Sammelthread Widerstände gegen Moschee-Projekte in Berlin, Köln und anderswo

Das die Moslems eben nicht, in Köln in diesem Stadtteil keine Moschee bauen dürfen (was im Grunde ja nur ein Umbau ist), sondern das ihnen das Recht der Religionsausübungen (was nun mal eine Moschee beinhaltet) komplett streitig gemacht werden soll. Hast du mal das ganze zum Anti-Islamisierung-Kongress durchgelesen. Da wird einem schlecht.

EDIT: Hier allein die Petition:
„Der nordrhein-westfälische Landtag wird aufgefordert, die nötigen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, um in Zukunft weitere Großmoscheebauten, Minarette und Muezzinruf in unseren Städten und Gemeinden zu verhindern. Zudem soll das Land Nordrhein-Westfalen geeignete Maßnahmen ergreifen, um islamistische Zentren zügig schließen und radikale muslimische Hassprediger umgehend abschieben zu können.
Es geht nicht allein um Köln und dieses Stadtgebiet sondern um allgemein den Bau von Moscheen zu verbieten.

Ein weitere Sache, der direkten verbindung von Islam und Terrorismus:
https://www.kongress.pro-nrw-online.de/images/stories/petition.jpg
Wie hieß es früher: kauf nicht bei Juden.
Dazu auch mal ein Zeit-Bericht:
https://kommentare.zeit.de/user/elysium1980/beitrag/2007/11/26/1937-deutsche-kauft-nicht-bei-juden-2007-deutsche-kauft-nicht-be
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du mal das ganze zum Anti-Islamisierung-Kongress durchgelesen. Da wird einem schlecht.
Nein, das interessiert mich eigentlich nicht.

Es geht nicht allein um Köln und dieses Stadtgebiet sondern um allgemein den Bau von Moscheen zu verbieten.
Ein weitere Sache, der direkten verbindung von Islam und Terrorismus:
https://www.kongress.pro-nrw-online.de/images/stories/petition.jpg
Es wird von "Großmoscheebauten, Minaretten und Muezzinruf" gesprochen.
Es wird also nicht allgemein versucht den Bau von Moscheen zu verbieten :!:

ack
 
Nein, das interessiert mich eigentlich nicht.
Und ich dachte man macht sich erst eine Meinung von einem Thema/Sache, wenn man beide Seiten angehört an bzw. selbst über beide Seiten informiert hat. Scheint aber wohl nicht bei jedem so zu sein.

Es wird von "Großmoscheebauten, Minaretten und Muezzinruf" gesprochen.
Es wird also nicht allgemein versucht den Bau von Moscheen zu verbieten :!:
Was bleibt da am Ende? Genau das was diese Leute anprangern die kleinen Moscheen im Hinterhof. Die die parallelgesellschaft fördern. Also entweder wissen sie nicht was sie sagen oder begreifen einfach nicht was sie sagen, ähnlich der begriffe "Anti-Islamisierungs" (-Kongress). wie soll eine Islamisierung durchgeführt werden wenn doch keine Missionierung stattfindet (oft genannte Gründe: da sie sich ja Abschotten vom Rest Deutschlands oder keine Deutschen in die Moscheen lassen). Auch die Ausländeranzahl an Türken, Afghanen, Marokkanern, Iranern, Libanesen ist gefallen, einzig Iraker ist gestiegen der Rest in etwa gleich geblieben. also von der hinten herum Islamisierung kann auch keine Rede sein.:roll:
 

Was gibt es da nicht zu verstehen? Ich habe gesagt, dass es unter den muslimischen Mitbürgern sehr viele Pöbler und Unruhestifter gibt. Ich weiß nicht wo du lebst wenn dir das noch nicht aufgefallen ist.

Ich glaube keine und hoffe, dass das auch so bleibt.

Reddogg schrieb:
Welche isl. Organisationen fordern denn die Sharia?
Und der Islam ist genauso weit mit dem Christentum verflechtet wie das Judentum.
Und warum dürfen Muslime nicht ihr Recht auf Religionsfreiheit und somit auch den Bau von Moscheen wahr nehmen?

Also sind unsere Grundwerte abhängig, von Aussehen, Religion und Sprache???

Ich kenne keine Namen von muslimischen Organisationen, aber weiß dass viele Gläubige das fordern. Wenn die Muslime ihr Recht auf Religionsfreiheit komplett wahrnehmen, würde/wird das zu einer dauerhaften Veränderung Europas führen wogegen ich eben bin.

