Geldanlage Aktien - Strategien, Tipps und Smalltalk

Ich denke der Hintergrund hinter dem RWE fall ist die Klage gegen die längeren AKW-Laufzeiten in Karlsruhe. Ich sehe die Sache noch gelassen.
 
Vor dem aktuellen Hintergrund.. Ich denke ich bin nicht der einzige hier, der auf nem Berg von RWE und EON Aktien sitzt ;)

Was gibts grad für überlegungen? Vertkaufe? Halten? Aussitzen?

Ich weiß grad gar nicht wie ich das für unsere Unternehmen einschätzen soll...
 
Ideologisch gesehen müsste man sie abstoßen. Da es aber (fast) so sicher wie das Amen in der Kirche ist, das schwarz-gelb nicht von der Laufzeitverlängerung abrückt, werden sich die Kurse wohl berappeln.

Die Stromversorger sind ja nicht an den Wählerwillen gebunden...
 
Ich weiß grad gar nicht wie ich das für unsere Unternehmen einschätzen soll...

Ich halte keine Aktien der Unternehmen, aber ich bin mir relativ sicher, dass es für den Kurs derzeit nur negativ sein kann.
Langfristig ist ja schon 'ne Menge an negativer Dinge im Kurs enthalten, daher würde ich sagen: Schnell verkaufen oder "lange" aussitzen...
 
Ich sitze das aus, ich habe beide Unternehmen im Depot und bin bereit, jahrelang eine Top-Dividende mitzunehmen. Die Dividende dürfte locker reichen, um meine Energie für das ganze Jahr zu zahlen.

Ideologisch natürlich ein völlig falsches Investment für mich. Aber nur als Aktionär kann ich darauf hinwirken, was diese Unternehmen in Zukunft machen. Und steigende Strompreise werden dann auch durch steigende Kurse kompensiert.

Ich werde die einfach liegenlassen.

Marty
 
Wäre es dann vielleicht sogar gut, jetzt in nächster Zeit Anteile an diesen Energie-Unternehmen zu kaufen?

gesendet von meinem Nexus One
 
Hmmm - wenn jetzt Tatsächlich die ersten Meiler vom Netz gehen...

BTW: Ich hab mich tatsächlich getäuscht und den Faktor "Wahlkampf" wohl unterschätzt... (s. o.)
 
Heute ist wohl für alle Aktionäre ein Tag zum Weinen. :(
Es sei denn, man möchte gerade irgendetwas kaufen...dann bieten sich in dieser Woche wohl noch ausgezeichnete Einstiegskurse!
 
Ich sitze das aus, ich habe beide Unternehmen im Depot und bin bereit, jahrelang eine Top-Dividende mitzunehmen. Die Dividende dürfte locker reichen, um meine Energie für das ganze Jahr zu zahlen.

Ideologisch natürlich ein völlig falsches Investment für mich. Aber nur als Aktionär kann ich darauf hinwirken, was diese Unternehmen in Zukunft machen. Und steigende Strompreise werden dann auch durch steigende Kurse kompensiert.

Ich werde die einfach liegenlassen.

Marty
Dem kann ich nichts hinzufügen. Im Gegenteil, ich bin gerade dabei meinen RWE Anteilen noch etwas EON beizumischen, da diese bei den Emissionszertifikaten wohl etwas besser dastehen als RWE.

Was die Zukunft angeht, sehe ich der Sache gelassen entgegen
16.03.2011 12:50
Deutsche Bank hebt Ziel für RWE auf 47 Euro - 'Hold'

Die Deutsche Bank hat das Kursziel für RWE nach der Stilllegung einiger deutsche Kernkraftwerke von 45,00 auf 47,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Der Markt reagiere mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Kernkraftdebatte zu negativ, schrieb Analyst Alexander Karnick in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Die betroffenen Kraftwerke dürften zwar dauerhaft vom Netz gehen, doch werde das durch steigende Strom- und Gaspreise mehr als kompensiert. Unter dem Strich habe er die Gewinnprognosen je Aktie um ein bis zwei Prozent angehoben.

