Ist das eine Tatsache oder eine Befürchtung der AfD? Oder möchte man sie aus anderen Gründen nicht dabei haben?
Tatsache. [1][2][3]

Die Banken machen wieder prima Profit, von dem sie natürlich nichts abgeben müssen und sind beim nächsten Mal wieder "too big to fail". Steuerzahler trägt Verluste, Privatleute schnappen Gewinne? Ist das Deine Auffassung von Freiheit?
Nein, ist es nicht. Um ganz ehrlich zu sein, war ich anfangs sogar der Ansicht, man sollte die Banken fallen lassen. Wie man es mit jedem anderen Unternehmen auch macht, dass Scheiße zusammen gewirtschaftet hat. Ok, inzwischen habe ich eingesehen, dass Banken einen gewissen Sonderstatus haben. Auch in Hinblick dessen, dass man ja überlegt, ob man nicht das teure Bargeld abschaffen sollte. Dann werden Banken unabdingbar. In diesem Punkt bin ich ein ganz großer Linker, denn hier muss es eigentlich mindestens eine staatliche Alternative geben. Also entweder eine Bank verstaatlichen oder eine staatliche Bank als Alternative zu den Privatbanken etablieren (von mir aus kann den Job die Bundesbank übernehmen, irgendwann die EZB).

[EU] Man hat aufgehört, an der großen Idee weiter zu arbeiten und sich statt dessen in Kleinkram verzettelt. Daneben hat man die Wirtschaftsinteressen vor alles andere gesetzt. Das war so auch nie geplant, wenn es auch durchaus einen nicht unwichtigen Teilaspekt betrifft.
Schön und gut. Das ist die weichgespülte Umschreibung der Realität. Und in der Konsequenz stehst Du trotzdem zu und hinter diesem Konstrukt? Nicht hinter dem Konstrukt, wie es mal gedacht war, sondern so wie es ist?

Wer will uns denn angreifen? 8O
Im Augenblick wohl niemand. Aber die Stimmung heizt sich an der Flüchtlingskatastrophe auf. Die armen Länder, denen die Grenzsicherung Europas obliegt, sollen in die Pflicht genommen werden. Sie dürfen aber nicht schießen und nicht abwehren, sondern müsten laut Dublin III-Abkommen aufnehmen und bei sich behalten. Damit wäre Deutschland dann aus dem Schneider. Aber es ist wohl nachvollziehbar, dass das die Länder nicht mal halb so sexy finden, wie etwa Deutschland. Griechenland droht die Isolation, Türkei nutzt die Gunst der Stunde, sich in die EU zu mogeln. Und falls das nicht klappt, dann will man wenigstens reichlich Geld abgezogen haben. Und falls die Türkei es doch in die EU schaffen sollte, dann stellt sich noch immer die Frage, was da mit Nordzypern wird. Also das, was Putin mit der Krim gemacht hat zum Quadrat. Nur wird die Türkei nicht in gleichem Maße attackiert. Aber egal, kann ja die AfD nichts dafür.

Aber ein "Friedensgarant" ist die EU ganz und gar nicht und war es nie. Ich würde eher behaupten, dass es eine Gladiatorenarena ist, aus der nicht jeder lebend heraus kommen wird. Im Sinne eines Friendens innerhalb Europas sollte die EU ganz schnell abgeschafft werden.

[Gemeinsame Regierung, Kassen, Gesetze] Dem würde ich, im Ergebnis, zustimmen. Aber das ist nicht so einfach durchzusetzen, nicht zuletzt wegen des Widerstandes der Konservativen in den Mitgliedsstaaten. ;) Mir würde es reichen, endlich wieder ernsthaft daran zu arbeiten, statt zu versuchen mit allen Mitteln Großbritannien auf Linie zu bekommen oder gefährliche Abkommen mit den USA zu verhandeln...
Ach, das ist doch jetzt viel zu spät. Ohne Flüchtlinge wäre das vielleicht noch machbar, aber jetzt undenkbar.

Und dann ist die Frage, ob jedes Land seine Souveränität aufgeben will. Ich will nicht ein "Bundesland" der EU sein. Ich will allerings auch gar keine EU. Ich finde es viel schöner, wenn jedes Volk so leben kann, wie es ihm gefällt. Das eine Volk will eine Todesstrafe, das andere nicht. Das eine will dies besteuern, das andere lieber was anderes. Das eine Volk möchte lieber an kulturellen Traditionen festhalten, das andere halt nicht. Die einen definieren sich gern über die Religion, die anderen hätten lieber einen säkularen Staat. Ich fände es völlig falsch, so vielen verschiedenen Völkern mit völlig unterschiedlicher Geschichte, Kultur und Werten eine gemeinsame Regierung, Werte und Kultur aufzwingen zu wollen. Würden auch die Leute in den Ländern zum Glück nicht mitmachen.

Ok, lese ich heute zum ersten Mal, deshalb danke für den Link. Naja, nur ein weiterer Grund mehr, dass die Christen, aber vor allem die Moslems die Zeit bis zur Wahl auf den Knien verbringen und dafür beten sollten, dass Trump nicht das Rennen macht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Tja. Auch unter Journalisten soll es fehlgeleitete Menschen geben. Bedeutet aber noch nicht dass alle Journalisten die AfD gefährden wollen, indem sie recherchieren.

[...] Schön und gut. Das ist die weichgespülte Umschreibung der Realität. Und in der Konsequenz stehst Du trotzdem zu und hinter diesem Konstrukt? Nicht hinter dem Konstrukt, wie es mal gedacht war, sondern so wie es ist? [...]

Jein. Ich finde es furchtbar, wie es im Augenblick läuft. Aber ich glaube, dass man die ursprüngliche Idee vergessen kann, wenn man jetzt zurückrudert. Und das würde ich nicht wollen.

Hinzu kommt: Du malst wilde Szenarien an die Wand, was passieren wird, wenn noch mehr Flüchtlinge kommen. Ich höre noch wildere Szenarien, was wirtschaftlich passiert, wenn wir die EU auflösen. Und das kommt aus allen Ecken der wirtschaftlichen Experten, gleich welcher Couleur (abgesehen natürlich von Herrn Lucke und seinen Befürwortern).

[...] Aber ein "Friedensgarant" ist die EU ganz und gar nicht und war es nie. Ich würde eher behaupten, dass es eine Gladiatorenarena ist, aus der nicht jeder lebend heraus kommen wird. [...]

