Antisemitismus - Antizionismus

Was meinst Du, Perlini, sind wir eine Person oder auf dem gleichen niedrigen Niveau?

Meine attestierte Schizophrenie erlaubt mir kein Urteil, aber das unser Niveau schon immer abgrundtief war ist uns durchaus bewußt. Deshalb tendiere ich zu zwoteren.

Ich oute mich als 3. Identität neben den Synonymen bennsenson und perlini. :biggrin:

das erklärt einiges. :yes:
 
Ich bin erschüttert!

Soeben begegnete mir offener Antisemitismus in einer der beliebtesten Fernsehserien Deutschlands und den USA: Die Simpsons. Staffel 3 - "Der Vater eines Clowns" (Like Father Like Clown):

Bart Simpson: "Krusty, musst Du oft an Deinen Vater denken?"
Herschel Krustofsky: "Ununterbrochen. Nur wenn es ums Geschäftliche geht, da bin ich eiskalt."

In dieser Folge dreht sich alles um die Herkunft Krustys der Clown, der von seinem Vater verstoßen wurde, weil er statt Rabbi lieber ein Clown geworden ist. Bart und Lisa Simpson setzen nun alles daran, dass sich Krusty mit seinem Vater wieder versöhnt. Krusty wird in dieser Folge unmissverständlich als Jude geoutet, der dann dem Klischee des eiskalten und raffgierigien Juden entspricht. Was soll ich sagen? So viel unverholender Antisemitismus ist mir schon lange nicht mehr unter gekommen, ich war erschüttert. Das wird unseren Kindern im Vorabendprogramm angeboten, die so medial beeinflusst am nächsten Tag in die Schule gehen. Darf so eine Serie, die offenen Antisemitismus humoristisch verpackt, überhaupt ausgestrahlt werden?

Was sagst Du, bennsenson?

Ich sage: Nieder mit den Simpsons! Verklagt Matt Groening! Boykottiert Pro7 und alle Sender, die jemals diese Schmuddelserie im Programm hatten!

Mit erschüttertem Gruß,
Photon
 
Ein schönes Beispiel dafür, dass jüdischer Humor von Antisemiten gerne falsch verstanden wird. Hier wird mit einem Klischee als Gag gespielt, das geht auch aus der Szene hervor.

Übrigens, falls Du es nicht wusstest, bei den Simpsons arbeiten sehr viele jüdische Storywriter und Voice-Actors Matt Groening hat mal gesagt, dass ohne den dezidiert jüdischen Einfluss in Sachen Humor die Serie nicht zu der geworden wäre, die sie ist.

Ich hoffe mal, DU boykottierst die Serie jetzt nicht. Bist ja schnell mal dabei mit Boykotten :roll:
 
[...] Hier wird mit einem Klischee als Gag gespielt, das geht auch aus der Szene hervor.
Ach so. Dann bin ich beruhigt. :pray:

Übrigens, falls Du es nicht wusstest, bei den Simpsons arbeiten sehr viele jüdische Storywriter [...]
Ja, wie in jedem Film und jeder Serie aus Amerika.

Ich hoffe mal, DU boykottierst die Serie jetzt nicht. Bist ja schnell mal dabei mit Boykotten :roll:
Nein nein, bin ein ganz großer Fan der Serie. Habe auch an der Stelle herzhaft gelacht, nur wusste ich nach der "wissenschaftlichen" Antisemitismusdefinition nicht genau, ob ich zum Lachen in den Keller gehen muss oder nicht. Aber wenn ich von Dir diesbezüglich grünes Licht erhalte, dann bin ich wirklich beruhigt. Ehrlich.

Entspannten Gruß,
Photon
 
Heute hatte ich mal die Freude, auf der Hass-Propagandaseite Hagalil.com die Seite vonhttps://www.antisemitismus.net/ gefunden. Unter dem Punkt "Antisemitismus nimmt im Westen stark zu" finden sich gar wundervolle Dinge, die wirklich dümmer nicht sein könnten. Zum Beispiel:

[...] Insgesamt 43% der Befragten stimmen der Aussage zu "Wir sollten endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl haben". Dabei stimmen Personen mit niedrigem Bildungsstand wesentlich mehr zu, vor allem in den alten Ländern. Hier zeigt sich auch eine starke Altersabhängigkeit, die 65-Jährigen stimmen sogar zur Hälfte zu. In diesen Ergebnissen gibt es allerdings keine Veränderung zu Umfragen des Meinungsinstitutes Falter von 1994 und 1998.
Nun stellt sich mir spontan die Frage, was ein starkes Nationalgefühl mit Antisemitismus zu tun haben könnte? Oder mit Zustimmung zu einer Diktatur? Oder irgendeinem der anderen Punkte, mit denen sich die "Wissenschaftler" beschäftigen:
Die Studie wurde von Prof. Dr. Elmar Brähler, Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig, und von Prof. Dr. Oskar Niedermayer, Otto - Stammer Zentrum, Freie Universität Berlin, durchgeführt und untersucht Ausländerfeindlichkeit, Chauvinismus, Antisemitismus, Befürwortung einer Diktatur, Sozialdarwinismus und die Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Hmm, gut. Endlich kommen sie zum eigentlichen Thema:
[...] Ganz anders dagegen die Situation im Bereich des Antisemitismus. Hier macht sich im Vergleich zu den Befragungen von 1994 und 1998 ein erschreckender Anstieg deutlich: "Auch heute noch ist der Einfluß der Juden zu groß" fanden 1994 im Osten nur 7%, im Westen 17%. 1998 waren im Osten 12% und im Westen 14% dieser Ansicht. Heute dagegen sind es im Osten 14% und im Westen 31% der Befragten,[...]
Die Frage ist auch geschickt gestellt. Natürlich geht wohl den meisten die Dreistigkeit und Selbstüberschätzung des ZdJ auf den Keks. Bewaffnet mit Nazi-Keule und moralischem Zeigefinger versuchen sie stets und ständig Einfluss auf die deutsche Bücklingspolitik zu nehmen. Wahrscheinlich war das auch der erste Gedanke der Befragten, als sie dann mit "Ja" antworteten. Das soll ein Zeichen für Antisemitismus sein? :LOL:

Aber dann kommt die Krönung des Schwachsinns:
[...] Die Politik hat auf die Präsentation der Studie bisher noch nicht reagiert. Lediglich Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der PDS-Bundestagsfraktion, erklärte, daß darin ihre Befürchtungen und Erfahrungen bestätigt wurden. Denn auch "die offizielle Politik leistet antisemitischen und fremdenfeindlichen Positionen in der Bevölkerung wieder zunehmend Vorschub. Wenn Leute wie Schill, Stoiber und Möllemann die Backen so mit fremdenfeindlichen und antisemitischen Sprüchen aufblasen wie in den letzten Wochen und Monaten, wundert es mich nicht, wenn sich auch in der Bevölkerung offener Antisemitismus breit macht."
Da fragt man ausgerechnet die linksradikale PDS? :LOL: Auch gut. Aber was aus deren Munde kommt, ist doch nun alles andere als maßgeblich. Und dass die Frau im Namen ihrer Partei alle anderen Politiker durch den Dreck zieht, war doch wohl auch zu erwarten. Wie auch immer. Schön auch der Schlusssatz:

Gründe für den enormen Anstieg des Antisemitismus im Westen hatte Prof. Brähler von der Universität Leipzig übrigens nicht genannt. Er verwies lediglich auf "dramatische Sprünge" bei "existenziellen Angstgefühlen", die andere Untersuchungen ergeben hätten und ihre Wurzeln in den Terroranschlägen des 11. Septembers haben.
...und gleich noch den 9/11 hervorgekramt. Klar, damit rechtfertigt man heute den Anfang des Überwachungsstaates, Kriege gegen beinahe wehrlose Länder und so weiter. Komisch, aber die Drohung Bushs, dass nach dem 11. September die Welt eine andere sein würde wie vorher, scheint wohl konsequent realisiert zu werden...

So viel zu "wissenschaftlichen" Betrachtungsweisen. Ich staune nur, dass diese Webseite noch nicht verboten wurde. Aber eine Propaganda ist eben nicht gleich der anderen Propaganda... ;)

Gruß,
Photon
 
Darf ich einen Satz von Hagalil erfahren, der den Vorwurf der "Hass-Propaganda" rechtfertigen würde?

Ansonsten setze Deinen "Kampf" gegen die Wissenschaft und wissenschaftliche Erkenntnisse ruhig fort, vielleicht klatscht wieder jemand Beifall (amun?).
 
Darf ich einen Satz von Hagalil erfahren, der den Vorwurf der "Hass-Propaganda" rechtfertigen würde?
Den würde ich nur zu gern bringen, aber dann würde im Notfall höchstens dieser eine Satz von der Website entfernt werden und schon ist sie wieder ok. Aber stattdessen ist die ganze Website gespickt mit geistigem Gift.

Ansonsten setze Deinen "Kampf" gegen die Wissenschaft und wissenschaftliche Erkenntnisse ruhig fort, vielleicht klatscht wieder jemand Beifall (amun?).
Weißt Du, mit der Wissenschaft ist es immer so eine Sache. Da kommt ein Knilch daher, der trägt einen Titel wie "Professor" und/oder "Doktor". Und damit ist er kompetent (?). Lächerlich.

Ich denke da an Dr. Germar Rudolph, der ja bekanntlich auch groben Unfug zum Besten gab. Auch Leuchter ist ja ein Wissenschaftler. Also ich bin mit "wissenschaftlichen" Betrachtungsweisen jedenfalls vorsichtig, auch wenn sie mir gegebenenfalls sogar in die Argumentation passen. Kann man von Dir keine kritische Betrachtungsweise erwarten, auch wenn Dir diese "Wissenschaftler" in die Hände spielen? :think:
 
Natürlich geht wohl den meisten die Dreistigkeit und Selbstüberschätzung des ZdJ auf den Keks.
Tja, Huhn oder Ei. "Dreistigkeit und Selbstüberschätzung des ZdJ" sorgen für ansteigenden Antisemitismus oder erkennt nur der Antisemit "Dreistigkeit und Selbstüberschätzung des ZdJ"... :roll:
 
Tja, Huhn oder Ei. "Dreistigkeit und Selbstüberschätzung des ZdJ" sorgen für ansteigenden Antisemitismus oder erkennt nur der Antisemit "Dreistigkeit und Selbstüberschätzung des ZdJ"... :roll:
Ja, gute Frage.

Wenn diese Ansicht ein sicheres Anzeichen für Antisemitismus ist, dann müßte die "wissenschaftliche" Studie weit nach oben korrigiert werden, vielleicht auf 85 oder gar 90 aller Deutschen. Gefühlt würde ich sogar auf über 90% kommen.

Oder ist es vielmehr so, dass der ZdJ wirklich dreist, fordernd und an massiver Selbstüberschätzung leidend seine Unversöhnlichkeit zum Besten gibt, was den meisten Deutschen tatsächlich auf die Eier geht?
 
Den würde ich nur zu gern bringen, aber dann würde im Notfall höchstens dieser eine Satz von der Website entfernt werden und schon ist sie wieder ok. Aber stattdessen ist die ganze Website gespickt mit geistigem Gift.

Also es haut doch dem Fass den Boden einigermaßen aus, wenn Du diese Seite auf diese völlig unfundierte Art und Weise diffamierst. Dass Du das Aufklären und Thematisieren von Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland als das Verbreiten "geistigen Gifts" bezeichnest, fällt einmal mehr auf Deine eigene Geisteshaltung zurück.

[...] seine Unversöhnlichkeit zum Besten gibt [...]

Bitte ein Beispiel für eine Formulierung, wo der ZdJ sich gegen Versöhnung ausspricht.
 
Also es haut doch dem Fass den Boden einigermaßen aus, wenn Du diese Seite auf diese völlig unfundierte Art und Weise diffamierst. Dass Du das Aufklären und Thematisieren von Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland als das Verbreiten "geistigen Gifts" bezeichnest, fällt einmal mehr auf Deine eigene Geisteshaltung zurück.
Ja, genau ;)

Bitte ein Beispiel für eine Formulierung, wo der ZdJ sich gegen Versöhnung ausspricht.
Auch nett, nach so einer Formulierung zu fragen ;) Nein, natürlich sagt niemals der ZdJ irgendwo wortwörtlich: "Wir wollen keine Versöhnung mit den Erben Hitlers" - für so blöd halte selbst ich den ZdJ nicht ;) Stattdessen wird kritisiert und gefordert, was das Zeug hält und die Versöhnung überbetont. Auch ein netter Schachzug und in Deutschland funktioniert diese Scheiße sogar - zumindest bei unseren Bücklingen ;)

Wie auch immer. Werde einfach mal insgesamt skeptischer und kritischer, vielleicht auch gleichzeitig etwas weniger verbohrt. Die Welt ist leider nicht schwarz/weiß, obgleich ich es mir wünschen würde. Dann gäbe es auch nur gut und böse, richtig und falsch, Lüge und Wahrheit. Aber leider leider - die Welt ist grau.
 
Stattdessen wird kritisiert und gefordert, was das Zeug hält und die Versöhnung überbetont. Auch ein netter Schachzug und in Deutschland funktioniert diese Scheiße sogar - zumindest bei unseren Bücklingen ;)

Versöhnung würde Deiner Meinung nach also den Mund halten bedeuten. Oder wäre Versöhnung vielleicht erst dann perfekt für Dich, dass man das Land verlässt, um nicht mehr allein durch die bloße Anwesenheit von Juden an die Vergangenheit erinnert zu werden? :roll:
 
Versöhnung würde Deiner Meinung nach also den Mund halten bedeuten. Oder wäre Versöhnung vielleicht erst dann perfekt für Dich, dass man das Land verlässt, um nicht mehr allein durch die bloße Anwesenheit von Juden an die Vergangenheit erinnert zu werden? :roll:
Nein, im Gegenteil! Dass Juden hier in Deutschland leben und leben wollen ist ein sicheres Zeichen dafür, dass nicht alle unversöhnlich sind. Aber der ZdJ als Institution ist es. Und dass Gott sei dank nicht alle Juden mit den Ansichten des ZdJ konform gehen, beweist das.

Und Gott sei Dank ist auch nicht jeder Jude so ein vorurteilsbehafteter und unbelehrbarer Mensch wie bennsenson ;)

Weißt Du, "nicht vergessen" heißt nicht, es den Erben stets und ständig überdeutlich in Verbindung mit dreisten Forderungen unter die Nase reiben zu müssen. Einige Juden haben es verstanden, einige nicht. Schade.
 
Ich kann Dir versichern, dass alle Führungsmitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland in Deutschland leben wollen. Es sind sogar die Treuesten der Treuen, die sich im Kampf gegen antijüdische Diffamierung aufreiben, um die Unversehrtheit der deutschen Juden in Zukunft zu garantieren.

Dieter Graumann hat es auf seine unnachahmlich direkte Art und Weise gesagt: "Eine Belehrung wie 'nur ein stiller Jude ist ein guter Jude' brauchen wir nicht." Vor allem nicht von Antisemiten.
 
Ich kann Dir versichern, dass alle Führungsmitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland in Deutschland leben wollen. Es sind sogar die Treuesten der Treuen, die sich im Kampf gegen antijüdische Diffamierung aufreiben, um die Unversehrtheit der deutschen Juden in Zukunft zu garantieren.
Treu wem gegenüber?

Dieter Graumann hat es auf seine unnachahmlich direkte Art und Weise gesagt: "Eine Belehrung wie 'nur ein stiller Jude ist ein guter Jude' brauchen wir nicht." Vor allem nicht von Antisemiten.
Und Didi muss es wissen...
 
*mich mal einmisch* ;)

Auch wenn ich meistens nur stiller Mitleser bin, fällt mir das "still" nun langsam wirklich schwer.


Dieter Graumann hat es auf seine unnachahmlich direkte Art und Weise gesagt: "Eine Belehrung wie 'nur ein stiller Jude ist ein guter Jude' brauchen wir nicht." Vor allem nicht von Antisemiten.

Meinst Du wirklich, dass dies die Intention ist?
Geht es nicht eher darum, dass die Juden, der ZdJ, oder weiß der Kuckuck wer, die Menschen ob nun in Deutschland oder sonstwo weiterhin sensibel halten wollen für das Thema?

Aber kann man die Menschen sensibilisieren in dem man immer und immer wieder in einem fast schon festen Rythmus in eine Wunde schlägt? Oder wäre es nicht manchmal sinnvoller, mal einen Schritt zurück zu gehen, einiges wirken lassen, um an geeigneter Stelle wohldosierte Hinweise zu geben?

bennsenson, Deine Meinung in allen Ehren und ich habe auch Respekt davor, dass Du sie so vehement vertrittst. Aber meinst Du nicht, dass man Menschen nicht eher für ein Thema sensibilisieren kann, in dem man auf sie zugeht? Ihnen zuhört, ihre Meinung mit ihnen gemeinsam diskutiert und eventuell auch mal darüber selbst nachdenkt?

In meiner Schulzeit wurde, ich weiß nicht mal mehr ab der wievielten Klasse, über den Antisemitismus gesprochen und gelehrt. Und ganz ehrlich, wenn ich sowas lese, dass man immer und immer wieder ein "Ihr seid Schuld" zu hören bekommt, dann hängts einem echt zum Hals raus (um es mal salopp zu sagen).
Deswegen will ich das Ganze nicht relativieren, aber mit diesem immer und immer wieder heruntergeleiere, das letzten Endes die Deutschen zum größten Teil die Juden immer noch nicht akzeptiert haben oder sonst wen, erreicht man in meinen Augen eher, dass die Menschen, die man eigentlich erreichen möchte, abstumpfen lässt anstatt sie zu sensibilisieren.

Und ob nun in der großen weiten Welt oder hier im Forum; den gleichen Eindruck habe ich z.b. hier gerade.


MfG
Pepper
 
Geht es nicht eher darum, dass die Juden, der ZdJ, oder weiß der Kuckuck wer, die Menschen ob nun in Deutschland oder sonstwo weiterhin sensibel halten wollen für das Thema?

Ja, exakt.

Aber kann man die Menschen sensibilisieren in dem man immer und immer wieder in einem fast schon festen Rythmus in eine Wunde schlägt?

Und mein Empfinden ist es, dass man nicht in eine Wunde schlägt, sondern das andere Wunden aufschlagen. Wenn der ZdJ - was ja beileibe nicht seine einzige Tätigkeit ist - auf Revisionismus der NS-Zeit und Antisemitismus aufmerksam macht, dann macht er auf eine Wunde aufmerksam, und schafft sie nicht. Die Umdeutung dieses Vorgangs - und auch die Unterstellung, der ZdJ täte nichts anderes - ist eine Erfindung bzw Diffamierung.

Und ganz ehrlich, wenn ich sowas lese, dass man immer und immer wieder ein "Ihr seid Schuld" zu hören bekommt, dann hängts einem echt zum Hals raus (um es mal salopp zu sagen).

Du hast in der Schule oder sonst wo immer und immer wieder "ihr seid Schuld" gehört? War das der Wortlaut? War es der Lehrinhalt, den Schülern zu sagen, dass sie an etwas Schuld sind? Was war das für eine Schule? Oder handelt es sich auch hier nicht viel eher um Dein Empfinden?
 
Und mein Empfinden ist es, dass man nicht in eine Wunde schlägt, sondern das andere Wunden aufschlagen.Wenn der ZdJ - was ja beileibe nicht seine einzige Tätigkeit ist - auf Revisionismus der NS-Zeit und Antisemitismus aufmerksam macht, dann macht er auf eine Wunde aufmerksam, und schafft sie nicht. Die Umdeutung dieses Vorgangs - und auch die Unterstellung, der ZdJ täte nichts anderes - ist eine Erfindung bzw Diffamierung.

Also meinst Du, weil ich persönlich es als "nervig" empfinde, dass ich den ZdJ diffamiere?
Interessant, denn ich denke Du nimmst gerade (d)ein einziges Totschlagargument, um nicht darauf einzugehen, was ich meine.

Ich finde es sehr interessant, dass Du letztlich behauptest, dass die Deutschen nicht in der Lage sind, mit der NS-Zeit entsprechend sensibel umzugehen und wir den ZdJ brauchen, um weiterhin sensibilisiert zu werden. Damit sprichst Du also allen Menschen, außer den Juden, soviel Verstand ab, sich mit der geschichtlichen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Oder schließt Du schlichtweg nur von einer Gruppe von NS-Zeit-Verherrlichern auf ein ganzes Volk?

Mir erscheint es gerade so.


Du hast in der Schule oder sonst wo immer und immer wieder "ihr seid Schuld" gehört? War das der Wortlaut? War es der Lehrinhalt, den Schülern zu sagen, dass sie an etwas Schuld sind? Was war das für eine Schule? Oder handelt es sich auch hier nicht viel eher um Dein Empfinden?

Ja unser Lehrer hat vorne gestanden und wortwörtlich gesagt "Deutschland ist schuld, dass darf keiner von euch je vergessen. Jeder einzelne, der hier sitzt, ist Schuld."

Allerdings ist es doch eher irrelevant, was der Lehrer vor x Jahren in meiner Klasse sagte oder nicht.

Fakt ist, ich habe nicht aufgehört, nach meiner Schulzeit zuzuhören. Ich nehme meine Umwelt bewußt wahr und bilde mir daraus eine Meinung. Und diese Meinung spiegelt selbstverständlich mein Empfinden wieder. Genau wie Deines, denn ohne Empfinden kann keine Meinung existieren in meinen Augen und wärst Du ohne Empfindung, würdest Du nicht mit soviel Vehemenz Deine Meinung vertreten.
Ergo ist die Frage, was mein Empfinden ist, überflüssig - wir alle empfinden ;)


MfG
Pepper