AFA0036 2011-03-16/12:47
Quelle: https://www.finanznachrichten.de/na...k-hebt-ziel-fuer-rwe-auf-47-euro-hold-322.htm

Bei meiner Münchner Rück sehe ich das ähnlich. Die Versicherungen werden in Zukunft teurer werden. Im Prinzip hat die Branche auf so eine Katastrophe gewartet, so wie ich das bisher gelesen habe, um endlich die Preise anzuheben. Außerdem leidet der Kurs der Munich Re derzeit auch unter dem Druck der Nachrichten. Der größte Teil der Katastrophe, der Super-GAU, dürfte der Munich Re nichts kosten, da diese Risiken einfach nicht über Versicherungen versichert sind.
 
Guten Abend allerseits,

ich weiß nicht, ob das hier schon einmal diskutiert wurde (konnte in den letzten 20 Seiten nichts finden), aber wie steht ihr Bonuszertifikaten gegenüber?

Ich bin im konkreten Fall am überlegen zwischen Linde Aktien und dem Bonuszertifikat auf Linde mit der WKN UB4Y2R. Kurzer Überblick dazu:

Aktueller Kurs Linde AG: 107.65

Untergrenze: 88,0000 EUR
Bonus-Schwelle: 177,0000 EUR
Cap: nein
Bewertungstag(e):27.12.2013
Geld: 110.11

Mir ist bewusst, dass der Verlust beim Bonuszertifikat höher wäre als bei der normalen Aktie und auf die Dividendenzahlung verzichtet werden müsste.
Für mich wären das allerdings hinnehmbare Bedingungen für die Bonusschwelle und die Untergrenze.

Dennoch wäre dies mein erstes Derivat im Depot und deswegen wollte ich hier nochmals nachfragen was es zu beachten gäbe oder ob hier ein Griff zur Aktie näher liegen würde.

Besten Dank bereits im Voraus
Pete
 
Habe leider gerade keine passende Empfehlung zu Linde, aber wollte mal meine letzte Anlage breittreten:

Habe gestern Freenet-Aktien gekauft. Gründe:
1) Gigantische Dividendenrendite von fast 12 %
2) Kursabsicherung durch Dividende und stabile Erträge
3) Erwartete Kurssteigerung durch bessere Vernetzung von Mobilcom und Debitel sowie Ausweitung des Online-Vertriebs und der Überzeugung, dass der Titel "mangels Zukunftsphantasien" zu stark abgestraft wurde
 
Danke für die Antwort. Bei der Frage ging es aber eher um den Vergleich vom Bonuszertifikat mit der Aktien. Das Linde Investment ist bei mir sicher (da hat mich mein Prof. überzeugt :D)
 
Danke für die Antwort. Bei der Frage ging es aber eher um den Vergleich vom Bonuszertifikat mit der Aktien. Das Linde Investment ist bei mir sicher (da hat mich mein Prof. überzeugt :D)

War auch keine direkte Antwort auf deinen Post, sondern eher allgemein.
Hoffe, dass jemand anderes dir bei deiner Auswahl helfen kann.
 
Aktueller Kurs Linde AG: 107.65

Untergrenze: 88,0000 EUR
Bonus-Schwelle: 177,0000 EUR
Cap: nein
Bewertungstag(e):27.12.2013
Geld: 110.11
Sieht gut aus, wenn Du Linde in 3 Jahren keine 50% Kurssteigerung zutraust und gleichzeitig auch keinen Einbruch in dieser Zeit.

Bei 50% Steigerung kauft man besser die Aktie wegen der zusätzlichen Dividende. Bei einem Einbruch unter 88 Euro ist das Zertifikat ja quasi bewertet wie die Aktie abzügl. Dividende.

Weiter beachten solltest Du den Emittenten. Geht der pleite, gibts nichts.

Bonuszertifikate sind dann gut, wenn man von einer abnehmenden Volatilität einer Aktie ausgeht, dann steigt sogar der Kurs, wenn die Aktie sich gar nicht bewegt.

Am besten sind, wie jetzt gerade, Aktien, die gerade stark geschwankt sind, sich jetzt aber beruhigen.

Achtung, 88 Euro ist nicht so weit weg. Ein Japan-Sog an der deutschen Börse...

Zu Freenet: Hm, persönlich kein Favorit bei mir. Kein Alleinstellungsmerkmal, Massenanbieter in einem Nachfragermarkt. Zahlen quasi ihren gesamten Gewinn an Dividende...

Marty
 
Danke für die Hilfe Marty. Hat die Entscheidung zu Gunsten der Aktie nun doch erleichtert.

