Juwelenräuber entkommen mit 40-Millionen-Beute

11. August 2009, 20:27 Uhr · Quelle: dpa
London (dpa) - Es ist der größte Juwelenraub in der Geschichte Großbritanniens: Bei einem Überfall auf ein Schmuckgeschäft in London sind Räuber mit Edelsteinen und Uhren im Wert von 40 Millionen Pfund (47 Millionen Euro) entkommen.

Auf ihrer Flucht durch die vollgestopften Straßen gaben die beiden Gangster als Warnung zwei Schüsse in den Boden ab. Die Verbrecher hatten das Geschäft im noblen Stadtteil Mayfair zwar bereits am vergangenen Donnerstag ausgeraubt, doch der Wert der Beute wurde erst am Dienstag bekannt. Nur bei einem Überfall auf das Gelddepot einer Sicherheitsfirma im Jahr 2006 in der Grafschaft Kent hatten Gangster mit 53 Millionen Pfund eine noch höhere Beute erzielt.

Die beiden Juwelenräuber gingen äußerst abgebrüht vor: Um 16.20 Uhr Ortszeit fuhren sie mit einem schwarzen Taxi vor und betraten das Nobelgeschäft ohne Masken und in edlen Anzügen und Krawatten - ganz so wie gute und wohlhabende Kunden. Doch im Laden zückten sie ihre Schusswaffen, bedrohten die Angestellten und sackten teure Ringe, Ketten, Armbänder und Uhren ein. Darunter viele Diamanten. Damit sie ungehindert ihr geparktes Fluchtauto besteigen konnten, nahmen sie zunächst eine Angestellte des Ladens mit nach draußen und gaben einen ersten Schuss ab.

Auf ihrer Flucht benutzten die Männer - beide sprachen mit Londoner Akzent - mindestens drei Autos. Als sie nach ein paar Straßen vom ersten in das zweite Fahrzeug wechselten, feuerten die etwa Mitte 30 Jahre alten Männer einen zweiten Schuss in den Boden ab. Dann entkamen sie im Verkehrsgewirr der britischen Hauptstadt.

Chefermittlerin Pam Mace sprach am Dienstag von einem gut geplanten Beutezug und nannte die beiden Verbrecher «extrem gefährlich». Die Polizei veröffentliche Bilder der Überwachungskamera des Juweliergeschäfts, auf denen die beiden Männer gut zu erkennen sind. Außerdem wurden Fotos eines Teils der Beute veröffentlicht. Und Ermittlerin Mace gab sich zuversichtlich, die Räuber dingfest zu machen. «Jemand weiß, wer die Männer sind. Sie haben zweifellos über ihren Plan gesprochen oder später damit geprahlt», sagte sie.

Der bislang größte Juwelenraub des Königreichs hatte sich im Jahr 2003 in demselben Laden ereignet, der mit dem Spruch «Die wunderbarsten Juwelen der Welt» für sich wirbt. Damals hatten zwei Serben Schmuck im Wert von 23 Millionen Pfund erbeutet. Allerdings konnte einer der Räuber noch auf der Flucht zu Boden gerissen werden und kam danach ins Gefängnis.

Kriminalität / Großbritannien
11.08.2009 · 20:27 Uhr
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