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Kritik an Giordanos Standpunkt
Giordano wurde für seine Kritik am geplanten Moscheebau von verschiedenen Seiten kritisiert.
* Jörg Lau schrieb, Giordano habe die „die bedenkenswerten Elemente seiner Islamkritik unter so viel wütender Polemik versteckt, dass es schwer ist, sie überhaupt noch zur Kenntnis zu nehmen.“ Wer die Bevölkerung über Sakralbauten abstimmen lassen wolle, wie Giordano es vorschlage, der könne nicht nur weitere Moscheen, sondern auch neue Synagogenbauten wie in Leipzig und München vergessen. Die Erlaubnis zum Bau einer Moschee sei kein Gnadenrecht, das die Bevölkerungsmehrheit für gelungene Integration verleihe, sondern eine Frage von Religionsfreiheit und Baurecht.[12] Die Kooperation Giordanos mit Ulfkottes Pax Europa bedauert er als „intellektuellen Selbstmord“ und „die unrühmliche Abdankung eines Mannes, der einmal ein Aufklärer war“.[13]
* Der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik warf Giordano vor, seine Äußerungen seien „stark vorurteilsbeladen“, da er von einer radikalen Minderheit auf alle Muslime schließe[14].
* Eberhard Seidel schrieb in der taz: „Ralph Giordano [...] vertritt heute ein undifferenziertes Freund-Feind-Denken, und seine Auslassungen sind gefährliche Brandreden, die in der Tradition des Anti-Asyl-Diskurses zu Beginn der Neunzigerjahre stehen. Eine wichtige moralische Instanz demontiert sich selbst. Das ist schade.“[15]
* Vertreter der Ditib reagierten auf Giordanos Äußerungen mit scharfer Kritik: Sein offener Brief sei von „Polemik, Diffamierung und Unkenntnis gegenüber der DITIB, dem Islam und den in Deutschland lebenden Muslimen“ geprägt[16]. Zudem wurde Giordanos Koran-Kritik („Stiftungsurkunde einer archaischen Hirtenkultur“) mit dem Hinweis gekontert, dass Judentum und Christentum ebenfalls in Hirtenkulturen wurzelten.[17]
* Jugendliche aus dem Umkreis der Ditib reagierten auf Giordanos offenen Brief am 17. August 2007 mit dem Entrollen eines Banners mit der Aufschrift „Meinen Sie uns, Herr Giordano?“ Giordano urteile „aus seinem Elfenbeinturm“ heraus und habe keine Ahnung davon, dass Muslime „ein Teil dieser Stadt [Köln]“ seien. Er habe Angst, weil er wenig wisse und von Vorurteilen ausgehe. Giordano habe den Islam grundsätzlich kritisiert, dabei sei der Islam eine friedliche Religion und habe die gleiche Wurzeln wie Christentum und Judentum.
Vielleicht sollte man soch mal darüber nachdenken, dass viele "rassistische Tendenzen" nur daher rühren, dass man eben den Leuten etwas aufzwingt, was sie nicht wollen. Und ein jeder sollte vielleicht auch mal den Mut haben, den Mund aufzumachen (sofern er was dagegen hat), auch auf die Gefahr hin, dass ein paar linke Deppen gleich die Nazi-Keule auspacken und dumm-dämlich umherpöbeln. Denn ich finde es bedeutend besser, wenn Leute auf die Straße gehen und gegen eine Moschee demonstrieren, als wenn es später nachts dort zu Übergriffen kommt, weil irgendwelche Neonazi-Deppen meinen, den Anwohnern vielleicht etwas Gutes zu tun, wenn sie einen neu zugezogenen Türken verdreschen.

Naja, bevor ich den 90% von Giordanos zitierten Personen Xenophobie vorwerfe, würde ich vielleicht doch andere Ursachen in Betracht ziehen.[...]Und ich finde es auch äußerst amüsant, das fremdenfeindliche tendenzen daher kommen sollen, das man nicht einfach seiner Xenophobie nachhängen darf...![]()

Und wenn ich irgendwelchen populistischen Mist verzapfe, bin ich mir sicher, dass ich auch fast nur zustimmende Briefe bekommen werde.
Zweitens, es waren Leute aus dem Bezirk die dagegen Protestiert haben.
Im übrigen finde ich solche Prachtbauten, wie sie in Berlin geplant haben, auch nicht toll, aber das ist ein anderes Thema.

