Trinkgeld-Diskussionen

Warum nicht gleich so Drangi? :renoyg::clap:

Klingt besser, liest sich gut, hast die gleichen Infos reingepackt wie vorher.
War das so schwer?

Mit freundlichem Gruß,

jiw

Edith:
Schade, nun hast Du deinen wirklich gut geschriebenen Beitrag durch dein Edit versemmelt.
Wollte den Beitrag eigentlich "liken". Habe aber bitte Verständnis, wenn ich nun wieder davon Abstand nehme.

Du würdest Dich wundern, in welchen Berufen ich schon alles gearbeitet habe und ja, auch als Möbelpacker.
Habe aber nun wirklich keine Lust, mich hier vor Dir zu produzieren oder provozieren zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Musst Du doch nicht. Keiner muss das. Aber vielleicht solltest Du wirklich nicht mit sovielen gewagten Aussagen um Dich werfen wenn Du anschließend das Echo nicht verträgst.

Was sind für dich gewagte Aussagen mit welchen ich um mich werfe?
Wenn ich harsch argumentiere, dann nur, weil es dann eben genau mein Echo ist. Ohne Grund bin auch ich nicht konfrontationsbereit.


Das Du Dich über 10 Cent nicht freust ist doch verständlich, das Du Dich drüber so richtig ärgerst aber nicht. Ich würd mir einfach denken "besser als wie nix" oder "Schwamm drüber".
Ich habe nie geschrieben, dass ich mich in Grund und Boden ärgere.
Besser als nix, denke ich allerdings auch nicht, sondern ich denke mir: "Du mich auch" (wie gesagt, nur bei entsprechendem Anlass und nicht, wenns nur um eine Tasse Kaffee ging) und lächel ihn an, wünsche ihm noch einen schönen Abend und bediene den nächsten Gast, ohne weiter drüber nachzudenken. Höchstens beim Gespräch unter Kollegen kramt man dann wieder den Tag und das erlebte hervor.

Warum nicht gleich so Drangi? :renoyg::clap:

Klingt besser, liest sich gut, hast die gleichen Infos reingepackt wie vorher.
War das so schwer?

Mit freundlichem Gruß,

jiw
Ich weiß zwar nicht was ich so grundlegend anders jetzt geschrieben habe, aber solche Sätze harmonieren mir auch mehr. Vielen Dank. :renoyg:

Edit:
Ok, dann halt doch wieder nicht.
Ich weiß genauso wenig, was ich produziere und provoziere, wenn ich sage: Schleppe mal 3 Stunden die Möbel und bekomme als Dank 10 Cent und komme dann wieder und sage mir: Kleinvieh macht auch Mist.

Ps: Ich werde seit Wochen hier provoziert bis zum äußersten. Will ich mich dagegen wehren, werde ich noch stärker angefeindet. Doofe Zwickmühle oder?
Ich provoziere alle - mir darf man aber alles an den Kopf werfen. Geil :D
 
Was sind für dich gewagte Aussagen mit welchen ich um mich werfe?
Wenn ich harsch argumentiere, dann nur, weil es dann eben genau mein Echo ist. Ohne Grund bin auch ich nicht konfrontationsbereit.
Ich habe Etikette gelernt.... die Gäste haben einen falschen Umgang mit Trinkgeld... "Du mich auch" als gedachte Reaktion auf zuwenig Trinkgeld.... sone Schoten hauste raus und denkst Dir das da nix zurück kommt?


Ich habe nie geschrieben, dass ich mich in Grund und Boden ärgere.
Ob Du das nun explizit oder implizit geschrieben hast werde ich jetzt nicht raussuchen, der Ärger war für mich jedenfalls deutlich

Ps: Ich werde seit Wochen hier provoziert bis zum äußersten. Will ich mich dagegen wehren, werde ich noch stärker angefeindet. Doofe Zwickmühle oder?
Ich provoziere alle - mir darf man aber alles an den Kopf werfen. Geil :D
Scheinbar bekommst Du die vielen Stellen an denen Du provozierst ja nicht mit :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Achso. Dann hab ich dich missverstanden.

Sind 10 Cent Trinkgeld (ohne Herablassungen) denn peinlicher als gar keins?


Da mir das ja auch mal passiert ist, muss ich sagen: ja
nicht peinlich, sondern irgendwie ärgerlich. Bei mir waren es 5 Männer, die nur getrunken haben. Sie haben immer einzeln bestellt, das kann ganz schön nerven, wenn du zu einem Tisch kommst, der bestellt ein Bier, du bringst das Bier, bestellt der andere wieder was. Man fragt auch noch, die restlichen 3, ob die noch was haben wollen (man sieht ja die fast leeren Gläser), die verneinen. Gut man holt die Bestellung und kommt wieder zum Tisch und schon sagt der dritte, was er jetzt trinken will und so geht das Spielchen bis zum 5. Gast und dann geht das ganze wieder von vorne los.
Irgendwie kommt man sich in diesem 4 h sehr "veralbert" vor.
Ich hab auch geguckt, ob die das absichtlich machen, weil sie mich gerne laufen sehen oder was auch immer, aber das war nicht der Fall.
Dabei darf man nicht vergessen, man hat nicht nur den einen Tisch, die anderen Tische hätten auch gerne die gleiche Aufmerksamkeit, wo man sich dann versucht zu zweiteilen, sich dann noch von den 5er Tisch fragen lassen muss, warum das Bier auf einmal nicht eine Minute gedauert hat, sondern doch mal zwei (weil man in der Zwischenzeit bei einem anderen Tisch war) oder warum eine Bestellung mal ein anderer Kellner gebracht hat.
Und zum Schluss gibt man dann die Rechnung 94,90, Zahler legt 100 Euro hin und meint 95 stimmt so.
Im ersten Augenblick, glaube es mir, fühlt man sich vera.... Wirklich.
Man ärgert sich, man fragt sich, was hätte man besser machen können, was hat man falsch gemacht, was war verkehrt usw.
und im Grunde kommt man nur zum Schluss: hätte der Zahler gar nichts gesagt und ich hätte passend rausgegeben, hätte ich mich nicht so geärgert und mir nicht noch 2 h den Kopf zerbrochen, was ich nun an diesem Tisch falsch gemacht habe.
Dann wäre es gut gewesen.


Es ist genauso, dass man sich ärgert, wenn Gäste die Bestellungen aufessen und austrinken und danach, wenn du abräumst kommen die Beschwerden. Dann stehste da wie doof, weil sie sich weigern die Rechnung zu bezahlen oder wollen Rabatt, verhandeln, was weiß ich.
Wo ich mich dann auch frage: warum sagen sie nicht gleich was. Wenn die Bratkartoffeln zu kalt sind, merkt man das beim ersten Biss. Aber nein, es gibt Spezialisten die essen alles bis auf den letzten Krümel auf und dann kommt die Liste.
Verstehe ich nicht.
Ich versuche sowas zu umgehen, dass ich schon während des Essens bei den Tischen noch mal nachfrage ob auch alles in Ordnung ist, aber manchmal bei großem Stress, Andrang und voller Hütte, fallen schon mal Tische durch.

Sowas kommt nicht oft vor, aber doch schon ab und zu. Und auch da fragt man sich als Kellner, ob man selber blöd ist oder warum ein Gast nicht gleich den Mund auf macht, wenn was nicht stimmt. Das ist das Recht des Gastes. Nur alles aufessen und austrinken, dann rummaulen - das verstehe ich beim besten Willen nicht, weder als Kellner noch als Person, die selber öfter mal Gast in gastronomischen Einrichtungen ist.
 
Sich seine eigene Meinung zu bilden oder diejenige anderer abzuschauen sind zwei verschiedene Sachen. Du mit deiner Mitläufertour gehst mir auch auf den Keks und ko..t mich an.
Aber nein, du kommst im Forum niemals arrogant rüber. Das sind immer nur die anderen, die schuld sind.

Meine Gäste sind mit mir zufrieden, ich bin sehr zuvorkommend, freundlich und hilfsbereit.
Vermutlich ebenso freundlich und respektvoll wie du auch hier zu den Usern bist.

Und verdammt noch mal. Ich bin es leid mich hier rechtfertigen zu müssen. Es ist einfach so wie es ist. Und es ist verdammt noch mal peinlich, nicht für mich, sondern für peinlich für die Moral an den Gast, wenn er für 50 Euro speist und trinkt, mich hinterher aber mit 10 Cent abspeist. Ich kann auch gut auf sein Trinkgeld verzichten, aber wenn er schon welches gibt, dann sollte es angemessen sein und keine Almose von oben herab. Das ist unwürdigend.
Dazu fällt mir nichts mehr ein.

Behaltet Euren Quark für Euch verdammt noch mal. Mich beleidigen und schlecht reden und gleichermaßen überhaupt keine Ahnung von der Materie haben. Zugleich noch mir Arroganz und Besserwisserei unterstellen.
[...]
Geht in den Sandkasten spielen!
Sag ich doch, den Fehler machen immer nur die anderen.
 
