Da bin ich anderer Meinung. Wenn die Wahlforschung Recht hat, so kommen viele der AfD Stimmen zur Zeit noch aus dem Protestlager, was auch nachvollziehbar erscheint. Diese Menschen sind aber oft nicht so gut in der Gesellschaft verankert, sind vielleicht arbeitslos oder zumindest viel mit ihrem Job beschäftigt, um überhaupt über die Runden zu kommen.
Ja, das ist - wie ich ja schon schrieb - bei jeder jungen Partei so. Man wird kaum beispielsweise einen SPD-Wähler von den eigenen Qualitäten überzeugen können, wenn der seit Jahren und Jahrzehnten stur SPD wählt - wie Papa, Opi und Uropi auch schon. Schon gar nicht, wenn er sogar noch politisch aktiv und Mitglied in der SPD ist, womöglich auch schon verzweifelt gegen die Stimmung in den Wahlkampf gezogen ist, Plakate klebte oder den "Zweikampf" auf die Straße. Natürlich sind die ersten Anhänger immer jene, die eben nicht politisch gebunden sind und Freidenker. Aber auch Unzufriedene und Benachteiligte. Alles normal.

Aber für gewöhnlich bleibt es nicht so. Je länger (und/oder je mehr) Erfolg eine Partei hat, desto mehr Anhänger kann sie auch verzeichnen. Menschen mögen oft halt Gewinner. Viele wollen nicht "die Außenseiter" sein und machen ihre Meinung von der der Mehrheit abhängig. Einige Extremisten werden zum Glück auch wieder abspringen, wenn die Partei "mainstreamtauglich" wird. Und entsprechend mehrt sich dann auch die Zahl der Unterstützer, auch und vor allem der Lobbyisten.

Man muss ja nur ein paar Fragen direkt stellen. Die erste, alles entscheidene Frage ist, ob jemand mit der Politik der etablierten Parteien so weit einverstanden ist, dass er/sie mit ruhigem Gewissen das Kreuz an einer der "geläufigen" Stellen macht, also bei der CDU oder SPD (in Bayern auch CSU). Falls ja, ist jede weitere Diskussion über das Für und Wider der AfD, Linke, Grüne und wie sie alle heißen mögen, hinfällig.

Falls nicht, und das trifft auf etwa 52% der Deutschen zu (Wahlbeteilung 2013: 71,5%, wovon 67,2% die CDU, CSU oder SPD wählten, was also insgesamt 48,05% der Deutschen entspricht), trifft man entweder auf potenzielle Wähler oder Extremisten. Die Extremisten können bleiben wo sie sind, aber es verbleiben noch reichlich potenzielle Wähler. Und vielleicht auch Wähler anderer Parteien, die mit dem gefahrenen Kurs nicht (mehr) einverstanden sind. Denn die Wähler der anderen Parteien sind ja auch keine homogene Masse. Am leichtesten wird es sein, den Frustwähler zu "fangen". Der schließt sich schon frei- und bereitwillig der stärksten oppositionellen Kraft an. Dann die unzufriedenen Wähler anderer Parteien, die sich nicht mehr vertreten fühlen, aber dennoch wählen wollen. Am schwierigsten wird es sein, die Nichtwähler zu bewegen. Die haben längst resigniert (Feiglinge), sind desinteressiert (Dümmlinge) und/oder glauben gar, durch das Nichtwählen irgendwem irgendeine Legitimation entziehen zu können (dumme und feige Überzeugungstäter). Wie auch immer, hier liegt viel ungeborgenes Potenzial. Die Aufgabe ist also, so klar wie möglich zu definieren, was man warum wie machen will und den Glauben zu wecken, es auch schaffen zu können.

Mich interessiert vor allem die Ansicht der 52% der Deutschen, die nicht mit dem Kurs der Regierung d'accord gehen. Einige haben keine Meinung, andere scheinen einer anderen Partei mehr zu vertrauen, die Krise bewältigen zu können. Wieder andere werden die aktuellen Anliegen anders gewichten und denen wird die Rettung der gemeinen Feldmaus wichtiger sein als die Flüchtlingskrise. Und es interessiert mich die Meinung derjenigen, die politisch in einer der etablierten Parteien Mitglied und/oder engagiert sind und nicht mit dem gefahrenen Kurs überein stimmen. Halten sie trotzdem an ihrer Partei fest? Gehen sie parteiintern gegen den Kurs vor oder gilt noch immer der Befehl der (bedingungslosen) Geschlossenheit, auch wenn die Partei inzwischen eine andere ist, als sie noch beim Eintritt einst war? Oder denkt man, dass eine der etablierten Parteien unter allen Umständen immer das kleinste Übel ist?
 
Zähl´ mich mal ruhig zu den 52%. ;)

Allerdings werde ich vermutlich nie die AfD wählen, da sehe ich mich dann von anderen Parteien noch etwas besser vertreten. Außerdem hast Du mein Argument auch nicht widerlegt. Klar muss man sich erstmal etablieren und dabei sind sicher auch viele Wählerstimmen hilfreich.

Aber wenn die AfD jetzt (schon) in die Parlamente einzieht (und danach sieht es ja aus) werden sie es aufgrund der von mir angedeuteten fehlenden Vernetzung schwer haben, wenigstens ein bisschen was "zählbares" zu liefern. Dann wird es schwer, den Erfolg zu halten oder gar bei kommenden Wahlen im selben Bundesland zu wiederholen. Die Wechsel- und Nicht-, sowie Protestwähler sind eben auch deutlich schwerer zu halten, als ein CDU-Opi. :biggrin:

Die Grünen haben das damals eigentlich auch nur geschafft, weil die Ökos eine "harte Ideologie" und einen langen Atem hatten und die Umwelt ja zumindest in irgendeinem Bereich tatsächlich jeden betrifft. Die Linke hingegen hatte (im Osten sowieso und nach Zusammenschluss mit der WASG auch in Teilen des Westens) die von mir angesprochene Vernetzung in der "bürgerlichen" Gesellschaft.

Ich weiß nicht, ob das im Moment so prima funktionierende Zuwandererthema so dauerhaft bleibt, oder ob man in der Regierung nicht doch noch eine "Lösung" (wie gut oder schlecht die dann auch sein mag) findet. Zumindest aber die "Belastung" des einzelnen in Grenzen hält. Dann dürften sich die Zahlen der AfD darüber hinaus noch einmal schlagartig verändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zähl´ mich mal ruhig zu den 52%. ;) Allerdings werde ich vermutlich nie die AfD wählen, da sehe ich mich dann von anderen Parteien noch etwas besser vertreten.
An der Stelle interessiert mich abseits eventueller Vorurteile das Warum.

Außerdem hast Du mein Argument auch nicht widerlegt. Klar muss man sich erstmal etablieren und dabei sind sicher auch viele Wählerstimmen hilfreich. Aber wenn die AfD jetzt (schon) in die Parlamente einzieht (und danach sieht es ja aus) werden sie es aufgrund der von mir angedeuteten fehlenden Vernetzung schwer haben, wenigstens ein bisschen was "zählbares" zu liefern. Dann wird es schwer, den Erfolg zu halten oder gar bei kommenden Wahlen im selben Bundesland zu wiederholen. Die Wechsel- und Nicht-, sowie Protestwähler sind eben auch deutlich schwerer zu halten, als ein CDU-Opi. :biggrin:
Ich kann ja kein Argument widerlegen, dem ich grundsätzlich zustimme. Jede Junge Partei hat damit zu kämpfen, sich selbst zu finden und muss (erstmal) ihre Wählerschaft aus dem Teil des Volkes schöpfen, das sich angewidert von den etablierten Parteien abwendet (oder zumindest die Schnauze von denen voll hat). Dazu eben die parteiinternen Querelen, keine Idealbesetzung in der Führung und und und. Ein Haufen Kinderkrankheiten und ja, der geneigte Protestwähler ist deutlich schwerer zu befriedigen als der angestammte "Tunnelblicker".

Ich sehe das Potenzial an der Stelle, dass die Flüchtlingskatastrophe nicht so schnell und leicht in den Griff zu bekommen ist. Es wird sehr teuer für alle werden, nicht nur den Steuerzahler. Womöglich wird das Europa sogar daran zerbrechen, das man aus deutscher Sicht für so unendlich viel Geld künstlich am Leben erhalten wollte. Mit Krediten, Bürgschaften, Geschenken, Arschkriechen, Erpressungen und Forderungen. Und die nächste Finanzkrise ist auch nicht mehr so weit weg, wie der eine oder andere glaubt. Ich bin der Überzeugung, dass wir noch eine schlimmere als 2008 allesamt erleben werden. Und das alles wird vielleicht die Parteien stärken, die eben nicht den angestammten Kurs weiter fahren wollen. Die Zeit spielt gegen die Union und SPD.