Naja. Das wir eine homogene Region ohne jegliche Probleme sind, hat wohl nie jemand behauptet (ich jedenfalls nicht). Und dass das mit der Osterweiterung nicht besser werden würde und viel zu früh war (Zugeständnis an die Wirtschaft ;) ) ist auch geschenkt. Aber immerhin tragen die Europäer ihre Problemchen seit langer Zeit ihre Streitigkeiten mit Worten aus statt mit Waffen. Ich sehe daher Dein kriegerisches Szenario nicht am Horizont. Tut mir leid?

[...] Und dann ist die Frage, ob jedes Land seine Souveränität aufgeben will. Ich will nicht ein "Bundesland" der EU sein. Ich will allerdings auch gar keine EU. Ich finde es viel schöner, wenn jedes Volk so leben kann, wie es ihm gefällt. [...]

Die Frage ist, ob sich das in einer sich immer weiter vernetzenden Welt tatsächlich machen lässt. Dabei lasse ich jetzt die ohnehin global arbeitende Wirtschaft mal völlig außen vor. Oder ob man nicht eigentlich von der Realität längst überholt wurde. Und wer bitte ist eigentlich dieses "Volk"? Zumindest in Deutschland ist die Bevölkerung doch mittlerweile dermaßen heterogen, dass man kaum noch gemeinsame Werte aufstellen kann, die wirklich jeder unterzeichnen würde.

Deswegen greift ja die AfD offenbar in ihrem Landtagswahlprogramm Sachsen-Anhalt zu Vorschriften betreffend die kulturellen Einrichtungen. Damit die "guten deutschen" Kulturinhalte nicht verloren gehen (Diese Info habe ich aus der heute-show und nicht gegengecheckt, würde mich aber nicht überraschen, wenn das so richtig ist). Insofern würde die Freiheit der Kulturschaffenden unter einer Regierung mit der AfD direkt mal leiden. Warum?

[...] Ok, lese ich heute zum ersten Mal, deshalb danke für den Link. Naja, nur ein weiterer Grund mehr, dass die Christen, aber vor allem die Moslems die Zeit bis zur Wahl auf den Knien verbringen und dafür beten sollten, dass Trump nicht das Rennen macht.

Wie gesagt, ich bin auch nur guter Hoffnung. Bei den Amis weiß man nie... :ugly:
 
Und wo ist dann nun Tatsache? Junge Freiheit? *hust* (nützliches Organ der neuen Rechten) ein Kommentar von Hans Meyer, nun gut. Und die Welt wiederholt auch nur die Anschuldigungen von der AfD. Eventuell habe ich eine andere Definition von "Tatsache" nämlich das es mindestens ein Fall oder mehrere es gibt wo Röpke Material an Antifa/autonome weiterleitete, wie z.B. die sächsische Polizei an die AfxxgiNPDa1%
Also mehr als Vorwürfe scheinen es wohl weiterhin nicht zu sein. :roll:


Im Augenblick wohl niemand. Aber die Stimmung heizt sich an der Flüchtlingskatastrophe auf. Die armen Länder, denen die Grenzsicherung Europas obliegt, sollen in die Pflicht genommen werden. Sie dürfen aber nicht schießen und nicht abwehren, sondern müsten laut Dublin III-Abkommen aufnehmen und bei sich behalten. Damit wäre Deutschland dann aus dem Schneider.
Auch hier rate ich bDir einmal mehr Dublin-III genau zu lesen. Die EU-Grenzen jener EU-Länder sind zu schützen. Flüchtlinge erstmal ankommen zu lassen und zu registrieren. ABER DANACH ist dies ein europ. Problem, wo nämlich die Weiterleitung der Flüchtlinge enthalten ist.
Nur und da liegst Du richtig wurde dies bis Anfang/Mitte letzten Jahres, vor allen Dingen von den nord-/mitteleurop. Staaten in Europa abgelehnt und Staaten wie Italien und Griechenland alleingelassen. Bis sie eben Druck aufbauten und eben die Leute ziehen liessen und später nicht einmal mehr registrierten. Aber das Thema haben wir wieder alle 1-2 Monate und Du schaffst es weiterhin nicht dies beizubehalten.
 
[...] Nur und da liegst Du richtig wurde dies bis Anfang/Mitte letzten Jahres, vor allen Dingen von den nord-/mitteleurop. Staaten in Europa abgelehnt und Staaten wie Italien und Griechenland alleingelassen. [...]

Das ist aber im Ergebnis dasselbe, oder nicht? Und noch dazu ein weiterer tatsächlich begangener Rechtsbruch. Ich frage mich ernsthaft, wie lange die Bürger eigentlich noch glauben sollen, dass Gesetze und Verträge etwas verbindliches sind, wenn sich in Politik und Wirtschaft niemand mehr daran festhalten lassen will.
 
Jein. Ich finde es furchtbar, wie es im Augenblick läuft. Aber ich glaube, dass man die ursprüngliche Idee vergessen kann, wenn man jetzt zurückrudert. Und das würde ich nicht wollen.
Ich hingegen vertrete die Ansicht, dass man jetzt erstmal die Notbremse ziehen muss und irgendwann (von mir aus auch erst in 100 Jahren) unter günstigeren Vorzeichen nochmal anfangen kann mit Blick auf Vermeidung von Fehlern, die diesmal gemacht wurden.

Hinzu kommt: Du malst wilde Szenarien an die Wand, was passieren wird, wenn noch mehr Flüchtlinge kommen. Ich höre noch wildere Szenarien, was wirtschaftlich passiert, wenn wir die EU auflösen. Und das kommt aus allen Ecken der wirtschaftlichen Experten, gleich welcher Couleur (abgesehen natürlich von Herrn Lucke und seinen Befürwortern).
Na es ist doch wohl klar, dass die Wirtschaft alles will, nur eben nicht die EU aufgeben. Die internationalen Großkonzerne sind ja auch die einzigen, die davon nach wie vor profitieren. Zollunion, keine Umrechnungskurse, Reisefreiheit, ... Also mir ist völlig klar, dass jeder international tätige Konzern jeden Hebel in Bewegung setzen wird, die EU zu erhalten. Aber das heißt nicht, dass es Staaten und Völkern gleichsam gut tut.

