zeitarbeit und lohn

Daran kann man schon sehen das du echt keinen Plan hast....aber überhaupt keinen!

Erst hier rumzensieren und dann mich beleidigen?! Zensur gibt es auch bei klamm und auf die Meinungsfreiheit wird gesch...en.

Nun zum Thema zurück. Ich war selbst Zeitarbeiter, ich weiß was da teilweise läuft. Aus meiner eigenen Erfahrung und die Erfahrungen meiner Kollegen.

Als ich von einer Firma einen befristeten Vertrag angeboten bekommen habe, habe ich diesen Angenommen. Dieser war erst für 3 Monate, dann nochmal 3 Monate, dann 6 Monate und dann Gottseidank war ich einer der wenigen Glücklichen die einen unbefristeten Vertrag bekommen haben.
Ich war zu dieser Zeit als die Firma sehr hohe Auftragseingänge hatte nicht der einzige der einen unbefristeten Vertrag bekommen hat, auf meiner Schicht und in meiner Abteilung waren wir zu Spitzenzeiten bis zu 25 befristete im ständigen Wechsel! Bei einer Betriebsversammlung war mal die Rede von insgesamt 450 befristeten Arbeitnehmern.

Also erzähl hier nicht so'n schmarrn das ich keine Ahnung hab. Fakt ist das jede Firma jederzeit befristete Arbeitnehmer einstellen kann, für 3 Monate oder mehr.
 
Die Automobilindustrie hat im letzten Jahr binnen wenigen Tagen die Leute abgemeldet. Rechne Dir mal aus, was es kosten würde, die Mitarbeiter 3 ganze Monate weiter zu zahlen, wenn sie im Gegensatz dazu innerhalb einer Woche die Mitarbeiter bei einer Zeitarbeitsfirma abmelden können.

edit: Die großen Automobilproduzenten beschäftigen mehrere Tausend Arbeitnehmer... wenn jeder davon nur 2.500 EUR im Monat kostet, dann kannst Dir mal ausrechnen wieviel diese tausenden von Arbeitnehmer in 3 Monaten kosten... Gleiches gilt für die Automobilzulieferer... und glaub mir, ich weiß auch wovon ich rede...
 
Die Automobilindustrie hat im letzten Jahr binnen wenigen Tagen die Leute abgemeldet. Rechne Dir mal aus, was es kosten würde, die Mitarbeiter 3 ganze Monate weiter zu zahlen, wenn sie im Gegensatz dazu innerhalb einer Woche die Mitarbeiter bei einer Zeitarbeitsfirma abmelden können.

edit: Die großen Automobilproduzenten beschäftigen mehrere Tausend Arbeitnehmer... wenn jeder davon nur 2.500 EUR im Monat kostet, dann kannst Dir mal ausrechnen wieviel diese tausenden von Arbeitnehmer in 3 Monaten kosten... Gleiches gilt für die Automobilzulieferer... und glaub mir, ich weiß auch wovon ich rede...

Nun rechnen wir mal kurz über den Daumen. 2500€ würd ein Arbeitnehmerbrutto von etwa 1900 bedeuten. Würde ein Bruttolohn ohne Schichtzulage etc. von ca. 11,80€. Würde bedeuten das dieser Arbeitnehmer in etwa bei 16-17€ Kostenfaktor je Stunde liegt. Eine Zeitarbeitskraft wird vermutlich teurer werden. Nun ist es ein simples Rechenspiel, wielange ein Zeitarbeiter preiswerter ist oder ob eine Festanstellung mit 4 wöchiger Kündigungsfrist besser ist. Zumal es sogar bei ein grossen deutschen Konzern befristete 1 Monatsverträge gibt.

Würde einfach jeder der die selbe Arbeit macht, den gleichen Stundenlohn bekommen, wäre Zeitarbeit tot bzw. stark reduzuert da zu teuer.
 
Erst hier rumzensieren und dann mich beleidigen?! Zensur gibt es auch bei klamm und auf die Meinungsfreiheit wird gesch...en.

Die Zensur meinerseits war mehr als berechtigt! Wenn du dich beschweren möchtest wende dich an die Admis!
Keiner hat etwas gegen Meinungsfreiheit, jedoch solltest du mal über die Art deiner Formulierung nachdenken.
Beleidigung? Wo? Beitrag melden bitte, dann diskutieren wir dort gerne weiter.
Und nun bleib beim Thema......
 