Was bleibt da am Ende? Genau das was diese Leute anprangern die kleinen Moscheen im Hinterhof. Die die parallelgesellschaft fördern. Also entweder wissen sie nicht was sie sagen oder begreifen einfach nicht was sie sagen, ähnlich der begriffe "Anti-Islamisierungs" (-Kongress). wie soll eine Islamisierung durchgeführt werden wenn doch keine Missionierung stattfindet (oft genannte Gründe: da sie sich ja Abschotten vom Rest Deutschlands oder keine Deutschen in die Moscheen lassen). Auch die Ausländeranzahl an Türken, Afghanen, Marokkanern, Iranern, Libanesen ist gefallen, einzig Iraker ist gestiegen der Rest in etwa gleich geblieben. also von der hinten herum Islamisierung kann auch keine Rede sein.

Also: Im Jahr 2004 waren 9.1% der geborenen Kinder muslimisch, diese Daten findet man auf Wikipedia. Und genau deswegen kann man eben doch von einer Islamisierung sprechen, da macht es nichts aus ob jetzt weniger zuwandern, die werden dann eben hier geboren.

Ich sehe wie es in islamischen Ländern zugeht und diesen Zustand will ich nicht hier in Europa haben, ganz einfach. Wem diese Kultur so gefällt der soll doch in den Orient ziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich dachte man macht sich erst eine Meinung von einem Thema/Sache, wenn man beide Seiten angehört an bzw. selbst über beide Seiten informiert hat. Scheint aber wohl nicht bei jedem so zu sein.
Deshalb habe ich gefragt.

Was bleibt da am Ende? Genau das was diese Leute anprangern die kleinen Moscheen im Hinterhof. Die die parallelgesellschaft fördern. Also entweder wissen sie nicht was sie sagen oder begreifen einfach nicht was sie sagen, ähnlich der begriffe "Anti-Islamisierungs" (-Kongress).
Die kleinen Moscheen im Hinterhof werden auch von anderen Leuten angeprangert als die Großmoschee. Es ist der Charakter der Demokratie, dass alle Meinungen in einen Topf geworfen werden, umgerührt wird und dann irgendwas rauskommt.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass diese Petition durchkommt.

wie soll eine Islamisierung durchgeführt werden wenn doch keine Missionierung stattfindet (oft genannte Gründe: da sie sich ja Abschotten vom Rest Deutschlands oder keine Deutschen in die Moscheen lassen).
Fraglich, aber die Türken hatten es schon versucht und sind vor Wien stecken geblieben, deshalb gibt es heute auch viele Moslems auf dem Balkan. Dabei ging es aber weniger um die Verbreitung einer Religion als mehr um die Macht über Menschen in den eroberten Gebieten und die Gebiete auszuüben, wozu die Religion als Ideologie auch missbraucht wurde.

Auch die Ausländeranzahl an Türken, Afghanen, Marokkanern, Iranern, Libanesen ist gefallen, einzig Iraker ist gestiegen der Rest in etwa gleich geblieben. also von der hinten herum Islamisierung kann auch keine Rede sein.:roll:
Es geht sicher nicht um die Ausländerzahl. Es ist eher ein Problem mit Minderheiten - bekanntes Beispiel: die Nazis waren auch immer eine Minderheit in Deutschland.
 
Ich frage mich ernsthaft, weshalb um eine Moschee ein solches Geschrei gemacht wird. Geht es um Synagogen in Deutschland, finden das alle toll, spenden sogar noch Geld dafür!!!

Hattest Du nicht mal angekündigt, Dich aus dem Forum zurückzuziehen? Aber das nur nebenbei.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du Dir die Unterschiede zwischen dem Synagogen- und Moscheenbau wirklich nicht selbst vor Augen führen kannst oder das hier nur in den Raum wirfst, um der Diskussion eine bestimmte Richtung zu verleihen. Aber ich gehe mal von ersterem aus und antworte deshalb auch darauf.

