Wen würdet ihr wählen?

  • Sonstige

    Stimmen: 25 19,1%
  • Freie Wähler

    Stimmen: 2 1,5%
  • PDV

    Stimmen: 3 2,3%
  • Die Linke

    Stimmen: 27 20,6%
  • FDP

    Stimmen: 5 3,8%
  • Die Grünen

    Stimmen: 11 8,4%
  • SPD

    Stimmen: 11 8,4%
  • CDU/CSU

    Stimmen: 15 11,5%
  • Piraten

    Stimmen: 32 24,4%

  • Umfrageteilnehmer
    131
Arbeitslosenquote
1993: 9,8%
2012: 6,8%

Eine Reduzierung der Arbeitslosigkeit geht nunmal nicht automatisch und sofort im Hochlohnsektor.

Wer zählte 1993 als arbeitslos und was zählt heute als arbeitslos?

Ich finde diese Quote inzwischen nichts sagen. Man müsste inzwischen eher die absolute Zahlen der Vollerwerbsfähigen vergleichen, die auch eine Arbeit haben, die davon auch leben können.
 
CDU-Abgeordneter: Neuwahl nicht mehr ausgeschlossen

Folgende News wurde am 25.09.2013 um 06:42:05 Uhr veröffentlicht:
CDU-Abgeordneter: Neuwahl nicht mehr ausgeschlossen
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Berlin (dts) - Vor dem Hintergrund einer möglichen Weigerung von SPD und Grünen, in eine Koalition mit der Union einzutreten, warnen Vertreter von CDU und CSU vor Gedankenspielen zu einer Minderheitsregierung der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, sagte der Bild-Zeitung (Mittwochausgabe): "Ich halte davon nichts. Das kann nicht funktionieren." Der CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn sagte: "Eine Minderheitsregierung würde den Wählerwillen beleidigen. Ich warne vor solchen Gedankenspielen." Der CDU-Abgeordnete Christian Hirte sieht Neuwahlen als möglichen Ausweg: "Deutschland braucht in Anbetracht der großen Herausforderungen (Europa, Energie, Demographie) stabile Mehrheiten. Wenn sich rot u Grün parteitaktisch verweigern, zum Wohl unseres Landes Verantwortung zu übernehmen, muss neu gewählt werden."
 
Aha, wir sollen wieder wählen, am besten so lange bis das ergebniss irgendeinem passt.

Nix da, das Volk hat gewählt, nun sollen die gewählten mit dem ergebniss auch zurecht kommen.
 
Ja das Volk hat gewählt und das Volk hat auch das Recht das die Politiker sich dran halten wenn sie was sagen und es wurde vornherein eine große Koalition und auch eine Rot-Rot-Grüne ausgeschlossen.

also finde ich es richtig wenn es Neuwahlen gibt, denn sonst wäre es betrug am Wähler.
Die Wähler hätten ja anders wählen können, haben Sie aber nicht!

Ich finde es auch schlimm das die Kanzlerin einmal so und einmal anders was sagt wie z.B. bzgl. der Maut.
 
Solch eine Fixrente hätte schon einen Charme. Problem dabei ist aber derzeit, dass es schwer finanzierbar ist.

Beispiel: Bei aktuell 20 Mio. Rentnern würden 1.000 Euro pro Monat schon 240 Mrd. Euro pro Jahr bedeuten. Das ist in Summe schon fast exakt so hoch wie die derzeitigen Ausgaben der Rentenversicherung inkl. Zuschüsse aus dem Staatshaushalt (also Steuern).

Wenn man jetzt aber bisherige Renten garantieren will, dann käme da ja noch ein dicker Batzen drauf. Der müsste auch noch aus Steuergeldern bedient werden. Das würde dazu führen, dass viele gar kein Geld mehr für eine private Vorsorge hätten, weil weder der Beitrag noch die Steuerbelastung sinken würde.

Dazu stellt sich die Frage, was denn mit Teilzeitjobbern, 450 Euro Jobbern etc. ist? Alle 1.000 Euro Rente?

Bezahlbar wäre es, wenn dann auch alle einzahlen würden und zwar unbegrenzt auf ihr Gesamteinkommen, dann hätten wir keinerlei Sorgen mehr, nur deutlich mehr Aufwand.

Marty
 
Eine Preissteigerung ist ja auch die Folge die du siehst/spürst. Aber die Ursache ist hauptsächlich die Geldmengenausweitung und damit Geldentwertung!
Da widerspricht ja auch niemand. Aber Das Durchschnittsgehalt (was nicht bedeuten soll, dass es jedem so geht) passt sich dieser Entwicklung immer an. Natürlich erst im Folgejahr, aber wenn man 2 Zeitpunkte vergleicht, passt es ja dennoch.

Wer zählte 1993 als arbeitslos und was zählt heute als arbeitslos?
Die Definition von "Arbeitslosen" hat sich ja eigentlich nicht geändert. Was sich geändert hat, ist die Anzahl derer, die Zuschüsse vom Staat benötigen. Früher brauchten das fast nur Arbeitslose. Heute brauchen es auch viele Arbeitnehmer...

Solch eine Fixrente hätte schon einen Charme. Problem dabei ist aber derzeit, dass es schwer finanzierbar ist.
[...]
Bezahlbar wäre es, wenn dann auch alle einzahlen würden und zwar unbegrenzt auf ihr Gesamteinkommen, dann hätten wir keinerlei Sorgen mehr, nur deutlich mehr Aufwand.
Und wenn darüber hinaus alle noch in die gleiche Kasse einzahlen würden. Ich verstehe gar nicht, warum es nicht eine große Rentenkasse gibt, in die alle einzahlen. Allen hier entsteht schon Verwaltungsaufwand, der gar nicht nötig ist.

Dazu stellt sich die Frage, was denn mit Teilzeitjobbern, 450 Euro Jobbern etc. ist? Alle 1.000 Euro Rente?
Wenn man Altersarmut verhindern will, dann ja. Ich meine, im Alter wird doch nichts billiger. Es kommen Arzt- und Medikamentenkosten hinzu. Eventuell Kuraufenthalte. Und dann soll die Altersrente auch eine Art Dankeschön des Staates sein, dass man sein Leben lang Steuern gezahlt und den Scheiß am Laufen gehalten hat. Man hat seine Pflicht erfüllt und gezahlt, im Alter muss der Staat seine Pflicht erfüllen und zahlen. So sehe ich das.
 
Die Definition von "Arbeitslosen" hat sich ja eigentlich nicht geändert. Was sich geändert hat, ist die Anzahl derer, die Zuschüsse vom Staat benötigen. Früher brauchten das fast nur Arbeitslose. Heute brauchen es auch viele Arbeitnehmer...

Doch die wurde geändert. Soweit ich weiß war es unter der CDU das es geschickt geändert wurde, so das Leute die früher gezählt wurden auf mal nicht mehr gezählt werden. So kann man halt die Quote auch verschönern...

*edit*
Zitat Wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosigkeit#Begriffsgeschichte:
Wer mindestens 58 Jahre alt ist und wenigstens zwölf Monate Hartz IV bezieht, ohne ein Jobangebot bekommen zu haben, gilt gemäß der statistischen Erhebungsweise der Bundesagentur für Arbeit, die 2008 eingeführt wurde, nicht als arbeitslos
 
Wenn man Altersarmut verhindern will, dann ja. Ich meine, im Alter wird doch nichts billiger. Es kommen Arzt- und Medikamentenkosten hinzu. Eventuell Kuraufenthalte. Und dann soll die Altersrente auch eine Art Dankeschön des Staates sein, dass man sein Leben lang Steuern gezahlt und den Scheiß am Laufen gehalten hat. Man hat seine Pflicht erfüllt und gezahlt, im Alter muss der Staat seine Pflicht erfüllen und zahlen. So sehe ich das.

Ich greif mal ins familiäre Umfeld.
Meine Mutter arbeitet so lange wie ich denken kann halbtags, Vater ganztags.
Das Familieneinkommen reichte um drei Kinder groß zu ziehen, jetzt um ein entspanntes Leben im "Alter" zu führen.
Altersarmut greift da nicht, selbst wenn man 1.500 € Rente ansetzt, da der Betrag deutlich über dem Existenzminimum/Steuerfreibetrag liegt.

Anders sieht es natürlich bei einer alleinerziehenden Mutter aus, die 20 Jahre wegens der Kinder Teilzeit arbeitet.

gruss kelle!
 
Und wenn darüber hinaus alle noch in die gleiche Kasse einzahlen würden. Ich verstehe gar nicht, warum es nicht eine große Rentenkasse gibt, in die alle einzahlen.
Das ist simpel begründbar: Der Staat wollte sich geschickt den Arbeitgeberanteil sparen für seine Beamten. So hat er denen eine Versorgung versprochen und gleichzeitig weniger Gehalt gezahlt, weil diese Versorgung ja ein Vorteil ist. Doppelt gespart und Ausgaben in die Zukunft verschoben. Und dieses Versprechen wird uns jetzt einholen.

Und Beamte jetzt in die gesetzliche Rente zu integrieren würde ein teurer Spass für den Staat als Arbeitgeber. Deshalb weigert er sich ja auch.

Wenn man Altersarmut verhindern will, dann ja.
Dann täte es auch ein Grundeinkommen für alle. Weil dann die Rente ja sogar unabhängig von jeder Einzahlung sein müsste, oder?

Und dann soll die Altersrente auch eine Art Dankeschön des Staates sein, dass man sein Leben lang Steuern gezahlt und den Scheiß am Laufen gehalten hat.
Und wenn derjenige das nicht hat?

Marty
 
Dennoch gibt es viele Punkte, die meiner Meinung nach dringend geändert / verbessert werden müssen, fängt bei den Sozialsystemen an (in Hinsicht auf Wirtschaftsflüchtlinge - nicht Kriegsflüchtlinge),
Was willst du da ändern? Mehr als Asylantrag ablehnen und dann abschieben kann man doch nicht machen. Ok, man könnte mehr Ressourcen (Sachbearbeiter, Büros, Material) schaffen, aber die Kosten dürften nicht unerheblich sein.

bei der Justiz (härtere Strafen bzw. Vollstreckung vorhandener Gesetze würde schon ausreichen)
Es gibt eine Gewaltenteilung. Das der Staat Einfluss nehmen kann, wie Gesetze umgesetzt werden, ist so nicht möglich. Und wieso siehst du das als dringendes Problem an? Ich will mal die obige Argumentation aufgreifen: Ich kenne keinen in meinem Bekanntenkreis, der Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit dazu ist schließlich auch gering. Im Vergleich zu der Gruppe von Menschen, die von Arbeitslosigkeit, HartzIV, Altersarmut usw. betroffen sind, ist die Anzahl um ein vielfaches geringer. Wenn also deutlich weniger Menschen betroffen sind, warum sollte das ein dringenderes Problem sein als das der sozialen Schieflage?
 
Stichtag festlegen und auslaufen lassen. Bis zum Stichtag erworbene Ansprüche werden bedient, danach zahlt jeder ein was er muss und bekommt im Alter 1000 Euro. Ich bin mir sicher, wir könnten dadurch sogar den Rentenbeitragssatz (massiv) senken. Mit der Rente ab 67 hat man es ja genauso gemacht (Rentensenkung). Es geht also.

Es wird keine Mehrbelastungen geben. Auf das Rechenspiel lasse ich mich gerne ein.

Wenn man auf eine Sockelrente geht, gibt es keine gesetzliche RV mehr, weil dort gemäß entsprechender Urteile sowas wie Eigentumsgarantie gilt.
D.h. die 19% Beitrag fallen weg, der Staat muss aber Einnahmen generieren, um die Sockelrente über Steuern zahlen zu können.
Und genau da muss der Staat garantieren, dass die Mehreinnahmen 50/50 zwischen Personen und Unternehmen aufgeteilt werden.

Erhöhungen können gesetzlich gedeckelt werden. Sind sie ja schon, nur offensichtlich noch nicht stark genug. Bei Strom, Wasser und Waren des täglichen Bedarfs wäre es notwenig.

Deckeln kann man auch Deine Diesel Jeans oder meine neue BMW Kupplung die ich demnächst brauche.
Nur deckelst Du damit auch Gehaltserhöhungen, da die ja gerne mit gestiegenen Lebenshaltungskosten begründet werden.

Die Mathematik. Wir berechnen die Rente in Deutschland ja nach dem "Eckrenter". Allerdings liegen die realen Renten ja meist weit darüber. Mehr geht immer, aber schon ein paar Euro weniger machen das Leben doch deutlich schwieriger. Bekäme jeder die Standardrente, hätten wir gewaltige Überschüsse. Ich wüßte auch nicht, warum nicht jeder Beamte (also auch Politiker) nicht nur diese Standardrente bekommen sollte. Sie verdienen schließlich genug, um zusätzlich privat vorzusorgen.

Hätten wir die Überschüsse?
Wenn der Staat mir weniger Rente garantiert, muss er mir mehr Geld lassen, um selbst vorsorgen zu können. Damit entfallen ihm Einnahmen.
Wäre irgendwo blöd, wenn Max Meier durch die Umstellung des Rentensystems 30 € netto mehr Gehalt bekommt, aber 40 € zurücklegen muss, um sein Rentenziel zu erreichen.
Dann wird das System nämlich gleich am Anfang vom Volk beerdigt.

Das ist ja wieder eine ganz andere Diskussion.

Nein, das muss die Grundlage dessen sein, was wir oben auseinander nehmen.
Wenn Du "unten denen" mehr Altersversorgung geben willst, musst Du sagen, woher es kommen muss.
Es kann nur von "oben denen" kommen.

Unten ist klar, jeder der als alleiniges Einkommen im Alter <1000 € hat.
Nur wo fängt oben an (Singleeinkommen)?
Bei 30k Jahreseinkommen, bei 40k, bei 50k ...???

Irgendwo bei 50k ist die Grenze, wo man mehr als 40% seines Gehaltes an Steuern und SV abdrückt.
Bei 30k ist man so bei 35% Steuern und SV.

Da sind wir bei Gehaltsklassen, die für einen Facharbeiter realistisch sind.
Mit Hochschulabschluss sind auch 70k realistisch.

Die Gruppe bis 70k musst Du aber mitnehmen, um nachhaltig mehrheitsfähig zu sein, wobei da noch nicht klar ist, ob die "sozialen" Vorstellungen konsensfähig sind.

gruss kelle!
 
Ich greif mal ins familiäre Umfeld.
Meine Mutter arbeitet so lange wie ich denken kann halbtags, Vater ganztags.
Das Familieneinkommen reichte um drei Kinder groß zu ziehen, jetzt um ein entspanntes Leben im "Alter" zu führen.
Altersarmut greift da nicht, selbst wenn man 1.500 € Rente ansetzt, da der Betrag deutlich über dem Existenzminimum/Steuerfreibetrag liegt.

Anders sieht es natürlich bei einer alleinerziehenden Mutter aus, die 20 Jahre wegens der Kinder Teilzeit arbeitet.

gruss kelle!

Siehst du das bei unserer Generation auch so?
Bei der Generation davor hat nur der Vater gearbeitet und 5 Kinder wurden groß gezogen.

Heute sehe ichs so bei vielen (natürlich gibts ausnahmen), da langt mal das beide Arbeiten gehen damit Sie zwei Kinder grad so durchbringen.
 
Siehst du das bei unserer Generation auch so?
Bei der Generation davor hat nur der Vater gearbeitet und 5 Kinder wurden groß gezogen.

Heute sehe ichs so bei vielen (natürlich gibts ausnahmen), da langt mal das beide Arbeiten gehen damit Sie zwei Kinder grad so durchbringen.

Und wie waren damals die Ansprüche und heute? Allein Technologisch hat sich der Anspruch scheinbar verzehnfacht. Zudem muss man bedenken, dass es Menschen mit Sozialhilfe gibt, die es schaffen Kinder groß zu ziehen. Und da gibt es auch einige, wo man das nicht sofort merkt.

Also ich denke die meisten könnten auch heute noch rechnerisch eine Familie ernähren, wenn die Werte der Familie wieder höher gewichtet werden als sinnfreier Konsum. Aber solange eigener Rechner für jeden, parallel eigenes Tablet/Smartphone, 2 mal im Jahr Fernreise, heute der Anspruch ist gebe ich dir recht, dass in unserer heutigen Generation ein Gehalt oft nicht reicht.
 
Und wie haben sich die Preise entwickelt?
Wie lange musste man damals für einen Fernseher arbeiten und wie lange jetzt?
 
Und wie haben sich die Preise entwickelt?
Wie lange musste man damals für einen Fernseher arbeiten und wie lange jetzt?