Als ich beim Cafe Knigge in Bielefeld gearbeitet habe (ein sehr berühmtes Cafe in Bielefeld), habe ich mit 10 Cent-Beträgen täglich 50 Euro round about an Tip gemacht. Tasse Kaffee 1,85 Euro - 2 Euro aufgerundet. Bei vielen noch ein Stückchen Kuchen dazu. Das ganze aber unzählige Mal am Tag. Tja, das war extrem harte Maloche, aber ich habe sehr gutes Geld gehabt - mit 10-50 Cent pro Gast.
Das finde ich zwar aus Sicht des Angestellten erfreulich, aber ist so ziemlich genau der Grund, wieso ich eigentlich sehr ungerne Trinkgeld gebe, wenn ich nur ein, zwei Kaffee trinke. Irgendwo ist es die Aufgabe des Arbeitgebers dich gerecht zu entlohnen und meine ist es Kaffee zu trinken. Ich kann nicht beurteilen, ob ich gerade in einem Café sitze, dass seinen Angestellten Hungerlöhne zahlt weil das Trinkgeld in die gerechte Entlohnung mit einkalkuliert wird, oder ob ich die Aushilfe gerade überbezahle.

Und in der Regel ist der Service, besonders in vollen Cafés, nichtmal herausragend gut, sondern meistens minimal. Die Bestellaufnahme und der Bringdienst funktionieren mit unterschiedlicher Verspätung, Verwechselungen und Vergesslichkeit weitesgehend erwartungsgemäß und beim dritten mal Fragen kommt auch die Rechnung, die meistens sogar stimmt. Da sehe ich die Kellnerin gar nicht oft und lange genug um mir ein angemessenes Urteil bilden zu können (außer über die Oberweite natürlich ;)).
Trinkgeld zu geben ist da eher ein Reflex, als eine echte Honorierung.

und im Grunde kommt man nur zum Schluss: hätte der Zahler gar nichts gesagt und ich hätte passend rausgegeben, hätte ich mich nicht so geärgert und mir nicht noch 2 h den Kopf zerbrochen, was ich nun an diesem Tisch falsch gemacht habe.
Weil du "an diesem Tisch" sagst: Gleichen die anderen Tische über den Arbeitstag verteilt so eine Erfahrung nicht aus? Wie ist so das Verhältnis zwischen schlecht, durchschnittlich und viel zu viel Trinkgeld gebenden Gästen?
 
Ich habe nie geschrieben, dass ich mich in Grund und Boden ärgere.
Besser als nix, denke ich allerdings auch nicht, sondern ich denke mir: "Du mich auch" (wie gesagt, nur bei entsprechendem Anlass und nicht, wenns nur um eine Tasse Kaffee ging) und lächel ihn an, wünsche ihm noch einen schönen Abend und bediene den nächsten Gast, ohne weiter drüber nachzudenken.

Das Problem ist doch, dass du nicht nur denkst (und auch nicht unter Kollegen irgendwas vorkramst), sondern deine Meinung hier rausposaunst. Natürlich ist es nicht schön wenn man n Mini-Trinkgeld bekommt, wenn der Rechnungsbetrag vergleichsweise groß ist.
Dennoch ist es besser als gar nichts. Und schon mal dran gedacht, dass diese Menschen einfach nicht viel Kleingeld mit sich rumschleppen wollen und deshalb aufrunden? Ich meine wir sind nicht in Amerika, wo das Trinkgeld fester Bestandteil des Lohns ist und damit irgendwie auch zwingend für den Gast. Manchen ist vielleicht gar nicht bewusst das es einen "Trinkgeldknigge" gibt, der vorschreibt, dass ca. 10% Trinkgeld gegeben werden und alles drunter (und natürlich dann auch alles drüber) unhöflich ist und der Dienstleister/Kellner sich über die 10 cent Trinkgeld bei einer 50 €-Rechnung genauso ärgert wie über 100 € bei einer 10 €-Rechnung.
Also ich denk jedenfalls nicht "Du mich auch", wenn mir jemand Geld (egal wie viel) schenkt.

