Ich bin aber keine Partei und will auch nicht gewählt werden.Die NPD hat sicherlich auch schon mal Sätze formuliert wie du. Bist du nun gleich? Immerhin sagen die viele Sätze im Leben...
Das mag ja der "Masterplan" diverser subversiver Elemente sein, aber spätestens wenn das erste Land offiziell den Staatsbankrott erklärt und auf das Sparen keinen Bock mehr hat, sind wir am Arsch.[...] Sie sagen auch immer wieder, dass die Südländer damit Probleme haben, dass der Euro für ihre Wirtschaftsleistung zu stark ist. Wenn das alles so stimmt kann es ja nur reines Machtinteresse sein trotz der Probleme einer starken Währung im Euro zu bleiben. Das heißt wir Deutschen nutzen die Ängste der Südländer aus um diese im Euro zwingend zu halten um weiter von einer Abwertung unserer Währung zu profitieren. Dabei spielt für uns das Schicksal der Menschen in den Südländern keine Rolle.[...]
Das ganze Modell geht doch nur so lange gut, wie die Südländer sich zu Tode sparen und das Volk es nicht schafft, die Regierungen zu stürzen.
Aber es gibt eben auch andere Wege. Ich sage ja nicht, dass vielleicht der Weg der AfD nicht funktionieren würde. Aber er wäre teuer, würde Deutschland entsetzlich viel Geld kosten und Europa auseinander treiben.
Die Probleme, die wir haben, lassen sich mit 2 Waffen bekämpfen: Inflation und Wirtschaftsaufschwung. Natürlich versucht man zuerst den Wirtschaftsaufschwung. Wenn der nicht klappt, bleibt ja nur noch die Inflation. Das ganze billige Geld der EZB ist im Grunde dafür gedacht, den Wirtschaftsmotor vor allem im Süden anspringen zu lassen. Klappt das nicht, sorgt das ganze billige Geld dafür, die Inflation noch schlimmer zu machen. Aber billiges Geld, horrende Kredite und Bürgschaften und ein Austritt der Länder (evtl. über die Option des Staatsbankrotts) ist ... na sagen wir es mal so: Riesenscheiße.
Nee nee, also ich bin bestimmt der allerletzte, der irgendeine Formulierung in irgendeine Tonne schmeißt, nur weil sie öffentlich als irgendwas gebrandmarkt ist. Im Gegenteil. Und die Frau Wagenkecht finde ich persönlich entsetzlich.[...] Aber auch abgesehen davon, dass ich die Zitate in Verbindung gebracht aus dem Zusammenhang gerissen sehe: Ich halte es für ziemlich problematisch per se Themen, oder sogar wie in Deinem Falle Formulierungen, als "braun gebrandmarkt" und demnach als "no go" im politischen Mülleimer zu versenken nur weil ein entsprechender Unsympath mal ähnliches abgelassen hat.
Auch Sara Wagenknecht äußert sich extrem Eurokritisch. Diese aber deswegen mit Herrn Voigt in einen Topf zu schmeißen würde sich aber wohl selbst die BILD nicht trauen.
Aber in dem Fall laufen beide Aussagen auf das Gleiche hinaus: Willst Du nicht freiwillig, so musst Du.
Natürlich wollen sie jetzt raus. Die meisten Deutschen (mich eingeschlossen!) wollten nicht mal in die EU rein. Aber warum wollen sie raus? Weil es immer mehr Menschen im Land schlecht geht. Immer mehr Arbeitslose, Rentenkürzungen, Kürzungen bei Sozialleistungen, ... Die Staaten sparen sich buchstäblich zu Tode. Und warum? Weil es so von der EU verordnet wurde.Ich bezweifle außerdem Deine These zumindest vage, dass die (Bürger der) südlichen Länder nicht aus der EU wollen. Noch mehr bezweifle ich (ich halte es sogar für extrem unwahrscheinlich), dass sie in der Mehrheit nicht aus dem Euro austreten wollen würden.
Andererseits hatten diese Länder vorher alles andere als gut funktionierende Systeme und aufstrebende Wirtschaften. Der Verfall wurde nur durch die EU beschleunigt, mehr nicht - wobei ich da Irland ausnehmen möchte. Aber was Griechenland, Spanien, Italien und Portugal betrifft, passt es schon. Aber ihnen Geld zu schicken im Wissen, dass sie es in ihrer aktuellen Lage niemals zurückzahlen können und sie gleichzeitig zum Sparen statt zum Investieren zu zwingen, grenzt schon an geplante Sklaverei.
Ok, dann müsstest Du aber mit einer Mistgabel in der Hand in den Bundestag stürmen. Denn dann wären unsere Politiker wahrhaft Volksverräter, gegen die man mit aller Härte und Radikalität vorgehen muss, derer man fähig ist - auch wenn der Amtseid keinerlei rechtliche Bindung hat. Zu sagen und zu glauben, dass meine Volksvertreter hingegen einfach nur zu blöd sind, lässt mich schlicht ruhiger schlafen und hält mich davon ab, diese Personen auf der Straße des 17. Juni Spießruten laufen lassen zu wollen - und das meine ich wörtlich.Mal wieder eine persönliche Einschätzung von mir: Ich halte es grundsätzlich für zu einfach zu sagen, dass unsere Volksverteter "zu blöd" sind. Persönlich glaube ich eher, dass sie genau das tun was sie tun sollen. Immer wenn eine Entscheidung getroffen wird bei der ich mir denke: "Was ist das denn für ein Unsinn? Sind die total blöd?" suche ich immer direkt nach Zusammenhängen die von dieser Entscheidung profitieren. Zu 99% stoße ich recht schnell auf solche Zusammenhänge und schon denke ich mir: "Die sind nicht blöd! Die sind brilliant!"
Na das ist eigentlich keine Theorie, das ist nach wie vor die Aussage Helmut Kohls und auch die offizielle Version. Aber ganz ehrlich: Deutschland (zumindest Westdeutschland) hat ja schon Jahrzehnte darauf hin gearbeitet. Europa wäre sowieso gekommen, auch wenn die Mauer heute noch stünde. Ich denke, es ging viel eher um irgendwelche Zusagen und Zugeständnisse, die man an die anderen Länder (vor allem die Franznacken) machen musste.[...] Es gibt ja auch nicht wenige die vermuten, dass Deutschlands Bekenntnis zum Euro eine Bedingung für die Zustimmung zur Wiedervereinigung war. Natürlich ist das Theorie, würde aber zumindest vieles widersinnige sehr hübsch erklären.
Aber das alles unterstreicht doch eigentlich nur das, was ich sage: Man kann Europa nicht "ungeschehen" machen. Auch ein AfD kann das nicht. Ginge es mit einem Knopfdruck, würde ich persönlich sogar lieber gestern als heute den Knopf drücken. Da es nicht geht, sucht man neue Wege zurück. Und diese Wege halte ich für falsch. Es gibt andere, die ich eher gehen würde. Im Augenblick ist der Weg, den ich präferieren würde jener, den Dirk Müller vorschlägt. Dieser Weg muss nicht der beste oder die einzige Alternative sein, aber er erscheint mir persönlich gangbar. Nur sagt da eben keiner, dass die Länder Europa verlassen sollen.
Und ich persönlich denke auch, dass der Euro scheitern wird, weil es nicht anders geht. Aber Europa als Wirtschaftskonstrukt erhält nach wie vor von mir das Prädikat "große Scheiße", aber dennoch kann man es nicht einfach wieder rückgängig machen...