Trinkgeld-Diskussionen

Warum lässt du dich denn von deiner Freundin nötigen? Wenn du der Meinung bist, dass der Service nicht gut war oder vielleicht auch das essen, dann würde ich das dem Kellner sagen und kein Trinkgeld geben.

Ist der Kellner höflich und nett, dann gebe ich gerne Trinkgeld.
 
Warum lässt du dich denn von deiner Freundin nötigen? Wenn du der Meinung bist, dass der Service nicht gut war oder vielleicht auch das essen, dann würde ich das dem Kellner sagen und kein Trinkgeld geben.

Ist der Kellner höflich und nett, dann gebe ich gerne Trinkgeld.

weil ich ihrer Meinung nach oft was zu meckern habe :/
 
Ich überlasse das Trinkgeldgeben meiner Frau. Die ist der Meinung und hat auch keinerlei schlechtes Gewissen, in einem Restaurant bei bester Behandlung, netter Bedienung und guter Leistung des Kochs bei einer Rechner von 77,10 Euro grosszügig 80 Euro zu geben mit dem Kommentar "Geben Sie mir 1 Euro wieder, der Rest ist für Sie!"...

Das spart unheimlich Geld. :D

Marty
 
Ich überlasse das Trinkgeldgeben meiner Frau. Die ist der Meinung und hat auch keinerlei schlechtes Gewissen, in einem Restaurant bei bester Behandlung, netter Bedienung und guter Leistung des Kochs bei einer Rechner von 77,10 Euro grosszügig 80 Euro zu geben mit dem Kommentar "Geben Sie mir 1 Euro wieder, der Rest ist für Sie!"...

Das spart unheimlich Geld. :D

Marty

und darauf bist du stolz? :roll:
 
Trinkgeld bei Lieferdiensten

@Marty: wenn ihr euch angewöhnt, jedes Restaurant nur einmal zu besuchen... :hö:
 
Hier in Jülich sind leider die Lieferdienste extrem dünn gesäht. Leider sind sie auch alle gleich schlecht. Ich habe die jetzt seit meinem Umzug (letzten August) regelmäßig durchprobiert und keiner konnte mich zufriedenstellen.

Gibt man am Telefon oder online an: Pizza bitte schneiden, kriegt man es ungeschnitten. Gibt man um 16:00 Uhr online an, man möchte die Lieferung um 18:30 haben, dann kommt um 18:45 ein Anruf, man könne die Straße nicht finden. Oder man bestellt Schoko-Eis zum Dessert mit und kriegt dann ein Erdbeer-Eis und dann machen die ne Schnute, wenn ich das nicht will. Bestellt man ne Pizza mit extra Ananas und extra Käse, kriegt man die Ananas, der Käse wurde vergessen. Die Pommes sind meist noch roh von ihnen und blaß wie ein Blatt Papier - fiese geschmackslose Stäbchen.

Habe früher immer Trinkgeld gegeben (aufgerundet bis zum nächsten Euro), aber hier in Jülich mache ich das nicht. Mein Essen ist nie in ordnung, oder es kommt mit 30-50 Minuten Verspätung (und somit verleppert und matschig kalt) an. Das ist mir kein Trinkgeld wert.
 
generell muss man sagen, dass der Lieferbote generell nicht die Verantwortung für die Qualität der Produkte trägt.

Trinkgeld ist dennoch veraltet und überholt.
 
und darauf bist du stolz? :roll:
Auf meine Frau? Ja, aber natürlich. Sie hält das Geld zusamenn. Männer sind da leider viel zu schnell zu grosszügig. Und sie sagt, dass sie noch nie auch nur einen Cent Trinkgeld bekommen hat, da konnte sie noch so freundlich, schnell und zuvorkommend sein. :D

@Marty: wenn ihr euch angewöhnt, jedes Restaurant nur einmal zu besuchen... :hö:
Hier wechseln die Besitzer schon öfter mal, das geht das. Die meisten Restaurants sind blöderweise auch noch absolut kinderuntauglich. Spielecken, Kinderkarte etc. sucht man meist vergeblich. Wir sind halt keine Zielgruppe.

