Sammelthread Aktivisten gegen Deutschlandfahnen bei Fußball-Großveranstalltungen

Schämst du dich für dein Land Flagge zu zeigen?

  • Ja

    Stimmen: 9 8,3%
  • Nein

    Stimmen: 97 89,8%
  • Ich weiß es nicht

    Stimmen: 2 1,9%

  • Umfrageteilnehmer
    108
Zum P.S., P.P.S. und P.P.P.S.: Der Threadersteller befindet sich auf einem "Kreuzzug" - da darf man doch auf solche Kleinigkeiten keine Rücksicht nehmen... :ugly:
 
Wollte man auf dieser Vergleichsebene bleiben, so müsste man nicht Deutschland, sondern der DFB-Auswahl im Spiel gegen sein portugiesisches Pendant FPdP die Daumen drücken.
Wenn du es so genau nehmen willst, dann kannst du das von mir aus auch auf eine andere "Vergleichsebene" setzen.

Das ändert aber nichts an der Bedeutung der Fahnen als Symbole für die jeweiligen Mannschaften. Die deutsche Nationalmannschaft hat nun mal keine eigene Flagge, dann nimmt man eben die Flagge Deutschlands. Und so machen es alle anderen Staaten der Welt auch.

Aber da kann man schön dran sehen, wie stark sich das gedankliche Gleichsetzen dieser Sportveranstaltung mit einer "nationalen Angelegenheit" verselbstständigt hat.
Was ist denn für dich eine nationale Angelegenheit?
Für mich gehört ein EM-Finale mit deutscher Beteiligung auf jeden Fall dazu. ;) Schließlich ist es allemal einen Eintrag im Jahrbuch 2008 wert.
 
Das ändert aber nichts an der Bedeutung der Fahnen als Symbole für die jeweiligen Mannschaften. Die deutsche Nationalmannschaft hat nun mal keine eigene Flagge, dann nimmt man eben die Flagge Deutschlands. Und so machen es alle anderen Staaten der Welt auch.

Mir ist die Symbolik, die das Ganze bekommen hat, durchaus bewusst, aber über Hintergrund, Sinn und Zweck dieser Symbolik beim Fußball sprechen wir ja eben. Übrigens hat die deutsche Nationalmannschaft sehr wohl eine "eigene Flagge", nämlich das DFB-Nationalmannschafts-Logo, was aber witzigerweise mit einem Bundesadler in der Mitte daherkommt, nicht mit dem zackigen DFB-Schriftzug auf grünem Grund.

Was ist denn für dich eine nationale Angelegenheit?

Belange der Nation. Nationale Feier- und Gedenktage zB, etwa wenn man in Amerika mit großem Pomp den Unabhängigkeitstag feiert.
 
@jumper2: Ich verteufle und verachte nicht alles, "wofür dieses Land steht" und fand diesen Aufruf dennoch amüsant und mit etwas Wahrheit war er für mich auch versehen.

so sehr ich mich bemühe, aber ich kann nichts amüsant daran finden, öffentlich dazu aufzurufen, ein staatssymbol zu beschädigen. aus welchem grund oder hintergrund auch immer.

Schonmal daran gedacht, dass es auch einfach unpolitische Leute gibt, die das alles nervt? Man kann halt nicht alles auf eine einzige Personengruppe schieben.

MfG,
...Sandra.

der aufruf kam aber nicht von irgendwelchen "unpolitischen leuten". außerdem macht das für mich keinen unterschied. ;)

im übrigen sollte man auf keinen fall eine sportliche großveranstaltung und die damit einhergehende verbundenheit zu seinem team, welche man auch durch das schmücken mit den landesfarben ausdrückt, mit dem alltäglichen leben in einem staat vergleichen, in dem es zwangsläufig auch dinge gibt, mit denen man sich nicht identifizieren kann. denn das hat nichts miteinander gemein. das heißt, ich kann zu einer fussball-em für drei wochen ein deutschlandfähnchen an mein auto basteln (ich habe übrigens keins am auto) und es danach einfach wieder abmachen und mich weiter über die politik in diesem lande aufregen. ;)