Früher musste man sicherlich länger für einen Fernseher arbeiten. Man benötigt also heute vergleichsweise weniger Geld für gleichen oder eher gesagt für mehr Luxus. Man ist einfach nicht mehr genügsam. Man benötigt heute mehrere Fernseher, man benötigt Handyverträge, die monatlich das 10 Fache Kosten wie früher die gesamten Telefonkosten, etc.

Das ist ja genau das was ich sage. Früher wurde lange auf etwas gespart. Es war alles recht teuer für eigentlich zu wenig Geld. Heute muss man alles am betsen sofort haben und wenn das nicht geht empfindet man sich als arm.
 
[...] Und Beamte jetzt in die gesetzliche Rente zu integrieren würde ein teurer Spass für den Staat als Arbeitgeber. Deshalb weigert er sich ja auch.
Verstehe ich. Die Frage ist jetzt aber, wie teuer uns das Abwarten und Aushalten kommt.

[...]Dann täte es auch ein Grundeinkommen für alle. Weil dann die Rente ja sogar unabhängig von jeder Einzahlung sein müsste, oder?
Generell rechnet ja derzeit so ziemlich jeder Volkswirt mit Rang und Namen vor, wie das Bürgergeld (oder eben bedingungsloses Grundeinkommen) zu bezahlen wäre. Diese Diskussion trifft aber nicht den Kern dessen, was ich meine, glaube ich.

Denn ich meine, dass man so lange man arbeiten kann, auch arbeiten sollte. Wobei ich allerdings der Ansicht bin, dass eine gute Kindererziehung durchaus ein Fulltime-Job ist und auch entsprechend vom Staat honoriert werden sollte - egal ob das nun der Vater oder die Mutter erledigt. Hier sollte der Staat ein kleines Gehalt zahlen gegen die Möglichkeit, auch zu überwachen, dass die Kinder nicht verwahrlosen. Aber davon mal abgesehen. Letztlich sollte es keine Rolle spielen, wie viel jemand in die Kasse eingezahlt hat. Nach wie vor Voraussetzung: Nur eine Kasse statt x verschiedene. Und dann zahlt jeder nach Einkommen (ja, auch bei Aktiengewinnen und Bonuszahlungen) was er kann und erhält dafür dann eine Eckrente. Wenn alle einzahlen, können auch die Beiträge drastisch sinken. Alles wäre bezahlbar und die Mehrheit wäre zufrieden. Toll, wie ich finde.

Wenn man auf eine Sockelrente geht, gibt es keine gesetzliche RV mehr, weil dort gemäß entsprechender Urteile sowas wie Eigentumsgarantie gilt.
Ja, weil die Denkweise falsch ist. Weil man es "Rentenversicherung" nennt. Das ist in unserem System aber eigentlich falsch. Es ist vielmehr eine "Rentenabgabe" oder von mir aus auch "Rentenbeitrag", wenn man "Beitrag" auch ohne "Versicherung" verwenden darf. Zumal eine Zwangsversicherung ohnehin eine Abgabe ist.

Deckeln kann man auch Deine Diesel Jeans oder meine neue BMW Kupplung die ich demnächst brauche.
Ich will ja gar nicht, dass meine Hosen gedeckelt werden. Ist ja mein Privatvergnügen, sie zu tragen; ich könnte ja auch zu Kik gehen. Genauso auch bei BMW-Kupplungen. Aber ich rede hier von Dingen des täglichen Bedarfs, wie etwa Wasser, Strom, Grundnahrungsmitteln, Mieten, Körperpflegeprodukten und so weiter.

Heißt ja nicht, dass es auch hochpreisige Nahrungsmittel geben darf. Aber wer die herstellt, muss eben auch mindestens ein "sozialverträgliches Produkt" (oder wie Du es immer nennen willst) herstellen und zu einem vom Staat vorgeschriebenen Maximalpreis verkaufen. Etwas in der Art stelle ich mir eher vor. Auch bei Strom, Gas und Wasser. Da könnte man es auch anders regeln, denn ich will keine braune "Sozialbrühe" und kristallklares Wasser nur im Hilton. Aber man könnte beispielsweise die Konzerne dazu verpflichten, pro Haushalt X Kubikmeter Wasser und X Kilowattstunden Strom kostenfrei zur Verfüng stellen zu müssen. Was darüber hinaus geht, ist eben teuer. Oder dieses Modell eben nur für Hartzies und Renter. Uhd bitte nagle mich jetzt nicht darauf fest, ist nur ein Gedanke, alles andere als ausgereift. Worum es mir geht ist eigentlich nur, dass wir heute auf einem Kurs sind, der vielen der nach 1970 geborenen keinen goldenen Lebensabend verspricht.

