Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Damit könnte auch man den nicht benötigten Ökostrom verwerten:
Norweger bauen gigantische Fabrik für Wunder-Diesel

Klingt super, nur:
Tatsächlich sind die Kosten bisher einer der wesentlichen Knackpunkte bei dem Konzept. Die norwegischen Investoren wollen den Preis für das Rohprodukt aus der neuen Anlage zunächst "auf unter zwei Euro pro Liter drücken".

Ein weiterer Grund, sämtliche Steuerprivilegien für herkömmlichen Dieselsprit zu kippen, oder? ;)

Und für mich stellt sich die Frage, ob es nicht zukunftsfähiger (und billiger) ist, den für die Verarbeitung nötigen Wasserstoff direkt zur Stormerzeugung oder Antrieb von Fahrzeugen zu verwenden...
 
Damit könnte auch man den nicht benötigten Ökostrom verwerten:
Das klingt immer so schön, aber auch diese Anlage wird mit einer volatilen Energieversorgung sehr unzufrieden sein. Das heißt, auch dafür benötigt es Backupkraftwerke was den Preis nochmals erhöht.

Antrieb von Fahrzeugen zu verwenden...
Problem ist hierbei, das Diesel/Benzin einen viel höheren Energiegehalt pro Volumeneinheit hat. Eine Kompression schmälert den schlechten Wirkungsgrad noch weiter. Abgesehen davon ist Diesel einfacher zu handhaben als Wasserstoff.
 
Das klingt immer so schön, aber auch diese Anlage wird mit einer volatilen Energieversorgung sehr unzufrieden sein. Das heißt, auch dafür benötigt es Backupkraftwerke was den Preis nochmals erhöht.
Da wäre die Frage, ob es sich lohnt, die Anlage nur bei Stromüberschuss zu betreiben - wobei da das Power2Gas- Prinzip sicherlich effektiver wäre, aber der Punkt ist ja, das CO2 abzubauen. Evtl. gibt es Möglichkeiten, einen Teil der benötigten Prozessenergie bei der Großindustrie zu "schnorren" (über Abwärme etc.), macht ja Sinn, die Nähe großer CO2-Emittenten zu suchen. Energiewende heißt ja auch, möglichst sinnvolle Synergien zu finden.



Problem ist hierbei, das Diesel/Benzin einen viel höheren Energiegehalt pro Volumeneinheit hat. Eine Kompression schmälert den schlechten Wirkungsgrad noch weiter. Abgesehen davon ist Diesel einfacher zu handhaben als Wasserstoff.

Hmm, demgegenüber steht ein deutlich höherer Wirkungsgrad der Kombination "Brennstoffzelle - e-Antrieb" gegenüber klassischen Verbrennungsmotoren. Und die Frage, wann der Punkt der ökologischen Vorteile die der physikalischen Nachteile überwiegt. Der Faden des Damoklesschwert "Fahrverbote" ist ja deutlich dünner geworden.

Und das ist ja auch der Nachteil des Recycling-Diesels" - auch seine Verbrennungsrückstände gelangen erstmal in die Atmosphäre.
 
Hmm, demgegenüber steht ein deutlich höherer Wirkungsgrad der Kombination "Brennstoffzelle - e-Antrieb" gegenüber klassischen Verbrennungsmotoren. Und die Frage, wann der Punkt der ökologischen Vorteile die der physikalischen Nachteile überwiegt. Der Faden des Damoklesschwert "Fahrverbote" ist ja deutlich dünner geworden.

Und das ist ja auch der Nachteil des Recycling-Diesels" - auch seine Verbrennungsrückstände gelangen erstmal in die Atmosphäre.
Es gibt bisher keine brauchbaren Alternativen zum Diesel.
Beim Diesel haben wir gut 12 kWh/kg und das erreicht bisher kein Akku. Ein experimenteller Zinn-Schwefel-Lithium-Akku erreicht immerhin 1,1 kWh/kg und das sind Traumwerte im Vergleich zu den normalen Akkus. Wenn ich also 50kg Diesel Tanke brauche ich sonst knapp 350kg experimentelles Akku oder etwa 1500kg konventionelles Li-Akku um die selbe Energie zu haben, bei ca 81% Wirkungsgrad (90% Motor/90% Akku). Wenn man so viel Masse mit bewegen muss frisst das den guten Wirkungsgrad des Elektroantriebs wieder auf.
Die Brennstoffzelle mit E-Motor bringt vllt 50% höheren Wirkungsgrad, also statt 6l Diesel gut 4l Dieseleqivalent. Man sollte sie aber dann eher mit Methanol oder Ethanol betreiben statt mit Wasserstoff direkt, kann man dann an der Tankstelle tanken. Mal sehen was da noch so kommt.
Übrigens: Man kann theoretisch statt Recycling-Diesel auch Ethanol produzieren.
 
Wenn man so viel Masse mit bewegen muss frisst das den guten Wirkungsgrad des Elektroantriebs wieder auf.

Und deswegen kann man beim Tesla Model S locker 2,5 Tonnen mit umgerechnet ca. 2 Litern Diesel über 100 Km bewegen? Deine Annahme stimmt aus mehren Gründen nicht:

1. die meiste Energie verliert man (zumindest bei höheren Geschwindigkeiten) eher durch den Luftwiderstand als durch die Rollreibung und beim Luftwiderstand spielt die Masse nun mal keine Rolle
2. die meiste Energie die man beim bremsen durch die hohe Masse verlieren würde geht durch Rekuperation wieder zurück in den Akku
 
Zuletzt bearbeitet:
1. die meiste Energie verliert man (zumindest bei höheren Geschwindigkeiten) eher durch den Luftwiderstand als durch die Rollreibung und beim Luftwiderstand spielt die Masse nun mal keine Rolle
Stimmt schon, ich geh halt davon dass der Luftwiderstand bei Beiden ähnlich optimiert ist und dann bleibt als Unterschied die Masse.

2. die meiste Energie die man beim bremsen durch die hohe Masse verlieren würde geht durch Rekuperation wieder zurück in den Akku
Das kann ein Diesel nicht, aber was macht das aus? Wie viel Energie wird da wieder recycled?
Bleibt der Unterschied vom Dieselmotor mit 35% Wirkungsgrad und dem Stromer mit etwa 81%.

Das nächste Problem ist die Erzeugung von so viel Strom, den man auch mit hohen Verlusten produzieren muss. Strom ist eine sehr hochwertige Energieform.
Dann noch die Netze, die ausgebaut werden müssten.
Da wäre mir die Lösung Ethanol/Brennstoffzelle doch sympatischer.

Die Notwendigkeit für Stromer ist da. Wenn in einer 10 Mio. Stadt jeder Auto fahren will würden die Leute dort ersticken.
Wenn man die Autos nach Russland oder China verkaufen will sind Akkus sicher besser weil die dann nur ein paar AKWs mehr aufstellen brauchen und fertig.
 
Das nächste Problem ist die Erzeugung von so viel Strom, den man auch mit hohen Verlusten produzieren muss. Strom ist eine sehr hochwertige Energieform.
Dann noch die Netze, die ausgebaut werden müssten.
Ich höre immer "Netze ausbauen". Netze ausbauen muss man nur, wenn man weiterhin auf Oligopole setzt, die in Monsterkraftwerken zentral Strom erzeugen, etwa mit Atomstrom oder Kohle.

Wie wäre es denn einfach damit, den Strom dort zu erzeugen, wo er benötigt wird? Das Einfamilienhaus bekommt ein Solardach, ein Mini-Vertikalwindrad auf den First und ein kleines Blockheizkraftwerk in den Keller. Dazu einen vernünftigen Speicher.

Im Sommer kommt der Strom aus Sonnenenergie, rund um die die Uhr durch Wind, in der kalten, dunklen Jahreszeit aus dem BHKW. Und das schön mit einem ausreichenden Speicher. Dann ist der Bezug aus grossen Kraftwerken niedriger als bisher, die Last kann verteilt werden und niemand braucht neue Trassen.

