Wen würdet ihr wählen?

  • Sonstige

    Stimmen: 25 19,1%
  • Freie Wähler

    Stimmen: 2 1,5%
  • PDV

    Stimmen: 3 2,3%
  • Die Linke

    Stimmen: 27 20,6%
  • FDP

    Stimmen: 5 3,8%
  • Die Grünen

    Stimmen: 11 8,4%
  • SPD

    Stimmen: 11 8,4%
  • CDU/CSU

    Stimmen: 15 11,5%
  • Piraten

    Stimmen: 32 24,4%

  • Umfrageteilnehmer
    131
Es wäre schön, wenn die AfD doch noch die 5% Hörde schaffen würde.
Darauf kommt es mE gar nicht an. Alleine schon die 2 Millionen Stimmen für den Euro Ausstieg sollten doch reichen.
Es ging ja hier um die Wahl des Bundestages und nicht um den Euro-Ausstieg. Trotz dem schleicht sich das Thema durch die Hintertür ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ DocTrax
Herr Lucke von der AfD sagte bei einer im TV ansatzweise übertragenen Rede, die Politiker hätten gelernt, dass .... Solange die AfD nicht in den Bundestag einzieht und den etablierten Parteien einen Teil ihrer Macht abnimmt, lernen unsere etablierten Politiker gar nichts. Bei uns hat sich eine politische "Herrlichkeit" etabliert, die den gewählten Politikern die Macht gibt, alles so zu tun, wie sie es wollen, ungeachtet dessen, was wir Wähler wirklich wollen.

Ab Morgen herrscht wieder die Brüssel-Hörigkeit. Unsere Steuergelder fliessen weiter an korrupte Staaten, die an überkommenen Machtstrukturen festhalten. Frankreichs Finanzminister hat schon einen Gesamt-Europäischen Haushalt angeregt, aus dem sich jeder Pleitestaat - zu denen auch das sozialistisch regierte Frankreich bald hören könnte - grenzenlos bedienen kann, ohne seine fehlgeschlagenene Politik auch nur ansatzweise ändern zu müssen.
 
Wie sollte Angela Merkel ein Ergebnis von ca. 42% interpretieren, wenn nicht als ein "weiter so"? Nicht, dass mich das begeistern würde, aber aus ihrer Sicht besteht doch praktisch keine Veranlassung, ihren Kurs nicht bestätigt zu sehen.
 
Die AfD wurde in jeder Diskussionsrunde vor der Wahl nicht eingeladen. Wieso sollten die Medien ihre Politik des Desinteresses nach der Wahl ändern? Die Medien und die etablierten Parteien haben in der Vergangenheit gut zusammen gearbeitet. Eine neue Partei, die den Medienzirkus durcheinander bringen könnte, ist da nicht gern gesehen. Ignoranz hat bei den Piraten funktioniert, also machen es die Medien bei der AfD genauso. - Allerdings hoffe ich, dass die AfD zukünftig bei den Wahlen noch besser abschneidet und die Medien sie dann nicht mehr so ignorieren können.
 
@ DocTrax
Herr Lucke von der AfD sagte bei einer im TV ansatzweise übertragenen Rede, die Politiker hätten gelernt, dass .... Solange die AfD nicht in den Bundestag einzieht und den etablierten Parteien einen Teil ihrer Macht abnimmt, lernen unsere etablierten Politiker gar nichts. Bei uns hat sich eine politische "Herrlichkeit" etabliert, die den gewählten Politikern die Macht gibt, alles so zu tun, wie sie es wollen, ungeachtet dessen, was wir Wähler wirklich wollen.
Jedenfalls bekommt die AfD jetzt Geld um einen ordentlichen Wahlkampf machen zu können.

Ab Morgen herrscht wieder die Brüssel-Hörigkeit. Unsere Steuergelder fliessen weiter an korrupte Staaten, die an überkommenen Machtstrukturen festhalten. Frankreichs Finanzminister hat schon einen Gesamt-Europäischen Haushalt angeregt, aus dem sich jeder Pleitestaat - zu denen auch das sozialistisch regierte Frankreich bald hören könnte - grenzenlos bedienen kann, ohne seine fehlgeschlagenene Politik auch nur ansatzweise ändern zu müssen.
Vorher kommt noch die Bankenunion, damit wir mit unseren Sparguthaben für die Pleitebanken der Pleitestaaten haften können. Es ist in der Politik eben so, dass erst was passieren muss bevor etwas geändert wird. So sind wir zu den ganzen Gesetzen gekommen, die mehrheitlich erst nach dem was passiert ist beschlossen wurden.
Frankreich ist jedenfalls ein ganz heißer Kandidat.