Naja, da die AfD nunmal die stärkste (weil einzige) oppositionelle Kraft von Mitte-rechts ist, links der Kahn schon längst überfüllt ist und nichts Gutes bei rum gekommen ist, stehen die Zeichen nicht schlecht. Nach der AfD kommt erst mit sehr viel Abstand die NPD. Wobei man für die AfD nur hoffen kann, dass die nicht so schnell verboten wird, damit sich das Extremistenpack, die dort ihre Heimstatt fanden, nicht aus lauter Verzweiflung die AfD stürmen. Falls doch, wird die es hoffentlich irgendwie zu verhindern wissen.

Also falls die AfD nach der nächsten Wahl die stärkste oppositionelle Kraft werden sollte (Große Koalition und sonst die üblichen Verdächtigen um die 5%), dann wird der Start vermutlich etwas holprig werden, aber man wird von ihr hören. Denn dann können auch die Medien sie nicht mehr tot schweigen. Und im Bundestag wird man sich mit ihr befassen müssen. Man kann nicht immer den Saal verlassen, wenn die AfD spricht. Aber das ist noch lange hin, warten wir es ab.

Ich weiß nicht, ob das im Moment so prima funktionierende Zuwandererthema so dauerhaft bleibt, oder ob man in der Regierung nicht doch noch eine "Lösung" (wie gut oder schlecht die dann auch sein mag) findet. Zumindest aber die "Belastung" des einzelnen in Grenzen hält. Dann dürften sich die Zahlen der AfD darüber hinaus noch einmal schlagartig verändern.
Also ja, das kann gut sein. Sollte die Regierung wider Erwartens eine Lösung finden, die für alle Seiten tragbar ist, dann könnte das der AfD schaden. Und würde mich womöglich sogar dazu bewegen, mein Kreuz woanders zu machen als bei der AfD.

Nun habe ich mir in einer stillen Minute schonmal einige Szenarien gedanklich durch gespielt. Keins davon ging gut für mich und mein Land aus. Zumindest nicht, wenn man der Prämisse weiter folgt, jeden der kommt, auch jederzeit einzulassen. Schon gar nicht, wenn man mit dem Gedanken spielt, jeden eingelassenen auch integrieren zu wollen. Und ich halte es für äußerst fragwürdig, ob von diesem Grundprinzip die Union oder SPD abrücken wird.

Bleibt es dabei, sieht aber jedes mir vorstellbare Ende schlecht aus. Entweder es kommt zum finanziellen Ruin, zur nationalen Isolierung, zur Überfremdung, weiterer Parallelgesellschaften und/oder im schlimmsten Fall zum (Bürger-) Krieg. Die es sich leisten können, werden das Land verlassen. Die verbleibenen werden dann noch mehr belastet und geraten zunehmend unter Druck. Auch denkbar, dass wir so wieder zum Spielball der Supermächte werden und wir uns nur noch aussuchen können, in wessen Arsch wir kriechen.

Außer der katastrophalen Situation in Europa bin ich auch noch besorgt ob der Entwicklung in den USA: Selbst wenn Trump nicht Präsident werden sollte, so zeigt mir seine Zustimmung in den USA doch überdeutlich, wie ein großer Teil der Amis tickt. Seine Ergüsse erinnern mich an NPD-Rhetorik und wie mit der hierzulande verfahren wurde, wissen wir ja. Kaum auszudenken, wie sich Frau Doktor Merkel verbiegen will, wenn ihr neuer bester Freund "Trump" heißen sollte, sie aber unter allen Umständen dem anderen lupenreinen Demokraten Putin nicht die Hand schütteln will - aber mit ihrem Kurs auf Zusammenarbeit mit dem einen oder anderen angewiesen ist. Das wird eine Nummer werden, die wohl in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Ob nun die AfD diesen Spagat schafft, weiß ich nicht. Aber die hat uns diese Suppe auch nicht eingebrockt. Die wäre höchstens in der undankbaren Situation, sie auslöffeln zu müssen. Aber wenn ich einer Partei zutraue, die Notbremse ziehen zu können, dann nunmal nur der AfD.
 
An der Stelle interessiert mich abseits eventueller Vorurteile das Warum.
Na eine Analyse hattest Du schon bekommen, siehe Die Linke und den Punkten die Deinen Wünschen eigentlich von der AfD gar nicht mitgetragen werden können.
Und manchmal gebührt es der Respekt und Bildung keine rechtspopulistische Partei zu wählen. Für manch anderen ist das wohl kein Problem.


Naja, da die AfD nunmal die stärkste (weil einzige) oppositionelle Kraft von Mitte-rechts ist, links der Kahn schon längst überfüllt ist und nichts Gutes bei rum gekommen ist, stehen die Zeichen nicht schlecht.
Dazu zitiere ich mal Dich:
An der Stelle interessiert mich abseits eventueller Vorurteile das Warum.
Warum eine CDU links sei, wenn das Asylpaket II völlig entgegen linker Politik gewendet ist. Und auch davor die CDU nirgends linke Politik betrieben hat.
Nur weil die Doktorin damals die Personen in Ungarn die Weiterfahrt erliess? :ugly:
 
Und manchmal gebührt es der Respekt und Bildung keine rechtspopulistische Partei zu wählen. Für manch anderen ist das wohl kein Problem.
:LOL: Ja, genau. Respekt und Bildung. Oder doch eher Scheuklappen und Sturheit? Oder Erziehung und Gehorsam? Oder war die NSDAP doch eigentlich eine linke Partei?

Ok, vergiss die letzte Frage, auf die Schlammschlacht habe ich heute keinen Bock. Aber abseits dessen: Von etwaigen mehr oder weniger nachvollziehbaren Befindlichkeiten Einzelner sollte man vielleicht keine politische Wahlentscheidung ableiten. Ich wiederhole mich gern und so oft ich es muss: Die AfD wird keine NSDAP werden, nicht heute, nicht morgen und nicht mal im Ansatz. Gauland ist kein H****r, Höcke kein Goebbels.

Und zum Thema "Bildung" kann ich nur sagen, dass mir meine Bildung verrät, dass weder rechte Politik, noch linke Politik für sich betrachtet fatal sind. Extremismus ist fatal und das auf beiden Seiten gleichermaßen ohne Einschränkung. Die Beweise dafür finden sich haufenweise in der Geschichte und damit meine ich nicht nur den Linksextremisten Stalin, der wie sein deutsches Spiegelbild H****r wütete. Was heute alles den Rechten an Schlechtem angedichtet und den Linken unterschlagen wird, ist längst abseits von jedem Anstand oder Respekt, also geht das Argument schon erstmal gar nicht mehr.

Und ebenso fatal kann es sein, wenn ein ein Ungleichgewicht zwischen rechten und linken Interessen die Politik beherrscht. Es funktioniert einfach nicht dauerhaft - weder in Deutschland, noch in Frankreich, noch in Schweden, Polen oder sonstwo auf der Welt.

Warum eine CDU links sei, wenn das Asylpaket II völlig entgegen linker Politik gewendet ist. Und auch davor die CDU nirgends linke Politik betrieben hat. Nur weil die Doktorin damals die Personen in Ungarn die Weiterfahrt erliess? :ugly:
Weil sich die CDU zunehmend weniger für nationale Interessen interessiert. Inzwischen hat die CDU so viel Punkte in ihrem Programm aufgenommen, dass ich aus dem Stand eigentlich nicht mehr weiß, was die CDU von der SPD oder gar den Grünen unterscheidet. Es sind inzwischen nur noch Nuancen, im grundsätzlichen Kurs selbst gibt es breite Übereinstimmung. Um ehrlich zu sein ist die CSU ideologisch inzwischen weiter von der CDU entfernt als die SPD. Dass ich das nochmal erlebe, hätte ich nie gedacht.

Mag auch daran liegen, dass es keine FDP mehr gibt, die noch ein wenig Einfluss auf die Politik nimmt, weil in der Koalition. Vielleicht auch nicht, keine Ahnung. Inzwischen ist ja auch schon die halbe CDU in einer Identitätskrise. Die eine Hälfte folgt der Leitkuh, die andere weiß nicht, wohin sie sich orientieren soll.

Es mag aus Deiner Sicht keinen Linksruck bei der CDU gegeben haben, aber dann müsste man unterstellen, dass sich alle anderen linken Parteien nach rechts bewegt hätten. Und ganz ehrlich, jetzt wird es albern.
 
Na zum Glück hast Du selbst gleich die Reissleine gezogen, bezüglich NSDAP und links.