[...] Und wer bitte ist eigentlich dieses "Volk"? Zumindest in Deutschland ist die Bevölkerung doch mittlerweile dermaßen heterogen, dass man kaum noch gemeinsame Werte aufstellen kann, die wirklich jeder unterzeichnen würde.
Ok, also wie immer gilt: "Alle" sind natürlich nicht "alle", sondern höchstens Mehrheiten. Es soll ja sogar Deutsche geben, die Deutschland hassen. Es gibt auch Leute, die essen ihre eigenen Fäkalien. Ein Volk ist immer bunt gemischt und trotzdem gibt es für dieses oder jenes Mehrheiten. Es ist somit auch gar nicht nötig, dass alle unterschreiben.

Aber gehen wir mal ins Detail. Wir hier in Europa teilen viele Ansichten und Werte, Architektur, Religion und Geschichte - die Türkei dabei ausdrücklich ausgeschlossen. Und trotzdem gibt es Unterschiede, auch wenn sie nicht so tiefgreifend und offensichtlich wie etwa mit Asien, dem arabischen oder afrikanischen Raum. Aber wenn die Mehrheit der Menschen in Weißrussland die Todesstrafe haben will, wer sind wir denn, es ihnen versagen zu wollen? Wenn wir hier einen Anti-Gentechnik-Nahrungsmittelproduktion-Konsens schließen, aber andere eher darauf setzen wollen, dann müssen die sich beugen oder wir? Was soll der Quatsch? Deswegen soll jedes Volk entscheiden, wie es leben will. Und wenn es ein Kalifat ist, während wir eher die Trennung zwischen Staat und Religion leben. Leben und leben lassen!

Deswegen greift ja die AfD offenbar in ihrem Landtagswahlprogramm Sachsen-Anhalt zu Vorschriften betreffend die kulturellen Einrichtungen. Damit die "guten deutschen" Kulturinhalte nicht verloren gehen (Diese Info habe ich aus der heute-show und nicht gegengecheckt, würde mich aber nicht überraschen, wenn das so richtig ist). Insofern würde die Freiheit der Kulturschaffenden unter einer Regierung mit der AfD direkt mal leiden. Warum?
Ich kenne die aktuelle Ausgabe der heute-show nicht und weiß auch nicht, was Du meinst. Aber sich aus der heute-show oder einer anderen Satire-Sendung eine Meinung zu bilden, ist - naja, mindestens "suboptimal". Weil das nämlich eine bereits vorgekaute und publikumsgerecht aufgearbeitete Unterhaltung ist. Satire erhebt auch gar keinen Anspruch darauf, neutral zu sein oder ein halbwegs vollständiges Bild zu vermitteln. Es ist per Definition schon subjektiv und dient in erster Linie der Unterhaltung, statt der politischen Bildung. Insofern sollten wir solche Quellen vielleicht eher unbeachtet lassen.
 
Und wo ist dann nun Tatsache? Junge Freiheit? *hust* (nützliches Organ der neuen Rechten) ein Kommentar von Hans Meyer, nun gut. Und die Welt wiederholt auch nur die Anschuldigungen von der AfD. Eventuell habe ich eine andere Definition von "Tatsache" nämlich das es mindestens ein Fall oder mehrere es gibt wo Röpke Material an Antifa/autonome weiterleitete, wie z.B. die sächsische Polizei an die AfxxgiNPDa1%
Also mehr als Vorwürfe scheinen es wohl weiterhin nicht zu sein. :roll:
Ohne jetzt näher oder gar ernsthaft auf Dich einzugehen, aber eine Sache fasziniert mich immer wieder von Neuem. Wenn Medien berichten, ist es für Dich keine Tatsache. Wenn Du hingegen wilde Assoziationen konstruierst zwischen AfD, Pegida, NPD und was-weiß-ich-noch wem, wo selbst Verschwörungstheoretikern schwindelig wird, dann ist es Tatsache. :ugly:

Du bist schon ein gar lustiger Zeitgenosse ;)
 
Ich hingegen vertrete die Ansicht, dass man jetzt erstmal die Notbremse ziehen muss und irgendwann (von mir aus auch erst in 100 Jahren) unter günstigeren Vorzeichen nochmal anfangen kann mit Blick auf Vermeidung von Fehlern, die diesmal gemacht wurden. [...]

Okay. Hat jeder seinen Standpunkt mal deutlich gemacht. Wir werden sehen, was sich letztendlich durchsetzt. ;)

[...] Na es ist doch wohl klar, dass die Wirtschaft alles will, nur eben nicht die EU aufgeben. Die internationalen Großkonzerne sind ja auch die einzigen, die davon nach wie vor profitieren. [...]

Na gut, aber wenn es nun nicht nur interessengeleitete Standpunkte sind, sondern diese mit harten Fakten untermauert werden? Ich jedenfalls habe mir das von befreundeten Wirtschaftlern versichern lassen. Ist das Risiko für Deinen Wohlstand da nicht wesentlich größer, oder zumindest ähnlich groß wie bei der Einwanderung?

[...] Ok, also wie immer gilt: "Alle" sind natürlich nicht "alle", sondern höchstens Mehrheiten. [...]

Gut. In Ordnung. Solange wir eben dann dabei beiben, dass jeder trotzdem seine persönliche Freiheit behält, seine eigenen Vorstellungen wenigstens privat zu verwirklichen.

[...] Ich kenne die aktuelle Ausgabe der heute-show nicht und weiß auch nicht, was Du meinst. Aber sich aus der heute-show oder einer anderen Satire-Sendung eine Meinung zu bilden, ist - naja, mindestens "suboptimal". [...] Insofern sollten wir solche Quellen vielleicht eher unbeachtet lassen.

Tja, oder auch nicht. Das hier war eins zu eins in der Show Thema (Habe ich gerade aus dem Wahlprogramm der AfD Sachsen Anhalt kopiert):

2.8.2 Identitätsstiftende Kulturpflege statt nichts sagender Unterhaltung!

Museen, Orchester und Theater sind in der Pflicht, einen positiven Bezug zur eigenen Heimat zu fördern. Die Bühnen des Landes Sachsen-Anhalt sollen neben den großen klassischen internationalen Werken stets auch klassische deutsche Stücke spielen und sie so inszenieren, dass sie zur Identifikation mit unserem Land anregen.