Kann ich so unterschreiben :)

prima. :)

Wenn eine Flagge so unbedeutend wäre, würde sich doch auch keiner dafür interessieren, wenn sie jemand verbrennt. Wäre demnach ja nur ein Fetzen bunter Stoff. ;)

ich meine nicht die bedeutung der fahne als solche. ;) das geht aber schon aus dem post hervor, den du unterschrieben hast. :)
 
Also Ereignisse, die alle etwas angehen!? Ist die EM nicht so ein Ereignis?

Da ist jetzt wieder die Frage, was Du unter "alle" verstehst. In diesem Fall scheinst Du quantitative Maßstäbe anzulegen und da ein Europameisterschaftsspiel deutlich mehr Einschaltquoten hat als wichtige Bundestags- und Festreden, die sich unmittelbar auf unseren Staat beziehen, ist Fußball also wichtiger als Politik. Es ist auch identitätsstiftender.

Es darf trotzdem die Frage erlaubt sein, ob das die Form von Identität ist, die wir haben oder fördern wollen. Die, wie ich zu Bedenken gegeben habe, oft als eine Mischung aus bierseligem Karnevalismus und unschönem Chauvinismus daherkommt.

Das Feiern zB eines Nationalfeiertags scheint mir mehr Inhalt zu haben. Man feiert den Sieg der Demokratie, man feiert die innerdeutsche Solidarität, man feiert Einigkeit, Recht und Freiheit.

Aber nochmal: Weder habe ich etwas gegen das gemeinsame Feiern beim Fußball, noch will ich das Fahnenschwenken überbewerten.
 
Also Ereignisse, die alle etwas angehen!? Ist die EM nicht so ein Ereignis?

Naja ich glaub die Umfragen haben ein Interesse von zwischen 60 und 70% ergeben (Ich gehöre zu den anderen, die nichtmal ein Spiel gesehen haben). Und da es keinen Einfluss auf mich nimmt (Bis auf das gehupe in der Nacht) geht mich die EM wohl wirklich nichts an :)

Dahingegen würde die Verabschiedung einer neuen EU-Verfassung als Ereignis jeden etwas angehen der in Europa lebt, weil er doch schon stärker beeinflusst wird als durch gehupe ;)

Also wie ich hier schon geschrieben habe, ich gönne jedem Fußballfan seine Leidenschaft und Spaß, aber ich würd es auch nicht überbewerten, so wichtig ist die EM nun auch nicht, dass sie jeden etwas angeht ^^
 
erstmal möchte ich kundtun das die überschrifft Hass ja wohl ein bischen überzogen ist. Mann mag sich ja drüber streiten ob Flaggen zerstören lustig ist oder nicht aber Hass ist definitiv etwas anderes. Jetzt mal zum allgemeinen Flagge zeigen: Mit dem wedeln mit einer Nationalfahne positioniere ich mich Positiv zu der jeweiligen Nation. Jetzt steht natürlich die Frage im Raum möchte ich das? Meine Antwort ist klar nein auf keinen Fall mit einem Staat der faktisch ausgrenzt, Privatisiert und in dem etliche in Armut leben obwohl es nicht sein müsste (gibt hier sicher noch etliche andere Negativ beispiele aber darauf gehe ich mal nicht näher ein)möchte ich mich auf keinen Fall identifizieren. Das hat zum einen damit zu tun das ich klar zeigen möchte ey ich wohne zwar hier aber was hier läuft finde ich scheiße, zum anderen auch wenn es sicher nur eine Minderheit ist feiere ich nicht mit Nazis, Hooligans und leuten die Deutschland den Deutschen usw. rufen egal wie viele sonst so drum herum sind, denn als ich noch ein junger Bursch war hiess es immer mit nazis wird nicht gesoffen oder gefeiert mit nazis wird sich höchstens aufs Maul gehauen. Persönlich vertrete ich die Meinung wer stolz auf sein land ist hat selber nichts vorzuweisen, das ist in etwa so als wenn ich mit ner 6 in Mathe heim komme und meiner Mama sage das ich stolz drauf bin das der Klassenschnitt 2,1 ist. Ich verurteile zwar nicht generell alle Deutschlandfähnchen wedelnden aber so richtig begeistern kann ich mich aus diesen gründen auch nicht dafür. Ich meine ich bin stolz darauf nen guten job ne tolle freundin ne ordentliche Bildung viele Freunde usw. zu haben. Auch würde ich jederzeit die Fahnen der Projekte an denen ich AKTIV mitarbeite schwenken denn darauf hatte ich einen aktiven Einfluss.

