Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Weshalb? Wer so wie Du argumentiert und seine "Erfahrungen" auf Zeitungsartikel stützt, sollte vor der Realität nicht kneifen.

Naja aus Neugierde. Welche Erkenntnis bringt mir denn der Besuch einer Ruine, außer der Tatsache, dass sich mein Vermögen um die Ausflugskosten verringert? Wenn du mir natürlich die Reise zahlst, mir zudem die aufzuwenden Zeit zahlst und dich um die Planung kümmerst bin ich gerne Bereit dahin zu fahren. Gibt sogar Reiseunternehmen laut Artikel, die das anbieten sich das dort anzusehen. Sollte also für dich machbar sein, dass ganze zu organisieren... Und wie argumentiere ich denn? Da bin ich doch auch mal neugierig?
 
Wenn du mir natürlich die Reise zahlst, mir zudem die aufzuwenden Zeit zahlst und dich um die Planung kümmerst bin ich gerne Bereit dahin zu fahren.

Hab ich irgendwo "Samariter" in meinem Profil stehen?

In diesem Falle solltest Du einfach warten, bis Du persönlich einen GAU in Deiner, hoffentlich unmittelbaren, Nähe selbst erlebst.

Und wie argumentiere ich denn?

Das Posten eines Links zu einem Zeitungsartikel in einer Diskussion ist auch eine Argumentation.
 
Das Posten eines Links zu einem Zeitungsartikel in einer Diskussion ist auch eine Argumentation.

Ja und was möchtest du damit nun hiermit aussagen? Ist es falsch oder richtig einen Link zu posten?! Oder geht es dir um den Inhalt des Links? Darf man nur eine Seite lesen innerhalb eines Themas? Also ich fand die Links von Marty auch durchaus interessant und lesenswert. Aber wenn ich nun nicht mehr 2 Meinungen lesen darf um mit ein Bild zu machen, sondern mich auf eine festlegen muss, dann danke ich dir für diese Aufklärung...
 
Aber so ist das eben: Manchmal ändert man ja mit den Jahren der Verklärung auch die Meinung.

Der Spiegel schreibt keine Artikel. Journalisten, Autoren tun das, und die sind nicht konstant. Und so manchem davon - aus Spiegel, Stern, FAZ, Greenpeace-Magazin und allen anderen Zeitschriften - sollte man mal heftig in den Arsch treten.
 
Redest du vom ehemaligen Nachrichtenmagazin?
Was erwartest du da? Seit gut 10 Jahren ist der Spiegel so eine Art BILD für Akademiker geworden.
Ganz so schlimm sehe ich das nicht, das Niveau hat aber deutlich nachgelassen. Trotzdem muss man doch fragen, was sich verändert hat, wenn der Spiegel heute andere, gegensätzliche Artikel bringt.

Hat sich die Datenlage verändert? Kaum, weil die Russen wirkliche Studien ja gar nicht zulassen bzw. nicht veröffentlichen. Das, was sie veröffentlichen, sind geschönte Zahlen, die man durch extrem krude Annahmen ermittelt. Wer also nicht sofort als Liquidator tot umgefallen ist, gilt nicht als Opfer z.B.

Der Spiegel schreibt keine Artikel. Journalisten, Autoren tun das, und die sind nicht konstant.
Aber die Magazine geben ja nun die Richtung der Artikel vor, die man veröffentlicht. Die Unabhängigkeit ist da nur finanziell gemeint, Meinungen und Artikel haben den politischen Tendenzen des Verlags zu entsprechen.

Marty
 
Hat sich die Datenlage verändert? Kaum, weil die Russen wirkliche Studien ja gar nicht zulassen bzw. nicht veröffentlichen. Das, was sie veröffentlichen, sind geschönte Zahlen, die man durch extrem krude Annahmen ermittelt. Wer also nicht sofort als Liquidator tot umgefallen ist, gilt nicht als Opfer z.B.

Naja was heißt kaum. Klar ändert sich die Datenlange speziell bei strahlenbedingten Aussagen ständig. Nach einer Katastrophe sind ja vieles erstmal "nur" Prognosen. Im weiteren Verlauf kann man dann Erhebungen machen, die feststellen, welche Prognosen in wieweit eingetroffen sind. Merkwürdig sind die unterschiedlichen Artikel dennoch, weil sie sich teils wirklich schon bei den Folgen direkt nach radioaktiven Ereignissen widersprechen. Aber beide Artikel richten schon auch ihren Augenmerk auf Spätfolgen.
 
