[...] By the way, ich hab den alten Beitrag editiert. Da steht jetz vllt doch noch was diskussionswürdiges?!
Ja, tut es. Will ich auch gleich mal drauf eingehen:

MiMo666 schrieb:
[...] Ich selbst bin auch zum Teil Ausländer. Uns ist NIEMAND hier entgegengekommen in diesem schönen Land, als wir 90 hierhergezogen sind. Wir als Ausländer/Aussiedler haben diesen Schritt zuerst tun müssen. Ok, wir haben ihn getan, im Gegensatz zu vielen anderen.
Und das kann man nicht von jedem erwarten, der hier leben möchte? Du, ich erwarte von keinem Touristen, dass er in perfektem deutsch eine Bockwurst mit Senf und Bier bestellen kann. Aber wer hier dauerhaft leben will, muss sich einfügen oder er geht dorthin, wo er sich nicht einfügen muss. Niemand wird gezwungen, hier zu leben. Aber wer es möchte, muss sich auch den Regeln beugen.

MiMo666 schrieb:
[...] (Was für ein bescheuertes Wort... Unwort des Jahrzehnts... "Migrationshintergrund". Total bescheuert. Migration ist ein Prozess über Jahrtausende und Jahrhunderte hinweg. Im Grunde sind wir alle Migranten)
Da ist auch was wahres dran. ABER mit einem Unterschied (weil dieses Beispiel in einem anderen Thread schonmal gekommen ist: Die Römer :) ). Eine Integration funktioniert förmlich von ganz allein, wenn die Zuwanderer den Einheimischen Mehrwert mitbringen. Soll bedeuten, dass in jedem Land der Welt die Mehrheit (wie immer natürlich nicht alle) der Bevölkerung selbst Außerirdische mit offenen Armen empfangen würde, wenn sie neue Technologien, Krebsheilung oder sonstwas mitbringen. Ganz anders sieht es aus, wenn ein Mehrwert für den Bürger nicht erkennbar ist. Und ins Gegenteil schlägt die Stimmung sogar um, wenn man an Lebensqualität einbüßt. Wenn also in einem Wohnhaus Leute aus Land X einziehen und fortan ist es stets dreckig, stinkt und die Kriminalitätsrate steigt.

Und unter dieser Prämisse frage Dich doch einfach nochmal, welche Ausländer hier gern gesehen sind und welche man am liebsten wieder rausschmeißen möchte.

Oder anders gefragt (auch auf Deiner Erkenntnis beruhend, dass das Wort "Ausländer" inzwischen einen schlechten Anstrich bekommen hat): Nennt man Harkan, der des Deutschen Auto besser, schneller und billiger als BMW repariert, auch "Ausländer" oder nennt man ihn "Harkan"?


MiMo666 schrieb:
[...] Die spalten sich einfach mal ab. Is auch einfacher, als auf jemanden zuzugehen...
Hat ja auch niemand behauptet, dass Integration einfach ist. Aber erstmal muss der Wille da sein. Der leichteste Weg ist fast niemals der beste, aber fast immer der schlechteste.

Aber wenn etwas getan werden soll, dann muss es jetzt unbedingt von den Ausländern selbst ausgehen. Mein Mischa (mein KFZ-Schlosser, gebürtiger Türke, seit etwa 18 Jahren in Deutschland) spricht selbst von "Kannacken", wenn der die Türken aus dem Wedding meint. Aber es gibt einen großen Unterschied. Als ihm von einem Kiezbekannten kriminellen Türken die Scheibe von seinem neuen Benz eingeschlagen, sein Autoradio rausgerissen und die Handtasche seiner Frau gestohlen wurde, ist der zu dessen Vater hingegangen und hat gesagt: "Bis heute Abend 19 Uhr habe ich mein Autoradio wieder auf dem Tisch liegen und die Handtasche meiner Frau mit vollständigem Inhalt. Die Autoscheibe bazahle ich selbst, aber die Gegenstände will ich wieder auf dem Tisch haben. Wenn nicht, dann schlage ich Deinem Sohn die Beine weg, dass er nie wieder laufen kann." Um halb sechs hatte er alles wieder da und eine Entschuldigung, weil der Vater seinen Sohn persönlich dort hin geschliffen hat.

