zeitarbeit und lohn

Zitat:"Also schiebt es nicht auf die Leiharbeitsfirmen sondern eure Fachkompetenz."

Um diese Fachkompetenz zu erlagen, reichen da eine Lehre und über 20 Jahre Berufserfahrung? :evil:
 
Die denken nicht, dass Leistung proportional zur Entlohnung steht! Ich renne diesem Irrglauben noch immer hinterher.
Das legt sich, das hatte ich bis vor 10 Jahren auch noch geglaubt. Wobei es auch eine Art "Leistung" ist, ohne Leistung viel Geld zu bekommen. Wenn man sich aber deutsche Tarifverträge anschaut, dann wird da tatsächlich weniger nach Leistung als eher nach Alter, Betriebszugehörigkeit und Fähigkeiten bezahlt.

Marty
 
Das legt sich, das hatte ich bis vor 10 Jahren auch noch geglaubt. Wobei es auch eine Art "Leistung" ist, ohne Leistung viel Geld zu bekommen. Wenn man sich aber deutsche Tarifverträge anschaut, dann wird da tatsächlich weniger nach Leistung als eher nach Alter, Betriebszugehörigkeit und Fähigkeiten bezahlt.

Marty

Vor 15 Jahren sagte man auch: Tariflohn - wer kann davon den Leben? Heute ist man schon glücklich überhaupt in die Nähe von einem Tariflohn zu kommen. :(
 
Mit der Qualifikation die ich z.B. habe, sind die Chancen hervorragend.
Weil ich bewerbe mich nicht, ich werde umworben.

Aber zugegebenermaßen bin ich auch kein Maschinenschlosser...

gruss kelle!

Angeblich bekommt der z.B. der Maschinenbau keine Fachkräfte. Stellenangebote gibt es aber nur über Zeitarbeitsfirmen. Zufall oder System?
 
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Abgesehen davon geht es bei Maschbau in erster Linie um Ingenieure die fehlen.

gruss kelle!
 
1. Es werden Facharbeiter gesucht, nicht nur Dip.Ing.!
2. Für einen Verrechnungsatz von unter 19 € kann keine "richtige Firma" einen Facharbeiter beschäftigen.
3. Der Verrechnungssatz wird durch die immer größer werdene Anzahl von ZA-Firmen immer kleiner.
Angebot und Nachfrage auf den Rücken der Leiharbeiter sanktioniert durch die Politik (Hartz4)!
 
3. Der Verrechnungssatz wird durch die immer größer werdene Anzahl von ZA-Firmen immer kleiner.
Angebot und Nachfrage auf den Rücken der Leiharbeiter sanktioniert durch die Politik (Hartz4)!

Seltsam...

Ich könnte bei ner ZA anfangen für locker 60.000 € im Jahr.

Ich finde es immer spaßig, wie die Zeitarbeitsfirmen dafür verantwortlich gemacht werden, dass geringe Löhne gezahlt werden.

Wobei das eine absolut nix mit dem anderen zu tun hat.

Entscheidend für eine Firma ist die Frage:
Für wie viel Geld kann ich mein Produkt/meine Dienstleistung verkaufen?
Daraus resultiert ein maximal möglicher Lohn für den Arbeiter, egal ob direkt angestellt oder über Zeitarbeitsfirma.

Zahlt der Endabnehmer a la Geiz ist geil nur wenig Geld für ein Produkt, zahlt halt der Chef, gemäß Geiz ist geil, wenig Gehalt an die Arbeiter, weil mehr nicht geht.

Und was Hartz IV und Politik mit Stundenlöhnen zu tun hat, kann mir sicher keiner erklären.

Fakt ist und bleibt:
Hat man besondere Fähigkeiten oder einen sehr gesuchten Job, kann man Kohle machen ohne Ende.
Kann man das, was andere auch können, tja, Pech gehabt.

Ich mein, nen Golf ist auch nicht so wertstabil wie nen Z8.

gruss kelle!
 
