Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Es ist ein Unterschied, ob ich etwas Kohlenstaub einatme, oder ein Partikel, was dann in der Lunge oder sonstwo zerfällt und mich von innen heraus bestrahlt. Das eine stört nur durch seine Anwesenheit, das andere zusätzlich durch Strahlung biem Zerfall. Da solche Partikelchen aber meist mehrere radioaktive Kerne enthält bleibt es nicht einzelnen Zerfällen, sondern dort, wo sich das radioaktive Partikelchen Festsetzt, kommt es immer wieder an genau der gleichen Stelle zu Strahlenbelastung. Wenn man weiß, daß die Strahlungsintensität bei halbem Abstand sich vervierfacht, dann kannst du Dir vorstellen was so ein eingeatmetes radioaktives Partikelchen bedeutet. Der Abstand zum Körper ist nahe Null!

Ähm ich hab nicht vomKohlestaub geschrieben sondern eben von diesen radionukleiden die Kohlekraftwerke in deutlich höherem Maße an die Umwelt abgeben.
 
Diesen Studien fehlt es einfach an Datenbasis. Und zwar sowohl der Kikk-Studie als auch der Studie der Schweizer. Wer bei im Schnitt 6,8 Fällen im ganzen Land aund 8 in der Nähe eines Kraftwerks erkennt, dass es eine typische Gefahr in der Nähe eines Kraftwerks gäbe, der kann das ja nur vermuten, aber nicht beweisen.

Die Kikk-Studie hat ja schon ähnliches gesagt. Es gibt höhere Zahlen in der Nähe von Kraftwerken, die könnten aber auch Zufall sein.

Jetzt wissen wir schon: in Deutschland und in der Schweiz kommt es anscheinen zu höheren Erkrankungsraten in der Nähe von Kraftwerken als weiter weg. Wenn man das jetzt für jedes Land feststellt, dann haben wir doch einen Beweis.

Ich sehe die Gefahr eines Atomkraftwerks nicht in seinem Normalbetrieb, sondern dann, wenn einer der zahlreichen Fälle eines Fehlers auftritt.

Marty
 
Ich sehe die Gefahr eines Atomkraftwerks nicht in seinem Normalbetrieb, sondern dann, wenn einer der zahlreichen Fälle eines Fehlers auftritt.
Wobei Kohlekraftwerke eine ständige Gefahr darstellen. Sollten die Medien mal rumerzählen, mal sehen wie lange wir dann noch eine relativ sichere STromversorgung in Deutschland haben.
 
Wobei Kohlekraftwerke eine ständige Gefahr darstellen. Sollten die Medien mal rumerzählen, mal sehen wie lange wir dann noch eine relativ sichere STromversorgung in Deutschland haben.

Ein Kohlekraftwerk birgt aber nicht bei einer Fehlfunktion das Risiko, ganze Landesteile für Jahrhunderte unbewohnbar zu machen.

Marty
 
Die Vorteile des Atomausstiegs fangen bereits an zu wirken:

- Eon plant bis zu 10 000 Arbeitsplätze abzubauen (für die Arbeiter dürfte das bei dem Fachkräftemangel in Deutschland aber nicht schlimm sein.... ^^)

-Die Abhängigkeit von Gazprom wird größer...

-Dreistellige Milliardenbeträge sind noch aufzubringen

-Industriekonzenere wie Bayer drohen mit Abwanderung (Noch mehr gute Nachrichten für den deutschen Arbeitsmarkt, der nach Fachkräften geradezu dürstet).

-Kohlekraftwerke werden jetzt plötzlich gefördert (aus "grünen Töpfen")

-Der fehlende Atomstrom wird hauptsächlich durch ausländischen Atomstrom substituiert. Energiekonzerne planen einfach AKWs an den Grenzen zu Deutschland zu bauen und den Strom zu exportieren.

-Und weitere viele positive Aspekte... (wie beispielsweise ultrasinnvolle Solarförderung für die gehobene Mittelschicht)
 
Du meinst also, die deutsche Energiepolitik soll sich nach Großkonzernen wie Monopolisten Eon oder dem Pharmaunternehmen Bayer richten?

Du meinst also, die deutsche Politik ist nicht dazu da, eine Infrastruktur für einen guten Standort zu unterstützen, so dass ein gewisser Lebensstandard für alle gehalten werden kann?
 
Du meinst also, die deutsche Energiepolitik soll sich nach Großkonzernen wie Monopolisten Eon oder dem Pharmaunternehmen Bayer richten?

Schlecht wäre es nicht, wenn auch einige gutbezahlte Industriearbeitsplätze im Land bleiben würden... Ich erachte das sinnvoller als die Subventionierung von Landwirten durch irrsinnige hohe Solarförderungen... So als Art "weicher Standortfaktor"...
 
@phip, also ich würde nich unbedingt sagen das alles mit dem Ausstieg zusammenhängt. Arbeiter von den AKW's brauch man dann dort nicht mehr, aber ich denke das meiste ist auf Einsparungen zurückzuführen. Strompreise, gut wären so oder so gestiegen weil wir zu abhängig davon sind und die das gnadenlos ausnutzen (siehe Benzinpreis).

Bei dem Rest kann ich dir nur zustimmen.