Und jetzt überlege mal, was passiert wäre, wenn ich als Deutscher dort genau so hingegangen wäre und das Gleiche gesagt hätte. Ob ich wohl das Wohnhaus noch lebend verlassen hätte? Will sagen: Nicht nur in den Köpfen der Deutschen sind es zwei Gesellschaften. Es sind Parallelgesellschaften eben.

MiMo666 schrieb:
[...] Und wenn ihr ehrlich seid, ihr seid auch nicht alle supertolerant ;-)
Ich würde von mir nie behaupten, supertolerant zu sein. Aber ich bemühe mich, beide Seiten zu verstehen. Trotzdem habe ich meinen Standpunkt und lasse längst nicht alles aus Toleranz geschehen. Aber es ist niemandem geholfen, wenn die Schuld hin und her geschoben wird.

Aber was sollte man denn tun, um die jetzt schon etablierten Parallelgesellschaften zu beseitigen? Geht das überhaupt noch?

Gruß,
Photon
 
Allein wenn ich die Reaktionen auf den Schul- und Universitäten-Vorschlag von Erdogan lese

Mal ehrlich, als ich diesen Vorschlag von ihm gehört habe, ist mir fast der Kragen geplatz. Man soll Türkisch Sprachige Schulen & Gymnasien hier aufbauen und fördern ? Das hat doch nichts mehr mit Integration zu tun, sondern sorgt doch nur dafür, dass man sich vor der Deutschen Kultur noch mehr abgrenzt.
 
ja

Mal ehrlich, als ich diesen Vorschlag von ihm gehört habe, ist mir fast der Kragen geplatz. Man soll Türkisch Sprachige Schulen & Gymnasien hier aufbauen und fördern ? Das hat doch nichts mehr mit Integration zu tun, sondern sorgt doch nur dafür, dass man sich vor der Deutschen Kultur noch mehr abgrenzt.
Klar, der Meinung bin ich ja auch. Dafür lass ich mich auch gerne als "infantil" beschimpfen. Abgesehen davon, wärs für die anderen Migranten hier sicherlich auch ein Schlag ins Gesicht, denn die könnten natürlich Gleiches für sich fordern. Also danke. Ich leb übrigens in NRW, da haben wir sehr viele Migranten. Es gab eigene Projekte für Migranten und dessen Vorschulkinder, die dort sprachlich vorgebildet werden sollten. Die wurden einfach gar nicht besucht und mussten wieder dichtgemacht werden.
 
Mal was anderes, meine Eltern werden dieses oder nächstes Jahr nach Schweden auswandern. Mein Vater lernt schon seit einigen Jahren Schwedisch an der VHS und meine Mutter hat letztes Jahr damit angefangen.
Meine Eltern wandern aus, weil die das Land und die Leute mögen und sind auch bereit in einem Supermarkt zu arbeiten, wenn sich dort nichts anderes findet. Mir kommt es einfach so vor, als ob viele Ausländer hier nur in Deutschland leben um von den wirtschaftlichen und sozialen Gegenheiten zu profitieren ohen Deutschland zu mögen.
 
Was ich damit sagen will: Das Problem ist zu komplex, um mal einfach so ne Lösung zu finden. Und wer sagt "die andern sind schuld" (ums deutlich zu machen: das tun viele auf beiden Seiten!), der machts sich selbst viel zu leicht.

Richtig. Beide Seiten sind schuld und auch schuldlos.

Warum klappt die Integration in kleinen Teilen?
Warum gibt es Jugendliche, die in 3. Generation hier geboren wurden und kein Deutsch können? Und sich verhalten, als ob sie Türken oder was weiß ich sind? Und die erwarten, dass ich in einem Stadtteil einkaufe, der zu 90 % von Ausländern beherrscht wird und selbst die Lebensmittel etc. auf türkisch ausgeschrieben sind? Ich fühle mich hier auch nicht integriert, weil ich schief angesehen werde, wenn ich einen Bäcker betrete.
Das Mißtrauen kommt nicht von mir, es kommt von ihnen selbst. Da werde ich auch sauer, weil "Ausländer" ebenfalls alles und alle über einen Kamm scheren.

In erster Linie ist es doch das Vorbild der Eltern, die Erziehung, die Einstellung. Viele Freunde meiner Tochter sind Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Klappt wunderbar. Andererseits gibt es welche, die sich aufführen, als ob sie sonstwas wären, wofür sie von meiner Tochter einen Vogel kassieren, weil sie es nicht verstehen kann, wie die weder Deutsch können, noch lernen wollen, noch sich irgendwie integrieren wollen sondern auf Teufel komm raus die Keule schwingen und die Deutschen angreifen, weil die es wagen, mal den Mund aufzumachen? Wir leben hier in einem Land, welches gerade bei Jugendlichen auch ihr Land ist.

Andererseits warum sind die Jugendlichen aggressiv, motivationslos? So wie viele andere Menschen auch. Der Mensch ist selbst seines Glückes Schmied oder so ähnlich. Das gilt für alle. Wissen, Lernen, Aufnahmefähigkeit, Offenheit ist das A und O eines Jeden, um aus sich selbst etwas zu machen.

Warum soll ich jemanden denn bitte schön alles in den Hintern stecken? Macht man doch bei seinen Kindern auch nicht. Man erzieht sie, man zeigt ihnen die Grenzen und vermittelt ihnen Wissen. Deutschland hat am Anfang vielleicht die Integration unterschätzt, nicht gesehen etc. Gut, aus Fehlern lernt man, aber nicht, indem man jetzt den Ausländern ihren Willen läßt. Ihnen suggeriert, dass sie machen können was sie wollen und genau das geschieht hier aber in unserem super Land, weil sich keiner mehr traut, mal Tatsachen auszusprechen.

Die bösen Deutschen, sie dürfen nicht mehr den Mund aufmachen, sie dürfen nicht mehr sagen, was sie stört, sonst werden sie in die "NaziEcke" gedrängt. Wunderbar einfach. Wir haben die Vergangenheit, aber wir sind es nicht gewesen und 95% der Einwohner Deutschlands werden es auch nie sein. Wir sind Deutsche mit einer fatalen Vergangenheit, wofür wir immer noch bluten, uns immer noch bewußt sind und es geändert haben.

Ich kann mich mit dem Freund meiner Tochter wunderbar unterhalten, warum sagen selbst "Ausländer", dass der 1. Schritt von ihnen selbst kommen muss, damit es klappt?

Und in 2. Hinsicht ist auch die Politik dran schuld. Die Integration wird nicht richtig angepackt. Was mich ärgert ist die Tatsache, dass es hier Kindergärten gibt, in denen nur türkische Kinder aufgenommen werden. Mutter-Kind-Gruppen vom Bezirksamt, da dürfen Deutsche nicht rein. Unzählige Sachen, die von öffentlicher Hand unterstützt werden und ich darf da nicht sein.
Super Integration ;)
 
Was mich mal interessieren würde: wer hat denn selbst schon mal für ne Weile im Ausland gelebt?

Ich.
Ich war im Ausland auch Ausländer.
Aber ich geb zu. Ich war in nem dt. Kindergarten. Wäre wohl auch auf ne deutsche Schule, weil sich die Deutschen in Siebenbürgen auch nie wirklich extrem integrieren konnten. Sie durften nicht!


Da ist auch was wahres dran. ABER mit einem Unterschied (weil dieses Beispiel in einem anderen Thread schonmal gekommen ist: Die Römer :) ). Eine Integration funktioniert förmlich von ganz allein, wenn die Zuwanderer den Einheimischen Mehrwert mitbringen. Soll bedeuten, dass in jedem Land der Welt die Mehrheit (wie immer natürlich nicht alle) der Bevölkerung selbst Außerirdische mit offenen Armen empfangen würde, wenn sie neue Technologien, Krebsheilung oder sonstwas mitbringen.

Ganz anders sieht es aus, wenn ein Mehrwert für den Bürger nicht erkennbar ist. Und ins Gegenteil schlägt die Stimmung sogar um, wenn man an Lebensqualität einbüßt.

Wenn also in einem Wohnhaus Leute aus Land X einziehen und fortan ist es stets dreckig, stinkt und die Kriminalitätsrate steigt.

Und unter dieser Prämisse frage Dich doch einfach nochmal, welche Ausländer hier gern gesehen sind und welche man am liebsten wieder rausschmeißen möchte.

Die Sache ist halt, dass wir hier wahrscheinlich ALLES schon als selbstverständlich sehen.

