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Filmkritik - Alpha Dog - Tödliche Freundschaft (2006)
 
 

Alpha Dog - Tödliche Freundschaft

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,9)
Original: Alpha Dog
Regie: Nick Cassavetes
Darsteller: Alex Solowitz, Amber Heard
Laufzeit: 117min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Drama, Krimi (USA)
Verleih: Concorde Filmverleih
Filmstart: 22. März 2007
Bewertung: 5,8 (5 Kommentare, 4 Votes)
Johnny Truelove (Emile Hirsch) – eine gefährliche Mischung aus Anführer und Angeber – lebt eigentlich ziemlich locker den amerikanischen Traum eines Möchtegern-Ganoven aus: er ist ein kleiner Drogendealer in der privilegierten Nachbarschaft des San Gabriel Valley, einem privilegierten Vorort von Los Angeles. Für Johnny und seine Kumpel, wahlweise rücksichtslose Draufgänger, Poser und Mitläufer, die in ihrem Vorstadt-Alltag feststecken und mit zu viel Freizeit belastet sind, ist das Leben ein Rausch aus wilden Partyexzessen und der Suche nach dem nächsten Kick. Das Vorbild, das sie nachahmen, basiert auf Rap-Musik, Videospielen und Filmen – und die Stunden, in denen sie bei halbwegs klarem Bewusstsein sind, verbringen sie damit, das von ihnen angehimmelte Gangster-Leben zu imitieren. So wedelt Johnny ständig mit einem Bündel Bargeld herum, hat an jedem Arm ein sexy Mädchen, ein gut gehendes Drogen-Geschäft und einen Berg Gras, damit all seine Freunde ständig high sein können. Sie sind jung, reich und stehen im Mittelpunkt des von ihnen selbst erschaffenen Universums – für Johnny und seine Freunde haben ihre Handlungen keinerlei Folgen. Alles kann passieren. Und im Verlauf von drei Tagen unter der sengenden kalifornischen Sonne passiert es dann auch. Als einer von Johnnys Drogenkurieren, der aggressive Hitzkopf Jake Mazursky (Ben Foster), das Geld, das er Johnny schuldet, nicht wie vereinbart zurückzahlt, eskaliert die Situation zu einem brutalen Machtkampf. Um zu zeigen, wie wenig er Johnny als Alpha-Tier und Gang-Leader akzeptiert, bricht Jake mit ein paar Freunden nachts bei Johnny ein und verwüstet unter lautem Fluchen dessen Haus. Als Gipfel der Missachtung setzt er seelenruhig einen fetten Kothaufen auf Johnnys teuren Teppich. Was Jake nicht weiß, ist, dass Johnny sich die ganze Zeit über aus Angst im Haus versteckt hielt und so Augenzeuge des infamen Vandalismus-Aktes wurde. Am nächsten Tag spielt Johnny das vor seiner Gang natürlich herunter. Doch die Kränkung sitzt mindestens so tief wie die Angst davor, dass Jake es noch weiter auf die Spitze treiben könnte. Um die ganze Sache ein bisschen abkühlen zu lassen, beschließt Johnny, erst einmal unterzutauchen und macht sich mit seinen Kumpeln nach Palm Springs auf. Dabei sehen sie zufällig im Vorbeifahren Jakes kleinen Bruder Zack Mazursky (Anton Yelchin) am Straßenrand – und beschließen spontan, ihn zu kidnappen. Das Ganze passiert fast beiläufig und irgendwie halbherzig. Nichtsdestotrotz findet sich Zack plötzlich gefesselt und geknebelt im Wagen der Clique wieder. Im Grunde genommen sollte Jake mit dem Kidnapping nur ein Denkzettel verpasst werden. Oder Zack sollte als Garantie dienen, damit Jake nicht weiter ausrastet. Oder vielleicht ist Zack eben doch nur das Faustpfand für Geld, das ihm Jake noch schuldet… Johnny weiß es selbst nicht so genau. Noch viel weniger weiß er, wo er Zack eigentlich „deponieren“ soll. Nach einer eher grotesken Geisel-Odyssee beschließt die Gruppe, den Kleinen einfach mal so zu „behalten“. Was Zack übrigens mega-cool findet, denn Johnny und seine Freunde sind für ihn die coolsten Typen überhaupt. Er fühlt sich nicht nur ausgesprochen wohl in deren Gesellschaft, sondern versichert auch glaubhaft, dass er seinem Bruder sein Verschwinden schon verklickern werde und alles im grünen