Zu dem Thema habe ich in einer Fachzeitschrift für Architektur einen interessanten Artikel gelesen: Selbst unter Moslems sind die Entwürfe für Berlin und vor allem für Köln umstritten![]()
Aber welcher Quelle würdest Du da trauen? Ganz sicher wird so eine Befragung keine staatliche/öffentliche Institution durchführen, schon allein wegen dem Thema und dem möglichen Ausgang der Befragung. Allein die Negativ-Schlagzeilen in der Presse, dass man zu diesem Thema überhaupt eine Befragung durchführt, könnte den einen oder anderen (lokalen) Politiker den Kopf kosten. Und da sind sich wohl alle Medien einig, nicht nur die BILD.[...] Viel aufschlussreicher wäre dann schon eine Befragung des Viertels, in denen Moscheen gebaut werden sollen.[...]
Nicht mal im Ansatz. Wie Medien ausgerechnet auf dieses Thema reagieren (nicht nur die lokalen), ist doch wohl hinlänglich bekannt. Und ohne jetzt Möllemann zu wecken (er möge in Frieden ruhen), aber da war es doch am ehesten ersichtlich. Sobald ein Politiker nicht 100%ig politisch korrekt ist, wird an seiner Vergangenheit so lange gerüttelt, bis aus einer geklauten Packung Kaugummi der Kopf einer Verbrecherorganisation wird, aus seinen Aussagen Hetz- und Hasstiraden werden. Möllemann war auch nicht der erste, nicht der letzte. Ging weiter mit Stoiber (ich kann den Knilch zwar überhaupt nicht leiden, aber auch hier das Gleiche), der nur einen Satz sagen muss und schon wird ihm mehr unterstellt, als nur "am rechten Rand fischen".Jetzt driften wir aber deutlich in Richtung Verschwörungstheorie...![]()
Und welcher Art sind die Schlagzeilen? Positiv, neutral, negativ?Es gibt durchaus eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema in Köln. Es gab mehere öffentliche Bürgertreffen (auch gut besuchte) und in der Lokalpresse ist dies durchaus ein Thema.[...]
Die Affäre Möllemann mit Giordanos Aussagen zu vergleichen entbehrt nicht einer gewissen Komik. Wenn Möllemanns Ende nicht so tragisch wäre, könnte man schon drüber lachen...Nicht mal im Ansatz. Wie Medien ausgerechnet auf dieses Thema reagieren (nicht nur die lokalen), ist doch wohl hinlänglich bekannt. Und ohne jetzt Möllemann zu wecken (er möge in Frieden ruhen), aber da war es doch am ehesten ersichtlich. Sobald ein Politiker nicht 100%ig politisch korrekt ist, wird an seiner Vergangenheit so lange gerüttelt, bis aus einer geklauten Packung Kaugummi der Kopf einer Verbrecherorganisation wird, aus seinen Aussagen Hetz- und Hasstiraden werden. Möllemann war auch nicht der erste, nicht der letzte. Ging weiter mit Stoiber (ich kann den Knilch zwar überhaupt nicht leiden, aber auch hier das Gleiche), der nur einen Satz sagen muss und schon wird ihm mehr unterstellt, als nur "am rechten Rand fischen".
Wohl eher Stempel "X" oder Stempel "R". Aktuell bei Giordanos Aussagen wäre das Todschlagargument "Nazi-Keule" sowas von daneben (Man muss sich nur seinen Lebenslauf ansehen.Nur wer sich brav in der linken Mitte hält (nicht zu weit, aber noch immer besser als zu weit rechts), nur nichtssagende und allgemeingültige Aussagen trifft und am besten völlig unpersönlich bleibt, ...- kurz aalglatt ist, kann in der Medienwelt bestehen. Ist ja nicht nur in Deutschland so. Nur hier ist eben die Reizschwelle schnell erreicht, wenn es um den Islam, Ausländer und dergleichen geht. Jeder, der dieses Thema ernsthaft anfasst, bekommt automatisch den bösen Stempel mit "N" aufgedrückt.
Ich nehme es Giordano durchaus ab, das er nicht die Absicht hat, den Neonazis das Wort zu reden. Die handeln ja schon seit geraumer Zeit nach dem Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freund (solange er mir nützt)".Meiner Ansicht nach (und die muss wie immer nicht stimmen) könnte ein Politiker sogar nackt und besoffen durch die Straßen laufen, und bekäme wahrscheinlich ob dieses Verhaltens nur eine halb so große Tadelschlagzeile, als wenn er sich zu weit von der linken Mitte nach rechts bewegt.