Natürlich kostet das übrigens auch Geld, nicht wenig sogar. Und nicht jeder wird sich das sofort leisten können. Aber Menschen, die 70.000 Euro oder mehr für einen Tesla haben, 40.000 Euro für einen Strom-BMW bezahlen oder 120 Euro Monatsmiete an Renault abdrücken können für einen Akku, die können sich auch diese Kombination im Keller leisten.
 
... die 70.000 Euro oder mehr für einen Tesla haben, 40.000 Euro für einen Strom-BMW bezahlen oder 120 Euro Monatsmiete an Renault abdrücken können für einen Akku, die können sich auch diese Kombination im Keller leisten.

Mit denen kann aber nicht so "ökobewusst auf der Straße" protzen. Sauber ist das schon, aber wenn es keiner sieht und niemand darauf neidisch ist...
 
Stimmt schon, ich geh halt davon dass der Luftwiderstand bei Beiden ähnlich optimiert ist und dann bleibt als Unterschied die Masse.
stimmt nicht ganz, da ein Verbrennungsmotor nun mal einen Luftdurchsatz braucht wird sein Auto bei identischer Karosserieform auch immer mehr Luftwiderstand haben

Das kann ein Diesel nicht, aber was macht das aus? Wie viel Energie wird da wieder recycled?
Bleibt der Unterschied vom Dieselmotor mit 35% Wirkungsgrad und dem Stromer mit etwa 81%.
Also laut meines Kenntnisstandes sind es eher 90 % beim Elektromotor und die 35 % hat der Dieselmotor auch nur im Bilderbuch, bei den zu hohen PS Zahlen und ungünstiger Teillastbereiche sind es real eher 14- 16 % :-?

Das nächste Problem ist die Erzeugung von so viel Strom, den man auch mit hohen Verlusten produzieren muss. Strom ist eine sehr hochwertige Energieform.
Wir produzieren Nachts und mit regenerativen Energien eine Unmenge Strom der nicht genutzt wird und die Aufgabe sollte es sein genau diesen Teil möglichst in die Akkus der Elektroautos zu laden - heißt wir brauchen viele Elektroautos die am intelligenten Netz hängen und auf überschüssigen Strom warten...Nachts geht das problemlos und z.B. beim Tagespeak der Solarzellen eigentlich auch, da die meisten Menschen die sich Elektroautos leisten können da gerade arbeiten

Natürlich kostet das übrigens auch Geld, nicht wenig sogar. Und nicht jeder wird sich das sofort leisten können. Aber Menschen, die 70.000 Euro oder mehr für einen Tesla haben, 40.000 Euro für einen Strom-BMW bezahlen oder 120 Euro Monatsmiete an Renault abdrücken können für einen Akku, die können sich auch diese Kombination im Keller leisten.
Wenn man Status, Über-Beschleunigungswerte und viel Reichweite will kauft man ein Tesla Model S oder X, wenn man nur ein normales Budget ausgeben möchte um vernünftig von A nach B zu kommen würde ich persönlich einen Hyundai IONIQ der Renault Zoe bevorzugen, passt aber eben beides in ein normales Budget

Oder man wartet auf das Tesla Model 3, das die heutigen und früheren Model S und X Käufer freundlicherweise finanziell ermöglichen :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man Status, Über-Beschleunigungswerte und viel Reichweite will kauft man ein Tesla Model S oder X, wenn man nur ein normales Budget ausgeben möchte um vernünftig von A nach B zu kommen würde ich persönlich einen Hyundai IONIQ der Renault Zoe bevorzugen, passt aber eben beides in ein normales Budget
Gibt ja mittlerweile zum Glück einige Fahrzeuge, die auch Reichweiter bieten. Aber auch die liegen bei über 30.000 Euro Einstiegspreis (inkl. Batterie)

Und dann sollten nochmal 30.000 Euro drin sein als Investition, um für die nächsten 20 Jahre den Strom zu produzieren....
 
Gibt ja mittlerweile zum Glück einige Fahrzeuge, die auch Reichweiter bieten. Aber auch die liegen bei über 30.000 Euro Einstiegspreis (inkl. Batterie)

Und dann sollten nochmal 30.000 Euro drin sein als Investition, um für die nächsten 20 Jahre den Strom zu produzieren....