Ich sags nochmal: Wenn der Faktor Arbeit zu teuer wird, wird der Standort in den Osten verlegt, das ist Fakt. Ich hab mit Zahlen gerechnet, die mir bekannt sind, also nicht aus der Luft gegriffen.
 
Die Automobilindustrie hat im letzten Jahr binnen wenigen Tagen die Leute abgemeldet.
Und wie lange wussten die das vorher. Als wenn die Automobilkrise in wenigen Tagen begonnen hätte und nicht vorhersehbar gewesen wäüre.

Rechne Dir mal aus, was es kosten würde, die Mitarbeiter 3 ganze Monate weiter zu zahlen, wenn sie im Gegensatz dazu innerhalb einer Woche die Mitarbeiter bei einer Zeitarbeitsfirma abmelden können.
Kündigungsfristen laut §622 BGB 4 Wochen. In der Probezeit 14 Tage.

Die großen Automobilproduzenten beschäftigen mehrere Tausend Arbeitnehmer... wenn jeder davon nur 2.500 EUR im Monat kostet, dann kannst Dir mal ausrechnen wieviel diese tausenden von Arbeitnehmer in 3 Monaten kosten.
Und ein Leiharbeiter kostet das Unternehmen mehr pro Monat als ein Befristeter. Rechne das mal aus.

Marty
 
Ich sags nochmal: Wenn der Faktor Arbeit zu teuer wird, wird der Standort in den Osten verlegt, das ist Fakt. Ich hab mit Zahlen gerechnet, die mir bekannt sind, also nicht aus der Luft gegriffen.

Weist du Eigendlich wieviel von den bei uns verkauften Waren jetzt schon in Polen und in anderen osteuropäischen Ländern produziert wird.
der Verbraucher wird getäuscht mit Aufschriften wie ,hergestellt in der EU.
oder hergestellt für XXX ,von der Firma xyz.
Es wird aber mit keiner Silbe erwähnt, das es in Polen hergestellt wird unter Bedingungen für den an die nicht mit dem Menschenrechten vereinbar sind.
Nur wird vergessen das gerade die Polen sich organisieren können und was wird dann.
 
Also ...

Fahr mal zum Beispiel im "Westen" durch die Großstädte, und werf mal nur ein Blick auf die Kennzeichen von Firmenwagen.

Ein Großteil der Handwerksbertiebe, kommen aus den neuen Bundesländern.

Das Prestigeprojekt der Hafencity Hamburg, das Überseequartier gibt es 90% Firmen aus den neuen Bundesländern. Firmen hier vor Ort kalkulieren schon ein Grundminus, um ihre Angestellten beschäftigen zu können.

Ist das nicht traurig, das es von Staat nicht einmal in dieser Beziehung Hilfe zum Schutz und Erhalt von Arbeitsplätzen gibt? Wie willst du denn verhindern, das Firmen ihre Produktion ins Ausland schieben?

Garnicht. Egal welche Motive man anführt. Eine ortsansässige Firma beschäftigte 2000 noch 600 Mitarbeiter und 200 Leiharbeitskräfte. Nach der Neueröffnung eines Werkes in Riga, wurde die Niederlassung in eine gewollte Insolvenz geschickt. Wurde zuvor ausgelagert etc. .

Wieso hatt der Staat nicht da einmal eingegriffen? Weil in Deutschland das Thema Beschäftigung falsch aufgefasst wird.

Zum einen gibt es klare Drückeberger die kein Bock auf Arbeit haben. Ich persönlich kenn 2 Fälle, wo einfach alles vorhanden ist und Hartz4 bezogen wird. Auto auf ein anderen Namen, Haus wurde nur angemietet da es übertragen wurde usw. . Die Tricks sind unendlich. Solche Fälle schaden der Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.

Im Zuge einer Wiedereingliederungsmaßnahme, ist es ja stark in Mode gekommen 1€ Kräfte zu produzieren. Für den Anfang nicht schlecht aaaaabbbbeeeerrrrr, die Arbeit die diese Kräfte ausführen, wären sonst von vernünftig vergüteten Personen erledigt worden. So muss die ARGE trotzdem zahlen.