Es wurde ja nur dazu aufgerufen. Dass dem Aufruf niemand gefolgt ist, spricht mindestens für ein Minimum an Verstand bei den Leuten. Und das ist doch sehr erfreulich.
Gruß,
Photon


naja das ist nicht ganz korrekt in Berlin gab es ein Punkte ranking wo es zum beispiel für jede Autofahne einen Punkt gab der Sieger hatte über 400 Punkte. Auch sind Gruppen verschiedener Städte sind gegeneinander angetreten und auch hier waren die Punkte Zahlen recht hoch
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
naja das ist nicht ganz korrekt in Berlin gab es ein Punkte ranking wo es zum beispiel für jede Autofahne einen Punkt gab der Sieger hatte über 400 Punkte. Auch sind Gruppen verschiedener Städte sind gegeneinander angetreten und auch hier waren die Punkte Zahlen recht hoch

wie sinnvoll. :roll: wie wäre es denn mal mit einem aufruf, die grünanlagen sauber zu halten. für jeden vollen müllsack gibts dann 10 punkte. *kopfschüttel*
 
Meine Antwort ist klar nein auf keinen Fall mit einem Staat der faktisch ausgrenzt, Privatisiert und in dem etliche in Armut leben obwohl es nicht sein müsste (gibt hier sicher noch etliche andere Negativ beispiele aber darauf gehe ich mal nicht näher ein)möchte ich mich auf keinen Fall identifizieren. Das hat zum einen damit zu tun das ich klar zeigen möchte ey ich wohne zwar hier aber was hier läuft finde ich scheiße

Also auch wenn das nun leicht OT wird. Aber wenn ich sowas lese kommt mir ja die Galle hoch. Dieser Staat in dem du lebst hat Weltweit mit das beste Sozialsystem. Zudem bietet dieser ach so blöde Staat ein einigermaßen stabiles Umfeld, dass überhaupt eine Wirtschaft ermöglicht. Natürlich baut dieser Staat auch scheiße, aber wenn du die guten Dinge nicht zu würdigen weißt, dann solltest du vielleicht einfach gehen... Das Problem an Leuten wie dir ist, dass sie von anderen (dem Staat) etwas erwarten, aber meist selbst nichts tun (was auch O.k. ist wenn man nicht son Nörgelheini ist). Ein Kollege von mir spendet zum Beispiel immernoch (wie damals im Mittelalter üblich) ein Zehntel seines Bruttogehaltes an Gemeinnützliche Sachen. Ebenso wie seine Eltern. Wenn es dir doch auch soooo gut geht und du so stolz auf deine Leistungen bist, frage ich mich ob du dies auch tust. Oder nur vom Staat forderst hilfsbedürftigen zu helfen. Denn der Staat tut dies schon in dem ihm möglichen Spielrahmen. Aber ich könnte wetten auch wenn du nun gleich was anderes behauptest, dass du nichts wirkliches gegen Elend tust, sondern nur spordadisch wenn man dein schlechtes Gewissen weckt. Freu du dich mal auf das was du alleine erreich hast. Wie du alleine deinen Arbeitgeber hier zum ansiedeln gebracht hat. Wie du alleine ein Marktwirtschaftliches System etabliert hast in dem du alleine dein Gehalt verdienst, usw.
 
Der Vergleich hinkt etwas. [...] Aber da kann man schön dran sehen, wie stark sich das gedankliche Gleichsetzen dieser Sportveranstaltung mit einer "nationalen Angelegenheit" verselbstständigt hat.
Der Vergleich paßt doch wunderbar - und das schreibst du ja auch in deinem letzten Satz. Die Deutschlandfahne ist in diesem Zusammenhang als Fanartikel zu verstehen. Fahnen, Bemalung und sonstige gekaufte Accessoires wurden aus der Fankultur übernommen.

Eine Kommerzialisierung nationaler Symbole - da sollte jeden verkappten Nationalisten solch eine Aktion gefallen (auch wenn die Intention eine andere ist).:mrgreen:
 
Der Vergleich paßt doch wunderbar - und das schreibst du ja auch in deinem letzten Satz. Die Deutschlandfahne ist in diesem Zusammenhang als Fanartikel zu verstehen. Fahnen, Bemalung und sonstige gekaufte Accessoires wurden aus der Fankultur übernommen.

Der Vergleich war, dass wenn jemand zu "Dortmund" hält, er auch zu "Deutschland" halten kann. Dieser hinkt, weil ein Fußballfan im Allgemeinen zu einem Verein, und nicht zu einer Stadt hält. Dass die Zugehörigkeit zu einem Verein heute sehr oft auf diese Ebene des Lokal- oder Nationalpatriotismusses gehieft wird und man dann sozusagen die vermeintlichen Vertreter des "Clubs Deutschland" supportet, ist mir schon klar. Aber das ist ja das, was hier einige kritisieren.
 
Dahingegen würde die Verabschiedung einer neuen EU-Verfassung als Ereignis jeden etwas angehen der in Europa lebt, weil er doch schon stärker beeinflusst wird als durch gehupe
Das Interesse daran wäre aber wohl wesentlich geringer als an der EM. ;)

Persönlich vertrete ich die Meinung wer stolz auf sein land ist hat selber nichts vorzuweisen, das ist in etwa so als wenn ich mit ner 6 in Mathe heim komme und meiner Mama sage das ich stolz drauf bin das der Klassenschnitt 2,1 ist.
Kannst du mal ein bisschen näher erläutern wie du zu so einer Ansicht kommst? Für mich sind das nämlich zwei unterschiedliche Dinge, die nicht wirklich miteinander in Verbindung stehen.
 
[...] Persönlich vertrete ich die Meinung wer stolz auf sein land ist hat selber nichts vorzuweisen, das ist in etwa so als wenn ich mit ner 6 in Mathe heim komme und meiner Mama sage das ich stolz drauf bin das der Klassenschnitt 2,1 ist.
Irgendwie frage ich mich gerade, ob dieses "ich kann nur stolz auf etwas sein, das ich selbst erreicht habe" wohl mal irgendwo in einen Lied, einem Text, einer Demo aufgetaucht ist und nun von allen nachgeplappert wird. Also für den Fall, dass Du es nicht nachgeplappert hast, antworte ich Dir mal stellvertretend für alle Nachplapperer:

Auf etwas stolz zu sein, ist ein inneres Empfinden und muss somit nicht logisch oder kausal begründet werden. Wenn Dein Bruder/Schwester/Sohn/Tochter/Mutter/Vater/Frau etwas erreicht, bist Du dann nicht stolz auf sie/ihn? Ich wäre es. Und ich bin es, obgleich ich zum Erfolg nichts beigertragen habe. Einfach, weil ich mich mit der/demjenigen freue und die Leistung anerkenne.

Wenn man stolz auf sein Vaterland ist, erkennt man damit auch die Leistung derer an, die vor mir in diesem Land wirkten. Und zwar in seiner Gesamtheit, nicht in Einzelfällen. Das Gefühl, mit seinem Vaterland eng verbunden zu sein, verbindet mich dann auch mit diesen Menschen. Es ist die Suche nach Gemeinsamkeiten und ich möchte bitte niemals irgendwann ein "Weltbürger" sein. Denn das ist identitätslos, es ist Wischi-Waschi. Dann kann man ebenso gut sagen: "Ich bin einer von X Milliarden, nüscht besonderes. Ein Niemand". Als Deutscher fühle ich mich deutschen Tugenden verpflichtet, damit ich mit Stolz sagen kann: "Ich bin Deutscher und verdammt stolz darauf, die deutschen Werte und Tugenden in mir weiterzuführen." Und das hat nichts damit zu tun, dass heute die Leute (mich nicht ausgenommen) noch heute klagen wie vor 200 Jahren, nur über andere Sachverhalte.

Aber im Gesamtkontext betrachtet ist hier alles wunderbar. Das heißt nicht, dass es nicht noch viel besser werden könnte. Aber man muss sich mal folgendes überlegen: Die Deutschen haben einen so hohen Stand in der Welt, dass sie selbst 2 Kriege vom Zaun brechen konnten, einen riesigen Genozid veranstalten konnten und heute noch immer trotz aller Kritik aus ständig der gleichen Ecke hoch in Achtung weltweit stehen. Das wurde den Deutschen aber nicht geschenkt. Das haben sich die Deutschen verdient und erarbeitet, durch ihre Hände oder ihren Geist. Davon ein Teil zu sein, macht mich sehr stolz.

naja das ist nicht ganz korrekt in Berlin gab es ein Punkte ranking wo es zum beispiel für jede Autofahne einen Punkt gab der Sieger hatte über 400 Punkte. Auch sind Gruppen verschiedener Städte sind gegeneinander angetreten und auch hier waren die Punkte Zahlen recht hoch
Eigentlich hat jumper2 schon genau die richtigen Worte gefunden.

Die einen betrachten die Deutschland-Fahnen als Fanartikel, aber für andere ist es viel mehr wert. Was dem Einzelnen die Fahne bedeutet, steht nicht dabei. Jetzt bricht jemand die Fahne ab (leider nur Sachbeschädigung), weil ihn die ganzen Fahnen seines Heimatlandes nerven. Gut, das wäre dann ein Idiot, aber dagegen gibt es Pillen, Zwangsjacken und so weiter. Aber dazu aufzurufen und einen Wettstreit aus dieser Aktion zu machen, grenzt ja schon fast an Terrorismus ;)

Ich weiß auch gar nicht, was die Linksradikalen immer für ein Problem mit sich herum tragen. Letzens lese ich an einer Häuserwand: "Nie wieder Deutschland, A.C.A.B.", das "A" von "Deutschland" als dieses Ananarcho-Zeichen. (Für diejenigen, die nicht so sehr "szenekundig" sind: "A.C.A.B" stammt eigentlich ursprünglich aus der Skinhead-Szene, wurde dann auch nach Deutschland vor allem in der rechten Skin-Szene häufig verwandt und bedeutet "All Cops Are Bastards". Wie das zu den Linken gekommen ist, weiß ich nicht...). In Kreuzberg am Oranienplatz gab es (oder gibt es noch immer) Straßenschilder, auf denen mit Edding steht: "Deutsche Raus!". Und dann stehe ich da, mache mir bewusst, dass ich mich in der deutschen Hauptstadt befinde und frage mich ernsthaft, warum ich wegen eines Schneeballwurfs auf ein Straßenschild als Kind von einem Bullen zusammengeschissen wurde, während so eine Pisse offensichtlich niemand weg macht.

Kurz: Es mag tatsächlich so sein, dass die Deutschlandfahne von den meisten wirklich nur als Fanartikel missbraucht wurde und ihren Stellenwert proportional dem Spielergebnis der Auswahlelf anpasst. Trotzdem bleibt sie die Fahne meines Vaterlandes und die hat es verdient, mit Würde und Achtung behandelt zu werden. Und die EU ermöglicht es jedem Deutschland-Hasser das böse Land unverzüglich und nur durch Vorlage des Personalausweises zu verlassen. Wünsche jedem, der sich angesprochen fühlt, eine gute Fahrt und hoffentlich ohne Rückfahrkarte :)
 
Auf etwas stolz zu sein, ist ein inneres Empfinden und muss somit nicht logisch oder kausal begründet werden. Wenn Dein Bruder/Schwester/Sohn/Tochter/Mutter/Vater/Frau etwas erreicht, bist Du dann nicht stolz auf sie/ihn? Ich wäre es. Und ich bin es, obgleich ich zum Erfolg nichts beigertragen habe. Einfach, weil ich mich mit der/demjenigen freue und die Leistung anerkenne.

Wie wärs, wenn Du dann den jeweiligen Menschen oder - in diesem Fall - die Fußballmannschaft anerkennst, anstatt stolz "auf Deutschland" zu sein?

[...]Es ist die Suche nach Gemeinsamkeiten und ich möchte bitte niemals irgendwann ein "Weltbürger" sein. Denn das ist identitätslos, es ist Wischi-Waschi.

Ich finde die Grenze, die Du ziehst, ein wenig pauschal. Warum ist hinter der Grenze von Deutschland Schluss? Wieso nicht schon in Deiner Stadt oder Deinem Bundesland. Kenne persönlich viele, die sich mit ihrem Bundesland identifizieren. Also warum nicht Europäer oder Weltbürger. Naja, das nur als Denkansatz. Prinzipiell mag ich die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls und bin froh hier zu leben, vor allem im Vergleich zu anderen Ländern.
 
Wie wärs, wenn Du dann den jeweiligen Menschen oder - in diesem Fall - die Fußballmannschaft anerkennst, anstatt stolz "auf Deutschland" zu sein?
Ich persönlich treffe diese Unterscheidung durchaus, weswegen ich auch einen Teufel tue, nur zur Zeit einer EM/WM zu flaggen. Ich flagge erst gar nicht, dann mein Gefühl trage ich in mir und nicht nach außen. Das muss aber nicht auf jeden zutreffen. Wer sich eine Flagge vor das Fenster hängen will, soll es tun. Von mir aus auch nur während der EM/WM, obwohl ich dann auch die Frage stelle, welchen Wert die Fahne für denjenigen wirklich hat.

Ich finde die Grenze, die Du ziehst, ein wenig pauschal. Warum ist hinter der Grenze von Deutschland Schluss? Wieso nicht schon in Deiner Stadt oder Deinem Bundesland. Kenne persönlich viele, die sich mit ihrem Bundesland identifizieren. Also warum nicht Europäer oder Weltbürger. Naja, das nur als Denkansatz. Prinzipiell mag ich die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls und bin froh hier zu leben, vor allem im Vergleich zu anderen Ländern.
Weil es für mich persönlich keinen Grund gibt, auf Berlin stolz zu sein (weder als Stadt, noch als Bundesland). Nicht mit dem, was hier unter welchem Herren passiert. Aber im Blick auf Gesamtdeutschland kann ich mich sehr wohl mit Deutschland in seinem Gesamtbild identifizieren. Mich verbinden Kultur und Sprache, Wertvorstellungen und Traditionen. Das ist bei irgendeinem beliebigen anderen Land der Welt nicht der Fall. Aufgrund von vielen Ähnlichkeiten maximal noch Schweiz oder Österreich. Aber ob ich mich dort zuhause fühlen würde, weiß ich nicht. Vielleicht, vielleicht nicht, wobei ein "Wohlfühlen" nicht gleich ein "Zuhausefühlen" ist.

Wohl habe ich mich auch in Florida gefühlt, aber dort leben müssen möchte ich nicht.
 
Also auch wenn das nun leicht OT wird. Aber wenn ich sowas lese kommt mir ja die Galle hoch. Dieser Staat in dem du lebst hat Weltweit mit das beste Sozialsystem. Zudem bietet dieser ach so blöde Staat ein einigermaßen stabiles Umfeld, dass überhaupt eine Wirtschaft ermöglicht. Natürlich baut dieser Staat auch scheiße, aber wenn du die guten Dinge nicht zu würdigen weißt, dann solltest du vielleicht einfach gehen... Das Problem an Leuten wie dir ist, dass sie von anderen (dem Staat) etwas erwarten, aber meist selbst nichts tun (was auch O.k. ist wenn man nicht son Nörgelheini ist). Ein Kollege von mir spendet zum Beispiel immernoch (wie damals im Mittelalter üblich) ein Zehntel seines Bruttogehaltes an Gemeinnützliche Sachen. Ebenso wie seine Eltern. Wenn es dir doch auch soooo gut geht und du so stolz auf deine Leistungen bist, frage ich mich ob du dies auch tust. Oder nur vom Staat forderst hilfsbedürftigen zu helfen. Denn der Staat tut dies schon in dem ihm möglichen Spielrahmen. Aber ich könnte wetten auch wenn du nun gleich was anderes behauptest, dass du nichts wirkliches gegen Elend tust, sondern nur spordadisch wenn man dein schlechtes Gewissen weckt. Freu du dich mal auf das was du alleine erreich hast. Wie du alleine deinen Arbeitgeber hier zum ansiedeln gebracht hat. Wie du alleine ein Marktwirtschaftliches System etabliert hast in dem du alleine dein Gehalt verdienst, usw.

Also das erscheint mir ein bischen pauschalisiert und sehr weit hergeholt.
1. Ist es null Ok etwas zu erwarten und selber nichts dafür zu tun
2. Habe ich nur weil ich der Meinung bin das hier einiges falsch läuft und der Grossteil der Gesellschaft sehr egoistisch und rücksichtslos ist in irgend einer form gesagt das ich seshalb nicht hier leben möchte, ich denke nicht.
3. Die argumantation bezügglich des Solzialsystems hinkt enorm denn nur weil es ein im Vergleich gutes ist heisst das trotzdem nicht das ich damit zufrieden sein muss. Ich denke es ist durchaus gerechtfertigt und auch für die gemeinschaft gut wenn du nicht einfach nur gutes willst für die Leute die mit dir auf einem Fleckchen Erde leben sondern das Beste. Zum zweiten hilft einem kein Staatliches sozialsystem wenn mann die ganze Sache mal Global betrachtet. Jeder der sich ein kleines bischen mit Volkswirtschaft erkennt das die Westlichen Märkte nur durch eine Art Ausbeutung der Länder im Süden der Welt funktionieren d.h.( ich empfehle hierzu das Buch "die Schatten der Globalisierung" vom Josef Stieglitz dem vormaligen Weltbankvize). Ich fühle mich dabei nicht besonders gut und versuche daher aus so wenig wie möglich von staatlicher Seite in Anspruch zu nehmen.
4.Zum Spenden an Gemeinnützige einrichtungen kann ich nur sagen ich unterstütze den Kidskenia e.V. der ein Kinderheim in Kenia aufgebaut hat und duch schaffung einer Örtichen Infrastruktur nun bald in der Lage sein wird sich fast selber zu finanzieren, denn das Problem im allgemeinen ist das mann duch Spenden zur reinen Schadenzbegrenzung die Menschen die diese ampfangen oft in eine abhängigkeitssituation bringt und das ist genauso wie Wirtschaftliche Stiftungen kontraproduktiv. Desweiteren arbeite ich im alternative e.V. mit und leiste sowohl politische wie auch gesellschaftliche arbeit in einem nonkomerziellen Umfeld unsere Überschüsse werden komplett verspendet oder dienen dem Erhalt des Projektes.
5.Es ging mir dabei nicht darum ausschlisslich auf selbst erbrachte Leistungen stolz zu sein ich bin auch durchaus auf alles mögliche andere stolz nur eben nicht auf dieses land.

Ich bitte dich deine Beiträge vorher n bischen mehr zu duchdenken so wie der Photon dann macht die Diskussion mehr spass denn auch wenn ich kein Nationalgefühl empfinde oder stolz auf dieses Land bin so versuche ich doch die dinge hier und anderswo zu verbessern. Sicher tue ich dies aus einem Subjektiven Blickwinkel und gerade bei wirtschaftlichen Punkten darf mann sich sicher streiten aber entscheident ist halt das Menschen versuchen etwas zu verändern anstatt eben einfachnur ihren gemeinnützigen Teil abzudrücken.

Auf etwas stolz zu sein, ist ein inneres Empfinden und muss somit nicht logisch oder kausal begründet werden. Wenn Dein Bruder/Schwester/Sohn/Tochter/Mutter/Vater/Frau etwas erreicht, bist Du dann nicht stolz auf sie/ihn? Ich wäre es. Und ich bin es, obgleich ich zum Erfolg nichts beigertragen habe. Einfach, weil ich mich mit der/demjenigen freue und die Leistung anerkenne.

-eine durchaus interessante Sichtweise und natürlich hast du recht damit.

Wenn man stolz auf sein Vaterland ist, erkennt man damit auch die Leistung derer an, die vor mir in diesem Land wirkten. Und zwar in seiner Gesamtheit, nicht in Einzelfällen. Das Gefühl, mit seinem Vaterland eng verbunden zu sein, verbindet mich dann auch mit diesen Menschen. Es ist die Suche nach Gemeinsamkeiten und ich möchte bitte niemals irgendwann ein "Weltbürger" sein. Denn das ist identitätslos, es ist Wischi-Waschi. Dann kann man ebenso gut sagen: "Ich bin einer von X Milliarden, nüscht besonderes. Ein Niemand". Als Deutscher fühle ich mich deutschen Tugenden verpflichtet, damit ich mit Stolz sagen kann: "Ich bin Deutscher und verdammt stolz darauf, die deutschen Werte und Tugenden in mir weiterzuführen." Und das hat nichts damit zu tun, dass heute die Leute (mich nicht ausgenommen) noch heute klagen wie vor 200 Jahren, nur über andere Sachverhalte.
und genau da setzt jetzt mal meine Kritik an denn genau wie auch stolz ist auch Scham ein Gefühl welhes nicht logisch oder kausal begründet werden kann oder muss. Und alleine die Gerneration, welche jetzt gerade am wegsterben ist erfüllt mich mit einer solchem Menge an Scham das es für 3 Generationen reicht. Etliche Millionen Deutsche haben nichts dagegen unternommen das über 6 millionen Menschen sterben mussten und viele davon haben auch noch aktiv dabei geholfen oder zumindst passivdavon Profitiert, was mich auch gleich zu den Tugenden bringt. Was sind denn nun deutsche Tugenden ist es die Augen vor Verbrechen zu verschliessen wie es auch heute noch sehr oft passiert, ist es heimlich oder ganz offen vom Unglück anderer zu Profitieren Aktiv wie ein Topmanager der etliche entlässt aber sein Gehalt auffüllt oder passiv wie die Aktionäre. Ich denke Tugenden sind personalisiert und überall auf der Welt gibt es Menschen mit solchen und solchen tugenden aufgrund verschiedener Mentalitäten oder gesellschaftlicher normen mögen diese sicher im ein oder anderen Gebiet mehr oder weniger ausgeprägt sein aber ich denke die Große freundschaft gegenüber uns Deutschen ist eher durch unsere Kaufkraft entstanden als durch unser Verhalten. Zum beispiel habe ich noch keinen "schlechten" Inder getroffen denke aber bei einer internationalen Umfrage würden die Inder schlechter abschneiden.



so und zum Rest kann ichnur sagen ich habe nicht ohne Grund an einem solchen Wettstreit nicht teilgenommen, alledings möchte ich noch zur ausreise ohne rückfahrkarte sagen solange nicht alle Menschen die möglichkeit haben herzukommen und sich an unserer Gemeinschaft zu beteiligen bleibe ich hier und kämpfe für sie :p
Denn wirkliche tugenden sind rücksichtnahme mitgefühl und der wille zu helfen
 
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