Mein Hyundai IONIQ den ich mir mal so preiswert wie möglich "zusammen gestellt" habe lag bei ziemlich genau 25.000 Euro , dafür das man mit dem 0 "Spritkosten" erreichen kann und auch sonst die Folgekosten sehr gering sind ein fast schon sensationeller Preis - auch wenn er nur einen 28 kwh Akku hat was aber für mich mehr als ausreichen würde..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm, der Hyundai Ioniq Elektro fängt laut https://konfigurator.hyundai.de/configure/ioniq-elektro/23/V1/56/trims bei 33.300 Euro an. Darunter gibt es nur die Benziner und Hybrid Variante.

Hm 25 K bekomme ich auf die Schnelle auch nicht mehr hin, weiß gerade nicht wo der Unterschied liegt aber hier bin ich jetzt bei 28.780 Euro und mit der staatlichen Umweltprämie sind es dann 26.780 Euro
https://www.meinauto.de/preisvergleich?kid=15027970967287
 
Ist mir völlig unlogisch, meinauto zeigt für den Trend einen Listenpreis von 29.900 Euro an (UVP), Hyundai selber 33.300 Euro. Aber egal... ich finde den Wagen super, ich arbeite noch an der Zustimmung meines Arbeitgebers, damit ich den dort aufladen darf :)
 
Ist mir völlig unlogisch, meinauto zeigt für den Trend einen Listenpreis von 29.900 Euro an (UVP), Hyundai selber 33.300 Euro. Aber egal... ich finde den Wagen super, ich arbeite noch an der Zustimmung meines Arbeitgebers, damit ich den dort aufladen darf :)

Bei mir stand dort ein Listenpreis von 33,3 K auf den gab es dann über 5 K Rabatt (inkls Herstellerprämie ) und dazu kamen dann grob 600 Euro Überführungsgebühren = 28.780

Mit 2000 Euro Umweltprämie hatte ich auch wirklich mal die 25 vor dem Tausenderpunkt stehen ich weiß nur nicht mehr ob der Rabatt noch höher war oder was genau da anders war
 
Also laut meines Kenntnisstandes sind es eher 90 % beim Elektromotor und die 35 % hat der Dieselmotor auch nur im Bilderbuch, bei den zu hohen PS Zahlen und ungünstiger Teillastbereiche sind es real eher 14- 16 % :-?
Der Akku frisst auch noch was weg.

auch wenn er nur einen 28 kwh Akku hat was aber für mich mehr als ausreichen würde..
Bei den Akkus kommt bald was Neues - hat noch ein paar Kinderkrankheiten: https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Schwefel-Akkumulator
400Wh/kg sind schon erreicht worden, aber wie der Wirkungsgrad von dem Akku ist weiß ich jetzt nicht. Das wären dann nur 70kg für den kleinen Akku. ;)

Ich kann damit aber keinen 2t Hänger ziehen, oder?
 
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...

Ich kann damit aber keinen 2t Hänger ziehen, oder?

Natürlich, aber halt nicht so schnell und nicht so weit :)

War mal wieder in Norddeutschland. Man da stehen viele viele "Spargel" rum. Irgendwie schon klar, dass der Strom von dort in die größeren Zentren transportiert werden muss und dass dazu auch neue Leitungen nötig sind.
 
Wie wäre es denn einfach damit, den Strom dort zu erzeugen, wo er benötigt wird? Das Einfamilienhaus bekommt ein Solardach, ein Mini-Vertikalwindrad auf den First und ein kleines Blockheizkraftwerk in den Keller. Dazu einen vernünftigen Speicher.

Im Sommer kommt der Strom aus Sonnenenergie, rund um die die Uhr durch Wind, in der kalten, dunklen Jahreszeit aus dem BHKW. Und das schön mit einem ausreichenden Speicher. Dann ist der Bezug aus grossen Kraftwerken niedriger als bisher, die Last kann verteilt werden und niemand braucht neue Trassen.
Ein klarer Fall von Realitätsverlust.