Oder greifen wir mal den Familienvater auf der für 6,50€ je Stunde arbeiten gehen sollte. Dieser Mann würde 800-900€ verdienen. Und somit weit unter den Mindestsatz liegen. Es wurde eine Arbeitsstelle blockiert mit den billigen Lohn und zusätzliche Leistungen müssen trotzden erbracht werden. Dies wiederrum wird durch unsere Sozialanbgaben gedeckt usw. .

Nun ist es doch ganz klar so, das wir erheblich weniger Arbeitslose hätten und weniger Sozialabgaben, wenn die Löhne real wären und ein Familienvaer zb. seine 2000€ ausgezahlt hätte.

Allein bei ein Lohn von 10€ kann doch keiner Leben. Und diese Werte sind jetzt aus diversen Jobanzeigen, und 10€ war das höchste mit.

10€ macht ausgezahlt als Single etwas bei 1150€ rum. Miete hier kann man laut Tageszeitungen, mit knapp 700€ bezieffern. Dazu noch Telefon, Versicherungen und Strom, machen extra Ausgaben in Höhe von 150€.
850€ sind weg ohne das man ein Cent davon sieht. Jetzt brauch man mal was zum Anziehen, eine neue Kaffeemaschine oder sonst was, und ruckzuck sind die Extrakosten noch mal 100€ höher. Jetzt noch irgendwie zur Arbeit kommen, PKW schliess ich mal gleich aus bei den Lohn also öffentliche Verkehrmittel, wieder je nach Entfernung 80-200€.

Fällt euch was auf, für 10€ geht man Arbeiten um zur Arbeit zu kommen und zum Überleben. Das ist doch definitiv der falsche Weg.

Meine Frau und ich, verheirat, keine Kinder. Sonst alles normal ein Haus, jeder 1 PKW, und ein Firmenwagen. Schnitt mäßig habe ich etwa 26€ ausgezahlt je Stunde, in gehobenere Position Bereich. Meine Frau liegt knapp drunter arbeitet in Mittelständischen Unternehmen. Und wir sind zu 100% nicht reich. Wir fahren auch nur 1 mal im Jahr in Urlaub. Da sieht man mal das sogar solche Summen zwar gut zum Leben reichen mehr aber nicht.
 
Fahr mal zum Beispiel im "Westen" durch die Großstädte, und werf mal nur ein Blick auf die Kennzeichen von Firmenwagen.

Ein Großteil der Handwerksbertiebe, kommen aus den neuen Bundesländern.

Das hat aber nicht viel mit der Osterweiterung zu tun.

Da ich auch schon das Glück hatte in den alten Bundesländern zu arbeiten mus ich dir im Grunde zustimmen.
bei den Großen Firmen siehst du auf dem Parkplatz.
den Benz von den Türk.koll.
und Fahrzeuge mit Ostkennzeichen.
die beiden sind der Haupteil der beschäftigten, an was das nur liegt.
Totsicher nicht an den Entlohnung den die bekommen beide Westtarif.
 
Und wie lange wussten die das vorher. Als wenn die Automobilkrise in wenigen Tagen begonnen hätte und nicht vorhersehbar gewesen wäüre.
Die Abmeldungen der Zeitarbeitnehmer kam aber binnen zwei, drei Wochen, und zwar die komplette Belegschaft. Frag mich nicht wieso, aber es war so.

Kündigungsfristen laut §622 BGB 4 Wochen. In der Probezeit 14 Tage.
Für das Zeitarbeitsunternehmen, ja, für den Automobilbetrieb gelten die Kündigungsfristen im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (den er mit dem Zeitarbeitsunternehmen schließt), in der Regel eine Woche, aber in der Praxis gilt ein Tag.

Und ein Leiharbeiter kostet das Unternehmen mehr pro Monat als ein Befristeter. Rechne das mal aus.
Flexibilität hat ihren Preis. Außerdem spart man sich die Personalbeschaffung, einen großen Teil der Personalabteilung und einen Teil der Personalbuchhaltung... Im gewerblichen Helferbereich kommt man bei einer Verleihdauer unter 6 Monaten sicherlich günstiger.
 

Mach ich nen Gegenangebot:

Meine Antwort: Geht alles in Ordnung (nur nicht auf Gastronomie, sondern auf Einzelhandel bezogen)

Deren Antwort: Wir haben uns für jemanden anderes entschieden (der vermutlich mal wieder mehr Arbeitserfahrung vorweisen konnte, aber weniger Ahnung (sehs ja immer wieder in diversen Elektromärkten) hat)

Wenn du Jahrelang für 6€ Std. arbeitest (das war übrigens unter anderem in der Gastronomie, ohne Hartz IV) arbeitest, hast du irgendwann den Kaffee auf, wenn man sieht was andere für die gleiche Leistung bekommen.

