Sammelthread Urteil zu Beschneidung

Muslim-Organisationen fordern Recht auf Beschneidung ein

Folgende News wurde am 04.07.2012 um 13:32:00 Uhr veröffentlicht:
Muslim-Organisationen fordern Recht auf Beschneidung ein
Shortnews

Einige muslimische Verbände haben am heutigen Tage eine Erklärung veröffentlicht, in der sie deutsche Politiker dazu auffordern, ein gesetzlich geschütztes Recht für Beschneidungen zu erschaffen. Das Landgericht Köln hatte religiöse Beschneidungen als Körperverletzung eingestuft. Der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime erwähnte unter anderem, dass das Urteil eine Jahrtausend alte Tradition gefährde und ein Rückschlag für die Integration der Muslime sei. Weiter gehe er davon aus, dass der Bundestag eine entsprechende Regelung zur Beschneidung finden werde.
 
Mit Religion hat das nichts zu tun, es ist eben nur eine alte (veraltete) Tradition. Warum sollte das die Integration von Mulimen denn dann behindern? Das ist wieder nur so ein dummes Gewäsch.
So ein Gesetz kann es nicht geben, weil es gegen das GG verstossen würde. Man kann Körperverletzung doch nicht gesetzlich erlauben! Bisher wurde diese Praktik stillschweigend geduldet, war eine rechtliche Grauzone - so lange bis es zu Problemen kam.
 
Warum sollte das die Integration von Mulimen denn dann behindern? Das ist wieder nur so ein dummes Gewäsch.
Klaro, wenn eine meiner Traditionen auf einmal illegal erklärt wird, dann fühle ich mich noch stärker integriert...
Man kann Körperverletzung doch nicht gesetzlich erlauben!
Wenn man es nicht als Körperverletzung interpretiert - wie bisher - dann brauch es auch kein solches Gesetz.
Bisher wurde diese Praktik stillschweigend geduldet, war eine rechtliche Grauzone
Ist es doch immer noch; es gibt bisher nur ein Urteil.
 
Wenn man es nicht als Körperverletzung interpretiert - wie bisher - dann brauch es auch kein solches Gesetz.
Das war schon immer Körperverletzung und noch schlimmer "Misshandlung Schutzbefohlener" (besser bekannt als Kindesmisshandlung). Da gab es noch nie gegensätzliche Ansichten. Das GG gibts ja nicht erst seit gestern.
Wenn sich die Muslime integrieren wollen, dann müssen sie die Verfassung akzeptieren, ja sogar eher noch verteidigen, nicht torpedieren und relativieren. Wenn ihne das nicht passt sollen sie eben in einen Staat gehen der so was erlaubt - gibts ja.

Frag mich wo die sind, die immer Kinderschänder aufhängen wollen...

Westerwelle und Roth sind also dafür Kindesmißbrauch aus religiösen Gründen zu erlauben. Hat niemand den Knall gehört?

@LordRoscommon: der war gut. :mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat die Katholische Bischofskonferenz schon mit der Forderung auf Legalisierung des Kindesmißbrauchs geantwortet?
 
Das war schon immer Körperverletzung und noch schlimmer "Misshandlung Schutzbefohlener" (besser bekannt als Kindesmisshandlung). Da gab es noch nie gegensätzliche Ansichten. Das GG gibts ja nicht erst seit gestern.
Wenn sich die Muslime integrieren wollen, dann müssen sie die Verfassung akzeptieren, ja sogar eher noch verteidigen, nicht torpedieren und relativieren. Wenn ihne das nicht passt sollen sie eben in einen Staat gehen der so was erlaubt - gibts ja.

@LordRoscommon: der war gut. :mrgreen:

Völliger Blödsinn! Ich bin vor 10 Jahren als kleines Kind auch beschnitten worden und wäre enttäuscht gewesen, wenn mir meine Eltern später gesagt hätten dass eine Beschneidung nicht erlaubt wäre. Ich empfinde das als Beraubung meiner Menschenrechte, wenn man mir verbietet hätte, beschnitten zu werden.

Man kann Körperverletzung doch nicht gesetzlich erlauben!

Das nicht, aber ich sehe etwas, was mir nicht weh tut, dafür aber im Leben Vorteile bringen kann, nicht als Körperverletzung an.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Die WHO hat 2007 empfohlen die Beschneidung als Element einer Anti-Aids Strategie aufzunehmen.
Die WHO empfielt die Beschneidung von Männern! Wer alt genug ist, kann natürlich auch selbst entscheiden, inwiefern er an sich herumschnibbeln lassen will. Ich bin sicher, daß Säuglinge eher weniger S*x haben und die Ansteckungsrate mit HIV in dem Alter auf sexuellem Wege damit gleich 0 ist.
 