Du meinst also, die deutsche Energiepolitik soll sich nach Großkonzernen wie Monopolisten Eon oder dem Pharmaunternehmen Bayer richten?
Ja soll sie bzw sollte sie um Firmen hier halten zu können und neue herzuholen. Diese Großkonzerne (also ich mein alle) beschäftigen sehr sehr viele Menschen,deswegen wäre es besser wenn sie hierbleiben würden.
 
Du meinst also, die deutsche Politik ist nicht dazu da, eine Infrastruktur für einen guten Standort zu unterstützen, so dass ein gewisser Lebensstandard für alle gehalten werden kann?
Nein. Die Frage war konkret an phip gerichtet, der sich (neuerdings) über die Behandlung des kleinen Mannes, die da oben und Lobbyismus beklagt. Wie wohl phip reagiert, wenn die Regierung wieder verstärkt die Wirtschaft bei den Energiekosten subventioniert?
 
Wie wohl phip reagiert, wenn die Regierung wieder verstärkt die Wirtschaft bei den Energiekosten subventioniert?

Und woher kommt das Geld? Natürlich muss das auch vom Steuerzahler beglichen werden wie auch die zu hohen Strompreise... Sie wären aber nicht nötig, wenn der Strompreis nur etwa ein Drittel betragen würde (nur Atomkraft und Kohle! Fürs Klima (glaub ich auch nicht die Story) ist es eh Latte was Deutschland macht!)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie wären aber nicht nötig, wenn der Strompreis nur etwa ein Drittel betragen würde (nur Atomkraft und Kohle! ...)

Würden die Konzerne nur Atomstrom anbieten müsste nach ihren Aussagen der Preis unschlagbar günstig sein. ;)
Daher erneut die Frage, warum Du nicht bei Deinem Versorger einen "Nur-AKW-Strom"-Tarif forderst?

btw ... Mit dem Beschluss der Netzagentur, kein AKW als "Kaltreserve" betreiben zu wollen, ist mein "strahlender Nachbar" Biblis A & B endgültig vom Netz. Hoch die Tassen! :D
 
Daher erneut die Frage, warum Du nicht bei Deinem Versorger einen "Nur-AKW-Strom"-Tarif forderst?

Weil trotzdem alle Ökopauschalen bezahlt werden müssten... Außerdem macht die Vorrangeinspeisung von "erneuerbaren Energien" Atomkraft und Kohlekraft künstlich teurer.

btw ... Mit dem Beschluss der Netzagentur, kein AKW als "Kaltreserve" betreiben zu wollen, ist mein "strahlender Nachbar" Biblis A & B endgültig vom Netz. Hoch die Tassen! :D
Ein altes, umweltschädigendes Kohlekraftwerk wird dafür verwendet... Jippi...
 
@LennStar, naja ka ob es so ist, aber ich kann mir das so vorstellen. Solar und Windstrom hat vorrang, somit wird weniger Strom aus den AKW benötigt -> weniger Einnahmen für die Betreiber -> Strom wird teurer weil die Kraftwerke trotz allem weiterlaufen müssen.

@komerzhasi , ja jippi, wird halt noch mehr Zeug aus Kohlekraftwerken geblasen.
 
Weil trotzdem alle Ökopauschalen bezahlt werden müssten... Außerdem macht die Vorrangeinspeisung von "erneuerbaren Energien" Atomkraft und Kohlekraft künstlich teurer.

Du sprichst von einem Drittel des aktuellen Strompreises wenn nur aus Atomstrom bestehender Strom verfügbar wäre. Die EEG-Umlage verteuert den Strom allerdings nicht im 2-stelligen Prozentbereich. Ergo verstehe ich immer noch nicht, weshalb Du Dich nicht für einen reinen "Atomstrom-Tarif" bei Deinem Versorger stark machst.

Ein altes, umweltschädigendes Kohlekraftwerk wird dafür verwendet... Jippi...

... ob es jemals zum Einsatz kommt bleibt fraglich (daher ja auch "Reserve") ;) Angesichts dieser Meldung wird die "Reserve" eine "stille Reserve" bleiben.
 
wobei ich das : zu 5,6 Prozent aus Biomasse, als bedenklich halte und das : und zu 0,8 Prozent aus Müllkraftwerken (sonstige Quellen hab ich mal weggelassen) nicht für Ökologisch halte. :D
 
Warst Du es nicht, der irgendwo in diesem Thread die Kraft-Wärme-Kopplung erwähnte? :roll:

Aus welchen Gründen ist Müll für Dich kein regenerativer Energieträger?

ka ^^ . Ich halte Müll deswegen nicht für Ökologisch, weil man den auf 0 reduzieren sollte. Ich weiß ist utopisch, aber ich finde dass man alles irgendwie komplett recyclen sollte (ich weiß das wie macht's schwierig).
 
finde dass man alles irgendwie komplett recyclen sollte (ich weiß das wie macht's schwierig).

Juhu, noch mehr sinnlose Tonnen und Wertstoffhöfer... ^^

Meine Meinung: Receycling ist Schwachsinn... Da ist Müllverbrennung in der Tat sinnvoller als Joghurt-Becher über mehrere Kilometer zum Werstoffhof zu kutschieren.