Vor allem wenn du weißt, das du es deutlich besser kannst als diverse andere, bei denen man sich den Lachkrampf beim zusehen, manchmal schon wirklich verkneifen muss. (Und nein, ich bin nicht perfekt. Hab auch meine Schwächen)

Mittlerweile mach ich was völlig anderes.

Trotzdem frag ich mich: Warum wird man nur nach Arbeitsjahren eingestellt, nicht auch nach können (bzw. nen Mix aus beidem)?

Auf dem Arbeitsmarkt sieht es doch schon fast wie mit Konsumprodukten aus: Das Angebot (bzw. die Nachfrage) bestimmt den Preis. Kann nicht wirklich das angestrebte Ziel sein.

(Wobei der ganze Kram, auch durchaus in den Hartz IV Thread passen könnte)

Es mag ja durchaus nen paar Deppen geben, aber die meisten Menschen wollen doch einfach nur nicht mehr "verramscht" werden, sondern einen angemessen Lohn (mit den dazugehörigen Arbeitsverträgen) bekommen.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch noch vernünftige Zeitarbeitsfirmen, aber der Anteil der nicht vernünftigen hat enorm zugenommen. (Und wird
vermutlich in der nächsten Zeit auch noch steigen)
 
Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch noch vernünftige Zeitarbeitsfirmen, aber der Anteil der nicht vernünftigen hat enorm zugenommen. (Und wird
vermutlich in der nächsten Zeit auch noch steigen)
Stimm ich voll und ganz zu. Zeitarbeit ist ein Markt auf dem sehr viele Leute Geld wittern, da der Konkurrenzdruck inzwischen so hoch ist, müssen halt Abstriche bei den Mitarbeitern vorgenommen werden um den Gewinn zu halten. Das ist das traurige an der ganzen Sache. Darum sollten die Unternehmen darauf achten, welche Regeln sie den Zeitarbeitsfirmen vorgeben, wenn sie Personal von diesen beziehen. Die meisten großen deutschen Unternehmen machen das ja bereits und schreiben den Zeitarbeitsfirmen feste "Mindestlöhne" vor, aber dem Mittelstand ist es oftmals egal, wieviel die Mitarbeiter bekommen, Hauptsache man bekommt sie zu möglichst günstigen Verrechnungssätzen. Wenigstens haben sich inzwischen die Tarifverträge in der Branche angepasst, dass es jetzt keine Haustarife mehr gibt mit Dumpinglöhnen.
 
weiter

Wenigstens haben sich inzwischen die Tarifverträge in der Branche angepasst, dass es jetzt keine Haustarife mehr gibt mit Dumpinglöhnen.

Ich nehme an du gehst vom Tarif IGZ/BZA aus,doch es gibt noch andere Verbände die nicht so viel zahlen.
Wenn verdi das durchbekommt was sie vorhaben dann geht es aufwärts in Deutschland.
Und es wäre nur noch das Problem mit den Werksverträgen zu klären.
 
Für das Zeitarbeitsunternehmen, ja, für den Automobilbetrieb gelten die Kündigungsfristen im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag (den er mit dem Zeitarbeitsunternehmen schließt), in der Regel eine Woche, aber in der Praxis gilt ein Tag.
Du hast behauptet, einen Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag könne man nicht so schnell kündigen und würde ihn 3 Monate weiterbezahlen. Und ich habe dir die passenden Kündigungsfristen für befristete Verträge genannt, nicht für Leiharbeiter.

Flexibilität hat ihren Preis. Außerdem spart man sich die Personalbeschaffung, einen großen Teil der Personalabteilung und einen Teil der Personalbuchhaltung. Im gewerblichen Helferbereich kommt man bei einer Verleihdauer unter 6 Monaten sicherlich günstiger.
Günstiger, als den Helfer 6 Monate befristet einzustellen? Glaube ich nicht. Das geht nur dann, wenn der Leiharbeiter deutlich weniger verdient.

