Jo. Hätte ich vermutlich genauso gemacht. Dann doch lieber auf der Housse reiten und hoffen, dass die AfD am 22. September bei der hessischen Landtagswahl über die 5 % Hürde kommt. :LOL:
 
Muss ja eine echte Spitzenkraft sein, wenn sogar die FDP ihn nicht mehr will :LOL:

Nachtrag: Ich hab jetzt den Herrn Lucke ein paar mal in Talkshows bewundern dürfen - seine chauvinistische "ich bin Professor, also hab ich recht"-Plattitüde geht einem schon nach 5 Minuten kräftig auf den Zeiger... :-?

Bei "Hart aber Fair" am Montag war Wolfgang Bosbach der deutlich eloquentere Euroskeptiker - ginge es um Fußball, sollte die AfD eine Tranfersumme wie beim Götze-Wechsel aufbieten... :ugly:
 
"Alternative für Deutschland" setzt auf Wählerstimmen vom rechten Rand und NDP

Folgende News wurde am 16.05.2013 um 12:19:00 Uhr veröffentlicht:
"Alternative für Deutschland" setzt auf Wählerstimmen vom rechten Rand und NDP
Shortnews

Die Partei "Alternative für Deutschland" kämpft für den Einzug in den Bundestag und will dafür auch Stimmen vom rechten Rand gewinnen. In einem Interview sagte Parteichef Bernd Lucke: "Grundsätzlich ist es gut, wenn jemand uns wählt und nicht die NPD." Dieses Kokettieren mit rechten Wählern empört die FDP und die Linke, die der "AfD" vorwerfen, damit zuzugeben, mit Nazis zu sympathisieren und gegen die Verfassung zu sein.
 
Was heißt hier "gut"? Es ist EGAL, welche dumm europafeindliche Partei von Leuten gewählt wird, denen ohnehin nix am vernünftigen Zusammenleben untereinander liegt.
 
98,5% haben 2009 nicht die NPD gewählt. Symphatisieren jetzt quasi alle Parteien auf breiter Ebene mit Nazis? :think:
 
Was heißt hier "gut"? Es ist EGAL, welche dumm europafeindliche Partei von Leuten gewählt wird, denen ohnehin nix am vernünftigen Zusammenleben untereinander liegt.

Ohje... da ist man geneigt es mit Dieter Nuhr zu halten.

Wo genau ist die AfD denn "europafeindlich"? Nach intensiver Beschäftigung mit der Partei und dem Euro bin ich eher geneigt zu sagen, dass keine andere Partei Europafreundlicher ist als die AfD.
Aber vielleicht habe ich ja was falsch verstanden. In diesem Falle wäre ich für eine Erklärung Deiner Aussage dankbar. Es sei denn Du setzt "Eurofeindlich" mit "Europafeindlich" gleich. In diesem Falle wäre Deine Meinung dazu "weniger interessant"...
 
Nach intensiver Beschäftigung mit der Partei und dem Euro bin ich eher geneigt zu sagen, dass keine andere Partei Europafreundlicher ist als die AfD.
Kann man sich mit dieser Partei überhaupt intensiv beschäftigen? Ich meine, das Wahlprogramm besteht aus ein paar Stichpunkten, verteilt über 4 DIN-A4 Seiten. Dazu gibt es ein paar Auftritte/Interviews Lucke? WWas sind denn sonstige Informationen?
Und was macht sie denn aus deiner Sicht "europafreundlich"? Ich lese aus den Forderungen/Vorstellungen nur ein Rückkehr zu den einzelnen Nationalstaaten heraus. Das Ende der EU als starker Verbund in einer globalisierten Welt.
 
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Kommt selten genug vor, aber ich schließ mich perlini an.

https://www.netz-gegen-nazis.de/art...s-angebliche-sprachrohr-der-frustrierten-8660

https://www.tagesschau.de/inland/antieuro104.html

https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=16524

Edit:

https://www.tagesschau.de/inland/afdhaeusler100.html
Das sind geistige Brandstifter wie Sarrazin.

https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=16524 !
Forderungen aus den Programmentwürfen der AfD und ihrer direkten Vorgängerorganisation „Wahlalternative 2013“ anschaut:

Senkung des Spitzensteuersatzes auf 25%
Einhaltung der Schuldenbremse und Abbau der Staatsschulden
Liberalisierung des Arbeitsmarkts
25.000 Euro Kindspauschale bei der Geburt eines Kindes. Diese Pauschale soll jedoch nur dann ausgezahlt werden, wenn die Mütter in einem „geordneten Verhältnis“ leben, also „ein bestimmtes Mindestalter erreicht haben, über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und ein festes Arbeitsverhältnis haben etc.“
Höhe Renten für „Kinderreiche“
Mehr Eigenleistung im Krankenversicherungs-System
Bildung soll als „Kernaufgabe der Familie“ gefördert werden, Kitas und Schulen sollen dies lediglich „sinnvoll ergänzen“.
Anhang: Unterstützerliste der „Alternative für Deutschland“ (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Konrad Adam – Journalist, ehem. FAZ und WELT, mit erzkonservativen Ansichten.

Alexander Gauland – Publizist, Politiker (CDU) und ehemaliger Staatssekretär unter Walter Wallmann, der die CDU für den Verlust des „konservativen Profils“ kritisiert, gegen linke Politik poltert und für eine Rückkehr zur preußischen Kriegsdoktrin aufruft.

Bernd Lucke – Neoliberaler Ökonom, der kurz vor der Bundestagswahl 2005 zusammen mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft den sogenannten „Hamburger Appell“ initiiert hat und seitdem immer wieder mit kritikwürdigen Appellen ein hohes Fremdschämpotential auslöste.

Gerd Robanus – Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, dem unternehmerfreundlichen und konservativen Flügel der Unionsparteien, der wegen der Hilfen für Griechenland seine Aktivitäten in der CDU ruhen lässt

Bruno Bandulet – Verleger, ehemals Mitglied im rechtspopulistischen Bund Freier Bürger, Kolumnist der Jungen Freiheit und verschiedener Internetseiten, die Gold vermarkten, Mitglied der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft.

Charles Blankart – Ökonom, Mitglied der Mont Pelerin Society, der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft, des Berlin-Manhattan-Instituts und des Institut Constant de Rebecque.

Ulrich Blum – Ökonom, Politiker (CDU), der als Direktor des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle aufgrund der Kritik des Wissenschaftsrats und der Leibniz-Gemeinschaft an den wissenschaftlichen Leistungen dieses Instituts zurücktrat. Blum ist Gegner des Mindestlohns und Unterzeichner diverser neoliberaler Appelle und stellvertrender Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Günter Ederer – Autor, PR-Journalist und Filmemacher, der seine neoliberalen Dokumentationen finanziell von der Initiative Soziale Marktwirtschaft unterstützen ließ, den Klimawandel leugnet und in seinen Büchern den Sozialstaat abschaffen will. Ederer ist Mitglied der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft und sitzt im Beirat der Lobbyorganisation „Die Familienunternehmer – ASU“.

Stefan Homburg – Ökonom, stellvertretender Aufsichtsrat der MaschmeyerRürup AG, strammer Neoliberaler.

Martin Leschke – Ökonom, Mitglied des Walter-Eucken-Instituts, der zusammen mit dem für NachDenkSeiten-Leser bekannten Ingo Pies eine Buchreihe über die Vordenker des Marktradikalismus Buchanan, Hayek, Mises und Friedman herausgegeben hat.

Peter Oberender – Gesundheitsökonom und Unterzeichner zahlreicher Appelle, der sich für die Zweiklassenmedizin stark macht und sozial Schwachen gerne gestatten würde, ihre Organe zu verkaufen.

Karl Albrecht Schachtschneider – Emeritierter Jurist ohne Berührungsängste mit dem rechtsextremen Rand. Schachtschneider trat in jüngster Vergangenheit unter anderem bei Veranstaltungen der Bürgerbewegung PRO Köln, der Haider-Partei FPÖ, des als Netzwerk der „Neuen Rechten“ geltenden Studienzentrums Weikersheim, des rechts-sektiererischen VPM und diverser Burschenschaften auf. Er ist regelmäßiger Autor der „Jungen Freiheit“ und ein beliebter Interviewpartner des rechtspopulistischen und islamfeindlichen Internetblogs „Politically Incorrect“.

Bernhard Seitz – Vorsitzender des Aktionsbündnisses Direkte Demokratie, das von obskuren Gruppierungen und Kleinstparteien getragen wird, wie dem „Netzwerk Volksentscheid“, zu dessen „Medienpartnern“ das Who´s Who der deutschen Verschwörungstheoretikerszene gehört, und der „Partei der Vernunft“ (pdv), die nicht nur den Euro, sondern auch gleich noch die Einkommens-, Lohn- und Körperschaftsteuer ersatzlos abschaffen und die Justiz privatisieren will und ebenfalls bestens mit der Verschwörungstheoretikerszene vernetzt ist.

Joachim Starbatty – Ökonom, ehemals Listenkandidat des rechtspopulistischen Bunds freier Bürger, Vorstand der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, Kuratoriumsmitglied des Walter-Eucken-Instituts und Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Beatrix von Storch (geb. Herzogin von Oldenburg) – Lobbyistin, Vorstand Bürgerkonvent e.V., Vorstand Zivile Koalition e.V., Vorstand Allianz für den Rechtsstaat e.V.

Roland Vaubel, Ökonom, Mitglied des Liberalen Instituts Zürich und des Editorial Boards des libertären Cato Institute. Vaubel plädiert zum Schutz der Leistungseliten für ein Mehrklassenwahlrecht und will den Mitgliedern der „untersten Klassen“ das passive Wahlrecht absprechen.
Das ist eine Ansammlung von geistigen Brandstiftern, wie es sie selbst in der NSDAP nicht gegeben hat. :evil:
 
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Das sind geistige Brandstifter wie Sarrazin.

Es wäre schön, wenn es mehr Persönlichkeiten wie Sarrazin geben würde, die dass sagen, was sie denken und nicht so kuschen wie unsere ganze verlogene Politik.

PS: Und damit meine ich NICHT ausdrücklich die Meinung Sarrazins, sondern dass er auch zu seiner Meinung steht, obwohl ihm die Konsequenzen bewusst sind.
 
Geistige Brandstiftung bleibt geistige Brandstiftung, egal ob der geistige Brandstifter dazu steht oder nicht.
 
[...] Wo genau ist die AfD denn "europafeindlich"? Nach intensiver Beschäftigung mit der Partei und dem Euro bin ich eher geneigt zu sagen, dass keine andere Partei Europafreundlicher ist als die AfD. [...]
Bernd Lucke sagte mal, dass die AfD den "südlichen Staaten Europas eine Abkehr von der EU und Rückkehr zu Nationalstaaten (mit eigenen Währungen) ermöglichen wolle."

Udo Voigt sagte mal, dass die NPD den "in Deutschland lebenden Ausländern die Rückkehr in ihre Heimatländer ermöglichen wolle".

Erstaunlicherweise wollen weder die südlichen Länder Europas aus der EU, noch die hier lebenden Ausländer zurück in ihre Heimat. Es liefe dann also entweder darauf hinaus, dass sie raus geschmissen werden oder so gar nichts passiert, was ja in dem Fall die Parteien überflüssig machen würde.

Wenn aktuell jemand überall ein offenes Ohr findet, dann ist es Dirk Müller. Seine Aussagen sind stets eine bunte Mischung aus tiefem Wissen, Verschwörungstheorien, seinen eigenen Analysen und Vermutungen sowie Werbung für seine Bücher und Webseite. Trotzdem macht der (noch) einen Bogen um die AfD. Er schlägt sogar einen Weg vor, wie man Europa und den Euro retten könnte. Ob es so klappt, wie er es sich vorstellt, ist erstmal eine andere Sache. Aber dass Europa vermutlich gegen die Wand fährt, wenn der aktuelle Sparkurs weitergeht, daran zweifelt ja schon niemand mehr (vielleicht mal von unseren verblödeten Volksvertretern abgesehen).

Ein anderer Weg wäre vielleicht sogar die Abkehr vom Euro bis die politische und wirtschaftliche Basis für eine Einheitswährung gegeben ist. Mir selbst erscheint es logisch, dass es besser laufen würde, wenn jeder Staat eine seiner Wirtschaftsleistung entsprechende Währung hätte, die er auf- und abwerten kann wie es den Erfordernissen entspricht. Das sind aber uralte Tatsachen, die bereits vor der Einführung des Euro und der EU bekannt waren. Damals hat man auf diese Stimmen geschissen und sie als "europafeindlich" abgetan, heute bekommt man die Rechnung. Und die ist sehr sehr teuer. Dafür verdienen vor allem die großen Volksparteien einen dicken Denkzettel, den sie aber vermutlich auch diesmal nicht bekommen werden. Schade.

Aber ich sehe nicht, dass die AfD dieser Denkzettel ist. Ich beschäftige mich nicht mal mit dem Kader dieser Partei. Auch wenn da Altnazis sitzen würden, wäre mir das egal. Die Union und auch die SPD waren einst voll davon und sogar im Politbüro der SED in der ehemaligen DDR saßen genug alte Nazis, die Stasi wurde beinahe deckungsgleich zur Gestapo aufgebaut. Und warum? Weil es fachlich gute Leute waren. Die Amis haben auch Wernher von Braun eine neue "Anstellung" gegeben. Also politische Lebensläufe sind bei den Großen Schall und Rauch, bei mir auch. Aber die AfD ist absolut substanzlos. Und das, was da übrig bleibt ist kurz zusammengefasst:

Wir (die AfD) wollen eine Umkehr der Ereignisse seit Einführung des Euro und der EU.

Aber da gibt es noch sowas wie das "Kausalitätsgesetz" und die "Entropie" (Jedes System strebt den Zustand maximaler Entropie (=Chaos) an). Einfach gesagt: Man kann nichts rückgängig machen. Man kann Eier in einer Pfanne zerschlagen, kann aber aus Rührei kein Hühnerei mehr machen. Heißt auch, man kann den Status Europas nicht rückgängig machen. Man hätte vor der Einführung des Euro und dem planlosen Zusammenschluss der Länder unter einem europäischen Dach mal den Wirsing benutzen und es langsamer und vor allem anders angehen lassen müssen. Und dass beispielsweise Griechenland geschönte Bücher und horrende Schulden hatte, war sogar mir bekannt, also war es wohl meinen Volksverrätern Volksvertretern erstrecht bekannt. Aber jetzt ist der Weg zurück schlicht kein Weg zurück, sondern ein Weg in eine andere Richtung. Und diese Richtung halte ich schlicht für falsch. Allerdings halte ich auch den Sparkurs für falsch und ich halte meine Regierung für falsch. Zumal es auch jetzt wieder mehr als nur einen Weg gibt. Welcher der beste und richtigste ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, welcher falsch ist.
 
Bernd Lucke sagte mal, dass die AfD den "südlichen Staaten Europas eine Abkehr von der EU und Rückkehr zu Nationalstaaten (mit eigenen Währungen) ermöglichen wolle."

Udo Voigt sagte mal, dass die NPD den "in Deutschland lebenden Ausländern die Rückkehr in ihre Heimatländer ermöglichen wolle".

Die NPD hat sicherlich auch schon mal Sätze formuliert wie du. Bist du nun gleich? Immerhin sagen die viele Sätze im Leben...

Erstaunlicherweise wollen weder die südlichen Länder Europas aus der EU, noch die hier lebenden Ausländer zurück in ihre Heimat. Es liefe dann also entweder darauf hinaus, dass sie raus geschmissen werden oder so gar nichts passiert, was ja in dem Fall die Parteien überflüssig machen würde.

Erstaunlicherweise sagen unsere Parteien und "Medienexperten", dass wir aufgrund der Schwäche des Euros gegenüber unserer alten DM so gut da stehen. Wir werden ja durch die Wirtschaftsschwäche der anderen sozusagen abgewertet. Sie sagen auch immer wieder, dass die Südländer damit Probleme haben, dass der Euro für ihre Wirtschaftsleistung zu stark ist. Wenn das alles so stimmt kann es ja nur reines Machtinteresse sein trotz der Probleme einer starken Währung im Euro zu bleiben. Das heißt wir Deutschen nutzen die Ängste der Südländer aus um diese im Euro zwingend zu halten um weiter von einer Abwertung unserer Währung zu profitieren. Dabei spielt für uns das Schicksal der Menschen in den Südländern keine Rolle. Die Reichen in den Südländern profitieren natürlich durch die starke Währung. Denn ihr Geld ist mehr Wert. Aber der kleine Mann geht auf unsere Kosten zugrunde und das nennen wir dann Europafreundlich auf unsere Mitmenschen im Ausland zu scheißen. Daher hassen die Menschen in Griechenland,Spanien und Italien uns ja auch. Weil wir so Europafreundlich sind.... Die AfD will die Transferzahlungen an die Südländer stoppen, so dass sie von sich aus natürlich aus der Eurozone aussteigen müssen und endlich wieder eine Währung bekommen, die ihrer Wirtschaftsleistung entspricht und somit die Volkswirtschaft sich selbst reguliert und es den Menschen wieder besser geht. Und nicht nur den Reichen. Ja das ist Europafreundlich an die breite Masse der Menschen zu denken und nicht nur an die Eliten und somit dafür zu sorgen, dass die Menschen innerhalb Europas sich nicht mehr untereinander hassen, so wie es nun der Fall ist. Aber auch der kleine Mann in Deutschland hat doch keinen Nutzen, wenn sein Geld weniger Wert besitzt als die Wirtschaftsleistung seines Landes rechtfertigt. Eine Abwertung von 20% deines Geldes bedeutet doch, dass du 20% weniger Geld zur Verfügung hast vom Geldwert her betrachtet. Der große Mann gewinnt, weil er den kleinen Mann ausbeuten kann und du jubelst. Wobei du doch selber eher ein Kleinverdiener bist, wie ich in anderen Beiträgen so rauslese...
 
Die AfD will die Transferzahlungen an die Südländer stoppen, so dass sie von sich aus natürlich aus der Eurozone aussteigen müssen und endlich wieder eine Währung bekommen, die ihrer Wirtschaftsleistung entspricht und somit die Volkswirtschaft sich selbst reguliert und es den Menschen wieder besser geht.

Das ist doch gequirlter Unsinn.
Wenn Länder aus dem Euro raus wollen können sie das jederzeit.
Seltsamerweise will keines der Krisenländer aus dem Euro - ich kann aiuch nicht erkennen, dass das Volk in den Länder aus dem Euro raus will.

Warum wohl?

Weil sie ansatzweise ahnen, dass es ihnen ohne Euro noch beschissener gehen würde.

gruss kelle!
 
Bernd Lucke sagte mal, dass die AfD den "südlichen Staaten Europas eine Abkehr von der EU und Rückkehr zu Nationalstaaten (mit eigenen Währungen) ermöglichen wolle."

Udo Voigt sagte mal, dass die NPD den "in Deutschland lebenden Ausländern die Rückkehr in ihre Heimatländer ermöglichen wolle".

Erstaunlicherweise wollen weder die südlichen Länder Europas aus der EU, noch die hier lebenden Ausländer zurück in ihre Heimat. Es liefe dann also entweder darauf hinaus, dass sie raus geschmissen werden oder so gar nichts passiert, was ja in dem Fall die Parteien überflüssig machen würde.

Meine persönlichen Hypothesen zur NPD und den Hintergründen ihrer politischen "Funktion" mal ganz außen vor gelassen (würde nur wieder ein neues Diskussionsfass aufmachen): Ich halte diese beiden Aussagen, bei allem Respekt, doch ein wenig arg vorschnell über einen Kamm geschoren.

Aber auch abgesehen davon, dass ich die Zitate in Verbindung gebracht aus dem Zusammenhang gerissen sehe: Ich halte es für ziemlich problematisch per se Themen, oder sogar wie in Deinem Falle Formulierungen, als "braun gebrandmarkt" und demnach als "no go" im politischen Mülleimer zu versenken nur weil ein entsprechender Unsympath mal ähnliches abgelassen hat.
Auch Sara Wagenknecht äußert sich extrem Eurokritisch. Diese aber deswegen mit Herrn Voigt in einen Topf zu schmeißen würde sich aber wohl selbst die BILD nicht trauen.

Ich bezweifle außerdem Deine These zumindest vage, dass die (Bürger der) südlichen Länder nicht aus der EU wollen. Noch mehr bezweifle ich (ich halte es sogar für extrem unwahrscheinlich), dass sie in der Mehrheit nicht aus dem Euro austreten wollen würden.
In den Zusammenhang gesetzt würde ich mutmaßen, dass die meisten sogar so gerne aus dem Euro würden, dass sie dazu auch aus der EU austreten würden wenn denn dies die Bedingung dafür wäre. Meine Vermutung (und mehr ist es nicht) stützt sich auf die Tatsache, dass derartige Volksentscheide stets gemieden wurden wie der Teufel das Weihwasser. Irland stimmte gegen den Euro, wurde dann monatelang mit ProEURO "Öffentlichkeitsarbeit" zugeknallt. Musste dann nochmal an die Urne und "entschied" sich knapp dafür.
Der damalige oberste Grieche (Papairgendwas) stand so stark unter dem Druck seines Volkes, dass er eine Abstimmung gegen den Willen Brüssels durchsetzen wollte. Dafür wurde er postwendend abgesägt, durch einen US-Großbänker ersetzt und die Abstimmung abgeblasen. Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster zu behaupten: Hätte Brüssel eine Chance gesehen, dass die Volksbefragung in ihrem Sinne verläuft hätten sie diese geschehen lassen. DIes gilt auch für alle anderen Staaten. Denn eine bessere Legitimation gäbe es für sie nicht. Da aber ein Ergebnis in ihrem Sinne keinerorts zu erwarten wäre, wird eine solche auch nirgends durchgeführt.


Wenn aktuell jemand überall ein offenes Ohr findet, dann ist es Dirk Müller. Seine Aussagen sind stets eine bunte Mischung aus tiefem Wissen, Verschwörungstheorien, seinen eigenen Analysen und Vermutungen sowie Werbung für seine Bücher und Webseite. Trotzdem macht der (noch) einen Bogen um die AfD. Er schlägt sogar einen Weg vor, wie man Europa und den Euro retten könnte. Ob es so klappt, wie er es sich vorstellt, ist erstmal eine andere Sache. Aber dass Europa vermutlich gegen die Wand fährt, wenn der aktuelle Sparkurs weitergeht, daran zweifelt ja schon niemand mehr (vielleicht mal von unseren verblödeten Volksvertretern abgesehen).

Dirk Müller geht ganz bewusst den Weg des parteiunabhängigen Experten. Er ist bei Weitem klug genug zu wissen, dass eine öffentliche Zuwendung zu einer Partei ihn seinen derzeiten Status kosten würde. Man kann nun darüber streiten ob er dies tut um weiterhin öffentlich seine Standpunkte kundtun zu dürfen oder ob er weiterhin seine Bücher öffentlich bewerben will. Da ich ihn persönlich nicht kenne kann ich nur durch seine öffentlichen Auftritte für mich persönlich sagen: Für mich macht er den Eindruck einer sehr integren Persönlichkeit.
Ganz nebenbei: Wesentliche Personen der AfD habe über viele Jahre als unparteiliche Experten fungiert. Auch sie wollten, aus dem gleichen Grund wie Herr Müller, sich bewusst aus Parteipolitik heraushalten. Warum sie dies nun geändert haben kann man wieder nur vermuten. Entweder weil sie einen verzweifelten Versuch machen das Unheil welches sie kommen sehen doch noch aufzuhalten oder weil auch sie einfach nur (überspitzt gesagt) "ihre Bücher verkaufen wollen".
Mal wieder eine persönliche Einschätzung von mir: Ich halte es grundsätzlich für zu einfach zu sagen, dass unsere Volksverteter "zu blöd" sind. Persönlich glaube ich eher, dass sie genau das tun was sie tun sollen. Immer wenn eine Entscheidung getroffen wird bei der ich mir denke: "Was ist das denn für ein Unsinn? Sind die total blöd?" suche ich immer direkt nach Zusammenhängen die von dieser Entscheidung profitieren. Zu 99% stoße ich recht schnell auf solche Zusammenhänge und schon denke ich mir: "Die sind nicht blöd! Die sind brilliant!"
Natürlich gibt es auch etliche "Abstimmungszombies" die dort ihre Hand heben wo es ihnen aufgetragen wurde. Die wirklich einflussreichen Entscheidungsträger sind gemeint.

Ein anderer Weg wäre vielleicht sogar die Abkehr vom Euro bis die politische und wirtschaftliche Basis für eine Einheitswährung gegeben ist. Mir selbst erscheint es logisch, dass es besser laufen würde, wenn jeder Staat eine seiner Wirtschaftsleistung entsprechende Währung hätte, die er auf- und abwerten kann wie es den Erfordernissen entspricht. Das sind aber uralte Tatsachen, die bereits vor der Einführung des Euro und der EU bekannt waren. Damals hat man auf diese Stimmen geschissen und sie als "europafeindlich" abgetan, heute bekommt man die Rechnung. Und die ist sehr sehr teuer. Dafür verdienen vor allem die großen Volksparteien einen dicken Denkzettel, den sie aber vermutlich auch diesmal nicht bekommen werden. Schade.
Stimmt! Bis auf die Einschränkung (siehe oben)... Es gibt ja auch nicht wenige die vermuten, dass Deutschlands Bekenntnis zum Euro eine Bedingung für die Zustimmung zur Wiedervereinigung war. Natürlich ist das Theorie, würde aber zumindest vieles widersinnige sehr hübsch erklären.
Selbst konservative CDU Wähler aus meinem Kollegen und Bekanntenkreis sind mittlerweile dieser Ansicht.


So nun muss ich erstmal weg. Den Rest Deines wie immer inhaltvollen Beitrags schau ich mir sehr gerne später an. Sonnige Pfingsten wünsche ich"
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch gequirlter Unsinn.
Wenn Länder aus dem Euro raus wollen können sie das jederzeit.

Wieso wird dann immer in den Medien darüber gesprochen, dass ein Austritt vertraglich nicht vorgesehen ist?

Seltsamerweise will keines der Krisenländer aus dem Euro - ich kann aiuch nicht erkennen, dass das Volk in den Länder aus dem Euro raus will.

Den Völkern wird ja auch immer Angst gemacht. Mit Angst war es immer am leichtesten zu regieren. Wobei die Antieurostimmen ja immer größer werden inden Krisenländern. Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit bis die Mehrheit in den Ländern kippt hin zu einer Antieuropäischen Stimmung. Und natürlich wollen die Eliten nicht aus dem Euro. Und dazu gehören die Parteienvertreter ja. Immerhin gehören sie nicht zum gemeinem Volk, dass ohne Arbeit und Sozialleistung auf den Straßen verreckt. Sie profitieren ja auch von Bankenrettungen und Co.

Warum wohl?

Weil sie ansatzweise ahnen, dass es ihnen ohne Euro noch beschissener gehen würde.

gruss kelle!

Sie ahnen dies oder es wird Ihnen von den Medien so verkauft? Wie kann es denn sein, dass der Euro uns damit hilft, da er die Währung aufwertet und denen damit hilft, dass deren Währung aufgewertet wurde. Entweder hat die Stärke der Währung keinen Einfluss auf die Wirtschaft und das Leben der Menschen und es gäbe auch keinen Schaden durch die Rückkehr zur DM oder es wird Bockmist erzählt und mindestens eine Fraktion muss verlierer sein! Und das wären dann die Südländer und die Menschen dort!!!
 
Wieso wird dann immer in den Medien darüber gesprochen, dass ein Austritt vertraglich nicht vorgesehen ist?

Wie soll dann die Theorie klappen, dass wir durchs zudrehen des imaginären Geldhahnesdie Länder zum Austritt bewegen können, wenn doch kein Austritt möglich ist?

Was nicht geht, ist ein Ausschluss durch andere Länder.

Und natürlich wollen die Eliten nicht aus dem Euro. Und dazu gehören die Parteienvertreter ja. Immerhin gehören sie nicht zum gemeinem Volk, dass ohne Arbeit und Sozialleistung auf den Straßen verreckt. Sie profitieren ja auch von Bankenrettungen und Co.

Ahja, wo profitieren denn Politiker?
Und dass diverse Politiker inzwischen aus den Parlamenten flogen, und jetzt auch auf der Straße stehen, wird wohl übersehen?

Und das wären dann die Südländer und die Menschen dort!!!

Nu mach mir aber nicht vor, dass Du Dir Sorgen um das Wohlergehen anderer Nationen machst. :mrgreen:
Es ist schlicht und ergreifen zu kurz gegriffen, wenn man alles auf die Währung reduziert.

Wenn die Griechen zu blöd sind, eine gemeinsame Marke und einen gemeinsamen Vertrieb für deren Olivenöl aufzubauen, woraus resultiert, dass die Italiener die Griechen beim Öl aufkaufen gegeneinander ausspielen, dann das Olkivenöl umetikettieren und dann das Zeug teuer als italienisches Öl verkaufen, da kann die Währung heißen wie sie will, es wird nix.

Wenn eine Person mehrere Renten oder Beamtengehälter kassiert, dann hat das nix mit der Währung zu tun.

gruss kelle!