In Deutschland haben vor der NS-Zeit Millionen Juden gelebt, und zwar schon jahrhundertelang. Es gab hier sehr viele, fest ins Stadtbild integrierte Synagogen, die in der NS-Zeit geschändet, ausgeraubt und verbrannt wurden. Heute leben vergleichsweise wenig Juden in Deutschland und wenn neue Synagogen für relativ kleine Gemeinden eröffnet (bzw oft auch wiedereröffnet) werden, dann ist das immer auch ein Zeichen für die bewusste Distanzierung und von der Umkehr der Zerstörung. Deutsche Juden waren und sind außerdem Europäer, wie ihre Vorfahren, und deshalb fast immer im öffentlichen Leben voll integriert

Mit Muslimen verhält sich das anders. Muslime gab es Anfang des letzten Jahrhunderts nur ein paar Tausend in Deutschland. Die große Einwanderungswelle kam nach dem Krieg, insbesondere durch Gastarbeiter. Durch das massive Tempo dieser Einwanderung gab und gibt es Integrationsprobleme, in manchen Gebieten sogar ganz massive. Dort gibt es viele Konflikte. Dazu kommt die internationale Dimension des Islam und des Islamismus/Terrorismus, der die Schriftreligion Islam so arg in Verruf gebracht hat. Dann gibt es die zahlreichen Berichte über Imame und Glaubensprediger, die in Moscheen gegen den Westen und unsere westlich-demokratischen Kultur wettern und teilweise sogar zum Kampf aufrufen.

Wir haben also auf der einen Seite die gut integrierten Juden und die immens große Anzahl von mehr oder weniger schlecht integrierten und uns immer noch fremden Muslimen, und auf der anderen Seite die Moschee als etwas vermeintlich Bedrohliches und die Synagoge als etwas völlig ungefährliches, eher positiv Konnotiertes.

Warum also der Vergleich? Ganz klar ist, dass jede Religion das Recht haben muss, in Deutschland Gotteshäuser zu bauen. Aber schlechte Vergleiche helfen beim Auflösen von Konflikten und Ressentiments wenig.
 
[...] Wir haben also auf der einen Seite die gut integrierten Juden und die immens große Anzahl von mehr oder weniger schlecht integrierten und uns immer noch fremden Muslimen, und auf der anderen Seite die Moschee als etwas vermeintlich Bedrohliches und die Synagoge als etwas völlig ungefährliches, eher positiv Konnotiertes.[...]
Du machst es also an der Religion fest, ja? Hmm, da bin ich aber anderer Meinung.

Die deutschen Juden sind vor allem Deutsche. Dass sie nebenbei Juden sind, spielt hierbei keine Rolle. Die, die nicht deutsch sein wollen und wollten, leben längst in Israel. Alle anderen sind hier geboren und fühlen sich als Deutsche. Sie sprechen meine Sprache, können teilweise damit sogar perfekt umgehen. Sie kennen und achten die Gesetze wie jeder andere auch. Wo sollen sie sich hin integrieren?

Was die Muslime angeht, weht dort häufig ein ganz anderer Wind. Sie fühlen sich nicht deutsch, grenzen sich selbst aus und werden folglich auch ausgegrenzt. Sie sprechen nicht meine Sprache und machen häufig auch gar keine Anstalten das zu ändern. Und nur als Sahnehäubchen auf diese Probleme kommt gewissermaßen noch der Hass aus Nahost.

Eine Synagoge sieht niemand als Bedrohung, richtig. Positiv konnotiert wahrscheinlich auch nicht, sondern mal eben scheißegal. Aber das hängt natürlich auch von der Religion ab. Ein Jude wird sich wohl in einer Synagoge am wohlsten fühlen, ein Christ in einer Kirche, ich mich im Wald. Und ein Moslem wohl in einer Moschee. Und obwohl ich nur deutsch und englisch spreche, würde ich nicht annehmen, dass in Synagogen oder jüdischen Schulen zu Hass und Gewalt gegen die Hand aufgerufen wird, die sie jahrelang fütterte. Könnte ich leider bei einer Moschee so nicht unterschreiben.
 
[...]Und obwohl ich nur deutsch und englisch spreche, würde ich nicht annehmen, dass in Synagogen oder jüdischen Schulen zu Hass und Gewalt gegen die Hand aufgerufen wird, die sie jahrelang fütterte. Könnte ich leider bei einer Moschee so nicht unterschreiben.

Aber auch nicht das Gegenteil voraussetzen.
 
Wir haben also auf der einen Seite die gut integrierten Juden und die immens große Anzahl von mehr oder weniger schlecht integrierten und uns immer noch fremden Muslimen, und auf der anderen Seite die Moschee als etwas vermeintlich Bedrohliches und die Synagoge als etwas völlig ungefährliches, eher positiv Konnotiertes.
Richtig, man kann sagen dass der Bau einer Großmoschee nach arabischem Vorbild ein Versuch ist sich mit einer arabischen, türkischen, islamischen(?) Kultur in Deutschland zu integrieren.
Durch solche großen fast unübersehbaren Bauten wird der Islam als Religion fest ins Stadtbild eingebunden (gemauert) und man wird sich im günstigsten Fall mit der Zeit an die Anwesenheit des Gebäudes wie auch der Religion gewöhnen.
Dadurch wird diese Religion, die dieser Generation noch fremd und seltsam erscheint, möglicherweise den zukünftigen Generationen näher gebracht und das wollen diese Konservativen eben nicht riskieren.
 
Was gibt es da nicht zu verstehen? Ich habe gesagt, dass es unter den muslimischen Mitbürgern sehr viele Pöbler und Unruhestifter gibt. Ich weiß nicht wo du lebst wenn dir das noch nicht aufgefallen ist.
Kommt wohl drauf an wo man lebt. Da wo ich herkomme und wo ich auch gewesen bin (z.B. Ausland), konnte ich nie einen Unterschied machen, ob es nun Christen, Moslems, Deutsche, Araber, Serben, Kurden oder weiß der Geier was waren. Es gibt in jedem Bevölkerungsteil Pöbler, aber anscheinend kennst Du nur Ausländer und dabei vorwiegend Moslems, oder einfach nur Türken und Kurden? So dass Du zum Schluss mommst der Islam wäre Schuld.


Ich kenne keine Namen von muslimischen Organisationen, aber weiß dass viele Gläubige das fordern. Wenn die Muslime ihr Recht auf Religionsfreiheit komplett wahrnehmen, würde/wird das zu einer dauerhaften Veränderung Europas führen wogegen ich eben bin.
Wieviel sind viele? 2, 5, 10, vielleicht sogar 20? Wieviele Nazis kennst Du aus Deiner Heimat, wieviele Linke, wieviele Serben, Russen? Im Endeffekt komme ich auch hier auf eine gute Mischung. (Du musst wohl aus Hamburg, Berlin oder Bremen kommen.)
Also willst Du ihnen doch die Religionsfreiheit absprechen? Da zieht es mir echt die Fußnägel hoch.


Also: Im Jahr 2004 waren 9.1% der geborenen Kinder muslimisch, diese Daten findet man auf Wikipedia. Und genau deswegen kann man eben doch von einer Islamisierung sprechen, da macht es nichts aus ob jetzt weniger zuwandern, die werden dann eben hier geboren.

Ich sehe wie es in islamischen Ländern zugeht und diesen Zustand will ich nicht hier in Europa haben, ganz einfach. Wem diese Kultur so gefällt der soll doch in den Orient ziehen.
Warum soll ich in den Orient ziehen, nur weil es mich nicht stört, wer was wie glaubt? Warum ziehst Du nicht in eine "Nationalbefreite Zone" dann haste damit gar nix mehr zu tun.
Und zu ersterem, hast Du auch tagesaktuelle Daten?
Und willst Du nun die Ausländer (es sind nämlich nicht nur die Araber die mehr Kinder bekommen) dafür schuldig machen das wir Deutsche es nur zu ca 1,4 Kinder pro Haushalt schaffen? Das ist echt lächerlich.:roll:

Die kleinen Moscheen im Hinterhof werden auch von anderen Leuten angeprangert als die Großmoschee. Es ist der Charakter der Demokratie, dass alle Meinungen in einen Topf geworfen werden, umgerührt wird und dann irgendwas rauskommt.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass diese Petition durchkommt.
Genau und darin liegt der Punkt, "offiziell" will pro-Köln nur Großmoscheen und Minarette und Muezzinrufe "verbieten". Aber wie schnell sind wir da immer wieder bei den "Hasspredigern" in den Hinterhofmoscheen, bzw. überhaupt bei denen. Im Endeffekt ist dann jede bauliche Platform die durch Muslime genutzt werden, in irgendeiner Art und Weise "unpassend" und möchte man verbieten. Endeffekt den Islam die Religionsfreiheit streitig machen. Meine frage dürften denn sie nach den pro-Köln etc (auch andere Organisationen gibt es da) zumindest in den eigenen 4 Wänden ihren Glauben leben?

Und wenn wir gerade bei Muezzinrufen sind, ich hätte dann aber im gleichem Atemzug erwartet das auch die Kirchenglocken am Samstag und Sonntag verboten werden. Was ich schon häufig davon wach geworden bin, ist nicht mehr feierlich. Aber da kommen die dann mit der deutschen oder wohl eher christlichen Kultur in Deutschland.
Also doch zweierlei Standards einige dürfen akustisch ihre "Sache" zum besten bringen und andere nicht.