Und mit allgemeingültigen Aussagen, dass beispielsweise viele Kellner dir zustimmen in deiner Meinung, tust du deiner Branche nichts Gutes. Ich denke aufbauend auf deinen Aussagen könnte man den Schluss ziehen, nie wieder Trinkgeld zu zahlen (vor allem dir nicht), denn wieso sollte man jemanden der in einem Forum schreibt wie negativ er über einige seiner Gäste/Kunden denkt einen hohen Tip zahlen? Und bei wenig Tip wird man ja eh, zumindest gedanklich beleidigt.

Und zum Schluss gibt man dann die Rechnung 94,90, Zahler legt 100 Euro hin und meint 95 stimmt so.
Im ersten Augenblick, glaube es mir, fühlt man sich vera.... Wirklich.

s.o. Vielleicht wollt er einfach nur nen 5er zurück haben und dachte gleichzeitig, er tut dir mit den 10 cent extra auch noch was Gutes. Man steckt nicht in den Menschen drin.
Über manche Verhaltensweisen kann man sich natürlich ärgern, aber es gibt schlimmeres, als cent-Beträge geschenkt zu bekommen.
Darüber, dass nicht gleichzeitig und damit zeitsparend bestellt wird, kann man sicher diskutieren, aber als Dienstleister denke ich muss man mit solchen Situationen einfach fertig werden, es gibt ja auch Kunden die besser mit einem "zusammen arbeiten" ;)

Sowas kommt nicht oft vor, aber doch schon ab und zu. Und auch da fragt man sich als Kellner, ob man selber blöd ist oder warum ein Gast nicht gleich den Mund auf macht, wenn was nicht stimmt. Das ist das Recht des Gastes. Nur alles aufessen und austrinken, dann rummaulen - das verstehe ich beim besten Willen nicht, weder als Kellner noch als Person, die selber öfter mal Gast in gastronomischen Einrichtungen ist.

Also mir wurde als Kind immer eingetrichtert, ich muss meinen Teller leer essen, damit morgen das Wetter schön ist. Und essen was auf den Tisch kommt :mrgreen:
Aber ja du hast Recht, wenns nicht schmeckt, merkt man das schon nach dem ersten spätestens dem zweiten Bissen, aufzuessen und dann erst zu reklamieren, da kommt sich wohl jeder ein wenig vera....t vor.
Aber manche Menschen sind einfach ein wenig seltsam in ihren Verhaltensweisen. Ich habs auch schon mitgekriegt, dass jemand sein Putensteak rare haben wollte (bekam er natürlich nicht, Geflügel muss bekanntlich durchgebraten werden), wo man auch nur den Kopf schütteln kann.
 
Genau mein reden, Drachenjenny.

Aber nein, du kommst im Forum niemals arrogant rüber. Das sind immer nur die anderen, die schuld sind.
Vermutlich ebenso freundlich und respektvoll wie du auch hier zu den Usern bist.

Dann schau dir mal meine Beiträge genau an. Ich halte mich sogar nach unterschwelligen Beleidigungen oftmals noch für respektvoll. Die Breitseite kommt von meiner Seite immer erst nachdem mir bereits eine entgegengeschossen kam. Und das ist das was ich nicht verstehe und daraus schlussfolgere ich auch, dass es unter Umständen gar nichts mit meinen Beiträgen zu tun hat, sondern der Aggroton woanders her rührt.

Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Wozu genau fällt dir nichts mehr ein? Das er mir nachdem ich mich für ihn krum und buckelig gemacht habe, den ganzen Abend gut bedient habe und dann nur 10 Cent bekomme, die auch nur gegeben wurden, um mich zu demütigen? Oder das ich dann lieber gar kein Geld haben will? Oder das es moralisch fraglich ist? Wie fändest du es, wenn man dir deine Tätigkeit mit Almosen in Form von 10 Cent begünstigt und lobt?

Ich glaube, Ihr könnt alle gut reden. Solltet Ihr aber selber in des Kellners Position gewesen sein, würdet Ihr auch so denken. Ich kenne hunderte Kellner aus meinen ganzen Betrieben. Überall herrscht der gleiche O-Ton. Sind wir alles Arschlöcher, ehren die 10 Cent nicht und haben ne merkwürdige Auffassung? Mir fällt auch nichts mehr ein. :-?

Sag ich doch, den Fehler machen immer nur die anderen.
Ich habe oft genug beteuert, dass ich meine Fehler eingestehe und habe das auch schon oft genug bewiesen...

Wie ist so das Verhältnis zwischen schlecht, durchschnittlich und viel zu viel Trinkgeld gebenden Gästen?
Die meisten geben, wenn sie Trinkgeld geben, die angemessenen 5-10%. Die wenigsten geben die 10 Cent, noch weniger geben viel zu viel. Aber alles von dem kommt dann und wann vor. Und von 10 Tischen geben 9 Tische Trinkgeld.

