Filmkritik - Das Streben nach Glück (2006)
 
 

Das Streben nach Glück

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (7,9)
Original: The Pursuit of Happyness
Regie: Gabriele Muccino
Darsteller: Dan Castellaneta, James Karen
Laufzeit: 118min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Drama, Biografie (USA)
Verleih: Sony Pictures
Filmstart: 18. Januar 2007
Bewertung: 7,3 (4 Kommentare, 4 Votes)
„Dieser Teil, dieser kleine Teil meines Lebens heißt: Warten auf den Bus.“ San Francisco, 1981. Für Chris Gardner (Will Smith), seine Frau Linda (Thandie Newton) und ihren fünfjährigen Sohn Christopher (Jaden Christopher Syre Smith) beginnt der Tag um fünf Uhr dreißig. Während Linda in Downtown ihre Schicht in einer Hotelwäscherei antritt, bringt Chris seinen Sohn in die Kindertagesstätte von Mrs. Chu (TAKAYO FISCHER) in Chinatown und anschließend – hoffentlich – als Vertreter einen neu entwickelten medizinischen Röntgenapparat an den Mann bzw. Arzt. Voller Hoffnung auf ein gutes Geschäft, mit dem er mehr als nur die Miete für die kleine Wohnung der Familie zahlen kann, hat er sich vor einiger Zeit für den Verkauf von zweihundert dieser Röntgengeräte verpflichtet. Die letzten sechs scheinen sich allerdings zu einer unverkäuflichen Last zu entwickeln. Dass Chris mit dem Bus unterwegs ist, liegt unter anderem an fehlenden Parkplätzen in San Franciscos Innenstadt – und daran, dass er die Falschparkertickets für seinen Wagen nicht bezahlen kann. Dass sein Auto schließlich abgeschleppt wird, ist noch das geringste Übel. Die Steuerzahlungen stehen an und auch mit der Miete ist Chris seit Wochen im Rückstand. Mit Linda gerät er darüber immer wieder in Streit. Eines Morgens hält direkt neben Chris auf dem Weg zu einem Kunden ein roter Sportwagen am Straßenrand. Chris spricht den offensichtlich glücklichen Fahrer an. Der Börsenmakler erklärt ihm, wie er zu seinem Auto und seinem Job gekommen ist: Er kenne sich gut mit Zahlen und Menschen aus. Chris beschließt auf sein Anraten hin, sich für ein Praktikum bei den renommierten Börsenmaklern Dean & Witter zu bewerben. „Dieser Teil, dieser kleine Teil meines Lebens heißt: Dummheit.“ Auf dem Weg zu Dean & Witter muss Chris irgendwo sein Röntgengerät „parken“. Er vertraut das Gerät einer Hippie-Sängerin auf der Straße an. Während er im Büro von Dean & Witters Personalchef Jay Twistle (BRIAN HOWE) sein Anmeldeformular in den Händen hält, beobachtet er durch das Fenster, wie sich das Hippie-Mädchen mitsamt Röntgen-apparat aus dem Staub macht. In Windeseile rast Chris mit dem unausgefüllten Formular aus dem Büro und der Diebin hinterher. Doch sie entwischt in einem U-Bahn-Zug. Obwohl für das Praktikum nur zwanzig Bewerber zugelassen werden und nach sechs Monaten nur auf einen davon ein fester Job wartet, ist Chris optimistisch. Am nächsten Tag liefert er das Anmeldeformular bei Dean & Witter ab und drückt es Mr. Twistle persönlich in die Hand. In diesem Moment entdeckt er das Hippie-Mädchen – und seinen Röntgenapparat. „Dieser Teil, dieser kleine Teil meines Lebens heißt: Laufen.“ Chris lässt Mr. Twistle stehen und rast der Fliehenden und ihrem Freund hinterher. In einem Bus kann er sie einholen – und sein Hab und Gut wieder an sich nehmen. Problem nur: Als er abends nach Hause kommt, steht er nicht, wie er Linda versprochen hat, mit leeren Händen da, sondern hat sogar zwei nicht verkaufte Apparate dabei. Linda ist völlig verzweifelt – sie arbeitet bereits Doppelschichten und das Geld reicht dennoch hinten und vorne nicht. Und obwohl es Christophers Geburtstag ist, gerät sie wieder einmal mit Chris in einen Streit. Umso mehr ist Chris in seinem Willen bestärkt, den Job bei Dean & Witter zu bekommen. Er sucht einmal mehr Mr. Twistle auf, der gerade mit dem Taxi davonfahren will. Spontan springt Chris zu ihm ins Auto. Während er auf Twistle einredet, um ihn von seinen Qualitäten zu überzeugen, beschäftigt sich dieser mit einem Zauberwürfel. Chris behauptet, er könne den Würfel knacken, noch bevor das Taxi sein Ziel erreicht hat. Zu Chris’ eigenem Erstaunen gelingt es ihm sogar. Twistle ist so überrascht, dass er vergisst, die Taxifahrt zu begleichen. Dem abgebrannten Chris bleibt nichts anderes übrig, als sich ohne zu zahlen aus dem Staub zu machen. Von schlechtem Gewissen und dem vor Wut rasenden Taxifahrer verfolgt, rettet er sich in eine anfahrende U-Bahn – nur sein Röntgenapparat bleibt dabei auf der Strecke. Aus dem Zugfenster sieht Chris, wie sich ein Obdachloser des Geräts annimmt. Chris ruft Linda an – in der Aufregung hat er vergessen, Christopher aus dem Kindergarten abzuholen. Linda erklärt ihm am Telefon, dass sie ihn verlassen wird – und zwar in diesem Moment. Chris muss wieder seine Beine in die Hand nehmen. Doch als er seine Wohnung erreicht, ist Linda fort und Christopher mit ihr. Als das Telefon klingelt und ihm Mr. Twistle am anderen Ende der Leitung einen Termin vorschlägt, kann Chris auch die Aussicht auf einen Praktikumsplatz nicht ablenken – er muss seinen Sohn zurückholen. Am nächsten Morgen passt er Linda ab, die Christopher zu Mrs. Chu gebracht hat. Er erklärt, er würde ihr seinen Sohn nicht einfach überlassen, holt ihn aus dem Kindergarten und bringt ihn nach Hause. Kaum angekommen, hämmert sein Vermieter an die Tür. Er gewährt Chris wegen seiner Mietschulden noch eine Frist von zehn Tagen. Dann müsse er die Wohnung frisch gestrichen und geräumt haben. Gerade hat Chris mit dem Streichen der Wohnung begonnen, da warten zwei Polizisten vor seiner Tür, um das Bußgeld für seinen abgeschleppten Wagen und die Tickets einzufordern. Da Chris nicht zahlen kann, muss er eine Nacht im Gefängnis verbringen. Und das am Tag vor seinem Termin mit Jay Twistle – und ohne zu wissen, ob Linda Christopher zu ihm zurückbringen wird, wenn er sie bittet, ihn in dieser Nacht zu sich zu holen! Am nächsten Morgen muss Chris schon wieder laufen: In seiner farbverschmierten Malerkleidung schafft er es gerade noch zu seinem Vorstellungsgespräch bei Dean & Witter. Obwohl dort niemand besonders erfreut über seinen Anblick ist, kann er mit seiner Aufrichtigkeit und mit Witz überzeugen. Jay Twistle gratuliert. Doch Chris zögert – schließlich hat er inzwischen erfahren, dass die Praktikumsstelle nicht bezahlt wird. Jay Twistle, der sich so sehr für ihn eingesetzt hat, wird ungeduldig – und erwartet seine Zusage bis zum Abend. Nervös wartet Christopher inzwischen darauf, dass Linda seinen Sohn nach Hause bringt. Viel zu spät und mit dem schlafenden Jungen auf dem Arm, steht sie schließlich vor seiner Tür und erklärt, sie würde nach New York ziehen, wo sie einen Job in einem Restaurant gefunden habe. Chris kann sie überzeugen, dass er besser für Christopher sorgen könne. Kaum ist Linda fort, ruft er Twistle an und bestätigt seine Zusage für das Praktikum. Er packt seine Sachen und zieht mit Christopher in ein Motel. Und er verkauft endlich einen Röntgenapparat. „Dieser Teil, dieser kleine Teil meines Lebens heißt: Praktikum.“ Es ist sein erster Tag bei Dean & Witter. In der Mittagspause entdeckt Chris auf der Straße den Obdachlosen mit seinem Röntgenapparat. Er heftet sich an seine Fersen, rast ihm hinterher, wird von einem Auto angefahren, verliert dabei einen Schuh und muss humpelnd zurück ins Büro. Das Glück ist wahrlich nicht auf seiner Seite. Einige Tage später verpasst er einen Termin mit einem potenziellen Kunden, dem millionenschweren Walter Ribbon (KURT FULLER), weil er das Auto seines Ausbilders Mr. Frakesh (DAN CASTELLANETA) parken soll. Mr. Frakesh ist offensichtlich der Meinung, er könne Chris ob seiner Hautfarbe auch als seinen persönlichen Handlanger einsetzen. Am Wochenende macht sich Chris mit Christopher und einem seiner Röntgenapparate wie gewohnt auf den Weg, um die Krankenhäuser San Franciscos abzuklappern. Unterwegs sucht er die Villa von Walter Ribbon auf, um sich für den verpatzten Termin zu entschuldigen. Spontan lädt Ribbon Chris und Christopher zu einem Footballspiel ein. Trotzdem kann er Chris auf keinen Fall beruflich entgegenkommen. Nach vier Monaten hat Chris alle Röntgengeräte verkauft. Bis auf das eine Gerät, das sich noch in den Händen eines Obdachlosen befindet, der glaubt, es handele sich um eine Zeitmaschine. „Dieser Teil, dieser kleine Teil meines Lebens heißt: Steuern zahlen.“ Am 25. September 1981 zieht das Finanzamt von Chris’ Konto fällig gewordene Steuern ein. Es ist die gesamte Summe, die er mit dem Verkauf der Röntgengeräte verdient hat. Ihm bleiben 25 Dollar. Auf einem Spielplatz entdeckt Chris den Obdachlosen mit seiner „Zeitmaschine“. Verzweifelt hält er den Penner – zu Christophers Entsetzen – beinahe mit Gewalt fest und nimmt ihm den Röntgenapparat ab, um ihn umgehend einem Arzt in der Nähe anzubieten. Doch das Gerät funktioniert beim Vorführen nicht. Zurück im Motel, das Chris in diesem Monat nicht mehr bezahlen konnte, stehen seine Sachen gepackt vor der Tür. Der 25. September 1981 ist der Tag, an dem Chris Gardner obdachlos wird – mit einem fünfjährigen Jungen. Von nun an muss Chris seine Arbeit als Praktikant in der Hälfte der Zeit seiner Konkurrenten erledigen – denn er muss sich rechtzeitig in die Schlange vor dem Obdachlosen-asyl einreihen. Von nun an wird Chris jeden Tag mit einer anderen Ausrede den Koffer mit seinem verbliebenen Besitz zur Arbeit tragen. Aber er wird auch beweisen, dass er seinen Sohn nicht im Stich lässt, was auch immer geschieht – und dass man seinen Traum vom Glück verwirklichen kann, wenn man den Glauben an sich selbst nicht verliert ...

Kommentare

(4) Element vergibt 8 Klammern · 17. Februar 2007
Ein leiser, melancholischer Film über einen willensstarken Mann und dessen Schicksalsschläge, die ihn erleiden. Will Smith spielt überraschend überragend und entpuppt sich als wendiger Charakterdarsteller.
(3) Moe2001 vergibt 6 Klammern · 30. Januar 2007
Hmm, alles wichtige hat man eigentlich in der Vorschau bereits gesehen. Zum Teil etwas langweilig und man kann sich eigentlich immer denken, was gleich passiert bzw. wie die Sache ausgeht!
(2) berschel vergibt 8 Klammern · 29. Januar 2007
Sehr gute Story, Will Smith in einer ernsten Rolle als sorgender Vater, der alles Mögliche für das Glück seiner Familie versucht. Plötzlich leben sein 5jähriger Sohn und er auf der Straße, für seinen Sohn ist es mehr oder minder ein Spiel, er versteht nicht, fragt aber auch nicht nach. Tolle Rollen, toller Film.
(1) MistaRomantika vergibt 7 Klammern · 20. Januar 2007
will smith wie immer sehr sehr gut.. film hat aber meiner ansicht nach nicht mehr viele höhepunkte, welche man noch nicht in der vorschau gesehen hat. an sich ein guter film, bei dem es aber auch reicht, ihn nur auf dvd gesehen zu haben...
 

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