Marty
 
Auf meine Frau? Ja, aber natürlich. Sie hält das Geld zusamenn. Männer sind da leider viel zu schnell zu grosszügig.
Ist das so? Meine Frau ist immer viel großzügiger als ich und das nicht nur mit ihrem eigenen Geld :ugly

Und sie sagt, dass sie noch nie auch nur einen Cent Trinkgeld bekommen hat, da konnte sie noch so freundlich, schnell und zuvorkommend sein. :D
Kunststück, bei ihr wäre das ja auch Bestechung. Als ITler habe ich aber auch nie Trinkgeld bekommen. Als Heilerziehungspfleger wurden wir wenigstens noch von Apotheken beschenkt/bestochen (z.B. mit einer Packung Kaffee aber nur solange bis die Verträge mit den Apotheken aufkamen). Wenigstens als Verkäufer gab es oft Trinkgeld :money:

Hier wechseln die Besitzer schon öfter mal, das geht das. Die meisten Restaurants sind blöderweise auch noch absolut kinderuntauglich. Spielecken, Kinderkarte etc. sucht man meist vergeblich. Wir sind halt keine Zielgruppe.
Stimmt eigentlich, ausser den einschlägigen Burgerbuden gibt es wenig Angebote für Familie mit kleinen Kindern. Es sei denn man nutzt die Gelegenheit um stillsitzen und benehmen zu trainieren :p
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier in Jülich sind leider die Lieferdienste extrem dünn gesäht. Leider sind sie auch alle gleich schlecht. Ich habe die jetzt seit meinem Umzug (letzten August) regelmäßig durchprobiert und keiner konnte mich zufriedenstellen.


Du bestellst aber scheinbar nicht oft, wenn du ca. sieben Monate gebraucht hast, um Marco Polo, King's Pizza und (falls es ihn noch gibt) den Griechen auf der großen Rurstraße zu testen :biggrin:


Wobei es "damals" ( 2008 ) noch (gibt's den noch?) den China Imbiss am Marktplatz gab, dessen Lieferdienst meist recht zuverlässig und freundlich war.
 
Trinkgeld ist dennoch veraltet und überholt.

was ist das denn für ein quatsch.

trinkgeld gibt es in deutschland schon ewigkeiten.
in der gastronomie ist es üblich, dass man weniger gehalt bekommt weil ja noch das trinkgeld dazu kommt. so agumentieren die meisten arbeitgeber. und anders als bei anderen branchen zb einzelhandel gibts hier nicht mal sonntags- oder nachtzuschläge.

frage mich wieso, im einzelhandel kam es auch erst vermehrt dazu, dass dort sonntags und nachts geöffnet wird zb kaisers bei mir in berlin bis 0 oder sogar 24h am tag.

in anderen ländern wie zb italien ist das trinkgeld im rechnungsbetrag einberechnet bei uns in deutschland nix. also ist da nix veraltet ausser vieleicht deine sichtweise ;)
 
Wenn man keine Lust hat Trinkgeld zu geben, einfach per PayPal bestellen :) Da sagt kein Lieferant was...
 
in anderen ländern wie zb italien ist das trinkgeld im rechnungsbetrag einberechnet bei uns in deutschland nix. also ist da nix veraltet ausser vieleicht deine sichtweise ;)

In Italien zahlt man auch für Besteck eine Gebühr.
Die Lage des Tisches usw.

ist die Gastronomie nun jetzt in Deutschland auch "veraltet"??? :wall:
 
Auf meine Frau? Ja, aber natürlich. Sie hält das Geld zusamenn. Männer sind da leider viel zu schnell zu grosszügig. Und sie sagt, dass sie noch nie auch nur einen Cent Trinkgeld bekommen hat, da konnte sie noch so freundlich, schnell und zuvorkommend sein. :D

Es ist einfach in den Gehältern schon das Trinkgeld einkalkuliert. Deine Frau hat wahrscheinlich einen Beruf, bei dem schon ein hohes Grundgehalt vorhanden ist und es deshalb nicht üblich ist, Trinkgeld zu geben.
Aber wenn dann eh alles passt, perfektes Service, perfektes Essen und man dann mit dem Trinkgeld geizig ist.... dann leiber gar kein Trinkgeld
aber die Geiz ist Geil Mentalität der Deutschen, kenn ich eh zu genüge...