Wie sollte Angela Merkel ein Ergebnis von ca. 42% interpretieren, wenn nicht als ein "weiter so"? Nicht, dass mich das begeistern würde, aber aus ihrer Sicht besteht doch praktisch keine Veranlassung, ihren Kurs nicht bestätigt zu sehen.
Heute wurde nicht Merkel gewählt, sondern der Bundestag. Die CDU braucht sich mit ihren 34% auch nicht als Mehrheitspartei fühlen - 66% haben was ganz anderes gewählt. (Wie kommst auf 42%?)
 
Zuletzt bearbeitet:
So neu ist die Idee aber nun wirklich nicht, halt nur noch nicht auf Bundesebene erprobt
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-grüne_Koalition
Schon, aber die Grünen haben sich ja "weiterentwickelt" seit den 80er Jahren.

Gestern tat der Trittin so, als hätte man den Umweltschutz in der Bundesrepublik abgewählt. Aber das ist völlig fehleingeschätzt. Vielmehr ist es so, dass die Energiewende inzwischen eingeleitet ist und diese auch bei der Union im Parteiprogramm steht. Der Umweltschutz mag bei den Grünen noch eine wichtige Rolle spielen, aber sie haben inzwischen zu jedem anderen Thema auch eine Meinung, die sich meist nicht mit den Ansichten der Union deckt. Insgesamt ist die Politik der Grünen stets sehr linkslastig, oft sogar linksradikal, ohne dabei sozial zu sein. Heißt: Was für MultiKulti-Reiche, in denen konservative Umweltschützer eigentlich kein Zuhause (mehr) finden.

[...] Es wundert mich aber schon, dass die AfD mit dem Thema Euroausstieg so viele Stimmen bekommen hat. Das ist ein großer Denkzettel für die ganze Politik. [...] Ich denke dass über 80% der Deutschen für einen Euroausstieg wären, aber nicht alle deshalb jetzt gleich AfD wählen.
Schon, aber die Frage ist, wieviele Protestwähler jetzt von Die Linke, den Piraten und anderen Parteien ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben. Diese Stimmen sieht die AfD bei der nächsten Wahl vermutlich nicht wieder.

In der Tat wird die Zahl der Europa-Gegner auch noch höher liegen als die 4,8 Prozent. Ich zum Beispiel war nie für die EU, auch nicht für den Euro und habe die AfD auch nicht gewählt. Aber ich glaube kaum, dass mehr als 10% der Deutschen die EU ablehnen. Sehe ich auch an meinem Bekanntenkreis. Da sind sehr viele Leute der Ansicht, EU ist an sich geil und Euro ist auch nicht schlecht. Soll heißen, dass im Idealfall die AfD irgendwann mal auf das Niveau der Grünen kommen könnte, aber keiner SPD oder Union den Rang ablaufen wird.

Wie sollte Angela Merkel ein Ergebnis von ca. 42% interpretieren, wenn nicht als ein "weiter so"? Nicht, dass mich das begeistern würde, aber aus ihrer Sicht besteht doch praktisch keine Veranlassung, ihren Kurs nicht bestätigt zu sehen.
So ist es. Und es zeigt mir auch, dass die Deutschen "Querulanten" und "Revoluzzer" offensichtlich nicht mögen. Sie mögen eine gemütliche Oma im Schaukelstuhl, die stets sagt "Alles wird gut", egal ob gerade das Haus abbrennt oder nicht.

Offensichtlich sind die meisten Deutschen mit der Politik im Lande durchaus zufrieden. Oder sagen wir mal, dass sie mit der eigenen persönlichen Situation zufrieden sind, denn über den Tellerrand blicken die meisten ohnehin nicht. Und das ist schon bezeichnend, wie ich finde. Denn scheinbar sind die meisten Menschen zufrieden, obgleich sie auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Ich meine, wir reden laut offiziellen zahlen von 7 Millionen Menschen, die für unter 8,50 pro Stunde arbeiten (darum geht es ja beim Mindestlohn). Bei 61 Millionen Menschen, die zur Wahl aufgerufen waren , sind das immerhin rund 11,5% der Deutschen. Dazu kommen jede Menge Rentner, die von Altersarmut bedroht oder betroffen sind - von meiner Generation ganz zu schweigen. Wir können gut und gerne von 20% der Deutschen reden, die eigentlich Sozialfälle sind oder kurz davor stehen. Bei denen würde ich davon ausgehen, dass sie weder Union, noch FDP, Grüne oder SPD wählen können. Für die bliebe, ungeachtet der sonstigen politischen Haltung eigentlich als einzige Alternative nur Die Linke. Aber offensichtlich denke ich da anders als die anderen :D
 
