Hast Du für diesen Quatsch der in Klammern steht auch eine Quelle?

Aber immer doch.
Etwas Mathematik und Kenntnis der Faktenlage ist allerdings Voraussetzung ;)

Fakt: 58% des PA-Budgets geht nach Gaza

2.4 Milliarden hatte die PA im besagten Jahr 2008 zur Verfügung.
Bedeutet, rund 1.4 Milliarden gingen nach Gaza, wo bekanntlich seit 2007 ausschliesslich die Hamas [und nicht die PA] das Sagen hat. Bleibt 1 Milliarde für die Westbank.

803 Millionen betrug das Security-Budget.
Man könnte nun mit Spitzfindigkeit behaupten, die kompletten 803 Millionen Security-Ausgaben würden nur in der West-Bank verbraten ...
Blieben rund 200 Millionen übrig für "Nicht-Sicherheits"-Budget.

Diese wären aber bei gleicher Gemengelage (58% Gaza, 42% Westbank) allein durch zentrale Verwaltung (50 Millionen) und Finanzen (174 Millionen) komplett aufgebraucht. Allein die Social Affairs-Ausgaben belaufen sich zusätzlich auf 1 Milliarde.

Zurück zum Security-Budget ... selbe Gemengelage. Wen also bezahlt man in Gaza vom Security Budget bei nicht existenter PA vor Ort?

Quatsch [Reddogg] vs. Fakten.

Warum erwähnst du nicht, dass Israel auch Milliarden Militärhilfe erhalten hat

Weil von Unterstützung terroristischer Gruppen die Rede war ...

woher hast du bitte die Zahl "Milliarden" jedes Jahr an die PA?

Bessere Allgemeinbildung? ;) [und ein gutes Gedächtnis]

Der Weltpolizei USA unkritisch gegenüber zu stehen, zeigt übrigens wie unreif deine Argumentation ist

Wer behauptet, dass ich der USA unkritisch gegenüberstehe?

Der Welt Demokratie und Freiheit zu bringen, wäre jedenfalls im Falle Libyen relativ einfach. Was die dann daraus machen, müssen sie selber entscheiden.

Möchtest Du Deine Aussage hinsichtlich der dafür notwendigen Protagonisten etwas konkretisieren?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
[...]

@phip
Machen wir es konkret, USA, GB ....reicht das zum Anfang?

Ecuador und Kambodscha?! Erklär mal das genauer, wenn du das schon so in den Raum wirfst... Soweit ich weiß ist es einmalig auf der Welt, dass es einen Feiertag, der gegen ein anderes Land gerichtet ist, gibt.
 
Mir wird hier ehrlich gesagt ein bisschen zu viel über gut und böse, richtig und falsch gesprochen - so, als ließe sich die Situation in zwei solche Kategorien einteilen.

Das geht nicht. Habt Ihr nicht schonmal Stress mit einer Freundin oder einem Freund gehabt? Im Kleinen fängt es an: Es gibt kein klares Schwarz und Weiß, sondern unendlich viele Nuancen dazwischen, festgefahrene Situationen, etc.

Fakt ist, dass jeder Dreck am Stecken hat. Das lässt sich nicht leugnen. Sowohl wir, als auch Israel als auch die sogenannten islamischen Schurkenstaaten.

Was mir Sorge macht, ist, dass das nun eskalieren wird. Die Entwicklung ist vorprogrammiert. Wie kann man sie aufhalten? Was kann man tun?

Der Hass gegen Israel ist imens bei der islamischen Bevölkerung. Das ist er doch schon in Deutschland. Und Israel hat einiges dafür getan, das dies so ist.
 
Der Hass gegen Israel ist imens bei der islamischen Bevölkerung. Das ist er doch schon in Deutschland. Und Israel hat einiges dafür getan, das dies so ist.

Der "Jude" ist immer noch ein häufig bemühter Sündenbock.
Ich schreibe bewusst "Jude" weil es von den Arabern genau so [und nicht etwa Israeli] verwendet wird.

Merkwürdigerweise stecken die "Juden" ja hinter allen weltgeschichtlichen Ereignissen. So auch hinter den Revolutionen in arabischen Ländern. [oder auch hier, oder hier ]
Würden diese Gerüchte und Anschuldigungen bei den Arabern nicht auf solch fruchtbaren Boden fallen, könnte man sich glatt drüber totlachen.

Wohlgemerkt ein Araber bringt es in einer arabischen Zeitung auf den Punkt.
Wenn man keine eigenen Probleme hat, sucht man sich welche ... warum nicht auch die "Juden" für die lästigen Pickel am Ar*** verantwortlich machen?

:edit: meanwhile in Egypt ...