Marty
 
Du hast behauptet, einen Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag könne man nicht so schnell kündigen und würde ihn 3 Monate weiterbezahlen. Und ich habe dir die passenden Kündigungsfristen für befristete Verträge genannt, nicht für Leiharbeiter.
.....
Günstiger, als den Helfer 6 Monate befristet einzustellen? Glaube ich nicht. Das geht nur dann, wenn der Leiharbeiter deutlich weniger verdient.

Marty

So isses!
2006-2008 hat meine Firma keinen einzigen Leiharbeiter gehabt, der Betriebsrat konnte das immer abwenden. Dafür hatten wir aber jede Menge Befristete die 3-24 Monate eingestellt waren.
Es geht also doch ohne die Zeitarbeitsfirma.
 
Du hast behauptet, einen Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag könne man nicht so schnell kündigen und würde ihn 3 Monate weiterbezahlen. Und ich habe dir die passenden Kündigungsfristen für befristete Verträge genannt, nicht für Leiharbeiter.
Ich habe behauptet einen Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag könne man nicht so schnell kündigen?
Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Der Automobilkonzern XY will 2.000 Mitarbeiter einstellen. Stellt er sie als Zeitarbeitnehmer über eine Zeitarbeitsfirma ein, kann er sie mit einem Anruf binnen einem Tag loswerden. Stellt er sie direkt ein muss er die genannten Kündigungsfristen einhalten. In Zeiten von just in time ist ersteres eindeutig besser. Ich kenne einen Automobilzulieferer, der seine Aufträge max. 4 Wochen im Vorraus schätzen kann. Dieser Zulieferer hatte im Jahr 2009 den Fall, dass sein Kunde ihn angerufen hat und gesagt hat, dass er in 4 Wochen erstmal kein einziges Teil mehr benötige... Der Zulieferer hat fast ein gesamtes Jahr auf Minimalbetrieb umgestellt. Eine erst Ende 2008 fertiggestellte Fertigungshalle wurde für diesen Zeitraum wieder komplett außer Betrieb genommen. Hätte dieser Betrieb jetzt noch Kündigungsfristen gehabt, hätte er ein Problem gehabt.

Günstiger, als den Helfer 6 Monate befristet einzustellen? Glaube ich nicht. Das geht nur dann, wenn der Leiharbeiter deutlich weniger verdient.
günstiger ist nicht gleich billiger. Der Mitarbeiter kostet ihm vielleicht pro Stunde mehr, aber diverse Risiken mit einkalkuliert kostet ihm der Mitarbeiter letztendlich weniger. Glaub mir, die Unternehmen würden es sonst nicht machen. ;)

Außerdem kann man Mitarbeiter nicht beliebig oft befristen und man kann sie auch nur beim 1. Arbeitsvertrag befristen. Kündigt man die Mitarbeiter und stellt sie erneut ein, muss man sie unbefristet einstellen.

edit: um auf die Tarifverträge einzugehen. AMP hat in diesem Jahr - zu meiner und wohl einigen anderen Verwunderung auch - ein höheres Bruttoentgelt angesetzt als der BZA Tarifverband. BZA hat daraufhin sein Entgelt nochmals nach oben korrigiert. AMP hat derzeit massive Probleme, ob sie überhaupt als Tarifpartei anerkannt werden, deswegen gehen sie derzeit auf Schmusekurs. Das im AMP Tarifvertrag weiterhin kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt wird, möchte ich an dieser Stelle nochmals unterstreichen ;-)
 
Ich habe behauptet einen Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag könne man nicht so schnell kündigen?
Du hast in https://www.klamm.de/forum/showpost.php?p=5719022&postcount=62 geschrieben:
Rechne Dir mal aus, was es kosten würde, die Mitarbeiter 3 ganze Monate weiter zu zahlen, wenn sie im Gegensatz dazu innerhalb einer Woche die Mitarbeiter bei einer Zeitarbeitsfirma abmelden können.
Daraus habe ich geschlossen, Du meinst, ein Zeitvertrag über 3 Monate sei nicht kündbar.

Der Automobilkonzern XY will 2.000 Mitarbeiter einstellen. Stellt er sie als Zeitarbeitnehmer über eine Zeitarbeitsfirma ein, kann er sie mit einem Anruf binnen einem Tag loswerden. Stellt er sie direkt ein muss er die genannten Kündigungsfristen einhalten.
14 Tage.