Das bedeutet doch nichts anders als den Wunsch sich in die Freiheit der Theaterschaffenden einmischen zu wollen, oder siehst Du das anders?
 
Ohne jetzt näher oder gar ernsthaft auf Dich einzugehen, aber eine Sache fasziniert mich immer wieder von Neuem. Wenn Medien berichten, ist es für Dich keine Tatsache. Wenn Du hingegen wilde Assoziationen konstruierst zwischen AfD, Pegida, NPD und was-weiß-ich-noch wem, wo selbst Verschwörungstheoretikern schwindelig wird, dann ist es Tatsache. :ugly:

Du bist schon ein gar lustiger Zeitgenosse ;)
Im Gegensatz zur AfD bin ich aber keine Person des öffentlichen Lebens. Und schon gar nicht gebe ich irgendwelche Entscheidungen zur Pressemöglichkeit oder eben nicht ab. Den Unterschied erkennst Du?
Und btw. spricht ja nicht die Presse davon AfxxgidNPDa1%, so wie Du versuchst mit 3 Quellen bei Röpke darzulegen, sondern nur ich. Und ich darf doch noch meine Meinung äussern oder etwa nicht? Und btw. ich kann meine Aussagen auch noch konkret mit Quellen/Belegen von AfD, patriot. Plattform, xxgida, NPD, 1% etc. belegen. Deine Quellen legen aber dies nicht Nahe. Finde den Unterschied.

Das ist aber im Ergebnis dasselbe, oder nicht? Und noch dazu ein weiterer tatsächlich begangener Rechtsbruch. Ich frage mich ernsthaft, wie lange die Bürger eigentlich noch glauben sollen, dass Gesetze und Verträge etwas verbindliches sind, wenn sich in Politik und Wirtschaft niemand mehr daran festhalten lassen will.
Nicht unbedingt. Wer bis Anfang/Mitte des letzten Jahres sich darauf ausruhte das Dublin-III umgegangen wird, sollte heute nicht mit mimimi anfangen wenn die EU-Grenzstaaten den Druck auf die restl. europ. Staaten erhöht. Genauso könnten nun Deutschland, Schweden, Schweiz und Co. da mitmachen um Staaten wie Slowakei, Polen etc. mit einer grossen Mehrheit in der EU zu "beschäftigen" nur das scheint man wohl nicht zu wollen. Ein Grund ist natürlich das jeder sein eigenes Süppchen dabei kocht bzw. kochen will.

Nur ich bin ein Anhänger vom konsequentem Vorgehen, sprich wer bis Anfang/Mitte des letzten Jahres schwieg und sich erfreute das man sich nicht um die Flüchtlinge grossartig kümmern müsste, weil jene Staaten zu klein und Druckmittel hatten, sollte heute erst Recht die Beine still halten diesbezüglich und dafür nach anderen Lösungen, GEMEINSAMEN Lösungen suchen. So sehe ich zumindest Europa.


Und bezüglich dem Wahlprogram der AfD, hatten wir ja schon die kruze Analyse zu Photon's Wünschen und der erheblichen Diskrepanz zur Afd, das Thema und sehr wenigen was ihn überzeugt ist halt die Haltung zu Asylpolitik.
 
Im Gegensatz zur AfD bin ich aber keine Person des öffentlichen Lebens. Und schon gar nicht gebe ich irgendwelche Entscheidungen zur Pressemöglichkeit oder eben nicht ab. [...]

Ist doch in dem Fall Wurst, ob es stimmt oder nicht. Von einer Journalistin auf viele oder gar alle zu schließen ist doch schon falsch.

[...] Nicht unbedingt. [...]

Wozu schließt man denn nach wochenlangen Beratungen und Abstimmungen Verträge, wenn man die nachher nicht einhält? Was in den Verträgen steht, interessiert doch dann irgendwann wirklich keine Sau mehr. Und wenn man Verträge schon nicht einhält, warum soll man sich denn dann an Gesetze halten...

Und ob das Problem nun existiert, weil die Verträge falsch formuliert waren, oder weil man sich eben nicht daran gehalten hat ist einerlei. Das Problem hat man sich selbst gestrickt und man muss da nun eben wieder raus (vorzugsweise mit eine Einigung, die dann auch wirklich umgesetzt wird, sonst können wir uns die Verhandlungen nämlich in Zukunft auch gleich schenken).

Aufgrund solcher Vorgänge kommt es z.B. auch immer häufiger vor, dass ich nur ein abschätziges Lächeln ernte, wenn ich betone, dass die Grundrechte (jedenfalls in ihrem Wesensgehalt) nicht angetastet werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist doch in dem Fall Wurst, ob es stimmt oder nicht. Von einer Journalistin auf viele oder gar alle zu schließen ist doch schon falsch.
Also Deine Frage hatte ich schon entgegen genommen das Du hinterfragst ob Röpke nachweislich Antifa Daten/Bilder durchgestochen hat oder nicht. Die Frage war dann aber wohl doch anders gestellt?

Wozu schließt man denn nach wochenlangen Beratungen und Abstimmungen Verträge, wenn man die nachher nicht einhält? Was in den Verträgen steht, interessiert doch dann irgendwann wirklich keine Sau mehr. Und wenn man Verträge schon nicht einhält, warum soll man sich denn dann an Gesetze halten...
Das ist natürlich völlig richtig. Und macht natürlich die Politik als solches nichts besonders vertrauter. Es riecht wieder einmal nur danach das ein paar ihren Egoschiene durchgesetzt haben.


Und ob das Problem nun existiert, weil die Verträge falsch formuliert waren, oder weil man sich eben nicht daran gehalten hat ist einerlei. Das Problem hat man sich selbst gestrickt und man muss da nun eben wieder raus (vorzugsweise mit eine Einigung, die dann auch wirklich umgesetzt wird, sonst können wir uns die Verhandlungen nämlich in Zukunft auch gleich schenken).
Solange die kleinen Staaten keine wirkliche Möglichkeit haben sich gegen Zuwiderhandlungen der grossen, "reichen" nord-/mitteleurop. Staaten zu stellen oder rechtlich vorzugehen, wird es auch weiterhin so gehen. Im jetzigen Fall eben GB und Türkei. Letztere ist dabei nicht mal in der EU.
Aber wie so oft gilt: wo kein wirklich Kläger da auch kein Richter.
 