Naja was heißt kaum. Klar ändert sich die Datenlange speziell bei strahlenbedingten Aussagen ständig.
Natürlich. Aber die Zahlen, die die Russen rausgeben, sind damals wie heute sicher nicht richtig. Ich möchte mich bei der Einschätzung einer Gefährdung nicht auf Zahlen der Russen zu ihrem eigenen Gau verlassen.

Marty
 
Natürlich. Aber die Zahlen, die die Russen rausgeben, sind damals wie heute sicher nicht richtig. Ich möchte mich bei der Einschätzung einer Gefährdung nicht auf Zahlen der Russen zu ihrem eigenen Gau verlassen.

Aber auf die Zahlen von Greenpeace? Die sicherlich auch eigene Interessen haben. Denn durch erhöhte Aufmerksamkeit und Mitgliederzahlen finanzieren die sich sicherlich auch.

Das Problem ist nun mal, dass alle, die untersuchen interessen haben. Das Millitär ist stark interessiert an den Auswirkungen, die Ökoaktivisten, die Regierungen,etc und alle wünschen sich sicherlich genaue Ergebnisse, haben aber unterschiedliche Interessen darin, welche Erkenntnisse sie wie nach Außen transportieren wollen.

Aber in Summe traue ich da immer noch am ehesten staatlichen Einrichtungen (Oder Staatsnahen) mehr als anderen. Daher ist mein Vertrauen in die WHO zum Beispiel größer als in Greenpeace.
 
Aber im Allgemeinen haben NGOs bei Übertreibungen mehr zu verlieren als Regierungen bei Untertreibungen.

Siehe den Fall "Brent Spar" - die negative Publicity für Greenpeace nach Bekanntwerden der übertriebenen Restmengen war nicht zu verachten.
 
Aber im Allgemeinen haben NGOs bei Übertreibungen mehr zu verlieren als Regierungen bei Untertreibungen.

Siehe den Fall "Brent Spar" - die negative Publicity für Greenpeace nach Bekanntwerden der übertriebenen Restmengen war nicht zu verachten.

Was haben die denn zu verlieren? Greenpeace hat erreicht, dass die Brent Spar an Land entsorgt werden musste, dass Shell 50% einbußen hatte, dass 1998 ein generelles Versenkungsverbot beschlossen wurde trotz 1995 festgestellt wurde, dass der Umweltschaden einer Versenkung von Brent Spar minimal gewesen wäre. Also ich bin ja sehr für die Umwelt und finde auch, dass minimale Umweltschäden nicht aus monetären Gründen hingenommen werden sollten, aber ich denke die Übertreibug hat Greenpeace nicht wirklich geschadet und zu Erfolgen geführt. Interessant ist ja auch der Grad der Übertreibung. 75 - 100 Tonnen Öl waren als Rückstand hinterher festgestellt (vorher auch von Shell angegeben) und Greenpeace vermutete 5500 tonnen. Und negative Publicity? Also ich denke es ist noch stärker in den Köpfen, wie böse Shell damals war, als dass man wirklich Greenpeace damit in Verbindung bringt, dass diese geschummelt haben.

Ich glaube eh, dass dieses Misstrauen in den Staat nur in Deutschland so schlimm ist. Klar baut die Regierung auch viel Mist, aber ich denke schon, dass sie im Großen und Ganzen versuchen das Beste für das Volk zu machen. Nicht immer mit erfolg, aber selbst der SPD unterstelle ich keine bösen Absichten, sondern nur Unfähigkeit. Wobei das natürlich ein SPD'ler anders sieht :)
 
Aber auf die Zahlen von Greenpeace? Die sicherlich auch eigene Interessen haben.
Nein, Du solltest nicht implizieren, dass ich, wenn ich den Russen nicht glaube, automatisch allen anderen glaube. Ich glaube auch Greenpeace nicht. Deren Job sind genauso Übertreibungen.

Ich glaube aber sehr wohl den Augenzeugen, die der Spiegel ja nun selber zitiert hat, die Arte in Dokus zu Wort kommen liess etc. Ich rechne das auch nicht auf 100.000 hoch, weil ich das für unseriös halte.

Das Problem ist nun mal, dass alle, die untersuchen interessen haben. Das Millitär ist stark interessiert an den Auswirkungen, die Ökoaktivisten, die Regierungen,etc und alle wünschen sich sicherlich genaue Ergebnisse, haben aber unterschiedliche Interessen darin, welche Erkenntnisse sie wie nach Außen transportieren wollen.
Und wenn ich nur den Mittelwert von all diesen Werten nehme, dann ist mir das Graus genug.