Wir haben hier an jeder Ecke nen Dönerstand. -> Ausländer
In jeder Stadt mindestens eine Pizzeria -> Ausländer
in größeren Städten haben wir Läden mit Spezialitäten -> meist Ausländer
Unsere gesamte westliche/europäische Kultur ist durchzogen von Austausch und "Fremdem" (als Sache).
Das sieht nur keiner mehr. Das ist für uns schon alles "deutsch".

Ich kenn - so schlimm das auch sein mag - genug "asoziale" deutsche Familien. Denen mittlerweile auch alles scheissegal ist, weil sie sich auch vom Staat verlassen und vernachlässigt fühlen. 5-6 Kinder. Keins hat nen Schulabschliss gemacht. Wie traurig ist denn DAS bitte?
Selbst das kriegen wir hier in Deutschland net hin...
Eigene Probleme zuhauf...

Verdreckte Flure, Straßen, Spielplätze, Lärm im Mehrfamilienhaus, keiner der sich um den andern schert? Das ist auch in deutschen Siedlungen schon normaler Umgang. :-?

oder anders gefragt (auch auf Deiner Erkenntnis beruhend, dass das Wort "Ausländer" inzwischen einen schlechten Anstrich bekommen hat): Nennt man Harkan, der des Deutschen Auto besser, schneller und billiger als BMW repariert, auch "Ausländer" oder nennt man ihn "Harkan"?
Ich möchte behaupten, dass das davon abhängig ist, wieviele "Fremde" man kennt und wieviel man mit ihnen zu tun hat / haben möchte.
Klar ist, derjenige, der mit keinem Ausländer zu tun hat, nennt ihn einfach "Türke, Russe, Pole, wasauchimmer".
Es is halt auch einfacher sich um den Ausländer gar nich zu scheren.
Dummes Gewäsch gibts halt immer kostenlos. Das is kein Aufwand für niemanden -.-

Aber wenn etwas getan werden soll, dann muss es jetzt unbedingt von den Ausländern selbst ausgehen.
Das seh ich halt net so.
Mal davon abgesehen, dass es in jedem europäischen Land genau dasselbe Problem gibt, wie bei uns. Nur wirds bei uns so übel medialisiert. Liegt wohl an der dt. Vergangenheit...
Dass die Türken die Armenier massakriert und massengemordet haben, will ja auch keiner wissen. Dass auf dem Balkan sich befreundete Familien jetzt im Hass gegenüberstehen (wg eines sinnlosen Krieges, in dem ihre Söhne sich gegenseitig weggeschossen haben) wird ja auch ausgeblendet...

Mein Mischa (mein KFZ-Schlosser, gebürtiger Türke, seit etwa 18 Jahren in Deutschland) spricht selbst von "Kannacken", wenn der die Türken aus dem Wedding meint. Aber es gibt einen großen Unterschied. Als ihm von einem Kiezbekannten kriminellen Türken die Scheibe von seinem neuen Benz eingeschlagen, sein Autoradio rausgerissen und die Handtasche seiner Frau gestohlen wurde, ist der zu dessen Vater hingegangen und hat gesagt: "Bis heute Abend 19 Uhr habe ich mein Autoradio wieder auf dem Tisch liegen und die Handtasche meiner Frau mit vollständigem Inhalt. Die Autoscheibe bazahle ich selbst, aber die Gegenstände will ich wieder auf dem Tisch haben. Wenn nicht, dann schlage ich Deinem Sohn die Beine weg, dass er nie wieder laufen kann." Um halb sechs hatte er alles wieder da und eine Entschuldigung, weil der Vater seinen Sohn persönlich dort hin geschliffen hat.
Das seh ich als Problem.
Die haben Respekt vor ihren Eltern, aber die Eltern schauen wohl nicht "genug" auf die Jugend. Das könnte man da noch verbessern. Zusehen, dass die Eltern mitkriegen, was ihre Sprößlinge so treiben.

Andererseits gibts das Problem bei "uns" Deutschen auch.
Viele wollen einfach gar net wissen, was ihre Kinder so treiben...

Und jetzt überlege mal, was passiert wäre, wenn ich als Deutscher dort genau so hingegangen wäre und das Gleiche gesagt hätte. Ob ich wohl das Wohnhaus noch lebend verlassen hätte? Will sagen: Nicht nur in den Köpfen der Deutschen sind es zwei Gesellschaften. Es sind Parallelgesellschaften eben.
Das kann ich dir jetzt so spontan net sagen. Aber wenn ein Türke herkommt, dann is das noch eine Respektsperson. Der kann dafür sorgen, dass die gesamte türkische Gemeinschaft von der Sache erfährt.