Bei uns hat sich eine politische "Herrlichkeit" etabliert, die den gewählten Politikern die Macht gibt, alles so zu tun, wie sie es wollen, ungeachtet dessen, was wir Wähler wirklich wollen.
Was wir Wähler wirklich wollen, haben wir gestern gezeigt (s. vorläufiges amtliches Endergebnis).
 
Jedenfalls bekommt die AfD jetzt Geld um einen ordentlichen Wahlkampf machen zu können.
Oh, kostet jedes zusätzliche Thema außer "Raus aus dem Euro" Geld? :think:

Heute wurde nicht Merkel gewählt, sondern der Bundestag. Die CDU braucht sich mit ihren 34% auch nicht als Mehrheitspartei fühlen - 66% haben was ganz anderes gewählt. (Wie kommst auf 42%?)
Wie kommst du auf 34%? Vorl. amtl. Endergebnis sagt 41,5% CDU, mithin also DOCH Merkel - aus was anderem bestand Der CDU-Wahlkampf ja nicht...
 
Was sollten die auch gross für Themen ansprechen? Merkel regiert ja nun gefühlt schon fast solange wie Kohl, ausser einem "weiter so wie immer" hatten die nichts zu bieten. Und der Wähler scheint das zu akzeptieren.

Ist ihm ja auch nicht zu verdenken, Egoismus zählt dann am Ende vielleicht doch mehr als Weitsicht. Auf meine Frage, warum in meinem Bekanntenkreis manche CDU gewählt haben, kam als Antwort: "Ist doch alles gut, wir verdienen gut, die Jobs sind sicher, uns geht es viel besser als allen anderen und wir wollen das weiter so haben!". Da haben die anderen Parteien eben nicht klar gemacht, was sie besser könnten.

Marty
 
... aber dass die Linke auch abgegeben hat, erstaunt mich. Haben in den letzten 4 Jahren so viele Leute im Lotto gewonnen oder geerbt? Oder ist da noch immer die Hemmschwelle, dass diese Partei aus dem Osten kommt und man noch immer panische Angst vor dem Bolschewismus hat?

Was mich betrifft, ich habe die Partei namens PDS früher gewählt, als sie für pragmatische Politik vor Ort stand.
Irgendwann gingen die dann mit der WSAG zusammen, und die Realos wurden von irgendwelchen Hardlinern verdrängt. Lafo machte auf beleidigte Leberwurst und die Linke driftete ab, weg von real-pragmatisch hin zu Fundamentalismus.

Wer fällt einem denn als Person der Linken ein?
Die gute Sarah, aber mehr weil sie gut ausschaut, nicht weil sie vernünftig Politik macht.
Lafo, ehemals SPD Vorsitzender, ist aber schon im Ruhestand.
Gysi, ein von vielen hochgeachteter Politiker, der aber leider nichts zu sagen hat in der Partei.

Die Vorstizenden:
Rixinger oder wie der Typ heißt, von Lafo durchgedrückt, damit auch nen Wessi was zu sagen hat, und die Kippling (?) geht komplett unter.

Und sowas soll man wählen?

gruss kelle!
 