Schon mal informiert, zur Südtürkei, Libanon allgemein? Und warum willst Du anderen Ländern bis zu 30% Flüchtlinge aufbürden und selbst in Deutschland bei 1/80 schon nach Gefahr des Bestands Deutschlands faseln? Das Asyl ein Menschenrecht ist, ist international, nicht nur in der Nähe des jeweiligen Landes wo Krieg geführt wird.

Ja, hab ich. Und ich sage dir ganz ehrlich, die Leute, die dort im Libanon zB. festsitzen, sind die waren armen Schweine, die sich keine 8000€ teure Überfahrt leisten können. Gerade diesen Menschen sollten wir eigentlich unser Hauptaugenmerk widmen, nicht den Leuten mit den falschen Syrischen Pässen. Ich habe weiter oben schon geschrieben, dass man da mit ein paar Milliarden € Hilfsgeldern Zustände schaffen könnte, die mehr als nur ertäglich sind. Aber offenbar gibt es einen anderen Plan.

Genau das meine ich, wir sind angeblich mit 1/80 schon an unserer Grenze, wollen aber Hunderttausende oder Millionen noch den Anrainerstaaten...

OK. Aber wie sieht es denn in sagen wir mal 3 oder 4 Jahren aus, wenn der unkontrollierte Zuzug in dem Tempo weiter geht? Wo sollen die denn alle wohnen? Was sollen die denn alle arbeiten? Und wer soll das am Ende alles bezahlen? Ich stelle dir gerne noch einmal die Frage von oben:

Du bist also nicht der Auffassung, dass man die Gelder die hierzulande aufgebracht werden, besser in die Flüchtlingslager investiert hätte, damit die Leute nicht auf die Idee kommen, aus einem Land, in dem ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen, zu "flüchten", ihr Hab und Gut zu verscherbeln um eine Riesensummer an Schlepper zu blechen, um dann in einer Nussschale im Mittelmehr zu ersaufen?

aufhalsen damit wir nicht auch Teil unserer Verantwortung (NATO und Co.) nachkommen müssen.

Welchen Teil unserer Verantwortung meinst du denn jetzt genau?

Ääääh, nein. das Auftauchen des Wörtchens oder in einem Satz impliziert das Vorhandensein von Alternativen... :LOL:

Richtig. Und das ist genau der Punkt. Die Politik der Bundesraute ist immer alternativlos. Dabei gibt es IMMER eine Alternative. ;)

Also tun wir erstmal nur so, als wären wir entschlossen Flüchtlinge oberhalb der Menge XY nicht mehr aufzunehmen und hoffen, dass dann weniger kommen und wir die Obergrenze nicht erreichen? Ist denn das nicht genau die Form von Politik, gegen die die Protestwähler der AfD protestieren wollen?

Wir reden hier nicht von einer abstrakten Zahl, die man klar definieren kann. Wir reden hier von Kapazitätsgrenzen, die zwangsläufig irgendwann erreicht sind. Und eine unkontrollierte Zuwanderung, wie sie im Augenblick statt findet und statt gefunden hat, ist nicht kalkulierbar, hat aber den negativen Effekt, dass es einen Rückstau gibt, den man jetzt schon nicht mehr bewältigen kann, wenn immer mehr Menschen nachdrängen. Das man nicht mal sicher weiß, WER genau nun im Land ist, kommt ja noch dazu. Deshalb müsste man die Grenzen sofort schließen, es zumindest medienwirksam beschließen.

Oder fangen wir tatsächlich wenigstens schon einmal an, Grenzanlagen zu errichten? Ich meine, damit wir überhaupt ansatzweise in der Lage wären, "die Grenze" zu schließen". Wie lange dauert so etwas wohl? :think: Incl. Baugenehmigungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Klagen von Bürgern...

Du, ich weiß nicht wie der große Plan aussieht. Was die Grenzanlagen betrifft, müsstest du vielleicht mal bei den Ungarn nachfragen, wie lange sowas dauert. Aber eigentlich müsste man auch schon mal langsam anfangen Wohnungen zu bauen. Macht aber keiner. Statt dessen schießen Containerdörfer wie Pilze aus dem Boden, Turnhallen und Gewerbeimmobilien werden zu Schlafstätten ausgebaut etc. Manche Hotels machen das Geschäft Ihres Lebens. Und das soll dann auf ewig so weiter gehen?
 
Ich oute mich mal als Mitglied der ersten Stunde - und bleibe das auch. Wobei sich meine Haltung zu Wahlen auf Bundesebene nicht geändert hat. Als ich damals eingetreten bin, wusste ich noch nicht das was ich heute weiß.

Die AfD hat ziemlich gute Chancen bei den Landtagswahlen und so wie es aussieht, kann auch die unsägliche Mainstream-Presse gegen diesen Trend nichts mehr ausrichten. Der so genannte Schießbefehl, der in den Medien skandalisiert wird, war auch erfolglos. Das zeigt, dass viele Menschen sehr skeptisch sind was die Medien mit ihrer Meinungsmache erreichen wollen. Der aufgeklärte Bürger ist mir viel wichtiger als irgendeine Partei.
 
[...] Richtig. Und das ist genau der Punkt. Die Politik der Bundesraute ist immer alternativlos. [...]

Generell gebe ich Dir da ja Recht. Aber in diesem einen Falle ist sie es vielleicht tatsächlich.

Denn:

[...] Wir reden hier nicht von einer abstrakten Zahl, die man klar definieren kann. Wir reden hier von Kapazitätsgrenzen, die zwangsläufig irgendwann erreicht sind. [...]

Herr Seehofer sieht das aber ganz anders, oder nicht? :think:

[...] Deshalb müsste man die Grenzen sofort schließen, es zumindest medienwirksam beschließen. [...]

Bleibt weiterhin die Frage: Wie? Jetzt sofort. Wenn wir die Menschen nicht mehr aufnehmen, registrieren und versorgen (sprich halbwegs legalisieren), werden sie eben über die "grüne" Grenze geschleust und womöglich irgendwo als Arbeitssklaven oder schlimmeres "verschachert"... Wie Du schon zu Recht sagst, wird der Strom ja nicht auf einmal abflauen, auch nicht wenn "die Bundesraute" sagt: "Hier ist jetzt zu".

[...] Du, ich weiß nicht wie der große Plan aussieht. Was die Grenzanlagen betrifft, müsstest du vielleicht mal bei den Ungarn nachfragen, wie lange sowas dauert. [...]