Das war schon immer Körperverletzung und noch schlimmer "Misshandlung Schutzbefohlener" (besser bekannt als Kindesmisshandlung). Da gab es noch nie gegensätzliche Ansichten.
Wie kommt's dann, dass im aktuellen Urteil der Arzt mit der Begründung "weil er nicht wusste, dass sein Handeln strafbar war" freigesprochen wurde!? Scheinbar geht das Gericht davon aus, dass es zu diesem Sachverhalt noch nie klare juristische Ansichten gab, womit es also auch gegensätzliche Ansichten gab. Oder anders formuliert: Es ist erst seit diesem Urteil MÖGLICH, bei einer Beschneidung eines Kleinkindes wegen Körperverletzung verurteilt zu werden.

Letztendlich muss man abwarten müssen, wie das Bundesverfassungsgericht entscheidet.
 
Beschneidung: Gesetzliche Erlaubnis unter Bedingungen

Folgende News wurde am 23.08.2012 um 16:02:59 Uhr veröffentlicht:
Beschneidung: Gesetzliche Erlaubnis unter Bedingungen
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Berlin (dpa) - Ja zur Beschneidung von Juden und Muslimen in Deutschland - aber nur unter Auflagen. Dafür haben sich Experten bei einer Anhörung des Ethikrates ausgesprochen. Notwendig sei eine umfassende Aufklärung über mögliche Risiken ebenso wie die fachgerechte medizinische Ausführung des Rituals. Die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten sollte erforderlich sein, der Einsatz von schmerzmindernden Mitteln erlaubt werden, bilanzierte Christiane Woopen, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, die öffentliche Anhörung am Donnerstag in Berlin. Unterschiedliche Positionen der Experten wurden dennoch deutlich. Die Debatte über die bei Juden und Muslimen übliche Beschneidung von männlichen Neugeborenen oder Kindern war durch ein Urteil des Landgerichts Köln im Juni ausgelöst worden. Das Gericht hatte die Beschneidung als «rechtswidrige Körperverletzung» und damit als grundsätzlich strafbar bewertet. Der Bundestag hatte daraufhin in einer Resolution die Straffreiheit gefordert. Im Herbst soll eine gesetzliche Regelung gefunden werden. Deutliche Bedenken äußerte der Hamburger Strafrechtler Reinhard Merkel. «Der Gesetzgeber ist in einer Art rechtspolitischem Notstand», sagte er. Er hob das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Priorität des Kindeswohls hervor. Nur eine Art «Sonderrecht» könne die Beschneidung gegen alle strafrechtlichen Einwände für rechtmäßig erklären. Allerdings geben es wegen des deutschen Massenmordes an den Juden eine «Pflicht zur besonderen Sensibilität». Der jüdische Mediziner Leo Latasch wies die Ansicht zurück, wonach die Beschneidung von Jungen mit einer Genitalverstümmelung bei Mädchen zu vergleichen sei. Medizinische Komplikationen gebe es in weniger als 0,2 Prozent der Fälle. Auch der Vorwurf, starke Schmerzen bei dem Eingriff bei Neugeborenen hätten relativ oft traumatische Folgen, sei nicht zu belegen. Der muslimische Medizinethiker Ilhan Ilcilic warb für eine «Versachlichung» der Debatte. Er warnte vor Operationen in Hinterzimmern und einem «Beschneidungstourismus», falls der Gesetzgeber nicht auf das Urteil des Kölner Gerichts reagiere. Auch international schlägt das Thema weiter Wellen. Der israelische Innenminister Eli Jischai forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich für das Recht auf Beschneidungen einzusetzen. Juden in Deutschland dürften nicht gezwungen werden, sich zwischen der Einhaltung nationaler oder göttlicher Gesetze entscheiden zu müssen, schrieb der Vorsitzende der strengreligiösen Schas-Partei nach Angaben der Zeitung «Jediot Achronot» am Donnerstag.
 
Was ist normal und wo beginnt der Wahnsinn ?

Traurig aber wahr wir verbeugen uns wir drehen uns wir winseln aber wir sind nicht in der Lage ein klares NEIN abzugeben. Wir wollen ungeborenes Leben schützen wir wollen das Kinder zur Erziehung nicht geschlagen werden alles sehr gute Erkenntnisse.

Aber wehe es geht um Religionsfreiheit dann wird alles anders. Dann dürfen Neugeborene obskuren Ritualen unterzogen werden nur weil dieses von Gott so gewollt ist.

Was würde wohl passieren wenn es eine Religion Menschenopfer fordert ? Oder anders ausgedrückt wie viel Fleisch sind wir bereit für Religionsfreiheit zu Opfern? Wann Erinnern wir uns daran das es ein Recht auf körperliche Unversehrtheit gibt ? Wo sind wir bereit eine Grenze zu ziehen ?
 
Aber wehe es geht um Religionsfreiheit dann wird alles anders. Dann dürfen Neugeborene obskuren Ritualen unterzogen werden nur weil dieses von Gott so gewollt ist.

