Geldanlage Aktien - Strategien, Tipps und Smalltalk

Nur: Das Risiko muss Dir bekannt sind (ist es ja auch), nicht nachher jammern, wenn Thyssen und Daimler pleite gehen... 8)
Das wäre ja schaurig, wenn unsere Frau Merkel einem Unternehmen wie der HRE zu Hilfe eilt und dafür solche Traditionsunternehmen pleite gehen lässt... :roll: Wäre es das 1. mal, dass die SPD in Baden Würtemberg regiert? :mrgreen:
 
Das wäre ja schaurig, wenn unsere Frau Merkel einem Unternehmen wie der HRE zu Hilfe eilt und dafür solche Traditionsunternehmen pleite gehen lässt... :roll: Wäre es das 1. mal, dass die SPD in Baden Würtemberg regiert? :mrgreen:

Das hängt wohl erstmal davon ab, wie man bei Opel agiert. Hilft man Opel, muss man allen helfen.

Marty
 
Das hängt wohl erstmal davon ab, wie man bei Opel agiert. Hilft man Opel, muss man allen helfen.
Selbst wenn man Opel nicht helfen würde, glaube ich kaum, dass man über Daimler und Thyssen hinwegsehen kann. Vergleiche man nur einmal die Mitarbeiter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Opel
https://de.wikipedia.org/wiki/ThyssenKrupp
https://de.wikipedia.org/wiki/Daimler_AG

Zumal der Einfluss dieser Unternehmen auf die Politik deutlich größer sein dürfte, als der von Opel, mal von den vielen Mitarbeitern und Zulieferern zu schweigen.

Der Politiker, der es wagen würde, Daimler fallen zu lassen, könnte seine Partei in BW für die nächsten Kandidaturperioden erstmal abschreiben. :mrgreen:
 
Der Politiker, der es wagen würde, Daimler fallen zu lassen, könnte seine Partei in BW für die nächsten Kandidaturperioden erstmal abschreiben. :mrgreen:

Dito für Politiker in Hessen, die OPEL in Rüsselsheim und Rodgau fallen lassen würden. Und in Rheinland Pfalz Kaiserslautern und Pferdsfeld, und in NRW Bochum und in Thüringen Eisenach. Dort ist OPEL jeweils einer der größten Arbeitgeber...

Die Frage ist - Wo zieht man die Grenze? Bei HRE argumentiert man ja damit, dass das ganze Bankensystem um geht, wenn diese Bank pleite ist.
 
Wie hieß es immer wieder beim Thema Opel: "Nicht Systemrelevant".

Wie schon angesprochen ist Opel im Verhältnis zu einem Konzern wie Daimler relativ unbedeutend für die gesamtdeutsche Wirtschaft. Daimler selbst hat 10x mehr Arbeitnehmer als Opel, mal davon abgesehen, wieviele Mitarbeiter in der Zulieferindustrie für Mercedes arbeiten. Klar um die Zulieferindustrie zu vergleichen bräuchte man Abgesetzte Fahrzeuge im Vergleich zueinander, dazu noch, wieviele davon in Deutschland produziert wurden usw.

Aber schauen wir nur mal die Anzahl der Werke von Daimler an, die in Deutschland betroffen wären:

Mercedes Cars
# Werk Stuttgart-Untertürkheim: Motoren, Achsen, Getriebe, Komponenten inkl. Vorbetriebe Gießerei und Schmiede
# Werk Sindelfingen: C-Klasse Limousine, E-Klasse Limousine, E-Klasse T-Modell, CLS-Klasse (basierend auf der E-Klasse), S-Klasse, CL-Klasse (basierend auf der S-Klasse), Maybach 57 und 62, gepanzerte Sonderfahrzeuge
# Werk Rastatt: A-Klasse, B-Klasse
# Werk Bremen: C-Klasse Limousine, C-Klasse T-Modell, E-Klasse Coupe, CLK-Klasse Cabrio, SLK-Klasse, SL-Klasse, ab 2008: GLK
# Werk Düsseldorf: Karosserie- und Montagewerk für Transporter
# Werk Ludwigsfelde: Karosserie- und Montagewerk für Transporter
# Werk Hamburg: Achsen und Komponenten
# Werk Berlin-Marienfelde: Benzin- und Dieselmotoren, Komponenten und Teile

Mercedes Trucks
# Werk Wörth: Actros, Atego, Axor, Econic, Unimog, Zetros
# Werk Mannheim: Nutzfahrzeug- und Industriemotoren, Gießerei
# Werk Kassel: Achsen, Trailerachsen und Gelenkwellen, Komponenten
# Werk Gaggenau und Werkteil Gaggenau in Rastatt: Getriebe, Achsen und Komponenten
# Werk Kuppenheim (Baubeginn 2009): Karosserieteile für LKW und PKW [14]
# EvoBus-Werk Ulm/Neu-Ulm: Setra- und Mercedes-Benz Busse
# EvoBus-Werk Mannheim: Mercedes-Benz Stadtbusse und Überlandbusse Niederflur, Rohkarossen Setra-Reisebuse
# EvoBus-Werk Dortmund: Mercedes-Benz Minibusse (ehemalige Karl Koch GmbH)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Daimler_AG#Produktionsst.C3.A4tten

Dazu kommen noch "Vans, Buses, Other" wozu unter anderem Setra und EADS gehört!

edit: was erschwerend bei Opel hinzukommt: Opel ist kein deutsches Unternehmen mehr. Das Geld was letztendlich in Opel gesteckt wird, bleibt nicht sicher in Deutschland sondern könnte evtl. auch in die USA wandern um den Mutterkonzern zu stützen... Das machen wir doch gerne als dt. Steuerzahler...

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edit: hab mal ne Frage zu den S&P Ratings. Gibt es sowas wie beim Schufarating, wo man sehen kann, wie hoch das statistische Ausfallrisiko ist?

Hab mich heute ein wenig mit der Thyssenanleihe beschäftigt, das Rating von BBB macht mich jetzt in Krisenzeiten ein wenig stutzig.

edti2: das Rating gilt für das Unternehmen, nicht für die Anleihe selbst, oder? Es kann also sein, dass das Rating von Thyssen schon eine Weile zurück liegt und somit nicht mehr aktuell ist, sprich das Risiko sich inzwischen erhöht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
jap, genau aus diesem Grund. Könnte ja sein, dass es eine Statistik gibt, die besagt XX% der Firmen mit AAA Rating konnten Ihre Verbindlichkeiten nicht begleichen.
Das Problem ist, bevor es wirklich so weit kommt werden sie runter geratet, von daher wird es kein Unternehmen geben, das mit AAA Rating Pleite ging. :ugly:
 
Wie ihr wisst habe ich mich mit Privatkrediten beschäftigt, aber jetzt denke ich daran es auch in anderen EU Ländern auszuprobieren. Geht das, als EU Bürger in einem anderen EU Land Privatkredite geben? Kennt jemand eine Seitefür Privatkredite außerhalb, aber die müsste schon Deutsch oder Englisch sein. danke!
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar geht das, was sollte dagegen sprechen. Du kannst weltweit Dein Geld verleihen. Ich würde mich allerdings vorher mit dem Schuldrecht dieser Länder befassen, das Einklagen könnte teuer werden.

Marty
 
Gold kaufen ist am sinnvollsten bei der Bank in kleinen Barren. Im Moment vermute ich aber, dass das auf längere Sicht ein dickes Verlustgeschäft wird.
Dankeschön, war gerade da und wollte erstmal 10 x 20g Barren bestellen. Ging nicht, nix da. :( Ich habe eine Kauforder gemacht, sobald wieder was da ist, wird gekauft, zu gleichen Konditionen. Wenn der Preis weiter steigt muss ich halt abwägen.

P.S.: 20g Barren verhalten sich gut im Preis. Es fängt bei 1g an, was aber als Anlage unfug ist, da ein 1g Barren z.Z. 48 Euro kostet, ein 20g Barren 516 Euro. 50g waren so +- 12xx Euro.
 
An der Börse kostet eine Feinunze ca. 970 Dollar, das entspricht einem 20-gramm-Barren zum Preis von 475 Euro.

Hast Du mal gefragt, was die denn für den Barren, den sie für 516 Euro verkaufen, zahlen, wenn Du den wieder verkaufen wolltest?

Silvior.de verlangt zur Zeit 519 Euro für den 20 Gramm Barren, zahlt aber nur 475 Euro. Das sind mal eben 7% Differenz, die das Gold erstmal im Wert steigen muss.

Marty
 
Meine Bank kauft es zum gleichen Kurs wieder zurück, also haben einen festen Kauf und Verkaufskurs für Kunden. Ich habe nachgefragt. Waren alle recht unbeholfen, weil sonst keiner Gold kauft. 8O

P.S.: Ich mache etwas, wovon alle abraten. Auch das weiß ich. Wenn der Goldpreis fällt, kauf ich einfach nach. Ich brauche das Geld auch nicht. 2 Jahre werde ich recht wenig Geld brauchen.
 
Nein, das wär zuviel der Taten ^^

Aber ich kann dir nur empfehlen, erst zu lernen und dann zu investieren.
Fehler machst du sowieso - machen wir alle ;)
Aber lieber Spielgeld verlieren und wichtige Lektionen lernen, als echtes Geld verlieren.
 
Bingo, du solltest Dich erst einmal mit der Materie beschäftigen, bevor Du investierst! Vor allem rate ich dir die Tageszeitung zu lesen:
https://news.google.de/news?hl=de&q=lehman brothers&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wn

Was genau ein Spread ist, steht hier beschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Spread_(Wirtschaft)

Ansonsten solltest Du dir dringendst ein bisschen Zeit nehmen um das hier zu lesen:
https://boerse.ard.de/idx_finanz.jsp?go=finanzw&p=130

Für alles weiter hilft dieses Lexikon:
https://boerse.ard.de/lexikon.jsp?go=lexikon&p=150

Da Du dich speziell für Gold interessierst solltest Du auch noch diesen Artikel lesen:
https://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/in-gold-anlegen-aber-wie;2144000


Ich hoffe Dich damit vor einem finanziellen Desaster gerettet zu haben. Zu deiner Idee mit dem "einfach nachkaufen" kann ich nur sagen, entweder du planst es gleich als regelmäßige Anlage, wie z.B. einen Sparfonds oder Du änderst deine Strategie.
Nehmen wir an, du kaufst dir jetzt eine Aktie für 2.000 EUR, diese fällt um 50%, danach investierst Du wieder 2.000 EUR, nun fällt die Aktie ein drittes oder viertes mal, woher nimmst Du nun noch das Geld? Oder hast Du ständig 2.000 EUR locker?
Ich habe es in den letzten Monaten ähnlich gemacht, und ich habe einen recht günstigen Durchschnittskurs erzielt, den diese Aktien in den nächsten 24 locker wieder erreichen werden, allerdings sind 24 Monate ein ganz schön langer Horizont und ich habe mich zusätzlich mit anderen, fest verzinslichen Anlagen abgesichert um einen möglichen Verlust noch zu schmälern.
 
Hab mal wieder ne Anleihenfrage:
Gibt es auch Anleihen die Quartalsweise auszahlen? Wenn ja, ist da eine bestimmte zu empfehlen, oder wie kann ich danach suchen?
 
Naja, dann wären meine Geldanlagen etwas liquider und somit auch flexibler. Derzeit wandert immer mehr Geld von meinen Tagesgeldkonten in feste Anlagen. Die einzige Liquidität, die ich noch habe, sind die monatlichen Überweisungen vom Girokonto auf meine Tagesgeldkonten, Dividenden und Zinsen von Festgeldern...
 
Ich behalte mir grundsätzlich mindestens 3 Netto-Gehälter als Reserve auf dem Tagesgeldkonto, das ist liquide. Aber selbst Anleihen sind doch liquide Mittel, ich würde so jede Anlage bezeichnen, die ich innerhalb von 2 Banktagen auflösen kann.

Marty