Bereich sei. Die Gruppe findet Jack auch sympathisch und integriert ihn allmählich sogar in ihren Alltag, der überwiegend aus Partys und Herumhängen besteht. Da weit und breit keine verantwortungsbewussten Eltern in Sicht sind, die die Aktion hinterfragen, läuft die Sache gruppenintern eine Weile ganz gut. Vorübergehend begleitet von Johnnys charismatischem Freund Frankie Ballenbacher (Justin Timberlake) genießt Zack einen illegalen Sommertraum aus Drogen, Alkohol, Mädchen und ersten sexuellen Erfahrungen. Doch bald denkt schon niemand mehr daran, dass Zack eine Geisel ist, ein „entführtes Kind“ – und dass man ihn nicht einfach so 'zurückgeben' kann. Aus den Stunden werden Tage und für das Zack-Problem ist keine Lösung in Sicht. Auf falsche Entscheidungen folgen dann noch schlechtere Einfälle. Johnny versucht, dem mittlerweile völlig durchgedrehten Jake die Situation zu erklären. Ohne Erfolg. Jake lässt überhaupt nicht mit sich reden, sondern droht, Johnny - unter unflätigsten Verwünschungen – grausam umzubringen. Johnny gerät immer mehr in Panik. In einer geheimen Lagebesprechung mit Frankie schlägt er diesem sogar vor, Zack umzubringen. Frankie bekäme dafür – wenn er es machen würde – sogar satte 25.000 Dollar. Frankie ist zuerst etwas schockiert, nimmt Johnnys Vorschlag aber nicht wirklich ernst. Beide lachen darüber. Natürlich ist alles nur ein Witz gewesen. Inzwischen hat die verstörte Mutter von Zack, Olivia Mazursky (Sharon Stone), natürlich längst die Polizei alarmiert. Die Situation eskaliert. Es geht nicht mehr um einen dummen Jungenstreich, sondern um eiskalte Entführung. Darauf steht lebenslänglich Knast. Notgedrungen schaltet sich Johnnys Vater (Bruce Willis) ein und versucht, seinen Sohn aufzuspüren und davon zu überzeugen, die Geisel zurückzubringen. Langsam dämmert es Johnny und seinen Freunden, was sie da angerichtet haben. Ihnen allen droht – als Komplizen – langjähriger Aufenthalt im Gefängnis. Für Johnny verwischen sich die Grenzen zwischen den Welten: er gibt nicht mehr nur vor, ein harter Junge zu sein – jetzt muss er auch wie einer handeln. In dieser ausweglosen Situation sieht Johnny keine andere Lösung mehr, als Zack tatsächlich umbringen zu lassen. Und den Killer hat er auch schon an der Hand. Es ist kein anderer als das schwächste Gruppenmitglied, Elvis Schmidt (Shawn Hatosy). Von seinen Kumpels permanent niedergemacht und als „Homo“ verspottet, sieht Elvis nun seine glorreiche Stunde, um endlich allen – und vor allem natürlich Johnny – zu beweisen, was für ein Kerl er wirklich ist. Entschlossen macht sich Elvis auf den Weg, Zack zu ermorden. Doch ganz alleine traut er sich dann doch nicht. Unterwegs zum Tatort sammelt er noch Frankie und einen weiteren Mitläufer, Keith Stratten (Christopher Marquette), ein. Irgendwo in der Wüste ist das Grab für Zack schon ausgehoben worden…

Kommentare

(5) Cappo · 05. April 2007
Unglaublichlangweiliger Film Einige Lacher waren dabei aber das Ende fand ich einfach nur schlecht.
(4) k49376 vergibt 1 Klammer · 01. April 2007
Unglaublich schlecht, ein sehr langweiliger Film mit einer extrem langweiligen Handlung, die eigentlich gar nicht richtig ins Rollen kommt und durch ein sau schlechtes Ende abgeschloßen wird. Den einen Punkt in der Bewertung gibt es für gelegentliche Schmunzler, sonst ist das Ding wohl eher ein Softporno -.-
(3) anfaenger vergibt 6 Klammern · 29. März 2007
War ganz akzeptabel. Einige Lacher waren dabei, aber das Ende fand ich einfach nur schlecht.
(2) bdhb vergibt 9 Klammern · 27. März 2007
super geiler film!!!!!kann man nur empfehlen!!!!
(1) Zeitbombe vergibt 7 Klammern · 23. März 2007
Ziemlich starker Tobak! Regt zum Nachdenken an. Allerdings gefällt mir Timberlake in dem Film nicht!
 

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