Die Frage wäre für mich erstmal, an welcher Stelle den konkret steht, dass es von Gott gefordert ist. Es gibt sovieles an Ritualen und "Glaubensvorschriften", die so konkret eigentlich nirgendwo stheen - sondern lediglich eine Interpretation einiger "geistlicher Würdenträger" ist. Insofern denke ich es würde auch keinen Abbruch tun, in z.B. solchen ganz konkreten Fällen auch mit der Ausführung zu warten, bis derjenige von sich aus dazu bereit ist bzw. dies umsetzen möchte.

Und ganz klein als Nachsatz: Es gibt auch viele Leute in diversen Religionen, die solche Rituale nicht mit machen und trotzdem noch leben... meistens sogar ziemlich gut - merkwürdig, oder? ;)
 
Was würde wohl passieren wenn es eine Religion Menschenopfer fordert ?
Es bliebe natürlich verboten. Weil - oh Überraschung - Gesetze differenzieren.
Oder anders ausgedrückt wie viel Fleisch sind wir bereit für Religionsfreiheit zu Opfern?
Für manche scheint ein winziges Stück Haut schon zu viel Fleisch zu sein.
Wo sind wir bereit eine Grenze zu ziehen ?
Wie wäre es mit einer Grenze nach der Beschneidung? Schließlich geht es bei der Entscheidung um die Abwägung zwischen Religionsfreiheit und körperliche Unversehrtheit.
 
Dieses Leben ist eins der schwierigsten, laufen wir weg oder stellen wir uns? Das ist hier die Frage

Wie wäre es mit einer Grenze nach der Beschneidung? Schließlich geht es bei der Entscheidung um die Abwägung zwischen Religionsfreiheit und körperliche Unversehrtheit.

Ich könnte mir vorstellen das man die Beschneidung auch dann durchführt wenn derjenige sich selbst dafür entscheiden kann ?
 
Wir wollen ungeborenes Leben schützen ...

Wer sind denn deiner Meinung nach diese "wir"? Die Frauen und Männer, die jährlich rd. 100000 Kinder umbringen lassen - in Deutschland wohlgemerkt! Überall wird geschrieen, dass wir zu wenige Kinder in Deutschland haben - hier ist die Antwort!

Aber klar, eine Abtreibung ist kein Eingriff in die Unversehrtheit des Kindes.
 
Wer sind denn deiner Meinung nach diese "wir"? Die Frauen und Männer, die jährlich rd. 100000 Kinder umbringen lassen - in Deutschland wohlgemerkt! Überall wird geschrieen, dass wir zu wenige Kinder in Deutschland haben - hier ist die Antwort!

Aber klar, eine Abtreibung ist kein Eingriff in die Unversehrtheit des Kindes.

Wo bitte ist hier der Zusammenhang ?

Und was hat das alles mit Beschneidung zu tun. Jeder der Erwachsen ist und sich Beschneiden lassen möchte bitte wo liegt das Problem manche lassen sich Liften andere Beschneiden. Die Motive sind dabei doch dann unterschiedlich aber beides würde unter das Recht auf Selbstbestimmung fallen.

Warum eine Entscheidung treffen die sich so nicht wieder ändern lässt ? Warum ein Kind für ein Leben lang zeichnen nur weil es die Eltern so wollen. Da könnte man auch Kleinkinder tätowieren eine Ausweisnummer eine Artzugehörigkeit Symbol was weiß ich.

Wo liegt die Notwendigkeit etwas für das Kind zu entscheiden was es in späteren Jahren einfach ablehnen könnte oder eben auch bejahen.

Darin liegt auch doch der Sinn einer Religionsfreiheit auch Nein sagen zu können bzw. sich frei von äußeren Zwang sich für etwas wie eine bestimmte Religion zu entscheiden.

Und nur weil etwas immer so gemacht wurde muss man es doch nicht ändern können. Vieles was unsere Vorfahren über Jahrtausende gemacht haben würde heute keiner akzeptieren.
 
Ich finde, man sollte erst das - aus meiner Sicht - größere Übel angehen. Für mich klingt das wie ein Arzt, der einem Patienten den Dorn aus dem Finger entfernt und das Messer im Bauch übersieht.

Niemand kann wirklich begeistert sein über Schwangerschaftsabbrüche. Aber die Gründe hierfür haben nichts mit den Thema Beschneidung zu tun.

Wenn man über Schwangerschaftsabbrüche und ihre Verhinderung Nachdenken will so wird man wenn man frei von Vorurteilen sich daran macht schnell feststellen das es ziemlich umfangreiche Gründe hierfür gibt. Selbst zu DDR Zeiten gab es Schwangerschaftsabbrüche obwohl es hierfür sicher bedeutend weniger Gründe geben sollte.
Von staatlicher Seite wurde alles mögliche getan für Schutz des Kindes sowie auch der Mutter vor und nach der Geburt es gab Rechtlichen Schutz und auch reichlich finanzielle Anreize. Heute können Familien nur Träumen von all denen was da geleistet wurde von der Gesellschaft.

Und das beste daran es hatte etwas mit Humanistischer Einstellung zu tun und nichts anderes.

Aber wie auch immer man die Sache betrachtet das eine Thema kann man nicht mit den anderen Thema vergleichen.