Hilti meint sicher Leute, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen, aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln (flüchten) und aus Einkommen über der (höheren) Bemessungsgrenze keine weiteren Beiträge zur Rentenversicherung zahlen müssen, sowie Beamte, die Beihilfe im Krankheitsfall und steuerfinanzierte Pension ohne eigene Beiträge kriegen. Auch Selbständige zahlen nur selten in die gesetzlichen Sozialkassen ein (abgesehen natürlich von den steuerfinanzierten Zuschüssen dieser Kassen).
 
Habe ich doch geschrieben. Wer sich innerhalb einer Gesellschaft bewegen kann, ohne diese zu stören, ist nach meinen Maßstäben integriert. Er kann sie gerne bereichern, aber ich kann auf Bereicherungen, wie etwa "Was guggst Du?" locker verzichten.

Also, ein Armutsflüchtling aus Südosteuropa, der kein Deutsch spricht, aber nicht "negativ" (gemäß deiner Definition) auffällt, weil er unter seinesgleichen bleibt und nur alle paar Wochen mal zum Amt geht, ist integriert? :ugly:
 
Also, ein Armutsflüchtling aus Südosteuropa, der kein Deutsch spricht, aber nicht "negativ" (gemäß deiner Definition) auffällt, weil er unter seinesgleichen bleibt und nur alle paar Wochen mal zum Amt geht, ist integriert? :ugly:
Für mich integriert genug. Aber nicht, weil er unter Seinesgleichen bleibt, sondern weil er sich nach den hier geltenden Sitten, Regeln, Gebräuchen und Gesetzen richtet.

Was muss er denn nun noch haben, um hier dauerhaft leben zu dürfen? Muss er Christ werden? Arbeiten gehen? Lederhosen tragen? Schwul oder Feminist(in) werden? Strick- und Häkelkurse belegen? Oder nur deutsch sprechen?

Wenn man Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden und nicht eingebürgert wurden, also definitionsgemäß keine Deutschen sind, Steuergelder in den Arsch steckt bis sie es wieder erbrechen, dann ist es eben so. Dafür können diese Leute nichts, die sich dann das Geld abholen. Dafür gehören diese Volksverräter am nächsten Baum ... eh, also am nächsten Baum gehört da ein Foto des Volksvertreters mit der begangenen Schandtat angebracht. Aber sonst machen die es genauso, wie ich es auch tun würde an derenstatt.

Außerdem darkkurt: Redest Du hier noch von Integration oder schon von Assimilation?
 
Du musst MIR sagen, welche Anforderungen ein Einwanderer erfüllen muss, um hier bleiben zu dürfen. Und deine Argumentation ist seltsam.

Die CSU schürt Angst gegen Rumänen und Bulgaren, die hierher kommen, "um sich durchfüttern zu lassen" (Version CSU). Inzwischen ist es mit Zahlen belegt, dass der Vorwurf so pauschal falsch ist. Aber das ist doch das ganze Thema hier. Nicht deine "weissu, gorregt beämwe" - Freunde, sondern EU-Bürger, die man ausweisen will, was aber gar nicht geht.

Du tappst doch genau in die (Wahlkampf-)Falle, die Voll-Horst für das Wahlvolk aufstellt - du vermischst 2 Themen, nicht nur sehr rudimentär was miteinander zu tun haben, miteinander.
 
Du musst MIR sagen, welche Anforderungen ein Einwanderer erfüllen muss, um hier bleiben zu dürfen. Und deine Argumentation ist seltsam.
Seltsam? Weswegen? Schreibe ich es mal als Merksatz, den jeder versteht:

Jeder, der mir nicht auf die Eier geht und sich mit den hier geltenden Regeln, Gesetzen und Sitten einverstanden erklärt und sich danach richtet, ist für mich integriert.

Die CSU schürt Angst gegen Rumänen und Bulgaren, die hierher kommen, "um sich durchfüttern zu lassen" (Version CSU). Inzwischen ist es mit Zahlen belegt, dass der Vorwurf so pauschal falsch ist.
Also mit Zahlen belegen kann man ja erst was, wenn es passiert ist. Gut ausgebildete Leute finden überall auf der Welt Arbeit. Spezialisten sowieso, auch schon vor dem ganzen EU-Quatsch. Und es müssen nicht mal Spezialisten sein. Seit Jahren arbeite ich schon mit Bulgaren, Rumänen, Polen, Russen und allen möglichen Leuten aus aller Herren Länder zusammen, die einfach nichts weiter tun, als zu übersetzen. Keine weitere Qualifikation, außer eben C1/C2 deutsch und die Befähigung, ein Wörterbuch zu benutzen. Keiner hatte Probleme, hier einzureisen. Also diesen Schwachsinn von wegen "erst jetzt können die ganzen Spezialisten kommen", können sie vielleicht dem linken Pöbel unterjubeln, aber jeder mit einem IQ oberhalb der Zimmertemperatur wird wohl eher müde lächeln.