Du willst doch hoffentlich keine ungarischen Verhältnisse in Deutschland? Außerdem ist unsere Grenze möglicherweise etwas länger?

[...] Aber eigentlich müsste man auch schon mal langsam anfangen Wohnungen zu bauen. Macht aber keiner. Statt dessen schießen Containerdörfer wie Pilze aus dem Boden, Turnhallen und Gewerbeimmobilien werden zu Schlafstätten ausgebaut etc. Manche Hotels machen das Geschäft Ihres Lebens. Und das soll dann auf ewig so weiter gehen?

Nein sollte es nicht! Aber solange alle mit Phantasiegespinsten von der einfachen Begrenzung der Flüchtlingszahlen beschäftigt sind, wird das auch nicht schneller gehen...


Ich oute mich mal als Mitglied der ersten Stunde - und bleibe das auch. [...]

Soll das nun Mut beweisen?

Zum übrigen wurde hier ja schon einiges gesagt. Man kann sicher auch die Auffassungen der AfD vertreten und sie deshalb wählen, oder sich sogar für sie engagieren. Aber ob das in absehbarer Zukunft tatsächlich Änderungen erzielt, wage ich weiterhin zu bezweifeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich oute mich mal als Mitglied der ersten Stunde - und bleibe das auch. Wobei sich meine Haltung zu Wahlen auf Bundesebene nicht geändert hat. Als ich damals eingetreten bin, wusste ich noch nicht das was ich heute weiß.
Ist ja auch kein Problem. Du solltest nur damit klarkommen wenn man so einiges an dieser Partei kritisiert. Bzw. so manchen Mitglied und Wähler jener Partei etwas näer bringt was sie anscheinend wirklich will und so einige wohl noch nicht ganz begriffen haben. Ausser der Wahlprogramme sind mit "Wörtern" besetzt die nicht so gemeint sind, weil sie noch "so jung" ist die Partei.

Die AfD hat ziemlich gute Chancen bei den Landtagswahlen und so wie es aussieht, kann auch die unsägliche Mainstream-Presse gegen diesen Trend nichts mehr ausrichten. Der so genannte Schießbefehl, der in den Medien skandalisiert wird, war auch erfolglos. Das zeigt, dass viele Menschen sehr skeptisch sind was die Medien mit ihrer Meinungsmache erreichen wollen. Der aufgeklärte Bürger ist mir viel wichtiger als irgendeine Partei.
Den Schiessbefehl hat Frau Petry und Frau von Storch in Gespräch gebracht und nicht die Medien. Aber naja Pinocchiopartei, Pinocchiopartei, Pinocchiopartei.
Viele Menschen lassen sich definitiv blenden wie gestern in Bautzen. 89/90-Reloaded. Mal schauen ob 33-Reloaded auch noch möglich ist und ob diese Menschen dem auch noch zujubeln werden.


Ja, hab ich. Und ich sage dir ganz ehrlich, die Leute, die dort im Libanon zB. festsitzen, sind die waren armen Schweine, die sich keine 8000€ teure Überfahrt leisten können. Gerade diesen Menschen sollten wir eigentlich unser Hauptaugenmerk widmen, nicht den Leuten mit den falschen Syrischen Pässen. Ich habe weiter oben schon geschrieben, dass man da mit ein paar Milliarden € Hilfsgeldern Zustände schaffen könnte, die mehr als nur ertäglich sind. Aber offenbar gibt es einen anderen Plan.
Wieviele Leute gibt es denn nun eigentlich mit den angeblichen "falschen Syrerpässen". Herr Weissvonnichts de Maizière hatte ja damals als er diese Zahlen rausgehauen hatte, wo dann weder er noch seine behörde wusste woher die Zahlen kommen, behauptet es würde es noch aufgezeichnet werden, sprich Studie geführt werden. Aber raus kam nichts, beim einfachen Bürger bleibt es natürlich hängen wir haben 30, ach nein über 50% falsche Syrer in D.:ugly:

OK. Aber wie sieht es denn in sagen wir mal 3 oder 4 Jahren aus, wenn der unkontrollierte Zuzug in dem Tempo weiter geht?
Des wegen sollte wir nicht weiter Krieg spielen, nicht weiter Rüstungsexporte in Krisenländer beliefern, diplomatische Vorgänge intensivieren. Mit "wir" ist damit nicht nur D gemeint.

Wo sollen die denn alle wohnen?
In neugebauten Wohnungen, die noch vor der Krise alle abgerissen wurden. Aber es gibt auch Städte/Gemeinden die würden gerne noch mehr aufnehmen, können es aber aufgrund des Königsteiner Schlüssels nicht. Also könnte man auch da etwas ändern.

Was sollen die denn alle arbeiten?
In den freien Stellen die es jetzt schon gibt. In geförderten Firmenprojekten, die aber keine Ausbeutungsszenarien sein sollten wie schon jetzt/damals, wie 1-Euro-Jobs etc..

Und wer soll das am Ende alles bezahlen?
Wir alle. Denn an die Verantwortlichen will ja keiner ran. Grosskonzerne und Rüstungsindustrie.

Ich stelle dir gerne noch einmal die Frage von oben:

Du bist also nicht der Auffassung, dass man die Gelder die hierzulande aufgebracht werden, besser in die Flüchtlingslager investiert hätte, damit die Leute nicht auf die Idee kommen, aus einem Land, in dem ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen, zu "flüchten", ihr Hab und Gut zu verscherbeln um eine Riesensummer an Schlepper zu blechen, um dann in einer Nussschale im Mittelmehr zu ersaufen?
Teils/Teils, wir können nicht andere Staaten das Menschenrecht auf Asyl aufdiktieren, wenn wir es selbst nicht anwenden wollen. Klar sollte die Situationen in den Anrainerstaaten verbessert werden. Doch da haben sich ja alle Länder zurückgezogen schon VOR der Flüchtlingskrise. Aber wir können es nicht andere Staaten aufbürden allein mit den Flüchtlingen klarzukommen. Wir sollten aber ebenso Länder wie Saudi-Arabien, USA, Emirate und Co. in der Verpflichtung nehmen. Naja mit Trumpiboy wird es eher schwer werden. Aber da müssten alle an einem Strang ziehen, und das heisst ncht noch mehr Krieg und Gewalt auf der Erde. Wie SA nun im Jemen.


Welchen Teil unserer Verantwortung meinst du denn jetzt genau?
Also NATO-Partner, als Hilfskraft für den Krieg in Syrien, als Rüstungsexport nach Syrien (Kurden und Co.) und z.B. SA. Aber ebenso durch das Mitlaufen bei Entscheidungen die von EU-Staaten wie Frankreich und GB getroffen werden.
 
Soll das nun Mut beweisen?

Zum übrigen wurde hier ja schon einiges gesagt. Man kann sicher auch die Auffassungen der AfD vertreten und sie deshalb wählen, oder sich sogar für sie engagieren. Aber ob das in absehbarer Zukunft tatsächlich Änderungen erzielt, wage ich weiterhin zu bezweifeln.

Man tritt immer in die Partei ein, mit der man am meisten Schnittmengen hat.
Ich war früher immer Wechselwähler und habe außer die CDU und die Grünen von den so genannten etablierten Parteien auch schon alles gewählt. Ich teile deine Auffassung mit dem, dass sich in absehbarer Zeit nichts ändern wird - auch nicht mit der AfD. Allerdings bin ich gegen die parlamentarische Demokratie und für die direkte Demokratie nach schweizer Vorbild, für die Neutralität Deutschlands, Zuwanderung ja aber mit einem Punktesystem, Austritt aus der Nato, Auffangbecken an den Grenzen für Flüchtlinge und illegale Einwanderer bis dessen Verbleib beschieden wird, Reform unseres Geldsystems, auch über ein bedingungsloses Grundeinkommen wird diskutiert.

All diese Diskussionsthemen werden derzeit heftig in der AfD diskutiert und jedes Mitglied darf mitentscheiden. Das finde ich eben gut, weil das eine zukunftsgerichtete Politik ist. Man kann nicht bei all den wichtigen Fragen wie ESM, Euroeinführung, etc. eine Politik machen, die an den Bürgern vorbeigeht. Wir wurden nie gefragt ob wir das auch wollen. Wir müssen daher m.E. über eine Umstrukturierung des Euroraums reden. Ich bin für die Wiedereinführung der nationalen Währungen - neben dem Euro. Der Euro soll dann nur noch eine Verrechnungseinheit sein. Die Sonderziehungsrechte des IWF müssen ausgebaut werden und die USA muss ihre Sperrminorität aufgeben.

Es gibt viel zu tun, allerdings bin ich auch sehr skeptisch.
 
Okay. Klingt, als hättest Du Dir die Entscheidung gut überlegt. Insofern kann ich dazu nur sagen, dass ich eben vieles anders sehe, aber deswegen gibt es ja verschiedene Parteien. :biggrin:

Was die Veränderungsnotwendigkeit betrifft, gebe ich Dir sogar audrücklich Recht, auch wenn wir da ebenfalls in Teilen auseinanderdriften werden. Aber dass überhaupt etwas passieren müsste ist erstmal sonnenklar (außer für die Leute, die im Augenblick an den Hebeln sitzen :ugly: ).
 
Okay. Klingt, als hättest Du Dir die Entscheidung gut überlegt. Insofern kann ich dazu nur sagen, dass ich eben vieles anders sehe, aber deswegen gibt es ja verschiedene Parteien. :biggrin:

Was die Veränderungsnotwendigkeit betrifft, gebe ich Dir sogar audrücklich Recht, auch wenn wir da auch in Teilen auseinanderdriften werden. Aber dass überhaupt etwas passieren müsste ist erstmal sonnenklar (außer für die Leute, die im Augenblick an den Hebeln sitzen :ugly: ).

Wir müssen eben aufpassen, dass wir uns gegenseitig innerhalb der Bevölkerung nicht aufeinanderhetzen lassen. Es geht immer darum auch in sehr emotional aufgeladenen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Wir als Einzelpersonen etwas verändern zu können, ist sogut wie unmöglich - auch nicht mit Parteibuch. Daher bin ich immer dafür, den Blick auf seinen eigenen Lebensstil wenden und die ganz persönliche Komfortzone zu verlassen. Politik macht Sinn, wenn das worüber man abstimmt sich auch überblicken lässt und man einen Bezug dazu hat. Politik muss eigentlich immer von der kleinsten Einheit ausgehen und das sind die Gemeinden und Kommunen. Der Bürgermeister müsste viele Kompetenzen und Verantwortlichkeiten wieder zurück zu sich ziehen. Die Europäische Union ist auch ein Ergebnis dieses wucherischen Finanzsystems, der sich immer weiter ausbreiten will bis wir irgendwann einen Erd-Staat haben, Bargeld abgeschafft wird und es keine Freiheit mehr gibt.

Es ist in einer Partei immer so, dass wer bundespolitische Ambitionen hat, sich erst einmal mit der Parteilinie konform machen muss. Dadurch haben wir eine gewisse Konsenssoße, die manchmal sinnvoll ist, allerdings manchmal auch eben nicht. Ich glaube wir rasen mit Höchstgeschwindigkeit auf die bargeldlose Diktatur zu. Viele Menschen wollen schlechte Sachen gar nicht hören. Warum? Das stört die Komfortzone. Das wird schon gutgehen oder das ist alles Geschwätz von Untergangspropheten, Antisemiten, Nazis, Rassisten etc.

Ich bin der Meinung dass wir - egal welche Partei da wie was redet - letztendlich nichts ändern, solange die ökonomischen Gesetze wirken. Politiker können auf Dauer nicht eine Politik machen, die gegen die Interessen der Wirtschaft gerichtet ist. Allerdings kann man die Rahmenbedingungen verändern, dass ein Ausgleich stattfindet. Das was wir jetzt erleben ist ein Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung z. B. wenn man den Arbeitsmarkt betrachtet aber ich komme vom Thema ab.

Wir leben in einer Zuschauerdemokratie, die Untertanen schauen zu, was die Eliten machen.
 
[EU-Austritt] Na gut, aber wenn es nun nicht nur interessengeleitete Standpunkte sind, sondern diese mit harten Fakten untermauert werden? Ich jedenfalls habe mir das von befreundeten Wirtschaftlern versichern lassen. Ist das Risiko für Deinen Wohlstand da nicht wesentlich größer, oder zumindest ähnlich groß wie bei der Einwanderung?
Also da niemand in die Zukunft schauen kann, ist es in dem Fall, wie auch bei meinen Beispielen von Krieg in Europa, wenn wir an der EU auf Gedeih und Verderb festhalten, im Grunde nur Kaffeesatzleserei.