In Zeiten von just in time ist ersteres eindeutig besser. Ich kenne einen Automobilzulieferer, der seine Aufträge max. 4 Wochen im Vorraus schätzen kann.
Und weil Unternehmer nur noch in solchen Fristen planen können, muss ein Staat das Mittel der Leiharbeit bereitstellen? Sorry, das ist doch Blödsinn. Wie budgetiert denn solch ein Unternehmen? Mit dem Würfel? Wenn ein Unternehmen wie BMW 10% seiner gesamten Belegschaft aus der Leiharbeit zieht und mir dann erzählen will, sie müssten das machen, weil sie ja nicht länger als 4 Wochen planen könnten, dann lache ich eher als das ich geneigt bin, das zu glauben.

Dieser Zulieferer hatte im Jahr 2009 den Fall, dass sein Kunde ihn angerufen hat und gesagt hat, dass er in 4 Wochen erstmal kein einziges Teil mehr benötige... Der Zulieferer hat fast ein gesamtes Jahr auf Minimalbetrieb umgestellt.
Dafür gäbe es das Mittel der Kurzarbeit.

günstiger ist nicht gleich billiger. Der Mitarbeiter kostet ihm vielleicht pro Stunde mehr, aber diverse Risiken mit einkalkuliert kostet ihm der Mitarbeiter letztendlich weniger. Glaub mir, die Unternehmen würden es sonst nicht machen.
Ein Unternehmen macht fast alles nur aus Kostensicht. Und sie nehmen Leiharbeiter, weil sie in Summe günstiger sind. Die sind aber nur deshalb günstiger, weil für den Leiharbeiter deutlich weniger rauskommt an Gehalt.

Wenn ein Leiharbeiter dasselbe verdienen müsste wie ein Festangestellter, dann wäre ein Leiharbeiter deutlich zu teuer.

Außerdem kann man Mitarbeiter nicht beliebig oft befristen und man kann sie auch nur beim 1. Arbeitsvertrag befristen. Kündigt man die Mitarbeiter und stellt sie erneut ein, muss man sie unbefristet einstellen.
Nochmal: Dann sollen die Unternehmen besser planen.

Das im AMP Tarifvertrag weiterhin kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt wird, möchte ich an dieser Stelle nochmals unterstreichen ;-)
Super. Leiharbeit ist also toll bezahlt, man bekommt auch noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Du kannst gar nicht verstehen, warum das nicht jeder macht? Wenn Leiharbeit besser bezahlt würde als feste Verträge, dann würde das auch jeder machen.

Im Moment ist Leiharbeit aber für die allermeisten reine Ausbeutung.

Marty
 
Ich finde es auch nicht rechtens das hier alles auf Kosten der (Leih)Arbeiter abgewälzt wird. Jeder Mensch hat das Recht für seine Arbeit anständig bezahlt zu werden. Egal ob das ein Leiharbeiter, ein Strassenkehrer, Bäckereifachverkäuferin oder ein Festangestellter ist.

...und das jemand für sich, die Firma und die ZA Firma seine Arbeitskraft hinhalten muss ist einfach Ausbeutung, da ist eindeutig einer zuviel mit drinnen.

Es gibt immernoch die Mittel der befristeten Verträge und die Mittel der Kurzarbeit.

...
Die Anzeige war geschaltet und per Telefon kamen die ersten Anfragen, hier ein paar Ausschnitte:

Hey ihr sucht noch Personal?
Wat bekomme ich denn die Stunde?
Wie, ich muß im Wechseldienst arbeiten?
Was und hässliche Dienstkleidung muß ich auch noch tragen?
Klar bekomme ich Geld von der Arge, kann ich den Lohn auch schwarz bekommen?
Um 9 Uhr morgens soll ich zum Vorstellungsgespräch kommen, das ist ja vor dem aufstehen.
Nee unter 12 Euro die Stunde arbeite ich doch nicht. Nein ich habe keine abgeschlossene Berufsausbildung. Kellnern kann doch jeder.
Und so weiter und so fort.
Die Vorstellungsgespräche waren oft der Hammer, nicht nur Leute mit einem Balken oder unter Drogen, nein auch noch vergessen den Schlafanzug auszuziehen, miserable Zeugnisse von der Schule und ehemaligen Arbeitgebern. Schmutzige Fingernägel und so weiter.
Und so läuft es nicht nur in diesem Bereich.
Es ist als Arbeitgeber oft schwer gutes und zuverlässiges Personal zu bekommen.
...