Weil Du mich die ganze Zeit ausfragst, bin ich jetzt mal dran: Welchen Vorteil hat also diese "Freizügigkeit"? Und dagegen abgewogen: Welche Risiken birgt sie?

Aber das ist doch das ganze Thema hier. Nicht deine "weissu, gorregt beämwe" - Freunde, sondern EU-Bürger, die man ausweisen will, was aber gar nicht geht.
Ok, damit hast Du meine zweite Frage ja eigentlich schon beantwortet.

Du tappst doch genau in die (Wahlkampf-)Falle, die Voll-Horst für das Wahlvolk aufstellt - du vermischst 2 Themen, nicht nur sehr rudimentär was miteinander zu tun haben, miteinander.
Ok, das mag sein. Dann müssen wir über Freizügigkeit, EU und Grenzöffnungen halt an anderer Stelle nochmal separat sprechen. Es wird ja wohl kaum in unserem Interesse sein, dass wir unseren Staat aufgeben zugunsten anderer Länder der EU. Das hätten wir ja schon '45 haben können und hätten uns dann nicht so viel Mühe geben müssen, alles wieder aufzubauen.
 
sowie Beamte, die Beihilfe im Krankheitsfall
Müssen Beamte sich nicht auch krankenversichern? Zahlt da der Arbeitgeber mehr als 50%, die ein Angestellter auch von seinem Arbeitgeber bekommt?

und steuerfinanzierte Pension ohne eigene Beiträge kriegen.
Das Gehalt von Beamten ist pauschal niedriger angesetzt, der Staat wollte davon Rücklagen bilden. Hat er nicht gemacht. Was kann der Beamte dafür?

[quotw]Auch Selbständige zahlen nur selten in die esetzlichen Sozialkassen ein[/QUOTE]Indirekt zahlen Beamte und Selbstständige da ganz dick ein. Sie übernehmen nämlich mit ihren Steuern einen grossen Teil des Zuschuss in die gestzliche Rentenkasse.

Marty
 
Müssen Beamte sich nicht auch krankenversichern? Zahlt da der Arbeitgeber mehr als 50%, die ein Angestellter auch von seinem Arbeitgeber bekommt?

Jein. Der Diensherr zahlt bei Bedarf im Rahmen der Beihilfe den Großteil (irgendwas zwischen 2/3 und 4/5) der angefallenen Kosten, für den Rest müssen sie entweder selber aufkommen oder eine zusätzliche private Krankenversicherung abschließen.

PS: Ein Nebeneffekt davon sind die günstigen Beamtentarife: Beamte sind zwar nicht gesünder als andere Leute, die Versicherung trägt aber nur einen Bruchteil der anfallenden Kosten.
 
Jein. Der Diensherr zahlt bei Bedarf im Rahmen der Beihilfe den Großteil (irgendwas zwischen 2/3 und 4/5) der angefallenen Kosten
Ich lese was von 50%, wo ist es denn mehr? Zusätzlich gibt es für Kinder mehr, die sind bei gesetzlich Versicherten aber sogar beitragsfrei.

Ein Nebeneffekt davon sind die günstigen Beamtentarife: Beamte sind zwar nicht gesünder als andere Leute, die Versicherung trägt aber nur einen Bruchteil der anfallenden Kosten.
Beamtentarife sind halt freie Versicherungen und haben einen Beitrag, der sich aus dem Risiko errechnet, gesetzliche Versicherungen richten sich nach dem Einkommen. Beamte in den untersten Besoldungsgruppen würden sich und ihre Familie sicher gerne gesetzlich versichern, vor allem, wenn sie alt werden.

Marty
 
Das Risiko für die Versicherung besteht im Kostenumfang im Leistungsfall, nicht im Arbeitsverhältnis. Bei Beamten also irgendwo zwischen 1/5 und 1/3.


Beihilfekonforme Beamtentarife: Viel Gesundheit für wenig Geld

Mit einer privaten Krankenversicherung sichern Beamte dagegen gezielt nur den Anteil ihrer Krankenkosten ab, der nicht durch die Beihilfe abgedeckt ist. Deshalb sind die Prämien für Beamte besonders günstig. Selbst für Familienväter lohnt es meist nicht, GKV-Mitglied zu bleiben. Zwar müssen sie als Privatpatient Ehepartner und Kinder durch eigenständige Verträge absichern, allerdings nur in sehr geringem Umfang. Der Beihilfesatz für beihilfeberechtigte Angehörige liegt in der Regel bei 70 bis 80 Prozent. ...

https://www.financescout24.de/krank...g/ratgeber/die-richtige-wahl-fuer-beamte.aspx
 
Die CSU schürt Angst gegen Rumänen und Bulgaren, die hierher kommen, "um sich durchfüttern zu lassen" (Version CSU). Inzwischen ist es mit Zahlen belegt, dass der Vorwurf so pauschal falsch ist.
Diese Zahlen kann es noch gar nicht geben, weil das Problem erst ab dem 1.1.2014 auftreten kann. aber nicht auftreten muss. Von daher denke ich, dass das Problem, das die CSU hier anspricht, existiert und gravierend ist, da man hierfür extra Zahlen fälscht.
 
Die Zuwanderung war begrenzt, aber nicht unmöglich. Ein Großteil der in Deutschland verkauften Schnitzel wird schon seit geraumer Zeit von rumänischen Metzgern in Deutschen Schlachthöfen zugeschnitten... ( zu Hungerlöhnen teilw., aber das nur nebenbei...)
 
Die Zuwanderung war begrenzt, aber nicht unmöglich. Ein Großteil der in Deutschland verkauften Schnitzel wird schon seit geraumer Zeit von rumänischen Metzgern in Deutschen Schlachthöfen zugeschnitten... ( zu Hungerlöhnen teilw., aber das nur nebenbei...)
Naja, die selbe Diskussion gab es schon bei Einführung der vollen Freizügigkeit für Polen, aber Rumänien ist anders als Polen.
 
Deutschland wurde seinerzeit aber auch nicht zu einer Westpolnischen Kolonie.

aber stimmt - Rumänen sind anders als Polen. Ihnen geht es in der Heimat noch schlechter, also sind sie noch leichter auszubeuten...
 
aber stimmt - Rumänen sind anders als Polen. Ihnen geht es in der Heimat noch schlechter, also sind sie noch leichter auszubeuten...
Der Misserfolg der deutschen Wirtschaft besteht eben darin, dass sie es nicht geschafft haben, die Ausbeutung direkt vor Ort in Rumänien und Bulgarien zu vollenden. Da liess die deutsche Perfektion noch Raum für Mängel. Da muss man sich nicht wundern, dass der Anteil, der noch nicht im Heimatland einen Ausbeuterjob hat, nach hier kommt und den hier sucht.

Vielleicht könnte ja die Textilindustrie sich erbarmen, immerhin steigen die Löhne, Pakistan, Indien und Bagladesh auch schon unerträglich. Da könnte man doch die Rumänen....

Marty
 
Meinste?

1,7 Mio. leerstehende Wohnungen
11 Mio. TONNEN weggeworfene Lebensmittel jährlich

Das Land gibt das nicht her? Wollen WIR nicht eher das Land nicht hergeben?
Um das Land mache ich mir keine Sorgen. Und noch nicht mal um Unterkunft. Platz haben wir ja noch ein bißchen, wir sind ja hier noch nicht so vollgestopft wie die asiatischen, vorderasiatischen und afrikanischen Länder.

Aber bei diesen Lebensmittelrechnungen wäre ich vorsichtig. Erstens vergammelt auch viel in deutschen Kühlschränken. Und grüne Eier isst auch ein in Lampedusa angeschwemmter nicht mehr. Dass wir hier in den westlichen Zivilisationen (plus China) mit unseren Rohstoffen umgehen, als hätten wir noch mindestens eine zweite Erde in der Tasche, ist ja auch bekannt und verwerflich. Und es wäre sicherlich gar nicht schlecht, lieber etwas weniger zu kaufen, statt es vergammeln zu lassen. Und mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu fahren, statt mit dem Auto zum Fitnessstudio. Alles richtig.

Aber so ein Mensch kostet ja nicht nur Wohnraum und Essen. Da kommt ja jede Menge noch dazu. Von Kleidung über Wohnungseinrichtung und Hygieneartikeln bis hin zu Medizinischer Betreuung (also Krankenkassenbelastungen). Es reicht eben nicht, sie in einer Halle zusammen zu pferchen und dann ab und an mal unsere Essensreste rein zu kippen. Wir können pro Person bequem mit dem rechnen, was heute jeder Bürger auch als Lebensminimum in Deutschland benötigt.

Also samt Wohnraum ist die Rechung dann "ein paar Millionen Leute" x knapp 850 Euro. Ich schmeiß mal eine Zahl in den Raum: 5 Millionen Leute mal 800 Euro = 4 Milliarden Euro monatlich, ohne Puffer. Das entspricht dann 48 Milliarden Euro pro Jahr. Auch ohne Gegenleistung erstmal. Und das soll wie funktionieren?

Und nicht vergessen: Da rede ich noch nicht von medizinischer Betreuung und so weiter! Das wird ohne Verzicht jedes Einzelnen gar nicht gehen, also höhrere Steuern und Sozialabgaben im Wesentlichen (das sind die, die jetzt schon horrend sind). Anders gesagt: Ich muss mehr arbeiten, kann mir dann von meinem verdienten Geld weniger leisten, damit es Leuten, die ich nicht kenne und nicht brauche, besser geht. Also ich sage es mal ehrlich und direkt hinaus: Dafür sind mir fremde Leute schlicht nicht wichtig genug.
 
Also samt Wohnraum ist die Rechung dann "ein paar Millionen Leute" x knapp 850 Euro. Ich schmeiß mal eine Zahl in den Raum: 5 Millionen Leute mal 800 Euro = 4 Milliarden Euro monatlich, ohne Puffer. Das entspricht dann 48 Milliarden Euro pro Jahr. Auch ohne Gegenleistung erstmal. Und das soll wie funktionieren?
Die 48 Milliarden geben die Leute auch wieder aus, neben Steuereinnahmen führt das zu höheren Unternehmensgewinnen und Investitionen in sagen wir Arbeitsplätze um z.B. auch die Lebensmittel herzustellen, die die Leute kaufen, was wiederum zu weniger Menschen führt die Geld beziehen, was wiederum...
 
Die 48 Milliarden geben die Leute auch wieder aus, neben Steuereinnahmen führt das zu höheren Unternehmensgewinnen und Investitionen in sagen wir Arbeitsplätze um z.B. auch die Lebensmittel herzustellen, die die Leute kaufen, was wiederum zu weniger Menschen führt die Geld beziehen, was wiederum...
...in der Theorie eines VWL'ers, ja. Aber auch der müßte zugeben, dass das Geld ja erstmal da sein muss, damit man es ausgeben kann. Und auch wenn Du recht hast, dass in der direkten Folge dann die Unternehmensgewinne steigen, heißt es noch nicht, dass die dann mehr Steuern abführen oder gar Arbeitsplätze schaffen. Das ist auch gar kein Geheimnis. Wenn die Bundesregierung heute etwas investiert, Unternehmen sich "erholen", dann rechnet man mit etwa 4 Jahren, bis sich das auf dem Arbeitsmarkt auswirkt.

Was Lebensmittel angeht, da stehen wir ja noch immer vor dem Wahnsinn der Grünen, dem wir hier in Deutschland anheim fallen. Ich rede da von Biodiesel beispielsweise. Leute in Afrika verhungern, wir jagen das Essen durch den Auspuff. Die Lebensmittelpreise sind in Deutschland letztes Jahr um 4% gestiegen. Kartoffeln sogar 40%. Mal schauen, wie es dieses Jahr wird, aber wenn die Ernte wieder nicht optimal ausfällt, ... . Und noch mehr Ackerflächen?

Was ich aber sagen will: Dieses Geld ist erstmal gar nicht da. Ein paar Millionen Leute auf einen Schlag mehr ist auch keine "normale demografische Entwicklung", auf die man sich über Jahre und Jahrzehnte einstellen kann. Es wird definitiv nicht funktionieren, wenn nicht der Deutsche seine Ansprüche zurück schraubt und mehr arbeitet für weniger Geld. Es mag ja sein, dass Du dazu bereit bist und vielleicht auch ein paar andere. Ich und vermutlich die große Mehrheit der Deutschen nicht.