Marty
 
Ich glaube eh, dass dieses Misstrauen in den Staat nur in Deutschland so schlimm ist.

Überleg mal warum. Das letzte mal als Blind vertraut wurde...
Lassen wir das.

In anderen Ländern dürfte es allerdings auch ähnlich aussehen, nur dürfen die dort nicht die Meinung so äußern wie wir. Ich bin froh hier zu leben und meine Meinung äußern zu dürfen, vor allem in solchen Fragen. Und wenn ich der Meinung bin, ggü. irgendwas skeptisch zu sein (oder zu Misstrauen), dann beschränkt sich das bei mir nicht auf die Partei.

Ich finds einfach etwas, sagen wir ungerecht, wenn über die Köpfe der Menschen entschieden wird, was gut oder schlecht für sie ist. Manchmal ist es sinnvoll, manchmal sollte die Politiker aber auch mal an das Volk denken und nicht nur an die eigenen Interessen (zur Machterhaltung, bzw. zum erreichen)

Und mal im Ernst: Wie oft wurde uns schon irgendwas erzählt, was dann hinten und vorne nicht gepasst hat? Nur isses eben so, das entweder nicht genau darüber geredet wird oder es wird einfach zu schnell wieder vergessen. Das beschränkt sich nicht nur auf Atomkraft, die ist nur ausnahmsweise mal etwas länger in den Köpfen dringeblieben, bzw. wird öfters wieder wachgerüttelt.

Aber neben der Atomkraft gibt es noch so viele Dinge, bei denen die Politiker uns das eine erzählen, aber das andere machen. Genauso wie es andere Gruppierungen gibt, die oft nur ihre eigenen Interessen vertreten. Und was ich noch viel schlimmer finde: All diese Gruppierungen versorgen uns immer nur mit den Informationen, die sie für richtig erachten. Und die richtigen Informationen alle zu bekommen, ist ne Heidenarbeit, die sich nur wenige machen.

Vernünftige Disskussionen sieht man da (meiner Meinung nach) nur selten.
So wie im Moment auch, die eine Seite sagt: Alles halb so wild. Die andere Seite: Sofort abschalten! (ok, eigentlich schreien die ja im moment alle abschalten, aber ich denk ihr wisst wie es gemeint ist)

Kaum einer versucht nen vernünftigen Dialog zu finden, damit wir einen Atomausstieg (nicht nur da, gibt ja noch andere Baustellen) in näherer Zukunft schaffen. Da wird nur hochgeschaukelt. Und wir sind dann die Leidtragenden (wie immer)

Aber Hauptsache unsere Politiker konnten mal wieder mit dem Kopf durch die Wand.
 
Ja und der beste beweiß dafür, dass die Politik nur an sich denkt und nicht an das Volk ist das Standings Deutschlands in der Welt. Wir haben die miserabelste Wirtschaft, die niedrigsten Löhne, die schlechtestens Lebensverhältnisse, das schwächste Sozialsystem, usw...

Klar könnte vieles besser laufen und klar werden viele Fehler gemacht. Aber einen Staat zu regieren ist auch nicht gerade leicht.

Ich vertraue mit Sicherheit nicht blind, denke das glauben die wenigsten hier von mir, dass ich jede Meinung oder Aussage so hinnehme. Aber man sollte bei allem kritischen Denken nicht in die Paranoidität verfallen.

Wo wir auch wieder bei der Atomkraft wären. Auch bei dieser sollte man besonnen und sachlich nachdenken und nicht durch Paranoidität und Emotionalität entscheiden. Klar spielen bei den Entscheidungen der Regierungen auch wirtschaftliche Interessen im Fokus. Aber eben diese sich auch wichtig, so dass diese nicht ausgeblendet werden können, wenn man im Interesse des Volks handeln möchte.
 
Klar spielen bei den Entscheidungen der Regierungen auch wirtschaftliche Interessen im Fokus. Aber eben diese sich auch wichtig, so dass diese nicht ausgeblendet werden können, wenn man im Interesse des Volks handeln möchte.

Dann sollten die Wünsche des Volkes nach Sicherheit auch beachtet werden. Die Politik muss dafür den Rahmen vorgeben. Das könnte sie auch bei der Atomkraft.

Sie muss die Kraftwerksbetreiber einfach verpflichten, für den Fall eines GAUs eine Versicherung abzuschliessen, die alle Folgeschäden garantiert abdeckt. Die Versicherungen werden dann schon entsprechende Vorgaben machen, welche Vorkehrungen sie verlangen, um überhaupt zu versichern. So hätte man das Problem schnell aus der Welt.