Weil sich die CDU zunehmend weniger für nationale Interessen interessiert. Inzwischen hat die CDU so viel Punkte in ihrem Programm aufgenommen, dass ich aus dem Stand eigentlich nicht mehr weiß, was die CDU von der SPD oder gar den Grünen unterscheidet. Es sind inzwischen nur noch Nuancen, im grundsätzlichen Kurs selbst gibt es breite Übereinstimmung. Um ehrlich zu sein ist die CSU ideologisch inzwischen weiter von der CDU entfernt als die SPD. Dass ich das nochmal erlebe, hätte ich nie gedacht.

Mag auch daran liegen, dass es keine FDP mehr gibt, die noch ein wenig Einfluss auf die Politik nimmt, weil in der Koalition. Vielleicht auch nicht, keine Ahnung. Inzwischen ist ja auch schon die halbe CDU in einer Identitätskrise. Die eine Hälfte folgt der Leitkuh, die andere weiß nicht, wohin sie sich orientieren soll.

Es mag aus Deiner Sicht keinen Linksruck bei der CDU gegeben haben, aber dann müsste man unterstellen, dass sich alle anderen linken Parteien nach rechts bewegt hätten. Und ganz ehrlich, jetzt wird es albern.
Kurze Frage ist Absatz ein weiterer Punkt der für "linke Politik" stehen soll?
Und zum Rest. Es kann doch niemand was dafür wenn Deine politische Karte anders geregelt wird als bei anderen. Wenn bei Dir durch die Hinzunahme der AfD, in "mitte-rechts", andere Parteien "wandern müssen", wie die CDU nach links. Dann ist das doch Deiner Kategorisierung geschuldet, nicht jener die ein politisches Spektrum haben, welches in der Grundform gefestigt ist, aber die Parteien im Spektrum wandern können und das völlig losgelöst was andere Parteien machen. Jede Partei steht doch eigentlich für sich, dachte ich zumindest bisher.
Kurze Frage wenn die Linke jetzt weiter nach rechts rutschen würde, also in die Mitte. Wie verhält sich dann Grüne, SPD, CDU, AfD in Deinem Fall? :mrgreen:
 
Kurze Frage ist Absatz ein weiterer Punkt der für "linke Politik" stehen soll?
Dient in erster Linie der Lesbarkeit.

Und zum Rest. Es kann doch niemand was dafür wenn Deine politische Karte anders geregelt wird als bei anderen.
Verzeihung, aber Du bist nicht alle anderen.

Kurze Frage wenn die Linke jetzt weiter nach rechts rutschen würde, also in die Mitte. Wie verhält sich dann Grüne, SPD, CDU, AfD in Deinem Fall? :mrgreen:
Und wenn die NPD nach links rutscht und die neue deutsche Linke würde, die CDU den Mann im Mond findet und die SPD...

Also ich kann mich erinnern, dass Du mich gefragt hast, wie ich politisch "rechts" und "links" definiere. So weit ich mich erinnere, habe ich Dir Rede und Antwort gestanden. Nun ist es Deine gewöhnliche Strategie, immer gezielt provokative Fragen zu stellen und die Antworten dann zu sezieren und notfalls auch zu verdrehen. Wir machen das jetzt mal so, dass Du mir mal bitte eine Definition von "links" und "rechts" gibst und dann ausführst, in welchen Punkten Du eine Unterscheidung von CDU und SPD siehst und vor allem, in welchen Punkten sich die CDU rechts der SPD positioniert.
 
Es kann doch niemand was dafür wenn Deine politische Karte anders geregelt wird als bei anderen.
Kann niemand etwas dafür. Aber man kann es Photon auch nicht zum Vorwurf machen. Ist seine politische Sichtweise. Ist aus meiner Sicht weit rechts, weshalb unsereins nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Diskussion diesbezüglich zwecklos.
 
An der Stelle interessiert mich abseits eventueller Vorurteile das Warum. [...]

Weil ich, trotz aller Probleme die dabei auftauchen, immer noch eher in eine solidarische Richtung denke und fühle. Mir sind Menschlichkeit und Nachhaltigkeit wichtiger als Profit und Erhalt liebgewonnener Privilegien oder kultureller Gepflogenheiten. Zumindest im Grundsatz findet sich meine politische Heimat daher links. Schön wäre es, wenn man diese Richtung wieder in der SPD finden könnte, aber solange das mehrheitlich nicht der Fall ist, muss ich eben zu grün oder Links greifen, je nachdem, was bei der konkreten Wahl gerade sinnvoller erscheint. Und dabei darf man mich auch ruhig Gutmensch nennen. Ich habe kein Problem damit. :biggrin:

[...] Ich sehe das Potenzial an der Stelle, dass die Flüchtlingskatastrophe nicht so schnell und leicht in den Griff zu bekommen ist. Es wird sehr teuer für alle werden, nicht nur den Steuerzahler. Womöglich wird das Europa sogar daran zerbrechen, das man aus deutscher Sicht für so unendlich viel Geld künstlich am Leben erhalten wollte. Mit Krediten, Bürgschaften, Geschenken, Arschkriechen, Erpressungen und Forderungen. Und die nächste Finanzkrise ist auch nicht mehr so weit weg, wie der eine oder andere glaubt. Ich bin der Überzeugung, dass wir noch eine schlimmere als 2008 allesamt erleben werden. Und das alles wird vielleicht die Parteien stärken, die eben nicht den angestammten Kurs weiter fahren wollen. Die Zeit spielt gegen die Union und SPD. [...]

Ich bin durchaus nicht sicher, dass man die Probleme in den Griff bekommt. Das obige Szenario ist ebenso denkbar. Allerdings ist die Frage offen, ob das nun gut oder doch eher schlecht für Deutschland und Europa ist.

[...] Also falls die AfD nach der nächsten Wahl die stärkste oppositionelle Kraft werden sollte (Große Koalition und sonst die üblichen Verdächtigen um die 5%), dann wird der Start vermutlich etwas holprig werden, aber man wird von ihr hören. Denn dann können auch die Medien sie nicht mehr tot schweigen. Und im Bundestag wird man sich mit ihr befassen müssen. Man kann nicht immer den Saal verlassen, wenn die AfD spricht. Aber das ist noch lange hin, warten wir es ab. [...]

Was die Länder betrifft nicht. Und wenn ich diesbezüglich an Parlamentsausflüge anderer rechter Parteien, aber auch an die der Piratenpartei denke, dann bin ich skeptisch, was Deine Voraussage anbelangt.

[...] Nun habe ich mir in einer stillen Minute schonmal einige Szenarien gedanklich durch gespielt. Keins davon ging gut für mich und mein Land aus. Zumindest nicht, wenn man der Prämisse weiter folgt, jeden der kommt, auch jederzeit einzulassen. Schon gar nicht, wenn man mit dem Gedanken spielt, jeden eingelassenen auch integrieren zu wollen. Und ich halte es für äußerst fragwürdig, ob von diesem Grundprinzip die Union oder SPD abrücken wird. [...]

Das stimmt jedenfalls dann, wenn nicht auch noch andere Maßnahmen ergriffen werden. :yes: Deswegen glaube ich ja eigentlich, dass es zu irgendeiner Lösung kommen wird. Vermutlich wird es eine sein, die mir nicht sonderlich gut gefällt... :roll:

[...] Kaum auszudenken, wie sich Frau Doktor Merkel verbiegen will, wenn ihr neuer bester Freund "Trump" heißen sollte, sie aber unter allen Umständen dem anderen lupenreinen Demokraten Putin nicht die Hand schütteln will - aber mit ihrem Kurs auf Zusammenarbeit mit dem einen oder anderen angewiesen ist. Das wird eine Nummer werden, die wohl in die Geschichtsbücher eingehen wird. [...]

Ich hoffe ja immer noch, dass selbst die Amerikaner nicht so dämlich sein können, Trump zu wählen.

Denn anders als so manch anderem politischen Scharfmacher traue ich diesem Mann irgendwie zu, dass er ohne Rücksicht auf Verluste seine Auffassungen auch durchsetzt. Und ich befürchte, er überschaut nicht so ganz, was das auch für sein Land bedeuten könnte....
 
Weil ich, trotz aller Probleme die dabei auftauchen, immer noch eher in eine solidarische Richtung denke und fühle.
Dann an dieser Stelle nochmal: Die politische Rechte bedeutet nicht, einem Club von Einzelgängern und geldgierigen Egomanen anzugehören. Im Gegenteil liegt hier der Fokus stark auf einem nationalen Miteinander. Und es bedeutet auch nicht, andere Völker abzuwerten. Es bedeutet erstmal nur, dass die eigene Nation an erster Stelle des Tun und Handelns steht, erst danach kommt der Rest.