Nachdem ich den gestrigen Abend konsequent in Reichweite der Keramik verbringen musste als ich des Ergebnisses ansichtig wurde und mir heute morgen noch immer erheblich das Zäpfchen kitzelte fühle ich mich mittlerweile zumindest im Stande, leicht zittrig, abzusenfen.
Dieses Ergebnis lässt, nach meiner Interpreatation, ein Licht auf Großteile unserer Bevölkerung scheinen, welches ich mit "ignoranter Naivität" oder "egoistischem Schutzreflex" noch wohlwollend erklären, nicht aber rechtfertigen kann.
Es gibt eigentlich nur diese beiden Möglichkeiten. Entweder Menschen wählen Union aus "Tradition" weil sie sich mit politischen Inhalten schlicht überhaupt nicht beschäftigt haben.
Oder weil sie zwar ahnen, dass die Entwicklung welche die Union in besonderem Maße forciert immer mehr Menschen negativ betrifft, es ihnen selbst aber noch sehr gut geht. Von daher wähnen sie sich offenbar in dem Glauben, dass die Entwicklung zwar für einige schlecht sein könnte, sie persönlich aber nicht betrifft so lange alles so bleibt wie es jetzt ist.
Die Quittung wird aber unweigerlich folgen. Der Kurs der Union, welcher noch stärker als der aller anderen, ganz platt unter dem Credo "Wenn wir ganz in Ruhe genauso weitermachen wie jetzt wird irgendwann automatisch wieder alles schön" läuft, kann nur in die schleichende Katastrophe führen.
Aber für den Moment wurde durch die Wahl bewiesen, dass "Wachstum" zwar nach allen Regeln der Logik ein nicht unendlich dehnbarer Begriff ist, der Begriff von menschlicher Ignoranz und Dummheit noch weitaus dehnbarer ist. Aber selbst CDU Wähler sind (so weit geht zumindest heute Mittag wieder mein Vertrauen in menschliches Denkvermögen) keine Frösche und müss(t)en früher oder später doch eigentlich mal den Kochtopf verlassen.
 
Wenn ich mir nun das Ergebnis so anschaue, bekommen wir wohl wieder 4 Jahre Stillstand. Da wäre mir eine absolute Mehrheit der CDU ja fast noch lieber gewesen. Dann hätten die sich wenigstens nicht mit "das war in der Koalition nicht durchsetzbar" rausreden. So bekommen wir jetzt eine grosse Koalition, die uns nicht weiterbringen wird.

Man wird sich wieder annähern, die Wähler werden in vier Jahren nicht mehr wissen, was jetzt CDU und was SPD ist und das Land wird sich wieder radikalisieren. Eine grosse Koalition hat nur den Vorteil, dass Gesetze jetzt nicht mehr im Bundesrat blockiert werden, nur weil die falsche Partei was vorschlägt.

Und ganz ehrlich: Das werden vier verlorene Jahre für die wichtigen Probleme unseres Landes.

Marty
 
FDP-Chef Rösler will zurücktreten

Folgende News wurde am 23.09.2013 um 12:29:10 Uhr veröffentlicht:
FDP-Chef Rösler will zurücktreten
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Berlin (dpa) - Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl zieht FDP-Chef Philipp Rösler die Konsequenzen. «Ich stelle mein Amt zur Verfügung», sagte Rösler nach dpa-Informationen aus Teilnehmerkreisen in einer Sitzung des Bundesvorstandes. Auch das übrige Präsidium sei zu diesem Schritt bereit, hieß es.
Erwartet wird, dass auch die Vorstandsmitglieder ihre Posten zur Verfügung stellen. Der für Januar geplante Europa-Parteitag soll auf Dezember vorgezogen werden, um den Neuanfang zu beschließen.
Als neuen Parteichef wünschen sich mehrere Führungsmitglieder Ex-Generalsekretär Christian Lindner. Parteikreisen zufolge wäre Wolfgang Kubicki als künftiger Generalsekretär denkbar. Diese Personalien sind aber noch offen.
Die Liberalen hatten am Sonntag mit 4,8 Prozent den Einzug ins Parlament verpasst. Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik ist die FDP im Bundestag nicht mehr dabei.
 
[...] Oder weil sie zwar ahnen, dass die Entwicklung welche die Union in besonderem Maße forciert immer mehr Menschen negativ betrifft, es ihnen selbst aber noch sehr gut geht. [...] Aber selbst CDU Wähler sind (so weit geht zumindest heute Mittag wieder mein Vertrauen in menschliches Denkvermögen) keine Frösche und müss(t)en früher oder später doch eigentlich mal den Kochtopf verlassen.
Du selbst gibst Dir doch die Antwort in Deinem Post :) Es ist nach meiner Einschätzung genau so. über 80% der Deutschen fühlen sich laut einer repräsentativen Umfrage in Deutschland wohl. Über 70% sind mit ihrem Einkommen zufrieden. Es besteht also für die große Mehrheit überhaupt kein Grund für einen Umbruch. Zumindest so lange nicht, bis es ihnen selbst ans Leder geht.

Deswegen haben solche Parteien, die irgendwie solidarisch sein wollen in einer Zeit, da selbst Bayern als Bundesland schon damit "droht", die Bundesrepublik zu verlassen, gar keine Chance. Jeder ist sich selbst der nächste und wählt das, was ihm/ihr persönlich am besten tut. Und offensichtlich geht es den meisten Deutschen fantastisch. Oder wenigstens nicht schlecht genug, dass man das Risiko tragen möchte, eine andere Partei mal versuchen zu lassen oder auch das Risiko einzugehen, dass eine andere Partei genau die Steuern erhöht, die man selbst zahlen muss.

Wer fällt einem denn als Person der Linken ein?
Die gute Sarah, aber mehr weil sie gut ausschaut, nicht weil sie vernünftig Politik macht.
Geschmackssache. Mein Typ ist sie gar nicht.


[...] Und sowas soll man wählen?
Tja, bei dieser Wahl ist mir die Wahl auch schwer gefallen wie schon lange nicht mehr. Für mich persönlich gab es nicht eine Partei, die meine Wünsche und Vorstellungen vertritt. Diesmal war es wirklich eine Wahl zwischen Pest, Cholera und Ebola, da es eher wahrscheinlich war, das Syphillis und Tripper nicht einziehen werden. Ich kann mir eigentlich nur noch aussuchen, wer mich wann zur Kasse bittet. Vorteile für mein persönliches Leben bietet mir keine Partei.

Ich habe also trotz Antipathie gewählt, weil jede Partei mich in irgendeiner Form geschröpft hätte.

Wenn ich mir nun das Ergebnis so anschaue, bekommen wir wohl wieder 4 Jahre Stillstand. [...] Das werden vier verlorene Jahre für die wichtigen Probleme unseres Landes.
Ob aber mit absoluter Mehrheit was besser geworden wäre, möchte ich mal bezweifeln. Es wäre zwar hier und da etwas bewegt worden, aber letztlich vermutlich nicht zum Besseren. Zumindest nicht für mein Leben. Und wohl auch nicht für Leute aus der unteren Einkommensschicht, die aber immer größer wird.

Die meisten Menschen wollen doch gar keine Veränderung, nicht mal die aus dem "Präkariat". Das ist für mich das, was das Wahlergebnis aussagt: Alles soll bleiben, wie es ist. Nun gut, dann soll es eben so sein.
 
Hoffentlich überdenkt sich die FDP und kommt wie Phönix aus der Asche wieder zurück.. Wer weis. Mit neuem Personal (da viele eben nach Sympathie wählen, warum auch immer) wird es hoffentlich beim nächsten mal.
 
Merkel denkt angeblich ernsthaft über Schwarz-Grün nach

Folgende News wurde am 23.09.2013 um 21:12:48 Uhr veröffentlicht:
Merkel denkt angeblich ernsthaft über Schwarz-Grün nach
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Berlin (dts) - Bundeskanzlerin Angela Merkel denkt nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe) an ein "ordentliches und ehrliches Angebot" für Koalitionsgespräche zwischen der Union und den Grünen. Sie will damit einer denkbaren politischen Erpressungssituation durch die SPD schon im Vorfeld entgehen. Aber niemand von der Union solle in den nächsten Tagen "Salz in die offenen Wunden" bei SPD und Grünen streuen, so ein Appell an die Funktionsträger der Union. In den internen Gremienberatungen habe die CDU-Bundesvorsitzende, Sitzungsteilnehmern zufolge, dies unter anderem damit begründet, dass eine Koalition mit den Grünen möglicherweise "reibungsloser" laufen würde als eine Neuauflage einer großen Koalition mit einer jetzt nicht mehr auf Augenhöhe agierenden aber "um mehr Selbstbewusstsein kämpfenden" SPD. In diesem Zusammenhang habe die CDU-Vorsitzende auch darauf verwiesen, dass der Union sowieso nur wenige Mandate zur absoluten Mehrheit fehle. Dies wurde von Sitzungsteilnehmern als Hinweis darauf verstanden, dass man sich durchaus gelegentlich einen Abweichler wie Christian Ströbele leisten könne. In diesem Zusammenhang sagte das CDU-Bundesvorstandsmitglied Younes Ouaqasse der Zeitung zur Koalitionsfrage: "Wir müssten uns die Koalition mit der SPD zu teuer erkaufen." Dass die Grünen gerade etwas kopflos seien, mache die Sache zwar komplizierter, "aber nicht unmöglich".
 