Wenn Du mich fragst, ob ein Austritt aus der EU mit Gefahren verbunden ist, würde ich sagen: Ja, natürlich. Und genau das gleiche würde ich bei einem Verbleib sagen. Du stellst also die Frage, welche Gefahr größer ist. Da sehe ich den Verbleib. Nicht unbedingt für Deutschland, sondern für den Frieden. Oder sagen wir mal so: Nicht der EU, sondern dem EURO, aber vor allem an dem identifiziert sich ja die EU.

Ich begründe das damit, dass seit der Einführung des EURO die Unterschiede in der Wirtschaftskraft der einzelnen Länder brutal zu Tage gefördert wurden. Nun gibt es ja auch Unterschiede in der Wirtschaftskraft der Länder der Bundesrepublik. Dafür gibt es den Länderfinanzausgleich. Wirtschaftlich starke Bundesländer zahlen mehr, wirtschaftlich schwache erhalten mehr. Das funktioniert in einem kleinen, überschaubaren Rahmen sehr gut. Vor allem dann, wenn man unter einer gemensamen Regierung wirtschaftet, die auch gezielt die Gelder einsetzen kann, die sie verteilt.

Das ist in der EU überhaupt nicht gegeben. Hier geht es jedem Land darum, möglichst viel Geld abzustauben - im Wesentlichen von Deutschland. Auf die Verwendung der Gelder haben wir Deutschen oder die EU aber kaum Einfluss. Versucht man dennoch Einfluss zu nehmen, wie etwa die Troika in Griechenland, fühlt sich das Land sofort angegriffen. Und wenn die EU nicht so spielt, wie man will, droht man halt auch schonmal mit dem Austritt.

Darüber hinaus haben sich andere Länder fast in den Ruin gewirtschaftet für die EU. Ohne Euro wäre das gar nicht nötig gewesen. Sie hätten einfach ihre Währungen abwerten können und wären wieder konkurrenzfähig gewesen. Und Deutschland? Wir können unsere Währung nicht aufwerten, müssen daher quasi mit unserer Wirtschaftskraft vorsichtig umgehen, um nicht die anderen Länder damit zu überrollen. Oder sie halt beschenken, je nach Gusto.

Also das ist ganz und gar nicht meine Vorstellung von einem gemeinsamen europäischen Haus. Jetzt hätte es mich schon ein wenig besänftigt, wenn in der Flüchtlingskatastrophe die Länder Deutschland zur Hilfe geeilt wären. Hätten sagen können: "Eure wenig mit Geist geseegnete Anführerin hat eine Katastrophe herauf beschworen, aber wir helfen euch und nehmen euch Last von den Schultern." Ok, da war wohl auch nur mein Wunsch Vater des Gedanken. Stattdessen entfernen sich sogar sehr nahe stehende Staaten, wie Österreich, von uns und lassen uns allein. Klar, diesmal gibt es ja auch nichts zu erbeuten.

Also kurz zusammengefasst: Wir zahlen schon wieder. Und wieder und wieder. Müsste uns inzwischen nicht schon halb Europa gehören und mir ein hübsches Häuschen an der griechischen Ägäis? Keine Ahnung. Jedenfalls ist meine Rente in Gefahr.

Ich will Deinen befreundeten Wirtschaftsleuten gar nicht widersprechen. Zu jeder Veränderung gehört auch ein Risiko. Es gibt ja auch noch das Szenario, dass die EU weiter existiert, aber wenigstens der EURO abgeschafft wird. Das könnte vielleicht der Mittelweg sein, den ja auch die AfD favorisiert. Wenn das geordnet durchgezogen wird, könnte es vielleicht das Risiko minimieren und die Vorteile aus beiden Welten kombinieren.

[...] Tja, oder auch nicht. Das hier war eins zu eins in der Show Thema (Habe ich gerade aus dem Wahlprogramm der AfD Sachsen Anhalt kopiert):

2.8.2 Identitätsstiftende Kulturpflege statt nichts sagender Unterhaltung!

Museen, Orchester und Theater sind in der Pflicht, einen positiven Bezug zur eigenen Heimat zu fördern. Die Bühnen des Landes Sachsen-Anhalt sollen neben den großen klassischen internationalen Werken stets auch klassische deutsche Stücke spielen und sie so inszenieren, dass sie zur Identifikation mit unserem Land anregen.


Das bedeutet doch nichts anders als den Wunsch sich in die Freiheit der Theaterschaffenden einmischen zu wollen, oder siehst Du das anders?
Ja, sehe ich auch so. Finde ich allerdings nicht so schlimm, würde aber dann auf einen eher linken Kurs hin deuten, als auf einen rechten. Warum sich so ein sozialistisches Gedankengut da wiederfindet, weiß ich nicht. Das erinnert mich so wieder an die DDR, in der man auch versucht hat, Rockmusik zu verbieten, weil sie "aus dem Westen kam". Vielleicht sollte sich die AfD wieder ein wenig weiter rechts orientieren.
 
Ja, sehe ich auch so. Finde ich allerdings nicht so schlimm, würde aber dann auf einen eher linken Kurs hin deuten, als auf einen rechten. Warum sich so ein sozialistisches Gedankengut da wiederfindet, weiß ich nicht. Das erinnert mich so wieder an die DDR, in der man auch versucht hat, Rockmusik zu verbieten, weil sie "aus dem Westen kam". Vielleicht sollte sich die AfD wieder ein wenig weiter rechts orientieren.
Darf ich fragen warum das genau schon wieder "linke" Politik sein soll? Nur weil auch in der DDR, als quasi Linksdiktatur in ähnlicher Form stattfand? Auch im Nazireich gab es entartete Kunst etc.. Irgendwie ist Deine Sichtweise immer eingrenzender, schwarz-weiss.:roll: Aber naja wer schon damit liebäugelt die NSDAP als "linke Partei" und somit auch indirekt den Holocaust und den 2.WK quasi als "linke" Verantwortung denunzieren will, oder sollte man es Holocaust-Umdichtung nennen, der scheint dann auch bei sowas natürlich nur "linke Politik" darin zu sehen.