Ganz ehrlich? Wenn ich den Tip nicht bekommen würde, würde ich diese harte Maloche nicht machen. Nicht für 1150-1200 Euro Netto. Und das immer bei Arbeitszeiten, wo andere frei haben (ich habe fast keine Freunde mehr ausserhalb der Gastro und das geht vielen so), nie ein Wochenende, kaum Anerkennung, und mit 35-40 spätestens, hat fast jeder Kellner starke Knie- und Rückenprobleme.

Und ich arbeite im Monat 170 Stunden aufwärts. Das ist das Minimum. Zur Zeit habe ich viel frei, aber das ändert sich bald wieder. Dann werde ich täglich um 13 Uhr anfangen und bis Ende bleiben. Das kann mal um 22:30 Uhr sein, am häufigsten ist es aber nicht vor 00:00 Uhr bis 01:00 Uhr. Also 12 Stunden Tag, dann nur einen Tag frei. Den anderen verteilt auf zwei halbe Tage. Nix ganzen, nix halbes. Zusätzlich schon sehr häufig Teildienst geschoben, also von 11-15 und dann wieder von 17:30/18:00 Uhr bis 23 Uhr nachts. Der ganze Tag kaputt, nichts außer Arbeit geht dann noch.

Wann hatte ich das letzte mal Weihnachten oder Silvester frei? Keine Ahnung, zu lange her.

Und das alles für lausige 1150 -1200 Euro Netto als Chef de Rang, also sogar schon jemand der in der Hierarchie weiter oben steht? Nein, ohne Tip würde ich mir schnell was anderes suchen. Ich gebe zu, mit Tip habe ich ein sehr gutes Auskommen und brauche Vergleiche mit anderen Berufen nicht scheuen.

Wie gesagt, Trinkgeld ist kein muss. Und ich bin überhaupt nicht sauer, wenn ich kein Tip bekomme. Aber es ist nicht nur so, dass die Gastros so wenig zahlen, weil mit Tip ausgeglichen wird. Ein Restaurant zu führen bedeutet hohe Kosten. Die müssen erstmal eingenommen werden. Wenn wir eine noch anständigere Bezahlung erfolgreich fordern könnten, müsstet Ihr nämlich alle anstatt 3 Euro fürs Bierchen plötzlich 4,50 Euro zahlen. Und das wollt Ihr dann ja auch wieder nicht oder?

Zwickmühle.
 
...dass es unter Umständen gar nichts mit meinen Beiträgen zu tun hat...

Ich habe oft genug beteuert, dass ich meine Fehler eingestehe und habe das auch schon oft genug bewiesen...
:ugly:
und oft genug hast du beteuert, dass es nicht an dir und deinen Beiträgen liegt

wie soll man denn jemanden ernst nehmen, der ständig sagt "Kann sein dass ich Schuld daran habe, aber ich habe keine Schuld daran!"?

Du bist gerne in der Opferrolle, somit wirst du auch das Opfer bleiben.

Bloß kannst du nicht bitte woanders das Opfer spielen? :roll:
 
Wenn wir eine noch anständigere Bezahlung erfolgreich fordern könnten, müsstet Ihr nämlich alle anstatt 3 Euro fürs Bierchen plötzlich 4,50 Euro zahlen. Und das wollt Ihr dann ja auch wieder nicht oder?
Wieso 4,50? 3,30. Und die soll ich ja eh zahlen, obwohl nur 3 auf der Rechnung stehen. :think:
 
[...]
"Das er mir nachdem ich mich für ihn krum und buckelig gemacht habe, den ganzen Abend gut bedient habe und dann nur 10 Cent bekomme, die auch nur gegeben wurden, um mich zu demütigen?"
"[...]wenn man dir deine Tätigkeit mit Almosen in Form von 10 Cent begünstigt und lobt?"
"Die meisten geben, wenn sie Trinkgeld geben, die angemessenen 5-10%."
"Wenn ich den Tip nicht bekommen würde, würde ich diese harte Maloche nicht machen. Nicht für 1150-1200 Euro Netto."
"Und ich arbeite im Monat 170 Stunden aufwärts."
"das alles für lausige 1150 -1200 Euro Netto als Chef de Rang [...]"
"Ich gebe zu, mit Tip habe ich ein sehr gutes Auskommen[...]"
"Wie gesagt, Trinkgeld ist kein muss. Und ich bin überhaupt nicht sauer, wenn ich kein Tip bekomme."
"Wenn wir eine noch anständigere Bezahlung erfolgreich fordern könnten, müsstet Ihr nämlich alle anstatt 3 Euro fürs Bierchen plötzlich 4,50 Euro zahlen."
Zwickmühle.