Da gilt das noch was.
Dem Türken is aber egal, was der Deutsche von ihm hält, weil der Deutsche von Vornherein ne Negativ-Meinung vom Türken hat. Woher soll der Türke dann auch wissen, dass der Deutsche ihn nicht einfach nur dumm anmacht, so wie es auf der Straße tagtäglich passiert....
"Scheiss Türken", wie oft hab ich den Spruch schon von alten Damen gehört, denen ich solche Worte niemals zugetraut hätte.
Oder "Scheiss Russe".

Wir haben einfach keinen Respekt mehr vor uns selbst. Wie dann vor anderen...

Aber was sollte man denn tun, um die jetzt schon etablierten Parallelgesellschaften zu beseitigen? Geht das überhaupt noch?
Ich möchte es bezweifeln. Deswegen is die Diskussion für mich (wie bereits zu Beginn) ziemlich "ergebnislos".
Wir können nix an Anderen ändern, wenn wir nicht bei uns selbst was ändern. Da muss der Anfang gemacht werden...



edit:


Mal ehrlich, als ich diesen Vorschlag von ihm gehört habe, ist mir fast der Kragen geplatz. Man soll Türkisch Sprachige Schulen & Gymnasien hier aufbauen und fördern ? Das hat doch nichts mehr mit Integration zu tun, sondern sorgt doch nur dafür, dass man sich vor der Deutschen Kultur noch mehr abgrenzt.

Klar, der Meinung bin ich ja auch. Dafür lass ich mich auch gerne als "infantil" beschimpfen. Abgesehen davon, wärs für die anderen Migranten hier sicherlich auch ein Schlag ins Gesicht, denn die könnten natürlich Gleiches für sich fordern. Also danke. Ich leb übrigens in NRW, da haben wir sehr viele Migranten. Es gab eigene Projekte für Migranten und dessen Vorschulkinder, die dort sprachlich vorgebildet werden sollten. Die wurden einfach gar nicht besucht und mussten wieder dichtgemacht werden.



Wisst ihr eigentlich wie POLITIK FUNKTIONIERT???

Irgendein Idiot behauptet schwachsinniges Zeug, das irgendwelchen anderen Idioten gefällt. So wird er wiedergewählt.

Dieser ganze türkische-Schulen und türkische-Unis-Krempel is doch nur übelster Populismus.
Der würde niemals wagen sowas wirklich zu fordern.
Aber warum nicht einfach mal äußern. Den nationalistischen Türken wirds gefallen, dass sie einen so GROSSEN MANN als Oberhaupt der Türken haben.

Jeder Ministerpräsident der Türkei möchte sich gern mit Atatürk vergleichen lassen...

Dass ihr euch dieses Geschwätz so sehr zu Herzen nehmt, beweist nur eins.
Ihr habt zuviel Zeit und keinen Humor :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal was anderes, meine Eltern werden dieses oder nächstes Jahr nach Schweden auswandern. Mein Vater lernt schon seit einigen Jahren Schwedisch an der VHS und meine Mutter hat letztes Jahr damit angefangen.
Meine Eltern wandern aus, weil die das Land und die Leute mögen und sind auch bereit in einem Supermarkt zu arbeiten, wenn sich dort nichts anderes findet. Mir kommt es einfach so vor, als ob viele Ausländer hier nur in Deutschland leben um von den wirtschaftlichen und sozialen Gegenheiten zu profitieren ohen Deutschland zu mögen.
Welche Beweggründe die haben... - keine Ahnung. Ich weiss jetzt in der Türkei z.B. das es dort kein Kindergeld geben soll...

Ich würde z.B. nie in ein Land auswandern, das mir selbst im Gesamtpaket nicht zusagt. Ich hab schon selbst längere Zeit in USA gelebt und musste mich dort auch höllisch anpassen! Die Regeln dort für Migranten sind um etliches strenger als hier!
 
[...] Da gilt das noch was.
Dem Türken is aber egal, was der Deutsche von ihm hält, weil der Deutsche von Vornherein ne Negativ-Meinung vom Türken hat. Woher soll der Türke dann auch wissen, dass der Deutsche ihn nicht einfach nur dumm anmacht, so wie es auf der Straße tagtäglich passiert....
Also ich würde nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es eine fundamentale Negativ-Meinung zu Türken gibt. Aber selbst wenn es sie gäbe, dann muss jeder Türke, der sich nicht mit dem asozialen Pack in eine Ecke stellen möchte, erstrecht etwas tun!