In Italien zahlt man auch für Besteck eine Gebühr.
Die Lage des Tisches usw.

ist die Gastronomie nun jetzt in Deutschland auch "veraltet"??? :wall:

ich zahl auch in zahlreichen Restaurant in Wien eine "Gebühr" (ich empfinde, das aber nicht als Gebühr) für Gedeck, meist 3-6€.
Hat ja nichts mit veraltet zu tun, sondern mit Service

Wenn man Essen geht, sollte man halt auch das Trinkgeld einplanen, wenn man es sich nicht leisten kann, lieber gar nicht fortgehen.
In USA wird das Tipp schon automatisch auf die Rechnung geschrieben (~20%), dort ist das üblich und es regt sich auch keiner auf.
 
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Warum gibts Trinkgeld? Habe nicht den ultimativen Satz dazu, aber wahrscheinlich gibt es den Tip in einigen Berufen, weil die besser verdienenden von sich aus gerne was abgeben wollen und weil sie sich vielleicht auch ein Stück Aufmerksamkeit und bessere Behandlung/Bevorzugung kaufen wollen. Nun gibts zwar auch noch andere nicht so toll bezahlte Berufe wo sie auch keinen Tip bekommen, man kann also froh sein ein Tip-Empfänger zu sein, wenn man schon einen geringer bezahlten Tätigkeit nachgeht.

Aber man ist auch drauf angewiesen. Speziell ungelernte Gastrokräfte und beispielsweise Frisöre, deren Lohn so niedrig ist, dass die Frage nach dem Sinn zur Ausübung der Tätigkeit mehr als häufig genug aufkommt.

Andererseits können viele Gastrobetriebe aber auch gar nicht viel mehr Lohn zahlen. Ein kleines Restaurant beispielsweise kämpft tagtäglich um seinen Umsatz, wenn es nicht gerade zu den Top 5 gehört. Gäste regen sich drüber auf, wenn man nach 10 Jahren mal 2-3 Euro auf alle Gerichte draufpackt und haben kein Verständnis dafür. Das aber auch für die Gastro alles teurer wird und Pacht, Strom, Personal, Ware und Steuern bezahlt werden muss, entfällt den Gedanken sovieler sich aufregenden. Alleine an Strom und Heizung zahlt ein Restaurant mit vielleicht 250qm im Monat schon ungefähr 1500 Euro, die Pacht wird wahrscheinlich bei 2000-3000 Euro liegen, der Wareneinsatz bei mindestens 30%, Personal schlägt auch noch mal mit mindestens 25% zu Buche und dann kommen da noch 19% Steuern sowie Ausgaben für Wäscherei (wir zb. zahlen im Monat ca 1200 Euro nur fürs Waschen der Tischwäsche...) und anderen Dingen wie Büromittel, Verbrauchsmaterial, Telefon, Steuerberater, gewisse Werbemittel, etc.etc....

Was also glauben Gäste eigentlich, bleibt von einem Filetsteak 250 Gramm für 25 Euro inklusive Beilagen am Ende noch übrig?

Wir haben eine Kegelbahn, dort gibts eine "Sportlerkarte", wo die Gerichte seit 10 Jahren alle 7,50 Euro kosten. Es sind zb. Schnitzel mit Pommes uns bisserl Salat oder andere Gerichte. Will man dann mal 1-2 Euro draufpacken, drohen die Gäste einem schon mit der Aufkündigung des 4-wöchentlichen Kegelturnus.

Gastroleute verdienen nicht nur so wenig, weil sie Tip bekommen, sondern weil viele Chefs auch gar nicht mehr bezahlen können. Bei Frisören siehts sicherlich genauso aus.

Wir schuften soviel zu so schlechten Arbeitszeiten und unter so wenig Anerkennung zu relativ schlechten Konditionen. Berufsgruppen wie beispielsweise die hier angesprochenen Heilerziehungspfleger, IT-ler, oder sonstige verdienen doch im Verhältnis viel mehr für viel weniger anstrengende Tätigkeit. Und das nicht nur körperlich, sondern oft auch geistig. Auch Gastrotätigkeiten liegen an vielen Tagen bezüglich der geistigen Anstrengungen im obersten Bereich.

Trinkgeld ist nicht überholt, es wird benötigt.

Und in anderen Ländern verdienen die Empfänger unterm Strich mehr, oder haben weniger Lebenshaltungskosten als in Deutschland. In der Schweiz liegt das Grundgehalt für einen gelernten Restaurantfachmann gesetzlich schon bei mindestens 3400 Franken (überhaupt kein Vergleich zu Deutschland) und es gibt dort oft keinen Tip, weil nicht üblich. Aber ist man bei soviel MINDESTEINKOMMEN auch drauf angewiesen?