Fakt ist doch, dass keine Versicherung in Deutschland diese Folgen versichern würde, weil das Risiko zu hoch ist. Wenn aber doch das Risiko so minimal ist, wie von den Beführwortern immer dargelegt, was machen die Versicherungen dann falsch?

Marty
 
Sicher, dass bei neueren Atomkraftwerken keine Versicherungen bestehen? Wobei ich sicherlich auch keine Versicherung zahlen wollen würde als Regierung, wenn ich mir sicher wäre, dass nichts passieren kann. Wäre ja raus geworfenes Geld :) Ich versichere mich ja auch nicht gegen Verletzungen durch Blitzschaden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden, ist zu gering, als das sich 1 cent Aufwand dafür lohnen würden.

Und klar muss der Wunsch nach Sicherheit auch Beachtung finden. Ich sage nur, dass eine Regierung in der Regel alles abwegen muss. Sicherheitsbedenken, Wirtschaftsbedenken, außenpolitische Bedenken, usw. Und ich bestreite ja auch nicht Fehlentscheidungen, ich mag halt nur nicht diese rumgemotze, dass sie sich falsch entscheiden, weil sie dem Volk schaden wollen.
 
Ich finds einfach etwas, sagen wir ungerecht, wenn über die Köpfe der Menschen entschieden wird, was gut oder schlecht für sie ist.
Wer soll es denn sonst machen? Der "Mensch" weiß doch auch nicht, was für die "Menschen" gut ist. Er vertritt doch auch nur seine eigenen Interessen.

Und mal im Ernst: Wie oft wurde uns schon irgendwas erzählt, was dann hinten und vorne nicht gepasst hat?
Zum Beispiel, dass ein rascher Atomausstieg möglich ist?
Nur isses eben so, das entweder nicht genau darüber geredet wird oder es wird einfach zu schnell wieder vergessen. Das beschränkt sich nicht nur auf Atomkraft, die ist nur ausnahmsweise mal etwas länger in den Köpfen dringeblieben, bzw. wird öfters wieder wachgerüttelt.
Ist wohl ehern ein mediales Problem - sowohl bei Sender als auch Empfänger.

Aber neben der Atomkraft gibt es noch so viele Dinge, bei denen die Politiker uns das eine erzählen, aber das andere machen.
Wie zum Beispiel die "Menschen", die im oktober vergangenen Jahres mehrheitlich gegen Atomstrom bzw. den Ausstieg waren, eine kleine Minderheit aber nur Ökostrom bezog.
Und was ich noch viel schlimmer finde: All diese Gruppierungen versorgen uns immer nur mit den Informationen, die sie für richtig erachten. Und die richtigen Informationen alle zu bekommen, ist ne Heidenarbeit, die sich nur wenige machen.
Alle Informationen zu bekommen ist Dank Internet nicht schwer. Das komplizierte ist die Beurteilung und Einordnung. Hat halt alles seinen Preis. Du mußt dich größtenteils schon selbst kümmern, weil objektiv - was auch immer das sein mag - wird dir das niemand liefern können.

Sie muss die Kraftwerksbetreiber einfach verpflichten, für den Fall eines GAUs eine Versicherung abzuschliessen, die alle Folgeschäden garantiert abdeckt. Die Versicherungen werden dann schon entsprechende Vorgaben machen, welche Vorkehrungen sie verlangen, um überhaupt zu versichern. So hätte man das Problem schnell aus der Welt.
Das Problem für das "Volk" ist also nicht die Bedrohung ansich, sondern die Angst vor den immensen Kosten!?

Wenn aber doch das Risiko so minimal ist, wie von den Beführwortern immer dargelegt, was machen die Versicherungen dann falsch?
Die Kosten wären so immens, dass sich mit diesem versicherten kein Geschäft machen ließe. Und darum geht es ja den Versicherungen.

Zurück zum Thema:
Die Bundesnetzagentur verbreitete gestern die Info, dass man seit der Abschaltung mitte März Strom importieren muss. Wobei ich das muss bezweifle, da ich nicht sicher bin, dass künstlich für eine Stromknappheit gesorgt wird.
 
Zurück zum Thema:
Die Bundesnetzagentur verbreitete gestern die Info, dass man seit der Abschaltung mitte März Strom importieren muss. Wobei ich das muss bezweifle, da ich nicht sicher bin, dass künstlich für eine Stromknappheit gesorgt wird.