Fünf-Prozent-Hürde in der Kritik

Folgende News wurde am 24.09.2013 um 08:00:00 Uhr veröffentlicht:
Fünf-Prozent-Hürde in der Kritik
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Berlin (dts) - In der Politik und unter Wahlrechtsexperten wächst die Kritik an der Fünf-Prozent-Klausel. Wie der "Spiegel" berichtet, hält es der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele für "demokratierechtlich bedenklich", dass durch die Sperrklausel im deutschen Wahlrecht bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag rund 6,8 Millionen Zweitstimmen von Wählern unberücksichtigt blieben. Das sind 15,7 Prozent. Es handelt sich dabei um die Stimmen für jene Parteien, die im Ergebnis die Fünf-Prozent-Marke nicht erreichten, darunter die FDP (4,8 Prozent) und die AfD (4,7 Prozent). Die Tatsache, dass nie zuvor bei einer Bundestagswahl eine so große Zahl von Wählerstimmen erfolglos blieb, stellt aus der Sicht von Verfassungsrechtlern einen unverhältnismäßig harten Eingriff in das Gebot der Wahlrechtsgleichheit dar. Der "Spiegel" zitiert den hannoverschen Verfassungsrechtsexperten Hans-Peter Schneider, der eine Absenkung der Höhe der Sperrklausel als "verfassungsrechtlich geboten" bezeichnet. Der Grüne Ströbele, dessen Partei mit 8,4 Prozent ein Ergebnis deutlich über der Grenze erzielte, hält sogar eine Verminderung der Sperrgrenze auf "zwei bis drei Prozent" für angemessen. Auch mit einer milderen Regelung als der jetzt geltenden sind nach Expertenansicht hinreichend stabile Mehrheiten im Bundestag sicherzustellen.
 
über 80% der Deutschen fühlen sich laut einer repräsentativen Umfrage in Deutschland wohl. Über 70% sind mit ihrem Einkommen zufrieden. Es besteht also für die große Mehrheit überhaupt kein Grund für einen Umbruch. Zumindest so lange nicht, bis es ihnen selbst ans Leder geht.

Ich weiß nicht, warum es abhängig von einer Bundestagswahl jemanden an den persönlichen Kragen gehen soll.
Für meinen Kragen ist entscheidend, wer die Aufträge für ICx und Eurostars bekommt (zum Glück gingen die an uns), dass wir einen großen Teil vom Kuchen der kompletten europäischen Infrastrukturumstellung ETCS abbekommen, ebenso einen großen Teil vom Kuchen in den USA.
Nebenbei noch die ein oder andere S/U-Bahn, Regionalstrecken etc.

Direkt hat damit die Bundesregierung nix zu tun, indirekt über Steuern/Sozialabgaben schon, was aber nicht so wild sein kann, wenn wir internationale Aufträge absahnen und immer noch Weltmarktführer sind.

Wenn ich meine direkt-persönliche Bilanz der letzten zehn Jahre aufmache (seit dem bin ich Facharbeiter):
- 15 Wochen arbeitslos
- Lohnsteigerung ca 90%

Bekannten/Verwandtenkreis:
- keine Hartz IV Empfänger mehr
- keine neuen Arbeitslosen
- selbst Risikogruppen Ü50 fanden nach Insolvenz des alten Arbeitgebers adäquate neue Jobs
- Studenten bekamen nach Abschluss adäquate Jobs

Hobby:
- bei Reisen mit kostenintensiven Autozügen stelle ich fest: Die sind ausgebucht
- BMW bolzt bei den Moppeds Verkaufszahlen ohne Ende, und als Moppedfahrer weißt Du ja, dass BMW nicht grade durch niedrige Preise glänzt
- Rückreise vom letzten Urlaub: Staus ohne Ende wegen Rückreiseverkehr nach Deutschland

Allgemein:
- Immobilienpreis hat sich in Braunschweig in den letzten Jahren verdoppelt

Ich will nicht behaupten, repräsentativ zu sein, sicher nicht.
Nur gebe ich meinen Beobachtungen und denen von Bekannten mehr Gewicht als denen die meinen, die wirtschaftliche Nummer eins Europas steht am Abgrund.
Klar gibt es in Deutschland Sachen die nicht ganz so laufen wie es mir lieb wäre, sicherlich gibt es Personen die am Existenzminimum herumeiern, alles richtig, nur ist das halt nicht die Mehrheit.

Die Mehrheit geht halt täglich sieben oder acht Stunden ackern, plant Frühjahr-, Sommer- und Herbsturlaub, trägt das übrige Geld zu Bank und findet es einfach schick.

gruss kelle!