Was ich noch ganz generell zum Bonuszertifikat fragen wollte, wie ist dort um die Liquidität bestellt, falls einmal die Schwelle unterschritten werden sollte?

Was ich nämlich verwunderlich finde, ist das Bonuszertifikat auf die Hannover Rück mit der WKN UB4YW6. Untergrenze ist zwar mit 32.00 nur ~10% weg (was bei der aktuellen Lage schnell erreicht sein könnte) allerdings würde ich doch auch kaum Verlust machen bei einem aktuellen Geldkurs von 32.92 wenn ich das Zertifikat wieder verkaufen könnte oder wie verhält sich der Geldkurs genau, wenn die Grenze von 32.00 unterschritten wird? Sprunghafter Knick nach unten wäre für mich momentan die logischste Folge, aber stimmt das auch so?

//Edit:

Habe mich da gerade etwas zu sehr von der OnVista Seite ablenken lassen. Sind tatsächlich natürlich mehr als 10% zur Untergrenze und die 32.92 werden nur als Emmitentenkurs angezeigt während Stuttgart und Scoach mit ~37 Euro dastehen
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich noch ganz generell zum Bonuszertifikat fragen wollte, wie ist dort um die Liquidität bestellt, falls einmal die Schwelle unterschritten werden sollte?
Ein guter Emittent stellt auch dann noch regelmässig vernünftige Kurse. Vermutlich wird die Realtime Versorgung für Onvista dann eingestellt, wenn Du aber verkaufen willst, wird der Emittent ausserbörslich einen realen Kurs stellen.

wie verhält sich der Geldkurs genau, wenn die Grenze von 32.00 unterschritten wird? Sprunghafter Knick nach unten wäre für mich momentan die logischste Folge, aber stimmt das auch so?
Sprunghaft nicht, der innere Wert ist ja dann exakt dem Wert der Aktie abzüglich der erwarteten Dividende. Und der Kurs wird schon in die Richtung gehen, bevor die Schwelle erreicht ist. Das sieht man ja bei dem Hannover Rück Zertifikat, es liegt jetzt schon unter Aktienkurs, obwohl die Schwelle nicht erreicht ist.

Marty
 
Ich habe einen Beitrag zur Diskussion über die Versorger. Diese Übersicht (aus urheberrechtlichen Gründen verzichte ich doch lieber darauf, den Scan hier zu veröffentlichen. Wer es gerne lesen möchte, darf mir gern eine PN mit seiner Emailadresse schicken) in der Financial Times hat mir eines klar vor Augen geführt. In der Welt stehen unzählige Atomkraftwerke und trotz der Entwicklung in Japan denken nur die allerwenigsten Länder (Deutschland und Schweiz) an eine Reduktion ihrer Atomenergie. Die meisten Statements lauteten "wir bauen aus, aber ziehen Lehren aus Japan, so dass sowas bei uns dann nicht passiert.". Vor diesem Hintergrund glaube ich inzwischen, dass das Moratorium nur ein kurzfristiges Instrument zur Wählerstimmensicherung darstellt und dass es keinen beschleunigten allgemeinen Atomausstieg in Deutschland geben wird. Einzelne Meiler könnten eher abgeschaltet werden (ich bin echt gespannt, ob es wirklich so kommt oder ob die Betreiber jetzt nur die Show mitspielen, indem sie sagen "Naah, mit den hohen Sicherheitsauflagen rechnet sich das nicht mehr". Letztlich möchte doch jetzt ohnehin niemand etwas anderes hören und später sagt man dann, man hat nachgerechnet und es lohnt sich doch.), aber was Kernkraft per se angeht, glaube ich nicht, dass Deutschland eine radikale Sonderposition bezieht.
Ich rechne eher mit positiven Nachrichten, was den betreffenden Versorgern dann auch wieder etwas Auftrieb verschaffen sollte (je nach dem, wie viele das so sehen wie ich :))
 
Zuletzt bearbeitet:
Unser Minister Brüderle hat ja offen zugegeben, dass das Thema nur Wählerblendung war. Mehr dazu ist der Tagespresse zu entnehmen.

Ich persönlich würde gerne noch bei E.ON einsteigen, allerdings befürchte ich, falls es wirklich zu einem Super GAU in Japan kommen sollte, dass die Aktien nochmals deutlich abfallen könnten. Also erstmal abwarten.