Für mich ist das Jammern auf hohem Niveau, einerseits kannst Du von deinem Gehalt+Tipp gut leben,
dann schreibst Du Trinkgeld ist kein Muss, bekommst sogar deine 5-10% Tipp von den meisten, beschwerst Dich lauthals über die wenigen, die darunter bleiben, forderst diese Trinkgelder in anderen Beiträgen implizit ein, jammerst andererseits über dein schlechtes Grundgehalt, deinen Lohn mit dem deine Arbeit bezahlt wird, dessen Höhe Du mit deinem Arbeitgeber ausgehandelt hast und in einem anderen Beitrag schreibst Du sinngemäß: "Jemand mit meiner Ausbildung kann überall arbeiten"

Wenn Du der Meinung bist, mit deiner Ausbildung zuwenig Gehalt zu bekommen, such Dir einen anderen Arbeitzplatz, wo deine Erfahrung und Kenntnisse entsprechend entlohnt werden, was hält Dich auf? Wenn Dir die Erfahrungen oder das Renommee am derzeitigen Arbeitsplatz wichtiger sind, verhandel nach oder beiss in den sauren Apfel.

Das Überstunden, Doppelschichten im Gastro-Bereich leider üblich sind und auch gesundheitliche Probleme enstehen können, sollte Dir spätestens während deiner Ausbildung klar geworden sein.

Der Gast zahlt erstmal nur den Preis für Essen und Getränke, fertig.
Alles andere ist Tipp / Trinkgeld nenn es wie Du willst. Es geschieht auf freiwilliger Basis und erst recht kein Lohn den man einfordern kann.
Auch wenn es entsprechende Ratgeber, Gepflogenheiten gibt / bestehen, kein Gast ist verpflichtet dazu.

Und zu der Frage, ob ich bereit wäre auch 4,50 für ein Bier zu zahlen (was in einigen Restaurants schon durchaus der Fall ist): Ja bin ich, dann erwarte ich allerdings auch, das das Personal vom Haus auch entsprechend entlohnt wird, das Essen und Ambiente angenehm ist und reduziere den Tipp entsprechend.

Abgesehen davon, das ich in den entsprechenden Restaurants nie unter 100-120€ mit Kindern und Frau bezahle und ein Tipp von 12€ (10%) als zu hoch empfinde.

...und dabei wollte chory nur wissen, ob wir dem Lieferservice Trinkgeld geben!:think:

*Lach* ja, zumindest sind wir noch im Gastro-Bereich. :)
Vielleicht sollte man aber langsam ein Teil abspalten und unter einem neuen Titel "Drangi; und wie er die (Trinkgeld-)Welt sieht" fortführen.

Für Lieferdienste sind wir ja bereits bei einer Summe von ca 0,50-3 € angekommen? *leicht den Überblick verloren"
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, Trinkgeld ist kein muss. Und ich bin überhaupt nicht sauer, wenn ich kein Tip bekomme. Aber es ist nicht nur so, dass die Gastros so wenig zahlen, weil mit Tip ausgeglichen wird. Ein Restaurant zu führen bedeutet hohe Kosten. Die müssen erstmal eingenommen werden. Wenn wir eine noch anständigere Bezahlung erfolgreich fordern könnten, müsstet Ihr nämlich alle anstatt 3 Euro fürs Bierchen plötzlich 4,50 Euro zahlen. Und das wollt Ihr dann ja auch wieder nicht oder?

Dann bring ich mir mein Bierchen halt selbst mit, verzichte dafür darauf Trinkgeld zu zahlen und zahl stattdessen Korkengeld :ugly:

Und hör auf zu jammern, du hast dir den Beruf ausgesucht. Wenns nicht gefällt, dann such dir was anderes. Und die Einstellung, kein Tip ist okay, aber wenn ich Tip krieg und der mal unter den geläufigen, aber nicht erzwungenen 5-10% liegt, rast ich zumindest innerlich aus, versteht wohl keiner außer du und natürlich deine Kollegen, weil is ja alles im O-Ton bei euch :LOL:
 
Wozu genau fällt dir nichts mehr ein? Das er mir nachdem ich mich für ihn krum und buckelig gemacht habe, den ganzen Abend gut bedient habe und dann nur 10 Cent bekomme]
Drangi, du vergisst eine gewisse Kleinigkeit: du bekommst ein Gehalt. Du wirst bereits für deine Arbeit bezahlt, wie ja einige User schon ausführlich argumentiert haben, besonders der letzte Beitrag von jiw zeigt das eindrucksvoll. Du tust ja gerade so, als wenn du vom Trinkgeld leben musst.