Fraglich, aber die Türken hatten es schon versucht und sind vor Wien stecken geblieben, deshalb gibt es heute auch viele Moslems auf dem Balkan. Dabei ging es aber weniger um die Verbreitung einer Religion als mehr um die Macht über Menschen in den eroberten Gebieten und die Gebiete auszuüben, wozu die Religion als Ideologie auch missbraucht wurde.
War das nicht ein Krieg? Hatte ich zumindest geglaubt.
Bisher habe ich aber noch nichts davon gehört das Türken, Kurden, Iraner, Pakistanis... (sehr auffällig das auch Du nur von Türkei, Türken, Muslime, Arabern sprichst, aber nehme mal an Du kennst die jeweiligen unterschiede) dass sie irgendwo in Deutschland oder gar Europa Krieg führen. Aber kann auch sein, dass ich tägliche diese Nachrichten übersehe.


Es geht sicher nicht um die Ausländerzahl. Es ist eher ein Problem mit Minderheiten - bekanntes Beispiel: die Nazis waren auch immer eine Minderheit in Deutschland.
Immer? Ach stimmt ja, das Volk wußte ja nichts von ihren Praktiken, aber "kauft nicht bei Juden" kannte jeder.*doh*

Welche Probleme hat denn die Minderheit "Muslime"?

In Deutschland haben vor der NS-Zeit Millionen Juden gelebt, und zwar schon jahrhundertelang. Es gab hier sehr viele, fest ins Stadtbild integrierte Synagogen, die in der NS-Zeit geschändet, ausgeraubt und verbrannt wurden. Heute leben vergleichsweise wenig Juden in Deutschland und wenn neue Synagogen für relativ kleine Gemeinden eröffnet (bzw oft auch wiedereröffnet) werden, dann ist das immer auch ein Zeichen für die bewusste Distanzierung und von der Umkehr der Zerstörung. Deutsche Juden waren und sind außerdem Europäer, wie ihre Vorfahren, und deshalb fast immer im öffentlichen Leben voll integriert
Also wikipedia spricht da was anderes. Wie Du auf die Zahl kommst weiß ich nicht, aber laut wikipedia lebten 1910 noch ca.615.000 und 1933 nur noch ca.500.000 Juden in Deutschland. Also weder die Summierung des ganzen (wäre wesentlich mehr) noch die Einzelbetrachtung (615.000) ist jenseits von Deinen Millionen.
Aber das nur nebenbei...
 
Zuletzt bearbeitet:
Also wikipedia spricht da was anderes. Wie Du auf die Zahl kommst weiß ich nicht, aber laut wikipedia lebten 1910 noch ca.615.000 und 1933 nur noch ca.500.000 Juden in Deutschland. Also weder die Summierung des ganzen (wäre wesentlich mehr) noch die Einzelbetrachtung (615.000) ist jenseits von Deinen Millionen.
Aber das nur nebenbei...

Verstehe ich nicht. Die Summierung der Juden in Deutschland seit weit über einem Jahrtausend ist nicht jenseits der Millionen? Naja... es ging mir auch lediglich darum, zu verdeutlichen, dass wir hier zwei völlig unterschiedliche Geschichten (Juden in Deutschland, Muslime in Deutschland) haben, die man nicht in einen Topf werfen kann.

Reddogg schrieb:
Und wenn wir gerade bei Muezzinrufen sind, ich hätte dann aber im gleichem Atemzug erwartet das auch die Kirchenglocken am Samstag und Sonntag verboten werden. Was ich schon häufig davon wach geworden bin, ist nicht mehr feierlich. Aber da kommen die dann mit der deutschen oder wohl eher christlichen Kultur in Deutschland.
Also doch zweierlei Standards einige dürfen akustisch ihre "Sache" zum besten bringen und andere nicht.

"Die kommen dann mit der christlichen Kultur." Man kann erahnen, wie Du das Gesicht verziehst, während Du das sagst. Trotzdem ist es so. Kirchen und Glocken sind in vielen Teilen Deutschlands ein Teil des gesellschaftlichen Alltags geworden. Zwar sind die Kirchen nicht mehr voll, aber ohne will man auch nicht. Wenn ein Muezzin 5x am Tag via Lautsprecher in einer fremden Sprache zum Gebet aufruft, ist das für viele Deutsche eben etwas anderes, als wenn die Glocken läuten. Und wenn Du schon diesen Vergleich bemühst, dann hoffe ich reicht Deine Aversion gegen zweierlei Standards so weit, dass Du dazu bereit bist, Deinen Blick über die Landesgrenzen hinaus in die islamischen Länder zu erheben. Dort kennt man den Muezzin und kaum jemand stört sich daran. Kirchenglocken würden hingegen manchenorts zu einem regelrechten Eklat führen, nicht nur aufgrund der religiösen Ebene, vermutlich auch aufgrund des fremdartigen Lärms und der damit verbundenen Ruhestörung.

Ich finde also, man sollte etwas toleranter mit Gewohnheiten umgehen und sich auch mal fragen, ob ein Zugereister seine religiösen Angewohnheiten nicht auch ein wenig an die Kultur angleichen kann, in die er eintritt. Das wäre nämlich der erste Gedanke vieler Europäers im Ausland. Deshalb verlangen das auch viele Europäer in ihrem eigenen Land. Und das ist ihr gutes Recht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Verstehe ich nicht. Die Summierung der Juden in Deutschland seit weit über einem Jahrtausend ist nicht jenseits der Millionen? Naja... es ging mir auch lediglich darum, zu verdeutlichen, dass wir hier zwei völlig unterschiedliche Geschichten (Juden in Deutschland, Muslime in Deutschland) haben, die man nicht in einen Topf werfen kann.
Also im gesamten wäre sie weit jenseits der Millionen in die andere Richtung gesehen. Das meinte ich damit.

"Die kommen dann mit der christlichen Kultur." Man kann erahnen, wie Du das Gesicht verziehst, während Du das sagst. Trotzdem ist es so. Kirchen und Glocken sind in vielen Teilen Deutschlands ein Teil des gesellschaftlichen Alltags geworden. Zwar sind die Kirchen nicht mehr voll, aber ohne will man auch nicht. Wenn ein Muezzin 5x am Tag via Lautsprecher in einer fremden Sprache zum Gebet aufruft, ist das für viele Deutsche eben etwas anderes, als wenn die Glocken läuten. Und wenn Du schon diesen Vergleich bemühst, dann hoffe ich reicht Deine Aversion gegen zweierlei Standards so weit, dass Du dazu bereit bist, Deinen Blick über die Landesgrenzen hinaus in die islamischen Länder zu erheben. Dort kennt man den Muezzin und kaum jemand stört sich daran. Kirchenglocken würden hingegen manchenorts zu einem regelrechten Eklat führen, nicht nur aufgrund der religiösen Ebene, vermutlich auch aufgrund des fremdartigen Lärms und der damit verbundenen Ruhestörung.

Ich finde also, man sollte etwas toleranter mit Gewohnheiten umgehen und sich auch mal fragen, ob ein Zugereister seine religiösen Angewohnheiten nicht auch ein wenig an die Kultur angleichen kann, in die er eintritt. Das wäre nämlich der erste Gedanke vieler Europäers im Ausland. Deshalb verlangen das auch viele Europäer in ihrem eigenen Land. Und das ist ihr gutes Recht.

Zum ersten, mag sein das Kirchen "akzeptierter" sind, für mich als Ostdeutscher wo der überwiegende teil Atheisten waren/sind, ist das ein Graus, wenn die Kirche Samstags und Sonntags früh mich aus dem Bett leutet.
Wenn diese Leute sagen das sie gestört werden, liegt es wohl nicht allein daran das jemand da was trällert, als das Glocken läuten. Sondern einfach an dem Fakt das man dem Islam seine Religionsausübung verbieten will.
Denn entweder mich stört es akustisch (dann auch die Glocken) oder nicht. Dann stört was anderes und das sind die Fremden.

Zum zweiten Teil, ich bin echt erschrocken das Du die selben Vorurteile aufgreifst wie diese Zeitgenossen von pro-Köln etc.
Wir leben hier in Deutschland und haben uns nach dem deutschem Gesetze und Regelung zu fügen. Da ist es mir schnuppe ob in irgendwelchem anderem Land "unsere christliche Kultur" (von der ich bis vor einiger Zeit nichts hörte und auch nichts damit anfangen kann) nicht akzeptiert wird. Wenn wir unsere Gesetze Regeln und Pflichten anhand der Religion, Abstammung, Aussehen festmachen dann sind wir demnächst wieder in der Zeit vor 70 Jahren. Mit erschüttert es wirklich das Du noch ins selbe Horn bläst.:ugly:
Aber diesmal trifft es ja "nur" die Moslems, da ist das ok, richtig?
 