Mir sind Menschlichkeit und Nachhaltigkeit wichtiger als Profit und Erhalt liebgewonnener Privilegien oder kultureller Gepflogenheiten.
ja, dann ist es schade, dass es die Menschlichkeit nie zu einem Privileg und einer kulturellen Gepflogenheit geschafft hat. Und auch hier wieder: Politisch rechts hat erstmal nichts mit Profitgier zu tun. Es hat auch nichts damit zu tun, Leute, die nicht mehr selbst für ihren Broterwerb sorgen können, auf der Strecke zu lassen. Nichts mit Hass, Gewalt und auch nichts mit Korruption, der Pest, dem Belzelbub oder dem Holocaust. Im Grunde nicht mal was mit Rassismus, auch wenn Leuten, die eine Denkweise á la "Deutschland zuerst" haben, leichter dahin tendieren mögen und den eigentlich richtigen Grundsatz somit völlig übertreiben und in etwas Negatives verwandeln.

Nur zur Klarstellung: Politisch Rechte unterstützen mehr die Individualität und Freiheit des Einzelnen. Damit einher geht natürlich auch der Schutz des erworbenen Eigentums aber auch kultureller Werte einer Nation, aber das ist nur ein Teil davon. Vielmehr geht es um die individuelle Art, sich verwirklichen zu können und dafür den Rahmen zu bieten.

Politisch Linke setzen auf das Gleichheits- und Gleichbehandlungsprinzip. Dabei ist das Wohl und die Freiheit des Einzelnen dem Wohl und den Zielen der Gemeinschaft (die man auch abstrakt und länderübergreifend definieren kann) unterzuordnen. Alles ist auf Solidarität zugeschnitten, letztlich also auf Gerechtigkeit in jedeweder Hinsicht.

Und wenn wir uns beide Positionen mal anschauen, dann stelle ich zumindest für meinen Teil fest, dass ein Volk nur mit Aspekten aus beiden Welten glücklich leben kann. Die Freiheit des Einzelnen führt unweigerlich irgendwann zu Ungerechtigkeit und die über alles gestellte Gleichberechtigung und -macherei zum Tod der Freiheit und des Wettkampfs. Der Mensch braucht aber beides.

Was die Länder betrifft nicht. Und wenn ich diesbezüglich an Parlamentsausflüge anderer rechter Parteien, aber auch an die der Piratenpartei denke, dann bin ich skeptisch, was Deine Voraussage anbelangt.
Nun, man wird natürlich versuchen, die AfD zu boykottieren, wo man nur kann. Das ist mir völlig klar. Aber das muss sie aushalten. Und zumindest auf Länderebene kann man hoffen, dass ohne die Zustimmung der AfD auch nichts bewegt werden kann und somit ein Dialog notwendig sein wird, sofern man nicht 5 Jahre Stillstand will (den man sich in der aktuellen Lage nun wirklich nicht leisten kann).

Das stimmt jedenfalls dann, wenn nicht auch noch andere Maßnahmen ergriffen werden. :yes: Deswegen glaube ich ja eigentlich, dass es zu irgendeiner Lösung kommen wird. Vermutlich wird es eine sein, die mir nicht sonderlich gut gefällt... :roll:
Wenn es eine Lösung von der Regierung geben sollte, dann wird sie wohl niemandem gefallen, der einen deutschen Pass hat. Denn jede Lösung wird vor allem horrend viel Geld kosten. Und da fallen mir nicht viele Optionen ein, wie dieses Geld zu beschaffen sein mag. Aber egal welche Option ich ziehe, letztlich ist der Zahlende immer der Gleiche. Insofern ist es eigentlich egal, welche Lösung da aus dem Hut gezaubert wird.

Eine andere Lösung, die allerdings nicht mit den Etablierten zu machen sein wird, dafür aber billiger und vor allem schonender für das Land wäre, kann ich mir nur mit der AfD vorstellen.

Ich hoffe ja immer noch, dass selbst die Amerikaner nicht so dämlich sein können, Trump zu wählen.
Diese Hoffnung hat schon was von schonungslosem Idealismus. Ich meine, die Yankees haben schon Bush gewählt. Sogar wiedergewählt, nachdem er in der arabischen Welt wilde Sau gespielt hat. Oder nehmen wir den Obama, der eigentlich gar kein Versprechen gehalten hat, das er bei Amtsantritt gab und trotzdem wiedergewählt wurde. Nur weil er Bin Laden (angeblich) hat hinrichten lassen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion? Na wenn das dem Ami reicht, dann wird wohl Trump mit seinem Kurs locker die Wahl gewinnen.

ich für meinen Teil habe da die Hoffung längst aufgegeben. Die Amis ticken nicht wie Michael Moore oder Tom Hanks. Sie ticken wie John Wayne und Arnold Schwarzenegger. Der hat es im Übrigen erkannt und hatte Erfolg. Klar, in Maine hätte er die Wahl nie gewonnen, aber in California und Florida sehr wohl.

Ok, nun nehmen wir für den Moment mal an, der Donald Trump gewinnt die Wahl. Und die Frau Doktor muss nun ihren angestammten Platz im seinem Arsch einnehmen. Also ich befürchte, dass dieser Einfluss aus Übersee mir auch nicht gefallen wird. Denn das einzige Interesse Trumps dürfte darin bestehen, uns vom Russen fern zu halten. Also nicht nur von russischem Gas, sondern generell. Und ihm traue ich auch problemlos zu, die Welt wieder in einen kalten Krieg zu stürzen und damit in die Gefahr eines nuklearen Holocausts. Aus dieser Sicht heraus machen es Seehofer und die AfD goldrichtig. Zumindest so lange, wie man nicht im russischen Arsch dauerhaft Quartier beziehen will.

All das vermisse ich bei der CDU. Sehe ich in Ansätzen bei der SPD. Und bei der Linkspartei, aber auch der AfD. Wie gesagt, auf der Punkteliste sind mir die anderen aber zu weit von meinem Weltbild weg.
 
[...] Und wenn wir uns beide Positionen mal anschauen, dann stelle ich zumindest für meinen Teil fest, dass ein Volk nur mit Aspekten aus beiden Welten glücklich leben kann. Die Freiheit des Einzelnen führt unweigerlich irgendwann zu Ungerechtigkeit und die über alles gestellte Gleichberechtigung und -macherei zum Tod der Freiheit und des Wettkampfs. Der Mensch braucht aber beides. [...]

Danke für die Politikstunde. :mrgreen:

Natürlich sind Rechte (oder meinetwegen auch Konservative) erstmal nicht per se das unfassbar Böse. An ihrem äußersten Rand können sie es allerdings durchaus sein. Und bei denen kommt häufig auch noch schlichte Dummheit hinzu (Ja ich weiß, das gilt für links auch, aber ich habe mittlerweile das Gefühl, die Zahl der Rechten wird größer und wird zu einem echten Problem)...

Und ja, es muss ein Ausgleich zwischen Individualfreiheiten und gesellschaftlicher Verantwortung gefunden werden. Und sicher ist die "pure" Ideologie der Linkspartei nicht mein Wunschziel. Aber derzeit tendiert die Realität doch deutlich zu sehr in Richtung Freiheit (auch) auf Kosten anderer (siehe nur Bankenkrise als Beispiel). Deshalb braucht es meines Erachtens da erstmal ein Korrektiv. Und das kann ich bei der AfD nun irgendwie nicht erkennen.

Zudem habe ich so meine Problemchen bei dem Rückzug aus den europäischen Institutionen und dem Euro, den die AfD ja gern möchte (ja ich weiß, auch in der Linksprtei gibt es Leute die das wollen). Denn vieles, was aus meiner Sicht notwendig wäre, ist heute einfach nur noch international zu lösen (Beispiel: Finanztransaktionssteuer zur Abmilderung der Folgen der Bankenkrise). Zudem ist die EG/EU jedenfalls historisch ein Garant für Frieden in Europa gewesen. Das sollte man nicht leichtfertig auf´s Spiel setzen, auch wenn die Gefahren da im Augenblick gering sein mögen.

[...] Wenn es eine Lösung von der Regierung geben sollte, dann wird sie wohl niemandem gefallen, der einen deutschen Pass hat. Denn jede Lösung wird vor allem horrend viel Geld kosten. Und da fallen mir nicht viele Optionen ein, wie dieses Geld zu beschaffen sein mag. [...]

Das hatten wir schon mal. ;) Ich habe nichts dagegen, wenn Geld in die Hand genommen werden muss, um Probleme nachhaltig zu lösen. Dafür darf man gerne auch wieder Schulden machen, wenn es denn Ergebnisse bringt.

[...] Diese Hoffnung hat schon was von schonungslosem Idealismus. [...]

Er ist im Wahlkampf einer Menge Leuten an den Karren gefahren. Das mag für´s Entertainment und kostenlose Medienpräsenz ja prima sein, aber ob sich das auch an der Wahlurne auszahlt...? Wenn er beispielsweise Frauen niedermacht, hat er theoretisch schon mal die Hälfte der Wähler gegen sich. Ganz schlechter Plan. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke damit habe ich dann wohl ganz gut gezielt und wieder einmal noch umso besser getroffen. Siehe auch gleich in einem anderen Fall.

:LOL: :LOL: :LOL:

Ja, also wenn du hier für etwas bekannt bist, von deinen hanebüchenen Übertreibungen, die, wie du mal geschrieben hast, zum NACHDENKEN anregen sollen :think::think::think:, dann vor Allem für deine Treffsicherheit. :p

So zum Beispiel als du den Blog "Achse des Guten" madig machen wolltes und dazu die Einschätzung eines Autors heran gezogen hast, der bei der CSU rausgeflogen ist, weil der Typ selbst denen zu rechts war. Du weißt schon, der mit dem HITLERGRUß... :LOL:

Erspare uns doch bitte einfach diese und andere Peinlichkeiten und geh heute mal ein wenig an die frische Luft, statt den ganzen Tag lang auf irgendwelchen Hassseiten rumzuklicken. :ugly:

Welche? / Anm. Jumper2: gemeint waren Maßnahmen zur Grenzsicherung

Ich würde darunter alle üblichen Maßnahmen zählen, die beispielsweise bei einer Demonstration Anwendung finden. Also Polizeikette, Wasserwerfer, Tränengas etc. Was das Thema Schusswaffengebrauch angeht, könnte man noch anführen, dass Warnschüsse in die Luft eine abschreckende Wirkung haben können und man auch Gummmigeschosse verschießen kann.

Das klingt jetzt natürlich wieder alles sehr martialisch, aber ich hoffe wir sind uns darüber einig, dass niemand vorhat, MG-Nester und Leopard-Panzer an der Grenze zu stationieren. Diese ganze Debatte darüber ist in meinen Augen ohnehin viel zu abstrakt, weil es zu solch einer Situation wohl auch niemals kommen wird.

Schon garnicht nachdem die Bundesraute den Tag der offenen Tür ausgerufen hat. Denn wie gesagt, solche Bilder sind an der deutschen Grenze schlicht unvorstellbar.

:yes: Das ist ein Dilemma, aus dem man nur mit ganz neuen Ideen herauskommt. Sprich: Versorgung unter Unterbringung in legalem und menschenwürdigem Umfang vor Ort, soweit nicht möglich legale Fluchtmöglichkeiten, Regulierung der Rüstungsexporte, Bekämpfung illegalen Waffenhandels und Schleuserorganisationen....

Das ist aber alles weniger einfach und vor allem deutlich teurer.

Ich bin mir da garnicht so sicher, ob das am Ende teurer wird. Finanzexperten sehen für die nächsten 2 Jahre einen Finanzierungsbedarf von 50 Milliarden!!! € für Unterbringung, Versorgung, Integration etc. Das ist eine schier unglaubliche Summe, Tendenz steigend! Und das ja nur für Deutschland! Andere Länder, wie Schweden, Dänemark, Österreich etc. haben ja auch sehr hohe Kosten, wenn auch nicht ganz in dieser Größenordnung.

Würde man nur die Hälfte dieser Kosten aufwenden und heimatnahe Flüchtlingslager errichten, könnte man die Menschen dort sicherlich sehr gut versorgen.

Und was machen eigentlich diese ganzen nutzlosen Muslimenverbände in Deutschland derweile? Natürlich gar nichts. Ok, sie stellen gute Forderungen. Aber das zu fordern, ist ja wohl das allermindeste, was der logische Menschenverstand gebietet. Ansonsten tun die gar nichts. Aber hey, dass sind deren Glaubensbrüder in Not! Einige von den heutigen Flüchtlingen haben Christen in ihrer Heimat verdroschen oder mindestens gemobbt und erwarten nun von Christen hier Hilfe. Witzig - ein wenig zumindest.

Ja, sehr gute Frage! Man könnte auch mal die Länder in der Nachbarschaft fragen. Wie zum Beispiel Saudi Arabien, die zwar Deutschland gerne 200 Moscheen spendieren wollen, aber ansonsten mit Ihren Brüdern und Schwestern nichts zu tun haben wollen, es sei denn, man braucht billige Lohnsklaven.
 
Musst Du was kompensieren?

So zum Beispiel als du den Blog "Achse des Guten" madig machen wolltes und dazu die Einschätzung eines Autors heran gezogen hast, der bei der CSU rausgeflogen ist, weil der Typ selbst denen zu rechts war. Du weißt schon, der mit dem HITLERGRUß... :LOL:
Tja das tut weh, wenn man etwas kritisches über seine Seite hört und so gar nichts dagegen zum widerlegen bringen kann oder? Dazu dann auch die Nähe zu pi-news. Das hat man halt nicht gern. Aber sollte das mein Problem sein, wenn Du damit nicht klarkommst?
Und btw schon wieder :LOL:?

Schon garnicht nachdem die Bundesraute den Tag der offenen Tür ausgerufen hat. Denn wie gesagt, solche Bilder sind an der deutschen Grenze schlicht unvorstellbar.
Darf ich noch fragen wann und in welcher Form das war? diese Aussage wird vom rechten Flügel doch genauso umgedichtet wie damals Gabriel's Aussage zum Pack. Wo auch bis heute der rechte Flügel nicht belegen kann wieso eigentlich jeder "Sympathisant" sich eigentlich als Pack bezeichnen lassen will. Wo er doch angeblich nicht vor Ort war in Heidenau und auch nicht an der zuvor stattgefundenen NPD-Demo. Merkwürdig....


Würde man nur die Hälfte dieser Kosten aufwenden und heimatnahe Flüchtlingslager errichten, könnte man die Menschen dort sicherlich sehr gut versorgen.
Wie "heimatnah" soll es denn sein? Libanon, was ca. 1/3 seiner Bevölkerung als Flüchtlinge bis jetzt aufnahm? Jordanien, welches zwischen 600.000 und 1.2Mio aufgenommen hat. Was zwischen ca. 10-20% macht. Türkei welche an die etwa 2Mio. aufgenommen hat. Willst Du eigentlich unbedingt das jene Staaten auch noch umkippen, oder ist es Naivität die da sagt, ach da können ruhig noch mehr rein? Wird schon nichts passieren? Und diese Länder sind weit aus ärmer als die europ. Staaten.

Mit Saudi-Arabien hast Du sicher Recht, nur ist es wohl ähnlich wie in der EU. versuch den Ländern die niemanden aufnehmen klar zu machen das sie eine Verpflichtung hätten. Wir sponsern nur SA für weitere Kriege, siehe Jemen und Co..
 
[...] Diese ganze Debatte darüber ist in meinen Augen ohnehin viel zu abstrakt, weil es zu solch einer Situation wohl auch niemals kommen wird. [...]

Du meinst, nicht an der deutschen Grenze? Vermutlich nicht, nein.
Dann sollte man als CSU (und wenn man in der Partei realistisch bleiben möchte, sogar als AfD) aber auch endlich aufhören, von "deutschen Obergrenzen" zu faseln... :roll:

[...] Ich bin mir da garnicht so sicher, ob das am Ende teurer wird. [...] Würde man nur die Hälfte dieser Kosten aufwenden und heimatnahe Flüchtlingslager errichten, könnte man die Menschen dort sicherlich sehr gut versorgen. [...]

Die Finanzierung einer solchen Unterbringung ist nicht das Problem, stimmt. Eher schon die Bekämpfung der Kriminalität. Außerdem könnten manche Länder ein Problem damit haben, wenn Europa "Fillialen" auf ihrem Gebiet eröffnet...

[...] Ja, sehr gute Frage! Man könnte auch mal die Länder in der Nachbarschaft fragen. Wie zum Beispiel Saudi Arabien, die zwar Deutschland gerne 200 Moscheen spendieren wollen, aber ansonsten mit Ihren Brüdern und Schwestern nichts zu tun haben wollen, es sei denn, man braucht billige Lohnsklaven.

Saudi Arabien könnte man überhaupt mal ein bisschen anders behandeln. Aber da fürchtet man sich ja vor einer Ölkrise oder vor Rüstungslobbyisten. Dabei könnte man eventuelle Ölkrisen schon längst überwunden haben, aber das ist ein anderes Thema und soll ein ander mal diskutiert werden...:biggrin:
 
Danke für die Politikstunde. :mrgreen:
Ich wollte Dich damit nicht schulmeistern oder klugscheißen, aber ich habe zunehmend den Eindruck, dass man solche Sachen mal klar stellen muss.