Nur wo fängt oben an (Singleeinkommen)?
Spielt ja alles keine Rolle. Jeder zahlt halt nach Einkommen ein. Der eine verdient 24k, der andere 44k, der nächste 64k. Und ein paar Leute verdienen eben auch 10M. Aber alle zahlen in eine Kasse ein und werden bei Renteneintritt laut Rentenformel bedient. Heißt, wer mindestens 45 Punkte hat, bekommt die Rente. Wer weniger hat, bekommt einen Abschlag. Wobei dann egal ist, ob man 24k, 64k oder 64M verdient hat. Ist alles machbar und realistisch, siehe Schweden. Wir müssen uns ja nicht immer jeden noch so üblen Scheiß aus den USA importieren, auch wenn es bei uns mal ganz anders geplant war als bei den Yankees.

Und wie waren damals die Ansprüche und heute? Allein Technologisch hat sich der Anspruch scheinbar verzehnfacht.
Aber genau bei diesen Produkten sind ja auch die Preise gefallen. Ich meine, man bekommt heute ein voll ausgereiftes und technologisch modernes Mobiltelefon zum gleichen Preis wie einst das 3310. Man bekommt heute einen 60-Zoll-Fernseher zum Preis von einst einem schwarz-weiß-Kofferfernseher.

Aber was teuer geworden ist, ist eben nicht der elektronische Schnickschnack. Es sind die Waren, die wir täglich brauchen. Wovon auch unser Leben und Überleben abhängt. Und dabei rede ich nicht vom Literpreis Bier oder den geliebten Zigaretten.

Also ich denke die meisten könnten auch heute noch rechnerisch eine Familie ernähren, wenn die Werte der Familie wieder höher gewichtet werden als sinnfreier Konsum.
Absolut richtig. Ändert dennoch nichts daran, dass man im Jahr 2013 spürbar weniger Geld im Monat zur Verfügung hat, als 1993. Obwohl die Löhne derweile wenigstens um die Inflationsrate gestiegen sind. Aber man zahlt mehr für Essen und Unterkunft, unter dem Strich bleibt also weniger Geld für Luxus, manchmal auch gar nichts. So lange jemand arbeiten gehen kann, sollte er es auch tun. Wenn nicht, muss eben das absolute Lebensminimum reichen, also Hartz IV. Im Alter hat man aber nicht mehr die Wahl. Und genau hier muss der Staat für seine Söhne und Töchter sorgen, die einst für ihn sorgten.
 
Früher musste man sicherlich länger für einen Fernseher arbeiten. Man benötigt also heute vergleichsweise weniger Geld für gleichen oder eher gesagt für mehr Luxus. Man ist einfach nicht mehr genügsam. Man benötigt heute mehrere Fernseher, man benötigt Handyverträge, die monatlich das 10 Fache Kosten wie früher die gesamten Telefonkosten, etc.

Das ist ja genau das was ich sage. Früher wurde lange auf etwas gespart. Es war alles recht teuer für eigentlich zu wenig Geld. Heute muss man alles am betsen sofort haben und wenn das nicht geht empfindet man sich als arm.

Also die Telefonkosten meiner Eltern sind deutlich niedriger als früher, dank VOIP und Internet kosten Auslandsgespräche einen Bruchteil. Von früher > 100 DM wird nun der Internetanschluß+Mobiltelefon bezahlt.

Ich muss nicht immer alles sofort haben, auch wenn ich es mir leisten kann, aber ich glaube einen bestimmten Standard will jeder doch haben und der sieht nun mal heute anders aus als vor 50/100 oder 200 Jahren aus und in weiteren 50 Jahren wird es wieder ganz anders aussehen.

Hat sich halt viel geändert, früher hast du um die Ecke gearbeitet, heute fährt man auch schon mal 100 km...