Reddogg schrieb:
Zum ersten, mag sein das Kirchen "akzeptierter" sind, für mich als Ostdeutscher wo der überwiegende teil Atheisten waren/sind, ist das ein Graus, wenn die Kirche Samstags und Sonntags früh mich aus dem Bett leutet.

Wenn diese Leute sagen das sie gestört werden, liegt es wohl nicht allein daran das jemand da was trällert, als das Glocken läuten. Sondern einfach an dem Fakt das man dem Islam seine Religionsausübung verbieten will.
Denn entweder mich stört es akustisch (dann auch die Glocken) oder nicht. Dann stört was anderes und das sind die Fremden.

Dann gibt es im Osten eben eine Kultur, die beides als störend empfindet, sowohl die Glocken als auch die Muezzins. Das stützt eher meine These als Deine, nämlich dass es eine Frage der Gewohnheit und des Alltags ist und nicht, dass man mit zweierlei Maß misst.

Reddogg schrieb:
Zum zweiten Teil, ich bin echt erschrocken das Du die selben Vorurteile aufgreifst wie diese Zeitgenossen von pro-Köln etc.
Wir leben hier in Deutschland und haben uns nach dem deutschem Gesetze und Regelung zu fügen. Da ist es mir schnuppe ob in irgendwelchem anderem Land "unsere christliche Kultur" (von der ich bis vor einiger Zeit nichts hörte und auch nichts damit anfangen kann) nicht akzeptiert wird. Wenn wir unsere Gesetze Regeln und Pflichten anhand der Religion, Abstammung, Aussehen festmachen dann sind wir demnächst wieder in der Zeit vor 70 Jahren. Mit erschüttert es wirklich das Du noch ins selbe Horn bläst.:ugly:

Ich weiß, Du bist immer ganz erschüttert, wenn man nicht nur die freiheitlichen Gesetze hier in Deutschland befolgt, sondern auch so überzeugt von ihnen ist, dass man sie sich auch fürs Ausland wünscht. Bei Dir ist es ja bekanntlich andersherum. Du verbittest Dir jedweden Werteimport und beharrst darauf, dass jeder totalitäre Gottesstaat seine Daseinsberechtigung hat und wenn er hier in Deutschland seine "Filialen" eröffnet und seine Ideologie verbreitet, fällt das bei Dir vermutlich auch unter Multikulti.

Ich bin sehr zufrieden mit unser Religionsfreiheit, aber genau diese Freiheit ist keine Einbahnstraße. Wer hier hinkommt, der erhält Rechte und Pflichten. Zu diesem Pflichten gehört für mich auch das Bemühen, mich zu integrieren. Und die Bereitschaft darf man bei einigen Moscheeprojekten in Frage stellen, auch wenn jemand wie Du dann gleich befürchtet, man wolle den Islam verbieten. Wenn eine Moschee von der Türkei aus gesteuert wird, macht man sich eben seine Gedanken. Wenn man hört, wie hier in Deutschland teilweise gegen Deutschland Stimmung gemacht wird, macht man sich ebenfalls Gedanken. wenn man sieht, wieviele Muslime sich ganz bewusst der Integration entziehen und Parallelgesellschaften etablieren, dann darf man ruhig besorgt sein.

Also gebe ich Dir Recht, die pauschale Ablehnung von Moscheen und Gebäuden ist falsch. Vielmehr sollte man darauf achten, wer sie betreibt und was dort gepredigt wird. Aber jede Skepsis in Bezug auf die Bereitschaft der Muslime, ihre Religion mit unseren säkularen Gesetzen zu vereinen und jede Klage bezüglich der mangelnden Rücksichtnahme der Moscheebetreiber gleich als Kampf gegen "den Islam" zu diffamieren, so wie Du das gerne machst, halte ich für fahrlässig, weil man damit höchst reale Probleme einfach überdeckt und die Muslime damit einer gewissen Bringschuld entledigt
 
Mich beunruhigt die Scheinheiligkeit, mit der hier von einem bestimmten Lager aus vorgegangen wird. Juden sind schon lang hier - sie dürfen! Moslems erst seit ein paar Jahrzehnten - sie dürfen nicht. Die Nazis haben das damals ausgenutzt und Stimmung gemacht: "Die Juden saugen uns aus..." usw. Man hat ein Volk aufgehetzt gegen die Juden, man hat ein ganzes Volk missbraucht. Und heute? Heute macht man das mit den Moslems. Und die Juden sind heut die Saubermänner. Jegliche Kritik, sei sie noch so berechtigt, am ZdJ oder an Israel wird mit der Keule "Kollektivschuld am Holocaust" niedergeschmettert. Ich kann nur sagen: mir sind die Juden, denen damals großes Unrecht angetan wurde, nicht egal. Aber ich weise jegliche Schuld von mir, ich hab damals noch nicht einmal gelebt (wie so viele der sogenannten Opfer auch). Mir sind Synagogen ebenso fremd, wie Moscheen.
[...]
Der ZdJ ist für mich nichts, als eine .... (Selbstzensur, siehst Du, ich habe gelernt, Darkkurt)