Ich lese hier immer wieder (nicht von Dir!), auf die Frage hin, warum "politisch rechts" denn abzulehnen wäre, weil man keinen Rassismus, keinen Egoismus, keine Minderheitenverfolgung, keine Pest, Cholera und Ebola in der Welt haben will, sondern Frieden, Gerechtigkeit und Sonnenschein. Irgendwie scheint es da ein ganz grundsätzliches Missverständnis zu geben - ein Pfurz im Hirn.

Natürlich sind Rechte (oder meinetwegen auch Konservative) erstmal nicht per se das unfassbar Böse. An ihrem äußersten Rand können sie es allerdings durchaus sein.
Das ist doch das, was ich sage: Am Rand, also im Extremismus, verkehrt sich jede gute Idee ins Gegenteil. Alles in dieser Welt braucht eine gesunde Dosis. Eine richtige Dosis heilt, eine zu hohe tötet. Ist immer so.

Dabei ist es eigentlich sogar falsch. Denn wenn man jedem die Freiheit zugesteht, die man selbst für sich beansprucht, schließt das schon per Defintion Massenmord und Verfolgung aus. Klar, Gleichberechtigung auch. Aber an beiden extremen Rändern haben wir gesehen, wie man die eigene Ideologie letztlich so umdeuteln kann, dass sogar ein Genozid darin Platz findet. Aber das hat nichts mehr mit der eigentlichen Ideologie zu tun.

Und bei denen kommt häufig auch noch schlichte Dummheit hinzu (Ja ich weiß, das gilt für links auch, aber ich habe mittlerweile das Gefühl, die Zahl der Rechten wird größer und wird zu einem echten Problem)...
Ja, nun kann ich Dir aber sogar schriftlich geben, dass es mir umgekehrt genauso geht. Allein das Wort "rechts" scheint bei den meisten eine instantane Assoziation mit Adolf H****r und damit Brechreiz hervor zu rufen. Das ist ein angelernter, ja indoktrinierter Reflex; der hat mit Verstand auch nicht viel zu tun. Das gleiche gilt für Begriffe wie "deutsch", "national" und "freiheitlich". Mir kommt es so vor, als sei das Volk schon so "auf Linie gebracht", dass einem Angst und Bange werden muss.

Und diese Dummheit macht doch auch nicht vor Leuten halt, die eigentlich eine gute Bildung genossen haben, wie etwa diese Röpke. Da macht die kleine Perle Fotos, um sie der Antifa zur Verfügung zu stellen, die dann ihren wenig schlauen Mannen neue Feindbilder mit Namen und Fotos liefert. AfD = Nazis? Oder hat die Antifa dann doch irgendwie ihr Ziel aus den Augen verloren und drischt nur noch blind auf den politischen Gegner ein?

"Links" hat per se mit "Verstand" oder "Intellektualität" etwa genauso viel zu tun wie die Milka lila Kuh mit der Mondlandung, wenn Du mich fragst.

Aber derzeit tendiert die Realität doch deutlich zu sehr in Richtung Freiheit (auch) auf Kosten anderer (siehe nur Bankenkrise als Beispiel). Deshalb braucht es meines Erachtens da erstmal ein Korrektiv. Und das kann ich bei der AfD nun irgendwie nicht erkennen.
Ok, ich sehe eher das Gegenteil. Frau Doktor auf der Jagd nach ihrem Nimbus und sich selbst dem Grundsatz verpflichtend, alle Menschen gleich behandeln zu wollen, hat sie das Land in eine Krise gestürzt. Die Bankenrettung hingegen war kein Akt zur Sicherung der Individualfreiheit, höchstens ein Akt zum Schutze des persönlichen Eigentums jedes einzelnen Bürgers. Damit könnte man sicherlich sagen, es war ein "politisch rechter" Akt, aber wer der bekennenden Linken hier oder sonstwo hätte wirklich zugestimmt, sein Erspartes verloren zu geben, um dass danach die Banken hätten womöglich verstaatlicht worden wären? Na, so weit geht dann der Idealismus doch nicht mehr, oder?

Zudem habe ich so meine Problemchen bei dem Rückzug aus den europäischen Institutionen und dem Euro, den die AfD ja gern möchte (ja ich weiß, auch in der Linksprtei gibt es Leute die das wollen). Denn vieles, was aus meiner Sicht notwendig wäre, ist heute einfach nur noch international zu lösen
Ok, also Du bist ein Befürworter Europas. Aber auch Du wirst doch wohl zugestehen müssen, dass das Europa, welches künstlich konstruiert, stümperhaft umgesetzt und jetzt schon an allen Ecken und Kanten zu zerbrechen droht, nicht das ist, was sich die Väter dieser Idee überlegt hatten, oder?

Ich meine, man kann für oder gegen eine EU sein. Ich bin dagegen und habe dafür auch meine Gründe oft genug aufgeschrieben. Aber selbst wenn man dafür ist, dann kann man doch nicht mehr umhin zu bemerken, dass die Art, wie Europa umgesetzt wurde, das genaue Gegenteil dessen bewirkt, was mal geplant war.

Sicherung des Friedens in Europa? Ich glaube, Europa hat nach dem zweiten Weltkrieg nie wieder näher an einem Krieg und neuen, höheren Grenzen gestanden, als heute und in den kommenden Monaten. "Gemeinsam statt einsam"? Seit Anbeginn der EU war jedes Land auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Es wurde verhandelt und verhandelt, was immer in Erpressung gipfelte. Es ging darum, möglichst viel Geld aus der EU abzusahnen, nationale Zugeständnisse zu erhaschen und das Wort "TEAM" bedeutete nach EU-Länder-Auffassung nichts anderes als "Toll Ein Anderer Machts", zumindest wenn es um Probleme, wie etwa die Flüchtlingskrise ging. Was bitte ist an dieser EU schützenswert? Jedem einzelnen Land ging es ohne EU und vor allem ohne EURO vorher besser. Also was soll der blinde Idealismus einer "europäischen Lösung"? Wenn eine EU, dann nur nach Vorbild der USA, also mit einer gemeinsamen Regierung, Gesetzesrahmen und Kassen. Aber oh je - das will auch keiner.

Die Auflösung dieses unsäglichen Zustandes, das wir "EU" nennen und die Wiedereinführung nationaler Währungen ist meiner Meinung nach ein wichtiges und dringendes Primärziel, das vor allem die AfD auf dem Zettel hat. RIESEN Pluspunkt.

Er ist im Wahlkampf einer Menge Leuten an den Karren gefahren. Das mag für´s Entertainment und kostenlose Medienpräsenz ja prima sein, aber ob sich das auch an der Wahlurne auszahlt...? Wenn er beispielsweise Frauen niedermacht, hat er theoretisch schon mal die Hälfte der Wähler gegen sich. Ganz schlechter Plan. :ugly:
Na das macht Trump aber nicht. Er wettert ja gezielt gegen Minderheiten, die schon in der Vergangenheit immer wieder im Fokus standen. Sein Pech, dass Amerika voll von Negern ist, sonst hätte er dazu wohl auch noch was zu sagen gehabt. Noch dazu haben wir ja gelernt, dass in Amerika fast immer der Kandidat die Wahl gewinnt, der das meiste Geld in den Wahlkampf steckt. Also der sich Leute leistet (oder leisten kann), die auch von Tür zu Tür laufen und in den "Zweikampf" gehen - und das sehr professionell; also nicht wie das "Guidomobil".
 
Musst Du was kompensieren?

Nein, aber es war mir ein inneres Bedürfnis auszudrücken, wie Lächerlich ich deine Aussage oben finde, sowie deine Argumentationen im Allgemeinen. ;)

Tja das tut weh, wenn man etwas kritisches über seine Seite hört und so gar nichts dagegen zum widerlegen bringen kann oder? Dazu dann auch die Nähe zu pi-news. Das hat man halt nicht gern. Aber sollte das mein Problem sein, wenn Du damit nicht klarkommst?
Und btw schon wieder :LOL:?

Ich muss hier garnicht widerlegen. Es kann sich jeder selbst ein Urteil bilden. Die Seite ist ja nun nicht schwer zu finden. Möglicherweise kommen andere Leute dann aber zu einer ganz anderen Einschätzung als die, die du hier ständig suggerieren willst. Wenn nicht, ist es aber auch nicht schlimm. ;)

Mit dem Hitlergrüßaugust hast du dir in jedem Fall keinen Gefallen getan. Aber wenn du deine Quellen immer so gewissenhaft prüfst, wundert mich ehrlich gesagt garnichts mehr. :ugly:

Darf ich noch fragen wann und in welcher Form das war? diese Aussage wird vom rechten Flügel doch genauso umgedichtet wie damals Gabriel's Aussage zum Pack. Wo auch bis heute der rechte Flügel nicht belegen kann wieso eigentlich jeder "Sympathisant" sich eigentlich als Pack bezeichnen lassen will. Wo er doch angeblich nicht vor Ort war in Heidenau und auch nicht an der zuvor stattgefundenen NPD-Demo. Merkwürdig....