... auch wenn die Revolution keinen religiösen Hintergrund hat[te], bietet sie doch immer mehr den "radikalen" Anhängern der "Friedensreligion" Raum für ihre religiösen Allmachtsfantasien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast natürlich Recht, dass "der Jude...." alleine schon so vorbelastet ist, wie eigentlich jede Verallgemeinerung wie bsw. auch "die Deutschen" ziemlicher Blödsinn ist und der Jude sozusagen "das Böse" für "die Araber" ist. Oops nun ist es dir und mir auch passiert ;) Du zeigst gerne mit dem Finger auf andere ... Nebenbei ist Israel natürlich die Heimat für viele Juden und sie bestimmen, was in diesem Land passiert. Eine Demokratie in ständigem Kriegszustand ist übrigens nur eingeschränkt wirklich demokratisch, denn die Angst wählt immer mit. Wird ja auch genutzt.

Und was hat Israel im Zusammenhang mit den politischen Umwälzungen in Nordafrika gefordert? Milliarden neue Militärhilfe :ugly: Dieses Land tut alles um sich zu isolieren und gäbe es nicht die Gräueltaten an Juden, stünde das Land längst absolut alleine in der Welt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber immer doch.
Etwas Mathematik und Kenntnis der Faktenlage ist allerdings Voraussetzung ;)

Fakt: 58% des PA-Budgets geht nach Gaza

2.4 Milliarden hatte die PA im besagten Jahr 2008 zur Verfügung.
Bedeutet, rund 1.4 Milliarden gingen nach Gaza, wo bekanntlich seit 2007 ausschliesslich die Hamas [und nicht die PA] das Sagen hat. Bleibt 1 Milliarde für die Westbank.

803 Millionen betrug das Security-Budget.
Man könnte nun mit Spitzfindigkeit behaupten, die kompletten 803 Millionen Security-Ausgaben würden nur in der West-Bank verbraten ...
Blieben rund 200 Millionen übrig für "Nicht-Sicherheits"-Budget.

Diese wären aber bei gleicher Gemengelage (58% Gaza, 42% Westbank) allein durch zentrale Verwaltung (50 Millionen) und Finanzen (174 Millionen) komplett aufgebraucht. Allein die Social Affairs-Ausgaben belaufen sich zusätzlich auf 1 Milliarde.

Zurück zum Security-Budget ... selbe Gemengelage. Wen also bezahlt man in Gaza vom Security Budget bei nicht existenter PA vor Ort?

Quatsch [Reddogg] vs. Fakten.
Wow da kam ja sogar noch eine Quelle, Respekt. Nur leider bringt die Quelle gar nicht das zu Tage was Du sagst, nämlich dass das Geld an die Hamas geht. Lern lesen...
Es geht nämlich um genaue Sicherheitsleute die für die PA arbeiten und nicht für die Hamas. Und das Geld kommt von der PA und nicht von der Hamas zu den Lohnempfänger. Nice try, but try it again...:roll:
 
Es geht nämlich um genaue Sicherheitsleute die für die PA arbeiten und nicht für die Hamas. Und das Geld kommt von der PA und nicht von der Hamas zu den Lohnempfänger.

Magst Du für diesen Quatsch eine Quelle angeben?
Es gibt in Gaza meines Wissens nach weder Sicherheitsleute, die für die PA arbeiten noch gibt es in Gaza Institutionen, die nach der Machtergreifung der Hamas 2007 direkt der PA unterstellt sind.
Die Sicherheitskräfte (wie auch alle anderen staatlichen Organisationen) in Gaza unterstehen komplett der Hamas.

Selbst wenn man von den Sicherheitskräften absehen würde, wohin geht der Rest des Budgets (1,4 Milliarden) wenn alle "staatlichen" Institutionen von Hamas-Ministern regiert werden?

Netter Versuch ;)
 
Magst Du für diesen Quatsch eine Quelle angeben?
Es gibt in Gaza meines Wissens nach weder Sicherheitsleute, die für die PA arbeiten noch gibt es in Gaza Institutionen, die nach der Machtergreifung der Hamas 2007 direkt der PA unterstellt sind.
Die Sicherheitskräfte (wie auch alle anderen staatlichen Organisationen) in Gaza unterstehen komplett der Hamas.

Selbst wenn man von den Sicherheitskräften absehen würde, wohin geht der Rest des Budgets (1,4 Milliarden) wenn alle "staatlichen" Institutionen von Hamas-Ministern regiert werden?

Netter Versuch ;)
Na dann dürfte es doch für Dich ein leichtes sein auch die europäischen GElder die nach Gaza gehen der Hamas zu unterstellen und somit den europ. Regierung vorwerfen dass terror. Org. unterhalten. Informier Dich...aber ok da ist man bei Dir eh auf verlorenen Posten...
 
Inzwischen haben wir auch eine saubere Zwickmühle dort: erste Möglichkeit: Eingreifen mit UN-Mandat mit der Möglichkeit, eine ähnliche Situation herbeizuführen wie im Irak oder in Afghanistan. Zweite Möglichkeit: nichts zu tun, und das Ansehen der westlichen Welt evtl. nachhaltig zu schädigen... :think:
 
Ich würde ein Eingreifen mit der Vorgabe, den "Rebellen" zum Sieg zu verhelfen, auch als kritisch ansehen. Solange man bei den Rebellen keine Führungsperson ausmachen kann, die für nachhaltige Politik in eine vertretbare Richtung steht, sollte man da auch abwägen, was man tut.

Marty
 
So wie es aussieht, wird Gadafi innerhalb der nächst zwei Tage den Aufstand blutig niedergeschlagen haben. Und hier sitzen sie noch und quatschen, ob man eine Flugverbotszone einrichten sollte.
Chance vertan und ein interessantes Beispiel für alle anderen despotischen Herrscher geliefert...
 
danke!

Ich bin erfreut über die regen Diskussionen in meinem Thread!

Dies zeigt, dass die Ereignisse in Arabien nicht spurlos an uns vorbeigehen.

Nun haben es Tunesien und Ägypten geschafft, ihre Diktatoren zu vertreiben. Es bleibt abzuwarten, was sie daraus machen.

In Libyen steht die Revolutionen vor dem Scheitern, weil die Staatengemeinschaft zu zögerlich ist. Klar, Gadhafi kann ja auch ohne weiteres einfach mal den Ölhahn zudrehen. Schon blöd sowas.

Ich finde es schrecklich wie behäbig die Staatengemeinschaft ist. Die Revolutionäre brauchen die Flugverbotszone, ansonsten wird Bengasi am Wochenende dem Erdboden gleich gemacht. Dies wäre dann Gadhafis Exempel und er hätte die Macht für seine Sippe für gute 50 Jahre wieder gesichert. Gesichert durch Angst.

Wie seht ihr das?
 
Das Problem ist doch die Unsicherheit: Die UN weiß faktisch nicht, WEN sie ggf. unterstützt (im Hinblick auf die zukünftigen Machtverhältnisse). Das Risiko, dass man quasi vom Regen in die Traufe kommt, wie z.B. im Irak oder in Afghanistan, ist sicherlich hoch, vor allem bei den Staaten im Sicherheitsrat, die die Hauptlast eines Militärischen Eingreifens haben werden: Großbritannien und die USA. Momentan hat man die bittere Wahl zwischen einem grausamen, aber berechenbaren Regime (siehe Irak und Afghanistan) und einer fragilen, zerfaserten und durch Korruption und Anschläge gebeutelten Demokratie (siehe Irak und Afghanistan).
Da momentan keine "höheren" politischen Ziele (Achtung! Ironie!) wie Rache oder Ölquellen für ein eingreifen sprechen, lässt man es lieber bleiben und wartet, bis sich das Problem von selber löst, anstatt Wählerleben in einem Abenteuer Zukunftsperspektive für sich selber zu riskieren. Das ist menschenverachtend gegenüber den Menschen in Libyen, aber allzu menschlich...
 
Ohne Westerwelle... und das steht fest... wäre die Flugverbotszone schon lange beschlossen... Gut, dass er sich durchgesetzt hat...

Wer hat eigentlich beschlossen, dass die "Rebellen" die Guten sind? Das hier ist ein Bürgerkrieg und nicht Star Wars mit Gaddafi als Darth Vader... :mrgreen:
 
Wer hat eigentlich beschlossen, dass die "Rebellen" die Guten sind? Das hier ist ein Bürgerkrieg und nicht Star Wars mit Gaddafi als Darth Vader... :mrgreen:
Ok wieviel müssen wir zahlen damit du nach Lybien fährst und hautnah für uns überprüfst wer die Guten und die Bösen sind ?
 
Wer hat eigentlich beschlossen, dass die "Rebellen" die Guten sind? Das hier ist ein Bürgerkrieg und nicht Star Wars mit Gaddafi als Darth Vader... :mrgreen:


Sicherlich ist es richtig, dass in einem Bürgerkreig gut und böse nicht immer eindeutig zu identifizieren sind. Aber im Fall Libyen scheint es mir eindeutig, dass Gadhafi der Böse ist und die Rebellen die Guten.

Die Rebellen wollen einfach die historische Chance des Aufbegehrens in Arabien nutzen,um ihr alltägliches Leben zu verbessern.

Allerdings ist Gadhafi, anders als Ben Ali und Mubarak bereit auf das eigene Volk zu schießen und somit kann der Aufstand ohne internationale Hilfe nicht gelingen.
 
Wie seht ihr das?

Ich denke, dass wir gar nicht die Kapazitäten für eine ausgedehnte Interventionspolitik haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand in Deutschland ernsthaft möchte, dass wir uns in einen Bürgerkrieg nach dem anderen verstricken. Auch wenn es moralisch schwer fällt die Solidarität einzuschränken, so scheint es mir dennoch notwendig.

Den Charakter einer Weltpolizei, den wir bei den USA so heftig kritisiert haben, wollen wir uns doch sicherlich nicht selbst auferlegen, indem wir sämtliche Oppositionellen in souveränen Staaten aktiv auf den Thron befördern, ohne auch nur den hauch einer Vorstellung davon zu haben, was danach kommen wird und wieviele extremistische Feinde wir uns dadurch machen würden.