"Blitzen" und andere Verkehrskontrollen

Vor der Brücke wird exakt drei Mal mit grossen Schildern auf die neue Regelung hingewiesen, zusätzlich steht da sogar ein Schild "Radar"... wer die alle nicht sieht, der sollte auch nicht Autofahren, sorry.

Marty
 
Vor der Brücke wird exakt drei Mal mit grossen Schildern auf die neue Regelung hingewiesen, zusätzlich steht da sogar ein Schild "Radar"... wer die alle nicht sieht, der sollte auch nicht Autofahren, sorry.

Zumal man davon ausgehen muss, dass es sich um mehrfach-"Täter" handelt. Wer mehr als 2 mal erwischt wird, ist doch selber schuld... :p
 
Was mir Angst macht:
Bei drei geblitzten Fahrzeugen in zwei Minuten im Schnitt, da müssen dort permanent viele zu schnell fahren, das ist nicht mehr mit "Kenn mich in der Gegend nicht aus." abgetan.

gruss kelle!
 
Was mir Angst macht:
Bei drei geblitzten Fahrzeugen in zwei Minuten im Schnitt, da müssen dort permanent viele zu schnell fahren, das ist nicht mehr mit "Kenn mich in der Gegend nicht aus." abgetan.
Die meisten "schwimmen" dort einfach mit, das ist zweispurig, autobahnähnlich ausgebaut und immer voll. Im Normalfall käme man bei dem Verkehr gar nicht auf die Idee, zu schnell sein zu können.

Trotzdem keine Entschuldigung dafür, dass man nicht lesen kann.

Marty
 
Ich hatte letztens mal für 3 Tage ein Auto und wurde zweimal geblitzt einmal mit 7km/h drüber und einmal mit 8. Machte zusammen 25 Euro was für einen Verkehrsrowdy wie mich natürlich auch angemessen ist. Immerhin motiviert es doch öfter mal auf den Tacho zu schauen.

Rechnet man Toleranz und Tachoabweichung wieder drauf dürftes du also 15km/h zuviel auf dem Tacho gehabt haben. Das darf einem auffallen für 25€
 
Rechnet man Toleranz und Tachoabweichung wieder drauf dürftes du also 15km/h zuviel auf dem Tacho gehabt haben. Das darf einem auffallen für 25€

Ich schaue selten auf den Tacho also ist es schon möglich ;)

Ich bin auch mal mehr als 1 Jahr mit kaputtem Tacho rumgefahren ohne geblitzt zu werden, aber das war in einem anderen Landkreis in dem selten geblitzt wurde und man sich wohl auch an die gute Sitte hielt erst ab 10km/h zuviel zu verfolgen :biggrin:
 
Schwarz-Gelb will Verbot von Blitzerwarnern kippen

Folgende News wurde am 19.09.2012 um 12:34:30 Uhr veröffentlicht:
Schwarz-Gelb will Verbot von Blitzerwarnern kippen
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Berlin (dpa) - Verkehrspolitiker von Union und FDP wollen das Verbot von Blitzerwarnern teilweise kippen. Nach Angaben der «Saarbrücker Zeitung» sollen Navigationssysteme oder Handy-Apps künftig verraten dürfen, wo Autofahrer mit einem Blitzer rechnen müssen. Bislang ist dies in Deutschland verboten. Die Union wollen einen entsprechenden Antrag in den Bundestag einbringen. Ein Entwurf liegen aber nach dpa-Informationen noch nicht vor. Die Grünen und die Polizeigewerkschaft kritisierten die Pläne. Der Verkehrsexperte der Unions-Fraktion, Thomas Jarzombek (CDU), sagte der Zeitung: «Wir wollen zwischen Verkehrssicherheit und Abzocke eine Grenze ziehen.» Sogenannte Starenkästen - Boxen mit Blitzautomaten - seien oft an Unfallschwerpunkten installiert. «Da ist es sinnvoll, wenn möglichst viele Menschen, auch Ortsunkundige, auf diese Gefahrenstelle hingewiesen werden.» Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic betonte, «das strikte Verbot von Radarwarnern in Navigationsgeräten ist nicht mehr zeitgemäß». Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) müsse bei der Flensburg-Punktereform die Regelung «auf den Prüfstand stellen». Ziel ist es, dass die Straßenverkehrsordnung entsprechend geändert wird. Bei der Gewerkschaft der Polizei sorgt der Plan für Kritik. Es werde immer Unfallschwerpunkte geben, an denen geblitzt werden müsse, «und die sollten aus meiner Sicht auch nicht angekündigt werden», sagte der Vorsitzende Bernhard Witthaut im ZDF-«Morgenmagazin». Außerdem seien Radarkontrollen bei Anwohnern sowieso bekannt, wenn sie oft auf der gleichen Strecke unterwegs seien. Auch der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ist dagegen, das Verbot von Blitzerwarnern zu kippen. «Unangekündigte Geschwindigkeitsüberwachung ist notwendig, weil etliche Autofahrer Tempolimits gezielt missachten», sagte Hermann der Deutschen Presse-Agentur. «Wer Warngeräte zulassen will, macht sich zum Komplizen der Regelverletzer.» Das sei keine verantwortungsvolle Verkehrspolitik. Der ADAC begrüßt hingegen den Vorstoß aus Reihen von Union und FDP. «Diese geplante Legalisierung der Blitzerwarner vor stationären Messstellen an Unfallschwerpunkten stellt eine Anpassung des Rechts an die Realität dar, da de facto bisher keine Anzeigen und Bußgelder aktenkundig sind», sagte der Leiter Verkehrsrecht, Markus Schäpe. Er forderte, zusätzlich mit Schildern darauf hinzuweisen.
 