, die auch nur gegeben wurden, um mich zu demütigen?
Woher nimmst du die unglaubliche Dreistigkeit zu wissen, was andere Menschen denken? Das ist es, was ich nicht begreife.

Oder das ich dann lieber gar kein Geld haben will? Oder das es moralisch fraglich ist? Wie fändest du es, wenn man dir deine Tätigkeit mit Almosen in Form von 10 Cent begünstigt und lobt?
Moral??? Wenn du Geld geschenkt bekommst? Ich freue mich über das Lob, wenn es angebracht ist. Klar würde ich denken: "hm, ein bisschen mehr Kohle hätte mich sicher gefreut, aber gut, hat nicht sollen sein, und ich freue mich über das, was ich bekomme und habe".

Weißt du, was laut Wikipedia das Gegenteil von Arroganz ist? Demut.
 
Nachdem ich mich beim Frühstück gerade köstlich amüsiert habe, mir aber leider Krümel im Hals stecken geblieben sind und ich beinahe erstickt wäre:

Ich habe selbst zwar nicht gekellnert, aber im Winter bei eisigkalten Temperaturen Fischbrötchen (schön aus der Kühlung..) verkauft und Backfisch gebraten und verkauft.
Schei* Job, entweder frierst du ohne Ende, kannst am Gas-Heizstrahler in der kleinen Hütte stehen und hoffen, dass du nicht abfackelst, oder du stehst an der Friteuse (schön, dieses 180° heiße Fett und der Geruch, der sich durch alles durchfrisst), oder du stehst am Backofen im kleinen Nebenraum, um die Brötchen aufzubacken. Alles in allem jetzt eher nicht so der Traumjob (5-10kg Gemüsezwiebel schneiden ganz vergessen), aber okay entlohnt bzw. durchaus angemessen, wenn man die Zugaben (essen soviel man will, mit nach Hause nehmen soviel man will) mit einbezieht. Da gab es bevorzugt abends und am Wochenende durchaus mal Trinkgeld von Männerrunden mit Hunger auf Matjesbrötchen, weil ich dennoch nett, zuvorkommend, höflich und manchmal auch einfach lustig-frech war. Habe ich aber nie gewollt und fand es durchaus unangenehm, Trinkgeld für die "Verkäufertätigkeit" zu bekommen, um den Leuten aber nicht vor den Kopf stoßen, habe ich es dankend und mit einem Lächeln angenommen und gut war. Das Geld wurde dann dann am Ende der Schicht mit den Kollegen geteilt, so dass man pro Tag vielleicht auf 50ct kam. Das ist nicht viel, aber es ist dennoch einfach nett (gemeint), so dass man sich einfach drüber freut. Mir wäre aber NIE eingefallen, mich darüber zu beschweren, wir haben es einfach nett weggelacht und gut war.
 
Weil du "an diesem Tisch" sagst: Gleichen die anderen Tische über den Arbeitstag verteilt so eine Erfahrung nicht aus? Wie ist so das Verhältnis zwischen schlecht, durchschnittlich und viel zu viel Trinkgeld gebenden Gästen?

Mir ist es extrem aufgefallen, dass Partyleute z.B. nichts geben. Wir haben einmal die Woche Party - kann man mit Disco- bisschen vergleichen, da gibt es kein Trinkgeld. Junge Leute geben von überhaupt nichts bis wenig. Ich hab da eigentlich noch nie so drauf wirklich geachtet, aber das sind jetzt Dinge, die mir auf Anhieb einfallen.
Stammgäste geben immer und bewegen sich auch zwischen den besagten 5 - 10 %. Die Urlauber geben auch von angemessen bis mehr, die normalen Essengeher eher weniger. Russische Frauen sind spendabler als russische Männer, Inder und Griechen sind großzügig.

