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Die Galapagosinseln setzen auf Erneuerbare Energien

Lange Zeit bestand die Energieversorgung der berühmten Galapagosinseln fast ausschließlich aus importiertem Öl. Im Jahr 2001 allerdings lief ein Öltanker vor der Küste auf Grund und verlor 570.000 Liter Diesel – was eine enorme Bedrohung für die einzigartige Tier und Pflanzenwelt der Inseln darstellte. Seitdem wird daher versucht, die Abhängigkeit von importierten Energieträgern zu verringern. In den letzten zehn Jahren konnten so immerhin 8,7 Millionen Liter an Ölimporten eingespart werden. Immerhin 30 Prozent des Energiebedarfs der Hauptinsel San Cristóbal werden inzwischen durch Erneuerbare Energien gedeckt. Doch die Pläne gehen noch weiter: Mit Hilfe neuer Projekte soll dieser Wert zeitnah auf siebzig Prozent steigen. Zudem werden dann auch die anderen Inseln in den Blick genommen.

Der Vogelschutz spielte eine besondere Rolle

Zwar wurden im Jahr 2007 bereits zwei Solarkraftwerke auf den Galapagosinseln errichtet, der Großteil der nachhaltigen Energieversorgung kommt aber von der Windkraft. Dies ist durchaus überraschend. Denn die riesigen Rotoren gelten eigentlich als tödliche Falle für Vögel – und auf den Inseln leben die vom Aussterben bedrohten Galapagos-Sturmvögel. Wissenschaftler haben daher die typischen Flugrouten dieser Vögel analysiert und die Windräder anschließend auf weit davon entfernten Hügeln platziert. Die Leitungen zum Transport der produzierten Elektrizität wurden zudem unterirdisch verlegt. Das Ergebnis: Seit dem Jahr 2007 wurde kein Exemplar der seltenen Sturmvögel durch die Windräder getötet.

Energiespeicher sollen eine konstante Versorgung sicherstellen

Das Projekt auf den Galapagosinseln kann also durchaus auch als Blaupause dienen für das Umweltmanagement rund um geplante Windkraftanlagen. In der nächsten Ausbauphase sollen nun ein weiteres Windrad sowie einige Solaranlagen errichtet werden. Vor allem ist aber ein Energiespeichersystem geplant, das die Versorgung mit Erneuerbaren Energien konstanter und zuverlässiger machen soll. Dies ist auch Voraussetzung dafür, um eines Tages komplett unabhängig von importierten Energieträgern zu werden. Erst dann wäre vollkommen sichergestellt, dass die weltweit einzigartige Lebenswelt der Galapagosinseln nicht erneut durch ein Schiffsunglück gefährdet werden könnte.

Via: Treehugger

Energie / Erneuerbare Energien
[trendsderzukunft.de] · 31.05.2016 · 08:11 Uhr
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