Vorgeschichte

Wir schreiben das Jahr 1999.

Ich helfe einem Bekannten, seinen Kurierdienst aufzubauen, und fahre für ihn überwiegend Touren im europäischen Raum. Die gefahrenen Kilometer belaufen sich auf rund 7500. Pro Woche.

Ich weiss um Geschwindigkeitsgebote und um Geschwindigkeitsbeschränkungen. Mein Führerschein ist mir heilig, deshalb halte ich mich daran. Gerade im Ausland kann die Überschreitung von Geschwindigkeitsbeschränkungen empfindlich teuer werden.

Italien. Ich habe die Nutzlast meines Ducato ausgeschöpft, bin auf der Autostrada unterwegs. Rechts von mir beginnt ein Pkw, dessen Gescheindigkeit etwa 20 km/h unter meiner liegt, links zu blinken. Ich blende kurz auf. Der Fahrer des Pkw macht den Blinker wieder aus, wartet mit seinem Wunsch, die Spur zu wechseln, bis ich vorbei bin. Hätte ich nicht aufgeblendet, wäre er nach dem dritten blinken rausgezogen. Das ist in Italien gängige Praxis.

Frankreich. Ein Pkw blinkt, zieht, nachdem ihm klar ist, dass da genug Platz ist, raus. Der Blinker bleibt an. Ich nehme den Fuß vom Gas, weil ich leicht schneller bin als er, und warte ab. Der Fahrer des Pkw hat den Lkw überholt, schaltet seinen Blinker aus und zieht rechts in die Lücke, die kleiner als 100 Meter ist. Ich steige wieder aufs Gas und setze meine Fahrt mit 130 km/h fort. Die Tatsache, dass der Pkw direkt nach überholen eines Fahrzeugs wieder einschert, ist genauso gängige Praxis in Frankreich, wie die Tatsache, dass der Blinker links gesetzt bleibt, solange man überholt.

Holland, Grenzgebiet zu Deutschland. Ich habe es heute eilig, fahre 140 km/h statt der erlaubten 130 km/h. Vor mir ein Pkw. Ich blende kurz auf, denn die rechte Spur ist frei. Der Pkw zieht rechts rüber, ich fahre an ihm vorbei. Es ist dunkel, und es regnet. Etwa 20 Minuten später wieder ein Pkw auf der linken Spur, rechts ist alles frei. Ich blende kurz auf. Der Fahrer des Pkw stellt seine nebelschlussleuchte an und steigt in die Bremsen. Ein deutlicher Hinweis für mich, dass ich mittlerweile in Deutschland angekommen bin.

Ende der Vorgeschichte

Ich habe allein in dem einen Jahr rund 400.000 Kilometer auf europäischen und deutschen Autobahnen, Land- und Stadtstraßen zurückgelegt. Es gab in der Zeit sehr viele interessante Erfahrungen und Erkenntnisse. Es ist mir allerdings nur in Deutschland passiert, dass der deutsche Kraftfahrer die unumstößliche Meinung zu haben scheint, dass der Besitz einer Fahrerlaubnis automatisch auch zur Regelung des Verkehrs berechtigt.
Da wird, wenn als auf der Autobahn befindlicher Fahrzeugführer an einer Autobahnauffahrt nicht auf die linke Spur wechselt, weil rechts ein Kraftfahrer nicht begriffen hat, wieso der Beschleunigungsstreifen diesen Namen hat, spätestens dann, wenn der Kerl seine Karre endlich in Schwung und einen überholt hat, klar, dass man besser gegen Verbote verstoßen sollte, denn man wird brutal ausgebremst und kriegt alle Mittelfinger gezeigt, die so im Auto vorhanden sind. Warum eigentlich? StVO 18,3 existiert eindeutig, und es steht nirgendwo geschrieben, dass ich die Spur wechseln muss, um jemandem die Einfahrt in die Autobahn zu erleichtern.
Auch nur in Deutschland offensichtlich gängige Praxis: Ich befahre die linke von zwei Spuren auf einem Streckenabschnitt ohne Geschwindigkeitsbeschränkung mit rund 170 km/h. Von der rechten Spur zieht, obwohl ich deutlich sichtbar bin, in 30 Metern Entfernung ein Pkw mit geschätzten 120 km/h einfach auf die linke Spur rüber und zwingt mich zur Gewaltbremsung.

Warum aber plaudere ich hier munter aus dem Nähkästchen, obwohl es in dem Thema um Warnung vor Geschwindigkeitsmessanlagen geht?

Ich bin dafür, dass die Bußgelder für die Nutzung verbotener Warnanlagen im Auto drastisch erhöht wird. Wer schneller als erlaubt fahren will, dem steht es frei, sein Kraftfahrzeug jedes Wochenende gegen Gebühr auf einer Rennstrecke bewegen zu können. Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es nicht immer grundlos. Gut, für die A2 zwischen Hannover und Berlin ist der Grund für die Begrenzung der Geschwindigkeit ganz sicher - vor allem um Braunschweig herum - nichts weiter als Geldscheffelei, aber der überwiegende Teil der Geschwindigkeitsbegrenzungen hat einen triftigeren Grund. Ich muss tatsächlich an keiner Stelle schneller fahren, als erlaubt ist. Weder auf der Landstraße, noch in der Stadt, erst recht nicht in 30er Zonen oder vor Schulen und Kindergärten. Und ich weiß immer, wie schnell ich fahren darf, weil mir das in regelmäßigen Abständen außerorts angezeigt wird und das innerorts bundesweit geregelt ist. Und weil es absolut kein Argument gibt, zu schnell zu fahren, verstehe ich nicht, was mit zusätzlichen Schildern oder der Erlaubnis zur Nutzung von Warngeräten erreicht werden soll, außer, dass der, der sich nicht um Regeln schert, dankbar für 10 Meter den Fuß vom Gas nimmt, damit er nicht belangt wird für etwas, was er vorsätzlich tut.

Ich bin allerdings ebenso dafür, empfindliche Bußgelder festzusetzen für:
- Rücksichtslose Langsamfahrer
- notorische Linksfahrer
- Kraftfahrer, die meinen, sie dürften den Verkehr regeln
- jeden, der mit Standlicht und Nebelscheinwerfern statt Abblendlicht fährt

Die durch diese Personengruppen hervorgerufenen Unfälle wiegen meiner persönlichen Meinung nach nicht minder schwer als die, die durch Raser hervorgerufen werden.

Mit dem Vorstoß von Union und FDP jedenfalls wird hier nicht der Versuch unternommen, den Straßenverkehr sicherer zu gestalten, sondern lediglich versucht, aus der Gruppe der Autofahrer jene als Wähler zu gewinnen, die sonst aufgrund ihres Allgemeinverhaltens auf keinen Fall eine konservative Partei wählen würden: Die, die sich nicht an Regeln und Regulierungen halten wollen.
 
Folgende News wurde am 09.10.2013 um 13:46:07 Uhr veröffentlicht:
Fast 15 000 Polizisten bei erstem bundesweiten Blitz-Marathon
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Düsseldorf (dpa) - Autofahrer aufgepasst! Morgen gehen beim bundesweiten Blitz-Marathon an mehr als 8700 Stellen fast 15 000 Polizisten in Stellung. Mit Radar- und Lasergeräten machen sie 24 Stunden lang Jagd auf Temposünder. Die Innenministerkonferenz hatte die bundesweite Aktion im Mai beschlossen. Alle 16 Länder und Stadtstaaten beteiligen sich, versicherte das NRW-Innenministerium. Die Idee stammt aus Nordrhein-Westfalen, wo bereits viermal landesweit kontrolliert wurde.
 
Also ich bin ohne Foto durch den Tag gekommen :)
Aber mal ehrlich, da dieser "Blitzermarathon" auf fast allen Radiosendern angesagt und publik gemacht wurde, ist doch jeder selbst schuld wenn er geblitzt wird. Da hilft dann auch kein Rumgeheule und diverse Ausreden bei der Exekutiven mehr :)
Und ich glaube auch nicht, dass es dabei um das reine Abkassieren ging (man mag es kaum glauben:ugly:). Wenn dem denn so wäre, hätte man es doch nicht so öffentlich herausposaunt, oder?

Naja ich hoffe ihr hattet auch einen Fotofreien-Tag ;)

LG Blue_Eagle3000
 
Aber mal ehrlich, da dieser "Blitzermarathon" auf fast allen Radiosendern angesagt und publik gemacht wurde, ist doch jeder selbst schuld wenn er geblitzt wird. Da hilft dann auch kein Rumgeheule und diverse Ausreden bei der Exekutiven mehr :)
Ist nicht sowieso jeder immer selber schuld, wenn er geblitzt wird? Gestern kommt nur noch Blödheit dazu :)

Marty
 
«Blitz-Marathon»: 3 Millionen Kontrollen - 83 000 zu schnell

Folgende News wurde am 11.10.2013 um 12:46:37 Uhr veröffentlicht:
«Blitz-Marathon»: 3 Millionen Kontrollen - 83 000 zu schnell
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Düsseldorf (dpa) - Beim ersten bundesweiten «Blitz-Marathon» sind mehr als 3 Millionen Autofahrer kontrolliert worden. 83 000 von ihnen waren trotz der umfangreichen Vorwarnung zu schnell unterwegs, teilte das federführende nordrhein-westfälische Innenministerium mit.
Die Quote liege bei 2,7 Prozent und sei noch niedriger als bei den bisherigen landesweiten Aktionen in NRW. «Das war ein guter Tag für die Verkehrssicherheit in Deutschland. Wir Innenminister sind sehr zufrieden», sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) und sprach sich für eine Wiederholung der Aktion aus.
 
"Das war ein guter Tag für die öffentlichen Kassen". wollte er wohl eigentlich sagen. Wie frech diese moderne Wegelagerei doch immernoch als "im Namen der Sicherheit" proklamiert wird lässt einem schon erheblich das Zäpfchen killern. Wenn ich alleine daran denke, wie unendlich viele Arbeitsstunden unsere Ordnungshüter dieser Tage damit verbringen braven Bürgern zweistellige Eurobeträge für einfache Ordnungsvergehen abzunehmen und dabei keine Zeit haben die wirklich gefährlichen Verbrecher zu jagen...

Naja... ich weiß ich weiß... ich moser zu viel... ist ja alles im Namen der Sicherheit.

Jenen die das wirklich noch glauben empfehle ich diese ZDF (!) Doku.

https://homment.com/radarkontrollen1

PS: Nein, ich wurde nicht geblitzt und wurde es auch schon lange nich mehr...
 
ich frage mich eher wie "doof" man sein muss geblitzt zu werden, wenn die ganzen stellen im internet vermerkt sind und im radio den ganzen tag über nichts anderes als diesen blitzer-marathon gesprochen wird.

kein mitleid für die geblitzten, jedoch für die armen polizisten, die sich mit so einem müll die zeit vertreiben dürfen. gibt ja sonst keine anderen probleme im land :roll:
 
"Das war ein guter Tag für die öffentlichen Kassen"

Dass durch diese Aktion weniger Unfälle mit Personenschaden passierten, ist wohl eher zweitrangig, was interessiert schon Leben und Gesundheit von Menschen, vor allem bei ca. 10 Toten pro Tag im Straßenverkehr.

Und was ist schlimm dabei, sich an Gesetze zu halten?

gruss kelle!
 
Dass durch diese Aktion weniger Unfälle mit Personenschaden passierten, ist wohl eher zweitrangig, was interessiert schon Leben und Gesundheit von Menschen, vor allem bei ca. 10 Toten pro Tag im Straßenverkehr.

Und was ist schlimm dabei, sich an Gesetze zu halten?

Thema verfehlt.. darfst aber meinen Beitrag nochmal lesen und den ZDF Beitrag wiederholt schauen und es erneut versuchen.
Aber lass Dich mal Herzen für die Themen-Standardkeule mit der Du mich der Gleichgültigkeit gegenüber Verkehrsopfern bezichtigst.
*schmatz*
... ich hätte eigentlich vorher wetten sollen, dass sie von Dir kommt... hättet aber wohl niemanden gefunden der dagegen hält;)
 
Aber rein vom Interesse her - gibt es iwo eine Möglichkeit nachzusehen, ob es nun gestern tatsächlich weniger "Rasertote" gegeben hat?