Wieviele tausend von den ca 5 Mio hatten sich den bei dir Vorgestellt?
Sehr ignorant von dir alles zu Verallgemeinern!
Hast du mal nen VHS Kurs mitgemacht "Wie erkenne ich jemanden ob er Drogen genommen hat".
Wenn jemand schlechte Zeugnisse aus der Schule hat, ist er deswegen gleich ein schlechter Arbeiter? Solche Leute wie Du sind an so ner Misere mit Schuld, kein Wunder das es bergab geht...
 
Zuletzt bearbeitet:
...............


Wieviele tausend von den ca 5 Mio hatten sich den bei dir Vorgestellt?
Sehr ignorant von dir alles zu Verallgemeinern!
Hast du mal nen VHS Kurs mitgemacht "Wie erkenne ich jemanden ob er Drogen genommen hat".
Wenn jemand schlechte Zeugnisse aus der Schule hat, ist er deswegen gleich ein schlechter Arbeiter? Solche Leute wie Du sind an so ner Misere mit Schuld, kein Wunder das es bergab geht...

Ich finde das du bereits mehr als eine Grenze überschritten hast, reiß dich endlich mal zusammen und diskutiere ordentlich. Wenn du das nicht kannst dann bleib aus dem Forum weg!
Deine Anschuldigungen nerven mich tierisch.
 
Ein Unternehmen macht fast alles nur aus Kostensicht. Und sie nehmen Leiharbeiter, weil sie in Summe günstiger sind. Die sind aber nur deshalb günstiger, weil für den Leiharbeiter deutlich weniger rauskommt an Gehalt.

Wenn ein Leiharbeiter dasselbe verdienen müsste wie ein Festangestellter, dann wäre ein Leiharbeiter deutlich zu teuer.

Die Kosten sind, zu mindestens in dem Bereich wo ich tätig bin, eher zweitrangig.
Ich kenne in etwa den Stundensatz, mit dem mein Arbeitgeber kalkuliert.
Da ist ein Teil wirklich Personalkosten, und die anteiligen Verwaltungs- und Wasserkopfkosten, und zum anderen Teil die Infrastrukturkosten.

Diese Infrastrukturkosten sind für alle hier gleich, egal ob Festangestellter oder Leiharbeiter, aber die Firma zahlt an die Zeitarbeitsfirma 10 € mehr, als ich in der Stunde an Personalkosten verursache.
Somit ist zumindest in dem Bereich ein Leiharbeiter teurer, als ein interner.

Motivationen für Leiharbeit sind also nicht nur Kosten, sondern Kopfzahlen, Flexibilität, teilweise Experten KnowHow etc.

Nochmal: Dann sollen die Unternehmen besser planen.

Meinst Du: "Planung ersetzt Zufall durch Irrtum!"? 8)

Die Lieferzeit bei einem handelsüblichen PKW liegt bei sechs bis acht Wochen, wenn ich richtig informiert bin.
Das heißt, die Fertigung kann konkret auf sechs Wochen den Personalbedarf planen.

Die rechtlichen Kündigungszeiten, die hier genannt wurden, sind zweifelsohne richtig.
Nur kommt dann bei Personalabbau der Betriebsrat ins Boot, es wird ein Sozialplan gebastelt...
Ich habe mal einen Stellenabbau miterlebt.
Von dem Zeitpunkt wo er öffentlich wurde, bis zu dem Tag, als die Kündigungen rausgingen, vergingen geschätzte drei Monate. und ab da zählten die Fristen.

Oder bei meiner alten Abteilung.
Da überlegte sich der größte Einzelkunde, ca. 25% des Umsatzes, nicht mehr mit uns spielen zu wollen.
Zwei Entwicklungsprojekte wurden sofort gestoppt, die Mitarbeiter bauten Überstunden ab, tja, und die Leiharbeiter gingen halt.

Rein aus Gehaltssicht wäre es egal, ob Leiharbeiter gehen oder Überstunden abbauen, der Unterschied ist aber, geht ein Leiharbeiter komplett, konnten wir die Rechner etc. abmelden.
Bei zwei Rechnern pro Entwickler, wo einer ca. 150 € im Monat kostet, da summiert sich dann über drei Monate schon was.

... reiß dich endlich mal zusammen und diskutiere ordentlich.

So langsam schlägt Deine Haarfarbe durch, was?
Seit wann ist ordentliches Diskutieren hier gewünscht? :ugly::ugly::ugly:

gruss kelle!