Wofür wurden ZA-Firmen zugelassen? Um "Spitzen" im Endleiherbetrieb abzubauen!
Was machen ZA-Firmen heute? Sie verdrägen reguläre Arbeitplätze!
Fachkäfte werden durch Hartz 4 zu Hilfskräfte gemacht und zur Arbeitsaufnahme bei ZA-Firmen gezwungen. Diese setzen dann diese "Hilfskräfte" bein Kunden als Fachkräfte ein! So kommt es das ich heute das GlLEICHE bekomme, wie vor 16 Jahren. Gut dass wir keine Teuerungsrate in dieser Zeit hatten!:ugly:

Und wenn Du "Spezialfachmann" in 15 Jahen das selbe wie heute Verdienst, will ich kein Jammer höhren! ;)
 
Sie verdrägen reguläre Arbeitplätze!

Definiere regulärer Arbeitsplatz...

Fachkäfte werden durch Hartz 4 zu Hilfskräfte gemacht und zur Arbeitsaufnahme bei ZA-Firmen gezwungen.

Du willst es offensichtlich nicht wahr haben...
Billige Arbeitskräfte kriegt man nur, wenn das Angebot selbiger groß genug ist.

Hast Du doppelt so viele freie Stellen wie Bewerber ist nix mit Hungerlohn.

So kommt es das ich heute das GlLEICHE bekomme, wie vor 16 Jahren.

Bloß gut dass ich seit 2003 60% Steigerungen hatte...

Und wenn Du "Spezialfachmann" in 15 Jahen das selbe wie heute Verdienst, will ich kein Jammer höhren! ;)

Tja, ich würde nicht jammern, sondern zu sehen, dass ich mir Qualifikationen aneigne, die mir jährliche Gehaltserhöhungen garantieren.

gruss kelle!
 
@(Bier)Kelle sohn job willich auch bei demich 60000 als zeitarbeiter verdiene. Was für Berefu sind dass denn die das zahlen?
 
Wie groß ist Change für einen 47 jährigen bei einer "richtigen" Firma unterzukommen?

Das kommt ganz auf die jeweilige Person, die persönliche Fachkompetenz (siehe unten) und viele weitere Punkte an (Auch ein gutes, korrektes Deutsch zählt dazu...). Mein Vater hat jetzt mit 56 Jahren nach 5 Jahren ohne Festanstellung wieder eine top Stelle bekommen!

Zitat:"Also schiebt es nicht auf die Leiharbeitsfirmen sondern eure Fachkompetenz."

Um diese Fachkompetenz zu erlagen, reichen da eine Lehre und über 20 Jahre Berufserfahrung? :evil:

Wenn der Bewerber Initiative zeigt, sich weiterbildet und auch sozial in das Team passt, reicht auch deutlich weniger! Dafür kann auch ein Studierter mit zig Jahren Erfahrung schon in der Vorauswahl ausscheiden, wenn er erkennen läßt, daß er sich die letzten zwanzig Jahre auf seinem gerade so bestandenen Studium ausgeruht hat und ansonsten nur Forderungen stellt!
 
@(Bier)Kelle sohn job willich auch bei demich 60000 als zeitarbeiter verdiene. Was für Berefu sind dass denn die das zahlen?
Das sind hochqualifizierte IT-Fachleute. Und manchmal einfach solche, die sich dafür halten. Im SAP-Bereich, wo Tagesgagen um die 1000 Euro völlig normal sind, werden auch für Leiharbeiter 60.000 Euro im Jahr gezahlt.

Marty
 
Sorry, aber wenn ich hier manche Kommentare lese, dann kommt mir echt die Galle hoch.

Hier habt ihr jetzt mal jemanden, auf dem ihr rumhacken könnte, denn ich bin Niederlassungsleiter eines Personaldienstleisters und was man da so erlebt, geht auf keine Kuhhaut.

Ich bin am Tag mindestens 12 Stunden unterwegs und versuche Kunden zu bekommen. Aber wird es einem von den Leiharbeitnehmern gedankt? Nein!

Man reißt sich den Hintern auf, damit die Leute einen Job haben.....sicher, wir verdienen daran, das ist kein Geheimnis. Aber wenn einem die Leute dann auf der Nase rum tanzen, hört der Spaß auf.

Leute erscheinen erst gar nicht zur Arbeit, Leute sind jede Woche 2 Tage krank, kommen zu spät, hauen einfach von der Baustelle ab, und und und....

Und genau DIE Leute schimpfen auf die "Sklaventreiber". Weil genau die Leute nämlich derbe Probleme bekommen.

Es gibt andere Leute, die machen ihre Arbeit, sind pünktlich, zuverlässig und freuen, sich, dass sie überhaupt Arbeit haben.
Diese Leute sind auch in der Zeitarbeit zufrieden und haben auch keine Probleme. Mit genau dieser Art von Leiharbeitnehmern sitze ich auch gern am Feitag am frühen abend noch mal im Büro und trinke ein Feierabendbierchen.

Sicher ist die Zeitarbeit etwas schlechter bezahlt, aber woran liegt denn das?
Ich möchte meinen Mitarbeitern auch gern 8,50€/Stunde im Helferbereich zahlen, aber das macht kein Kunde mit. Die Gewinnspannen der Zeitarbeitsfirmen sind mittlerweile dermaßen klein und der Druck der Mitbewerber so groß, dass man nur noch sehr wenig Spielraum hat. Und wenn dann auch noch die Mitarbeiter nicht spuren und kein Bock auf Arbeit haben, aber dennoch Geld haben wollen....dann werd ich auch schon mal zickig.

Wer vernünftig seine Arbeit macht, der bekommt auch passend Geld. Mal abgesehen davon muss man die Zeitarbeit als Sprungbrett betrachten. Wer länger als 1 Jahr in der Zeitarbeit ist, macht was falsch.
Gerade nächste Woche wird wieder einer meiner Mitarbeiter vom Kunden fest übernommen. Warum? Weil er sich den Arsch aufgerissen hat und dem Kunden gezeigt hat, was er kann. Der Kunde zahlt bei mir keine Ablöse oder so was. Ich weiß, dass der Kunde zufrieden ist und beim nächsten Personalengpass wieder auf mich zukommt.

Einen weiteren Vorteil der Zeitarbeit, den aber niemand sieht oder sehen will....was passiert denn wohl, wenn jemand irgendwo fest angestellt wird und es gibt wenig zu tun. Richtig, er bekommt die Kündigung und darf den ganzen Rotz beim AA wieder ausfüllen.

In der Zeitarbeit wird der Mitarbeiter einfach nur vom Kunden abgemeldet und es ist MEINE Aufgabe, ihm einen neuen Arbeitsplatz zu beschaffen. Der Dank dafür hält sich aber in Grenzen.

Fazit: Zeitarbeit birgt eine Menge Vorteile für Unternehmer, aber auch für Leiharbeitnehmer, die wirklich arbeiten möchten. Wer sich beweist, wird übernommen. Wer kein Bock auf Arbeit hat, schimpft auf die Zeitarbeit....oder war halt einfach beim falschen Personaldienstleister.
Denn auch bei uns gibt es, wie überall anders auch, schwarze Schafe.
 
Deine Arroganz ist mitunter recht nervig. :roll:
Wenn Kelle eine Zeitarbeitsfirma betreten würde, dann gäbs Kaviar und Champagner. Ein Symphonie Orchester würde den Walkürenritt spielen und Franz Müntefering würde Champus nachfüllen. :ugly:

Ich stells mir gerade bildlich vor. :boohoo:

Kelle, manchmal fliegste weit über den Wolken.

P.S.:Zeitarbeit muss man als Chance sehen. Zeitarbeit ist neutral. Man verdient wenig, hat aber die Möglichkeit einen guten Job zu ergattern. Sicherlich sollte man Benehmen, Fleiß und Einsatzbereitschaft mitbringen. Klar ist das mühsam, für einen geringen Lohn zu arbeiten. Aber es steht außer Frage, das gerade in der heutigen Zeit Fachkräfte übernommen werden, was balblub Angebot und Nachffrage wiederspiegelt.
 
Kelle, manchmal fliegste weit über den Wolken.

Ich fliege nirgendswo...

Fakt ist, Leiharbeit gibt es auch im Ingenieurswesen, in Entwicklungsbereichen, wo 1.000 Schweizer Franken Tagesgage geboten werden.

Klar, das heißt dann nicht Leiharbeiter oder >Zeitarbeit, sondern Consulting, ist aber nichts anderes.

Nur darf man das wohl nicht gleichsetzen, weil einigen dann die Argumente ausgehen.

gruss kelle!