. Bei uns in Hessen fallen an den sog. "Kerbmontagen" (Montag nach Kirchweih) in fast allen Orten auch Trainingsstunden aus. Und das noch nicht mal mit einer stichhaltigen Begründung...
 
Er sagt zwar nix gegen gut integrierte Ausländer, aber auch nix über sie, sofern sie Moslems sind.
Dazu zitiere ich dann am besten mal folgendes (Quelle):
Sarrazin fügte hinzu: “Wer seine Töchter zum Kopftuchtragen zwingt und sie an Cousins in Anatolien verheiratet, hat in Deutschland nichts zu suchen.“ Auch wer als Familienoberhaupt Deutsch spreche, seinen Clan aber daran hindere, Deutsch zu lernen, habe in Deutschland nichts zu suchen, so der ehemalige Bundesbanker weiter. „Wer lieber türkisches Fernsehen sieht als deutsches, weil er mit unserer Sprache auf Kriegsfuß steht, hat in Deutschland nichts zu suchen.“ Wer hingegen hier arbeiten wolle und akzeptiere, „dass seine Kinder Deutsche sein werden und seine Enkel besser Deutsch als Türkisch sprechen werden, der ist bei uns willkommen“.
So what? Man muss doch nicht immer das Gegenbeispiel betonen, um es nicht auszuschließen - das klingt für mich eher nach überzogener political correctness ;).

"Einwanderer aus arabischen Ländern integrieren sich durchschnittlich schlechter als Einwanderer aus anderen Ländern" impliziert nicht, dass es nicht auch hervorragend integrierte Gegenbeispiele geben kann.

Parallelgesellschaften schließen Integration nicht zwangsweise aus. Parallel heißt "nebeneinander", nciht "entweder oder"
Und was hat das mit Integration zu tun? ;) Wer sich wirklich integriert, der hat keinen Grund, eine Parallelgesellschaft aufzubauen. Das zeigt nämlich, dass man sich eigentlich gar nicht als Teil der deutschen Gesellschaft begreift - und es trägt auch nicht dazu bei, daran etwas zu ändern.

Dito in diversen anderen Staaten - Deutschland fordert das erst seit ein paar Jahren...
Und damit fordern wir leider immer noch weniger als Staaten, die kaum Probleme mit Einwanderung haben. Kanada ist imho Vorbild - Selektion nach Alter, Sprachfertigkeit, Bildung, Arbeitsmarktbedarf.

Der Sportclub verlangt ja nicht, dass der Feiertag praktiziert wird.
Die Definition eines Feiertags ist aber, dass das öffentliche Leben mehr oder weniger stillsteht. Wer möchte, soll da also einen Lauen schieben können ;).

Und wie gesagt, ich bin gegen Feiertage mit religiösem Ursprung. Von mir aus lieber irgendwas unabhängiges ...
 
Ich möchte dieses nette Video diesem Thread nicht vorenthalten.

Und was hat das mit Integration zu tun? ;) Wer sich wirklich integriert, der hat keinen Grund, eine Parallelgesellschaft aufzubauen. Das zeigt nämlich, dass man sich eigentlich gar nicht als Teil der deutschen Gesellschaft begreift - und es trägt auch nicht dazu bei, daran etwas zu ändern.

"Parallelgesellschaften" können die Integration fördern indem Zuwanderer dort ein vertraureres Umfeld finden, von dem aus sie sich die Mehrheitsgesellschaft erschließen können.
Aber selbst wenn es nicht so wäre - hier kann jeder leben wie er mag - solange er einen gewissen Grundkonsenz akzeptiert (unsere Gesetze). "Parallelgesellschaften" bedeutet gesellschaftlichen Pluralismus leben. Und das ist gut so. Oder was denkst du was der deutsche Raver, der deutsche Philosophie-Professor und der deutsche Neonazi gemeinsam haben? Vielleicht die Sprache - was irgendwie egal ist, da sie sicherlich nie aufeinander treffen werden. Sie leben parallel nebeneinander her in unserem Land.
 
Zu Sarrazin kann man stehen, wie man möchte. Interessieren würde mich aber, wo genau er deiner Meinung nach einen Ton gegen gut integrierte Ausländer - die arbeiten und an der Gesellschaft teilhaben wollen, die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verinnerlicht haben, und ausleben - sagt. Mir wäre da nichts bekannt.
Mir auch nicht. Sarrazin geht's ja auch nicht um gut integrierte Ausländer sondern darum schlecht integrierte weiter auszugrenzen.
Angestoßen wurde lediglich eine (längst überfällige) gesellschaftliche Debatte, die schlechte Stimmung war schon vorher da :roll:.
Man kann darüber streiten, ob eine Diskussion längst überfällig war, aber so wie sie geführt wurde bzw. wird, schadet sie der Integration und damit diesem Land. Und das hat Sarrazin mitzuverantworten.

Wer hier leben möchte, muss seine Herkunft aber eben zu großen Teilen aufgeben,
Warum muß er das!? Das ist ein freies Land, da kann jeder leben wie er will, so lang er nicht gegen die hier geltenden Regeln verstößt. Und wie definierst du "zu großen Teilen"!? Was darf man denn noch behalten und wo ist dann der Unterschied zu Assimilation?
ansonsten kommt es zu Parallelgesellschaften, und die haben mit erfolgreicher Integration nichts mehr zu tun.
Parallelgesellschaften sind nichts schlimmes, so lang das Miteinander zwischen ihnen funktioniert.

Und zu Kanada: Das Land, oder besser die Gesellschaft versteht sich als Einwanderungsland. Se steht zu Multikulti. Davon ist Deutschland weit entfernt und seit Sarrazin entwicket sich es wieder zurück.
 
"Parallelgesellschaften" können die Integration fördern indem Zuwanderer dort ein vertraureres Umfeld finden, von dem aus sie sich die Mehrheitsgesellschaft erschließen können.
Man kann sich jeden Tag zum Beispiel in Duisburg-Marxloh anschauen, wie toll das funktioniert. Oder Köln-Mülheim. Oder Berlin-Kreuzberg. Oder ... :roll:.
Oder was denkst du was der deutsche Raver, der deutsche Philosophie-Professor und der deutsche Neonazi gemeinsam haben?
Du vernachlässigst da einen wichtigen Unterschied: Diese drei Leute haben aufgrund ihrer Persönlichkeit, ihrer Vorlieben oder ihrer politischen Einstellungen nichts gemeinsam. Nicht aber wegen ihrer Herkunft!

Der Musikgeschmack kann sich ändern, die Herkunft nicht - wird das Umfeld an der Herkunft festmacht, dann bleibt die Parallelgesellschaft für immer unter sich. Auch die Kinder werden sich so letztlich nicht als Deutsche fühlen. Integration :arrow: Fehlanzeige.

Sarrazin geht's ja auch nicht um gut integrierte Ausländer sondern darum schlecht integrierte weiter auszugrenzen.
Und deshalb verschließen wir die Augen und verlieren über Integrationsdefizite bloß kein Wort, weil wir irgendwem auf den Schlips treten könnten?

Integration ist eine Bringschuld derjenigen, die in ein fremdes Land kommen, um dort zu leben.
Warum muß er das!? Das ist ein freies Land, da kann jeder leben wie er will, so lang er nicht gegen die hier geltenden Regeln verstößt. Und wie definierst du "zu großen Teilen"!? Was darf man denn noch behalten und wo ist dann der Unterschied zu Assimilation?
Das nennt sich soziale bzw. identifikatorische Integration, und ist bereits seit vielen Jahren Konsens bei jeder ernstzunehmenden Diskussion über Zuwanderung.

Wer sich einbürgern lässt, der drückt damit aus, Deutscher sein zu wollen. Damit kann er hier dauerhaft leben, muss aber auch deutsche Rechts- und Kulturvorstellungen anerkennen. Bei gelungener Integration werden die Kinder und Enkel die deutsche Kultur, welche sie selbst mit weiterentwickeln, als ihre eigene definieren, nicht die ihrer (Groß-)Eltern.

Es reicht nicht, nur physisch hier angekommen zu sein, denn eine Parallelgesellschaft in einem quasi ausländischen Stadtteil ist keine Integration, sondern nur ein Umzug.
 
Leute, Leute, Leute... Da ist ja mal wieder der Kohl fett hier...und witziger Weise funktioniert das nur in Deutschland.. In fast jedem anderen Land dieser Welt hat sich der Zuwanderer anzupassen.

Vorweg: Ich bin weder rechtsradikal noch autonom oder linksradikal

Wandere ich in die USA aus - doofes Beispiel, die lassen ja fast ausschließlich nurnoch über nen Lottosystem ne handvoll Leute in ihr Land... (für die Blitzmerker: Ja das war ne Anspielung auf die Tatsache, dass die Staaten pauschal erstmal "alles" draußen lassen und nicht das Auffangbecken der Welt sind)
Wenns den Franzosen zu "bunt" würde, dann wäre wahrscheinlich halb Paris ein Fackelmeer - Nationalstolz wird da groß geschrieben..

Und Deutschland?
Ich zitiere Seite 18 aus dem tollen geächteten Buch:

Heimatverbunden?Aber gerne! Lokalpatriot? Natürlich! Europäer? Sowieso! Weltbürger? Klar doch,das gehört sich so! Und jetzt was ich immer sage...DEUTSCHER? NUR BEI DER FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT,SONST EHER PEINLICH..

Muss ich dazu noch irgendwas sagen ? Ich finde es traurig und erschreckend, und nicht umsonst hat dieses Buch aus den Seelen und Gemütern vieler vieler Bürgerinnen und Bürger Deutschlands gesprochen.
Sicherlich gibt es integrierte Ausländische Mitbürger - ich bin mit vielen von ihnen befreundet - egal welcher Hautfarbe oder Nationalität.
Einer dieser Freunde (Ibrahim heißt der gute) kotzt es zum Beispiel an, dass er egal wo er hinkommt immer 2 bzw. 3 Fragen von anderen Türken gestellt bekommt: Bist Du Türke ? Ja ! , Bist Du Muslime ? Nein ich bin Alewite! Was kein Muslime ? Was bist denn du für ein Türke !
Eine türkische Freundin Müjgen sagt bspw. das sie sich für viele ihrer Landsleute schämt, da diese überhaupt nichts mit deutschland verbinden außer vll. ihrem 3er BMW.
Wenns eng wird gibts ja immer das Totschlagargument: Du beschissener Nazi - schon schweigt der gemeine Deutsche Bürger still um sich nicht in den rechten Graben schießen zu lassen...
 
Der Musikgeschmack kann sich ändern, die Herkunft nicht - wird das Umfeld an der Herkunft festmacht, dann bleibt die Parallelgesellschaft für immer unter sich. Auch die Kinder werden sich so letztlich nicht als Deutsche fühlen. Integration :arrow: Fehlanzeige.

Ach, denkst du das? Ich beispielsweise bin in einem Ort bei Köln geboren, für das Studium aber nach Paderborn gezogen. Das sehe ich jetzt vollumfänglich als meine Heimat an. Und wenn du sagt der Vergleich hinkt, dann hast du noch nie einen Rheinländer und einen Westphalen getroffen :).

Abgesehen davon: wenn du dir die Integrationsgeschichten unserer ausländischen Mitbürger anschauen würdest, dann würdest du feststellen, dass die Allermeisten in der ethnic community begonnen haben - auch die derjenigen, deren Söhne heute Ärzte und Anwälte sind und die in den spießigen Vorstadtvierteln der Mittelschicht wohnen und ihre Kinder um keinen Preis auf die Hauptschulen der sozialen Brennpunkte schicken würden.

Wandere ich in die USA aus - doofes Beispiel, die lassen ja fast ausschließlich nurnoch über nen Lottosystem ne handvoll Leute in ihr Land... (für die Blitzmerker: Ja das war ne Anspielung auf die Tatsache, dass die Staaten pauschal erstmal "alles" draußen lassen und nicht das Auffangbecken der Welt sind)

Um das Thema geht es hier ja nicht - sondern um die Integration derer die schon hier sind. Und das zur Info: wer legal sein Leben in Deutschland beginnen will, der muss mit einem Deutschen (oder jemandem mit dauerhaften Aufenthaltstitel in Deutschland) verwandt sein oder hochqualifiziert. Sonst kann man nicht nach Deutschland einwandern. So einfach wie in den USA - wo man auch ausgelost werden kann - ist das hier nicht.

Niemand schwingt hier irgendeine Nazikeule. Es ist nur so, dass die ganze Integrationsdebatte in der Regel fern ab von jeder Sachinformation geführt und oft instrumentalisiert wird um diffuse Ängste vor Überfremdung und Bedeutungsverlust zu schüren. Das wird den tatsächlichen (in der Regel sozialen) Problemen nicht gerecht und ist unangemessen und diskriminierend gegenüber all denjenigen Menschen mit Migrationshintergrund, die schon so lange friedlich in Deutschland leben.
 
Wenns den Franzosen zu "bunt" würde, dann wäre wahrscheinlich halb Paris ein Fackelmeer - Nationalstolz wird da groß geschrieben..

Die Franzosen haben Nationalstolz und wir die Aufträge für die Hochgeschwindigkeitszüge von Eurostar.

So what?

Und die Franzosen spielen beleidigte Leberwurst und versuchen uns vor Gericht den Auftrag zu klauen.

Die Amis haben Nationalstolz und veröffentlichen puren Schwachsinn über GSM, um ihr eigenes, weltweit kaum genutztes Mobilfunksystem zu verkaufen.

Nationalstolz bringt uns nicht weiter, wenn es schlichtweg darum geht, klare Regeln für Zuwanderung und Integration aufzustellen.

Ich würde sogar so weit gehen, dass Nationalstolz die Integration behindert, da sie einen breiten Graben zwischen "Biodeutschen" und "Passdeutschen" zieht.

gruss kelle!
 
Warum braucht Deutschland eigentlich überhaupt Zuwanderung von außerhalb der EU? 500 Millionen potentielle Menschen, die jederzeit das Recht haben in Deutschland zu arbeiten, sollten doch ausreichen um alle zufrieden zu stellen... Ergo plädiere ich für einen generellen Zuwanderungsstopp für Länder außerhalb der EU (ok, westliche Länder wie die USA und Israel könnte man davon ausnehmen...) :)
 
Warum braucht Deutschland eigentlich überhaupt Zuwanderung von außerhalb der EU?
Weil es mir als Arbeitgeber völlig egal ist, woher meine Spitzenkraft kommt. Und wenn die aus Indien kommt, dann kommt die eben aus Indien.
Ergo plädiere ich für einen generellen Zuwanderungsstopp für Länder außerhalb der EU (ok, westliche Länder wie die USA und Israel könnte man davon ausnehmen...)
Es geht Dir also gar nicht um die Länder, sondern eher um die Hautfarbe oder Kultur? Also ist der Rumäne besser als der Argentinier? Der Kosovo-Albaner gerne gesehen, der Australier nicht?

Marty
 
Weil es mir als Arbeitgeber völlig egal ist, woher meine Spitzenkraft kommt. Und wenn die aus Indien kommt, dann kommt die eben aus Indien.

Nur geht es nicht um den Arbeitgeber, sondern um Gesamtdeutsche Interessen. Nach deiner Argumentation könnten wir auch fleißige Arbeitskräfte rein holen nach Deutschland, welche keine Spitzenkraft sind, weil es dem Arbeitgeber ja völlig egal sein kann, woher seine fleißige Arbeitskraft kommt. Bei Phip seiner Argumentation kommt aber zu tragen, dass wir bei einem so großem Pool an Menschen, welche dadurch, dass sie aus Industrienationen stammen, genug Potentiale haben sollten, damit jeder Arbeitgeber zufrieden gestellt werden kann und eben auch die europäischen Völker zufrieden sein können.

Es geht Dir also gar nicht um die Länder, sondern eher um die Hautfarbe oder Kultur? Also ist der Rumäne besser als der Argentinier? Der Kosovo-Albaner gerne gesehen, der Australier nicht?
Marty

Billige Argumentationskette. Diese würde nur ziehen, wenn wir einen Weltstaat haben. Ansonsten müssen die Staaten halt auch den Schutz ihrer Wähler gewährleisten und dazu gehört, dass man sich zuerst um die jenigen kümmert, dessen Vertretung man ist. Die Gewerkschaften kümmern sich primär um ihre Mitglieder, der Zentralrat der Juden primär um jüdische Interessen, die Behindertenvertretung um die Interessen der Behinderten, usw. Keiner von denen würde sagen, dass er andere Menschen nicht mag, dennoch setzen sie sich für die Interessen ihrer Leute ein, auch wenn andere eventuell dadurch Nachteile haben.
 
Bei Phip seiner Argumentation kommt aber zu tragen, dass wir bei einem so großem Pool an Menschen, welche dadurch, dass sie aus Industrienationen stammen, genug Potentiale haben sollten, damit jeder Arbeitgeber zufrieden gestellt werden kann und eben auch die europäischen Völker zufrieden sein können.
Gut, ich brauche eine Reihe hochqualifizierte ABAP- und Java-Programmierer für SAP. Fakt ist: Es gibt keine auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt nur welche bei anderen Arbeitgebern, die kann ich abwerben. Und woher nehmen die dann die Fachkräfte?

Wenn es diese Fachkräfte gäbe, dann würden die Stellen nicht unbesetzt bleiben. Fakt ist: Die Arbeitgeber lassen die Fachkräfte dann eben im Ausland arbeiten. Dann zahlen die dort Steuern und nicht in Deutschland und geben Ihr Gehalt dort aus.

Billige Argumentationskette.
Richtig. Du meintest Phip damit, oder? Oder kannst Du seine Aussage erklären, warum von ausserhalb der EU niemand kommen dard, ausser aus dem Westen?

Ansonsten müssen die Staaten halt auch den Schutz ihrer Wähler gewährleisten und dazu gehört, dass man sich zuerst um die jenigen kümmert, dessen Vertretung man ist.
Entschuldige bitte, was hat dieser Sermon mit meiner Frage an phip zu tun?

Marty
 
Richtig. Du meintest Phip damit, oder? Oder kannst Du seine Aussage erklären, warum von ausserhalb der EU niemand kommen dard, ausser aus dem Westen?
Marty

Ne dich. Phip geht davon aus, dass innerhalb der EU genug Fachkräfte exestieren sollten. Das heißt er würde ja Fachkräfte aus dem direkten Ausland zugestehen. Weil die EU ja auch eine Gemeinschaft ist. Wenn darüber hinaus Fachmangel herrschen sollte, wovon er nicht ausgeht, sagt er nichts darüber, ob er diese dann auch aus anderen Ländern nehmen würde. Wobei ich hoffe, dass er dies nicht wollen würde.

Und mit billige Argumentationskette ist deine Nazikeule gemeint. Nichts anderes ist der Ruf nach Unterdrückung von Kulturen und Hautfarben. Auch wenn davon kein Wort gesagt wurde!!!!
 
Das erklärt aber noch nicht, warum Leute aus dem Westen lieber gesehen sind als Leute östlich der EU, oder?
Es kann ja nicht daran liegen, dass der Westen, sprich die USA, uns mit Kusshand bei sich aufnimmt und arbeiten lässt.

Edit: Phip: Müsste dein Liberalismus nicht irgendwie dafür plädieren dass man sich als Arbeitnehmer auf dem Markt profilieren muss um auch nen Job zu bekommen? Egal wo? Oder hört der Liberalismus an Deutschlands Grenzen, oder spätestens an den Grenzen der EU zu Gunsten des Nationalismus' auf?
(Die Frage soll nicht werten. Ich bin da ausnahmsweise wirklich mal neugierig.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ne dich. Phip geht davon aus, dass innerhalb der EU genug Fachkräfte exestieren sollten.

Das ist erstmal eine Annahme, die nicht belegbar ist.
Weiterhin ist noch nichts über die Qualifikation gesagt. Wenn ich die ahl zwischen einem guten EU Ingenieur und nen hervorragenden Nicht-EU Ingenieur habe, warum sollte ich dann den guten einstellen und den hervorragenden dem Konkurrenten überlassen?

Und mit billige Argumentationskette ist deine Nazikeule gemeint. Nichts anderes ist der Ruf nach Unterdrückung von Kulturen und Hautfarben. Auch wenn davon kein Wort gesagt wurde!!!!

Lass doch mal die Nazikeule aus dem Spiel.
Wenn jemand meint, die Leute nach ihrer Herkunft in Gruppen einteilen zu müssen, der liegt halt etwas neben der Spur.
Deshalb Einwanderung gemäß Qualifikation, egal woher.

gruss kelle!
 
Bei Phip seiner Argumentation kommt aber zu tragen, dass wir bei einem so großem Pool an Menschen, welche dadurch, dass sie aus Industrienationen stammen, genug Potentiale haben sollten, damit jeder Arbeitgeber zufrieden gestellt werden kann und eben auch die europäischen Völker zufrieden sein können.

Haben sollten und sein können. Sehr gut formuliert. Es sollte genug Arbeitskräfte geben, die eine ausreichende Qualifikation haben, das wäre wünschenswert. Es gibt sie aber nicht, wie Marty dir sehr richtig geantwortet hat:
Gut, ich brauche eine Reihe hochqualifizierte ABAP- und Java-Programmierer für SAP. Fakt ist: Es gibt keine auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt nur welche bei anderen Arbeitgebern, die kann ich abwerben. Und woher nehmen die dann die Fachkräfte?

Wenn es diese Fachkräfte gäbe, dann würden die Stellen nicht unbesetzt bleiben. Fakt ist: Die Arbeitgeber lassen die Fachkräfte dann eben im Ausland arbeiten. Dann zahlen die dort Steuern und nicht in Deutschland und geben Ihr Gehalt dort aus.

Weiter:

Billige Argumentationskette. Diese würde nur ziehen, wenn wir einen Weltstaat haben. Ansonsten müssen die Staaten halt auch den Schutz ihrer Wähler gewährleisten und dazu gehört, dass man sich zuerst um die jenigen kümmert, dessen Vertretung man ist.

Ja, nur wenn man die Zuwanderung stoppt, zäumt man das Pferd von hinten auf. Dann hat man nämlich im eigenen Land keine Fachkräfte (siehe oben) und kann auch keine aus dem Ausland holen. Blöde Situation wenn in einem Diensleistungsland wie unserem plötzlich keine qualifizierten Fachkräfte mehr da sind.
Man muss also erst Maßnahmen zur besseren Qualifikation der potenziellen Arbeitnehmer in unserem Land ergreifen (Weiterbildung, leichtere Studiumsvoraussetzungen, motivierenderes Schulsystem etc.) und dann kann man darüber nachdenken, ob man die Zuwanderung nicht stoppen sollte, um unseren Spitzenkräften (die wir dann ja auch endlich haben) die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Du bestellst ja auch nicht erst den Handwerker ab und schaust dann, ob du die Heizung nicht auch selber reparieren kannst, nur um dann anrufen zu müssen, dass er doch kommen muss, weil du mehr kaputt als ganz gemacht hast.

Ne dich. Phip geht davon aus, dass innerhalb der EU genug Fachkräfte exestieren sollten. Das heißt er würde ja Fachkräfte aus dem direkten Ausland zugestehen. Weil die EU ja auch eine Gemeinschaft ist. Wenn darüber hinaus Fachmangel herrschen sollte, wovon er nicht ausgeht, sagt er nichts darüber, ob er diese dann auch aus anderen Ländern nehmen würde. Wobei ich hoffe, dass er dies nicht wollen würde.
Bitte? Er fordert eindeutig einen Zuwanderungsstop -

Ergo plädiere ich für einen generellen Zuwanderungsstopp für Länder außerhalb der EU

da würde ich nicht davon ausgehen, dass er in einem solchen Fall doch Kräfte aus dem Ausland holen will.
Und warum hoffst du, dass er das nicht will? Damit wir im Falle eines Fachkräftemangels gar keine Arbeitskräfte mehr haben? Oder warum sonst hoffst du, das phip selbst in diesem Fall keine ausländischen Fachkräfte anwerben will?
 
Zuletzt bearbeitet:
........
Deshalb Einwanderung gemäß Qualifikation, egal woher.

gruss kelle!

Moinsen Kelle,
ich hätte da eine Alternativlösung:

- Qualifikationen im eigenen Land fördern und unterstützen (wie es ursprünglich ja auch geplant war. Diese Einwanderungsgesetze sind nichts als überbleibsel aus den 60er und 70er Jahren, wo man sich hochqualifiziertes Personal aus dem Ausland beschaffen wollte, um damit unter anderem eigene Leute aus und weiterzubilden damit diese dann ebenfalls einen hohen Qualifikationsstatus erlangen. Wo wir heute stehen mit dieser theoretischen Planung sehe ich jeden Tag wenn ich zum einkaufen gehe und an der Mission oder aber der Tafel vorbei muss. Wenn ich dann zuhause bin, den Fernseher anmache und man Kindergartenkinder fragt: Was willst Du später mal werden und diese Antworten dann: Hartz4 wie meine Mutti und mein Pappi dann kommt es mir hoch. Oder ich zappe woanders hin, wo jemand voller Überzeugung behauptet das Obama mit Vornamen George heißt - zack TV ausgeknipst, vll. mal ne Illustrierte oder die FAZ lesen.
Wenn ich die Zeitungen dann aufschlage und mir die Pisa Studien anschaue oder aber sehe wie der Durchschnitts IQ der Deutschen ist, wenn ich mir Artikel in der Zeitung (oder besser gesagt Revolverblatt like Blödzeitung) durchlese die Hetztiraden für die "einfache Bevölkerung" verbreitet wie : schaut mal was die Bonzen verdienen, seht hier Erwin S. lebt auf Haiti und kassiert in Deutschland Hartz4 oder oder oder oder .... die Liste ist endlos erweiterbar dann frage ich mich ernsthaft:
Warum nicht langfristig denken - in die eigenen Menschen investieren um die Bildung voranzubringen .... Nein es ist ja viel bequemer sich Leute zu importieren aus aller Welt. Diese Volksstämme pushen ja das Bruttosozialprodukt und sind meist viel günstiger als deutsches entsprechend qualifiziertes Personal.