Filmkritik - Die weiße Massai (2005)
 
 

Die weiße Massai

Original: Die weiße Massai
Regie: Hermine Huntgeburth
Darsteller: Nina Hoss, Nino Prester
Laufzeit: ???
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama (Deutschland, Südafrika)
Verleih: Constantin Film
Filmstart: 15. September 2005
Bewertung: 9,0 (1 Kommentar, 1 Vote)
Carola (NINA HOSS) und ihr Freund Stefan (JANEK RIEKE) haben ihren Urlaub in Kenia verbracht. Am Ende der Ferien lernen sie den Samburu-Krieger Lemalian (JACKY IDO) kennen. Vom ersten Augenblick an ist Carola von dessen imposanter Erscheinung fasziniert. In Mombasa helfen Lemalian und sein Freund Tom den unbedarften Touristen in einer gefährlichen Situation. Als Carola sich mit einem Drink bei ihnen bedanken will, reagiert Stefan eifersüchtig. Er will Carola ganz für sich allein. Doch Carola begleitet die jungen Männer in eine Disco, aus der Lemalian und Tom später hinausgeworfen werden. Der Grund: Eingeborene unerwünscht. Lemalian widersetzt sich der Polizei und wird verhaftet. Mit einem Taxi fährt Carola am nächsten Tag zum Gefängnis und bezahlt die Kaution für seine Freilassung. Am gleichen Tag geht das Flugzeug zurück in die Schweiz. Am Flughafen nimmt Carola plötzlich ihre Reisetasche und verkündet Stefan, dass sie in Kenia bleiben wird. Sie will Lemalian suchen. Stefan ist fassungslos. Lemalian hat Mombasa inzwischen verlassen. Von Tom erfährt Carola, dass er in seine Heimat Barsaloi zurückgekehrt ist. Barsaloi ist ein gottverlassener Flecken mitten in der kenianischen Steppe. Lemalian lebt dort mit seinem Stamm das traditionelle Leben der Nomaden – kein Ort für eine weiße Frau, wie Tom versichert. Doch Carola sucht weiter. Bei einer staubigen Fahrt mit dem Bus über holprige Pisten lernt sie Asma kennen, eine schwangere Afrikanerin, die an Malaria erkrankt ist. In Maralal, Carolas erster Anlaufstation ihrer Reise, trifft sie auf Elisabeth (KATJA FLINT). Die Deutsche lebt dort mit einem kenianischen Mann zusammen. Von ihr erfährt Carola: In Kenia ist eine Frau nicht viel mehr wert als eine Ziege. Carolas Suche nach Lemalian ist in Maralal zu Ende. Sie muss warten, bis er sie findet. Es dauert nicht lange - bald erscheint der Samburu in Maralal. Das erste Zusammentreffen verläuft anders, als Carola es sich vorgestellt hat: keine Zärtlichkeit, keine Romantik. Trotzdem folgt Carola Lemalian in die Wildnis. Einen Tag dauert die Wanderung bis nach Barsaloi. Carola ist am Ende ihrer Kräfte. Barsaloi – das ist ein kleines primitives Dorf. Carola muss sich eine Hütte mit Lemalian, seiner Mutter und seiner achtjährigen Schwester Saguna teilen. Das Leben im Busch ist hart. Von Pater Bernardo (NINO PRESTER), einem Italiener, der die nahe gelegene Missionsstation betreibt, ist keine Unterstützung zu erwarten. Der Mini-Chief, ein korrupter Verwalter, der die Eingeborenen mit Bestechungsgeldern drangsaliert, will geschmiert werden. Carola lehnt sich auf und erhält dafür Aufenthaltsverbot in Barsaloi – es sei denn, sie heiratet. Für die nötigen Papiere reisen Carola und Lemalian nach Nairobi. Carola erkrankt dort an Malaria und wird von Lemalian gepflegt. Als sie wieder gesund ist, lässt sie sich Geld aus Europa schicken und kauft einen ramponierten Jeep. Auf der Rückfahrt setzt Lemalian, aufgestachelt von mitreisenden Frauen aus dem Dorf, den Wagen gegen einen Baum. Um ihre Angelegenheiten zu Hause zu klären, muss Carola noch einmal zurück in die Schweiz. Ihre Mutter und ihr Bruder sind entsetzt, als sie ihre gut gehende Boutique verkauft und sich wieder auf den Weg in die neue Heimat macht. In Barsaloi laufen die Vorbereitungen für die Hochzeit, die bei Vollmond stattfinden soll, auf Hochtouren. Carola hat sich ein weißes Hochzeitskleid aus ihrem Laden mitgebracht. Das Fest verläuft nach Eingeborenen-Riten. Unter den Hochzeitsgästen ist auch Pater Bernardo, der langsam seine Vorbehalte gegen Carola aufgibt. Noch ehe Carola etwas davon ahnt, hat Lemalians Mutter bereits gemerkt, dass sie schwanger ist. Um die Lebensbedingungen zu verbessern hat Carola beschlossen, in der Barackensiedlung der Missionsstation einen Laden zu eröffnen. Das Geschäft wird ein Erfolg für sie – und ein Problem für Lemalian. Er will jedem Kredit gewähren und wird eifersüchtig, wenn seine Frau mit männlichen Kunden redet. Kurz vor der Geburt kommt es zu ernsten Komplikationen. In letzter Minute wird Carola im Flugzeug ins Krankenhaus nach Wamba geflogen. Sie bringt ein gesundes Mädchen zur Welt , Sarai. Zurück in Barsolai macht die Eifersucht ihres Mannes Carola das Leben immer mehr zur Hölle. Die Situation eskaliert, als er seine Frau beschuldigt, eine Affäre mit dem Pater zu haben. Lemalian behauptet, das Kind sei nicht von ihm. Er gibt sich dem Alkohol hin. Am Ende, Sarai ist zwei Jahre alt, ist Carola der Situation nicht mehr gewachsen. Sie sieht keine Zukunft für sich und ihre Tochter und will ihr Leben in Afrika aufgeben...

Kommentare

(1) Apolike vergibt 9 Klammern · 09. September 2006
Film ist gut gemacht, jedoch hält er sich nicht unbedingt an die Buchvorlage (Beispiel: Carola und ihr Mann sind öfters ans Meer gefahren, jedoch im Film kein einziges mal.)
 

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