Gar nicht. Und genau deshalb muss man sofort von einem Terroranschlag ausgehen. In dem Fall muss der Luftraum gesperrt werden, Flugzeuge umgeleitet werden. Flugzeuge, die nicht sofort den Kurs ändern, müssen sofort von Jets begleitet werden. Eigentlich hätte sofort der ganze Bundesstaat in Alarmbereitschaft versetzt werden müssen, das Pentagon sowieso.[...] Ich frage Dich dazu mal ketzerisch.
Woran erkennt man den Terroristen? Woran erkennt man sein Ziel?
So sieht sich die USA selbst, nicht die Kritiker die USA. Aber die USA gibt es nicht erst seit gestern und am 11. 9. 2001 fanden auch längst nicht die ersten Terroranschläge statt. Natürlich ist es für einen Terroristen einfacher, eine Lücke im System zu finden, als für einen Staat, ein lückenloses System zu etablieren. Aber die USA hat keine anderen Gegner auf der Welt, als Terroristen. Und dafür haben sie das größte Budget weltweit...In diesem Zusammenhang frage ich mich regelmäßig, was manche Leute von einer Supermacht wie den USA [im Jahr 2001] erwarteten?
Unsterblichkeit, Unverwundbarkeit und die totale Kontrolle über alles und jeden?
Ja, interessante Frage. Aber wenn schon bei JFK nie aufgeklärt wurde, wie viele davon wussten/daran beteiligt waren, dann wird es wohl bei 9/11 nie aufgeklärt werden[...] Würde man die VT beim Wort nehmen bin ich immer noch am Grübeln, welche Zahl ich für die Mitwisser und unmittelbar Beteiligten ansetzen soll. 100, 1000, 10000?
Dabei nicht zu vergessen die unkalkulierbare Anzahl an Augenzeugen, Kameras etc. etc.
Zuerst muss man sich mal die Situation vorstellen. Du sitzt in einer gekaperten Maschine. Erstmal muss man sich dessen überhaupt bewusst werden. Sofern nicht wie in einem Hollywoodstreifen Deiner Wahl in den Gängen noch und nöcher vermummte Leute mit MP am Anschlag Patrouille laufen, dürfte es schwer sein, anhand der Landschaft fest zu machen, ob man noch auf Kurs ist.[...] Gesetzt den Fall DU sitzt in einer gekaperten Maschine und wirst zum Spielball von Terroristen, weisst von den Stewards über die Anschläge in New York, weisst auch das Dein Leben keinen Pfifferling mehr wert ist und durch einen kontrollierten Absturz eine Menge X an Menschen zusätzlich ihr Leben verlieren wird.
Was tust Du ?
Ok, also im Flugzeug kommt die Durchsage: "Sehr geehrte Fluggäste. Sie wurden soeben von erfahrenen Hijackern entführt. Bitte bleiben Sie ruhig sitzen, unsere Ersatzstewards kümmern sich gleich um ihr leibliches Wohl...". Zuerst hätte ich einen Bolzen in der Hose. Der Bolzen wäre noch größer, wenn sogar jemand mit MP neben mir stünde, zum Äußersten entschlossen. Aber da die Leute ja sogar noch telefonieren konnten, lief da niemand Patrouille. Also man ahnt, dass das Flugzeug entführt wurde. Und typisch menschlich wäre nun, die Hoffnung zuletzt aufzugeben. Also irgendwie mit heiler Haut davon zu kommen. Und weil man ja Amerikaner ist, mit Gottes Hilfe.
Du sprichst mit Deinem Nachbarn, der ebenso scheißende Angst hat. Du hoffst, dass es eine "normale" Entführung ist. Also Hijacker, die irgendwo landen, Forderungen stellen und so weiter. Im Normalfall geht auch alles gut, nur selten wird ein Flugzeug gestürmt. Und selbst dann muss es ja nicht Dich treffen, Du hast gute Chancen, ohne einen Kratzer aus der Sache raus zu kommen.
Ok, also in dieser Situation befinden wir uns. Und jetzt muss genau was passieren, dass in DIR der Patriot geweckt wird, damit Du freudig in den Tod gehst, damit dieses Flugzeug, in dem Du sitzt, eben nicht [eventuell] irgendwo hineinfliegt? Ich glaube kaum, dass man den Passagieren gesagt hat: "Bitte bleiben sie ruhig sitzen. Wir fliegen das Gebäude X an, um mit voller Wucht in das Gebäude zu prallen. Sie werden zwar sterben, aber bleiben sie bitte bis dahin trotzdem ruhig sitzen und stellen Sie ihre Rückenlehnen senkrecht...". Will sagen, dass Du wahrscheinlich genauso wenig wie ich auf die bloße Vermutung hin, dass Du in einer Maschine sitzt, die in wenigen Stunden/Minuten in ein Gebäude fliegt, aktiv geworden wärst. Und selbst wenn, hätten Dich mit Sicherheit genügend Leute in der Maschine davon abgehalten.
Das halte ich für die weitaus bessere Alternative als das Flugzeug in den nächsten Hügel zu steuern. Außerdem hatte ich noch nie eine Stewardess. Wenn Du mich so fragst, wäre das mit Sicherheit meine erste Wahl gewesenSchnappst Du Dir die erstbeste Stewardess und verabschiedest Dich mit einem F*** in 10.000 Meter Höhe von der Welt?
Fast alle? Nur "fast"? Ich bin erstaunt. Du, wenn man ohne Bedrohung des eigenen Lebens/Gesundheit über Dinge philosophiert, gibt es eigentlich nur Helden. Man hat zu diesem Zeitpunkt keinen Adrenalin-Überschuss, keine Angst, ... eben keine Extremsituation. Ist ähnlich wie die Frage: "Wenn jemand Deine Familie tötet und Deinen Hamster schändet - was tust Du mit dem?"[...] Fast alle Leute mit denen ich dieses Thema diskutiert habe sind der Meinung, dass die letzte Chance darin besteht die Typen platt zu machen.
Geht man dabei drauf hat man es wenigstens versucht.
Ich wünsche niemandem eine solche Situation, aber bei den meisten bin ich mir zu 99% sicher, dass sie die ersten Kollaborateure wären. Wenn nur ein Terrorist sagen würde: "Pass auf. Ich lasse Dich am nächsten Flughafen raus, wenn Du nur die Leute in der Kabine zur Ruhe bringst, damit sie nicht aufbegehren", springen 99% aller Leute los und werden zu Terroristen-Fans. Und in dieser einen Maschine haben sich ausnahmslos das restliche 1% versammelt? So viel Pech kann nicht mal ein Terrorist haben...
EDIT:
Nee, ich rede nicht vom ersten Turm. Der ist im Arsch, die Leute darin auch. Wer sich da noch retten konnte, hatte wirklich Glück. Ich rede vom zweiten, völlig intakten Turm. Also ein Flugzeug knallt in den ersten Turm. Unten gehen Alarmmeldungen noch und nöcher ein. Wenigstens eine Feuermeldung, wenn schon nichts anderes. Der Wachmann im Erdgeschoss hat seine Schocksekunde, versucht anzurufen und zu fragen, was dort wohl los ist. Leitungen tot. Scheiße. Ok, er schaut durch die Fenster auf der Straße und sieht Panik, Hektik und jede Menge Müll, der aus seinem Türmchen fliegt. Der muss gedacht haben, das ist versteckte Kamera. Aber gut. Spätestens jetzt geht er vor die Tür und sieht, dass sein Türmchen brennt. Er flitzt zurück und löst sofort Feueralarm aus. Er ruft Scotty im zweiten Turm an, der ihm bestätigt, dass da irgendwas ganz schön faul ist. Jim und Scotty beschließen also, beide Gebäude zu evakuieren, nur zur Sicherheit.[...] Den versuch kannst du doch mal selber machen - wie lange brauchst du zu Fuß vom Berliner Fernsehturm 'runter? addiere dazu, das Feuerwehrmänner HOCH wollen (also dir ENTGEGEN kommen) und das noch Tausende weitere unterwegs sind. Außerdem haben wir da noch Gaffertum, Schock und noch so ein paar all zu menschliche Faktoren... Ach ja, und ganze 17 minuten zwischen den 2 Einschlägen...
Das Flugzeug konnte man sehr wohl ausmachen, nur nicht identifizieren. Was eigentlich erstrecht ein Grund für erhöhte Alarmbereitschaft gewesen wäre. Offensichtlich war man da aber anderer Ansicht... Warum?Für Washington liegt der Fall in der Tat anders, aber es waren ja auch die Transponder abgeschaltet, und die Flieger so nur schlecht auszumachen.
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