Das hat leider nichts mit Verschwörungstheorie zu tun, denn dann könnte man einfach zu dem Schluss gelangen, dass im aktuellen Fall nur ein paar Neonazis aus JWD den geplanten Moscheenbau zum Anlass nehmen, ihrer Ideologie lauthals zu frönen und sich die Anwohner eher auf den "multikulturellen Anschluss des Ostens" freuen, als ernsthafte Bedenken zu haben und dass schon deshalb eine Befragung in der Region überhaupt nicht nötig ist.
Und welcher Art sind die Schlagzeilen? Positiv, neutral, negativ?
Ich rate mal drauf los (was ich von der BILD, dem Berliner Kurrier oder der BZ erwarten würde): "Neonazis wollen den Bau einer Moschee verhindern" oder "Giordano - woher kommt dieser Hass?" oder vielleicht "Rassismuswelle geht durch Köln - Widerstand gegen Moschee"

Schon allein die erste Zeile:[...] Hier ein guter und sachlicher Artikel im Kölner Stadtanzeiger vom 16.05.07:
Der übliche Generalverdacht: "Du bist gegen eine Moschee? Du willst gegen Ausländerslums und -kriminalität vorgehen? Also bist Du ein (gut getarnter) xenophober Rechtsradikaler!" Da musste ich schon ganz schön lachenKölner Stadtanzeiger schrieb:KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr Giordano, Sie stehen nicht im Verdacht, mit Rechtsradikalen zu sympathisieren. Sie haben sich gegen den Bau der Moschee ausgesprochen. Warum?
Ja, das wohl. Aber nicht auf die rechte Seite. Entsprechend lesen sich alle Artikel dieser Blätter immer gleich reißerisch. Und wenn man eben halt was dazu erfindet.darkkurt schrieb:Im übrigen schlägt sich die Bild-Zeitung und ihre Schwestern tendenziell eher auf die Seite der Muslim-Kritiker - traditionell. Den Grund findet man in den Verlagsgrundsätzen der A. Springer AG![]()
Ich möchte wetten, dass wenn die NPD das nicht überdeutlich herauskristalisiert hätte, diese Beziehung konstruiert worden wäre. Aber ok - wenig später wird es ja auch getan:Bad_Boy schrieb:Telepolis:[...] Die NPD ruft weiter zur Demonstration auf, setzt sich jedoch von Pro Köln ab: "Pro Köln nichts weiter als pseudorechte Populistentruppe".
Naja, habe auch nichts anderes erwartet irgendwie.Telepolis schrieb:[...]Führende Personen der Gruppierung Pro Köln haben selber im Laufe der Jahre verschiedene rechte Spaltprozesse durchlaufen. Die Vorsitzende von Pro Köln Judith Wolter redete in einem Interview mit dem NPD-Organ Deutsche Stimme offen über ihre Ziele:
Die deutsche Rechte muss endlich parlamentarisch verankert werden. Wir brauchen hierzu jedoch keinen ängstlichen konservativen Juniorpartner der CDU, sondern eine Fundamentalopposition gegen die politische Klasse, Multikulturalismus, Globalisierung, Überfremdung, Korruption, Amerikanisierung und Werteverfall.
Zwar sehr übertrieben, aber im Grundtenor sicherlich richtig, grenzt er sich hier von Pro Köln ab. Nun gibt es also (wie andererorts auch) 3 Gruppen: Die nichtislamischen Gläubigen, die sich vom Islam langsam aber sicher überlaufen fühlen, die Rechten, die sich von allem und jedem nichtdeutschstämmigen überlaufen fühlen und der kritische Bürger, der wenigstens Bedenken hat und lieber zur Ablehung, als zur Zustimmung neigt. Und warum wird pauschal erstmal der Generalverdacht ausgeprochen (oder explizit widerlegt), dass man automatisch bei Kritik ein Rechter ist? (Hat in dem Fall nicht mit der Person Giordano zu tun, generell gemeint).Telepolis schrieb:[...]Gioradno: "Ich gehöre nicht an die Seite dieser lokalen Variante des Nationalsozialismus. Die würden, wenn sie könnten wie sie wollten, mich in eine Gaskammer stecken[...]
Schon allein die erste Zeile: [...]
Der übliche Generalverdacht: "Du bist gegen eine Moschee? Du willst gegen Ausländerslums und -kriminalität vorgehen? Also bist Du ein (gut getarnter) xenophober Rechtsradikaler!" Da musste ich schon ganz schön lachenAber ja, der Rest liest sich so, als wären tatsächlich beide Seiten zu Wort gekommen. Abgesehen davon, dass ich Bekir Alboga in keinem einzigen Punkt zustimmen kann, ist es trotzdem schön, dass beide Seiten zu Wort kommen durften.