Ich hab aber auch manchmal das Gefühl, das einige verunsichert sind. Wenn ein Preis 22,40 ist, dann ist es für die Gäste einfach 23. z.B. zu sagen. ist es aber eine glatte Summe, sagen wir 37,00 Euro, dann merke ich schon wie sie eiern und überlegen. :biggrin:


In erster Linie haben hier viele natürlich recht. Ich/wir haben uns den Beruf ausgesucht und sollten nicht jammern. Dennoch und da muss ich Drangi recht geben, ist es gerade bei hohen Rechnungen, sagen wir ab 50 Euro, für die Kellner eine "Schmach" wenn da 10 Cent rauskommen. Dann wirklich normalen Rechnungsbetrag bezahlen und die Kellner machen sich keine Gedanken.
Ich hab gestern meine Kollegen gefragt, die machen den Job jetzt da seit 20 Jahren und eingebrochen ist das Trinkgeld und das unterschiedliche Bemessen bei den Gästen wohl erst seit der Euro-Einführung. Sie haben sich an die "10 Cent" gewöhnt, weil es immer öfter vorkommt. Aber am Anfang hätten sie durchdrehen können. ein Kollege hatte mir das so erklärt: hatte er bei gleicher Arbeit vorher umgerechnet 3000 Euro, sind es jetzt 1000 Euro. Da war auch ich etwas geschockt.
Davon mal abgesehen, dass das Essengehen bei den Leuten verständlicherweise in den letzten 10 Jahren eingebrochen ist.
Was sich jedoch nicht geändert hat, ist die Einstellung der Gastronomie, dass Gehalt + bestimmte Höhe an Trinkgeld pro Stunde kalkuliert wird. Aber das Trinkgeld wird immer weniger. Das Problem ist bekannt, geändert wird derzeit noch nichts.
Davon kann aber nicht nur die Gastronomie ein Lied singen, sondern auch andere Berufszweige. Ich glaube, wir hatten hier schon mal so einen ähnlichen Thread, wo es um Möbellieferer/aufbauer, Müllleute etc. ging.
Trinkgelder sind allgemein rückläufig, weil immer mehr der Meinung sind, dass der Service - egal in welchem Beruf - mit dem Gehalt abgegolten ist.
 
Ach so - andere für sich Buckeln lassen (und evtl. Sonderarbeiten erledigen lassen) ist "moderner". :roll:

Eine Bitte: verkneife Dir bei Möbellieferungen wenigsten Geistreiche Kommentare wie: "Ihren Job möchte ich auch nicht machen", oder "Sie wissen Abends auch, was sie geschafft haben."

Sowas ist bei meinen Kollegen eher unerwünscht... ;)
Jetzt weiß ich wieder, wieso ich so ein Déjà-vu-Empfinden hatte bei dem Thread. Das Thema hatten wir doch schon mal. :biggrin:


Also ich bezahle bei Lieferdiensten meist mit Karte. Weiß gar nicht, ob man da den Preis aufrunden kann. Kleingeld hab ich nie da, das wandert in die Spardose. Bei uns kann man auch per Paypal und Kreditkarte zaheln wenn man angemeldet ist, da kann man direkt eingeben, wieviel Trinkgeld man geben will.

Im Restaurant gebe ich Trinkgeld je nachdem wie höflich der Kellner ist und auch abhängig vom Preis. 5€ für den Lieferdienst halte ich persönlich auch für zu viel, aber wenn ich nur für 5€ bestelle, wäre das auch ein bisschen zuviel des Guten. Muß aber jeder selber wissen.
 
...viel spannender ist es, wenn man in Californinen essen geht und da kein Trinkgeld gibt :ugly:

da erntet man Todesblicke...
 
5€ sind's meist wenn wir mit mehreren bestellen und Summen von über 40€ erreichen, oder halt wenn echt schei* Wetter ist, wo ich Mitleid habe, dass da überhaupt jemand bei raus muss.

Ich warte seit heute morgen auf die Experten von Hermes zum Möbel montieren und bin da jetzt schon 'social awkward'. Bisher lief alles schief, was schieflaufen kann, die Kommunikation ist unterirdisch und das Internet bestätigt meine Befürchtungen leider nur noch. Daher will ich eigentlich den kompletten Aufbau beobachten, fühle mich dabei aber ziemlich "dämlich" und eher als Störfaktor, aber mein Misstrauen kommt ja nicht von ungefähr. Äh und um beim Thema zu bleiben: Trinkgeld kriegen die Monteure von mir grundsätzlich, mind. 5€ pro Person mit dem Spruch: 'Gönnt euch in der Mittagspause n Teilchen und n Pott Kaffee beim Bäcker.", darkkurt, würde ich dich damit auch angreifen oder kommt es so an, wie es gemeint ist (höflich und nett)?