Nicht ich als Einheimischer muss die Perle im Dreck suchen gehen. Da habe ich auch gar kein Interesse dran und habe es auch gar nicht nötig. Aber ich bin gern bereit, eine Perle auch wie eine Perle zu behandeln und den Dreck wie Dreck. Dazu muss sich aber die Perle schon die Mühe machen, aus dem Dreck hervor zu blitzen, denn Schlamm schippen werde ich deswegen nicht.

"Scheiss Türken", wie oft hab ich den Spruch schon von alten Damen gehört, denen ich solche Worte niemals zugetraut hätte. Oder "Scheiss Russe".
Ich habe schon "Nazi" und "Scheiss Deutscher" gehört. Und in meinem ersten Jahr auf der Berufsschule kam ein bewaffneter Türke auf mich/uns zu, zeigt uns seine Waffe unter seiner Jacke und fragte: "Wer von euch ist ein Nazi?". Erstaunlicherweise waren alle auf einmal sowas von linksradikal, es war schier unglaublich. Nur ein einziger und ich waren der Ansicht, dass wir dem Wicht keine Rechenschaft schuldig sind. Irgendwie fand er es beeindruckend, wir haben dann noch fast eine Stunde geplaudert, den Unterricht verpasst und nachher festgestellt, dass wir eigentlich fast die gleiche Ansichten haben.

Gut, was machen aber nun Leute, die da mit "ich bin sowas von links" geantwortet haben? Die hatten wahrscheinlich einen Bolzen in der Hose. Und am Nachmittag, als sie wieder zuhause waren, waren sie bestimmt tierisch sauer auf sich selbst und die eigene Feigheit. Und was bleibt, ist ein dauerhafter negativer Beigeschmack und eine Wut auf alle Türken. Super :(

Ich möchte es bezweifeln. Deswegen is die Diskussion für mich (wie bereits zu Beginn) ziemlich "ergebnislos".
Dann brauchen wir aber auch nicht mehr die Schuldfrage besprechen, denn die führt uns auch nirgendwo hin. Und wohin führt es uns, wenn wir nie drüber reden? Lass' mich mal raten: Die Fronten verhärten sich weiter und weiter. Bis wohin eigentlich? Bürgerkrieg? Also ich für meinen Teil könnte darauf verzichten.

Wir können nix an Anderen ändern, wenn wir nicht bei uns selbst was ändern. Da muss der Anfang gemacht werden...
Mehr als bereit zu sein, einen anständigen Menschen als anständigen Menschen zu behandeln, kann und will ich nicht tun. Ich werde jedenfalls nicht den Integrator spielen und auch nicht die Versöhnung in Person. Das muss wenn schon von denen ausgehen, die am schlechten Image schuld sind. Oder von denen, die sich zu unrecht in eine Ecke gestellt fühlen.

@DJ: Kurz und knapp: Ganz meine Meinung. Und endlich schreibst Du hier auch wieder. Wurde auch Zeit! Und siehe: Es geht auch ganz ohne Paragraphen *fg*

Gruß,
Photon
 
Wisst ihr eigentlich wie POLITIK FUNKTIONIERT???

Irgendein Idiot behauptet schwachsinniges Zeug, das irgendwelchen anderen Idioten gefällt. So wird er wiedergewählt.
und das meinst du ernst? :roll: wie hälst du das denn hier in deutschland aus, btw. wie würdest du das in 99,9999999% alle staaten aushalten, überall ist politik ;)

komisch, dass du nur als 23-jähriger diesen durchblick hat . :LOL:
 
Hey Jungs Auszeit!

Das Thema ist interessant und wir können doch alle darüber reden ohne uns gegenseitig gleich wieder an die Gurgel zu gehen ;)
 
@DJ: sry, aber der Troll verfolgt mich :biggrin:

@CDD-R: ja, weil Du Held ja Jahrtausende lang gekämpft hast, um diese Gesellschaft so sein zu lassen, wie se jetz is, gell? *gutschigutschigutschi* du süßer Kleiner du...

:mrgreen:
 
So, muss auch mal ein Worte schreiben. Meine Wenigkeit wohnt in Berlin und die Kulturvielfalt ist dort ja recht groß :) Mein Freundes- und Bekanntenkreis an "augenscheinlich" Ausländern ist mindestens genauso groß wie der "augenscheinlich" Deutsche. Bei mir im Haus ist vor 2 Jahren eine türkische Familie eingezogen. Kontaktaufnahme war sowas von problemlos. Allein zu grüßen, schon aus Höflichkeitsgründen, reichte. Man kommt ins Gespräch, läd abends mal ein usw. Sind gute Nachbarn und verlässliche Freunde. Wurden letztendlich zur Hochzeit eingeladen und war super. Vor 6 Monaten zog eine libanesische Familie ein. Erste Kontaktaufnahme von unserer Seite war leider schon negativ. Mülltüten stehen im Hausflur. An die Hausordnung wird sich nicht gehalten. Und jetzt haben sie auch noch eine Videoüberwachungskamera im Hausflur aufgebaut, wo wir schon gegen vorgehen, nachdem wir es vorher mit Gesprächen probiert haben. Und nun soll keiner denken, die Deutschen strengen sich nicht an, auch die türkische Familie findet zu ihnen keinen Draht.

Ich finde diese ständigen Verallgemeinerungen einfach unmöglich. In meinem Beruf habe ich so nach und nach türkisch- und russischabstämmige Kollegen und es gibt keinerlei Probleme. Und gerade die Kollegen müsstet ihr mal hören wie sie über ihre Landsleute schimpfen, wegen schlechtem Verhalten usw.

Deutschland ist nicht ausländerfeindlich. Wer überwiegend schlechte Erfahrungen gemacht hat, sieht das natürlich anders. Das ist aber alles eben subjektives Empfinden.
Mal ehrlich, wieviele Nachrichten habt ihr schon gesehen wo positives berichtet wird? Das bringt keine Schlagzeilen, daher eben nur das Negative. Brennt das Haus von Meier, Müller, Lehmann ab ist das sicherlich tragisch aber ne Schlagzeile...!? Brennt das Haus von Yilmaz, Bactac, Erdem ab warens zu 90% Nazis. Obs nacher stimmt spielt doch keine Rolle und kräht nacher kein Schwe**. Ich sage damit allerdings auch nicht, dass alles Unfälle waren.

Der "Deutsche" muss halt immer darauf achten was er wann wo und wie sagt ohne gleich als rechtsradikal abgestempelt zu werden und jeder weiß, dass die Geschichte mit ihren Vorkommnissen daran Schuld ist. Ich persöhnlich bin sogar der Meinung, dass kein anderes Land es so schwer in Bezug auf Ausländer hat wie Deutschland...

So, zerreißt mich jetzt!

WieselMK
 
Der "Deutsche" muss halt immer darauf achten was er wann wo und wie sagt ohne gleich als rechtsradikal abgestempelt zu werden und jeder weiß, dass die Geschichte mit ihren Vorkommnissen daran Schuld ist. Ich persöhnlich bin sogar der Meinung, dass kein anderes Land es so schwer in Bezug auf Ausländer hat wie Deutschland...

So, zerreißt mich jetzt!

WieselMK

Warum sollte man dich zereisen ? Ist doch absolut richtig was du schreibst.
 
Ich persöhnlich bin sogar der Meinung, dass kein anderes Land es so schwer in Bezug auf Ausländer hat wie Deutschland...

Darin geb ich dir vollkommen Recht!!!
Aber ich denke das wird sich die nächsten Jahrhunderte auch gar nicht mehr ändern. Solange überm Teich Collegeabgänger immer noch "denken", dass hier drüben alles zerbombt is, dass hier noch der Adi an der Macht is, solange wird sich auch international nix ändern.

Deutschland ist einer der wenigen Staaten, der derart viel Geld in Aufklärung und Recherche der Gräueltaten des WK2 gesteckt hat.
Kein anderer Staat schert sich heutzutage drum, was vor Jahrzehnten abgelaufen ist.
Wir (ich fühl mich da mit einbezogen) haben immer noch ein schlechtes Gewissen. Das wird uns aber auch schon in den Schulen und tagtäglich in den Medien einge"trichtert".
Kriegsfilme? Meist die guten Alliierten, gegen die bösen Deutschen...
und so weiter...