Wobei ja Begründungen genannt wurden. Deutschland hat soweit ich das weiß immernoch überschuss, aber muss regional bedingt aus dem ausland importieren. Besonders aus Frankreich und Tschechien.
 
Sicher, dass bei neueren Atomkraftwerken keine Versicherungen bestehen?
Ja, ziemlich sicher.

Wobei ich sicherlich auch keine Versicherung zahlen wollen würde als Regierung, wenn ich mir sicher wäre, dass nichts passieren kann.
Regierung? Die Atomkraftwerke gehören Unternehmen, keiner Regierung.

Ich versichere mich ja auch nicht gegen Verletzungen durch Blitzschaden.
Dann bist Du ja auch tot. Aber Dein Haus würdest Du gegen Elementarschäden versichern, oder? Das beinhaltet auch Überschwemmungen, Blitzeinschlag und Erdbeben.

Und ich bestreite ja auch nicht Fehlentscheidungen, ich mag halt nur nicht diese rumgemotze, dass sie sich falsch entscheiden, weil sie dem Volk schaden wollen.
Das, was ich bemängele ist, daß sie gar nicht ans Volk denken bei dieser Entscheidung. Der Grund für die Laufzeitverlängerung war aus meiner Sicht rein wirtschaftlich bedingt und bot die Möglichkeit der Pöstchenbeschaffung für die Zeit nach dem politischen Amt. Frühere Kanzler hofierten dafür russische Gasfirmen, heute Kanzlerinnen eben Atomkraftwerksbetreiber.

Das Problem für das "Volk" ist also nicht die Bedrohung ansich, sondern die Angst vor den immensen Kosten!?
Nein, ich wollte nur aussagen, daß eine Bedrohung da ist, sonst würde man ja eine bezahlbare Versicherung bekommen. Da die Allianz aber keinen GAU versichert, ist das Risiko wohl zu hoch.

Die Kosten wären so immens, dass sich mit diesem versicherten kein Geschäft machen ließe. Und darum geht es ja den Versicherungen.
Die Kosten wären immens, und das Risiko? Müsste doch extrem gering sein laut Betreibern. Also niedrige Prämie. Ich versichere mein Haus auch für knapp über 100 Euro gegen einen Totalverlust durch Elementarschäden. Das ist so billig, weil das Risiko so niedrig ist, nicht, weil die Kosten im Schadensfall so niedrig wären.

Marty
 
Dann bist Du ja auch tot. Aber Dein Haus würdest Du gegen Elementarschäden versichern, oder? Das beinhaltet auch Überschwemmungen, Blitzeinschlag und Erdbeben.

Kommt immer auf den Preis der Versicherung an und auf die zu erwartenden Schäden. Wenn ich in einer Gegend wohne, wo es fast ausgeschlossen ist einen Totalschaden durch Überschwemmungen zu erleiden, dann würde ich dafür kein Geld ausgeben. Beim Auto handhabe ich das ja ebenso. Eine Vollkasko mach ich selbst beim Neuwagen nur, wenn ich den auf Raten kaufe. Kaufe ich den aus angesparten, dann eher weniger. Dafür ist mir die Wahrscheinlichkeit des Totalausfalls zu niedrig, besonders, weil ich das durch eigenes Fahrverhalten beeinflussen kann.

Die Kosten wären immens, und das Risiko? Müsste doch extrem gering sein laut Betreibern. Also niedrige Prämie. Ich versichere mein Haus auch für knapp über 100 Euro gegen einen Totalverlust durch Elementarschäden. Das ist so billig, weil das Risiko so niedrig ist, nicht, weil die Kosten im Schadensfall so niedrig wären.

100 im Monat? Würde bei 40 Jahren versicherungszeit schon 48000€ machen. Wobei ein Haus sicherlich auch ein Tick länger stehen kann. Oder würdest du es im Rentenalter nicht mehr versichern? Mit 5 Häusern hätte die Versicherung dann sicherlich schon einen Komplettausfall abgedeckt. Wenn ich nun die Wahrscheinlichkeit betrachte wirkt es schon teuer. Bei Pro Jahr wäre es dann für dich schon günstig, aber die Versicherung würde aufgrund der Masse an Versicherten dann immernoch genug bekommen.

Beim AKW gibt es nicht so viele Versicherte und daher müssen die verbleibenden natürlich den Ausfall eines einzelnen AKW's kompensieren. Und ich denke, egal wie klein die Wahrscheinlichkeiten sind, wollen Versicherungen immer mit den anderen Versicherten, denen nichts passiert die Kosten + Gewinn für den Schadensfall herausholen.