[edit by darkkurt : Du übst aber noch ein bisschen, ja? ]
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also gebe ich Dir Recht, die pauschale Ablehnung von Moscheen und Gebäuden ist falsch. Vielmehr sollte man darauf achten, wer sie betreibt und was dort gepredigt wird. Aber jede Skepsis in Bezug auf die Bereitschaft der Muslime, ihre Religion mit unseren säkularen Gesetzen zu vereinen und jede Klage bezüglich der mangelnden Rücksichtnahme der Moscheebetreiber gleich als Kampf gegen "den Islam" zu diffamieren, so wie Du das gerne machst, halte ich für fahrlässig, weil man damit höchst reale Probleme einfach überdeckt und die Muslime damit einer gewissen Bringschuld entledigt

Hallo Bennsenson,

da ist viel Wahres dran. Ich ich glaube, dass es beim Thema Pro Köln/NRW/Deutschland ja gerade um diese Pauschalisierung geht.
Wie ich schon geschrieben hatte, es geht hier um einen Umbau/Neubau einer bestehenden Moschee.
Und das, was da jetzt steht, erinnert an ein Flüchtlings-Auffanglager oder sowas. Wenn also jemand angst hat, dort würden sich radikale Islamisten unter die betenden Moslems mischen, dann würde ich diese Angst durchaus verstehen können. Dieses Gebäude wirkt wirklich etwas dubios ... wie so eine sprichwörtliche "Hinterhof Moschee".
Die Bemühungen hier jetzt eine "echte" Moschee zu bauen, die als Begegnungsstätte gedacht ist, also für jeden zugänglich ist, in der Deutschkurse gegeben werden sollen etc. finde ich da aber erst mal einen Schritt in die richtige Richtung, oder doch zumindest "einen Versuch wert".

Wenn dann Deutschkurse keine "Staatlich verordnete Schikane" mehr sind, sondern in der eigenen Moschee erteilt werden, werden ja vielleicht so häufig geforderte Dinge, wie Predigten auf deutsch überhaupt erst möglich.

Durch so eine breite und unsachliche Ablehnung, wie es hier von Pro Köln geschieht zwingt man die Moslime aber ja irgendwie "in den Hinterhof" um dann mit dem Finger drauf zu zeigen und zu sagen: "Da siehste! Alles sehr dubios, sind bestimmt Terroristen drin!"

Also dem ganzen kritisch gegenüber zustehen, auch mal unangenehme Fragen an Ditib zu stellen und seitens der Stadt "Ein Auge drauf zu werfen" stehen ja nicht unbedingt im Widerspruch zum Bau einer Moschee. Pro Köln tut aber so, als würde Sie das Problem der Gettobildung und fehlenden Integration dadurch in den Griff bekommen, dass sie den Moscheebau verbietet. Ich denke, genau da ist der Knackpunkt, wo man anders an die Sache ran gehen müsste.

Sachliche Kritik kann auch zu Lösungen führen, unsachliche Meinungsmache schürt nur Ängste in der Bevölkerung, sonst nichts.


Zur Lärmbelästigung:
Da gebe ich Reddogg durchaus recht. Die meisten leute stört doch nicht der Gesang als solcher, sondern die Tatsache, dass es Islam -> Islamistisch = Terror ist.

Wenn ich morgens schlafen will, dann stören mich die Kirchenglocken genauso, wie der beginnende Berufsverkeht, oder die Baustelle gegenüber, die Renovierungsarbeiten von meinem Nachbarn unten, der Umbau im Nachbarhaus etc.
Erst kürzlich musste ich 14 Tage lang ununterbrochen Baulärm in der Nachbarwohnung ertragen. Ich bin fast wahnsinnig geworden.
Da wäre mir ein paar mal am Tag Muezzin oder Glocken läuten lieber gewesen ;-)

Aber all das muss ich hinnehmen ... warum nicht auch einen Muezzin?

Ich verstehe die Logik der Kritiker hier auch meist nicht so ganz ...


Beste Grüße
Andreas
 
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