Merke: Wenn 2 das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe!

Wie "heimatnah" soll es denn sein? Libanon, was ca. 1/3 seiner Bevölkerung als Flüchtlinge bis jetzt aufnahm? Jordanien, welches zwischen 600.000 und 1.2Mio aufgenommen hat. Was zwischen ca. 10-20% macht. Türkei welche an die etwa 2Mio. aufgenommen hat.

Du bist also nicht der Auffassung, dass man die Gelder die hierzulande aufgebracht werden, besser in die Flüchtlingslager investiert hätte, damit die Leute nicht auf die Idee kommen, aus einem Land, in dem ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen, zu "flüchten", ihr Hab und Gut zu verscherbeln um eine Riesensummer an Schlepper zu blechen, um dann in einer Nussschale im Mittelmehr zu ersaufen?

Wusstest du eigentlich, dass auf der Fluchtroute in Europa in den letzten 2 Jahren über 10.000 Kinder verschwunden sind? Wir können ja gerne darüber mal reden und wer dafür verantwortlich ist.

Willst Du eigentlich unbedingt das jene Staaten auch noch umkippen

DAS musst du mir jetzt aber mal erklären.

Mit Saudi-Arabien hast Du sicher Recht...

Das ich DAS noch erleben darf. :mrgreen:

Du meinst, nicht an der deutschen Grenze? Vermutlich nicht, nein.
Dann sollte man als CSU (und wenn man in der Partei realistisch bleiben möchte, sogar als AfD) aber auch endlich aufhören, von "deutschen Obergrenzen" zu faseln... :roll:

Wieso eigentlich? Wieso kann man nicht sagen, wir leisten unseren Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten? Und diese sind begrenzt! Will man diese Menschen denn die nächsten 10 Jahre in Turnhallen einquartieren? Wo sind denn die großen Baupläne um all die hunderttausende Menschen unterzubringen? Das einzige was ich sehe, sind Containerdörfer, die quasi ohne Ankündigung über Nacht entstehen. Das soll auf Dauer funktionieren?

Die Finanzierung einer solchen Unterbringung ist nicht das Problem, stimmt. Eher schon die Bekämpfung der Kriminalität. Außerdem könnten manche Länder ein Problem damit haben, wenn Europa "Fillialen" auf ihrem Gebiet eröffnet...

Wenn es den politischen Willen dazu gibt, ist alles möglich. Man sieht das doch in der Türkei. Meiner Meinung nach, hat sich die Bundesraute durch ihre Politik in eine Lage gebracht, die sie zu Verhandlungen mit Ländern zwingt, die man mit diplomatischen Augen gesehen normalerweise nicht mal mit dem Arsch ansehen würde.

Da man aber nicht nur sein eigenes Land vor vollendete Tatsachen stellt, sondern auch ganz Europa, macht man sich da natürlich keine großen Freunde. Das große Friedensprojekt EU ist derzeit in Gefahr, weil wir uns von unseren europäischen Freunden immer weiter entfernen. Und das nicht erst seit der Eurokrise. ;)
 
[...] Da macht die kleine Perle Fotos, um sie der Antifa zur Verfügung zu stellen, die dann ihren wenig schlauen Mannen neue Feindbilder mit Namen und Fotos liefert. [...]

Ist das eine Tatsache oder eine Befürchtung der AfD? Oder möchte man sie aus anderen Gründen nicht dabei haben?

[...] Die Bankenrettung hingegen war kein Akt zur Sicherung der Individualfreiheit, höchstens ein Akt zum Schutze des persönlichen Eigentums jedes einzelnen Bürgers. Damit könnte man sicherlich sagen, es war ein "politisch rechter" Akt, aber wer der bekennenden Linken hier oder sonstwo hätte wirklich zugestimmt, sein Erspartes verloren zu geben, um dass danach die Banken hätten womöglich verstaatlicht worden wären? Na, so weit geht dann der Idealismus doch nicht mehr, oder? [...]

Ich habe nicht behauptet, dass man die Banken gänzlich hätte fallen lassen sollen. Es wurde aber gar nicht geprüft, ob die Pleite der einen oder anderen Bank nicht doch verträglich gewesen wäre (insbesondere im Hinblick auf den "normalen" Sparer). Was aber viel wichtiger ist: Es wurden bislang null Konsequenzen gezogen. Die Banken machen wieder prima Profit, von dem sie natürlich nichts abgeben müssen und sind beim nächsten Mal wieder "too big to fail". Steuerzahler trägt Verluste, Privatleute schnappen Gewinne? Ist das Deine Auffassung von Freiheit?

[...] Ok, also Du bist ein Befürworter Europas. Aber auch Du wirst doch wohl zugestehen müssen, dass das Europa, welches künstlich konstruiert, stümperhaft umgesetzt und jetzt schon an allen Ecken und Kanten zu zerbrechen droht, nicht das ist, was sich die Väter dieser Idee überlegt hatten, oder? [...]

Ich würde wieder einmal nicht Deine Worte wählen, aber im Kern gebe ich Dir Recht. Man hat aufgehört, an der großen Idee weiter zu arbeiten und sich statt dessen in Kleinkram verzettelt. Daneben hat man die Wirtschaftsinteressen vor alles andere gesetzt. Das war so auch nie geplant, wenn es auch durchaus einen nicht unwichtigen Teilaspekt betrifft.

[...] Sicherung des Friedens in Europa? Ich glaube, Europa hat nach dem zweiten Weltkrieg nie wieder näher an einem Krieg und neuen, höheren Grenzen gestanden, als heute und in den kommenden Monaten. [...]

Wer will uns denn angreifen? 8O

[...] Wenn eine EU, dann nur nach Vorbild der USA, also mit einer gemeinsamen Regierung, Gesetzesrahmen und Kassen. [...]

Dem würde ich, im Ergebnis, zustimmen. Aber das ist nicht so einfach durchzusetzen, nicht zuletzt wegen des Widerstandes der Konservativen in den Mitgliedsstaaten. ;) Mir würde es reichen, endlich wieder ernsthaft daran zu arbeiten, statt zu versuchen mit allen Mitteln Großbritannien auf Linie zu bekommen oder gefährliche Abkommen mit den USA zu verhandeln...

[...] [Frauenfeindlichkeit] Na das macht Trump aber nicht. [...]

Macht er nicht? Google, erster Treffer Und Frauen waren nicht die einzige größere Gruppe, die er vor den Kopf gestoßen hat. So kommt zum Beispiel auf jeden illegalen Einwanderer, den er rauswerfen will und beleidigt hat mindestens ein Verwandter mit US-Pass und Wahlberechtigung. Ob die das so gut finden?

[...] Wieso eigentlich? Wieso kann man nicht sagen, wir leisten unseren Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten? [...]

Sekt oder Selters. Wenn ich eine Obergrenze habe, muss ich sie doch auch irgendwie durchsetzen. Oder soll die nur als "politisches Signal" an die Flüchtlinge rausgehen? Dann fragt sich wer wirksamer betrügen kann, Seehofer und Konsorten oder die Schlepperbanden vor Ort.

[...] Wenn es den politischen Willen dazu gibt, ist alles möglich. Man sieht das doch in der Türkei. Meiner Meinung nach, hat sich die Bundesraute durch ihre Politik in eine Lage gebracht, die sie zu Verhandlungen mit Ländern zwingt, die man mit diplomatischen Augen gesehen normalerweise nicht mal mit dem Arsch ansehen würde.

Da man aber nicht nur sein eigenes Land vor vollendete Tatsachen stellt, sondern auch ganz Europa, macht man sich da natürlich keine großen Freunde. Das große Friedensprojekt EU ist derzeit in Gefahr, weil wir uns von unseren europäischen Freunden immer weiter entfernen. Und das nicht erst seit der Eurokrise. ;)

Auch hier noch einmal: Sekt oder Selters. Wenn man die Flucht aus den Krisenregionen verhindern möchte (aus finanziellen und humanitären Gründen), dann muss man wohl oder übel auch mit Leuten reden, denen ich auch lieber nicht begegnen würde. Es macht jedenfalls aus meiner Sicht keinen Sinn, die Flüchtlingslager in den EU-Außenstaaten aufzuschlagen und das dann zu finanzieren, um die Partnerländer ruhigzustellen.