In den USA erhalten die Kellner fast nicht genug Entgeld um zu überleben. Daher ist es dort schon lange Sitte, definitiv 10-20% vom Rechnungsbetrag als Tip zu geben, bzw. wird oft nicht mal etwas angeboten, sondern von den Kellnern bereits ohne Worte abgezogen. Und das empfinden dort alle als völlig normal.

Natürlich ist auch manchmal der Tip unangemessen hoch hier in Deutschland. Vor allem, wenn man als gelernter Restaurantfachmann bereits auf zweiten Stufe der Karriereleiter in der Position eines Chef de Rangs tariflich ohnehin schon knapp 2000 Euro Brutto bekommt und das Trinkgeld monatlich dennoch zwischen 600-1000 liegt. Sowas gibts häufiger als manche denken, auch ich habe oft diese Summen an Tip gehabt. Und damit verdiene ich unterm Strich sogar mehr als so mancher Studierte oder Kaufmann.
 
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Berufsgruppen wie beispielsweise die hier angesprochenen Heilerziehungspfleger,

Na ick kann Dir sagen... was habe ich damals an Geld nach Hause geschleppt und gearbeitet habe ich dafür auch beinah nicht :ugly:
Wahrscheinlich hatte ich auch einfach weniger Verantwortung als Du und geistig war auch nicht mehr zu leisten als darauf zu achten die Hose anzubehalten.

Lerne mal die Schattenseiten anderer Berufe wirklich kennen dann musst Du nicht immer wegen dem eigenen quietschen ;)

Natürlich ist auch manchmal der Tip unangemessen hoch hier in Deutschland. Vor allem, wenn man als gelernter Restaurantfachmann bereits auf zweiten Stufe der Karriereleiter in der Position eines Chef de Rangs tariflich ohnehin schon knapp 2000 Euro Brutto bekommt und das Trinkgeld monatlich dennoch zwischen 600-1000 liegt. Sowas gibts häufiger als manche denken, auch ich habe oft diese Summen an Tip gehabt. Und damit verdiene ich unterm Strich sogar mehr als so mancher Studierte oder Kaufmann.
Du versaust einem noch das letzte bisschen Lust Trinkgeld zu geben ;)
 
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Aber man ist auch drauf angewiesen. Speziell ungelernte Gastrokräfte und beispielsweise Frisöre, deren Lohn so niedrig ist, dass die Frage nach dem Sinn zur Ausübung der Tätigkeit mehr als häufig genug aufkommt.
Gibt es das Trinkgeld weil die Löhne mies sind, oder sind womöglich die Löhne mies, weil es ja das Trinkgeld gibt?
Andererseits können viele Gastrobetriebe aber auch gar nicht viel mehr Lohn zahlen. Ein kleines Restaurant beispielsweise kämpft tagtäglich um seinen Umsatz, wenn es nicht gerade zu den Top 5 gehört.
Das Problem hat jeder Unternehmer.
Frau Schmidt in der Buchhaltung kriegt aber kein Trinkgeld. Die kriegt die Kündigung und die anderen Mehrarbeit. Oder der Laden macht halt komplett dicht.
Trinkgeld ist nicht überholt, es wird benötigt.
Trinkgeld ist ein optionaler Bonus, kein Anspruch.

Vielleicht muss die Branche einfach auf ein gesundes Maß schrumpfen und der freie Markt gnadenloser aussortieren, statt den Kunden die Verantwortung für die faire Bezahlung der Mitarbeiter aufzubürden?

Woher soll ich auch wissen wieviele Tische mein Kellner durchschnittlich pro Stunde "abserviert" und daraus einen angemessenen Lohn für ihn errechnen mit dem er hoffentlich auch über den Winter und durch die Rente kommt? :think:
Verrückte Welt.
 
Trinkgeld bei Lieferdiensten

Vielleicht muss die Branche einfach auf ein gesundes Maß schrumpfen und der freie Markt gnadenloser aussortieren, statt den Kunden die Verantwortung für die faire Bezahlung der Mitarbeiter aufzubürden?
Vielleicht muss der Service in Deutschland einfach auch mal so richtig schlecht werden, damit mehr Kunden mal wieder über Trinkgeld nachdenken? :think: