Das Ganze ist doch nur eine Umverteilung. Der deutsche Staat (über die KfW) leiht sich jetzt bei der deutschen Bank Geld, leiht das Griechenland, Griechenland zahlt damit die älteren Schulden bei der Deutschen Bank zurück.
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Es ist ja nicht so, dass sowohl Banken als auch Steuerzahler in Bedrängnis kommen, es geht nur um ein entweder - oder. Und Herr Ackermann hat zu oft seine Geburtstage im Kanzleramt gefeiert. Da ist er deutschen Regierung doch viel näher als dieser blöde Steuerzahler. Ausserdem kann man solche Beträge doch viel besser auf 80 Mio. Menschen verteilen als auf die arme Deutsche Bank.
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Marty

Naja die 'arme' DB hat aber heute bekannt gegeben, bzw. es wurde bekannt, dass sie eine Rendite von 30% (Eigenkapital) eingefahren hat ( vlg. Handelsblatt Print). Da kann Herr Ackermann doch was für die Griechen springen lassen. :ugly:


Meiner Meinung nach, sollte die EU es einfach draufanlegen, dass die Griechen und die anderen PI(I)GS pleite gehen. Denn die Europäische Gemeinschaft ist tendenziell der richtige Weg, allerdings sollte man beachten, dass die Union nicht dafür verantworlich ist andere Länder massiv zu subventionieren und dadurch Probleme in den eigentlich potenten Länder entstehen.
 
Irland ist auch bald fällig:
https://www.bloomberg.com/apps/cbuilder?ticker1=GIGB2YR:IND

Also wird Griechenland, Portugal und Irland gerettet.
Spanien ist noch nicht so kritisch - könnte sich wieder fangen.

Denn die Europäische Gemeinschaft ist tendenziell der richtige Weg, allerdings sollte man beachten, dass die Union nicht dafür verantworlich ist andere Länder massiv zu subventionieren und dadurch Probleme in den eigentlich potenten Länder entstehen.
Der Weg ist entscheidend, also wo es hinführt. Andere Staatenverbünde, wie z.B. die Sowjet-Union hat der Weg direkt in die Diktatur geführt, obwohl es am Anfang mit einer "guten Idee" begonnen hat. Wo der Weg hingeführt hat sieht man aber immer erst am Schluss.

Eine Aufstellung wer alles grichische Staatsanleihen hält:
https://bit.ly/bfPmJ6
 
Zuletzt bearbeitet:
Da fällt mir ein netter Artikel ein, den ich heute gelesen habe.
Die Iren sparen und die Griechen führen ihre Geldgeber an der Nase rum. Wie kann man die Griechen dann als bemitleidenswerte Opfer bezeichnen?
Die Griechen sind übrigens tatsächlich pleite: Der Premier hat zugegeben, dass er sich vom Kapitalmarkt kein Geld mehr besorgen kann. GR kann seine Staatsschulden damit nicht mehr überrollen und es kommt zwangsläufig zum Zahlungsausfall.
Der Artikel beschönigt und verharmlost die prekäre Lage Griechenlands - total daneben; nett eben.
Das Gegenteil ist richtig: Es wird eine Kampagne v.a. gegen Deutschland und die restlichen Euro-Länder gefahren, damit sie die griechischen Staatschulden übernehmen.
Merkel wird beschuldigt wegen ihres Zögerns bei der Finanzhilfe die Lage Griechenlands verschlimmert zu haben. Dabei ist eine solche Finanzhilfe rechtlich vollkommen ausgeschlossen, so lange Griechenland den Euro hat.
 
Und unser Staat ist so..... und gibt Mrd. an Euro dafür aus und wir bleiben auf der Strecke!!

Wo geben wir die denn wofür aus?

Eine Aufstellung wer alles grichische Staatsanleihen hält:
https://bit.ly/bfPmJ6

Interessant. Wenn die Zahlen stimmen und die Gläubiger sind tatsächlich die Staaten selber, dann leiht Deutschland Griechenland jetzt Geld direkt, weil Griechenland am Kapitalmarkt von Deutschland kein Geld mehr bekommt, aber ja die Altschulden an Deutschland zurückzahlen muss...

Wäre da eine einfache Zins- und Tilgungsaussetzung nicht einfacher gewesen?

Marty
 
Europäische Länder attestieren Deutschland Mitschuld an Griechenland-Krise

Folgende News wurde am 29.04.2010 um 09:48:00 Uhr veröffentlicht:
Europäische Länder attestieren Deutschland Mitschuld an Griechenland-Krise
Shortnews

Nachdem die Finanzsituation Griechenlands dramatische Ausmaße angenommen hat, kritisieren Frankreich, Italien und weitere europäische Länder den Umgang der deutschen Regierung mit der Krise in der Euro-Zone. Der Kanzlerin Angela Merkel wird zu langes Zögern über die Bereitstellung von Kredithilfen vorgeworfen - auch im Zuge der NRW-Landtagswahl. Deutschland trage somit eine Mitschuld am Ausmaß der Krise. Angaben aus Brüssel zufolge hätte es unter den 16 EU-Mitgliedstaaten seit langem 15:1 gestanden. Deutschland sei also das einzige Land gewesen, das Griechenland nicht schon immer schnell und unkompliziert helfen wollte. Erst allmählich gäbe Angela Merkel ihre störrische Haltung auf.
 
Du willst doch nicht etwa behaupten, dass das alles gar nicht stimmt, was die Presse da schreibt? Ich dachte immer, alle Griechen seien wirklich verbeamtet, bekommen 14 tolle Gehälter, können mit 52 in Rente gehen und bekommen dann 95% ihres letzten Einkommens und können die Rente noch weitervererben.

Und ich hatte mich schon gewundert, wie die dieses tolle System so lange finanzieren konnten...

Marty
 
%
Interessant. Wenn die Zahlen stimmen und die Gläubiger sind tatsächlich die Staaten selber,
Da steht "bank holdings by country".

Diese Banken müssen ihre GR-Anleihen abschreiben, wenn GR Zahlungsausfälle bekommt. Es geht längst nicht mehr darum den Griechen zu helfen - dafür ist es eh zu spät.
Die Banken tauschen also quasi ihre Ramsch GR-Anleihen gegen AAA Bunds und haben wieder gute Bilanzen. Danach kann GR schlussendlich offiziell pleite gehen.
So was kann durchaus inflationär wirken. Deutschland wird so nämlich zur Bad Bank.
https://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/419059/index.do
Die Rettungssumme hat sich auch mehr als verdreifacht 45 -> 145 Mrd.
https://www.rp-online.de/wirtschaft/eurokrise/20-Milliarden-Euro-aus-Deutschland_aid_851147.html

@Marty: Bei der Argentinien-Krise haben die Immos um 90% eingebüßt. Die Krise war sehr inflationär:
https://www.gevestor.de/geldanlage/...ntinienkrise-mahnendes-beispiel-fuer-uns.html
(Hannich ist aber sonst mit Vorsicht zu geniessen.)
 
Zuletzt bearbeitet:

Jetzt soll also Deutschland vertreten durch Merkel schuld an irgendwas sein? Oder die Bild-Zeitung? Oder die Rating-Agenturen? Wie pervers ist denn diese Verkehrung der Tatsachen? Du persönlich kannst dir ja überlegen, ob du dem griechischen Staat jetzt für 8 Prozent Geld leihen würdest.

Zum Artikel: Meiner Meinung hat die Bildzeitung hier recht. Beispielsweise Punkt 8: Wie kann der Ministerpräsident am Tag des Staatsbankrottes in der Gegend rumtingeln, Zuschauern gut gelaunt Hände schütteln und dann vor Strandkulisse erklären, dass Griechenland Geld aus Europa brauche? Da müsste man doch selbst in der Verwanschaft überlegen, ob man jemanden, der sich so verhält, Geld "leiht"...

Naja, man kann das ganze aber auch positiv sehen: Vielleicht wird das ganze Gebilde EU endlich mal so umgebaut, dass derjenige, der zahlt auch anschafft... Insofern wäre es dann für Deutschland eine gute Sache... Sorgen vor einem Crash halte ich für übertrieben... Die deutsche Wirtschaft ist dermaßen stark und im Vergleich der Nachbarländer einfach die wettbewerbsfähigste... Dass jetzt andere Länder maulen, dass die deutschen Bürger schon seit Jahren Parteien ihr Vertrauen aussprechen, die ihnen nicht nur Wohltaten in Aussicht stellen, ist aber trotz allem skandalös...

Man kann es sich nicht so einfach machen, wie es jetzt viele tun und sagen: Die Griechen wurden nur falsch regiert: Sie haben durch ihre Wahl das bekommen, was sie wollten... Vergleichbar wäre es doch, wenn die Linke in Deutschland ihre Forderungen durchsetzen könnte... Aber so verantwortungslos ist eben die Mehrheit nicht.
 
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Jetzt soll also Deutschland vertreten durch Merkel schuld an irgendwas sein? Oder die Bild-Zeitung? Oder die Rating-Agenturen?

Die Weigerung Merkels hat die übermäßige Spekulation mit Anleihen zumindest angeheizt, das kann man nicht leugnen. Und dass das Rating darunter leiden musste, dürfte wohl auch klar sein.

Und die Bild-Berichterstattung ist PURE Polemik.
 
Inwieweit beinflussen sich eigentlich Hedgefond-Spekulanten und Rating-Agenturen? Das sieht für mich immer nach sich selbst erfüllenden Prophezeiungen aus.
 
Nö - man konnte sie bislang immer noch rechtzeitig auf BB 'runterstufen... :gloerf:

Und wenn es 2 Sec. vor dem Aufschlag war... :evil:
 
Die Weigerung Merkels hat die übermäßige Spekulation mit Anleihen zumindest angeheizt, das kann man nicht leugnen. Und dass das Rating darunter leiden musste, dürfte wohl auch klar sein.
Nee, die Ankündigung eines Rettungspaketes hat die Spekulation angeheizt. Die Weigerung Merkels hat sie vorerst platzen lassen.
Die Spekulanten meinten sie könnten schnell noch einige hochverzinsliche Papiere kaufen und das ohne Risiko weil sie eh von der EU herausgekauft werden.
Wenn keine Käufer mehr da sind wird der Handel ausgesetzt und die Kurse festgeschrieben. Dazu kam es aber nicht, weil die EU meinte in sozialistischer Weise in den Markt eingreifen zu müssen.
Der Effekt ist der selbe - GR kann sich kein Geld mehr leihen. Man hat nichts verhindert und nichts verbessert.
Zusätzlich haut man aber noch Mrd. in dieses bodenlose Fass.

Die Bildzeitung stellt in unterhaltsamer Weise die Ereignisse von gestern dar und zwar so dass es fast jeder verstehen kann. Damit hat sie zwar Jahrmarktsniveau ist aber bedeutsam für eine Demokratie.
Polemik ist was ganz anderes:
"Polemik (altgr. pólemos ,Auseinandersetzung, Streit, Krieg’) bezeichnet einen meist scharfen Meinungsstreit im Rahmen politischer, literarischer oder wissenschaftlicher Diskussionen. Der Begriff hat historisch einen Wandel erfahren, die ursprüngliche Bedeutung von Polemik war Streitkunst, ein literarischer oder wissenschaftlicher Streit, eine gelehrte Fehde."
Die Demokratie lebt von Polemik, die Bildzeitung streitet aber doch nicht im Geringsten...

Schau Dir die Umfragewertewerte an:
90% lehnen den GR-Bailout ab
75% halten ihn darüber hinaus für sinnlos

Ich lese gar keine Bildzeitung und schliesse mich dem trotz dem an.

Auch deswegen:
https://www.faz.net/s/RubA5A53ED802...08A3D0610C43446F47~ATpl~Ecommon~Scontent.html

600 Mrd. sind mal für Portugal, Spanien und Irland veranschlagt:
https://www.cash.ch/news/alle/rettung_der_eurolaender_koennte_600_milliarden_kosten-903203-448
 
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