Und ja, Dublin II (oder wars III?) war ein mieser Griff ins Klo. Wurde auch damals schon von vielen so gesehen. Das rächt sich jetzt. Weiteres zu Europa siehe oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss hier garnicht widerlegen.
Das stimmt indirekt. Zeigt dann aber das Du es mit Argumenten halt nur sehr selten hast.

Mit dem Hitlergrüßaugust hast du dir in jedem Fall keinen Gefallen getan. Aber wenn du deine Quellen immer so gewissenhaft prüfst, wundert mich ehrlich gesagt garnichts mehr. :ugly:
Ist das denn nun schon unter Dach und Fach das es so war? Weil der Focus-Artikel gab ja nicht viel her, ausser das Guttenberg auch nicht für möglich hielt. Bei der Suche nach anderen Artikeln würde ich bisher ebenso wenig fündig wie nach dem Bild. Hast Du da mehr Infos?



Merke: Wenn 2 das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe!
Welche zwei denn gleich?

Du bist also nicht der Auffassung, dass man die Gelder die hierzulande aufgebracht werden, besser in die Flüchtlingslager investiert hätte, damit die Leute nicht auf die Idee kommen, aus einem Land, in dem ihnen keine Bomben auf den Kopf fallen, zu "flüchten", ihr Hab und Gut zu verscherbeln um eine Riesensummer an Schlepper zu blechen, um dann in einer Nussschale im Mittelmehr zu ersaufen?
Schon mal informiert, zur Südtürkei, Libanon allgemein? Und warum willst Du anderen Ländern bis zu 30% Flüchtlinge aufbürden und selbst in Deutschland bei 1/80 schon nach Gefahr des Bestands Deutschlands faseln? Das Asyl ein Menschenrecht ist, ist international, nicht nur in der Nähe des jeweiligen Landes wo Krieg geführt wird.

Wusstest du eigentlich, dass auf der Fluchtroute in Europa in den letzten 2 Jahren über 10.000 Kinder verschwunden sind? Wir können ja gerne darüber mal reden und wer dafür verantwortlich ist.
Können wir gerne, nur nicht hier bei der AfD, oder?



DAS musst du mir jetzt aber mal erklären.
Nehmen wir als Gegenbeispiel Deutschland. Hier wird fast jeden Tag vom rechten Flügel (Photon für Dich schaue mal nach den Unterschied zwischen konservativ und rechts ;) ) die Zerstörung Deutschlands herauf beschworen. Wir haben ca. 1/80 im letzten Jahr an Flüchtlingen aufgenommen. Z.B. der Libanon hat 30%! seiner Bevölkerung allein mit Flüchtlingen aufgenommen. Was denkst Du sollte jetzt der Libanon sagen? Haben die mehr Arbeitsstellen? Mehr Geld für Flüchtlingscamps?
Kurz zusammengefasst das "arme Deutschland" wo soviele drauf "stolz" sind, kann nicht mehr als 1/80 der Bevölkerung aufnehmen. Jene Personen die so denken, wollen aber das die Anrainerstaaten wie der Libanon, Jordanien und Co. noch mehr Leute aufnehmen und sich doch bitte nicht aufregen darüber. Wie opportunistisch und realitätsfern muss man sein um solch dummes Zeug von sich zugeben und auch noch davon überzeugt zu sein?

Das ich DAS noch erleben darf. :mrgreen:
Lies den Thread von etwas früher und Du wärst gar nicht so überrascht. Denn besonders die Verantwortlichen für die Kriege in Libyen, Irak, Syrien und Co. wurden von mir seit jeher kritisiert und zur Verantwortungsübernahme aufgefordert. Da hatte ich mich Photon schon so einige Diskussionen hier oder in themennahen Threads durch. Aber dann heisse ich Dich jetzt mal willkommen im übergeordneten Thread: Politik...


Wieso eigentlich? Wieso kann man nicht sagen, wir leisten unseren Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten? Und diese sind begrenzt! Will man diese Menschen denn die nächsten 10 Jahre in Turnhallen einquartieren? Wo sind denn die großen Baupläne um all die hunderttausende Menschen unterzubringen? Das einzige was ich sehe, sind Containerdörfer, die quasi ohne Ankündigung über Nacht entstehen. Das soll auf Dauer funktionieren?
Genau das meine ich, wir sind angeblich mit 1/80 schon an unserer Grenze, wollen aber Hunderttausende oder Millionen noch den Anrainerstaaten aufhalsen damit wir nicht auch Teil unserer Verantwortung (NATO und Co.) nachkommen müssen.
 
Sekt oder Selters. Wenn ich eine Obergrenze habe, muss ich sie doch auch irgendwie durchsetzen. Oder soll die nur als "politisches Signal" an die Flüchtlinge rausgehen? Dann fragt sich wer wirksamer betrügen kann, Seehofer und Konsorten oder die Schlepperbanden vor Ort.

Nee, Sekt oder Selters klingt so Alternativlos. Wie etwa: Scheitert der Euro scheitert Europa. ;)

Vorher muss ich die Obergrenze erst einmal beschließen. Das ist dann natürlich in erster Linie als politisches Signal zu verstehen. Natürlich muss ich die Obergrenze dann auch durchsetzen. Das würde bedeuten, dass man als ersten Schritt die Grenzen schließt.

Auch hier noch einmal: Sekt oder Selters. Wenn man die Flucht aus den Krisenregionen verhindern möchte (aus finanziellen und humanitären Gründen), dann muss man wohl oder übel auch mit Leuten reden, denen ich auch lieber nicht begegnen würde. Es macht jedenfalls aus meiner Sicht keinen Sinn, die Flüchtlingslager in den EU-Außenstaaten aufzuschlagen und das dann zu finanzieren, um die Partnerländer ruhigzustellen.

Grundsätzlich ist reden sowieso viel besser. Aber wenn man sich so vergallopiert, (meine Meinung) wie die Bundesraute, kann man sich seine Gesprächspartner leider nicht mehr aussuchen. Für die Türkei läuft das natürlich gut. Da kommt die Kanzlerin von Deutschland zum Staatsbesuch, obwohl die Türkei kurz vor einem Bürgerkrieg steht, man macht ein paar schöne Fotos, plaudert nett, nur nicht über Kurden, die man besser nicht erwähnt, obwohl man sie offiziell unterstütz und dann kommt man zum Thema, wie man die selbstverursachte Situation nun entschärfen kann.

Und ja, Dublin II (oder wars III?) war ein mieser Griff ins Klo. Wurde auch damals schon von vielen so gesehen. Das rächt sich jetzt. Weiteres zu Europa siehe oben.

Ist auch egal. Europäische Verträge sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden. Das ist leider so.

Das stimmt indirekt. Zeigt dann aber das Du es mit Argumenten halt nur sehr selten hast.

Ähhh... ja... :ugly:

Ist das denn nun schon unter Dach und Fach das es so war? Weil der Focus-Artikel gab ja nicht viel her, ausser das Guttenberg auch nicht für möglich hielt. Bei der Suche nach anderen Artikeln würde ich bisher ebenso wenig fündig wie nach dem Bild. Hast Du da mehr Infos?

Aber ja. Das Netz ist voll davon! Einfach mal googeln: hitlergruß csu feuert strategiechef

Zum Rest äußere ich mich später nochmal. Ich hatte hier vorhin schon was geschrieben, das war aber Bullshit. Hatte da was verwechselt. Kann passieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nee, Sekt oder Selters klingt so Alternativlos. Wie etwa: Scheitert der Euro scheitert Europa. ;) [...]

Ääääh, nein. das Auftauchen des Wörtchens oder in einem Satz impliziert das Vorhandensein von Alternativen... :LOL:

[...] Vorher muss ich die Obergrenze erst einmal beschließen. Das ist dann natürlich in erster Linie als politisches Signal zu verstehen. Natürlich muss ich die Obergrenze dann auch durchsetzen. Das würde bedeuten, dass man als ersten Schritt die Grenzen schließt. [...]

Also tun wir erstmal nur so, als wären wir entschlossen Flüchtlinge oberhalb der Menge XY nicht mehr aufzunehmen und hoffen, dass dann weniger kommen und wir die Obergrenze nicht erreichen? Ist denn das nicht genau die Form von Politik, gegen die die Protestwähler der AfD protestieren wollen?

Oder fangen wir tatsächlich wenigstens schon einmal an, Grenzanlagen zu errichten? Ich meine, damit wir überhaupt ansatzweise in der Lage wären, "die Grenze" zu schließen". Wie lange dauert so etwas wohl? :think: Incl. Baugenehmigungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Klagen von Bürgern...

[...] Ist auch egal. Europäische Verträge sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden. Das ist leider so. [...]

Das kann man leider auch als noch so glühender Europa-Befürworter nicht mehr ernsthaft in Zweifel ziehen. :ugly: