Alltagsrassismus in Deutschland: "Ich wünschte, H****r würde noch leben"

In dem Artikel wird eben dieses behauptet.


Weil "Rassismus" als Synonym für jedwede Diskriminierung gebraucht wird. Das mag linguistisch falsch sein (nicht vergessen - Shortnews!!!), aber es relativiert nichts.
 
... Das mag linguistisch falsch sein (nicht vergessen - Shortnews!!!), aber es relativiert nichts.

Es ist von der Quelle völlig unabhängig. Für das lateinische discriminare gibt es im Deutschen mehre Entsprechungen: (ab-/aus-/ent-/unter-)scheiden, trennen, (aus-)wählen, auslesen etc. Das sind zunächst mal völlig neutrale und notwendige Vorgänge. Diese Neutralität ist dem Begriff "Diskriminierung" in den letzten ~100 Jahren allerdings abhanden gekommen, zumindest in den Massenmedien wird er eigentlich nur noch in der Bedeutung "Benachteiligung von Personen(-gruppen) als Ergebnis einer Auswahl nach ethisch/moralisch nicht vertretbaren (oder gar verwerflichen) Kriterien" verwendet. Ob das eher ein Ergebnis krampfhafter Bemühungen um eine griffige Formulierung ist oder nur mit Ahnungslosigkeit gepaarte Schreibfaulheit sei mal dahingestellt.

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- Ohne Diskriminierung gäbe es keine Digitaltechnik (und ich könnte nicht hier rumtexten).
- Wenn ich Rinderbraten essen möchte überlebt vorläufig das Schwein.
- Für einen Schinken muß das Schwein dran glauben, und die Kuh kommt baW davon.

Diskriminiert also fröhlich weiter, ich genieße derweil meinen Rassismus. :mrgreen:
 
Diese Neutralität ist dem Begriff "Diskriminierung" in den letzten ~100 Jahren allerdings abhanden gekommen, zumindest in den Massenmedien wird er eigentlich nur noch in der Bedeutung "Benachteiligung von Personen(-gruppen) als Ergebnis einer Auswahl nach ethisch/moralisch nicht vertretbaren (oder gar verwerflichen) Kriterien" verwendet.
Der die Rassentheorie bzw. deren ideologischer Überbau der Rassismus nimmt also eine Diskriminierung nach Rassen vor. Mit diesen ganzen Fremdwörtern kann man echt durcheinander kommen, vor allem wenn man deren Bedeutung nicht kennt.
Man kann auch nicht sagen, dass Nazis diskriminiert haben, sie haben vielmehr eine Gleichschaltung versucht, also das Gegenteil von Diskriminierung.
 
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Bitte? Mal die Nürnberger Gesetze gelesen? :hö:
Eben! Die Gleichschaltung sollte durch Eliminierung andersartiger Gruppen erreicht werden. Diese hatten sich aber vorher selbst zu einer Abscheidung/Unterscheidung entscheiden, haben sich also selbst diskriminiert. Das ist auch der Knackpunkt. Und wenn man sich öffentlich zu so was bekennt muss man auch mit Diskussionen oder sogar Ablehnung rechnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichschaltung
 
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Eben! Die Gleichschaltung sollte durch Eliminierung andersartiger Gruppen erreicht werden. Diese hatten sich aber vorher selbst zu einer Abscheidung/Unterscheidung entscheiden, haben sich also selbst diskriminiert. Das ist auch der Knackpunkt. Und wenn man sich öffentlich zu so was bekennt muss man auch mit Diskussionen oder sogar Ablehnung rechnen.



https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichschaltung


Du beweist mal wieder, dass du einen Begriff grundlegend falsch verstehst oder mißinterpretierst. "Gleichgeschaltet" wurden Institutionen, die die Nazis für ihre "Volksgemeinschaft" als notwendig erachteten, aber nicht Gruppen, die nicht in ihr rassistisches Weltbild passten. Juden, Kommunisten, Behinderte wurden nicht "gleichgeschaltet", sondern systematisch unterdrückt, ausgegrenzt, vertrieben und schlussendlich ermordet.

Aber das eine hat mit dem anderen Nichts zu tun... :wall:
 
Juden, Kommunisten, Behinderte wurden nicht "gleichgeschaltet", sondern systematisch unterdrückt, ausgegrenzt, vertrieben und schlussendlich ermordet.
Diese Gruppen konnten die Nazis nicht gleich schalten, deshalb haben sie das gemacht. Vor allem haben sie als erstes Andersdenkende eliminiert. Sie wollten eine tumbe homogene Masse um diese marschieren zu lassen. Das war dann eine Nebenwirkung der Gleichschaltung, also die andere Seite der Medaille.

"Gleichgeschaltet" wurden Institutionen, die die Nazis für ihre "Volksgemeinschaft" als notwendig erachteten, aber nicht Gruppen, die nicht in ihr rassistisches Weltbild passten.
Falsch, die Gleichschaltung sollte alles durchdringen - es sollte keinen Bereich des Lebens mehr geben, der nicht mit der Nazi-Ideologie überstimmte. Die Rassentheorie haben sie nur als Unterbau für ihre Ideologie genutzt, wobei die Rassentheorie zunächst mal gar nichts mit den Nazis zu tun hatte und neutral gefasst war (aber falsch) - heraus kann dann dieser Nazi-Rassismus.
Die Rassentheorie wurde übrigens erst 1995 ganz offiziell als grob fehlerhaft erklärt.

https://www.frag-caesar.de/lateinwoerterbuch/discriminare-uebersetzung-1.html
 
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Fremdenfeindliche Gewalttaten um 20 Prozent gestiegen

Folgende News wurde am 18.06.2014 um 13:40:59 Uhr veröffentlicht:
Fremdenfeindliche Gewalttaten um 20 Prozent gestiegen
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Berlin (dpa) - Rechtsextremisten haben in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich mehr fremdenfeindliche Gewalttaten verübt. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht 2013 vor, der von Bundesinnenminister de Maizière (CDU) und Verfassungsschutz-Präsident Maaßen veröffentlicht wurde.
Gegenüber 2012 haben demnach fremdenfeindliche Übergriffe um 20,4 Prozent zugenommen - von 393 auf 473. Die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremisten liegt wie 2012 bei etwa 9600 Personen.
De Maizière zeigte sich besonders alarmiert von der Strategie Rechtsextremer, Proteste eines Teils der Bevölkerung gegen Asylbewerberheime zu radikalisieren und für ihre Ziele zu nutzen. «Es besorgt mich sehr, dass die rechte Szene unablässig versucht, die Stimmung gegenüber Fremden zu vergiften, in dem sie Ängste und Vorurteile gegen Asylsuchende schürt.»
Im linksextremistischen Spektrum ist nach dem Bericht das Personenpotenzial zwar leicht rückläufig. Die Zahl der Gewalttaten ist gegenüber 2012 nach den Angaben aber um 26,7 Prozent auf 1110 angestiegen.
De Maizière und Maaßen warnten erneut vor der Gefahr durch Rückkehrer aus dem syrischen Bürgerkrieg. «Der Anschlag von Brüssel hat uns vor Augen geführt, dass aus der Möglichkeit eines Anschlags durch solche Syrien-Rückkehrer eine tödliche Realität geworden ist», betonte der Innenminister.
 
Der Anschlag in Brüssel war eine ganz neue Kategorie; das war eine Art islamischer Fremdenfeindlichkeit. Würde mich mal interessieren wie viele solcher Fälle es noch gibt.
 
Ihr sprecht also über Gleichschaltung, das was ich mich frage sprecht ihr über die damalige Gleichschaltung oder die heutige ?? Die Gesprächsinhalte kommen mir so aktuell vor.
Ein Glück lasse ich mich nicht gleichschalten von den Eurokraten. Selbes Ziel, selbe Methoden huch ist der Faschismus etwa zurück und heisst heute Demokratie?

Laut unseren Medien müsste ich ja ausländerfeindlich sein, die sie mir ja ununterbrochen suggerieren, dass die Russen böse sind. Keine Ahnung aber ich mag die Russen.
 
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Drei Männer schlagen Asylbewerber zusammen

Folgende News wurde am 21.12.2014 um 17:52:41 Uhr veröffentlicht:
Drei Männer schlagen Asylbewerber zusammen
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Straubing (dpa) - Ein afrikanischer Asylbewerber ist in einem Regionalzug in Niederbayern von drei Männern zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, erlitt der 18-Jährige mehrere Platzwunden am Kopf und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Täter flüchteten unerkannt.
Der Afrikaner, der aus Mali stammt, war den Angaben zufolge am Samstag kurz vor 22 Uhr von Straubing nach Niederlindhart unterwegs. Als er dort aussteigen wollte, zogen ihm drei Männer seine Jacke über den Kopf und schlugen ihn mit einem Gegenstand. E
iner von ihnen habe eine Glatze, die beiden anderen hätten kurzgeschorene Haare gehabt, teilte die Polizei weiter mit. Die Kripo Straubing richtete in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg eine Ermittlungsgruppe ein. Diese ermittle in alle Richtungen.
 
Eine Saat geht auf...
Wat denn für 'ne Saat?

Meinst Du "Pegida"? Solche Übergriffe gab es schon immer und überall in Deutschland. Ich würde eher sagen, dass es in den letzten Jahren entweder stark zurück gegangen ist oder einfach nicht mehr so viel darüber berichtet wurde. Jedenfalls war das jetzt seit Jahren mal wieder eine Nachricht, die einen ausländerfeindlichen Übergriff als Motiv nahelegt.

Oder meinst Du die Saat deutscher Bildungspolitik, dessen Früchte uns in Form von Pisa-Studien eindrucksvoll vorgeführt werden? Sehe ich fast jeden Tag im ÖPNV. Früher gab es nicht nur mehr Lametta, sondern auch weit weniger dumme Menschen. Zumindest gefühlt. Außerdem waren früher auch weniger Fahrgäste besoffen.

A propos: Oder meinst Du die Folgen von Alkoholgenuss? Unter Alkohol passieren wohl die allermeisten der Gewaltdelikte. Dass man immer härter gegen das Rauchen vorgeht, aber das Saufen weiterhin ignoriert (oder gar fördert, weil Alkoholwerbung im Fernsehen und Radio sind ja im Gegensatz zu Tabak erlaubt und machen einen erheblichen Anteil aus), sagt ja auch einiges über die Politik aus.

Oder meinst Du die Saat, die H****r einst ausbrachte? Nun, Rassismus ist leider kein rein deutsches Phänomen. Trifft man überall auf der Welt in absolut jeder Gesellschaftsschicht. Vorurteile und Ressentiments gegen "Andersartige" sind in jeder Gesellschaft und überall fest verankert. Nur ist das "Feindbild" jeweils ein anderes. Je nachdem, mit wem man am meisten Probleme hat (oder hatte).

Und welche Saat meintest Du jetzt genau?
 
Solche Übergriffe gab es schon immer und überall in Deutschland. Ich würde eher sagen, dass es in den letzten Jahren entweder stark zurück gegangen ist oder einfach nicht mehr so viel darüber berichtet wurde. Jedenfalls war das jetzt seit Jahren mal wieder eine Nachricht, die einen ausländerfeindlichen Übergriff als Motiv nahelegt.
Aus dem Auge, aus dem Sinn? Beantwortet das auch deine Frage nach dem Bildungsstand? :evil:
Und das Problem ist nicht Pegida, sondern die reflexhafte Reaktion der rechtskonservativen Parteien von CDU bis AfD auf dieses Konstrukt. Hier werden Resentiments ganz offen hoffähig gemacht und solchen rechten Hohlkörpern ein leidlicher Vorwand für solche Gewalttaten gegeben.
 
Aus dem Auge, aus dem Sinn? Beantwortet das auch deine Frage nach dem Bildungsstand? :evil:
Naja, da im gleichen Zeitraum die linksextreme Gewalt noch viel mehr zugenommen hat - ja :) Dann scheint es wohl schon beinahe bewiesenermaßen ein Problem sein, dass sich nicht einfach auf ein politisches Lager anwenden lässt, sondern auf ein anderes Problem (oder mehrere andere Probleme) zurückzuführen ist.

Und da mir Gewalt fast ausschließlich dort begegnet ist, wo die Leute einen IQ knapp über Zimmertemperatur haben, meist auch noch unter Alkoholeinfluss, muss es wohl an der Politik in Deutschland liegen. Verfehlte Bildungspolitik gepaart mit immer dunkleren Zukunftsaussichten für Jugendliche. Und da stimme ich Dir zu: Das ist eine verdorbene Saat, die da aufgeht und einst von Schwarz-Gelb und Rot-Grün auf den Weg gebracht wurde...

Und das Problem ist nicht Pegida, sondern die reflexhafte Reaktion der rechtskonservativen Parteien von CDU bis AfD auf dieses Konstrukt. Hier werden Resentiments ganz offen hoffähig gemacht und solchen rechten Hohlkörpern ein leidlicher Vorwand für solche Gewalttaten gegeben.
Also im Augenblick ist meines Wissens nach Schäuble der einzige, der überhaupt bereit ist, sich mit Pegida ernsthaft auseinander zu setzen. In einer maßlosen Arroganz, die mir fast die Sprache verschlägt, gehen die linken Parteien davon aus, dass fast 20.000 Menschen, die nach der Arbeit auf die Straße gehen, einen an der Waffel haben. Leute, die gewaltfrei demonstrieren und ein Anliegen haben, statt wie entmündigte Schafe brav den Tatort zu gucken.

Als das in der DDR einst genauso anfing, waren es Helden. Jetzt sind es Hetzer und Nazis. Es ist einfach lächerlich. Die Leute haben Angst und Sorge. Ob nun zu recht oder nicht, ist erstmal egal. Ob es gut war, dass die Mauer fiel, möchte ich hier auch nicht kommentieren. Aber es ist längst überfällig, mit den Leuten in den Dialog zu gehen.

Es geht überhaupt nicht darum, hilfesuchenden Menschen aus anderen Ländern die Hilfe zu verweigern. Es geht auch nicht darum, dass man Angst hat, dass die örtliche Kirche abgerissen wird, in die ohnehin kaum noch einer geht. Aber statt dass man sich wie ein Vollidiot einer Gegendemo anschließt und sich quer über die Straße beleidigend ankeift, sollte man sich mal überlegen, warum 4x so viel Leute als es überhaupt Moslems in Dresden gibt, so viel Angst und Sorgen teilen, dass sie jeden Montag auf die Straße gehen - mit steigender Tendenz!

Dass sich unter diese Leute auch einige Rechtsradikale mischen, ist wohl genauso wenig zu verhindern, wie bei einer anderen Demo mit den Linksradikalen. Aber genauso, wie beim ersten Mai die Gewerkschaft nicht mit den Retrokrawallern, die sich für "Revolutionäre halten" nicht verwechselt werden wollen, will auch die Pegida nicht mit Nazi-Hohlköppen gleichgesetzt werden. Aber genau das tun augenblicklich fast alle linken Parteien. Und diese Arroganz kotzt mich dermaßen an, dass ich mir insgeheim wünsche, dass sie dafür bei der nächsten Wahl äußerst empfindlich abgestraft werden.

Und ansonsten: Dass die Gewaltbereitschaft allgemein in Deutschland zunimmt - naja, vielleicht sind wir da wieder mal beim Thema "Deutsche Kuscheljustiz", hm? :)
 
Naja, da im gleichen Zeitraum die linksextreme Gewalt noch viel mehr zugenommen hat - ja :)
Oh, linksextreme vergreifen sich an Leuten mit kräftiger Pigmentierung? :roll:
Dann scheint es wohl schon beinahe bewiesenermaßen ein Problem sein, dass sich nicht einfach auf ein politisches Lager anwenden lässt, sondern auf ein anderes Problem (oder mehrere andere Probleme) zurückzuführen ist.
Gewisse Straftaten sind und bleiben "lagerspezifisch" - da kann man die Kriminalstatistik auch drehen und schütteln - Gewalt aufgrund von Xenophobie oder Xenodie wirst du im Linken Lager nur schwerlich finden. Dank dran, um was es geht: Nicht um extremistische gewalt, sondern um Gewalt gegen Ausländer!

Und da mir Gewalt fast ausschließlich dort begegnet ist, wo die Leute einen IQ knapp über Zimmertemperatur haben, meist auch noch unter Alkoholeinfluss, muss es wohl an der Politik in Deutschland liegen. Verfehlte Bildungspolitik gepaart mit immer dunkleren Zukunftsaussichten für Jugendliche. Und da stimme ich Dir zu: Das ist eine verdorbene Saat, die da aufgeht und einst von Schwarz-Gelb und Rot-Grün auf den Weg gebracht wurde...
Hey,leute, die das auf subtile Weise unterstützen, haben Professorenstühle inne... ;). Ja, der Pöbel mag dumm sein, und Mut angesoffen haben sie sich sicher auch. Ich ich bezweifele, dass solche Vorurteile spontan einem Suffkopp entspringen oder in einem Hohlkopf reifen. Idioten haben selten eigene Ideen- sie wiederholen meist das, was in gefährlich klügerer Kopf ihnen einflüstert.

Also im Augenblick ist meines Wissens nach Schäuble der einzige, der überhaupt bereit ist, sich mit Pegida ernsthaft auseinander zu setzen.
Klar, der fürchtet schon um seine Wählerstimmen. Die CSU übrigens auch, und die AfD hat auch schon Angst, rechts überholt zu werden.
In einer maßlosen Arroganz, die mir fast die Sprache verschlägt, gehen die linken Parteien davon aus, dass fast 20.000 Menschen, die nach der Arbeit auf die Straße gehen, einen an der Waffel haben. Leute, die gewaltfrei demonstrieren und ein Anliegen haben, statt wie entmündigte Schafe brav den Tatort zu gucken.
Der Tatort muss dich ja schwer beschäftigen, dass du permanent darauf zurück kommst. :LOL::LOL::LOL:
Die Frage ist, halten die Vorwürfe der Pegida den Fakten stand? Warum laufen da Leute mit, die die GEZ abschaffen wollen? Warum werden Journalisten als "Vertreter der Lügenpresse" (übrigens interessant, wer diesen Terminus in der Geschichte gern und reichlich verwendet hat...) beschimpft, warum stört sich keiner dran, dass der Kopf der Pegida ein verurteilter Strafttäter ist, der genau DAS getan hat, was er Ausländern jetzt vorwirft? Warum demonstriert man ausgerechnet in Dresden gegen die "islamisierung des Abendlandes", obwohl es dort und in Sachsen einen der geringsten Ausländeranteile in Deutschland gibt?
Als das in der DDR einst genauso anfing, waren es Helden. Jetzt sind es Hetzer und Nazis. Es ist einfach lächerlich. Die Leute haben Angst und Sorge. Ob nun zu recht oder nicht, ist erstmal egal. Ob es gut war, dass die Mauer fiel, möchte ich hier auch nicht kommentieren. Aber es ist längst überfällig, mit den Leuten in den Dialog zu gehen.
Der Vergleich steht auf 100000 Bocksfüßen - mindestens!

Es geht überhaupt nicht darum, hilfesuchenden Menschen aus anderen Ländern die Hilfe zu verweigern. Es geht auch nicht darum, dass man Angst hat, dass die örtliche Kirche abgerissen wird, in die ohnehin kaum noch einer geht.
Gut, welches sind die Abendländischen Werte, die verteidigt werden sollen? Welcher Teil unserer Christlichen Leitkultur wird von einem prügelnden und pöbelnden Mob verteidigt, der sich von Flüchtlingsheimen zusammenrottet oder in S-Bahnen Afrikaner vermöbelt (Ich weiß, kein Pegida, aber deutsche Realität)? Sag jetzt bitte nicht sowas wie "Nächstenliebe" oder "Barmherzigkeit"....
Aber statt dass man sich wie ein Vollidiot einer Gegendemo anschließt und sich quer über die Straße beleidigend ankeift, sollte man sich mal überlegen, warum 4x so viel Leute als es überhaupt Moslems in Dresden gibt, so viel Angst und Sorgen teilen, dass sie jeden Montag auf die Straße gehen - mit steigender Tendenz!
Ich befürchte, genau aus dem Grund, den du oben als "mangelnde Bildung" beschreibst. Und nein, ich zweifele nicht daran, dass man in einer deutschen Großstadt 20000 Dummköpfe mobilisieren kann. Nicht, solange die Bildzeitung eine so hohe Auflage und bild|de so hohe Klickzahlen hat... https://www.bildblog.de/62370/von-brandstiftern-zu-brandstiftern/ <--- Nur mal so als Beispiel, falls du dich fragst, woher solche "Ängste" kommen.

Ca. 2.000.000 deutsche Kinder fürchten sich vor Monstern unter dem Bett. Die deutsche Politik sollte sich mal fragen, woher diese großen Zahlen kommen, obwohl es nachweislich deutlich weniger Monster in Deutschland gibt, und endlich was gegen diese Bedrohung unternehmen! :wall:

Dass sich unter diese Leute auch einige Rechtsradikale mischen, ist wohl genauso wenig zu verhindern, wie bei einer anderen Demo mit den Linksradikalen. Aber genauso, wie beim ersten Mai die Gewerkschaft nicht mit den Retrokrawallern, die sich für "Revolutionäre halten" nicht verwechselt werden wollen, will auch die Pegida nicht mit Nazi-Hohlköppen gleichgesetzt werden. Aber genau das tun augenblicklich fast alle linken Parteien. Und diese Arroganz kotzt mich dermaßen an, dass ich mir insgeheim wünsche, dass sie dafür bei der nächsten Wahl äußerst empfindlich abgestraft werden.

Und ansonsten: Dass die Gewaltbereitschaft allgemein in Deutschland zunimmt - naja, vielleicht sind wir da wieder mal beim Thema "Deutsche Kuscheljustiz", hm?
Ah, so. Dafür ist der eine oder andere Mob die Lösung? :wall:
 
Oh, linksextreme vergreifen sich an Leuten mit kräftiger Pigmentierung? :roll:
Vermutlich nicht oder aus anderen Gründen. Sie vergreifen sich dafür an Leuten, die nach ihrem Dafürhalten der politische Gegner sein muss.

Und weil es mir scheißegal ist, ob jemand krankenhausreif geprügelt wird, weil er die falsche Hautfarbe hat oder weil ihm jemand eine politische Haltung und Denken unterstellt, das gar nicht zutrifft, unterteile ich nicht nach "rechter" und "linker" Gewalt, sondern fasse es zusammen unter politisch motivierte Gewalt. Und da sehe ich insgesamt eine schlimme Entwicklung, erstrecht nach dem Lesen Deiner Links.

Gewisse Straftaten sind und bleiben "lagerspezifisch" - da kann man die Kriminalstatistik auch drehen und schütteln - Gewalt aufgrund von Xenophobie oder Xenodie wirst du im Linken Lager nur schwerlich finden. Dank dran, um was es geht: Nicht um extremistische gewalt, sondern um Gewalt gegen Ausländer!
Es geht um Vorurteile und Stereotype. Xenophobie, also "Angst vor Fremden", läuft ja Hand in Hand mit "Angst vor Neuem" und "Angst vor Veränderung". Nur diese Angst hatte man 1989 nicht - komisch. Nur da wäre sie viel angebrachter gewesen. Warum wird also in der Zuwanderung in den Augen vieler Menschen eine (extreme) Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen in der Zukunft gesehen, während der Zusammenbruch eines ganzen Systems, Staates (und Annektierung durch einen anderen) als Signal für eine (extreme) Verbesserung gesehen wurde? So viel Umwälzung, Gefahren und Ängste kann doch kein Neger auslösen, wie dass mir mein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird!

Ich mag nicht daran glauben, dass es alles Nazis, Rassisten und/oder dumme Leute sind, die alles nachplappern, was "der Brain" ihnen vorsagt. Was hat beispielsweise der alte Fritz anders gemacht, der ja erstmals massenhaft Ausländer nach Deutschland holte ("Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden"), aber heute noch von den Rechten wenigstens respektiert oder gar gefeiert wird? Übrigens damals schon aus den gleichen wirtschaftlichen Motiven, wie unsere Nachkriegsregierung. Und das zu einer Zeit, da das Land viel klassizistischer und nationalistischer (nach heutigem Terminus "rechter") war, als es heute überhaupt denkbar ist? Waren die Leute damals schlauer?

Der Tatort muss dich ja schwer beschäftigen, dass du permanent darauf zurück kommst. :LOL::LOL::LOL:
:LOL: Na dann eben "Musikantenstadl" :D

Die Frage ist, halten die Vorwürfe der Pegida den Fakten stand?
Also wenn ich vor etwas Angst habe, ist das zunächst mal ein Fakt. Wenn ich vor etwas abstraktem Angst habe, dann spielt da viel Phantasie eine Rolle, die auf Erlebtem, Erzähltem und Angedichtetem beruht. Ich bin mir sehr sicher, dass es Pegida ohne IS nicht geben würde. Allerdings wohl auch nicht ohne die Medien, die ja eine Zeit lang fast pausenlos davon berichteten, wie irgendwelche Muselmanen Kinder quasi vom Schulhof weg rekrutieren, damit sie für Allah (nicht Gott!) in irgendeiner Wüste Leute wegmetzeln sollen. Und ich denke, dass man bei Pegida wohl damit auch der Politik unterstellt, nicht genug dagegen zu unternehmen.

Ich sehe es nämlich unter einem anderen Licht, wie schon oft genug geschrieben. Da holt man (massenfhaft) Leute einer völlig anderen Kultur und Religion ins Land und fordert von dem Volk Toleranz. Und man bekommt sie sogar. Ja, nicht von allen und jedem, aber von über 99% der Menschen. Dann sieht man, wie Stadtteile beinahe unbewohnbar werden durch einen Teil eben dieser Menschen. Jugendgangs auf den Straßen, ganz nach amerikanischem Vorbild, sogar mit Schusswaffen. Und sowas spricht sich ja schnell rum, wenn eine Oma überfallen wurde und "schonwieder von so einem Schwarzkopp". Man zieht dort weg und das weitestgehend sang- und klanglos. Es bilden sich Parallelgesellschaften in Deutschland. Es kommen mehr und mehr und jetzt rekrutieren sie die Kinder bereits auf den Schulhöfen für ihre Sache fern ab von Deutschland. Und natürlich vorzugsweise aus den Gesellschaftsschichten, die benachteiligt sind, auch ganz nach amerikanischem Vorbild.

Der eine wehrt sich so, der andere anders. Ich finde den Weg, den Pegida geht, gut - weil gewaltfrei. So lange Leute gewaltfrei demonstrieren, kann man mit ihnen reden. Und damit meine ich nicht den "Dialog", wo die "Gegendemonstranten" quer über die Straße pöbeln wie die letzten Proleten.

Leider gibt es auch andere, die seit ihrer Kindheit vermutlich nicht viel anderes gelernt haben, als Schädel einzuschlagen. Aber die sind zum Glück in der absoluten Minderheit. Fast 20000 Menschen, die jeden Montag friedlich demonstrieren gegen 3, die einmal jemanden krankenhausreif prügeln und augenscheinlich erstmal aus den gleichen Motiven.

In der stillen Hoffnung, Du beantwortest meine Fragen von weiter oben, versuche ich mich mal an Deinen Fragen:
Warum laufen da Leute mit, die die GEZ abschaffen wollen?
Ohne es genau zu wissen: Vermutlich deshalb, weil sie neben der Islamisierung auch noch die GEZ-Gebühr nervt und sie diese Montagsdemos genau wie damals in der DDR als ein kummulatives Sammelbecken für alles betrachten, was sie nervt/bedroht/beängstigt.

Warum werden Journalisten als "Vertreter der Lügenpresse" [...] beschimpft,
Nach dem Vorfall mit dem RTL-Reporter wurde ja auch wieder eindrucksvoll klar, wie die Medien gern verfahren. Andererseits will ich auch gar nicht bestreiten, dass dieser Vorwurf oft aus dem rechten Lager zu hören ist, aber die Linken halten sich damit ja auch nicht gerade zurück. Das offizielle Motto der "Jungen Welt" ist immerhin: "Sie lügen wie gedruckt, wir drucken wie sie lügen". Also weiß ich jetzt nicht genau, worauf Du hinaus willst.

warum stört sich keiner dran, dass der Kopf der Pegida ein verurteilter Strafttäter ist, der genau DAS getan hat, was er Ausländern jetzt vorwirft?
Er ist nicht der Rädelsführer oder sonstwas, er ist der Organisator. Er hat Scheiße gebaut, das ist öffentlich bekannt und wird deshalb vermutlich nie in der Politik Fuß fassen können. Was ihn aber nicht davon abhält, als Privatperson tätig zu werden. Dann eben bei der Flut zu helfen oder auch den Leuten mit gleichem Anliegen ein Sprachrohr zu verschaffen. Letztlich dann auch:
wikipedia schrieb:
Über seine Abschiebung durch die südafrikanischen Behörden sagte er, diese sei „bewundernswert schnell“ erfolgt. Sollte seine Vergangenheit ein schlechtes Licht auf PEGIDA werfen, trete er gerne aus dem Rampenlicht zurück.[12] Er stört sich nicht am Widerspruch zu seiner eigenen Biografie, seine Taten lägen weit zurück.[10]
Gibt es ihn nicht mehr, steht da ein anderer mit besserer Vita. Und dann ist alles gut? Die Macht von Pegida geht von einigen tausend Menschen aus, nicht von ihm.

Warum demonstriert man ausgerechnet in Dresden gegen die "islamisierung des Abendlandes", obwohl es dort und in Sachsen einen der geringsten Ausländeranteile in Deutschland gibt?
Weil die Angst vor den Muselmanen halt einerseits abstrakt, andererseits aber auch medial aufgeblasen konkret in Form des IS ist. Gern nochmal: Kein IS oder entschlosseneres und härteres Vorgehen gegen den IS = Keine Pegida. Dessen ungeachtet und parallel dazu wird mal aber politisch motivierte Gewalttaten von Einzeltätern leider nie verhindern können. Es sei denn, die deutsche Justiz bekommt an dieser Stelle auch irgendwann mal überraschend Rückgrat. Übrigens dürfte ein härteres Vorgehen wohl auch im Sinne der "normalen" Muslime in Deutschland liegen, nach allem was man so hört...

Ca. 2.000.000 deutsche Kinder fürchten sich vor Monstern unter dem Bett. Die deutsche Politik sollte sich mal fragen, woher diese großen Zahlen kommen, obwohl es nachweislich deutlich weniger Monster in Deutschland gibt, und endlich was gegen diese Bedrohung unternehmen! :wall:
Ich finde diesen Vergleich richtig gut, weil auch hier abstrakte Ängst zu realen Handlungen führen. Und was unternimmt der vorbildliche Papa dann? Setzt er sich auf das Bett zur Gegendemo und bepöbelt den Sprößling auf das Übelste? Droht ihm womöglich, sofort unter dem Bett hervor zu kommen, sonst wird er zum Monster und verprügelt ihn?

Ah, so. Dafür ist der eine oder andere Mob die Lösung? :wall:
Nein, gar nicht! Im Gegenteil sähe ich am liebsten jeden Gewalttäter im Steinbruch, wo er sich über 20 Jahre ganz und gar abreagieren kann! Darkkurt, ich war derjenige, der bei jeder halbwegs passenden Gelegenheit die deutsche Kuscheljustiz bedauert und anklagt. Für mich sind Gewaltverbrechen gegen Menschen schlimmer als Diebstahl, Einbruch, Steuerhinterziehung und was sonst noch oft genug härter bestraft wird, weil sie nämlich die Psyche dauerhaft schädigen. Oft genug werden dann Opfer zu Tätern oder leiden den Rest ihres Leben unter abstrakten Ängsten. Wo wir wieder beim Thema wären...
 
Und weil es mir scheißegal ist, ob jemand krankenhausreif geprügelt wird, weil er die falsche Hautfarbe hat oder weil ihm jemand eine politische Haltung und Denken unterstellt, das gar nicht zutrifft, unterteile ich nicht nach "rechter" und "linker" Gewalt, sondern fasse es zusammen unter politisch motivierte Gewalt. Und da sehe ich insgesamt eine schlimme Entwicklung, erstrecht nach dem Lesen Deiner Links.
Und was willst du damit jetzt zum konkreten Fall ausdrücken? Sorry, ich halte es immer noch für relativierend, wenn du jedesmal, wenn von "rechter" Gewalt die Rede ist, damit anfängst, dass linke ja auch gewalttätig sind.

Es geht um Vorurteile und Stereotype. Xenophobie, also "Angst vor Fremden", läuft ja Hand in Hand mit "Angst vor Neuem" und "Angst vor Veränderung". Nur diese Angst hatte man 1989 nicht - komisch. Nur da wäre sie viel angebrachter gewesen.
Es ist ja nicht so, dass im Osten die westdeutsche Realität unbekannt war sie wurde schlicht und einfach ignoriert. Da haben die Rattenfänger nur mit Westgeld und -waren wedeln müssen, und ein Großteil hat den gesunden Menschenverstand ausgeschaltet. Nach 2-3 Jahren ist man dann mit einem schweren Hangover aufgewacht, und viele sind danach dem Irrglauben verfallen, dass die DDR demokratisiert weiter das sozialistische Traumland hätte bleiben können.... Und ja - es gab Leute, die genau DAVOR gewarnt haben - hüben wie drüben. Dummerweise waren die aber nicht so laut.

Warum wird also in der Zuwanderung in den Augen vieler Menschen eine (extreme) Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen in der Zukunft gesehen, während der Zusammenbruch eines ganzen Systems, Staates (und Annektierung durch einen anderen) als Signal für eine (extreme) Verbesserung gesehen wurde? So viel Umwälzung, Gefahren und Ängste kann doch kein Neger auslösen, wie dass mir mein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird!
Genau das ist doch der Punkt! einmal gab es eine radikale Umwälzung, da hat man lieber denen geglaubt, die die einfache, schnelle Lösung versprochen haben. Diesmal glaubt man zur Abwechslung denen, die die einfache, schnelle Lösung versprechen: keine Ausländer - keine Veränderung. Das ist aber objektiv ein Irrtum ist, und das die Veränderung nur anders und evtl. mit weit schwerwiegenden Einschnitten kommen wird, will man wieder nicht hören.

Ich mag nicht daran glauben, dass es alles Nazis, Rassisten und/oder dumme Leute sind, die alles nachplappern, was "der Brain" ihnen vorsagt. Was hat beispielsweise der alte Fritz anders gemacht, der ja erstmals massenhaft Ausländer nach Deutschland holte ("Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden"), aber heute noch von den Rechten wenigstens respektiert oder gar gefeiert wird? Übrigens damals schon aus den gleichen wirtschaftlichen Motiven, wie unsere Nachkriegsregierung. Und das zu einer Zeit, da das Land viel klassizistischer und nationalistischer (nach heutigem Terminus "rechter") war, als es heute überhaupt denkbar ist? Waren die Leute damals schlauer?
Damals war man vor allem pragmatischer und weniger informiert. Vor allem - Imigration ist nun mal ein deutsche Tatsache - hier sind immer Leute ein-, aus- und durchgewandert. Hallo? Wir leben in der Mitte Europas Und der Deutsche Nationalismus ist im übrigen eine Folge der Napoleonischen Kriege. Vorher (also auch zu Zeiten Friedrichs) war man Preuße, Hesse, Badener oder Sachse, aber kein "Deutscher".

Also wenn ich vor etwas Angst habe, ist das zunächst mal ein Fakt. Wenn ich vor etwas abstraktem Angst habe, dann spielt da viel Phantasie eine Rolle, die auf Erlebtem, Erzähltem und Angedichtetem beruht. Ich bin mir sehr sicher, dass es Pegida ohne IS nicht geben würde. Allerdings wohl auch nicht ohne die Medien, die ja eine Zeit lang fast pausenlos davon berichteten, wie irgendwelche Muselmanen Kinder quasi vom Schulhof weg rekrutieren, damit sie für Allah (nicht Gott!) in irgendeiner Wüste Leute wegmetzeln sollen. Und ich denke, dass man bei Pegida wohl damit auch der Politik unterstellt, nicht genug dagegen zu unternehmen.
Kein weiterer Kommentar!

Ich sehe es nämlich unter einem anderen Licht, wie schon oft genug geschrieben...
Ja, deshalb ganz kurz. Das Problem löst man nicht durch weitere Ausgrenzung, ebenso oft geschrieben. Ein großteil der Leute wird nicht vertrieben, sondern sie ziehen weg -lange bevor "Stadtviertel unbewohnbar" werden. Für viele Deutsche ist ein nahöstlich angehauchtes Klingelschild schon genug, um ein Wohnhaus für "unbewohnbar" zu erklären - trauriger Fakt. Und zum Thema "massenhaft" - ca. 7 Mio Muslime bis 2020...
Aber grundsätzlich geht es am Thema vorbei, denn das Bedrohungsszenario von Pegida sind ja Flüchtlinge. Gemessen an unserem Wohlstand holt Deutschland lächerlich wenige Flüchtlinge ins Land!

So lange Leute gewaltfrei demonstrieren, kann man mit ihnen reden.
Ich hab ehrlich gesagt nicht den Eindruck, dass Pegida in irgend einer Form dialogbereit ist - auch wenn nicht gepöbelt wird.

Ohne es genau zu wissen: Vermutlich deshalb, weil sie neben der Islamisierung auch noch die GEZ-Gebühr nervt und sie diese Montagsdemos genau wie damals in der DDR als ein kummulatives Sammelbecken für alles betrachten, was sie nervt/bedroht/beängstigt.
Also sieht man die GEZ als Ausdruck der "Islamisierung" an, oder was? Meines erachtens waren die Montagsdemos 89 schlussendlich auf ein Thema zurückzuführen: weg mit dem System. Ob jetzt der eine für Reisefreiheit oder der andere für freie Wahlen demonstriert hat - alles war Symtom eines Problems.

Nach dem Vorfall mit dem RTL-Reporter wurde ja auch wieder eindrucksvoll klar, wie die Medien gern verfahren.
Andererseits hat Panorama in dem zusammenhang auf einen Gegenbeweis geliefert, indem man die Interviewbänder ungeschnitten ins Netz gestellt hat. sie sprechen auch für sich.
Der Punkt ist, dass ich hier die Dialogbereitschaft vermisse. Die Pegidaführung erklärt sich nicht oder kaum in der Öffentlichkeit - Demoteilnehmer werden angehalten, nicht mit der Presse zu reden.

Weil die Angst vor den Muselmanen halt einerseits abstrakt, andererseits aber auch medial aufgeblasen konkret in Form des IS ist. Gern nochmal: Kein IS oder entschlosseneres und härteres Vorgehen gegen den IS = Keine Pegida. Dessen ungeachtet und parallel dazu wird mal aber politisch motivierte Gewalttaten von Einzeltätern leider nie verhindern können. Es sei denn, die deutsche Justiz bekommt an dieser Stelle auch irgendwann mal überraschend Rückgrat. Übrigens dürfte ein härteres Vorgehen wohl auch im Sinne der "normalen" Muslime in Deutschland liegen, nach allem was man so hört...
"gegen die ISLAMISIERUNG des Abendlandes" - nicht "gegen die IS im Abendland". Das Thesenpapier mal gelesen? Islamisierung kommt am Rand vor, IS gar nicht...

Setzt er sich auf das Bett zur Gegendemo und bepöbelt den Sprößling auf das Übelste?
Falscher Vergleich! Die Gegendemonstranten sind eher die Gleichaltrigen, die den "Angsthasen" im Kindergarten oder in der Schule auslachen - auch eine Form des Pöbelns
Und was unternimmt der vorbildliche Papa dann?
Er beweist anhand von Fakten, dass die Angst unbegründet ist... :ugly: In der Analogie wäre Papa auch eher die Regierung. Von Daher: Was ein Papa sicherlich nicht machen würde, wöäre sich auch aufs Bett zu setzen und so zu tun, als ob er auch Angst hat, nur damit er weiter liebt gehabt wird...


Nein, gar nicht! Im Gegenteil sähe ich am liebsten jeden Gewalttäter im Steinbruch, wo er sich über 20 Jahre ganz und gar abreagieren kann! Darkkurt, ich war derjenige, der bei jeder halbwegs passenden Gelegenheit die deutsche Kuscheljustiz bedauert und anklagt.
Ah ja:
Er hat Scheiße gebaut, das ist öffentlich bekannt und wird deshalb vermutlich nie in der Politik Fuß fassen können. Was ihn aber nicht davon abhält, als Privatperson tätig zu werden. Dann eben bei der Flut zu helfen oder auch den Leuten mit gleichem Anliegen ein Sprachrohr zu verschaffen.
Er ist einer, den man ganz offen auch als "Intensivtäter" beschreiben kann. Steinbruch?

Für mich sind Gewaltverbrechen gegen Menschen schlimmer als Diebstahl, Einbruch, Steuerhinterziehung und was sonst noch oft genug härter bestraft wird, weil sie nämlich die Psyche dauerhaft schädigen. Oft genug werden dann Opfer zu Tätern oder leiden den Rest ihres Leben unter abstrakten Ängsten. Wo wir wieder beim Thema wären...
Ach so, und deutsche Ängste sind schlimmer als Ausländische psychische Schäden? Du hast recht, wir sind wieder beim Thema!